DE207258C - - Google Patents

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DE207258C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/04Hypochlorous acid
    • C01B11/06Hypochlorites
    • C01B11/062Hypochlorites of alkali metals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

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KAISERLICHES .-Ά
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12«. GRUPPE
Dr. MAX VOGTHERR in BERLIN und HANS KNORR in CHARLOTTENBURG.
und Bleichflüssigkeit.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Januar 1908 ab.
Die Anwendung des Chlorkalks zum Waschen und die Benutzung des daraus hergestellten Fleckwassers bringen für den Laien mancherlei Nachteile, mit sich, welche gewöhnlich der zerstörenden Kraft des Chlors zugeschrieben werden. Die ätzenden Eigenschaften des Chlorkalks rühren aber nicht von dem in Lösung vorhandenen Hypochlorit her. sondern vielmehr von dem in dem trockenen Chlorkalk enthaltenen Calciumhydrat, welches namentlich dann, wenn es nicht sehr fein zerteilt ist, sich in die Wäsche einnistet und die Faser zerstört. Der zerstörende Faktor ist also hier das Calciumhydrat. Er erfährtv durch Unwissenheit seitens der Arbeiter, Wäscher und Wäscherinnen eine ganz erhebliche Unterstützung.
. Zersetzt man den Chlorkalk durch Soda oder Glaubersalz, so erhält man an Stelle der Calciumsalze die Natriumsalze. Außer dem Übelstande, daß der in Wasser nur wenig lösliche Chlorkalk an und für sich mit dem Natriumcarbonat oder -sulfat sich nur sehr langsam umsetzt und der entstehende voluminöse Niederschlag von Calciumcarbonat oder -sulfat sich nur mit großer Mühe von der Flüssigkeit trennen läßt, hat dieses Verfahren auch den Ubelstand, daß die gewonnene Flüssigkeit neben Natriumchlorid und Natriumhypochlorit stets noch Natriumhydrat enthält, vermöge dessen sie ziemlich stark ätzend wirkt. Kommt hierzu noch die mangelhafte Trennung von Lauge und Chlorkalk, wie dies bei der Praxis der Waschfrauen un-35
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vermeidlich ist, so gelangt neben Natriumhydrat auch wiederum Calciumhydrat in die Flüssigkeit, setzt sich in der Wäsche fest und zerfrißt sie.
Ein drittes älteres Verfahren besteht darin, daß man Chlor in Natriumhydrat- oder -darbonatlösung leitet bis zur Sättigung der Lauge, jedoch so, daß die alkalische Reaktion der Flüssigkeit erhalten bleibt. Man hat diesen Weg wegen der Unannehmlichkeiten des erforderlichen tagelangen Chlorentwickeins verlassen, dadurch jedoch der Güte des Präparats sehr geschadet. Denn während alle die vorher erwähnten Lösungen ätzende Alkalien oder Ätzkalk enthalten, ist in der nach dem zuletzt erwähnten Verfahren erhaltenen Flüssigkeit nur bei Anwendung verdünnter Natronlauge noch Natriumhydrat vorhanden; benutzt man dagegen eine Lösung von Natriumcarbonat oder Soda, so enthält die Flüssigkeit neben Chlornatrium und Natriumhypochlorit Natriumbicarbonät und unverändertes Natriumcarbonat.
Ein solches Präparat besitzt noch vorteilhaftere Eigenschaften als die auf elektrolytischem Wege dargestellten Bleichfiüssigkeiten, bei denen das gebildete Natriumhydrat durch das entwickelte Chlor vollständig in Chlornatrium und Natriumhypochlorit umgewandelt wird. Die früheren Präparate besitzen neben sehr stark ätzender auch schmutzlösende Eigenschäften, während die elektrolytische Lauge die letzteren Eigenschaften entbehrt, indem sie nur bleichende Körper enthält, so daß sie.
während die früheren Präparate eine zu starke Ätzwirkung ausüben, in dieser Hinsicht- zu schwach ist.
Die auf die Einleitung des Chlors gegründeten Verfahren liefern daher immer noch die besten ,Präparate. Diese können nun dadurch eine hervorragende Verbesserung erfahren, daß man ihre Herstellung so ausgestaltet, daß sie nur 'Natriumchlorid, Natriumhypochlorit und
ίο Natriumbicarbonat enthält, also frei ist von allen ätzenden Stoffen, insbesondere von Soda und Ätznatron.
Zu diesem Zwecke besteht die vorliegende Erfindung in der Neuerung, daß man eine alkalische chlorofizierte Flüssigkeit herstellt und diese so lange mit Kohlensäure behandelt, bis sie neben den Bleichsalzen weder Ätznatron noch Natriumcarbonat, sondern nur noch Bicarbonat enthält.
In Ausführung der Erfindung verfährt man zweckmäßig wie folgt:
Man leitet in eine Sodalösung in der Kälte so lange Chlor, bis Entwicklung von Kohlendioxyd eintritt. Zu diesem Zeitpunkte ist die Hälfte des vorhandenen Natriumcarbonats unter. Umwandlung seiner anderen Hälfte in Natriumbicarbonat in Natriumchlorid und Natriumhypochlorit umgesetzt, und die Entwicklung von Kohlensäure zeigt an, daß das gebildete Natriumbicarbonat vom Chlor angegriffen wird. Man unterbricht die Chlorzufuhr und setzt zur Flüssigkeit so lange Natronlauge, bis die Kohlensäureentwicklung aufgehört hat und die Flüssigkeit stark auf Phenolphtaleinlösung reagiert. Hiernach neutralisiert man den Überschuß an Natriumhydrat durch Einleiten von Kohlensäure, bis die Flüssigkeit durch Zusatz von Phenolphtalein nicht mehr gerötet wird, d. h. alles Natronhydrat in Natriumbicarbonat übergeführt ist.
Diese Lösung, die zwar schon bekannt ist, aber auf einem völlig anderen Wege erhalten wurde. (Umsetzen einer Chlorkalklösung mit Soda und.- Einleiten von Kohlensäure bis zur vollständigen Überführung der Basen in Bicarbonat), zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
Sie übt keine ätzenden Wirkungen aus.
und
2. Sie zeigt die Fähigkeit, Schmutz
Schweiß zu lösen.
'. 3. Ihr Gehalt an Natriumbicarbonat greift Leinenfaser, Baumwolle und Wolle nicht nur nicht an, sondern verleiht ihnen eine gewisse Weichheit und Elastizität; er konserviert die Fasern, aber zerstört sie nicht.
4. Man kann die Flüssigkeit jedem Laien in die Hand geben; ohne befürchten zu müssen, daß er die damit behandelte Wäsche beschädigen bzw. verbrennen würde; die Lösung wirkt unter keiner Bedingung nachteilig.
Außerdem sind der Flüssigkeit die wertvollen Eigenschaften erhalten geblieben, welche die alten Präparate in der Fähigkeit der Sauerstorfentwicklung an der Sonne und der Chlorentwicklung auf Zusatz von Essig oder einer anderen verdünnten Säure besitzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren' zur Herstellung einer nichtätzenden, die Faser konservierenden Wasch- und Bleichflüssigkeit durch Einleiten von Chlor in Sodalösung, dadurch gekennzeichnet , daß man eine Sodalösung bis zur eben beginnenden Kohlensäureentwicklung mit Chlor behandelt, mit Natronlauge versetzt und darauf mit Kohlensäure behandelt, bis sie weder Ätznatron noch Natriumcarbonat, sondern nur noch Natriumbicarbonat neben Natriumhypochlorit und Natriumchlorid enthält.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5131747A (en) * 1988-12-28 1992-07-21 Aerospatiale Societe Nationale Industrielle Interferometry device for fourier transform multiplex spectro-imaging apparatus and spectro-imaging apparatus containing the same

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5131747A (en) * 1988-12-28 1992-07-21 Aerospatiale Societe Nationale Industrielle Interferometry device for fourier transform multiplex spectro-imaging apparatus and spectro-imaging apparatus containing the same

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