DE207669C - - Google Patents

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DE207669C
DE207669C DENDAT207669D DE207669DA DE207669C DE 207669 C DE207669 C DE 207669C DE NDAT207669 D DENDAT207669 D DE NDAT207669D DE 207669D A DE207669D A DE 207669DA DE 207669 C DE207669 C DE 207669C
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gallocyanins
sulfoderivatives
monoarylidated
arylidated
hydrosulfite
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/005Gallocyanine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
;;. |-207669 V ;■. KLASSE 22c. GRUPPE
Wie in der.■ Patentschrift 189941 erwähnt worden ist, sind die durch Kondensation aromatischer Amine mit Gallocyaninen erhältlichen Farbstoffe unlösliche Produkte, welche sulfoniert werden, um in der Druckerei oder Färberei auf animalischen oder vegetabilischen Fasern verwendet werden zu können.
Bisher ist es nicht gelungen, die Leukoderivate der monoarylidierten Gallocyanine oder deren Sulfoderivate in einer technisch verwendbaren, rationellen Weise darzustellen. Durch die in den Patenten 104625, 105736 und 108550 beschriebenen Verfahren wurde bei Anwendung derselben auf die arylidierten Gallocyanine dieser^ Zweck insofern· nur teilweise erreicht, als die damit erhaltenen Körper für ihre gewerbliche Verwendung nicht hinreichend rein waren.
Nach dem Verfahren des Patents 198181, bei welchem die arylidierten Gallocyanine mit Reduktionsmitteln und einem Säureüberschuß in der Wärme behandelt werden, gelangt man zu Leuko-Gallocyaninderivaten, in welchen die Aminoarylgruppe durch eine Hydroxylgruppe ersetzt ist, d. h. nicht zu eigentlichen Leukoderivaten der angewandten arylidierten Gallocyanine. ·
Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, Leukoderivate der arylidierten Gallocyanine oder deren Sulfoderivate darzustellen, wenn man die Reduktion der arylidierten Gallocyanine oder deren Sulfoderivate mittels neutraler Reduktionsmittel (Hydrosulfite oder Hydrosulfitbzw. Sulfoxylatverbindungen und der entsprechenden Menge Salzsäure) bewirkt, und zwar in einem beim Erwärmen die Abspaltung der'. Aminoarylgruppe nicht bewirkenden Medium, wie z. B. verdünntem Alkohol, verdünntem Äthyltartrat, verdünnter Ameisensäure, Phenol, Acetin usw. Auf diese Weise erhält man Leukoderivate der arylidierten Gallocyanine bzw. deren Sulfoderivate, die sowohl beständig als auch löslich sind.
Diese neuen Farbstoffe liefern mit· Metallbeizen, insbesondere mit Chrombeizen grün- lich-blaue Töne von einer hervorragenden Reinheit, welche die mit den nicht reduzierten Sulfoderivaten der entsprechenden anylidierten Gallocyanine erhältlichen Färbungen an Echtheit übertreffen. Sie besitzen außerdem die wertvolle Eigenschaft, auf Baumwolle durch ein nur kurz dauerndes Dämpfen fixiert werden zu können. .
Diese Leukoderivate sind in Form von Chlorhydraten löslich in Wasser; sie haben in Pasten- oder Pulverform ein grünliches Aussehen; ihre Lösung in Schwefelsäure variiert von orange bis bräunlichgelb und färbt sich bei Zusatz eines Oxydationsmittels tiefer rot.
Die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltenen monoaminoarylierten Produkte sind chemisch verschieden von den diaminoarylierten der amerikanischen Patentschrift 844155 und unterscheiden sich auch von denselben sowohl durch die Ausfärbungen als durch die übrigen Eigenschaften. Die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltenen Produkte
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sind viel haltbarer an der Luft und liefern grünere, lebhaftere und licht- und chlorechtere Nuancen als diejenigen der amerikanischen Patentschrift 844155.
Das' neue Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert. :
Beispiel I.
In einen mit Rückflußkühler versehenen Apparat werden 200 1 verdünnter Äthylalkohol eingebracht; man fügt dann unter Umrühren 20 kg des arylidierten Galloeyanins, welches durch Kondensation des Einwirkungsproduktes von Nitrosodimethylanilinchlorhydrat auf GaIlamid mit Anilin erhalten wurde. Man kocht hierauf während 1 bis 2 Stunden, indem man allmählich 8 kg Salzsäure ■ und 7 kg Formaidehydhydrosulfit zusetzt. Ist die Reaktion beendet, so wird die Masse gelblichgrün. Mari entfernt alsdann den Alkohol durch Abdestillieren, läßt erkalten und fällt durch Kochsalz aus. ,
Beispiel II. ■
In einen mit Rücknußkühler versehenen Apparat werden 100 1 destilliertes Wasser und 1001 Äthyltartrat eingebracht. Man setzt dann 20 kg des arylidierten Gallocyanins, das durch Kondensation des Einwirkungsproduktes von Nitrosodiäthylanilinchlorhydrat auf GaIlamid mit Anilin erhalten wurde, hinzu. Man vollzieht die Reduktion wie beim Beispiel I, läßt erkalten und fällt durch Kochsalzwasser
aus.
Beispiel III.
In einen mit Rückflußkühler versehenen Apparat werden 200 1 verdünnter Äthylalkohol eingegossen; man fügt dann unter Umrühren .41) ungefähr 24 kg des Sulfoderivates des arylidierten Gallocyanins, welches durch Kondensation des Einwirkungsproduktes von Nitrosodimethylanilinchlorhydrat auf Gallamid mit Anilin erhalten wurde, hinzu. Man kocht hierauf während 1 bis 2 Stunderi, indem man allmählieh 8 kg Salzsäure und 7 kg Formaldehydhydrosulfit zusetzt. Ist die Reaktion beendet, so wird die Masse gelblichgrün. Man entfernt alsdann den Alkohol durch Abdestillieren, läßt erkalten und fällt durch Kochsalz aus.
In diesen Beispielen können die Temperaturen, die Mengenverhältnisse und die Erhitzungsdauer innerhalb gewisser Grenzen variieren. Statt Formaldehydhydrosulfit kann man auch das reine Hydrosulfit B. A. S. F. oder andere Hydrosulfite bzw. Hydrosulfitoder Sulfoxylatverbindungen sowie auch andere geeignete neutrale Reduktionsmittel ver-' wenden. Die Reaktion kann in Wasser, Äthylalkohol oder Methylalkohol vorgenommen werden, wird jedoch vorzugsweise in verdünntem Alkohol, verdünntem Äthyltartrat, verdünnter Ameisensäure, Acetin, Phenol usw^ ausgeführt.
Die auf die angegebene Weise erhaltenen Leukoderivate oxydieren sich sehr rasch an der Luft mit Alkalien. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von in Wasser löslichen Leukoderivaten der mönoarylidierten Gallocyanine oder deren Sulfoderivate, dadurch gekennzeichnet, daß die monoarylidierten Gallocyanine oder deren Sulfoderivate entweder in verdünnten Älkoholeni verdünntem Äthyltartrat, verdünnter Ameisensäure, in Phenol, Acetin oder einem anderen, beim Erwärmen die Abspaltung der Aminoarylgruppe nicht bewirkenden Medium mit Reduktionsmitteln, wie z. B. Hydrosulfiten oder Hydrosulfit- bzw. Sulfoxylatverbindungen und der entsprechenden Menge Salzsäure so lange erhitzt werden^ bis sich eine Probe des Reaktionsproduktes in konzentrierter Schwefelsäure mit braungelber bis oranger Färbung löst.
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