DE259922C - Verfahren zur herstellung von chromleder - Google Patents

Verfahren zur herstellung von chromleder

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DE259922C
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chromium
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DE1912259922D
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English (en)
Inventor
Albert Wolff
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning
    • C14C3/06Mineral tanning using chromium compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 259922 -.. KLASSE 28 a. GRUPPE
S)r..$ng. ALBERT WOLFF in CÖLN. Verfahren zur Herstellung von Chromleder.
Zusatz zum Patent 255110.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. September 1912 ab. Längste Dauer: 24. April 1926.
Das Hauptpatent 255110 befaßt sich mit der Herstellung von Chromleder durch Einwirkung von Chromformiatlösungen auf gepickelte Blößen. Es wurde gefunden, daß die Vorzüge des in diesem Patent beschriebenen Verfahrens wesentlich erhöht werden können durch Verwendung von stark (etwa 7/12 bis 2/3) basischem Chromformiat.
Die Möglichkeit der Darstellung und die Verwendungsfähigkeit so stark basischer Chromformiatlösungen ließ sich nicht voraussehen, denn bekanntlich ist ein stärker als x/2 basisches Chromsulfat in Wasser nicht mehr löslich und für Gerbzwecke nicht mehr verwendbar.
Daß die stärker basischen Chromacetate andererseits schwer löslich und deshalb für vorliegenden Zweck weniger geeignet sind, ist schon aus Patentschrift 190451, Kl. 12, ersichtlich.
Die Vorzüge des Gerbens mit Chromformiatlösung an Stelle von Chromsulfatlösungen sind in dem Hauptpatent beschrieben. Es kommt nun hinzu, daß bei Verwendung eines stark basischen Chromformiats bei der Gerbung von gepickeltem . Hautmaterial trotz des Rückganges der Basizität doch noch ein stark basisches Salz zur Wirkung gelängt. Das Ergebnis ist ein volles und griffiges Leder, was in dem gleichen Maße beim Sulfat nicht zu erzielen ist.
Bekanntlich sind basische Salze des Chroms nicht sehr haltbar. Es war daher zu befürchten, daß die erwähnten stark basischen Formiate des Chroms unbeständig sein würden, so daß ein Ausfallen von Chromoxyd bzw. ein dementsprechender Rückgang der Basizität eventuell schon bei der Darstellung oder bei kürzerem Stehenlassen der Lösungen stattfinden würde, was zu Unregelmäßigkeiten beim Gerben führen müßte.
Es zeigte sich jedoch überraschenderweise, daß die stärker — annähernd 2/3 — basischen Chromformiatlösungen beständiger, nämlich unbegrenzt haltbar sind als die weniger . basischen Chromformiatlösungen.
Die Darstellung der hier in Betracht kommenden basischen Chromformiatlösungen geschieht zweckmäßig analog dem Verfahren des Patentes 244320, Kl. 12, durch Umsetzung einer Lösung eines anorganischen Chromoxydsalzes mit Natiumformiat. Da es nicht möglich ist, Chromoxyd in der geringen, der 2/3 Basizität entsprechenden Menge anorganischer Säure zu lösen, so ist es erforderlich, das Chromoxyd zunächst in einer größeren, der V2 bis 1J8 Basizität entsprechenden Menge anorganischer Säure zu lösen, die dem 2/3 basischen Chromformiat entsprechende Menge Natriumformiat einzurühren und die überschüssige Säure durch Sodazusatz abzustumpfen. Das Verfahren des Patentes 244320 geht vom Chromsulfat aus, weil es auf diese Weise
möglich ist, durch fast völlige Abscheidung des Natriumsulfats eine Lösung von Chromformiat zu erhalten, die annähernd frei von Natriumsulfat ist. Wie jedoch schon in dem Patent 255110 betont ist, ist für Gerbereizwecke die Beseitigung des Glaubersalzes nicht erforderlich. Die Anwesenheit von Salzen, wie Kochsalz und Glaubersalz, ist vielmehr von günstigem Einfluß auf die. Gerbung, weshalb derartige Salzzusätze sehr häufig absichtlich beim Gerben gemacht werden.
Unter diesen Umständen kann man ebensogut wie von Chromsulfatlösung von Chromchloridlösung ausgehen und hat dabei den Vorteil, daß auch beim Arbeiten mit konzentrierteren Lösungen eine Salzabscheidung nicht stattfindet, so daß eine Filtration nicht erforderlich ist.
Beispiele:
20
a) Darstellung der Gerbbrühe.
100 kg 1Z2 basische Chromchloridlösung von 15,2 Prozent Chromoxydgehalt werden mit 13,6 kg Natriumformiat vermischt. Nach mehrstündigem Stehen ist die smaragdgrüne Farbe der Lösung in eine blauviolette übergegangen, und die Umsetzung ist zu Ende. Alsdann wird unter gutem Rühren eine Lösung von 5,3 kg calcinierter Soda in 20 1 Wasser hinzugegeben. Die erhaltene Lösung wird auf 15° Be. verdünnt und enthält sodann 5 Prozent Chromoxyd. In dieser Verdünnung ist die Gerbbrühe zweckmäßig zu verwenden.
b) Gerbung.
Dünne, für Oberleder bestimmte Blößen, wie Kalb-, Ziegen- und Schafblößen, werden mit einer Lösung von io Prozent Kochsalz und ι Prozent Ameisensäure (85 Prozent) in 200 Prozent Wasser (bezogen auf das Blößengewicht) im Walkfaß 1J2 bis 1 Stunde gepickelt. Bei dickeren Blößen, wie.z. B. Rindblößen, pickelt man zweckmäßig mit einer Lösung, bestehend aus 10 Prozent Kochsalz, 2 Prozent Ameisensäure (85 Prozent) und 200 Prozent Wasser etwa 2 Stunden im Walkfaß.
Die derart gepickelten Blößen werden alsdann mit 40 Prozent der oben beschriebenen Chromformiatlösung von 15 ° Be. (5 Prozent Chromoxyd) im Walkfaß bis zur vollständigen Durchfärbung behandelt. Bei dünnen Blößen sind hierzu 1 bis 2 Stunden, bei dickeren Blößen 3 bis 5 Stunden erforderlich. Die Blößen verweilen einen oder mehrere Tage auf dem Bock, um dann gewaschen und wie üblich zugerichtet zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Chromleder gemäß Patent 255110, dadurch gekennzeichnet, daß gerbfertige Blößen mit einer wässerigen Lösung von stark (annähernd 2/3) basischer Chromformiatlösung behandelt werden. . :■■ ' : .·.·
DE1912259922D 1911-04-25 1912-09-04 Verfahren zur herstellung von chromleder Expired DE259922C (de)

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