DE207352C - - Google Patents

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DE207352C
DE207352C DE1907207352D DE207352DD DE207352C DE 207352 C DE207352 C DE 207352C DE 1907207352 D DE1907207352 D DE 1907207352D DE 207352D D DE207352D D DE 207352DD DE 207352 C DE207352 C DE 207352C
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DE1907207352D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/26Devices characterised by the use of fluids
    • G01P3/28Devices characterised by the use of fluids by using pumps

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Illuminated Signs And Luminous Advertising (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 207352 KLASSE 74 b. GRUPPE
JULIUS KRUGER in FRIEDENAU b. BERLIN. Geschwindigkeitsanzeiger für Kraftfahrzeuge. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. März 1907 ab.
Es sind Geschwindigkeitsanzeiger für Kraftfahrzeuge bekannt, bei denen eine von der Welle des Fahrzeuges angetriebene Förderpumpe Flüssigkeit in einen mit einer schlitzförmigen Austrittsöffnung versehenen Zylinder drückt, in welchem ein mit einer Anzeigevorrichtung verbundener Schwimmer entsprechend der Geschwindigkeit des Fahrzeuges eingestellt wird. % '
ίο Von dieser bekannten Einrichtung unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß der Zylinder mit kleinen Löchern versehen ist, von denen beim Steigen und beim Sinken eines im Zylinder angeordneten Kolbens immer so viele freigegeben werden, daß die Menge der durch die Pumpe zugeführten Flüssigkeit stets gleich der Menge der durch die Löcher abfließenden Flüssigkeit ist. Durch diese Anordnung soll eine schleudernde Bewegung der Anzeigevorrichtung durch Erschütterungen des -Fahrzeuges vermieden und ein sicheres Anzeigen ermöglicht werden.
Beiliegende Zeichnung zeigt in Fig. 1 die Vorrichtung im Schnitt.
In dem Kasten 0 ist ein Zylinder α angeordnet, welcher mit möglichst kleinen Öffnungen b und einem durch sich gleichbleibende Schwerkraft nach unten gedrückten Kolben c versehen ist. In den Zylinder a wird durch eine Förderpumpe g beliebiger Art Flüssigkeit gepumpt, und zwar, da die Pumpe durch die' Welle i und eine nicht gezeichnete biegsame Welle mit einer umlaufenden Achse des Gefährtes gekuppelt ist, in Mengen, welche der Geschwindigkeit des Gefährtes entsprechen. Der Kolben c wird durch die Flüssigkeit · gehoben, bis Öffnungen freigegeben werden, aus welchen so viel Flüssigkeit abfließt, als hinzugepumpt wird.
Wird die Geschwindigkeit vermindert, so sinkt der Kolben c, weil mehr Flüssigkeit abfließt, als hinzugepumpt wird.
Der Kolben c stellt sich demnach immer der Geschwindigkeit entsprechend ein und dient dazu, durch die -Kolbenstange d Vorrichtungen einzustellen, welche die Geschwindigkeit sichtbar machen. :
Die Vorrichtung gestattet, sehr umfangreiche Anzeigevorrichtungen zu verwenden, und die Geschwindigkeit mithin sichtbar, zu machen.
Diese Anzeigevorrichtungen können beliebiger Art sein. In der Zeichnung (Fig. i) ist diese als Laterne mit farbigen Scheiben gedacht, welche bei wachsender Geschwindigkeit aus dem Rahmen υ herausgehoben und: bei Dunkelheit durchscheinend erleuchtet wird.
Zur Registrierung der Geschwindigkeit ist mit der Kolbenstange d. eine Schreibvorrichtung e verbunden, welche die Geschwindigkeit auf die durch die Uhr bewegte Skala f aufträgt.
Da die Flüssigkeit wenig elastisch ist, und aus den sehr engen Öffnungen nicht plötzlich größere Mengen an Flüssigkeit austreten können, so sind die Schwankungen und Stöße, welche die Fahrzeuge erleiden, bei gegenwärtiger Vorrichtung weniger schädigend wirksam auf die Anzeigevorrichtungen als bei bisher bekannten Geschwindigkeitsmessern, welche durch Schwimmer oder mit Hilfe von besonderen Geschwindigkeitsmessern Flüssigkeit be-
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nutzen, um die Anzeigevorrichtungen einzustellen. . ,
Um bei Zusammenstößen die jeweilige Geschwindigkeit festzustellen, ist an der Kolbenstange d ein Band I befestigt, welches der Geschwindigkeit entsprechend eingestellt wird und mit einer Einteilung versehen ist. Von dem Bande I ist einseitig pendelnd ein Gewicht k angeordnet (Fig. ι und 2), welches bei plötzlicher Verminderung der Fahrgeschwindigkeit durch sein Beharrungsvermögen vorschnellt und durch den Widerhaken w das Band und damit die Anzeigevorrichtung in der augenblicklichen Stellung festhält, wodurch die Geschwindigkeit, mit der das Fahrzeug kurz vor dem Zusammenstoß fuhr, festgestellt werden kann.
Diese Vorrichtung läßt sich ferner dahin ausbilden, daß die Wagen bei Zusammenstoßen zum Halten gezwungen werden können. Zu diesem Zwecke sind an dem pendelnden Gewicht k und an der Vorrichtung Stromschlußstücke χ befestigt, welche mit den Polen der magnetischen oder elektrischen Zündung verbunden sind und diese durch Kurzschluß außer Betrieb setzen, solange die Stromschlußstücke χ durch den von dem Bande I festgehaltenen Widerhaken w geschlossen gehalten werden. "

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ί. Geschwindigkeitsanzeiger für Kraftfahrzeuge, ; bei welchem eine von der Welle des Fahrzeuges angetriebene Förderpumpe Flüssigkeit in einen Zylinder drückt, in welchem ein mit einer Anzeigevorrichtung verbundener Kolben entsprechend der Geschwindigkeit des Fahrzeuges eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (a) mit kleinen Löchern (b) versehen ist, von denen beim Steigen und beim Sinken des Kolbens (c) immer so viele freigegeben werden, daß die Menge der durch die Pumpe zugeführten Flüssigkeit stets gleich der Menge der durch die Löcher (b) abfließenden Flüssigkeit ist.
  2. 2. Ausbildung des Geschwindigkeitsanzeigers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einseitig pendelnd aufgehängtes Gewicht (k) bei plötzlicher Verminderung der Fahrgeschwindigkeit durch sein Beharrungsvermögen die Anzeigevorrichtung (t) in ihrer augenblicklichen Stellung festhält, zum Zweck, die Feststellung der Fahrgeschwindigkeit bei Zusammenstoßen zu erleichtern.
  3. 3. Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem pendelnden Gewicht (k) ein Stromschlußstück angeordnet ist, das mit einem zweiten Stromschlußstück, welches in der Vorrichtung fest angeordnet ist, in Berührung tritt, sobald das pendelnde Gewicht (k) vorschnellt, derart, daß durch Kurzschluß die Zündung unterbrechen wird, solange der Widerhaken (w) des Gewichtes (k) die Anzeigevorrichtung (t) festhält. ■
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907207352D 1907-03-27 1907-03-27 Expired DE207352C (de)

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