DE38443C - Elektrischer Wasserstandszeiger und Kontroiapparat - Google Patents
Elektrischer Wasserstandszeiger und KontroiapparatInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B37/00—Component parts or details of steam boilers
- F22B37/78—Adaptations or mounting of level indicators
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem vorliegenden Apparate wird Magnetismus dadurch nutzbar gemacht, dafs ein
Schwimmer im Innern eines mit einem Dampfkessel oder anderen Flüssigkeitsbehälter verbundenen
Rohres auf einen Stromschliefser wirkt, der aui'serhalb dieses Rohres liegt.
In Fig. ι ist A ein Theil eines Dampfkessels
mit dem gewöhnlichen Wasserstandsrohr B. Dasselbe kann aus Messing oder einem anderen nicht magnetischen Material
hergestellt sein und wird in üblicher Weise mit dem Wasser- und Dampfraum des Kessels
in Verbindung gebracht.
C ist eine der üblichen Schutzstangen für das Wasserstandsglas und D ein Schwimmer,
welcher aus magnetischem Material besteht oder mit solchem versehen ist und mit Aenderung
des Wasserstandes sich in dem Rohr B auf- und abbewegen kann. Eine drehbar angebrachte
Armatur E und ein Magnet N S, Fig. ι bis 7, sind in eine derartige Lage zu
einander und zu dem Rohr B gebracht, dafs eine Beeinflussung des magnetischen Feldes
durch die Bewegung des Schwimmers D in dem Rohr B stattfinden kann, um die Armatur
zu bewegen. Der Magnet NS kann entweder ein Elektromagnet in einem constant geschlossenen
Stromkreise oder ein permanenter Magnet sein. Die Armatur E ist mit geeigneten
Contacten F versehen, mit denen die elektrischen Stromkreise G und H, Batterie /
und der den Hahn L bewegende Elektromagnet J oder die Alarmglocke K in Verbindung
gebracht sind. Der Elektromagnet J öffnet, wenn der Stromkreis G geschlossen ist,
den Hahn L, wodurch die Pumpe M in Gang gesetzt wird, so dafs diese durch das Rohr O
Wasser in den Kessel A drückt. P P, Fig. 2, sind Anschläge im Innern des Rohres B,
welche verhindern, dafs der Schwimmer D über die erforderlichen Grenzen hinausgeht.
Sie sind so angeordnet, dafs sie die freie Circulation des Wassers in dem Rohr B nicht
behindern.
Die Armatur E liegt innerhalb eines staubdichten Kastens Q aus nicht magnetischem
Material und der Magnet N S ist an diesem Kasten in geeigneter Weise befestigt. Die
Schutzstange C ist mit einem Muff R versehen, der mittelst der Schraube S1 an jedem
Punkt der Stange festgestellt werden kann. Der Muff R hat einen vorstehenden Theil T,
der bei U geschlitzt ist. Der Kasten Q. ist an
dem Muff R durch eine Schraube S2 verstellbar
befestigt, welche durch den Schlitz U tritt. Die dem Rohr B zunächst liegende
Seitenwand des Kastens Q. ist zweckmäfsig mit einer Nuth versehen, in welche das Rohr hineinpafst.
Die Armatur E kann ganz oder theilweise aus magnetischem Material bestehen; vorzuziehen
ist jedoch eine Armatur ganz aus magnetischem Material, das permanent magnetisirt
ist. Die Armatur wird mit Bezug auf die Pole des Magneten so angeordnet, dafs der
Magnetismus allein die Armatur in normaler Lage hält. Wenn sie also durch Berühren
oder aus einem anderen Grunde aus dieser Lage abweicht, so wird sie durch die magnetische
Anziehung' in die normale Stellung wieder zurückgeführt. Dieses magnetische
Gleichgewicht wird am besten durch einen
Magneten herbeigeführt, der Hufeisenform hat, und dadurch, dafs man die Armatur E an der
einen Seite und hinter den Polenden des Magneten drehbar anbringt, Fig. i, 2 und 3,
und den Drehpunkt zwischen die Pole legt, Fig. 6.
Wird die in Fig. 1, 2, 3 und 7 dargestellte Methode angewendet, so kann. die Armatur
länger als die Entfernung zwischen den Polen des Magneten sein; wird dagegen die Einrichtung
Fig. 6 getroffen, so ist die Armatur erheblich kürzer.
Nähert sich infolge der Aenderung des Wasserspiegels in dem Rohr B der Schwimmer D dem einen der Magnetpole NS, so
wird das magnetische Feld gestört und die Armatur E nach der einen oder anderen Richtung
abgelenkt. Diese Ablenkung kann nun entweder zur Abgabe eines optischen Signales
oder zum Schliefsen eines elektrischen Stromes und damit zur Bethätigung einer zweckmäfsigen
elektrischen Signalvorrichtung angewendet werden.
Aus Fig. ι ist ersichtlich, dafs, wenn der Stromkreis G durch die Aenderung des Wasserstandes
in dem Rohr B und die dadurch veranlafste Annäherung des Schwimmers D an
den Pol N des Magneten N S der bei V getroffenen Vorrichtung geschlossen wird, der
Elektromagnet J den Hahn L öffnet, die Pumpe M in Gang setzt und den Kessel A
„mit Wasser füllt, das den Schwimmer wieder hebt und von dem Pol N des Magneten NS
entfernt. Darauf nimmt die Armatur E ihre normale Lage wieder ein, öffnet den Stromkreis
G, schliefst dadurch den Hahn L und sperrt die Wasserzuführung ab.
Soll, zur Anzeige des niedrigsten Wasserstandes ein einfaches Alarmsignal angebracht
werden, so wird ein Stromkreis, der eine oder mehr Alarmglocken enthält, mit dem Stromschliefser,
wie bei W dargestellt, verbunden. Soll aufserdem noch eine Vorsichtsmafsregel
für. den Fall getroffen werden, dafs die Pumpe oder ein anderer Theil der Vorrichtung aufser
Ordnung gerathen und infolge dessen der Wasserstand unter die untere Grenze sinken
könnte, so kann der zweite Stromschliefser, welcher mit den Alarmglocken verbunden ist,
zur Abgabe eines Warnsignales Anwendung finden. . . . ■
Die in Fig. 2 dargestellte Modification zeigt, wie zwei Stromkreise durch, eine Armatur
controlirt werden können, wenn diese Armatur an jedem Ende mit Contacten versehen ist.
Die in Fig. 4 dargestellte Modification zeigt eine gewöhnliche polarisirte Nadel 2?, die in
horizontaler Lage so ausbalancirt ist, dafs sie bis dicht an das Rohr B reicht. In diesem
Falle wird der Schwimmer D zweckmäfsig auch aus permanent magnetisirtem Material
hergestellt.
Die Vorrichtung kann auch dazu benutzt werden, eine sichtbare Angabe über die Höhe
des Wasserstandes in einem Kessel oder anderen Reservoir zu machen, ohne ein Glasrohr
zu benutzen. Dies geschieht dadurch, dafs man mehrere in beschriebener Weise angeordnete
Armaturen, jedoch ohne Kasten Q., an verschiedenen Punkten eines Rohres aus Messing, Kupfer oder anderem nicht magnetischen
Material anordnet. Das Metallrohr kann die Stelle des Glasrohres ersetzen und, wie
üblich, mit dem Wasser- und Dampfraum des Kessels verbunden werden. Die dem Schwimmer
zunächst liegende Armatur wird abgelenkt und zeigt auf diese Weise die Höhe des Wasserstandes an.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Signalisirung des Wasserstandes in Kesseln etc. mittelst eines Schwimmers D aus magnetischem Material in dem mit dem Wasserraum communicirenden Rohr B dadurch, dafs aufserhalb dieses Rohres ein als schwingende Armatur eines permanenten Magneten, Fig. 1 bis 3 und 5 bis 7, oder als magnetisirte Nadel, Fig. 4, ausgebildeter Stromschliefser E durch den Schwimmer aus seiner normalen Lage gebracht wird und dadurch Stromkreise geschlossen werden,, in welche elektrische Signalvorrichtungen, sowie etwaige Vorrichtungen zum Ingangsetzen der Wasserzuführung eingeschaltet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38443C true DE38443C (de) |
Family
ID=314143
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38443D Expired - Lifetime DE38443C (de) | Elektrischer Wasserstandszeiger und Kontroiapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38443C (de) |
-
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- DE DENDAT38443D patent/DE38443C/de not_active Expired - Lifetime
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