DE49851C - Neuerung im Verfahren des Bleichens von Textilstoffen und Papierzeug - Google Patents

Neuerung im Verfahren des Bleichens von Textilstoffen und Papierzeug

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DE49851C
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Germany
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chloride
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DENDAT49851D
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E. HERMITE, E. J. PATERSON und CH. F. COOPER in Pownall Road, Dalston, London
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/50Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs by irradiation or ozonisation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Ausführung des Bleichverfahrens nach Patent No. 35549 stellten sich die Kosten für das Chlormagnesium ziemlich hoch. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, also den gleichen Zweck mit billigeren Mitteln zu ,erreichen, haben die Erfinder Versuche angestellt und zwei neue Mittel gefunden.
I. Zunächst liefert die Elektrolyse eines in Wasser aufgelösten Gemenges von Chlormagnesium und Chlornatrium (Meersalz oder Steinsalz) sehr gute Resultate. Bei der Elektrolysirung zersetzt sich ein Theil des Chlornatriums gleichzeitig mit dem Chlormagnesium und das freiwerdende Natron fällt gelatinöse Magnesia, wobei das Chlormagnesium des Bades zersetzt wird. Diese Magnesia verbindet sich leichter mit der Sauerstoffverbindung des Chlors, welche am positiven Pol durch die Zersetzung des Chlormagnesiums entsteht, und man erhält auf diese Weise ein immer sehr alkalisches Bad, wodurch der Ertrag vermehrt und die Entfärbungskraft des Bades viel gleichmäfsiger gehalten wird. Die Mengenverhältnisse des in dem oben erwähnten Gemenge zu verwendenden Chlormagnesiums und Chlornatriums richten sich nach der Stärke des elektrischen Stromes, dem Feuchtigkeitsgrade der verwendeten Salze, der Dichte der Flüssigkeit, sowie der verfügbaren Betriebskraft. Die Erfinder haben gefunden, dafs ein Gemenge von ι Gewichtstheil gewöhnlichen Chlormagnesiums und 4 Gewichtsfheilen Steinsalz, in so viel Wasser aufgelöst, dafs die Lösung die Dichte 1,030 zeigt, sehr befriedigende Resultate giebt.
II. Ferner haben die Erfinder gefunden, dafs das unter dem Namen Carnallit bekannte und in Stafsfurt in grofser Menge vorkommende natürliche Salz (Doppelchlorid von Magnesium und Kalium, entsprechend der Formel: KCl + MgCl2 -f- 6 H2 O) eine sehr geeignete Lösung für das im Patente No. 35549 beschriebene Bleichverfahren liefert. Die Erfinder verwenden vorzugsweise den grauen Carnallit, weil derselbe in der Natur am reinsten vorkommt. Die aus den Gruben kommenden Carnallitblöcke sind oft mit weifslichen Adern durchzogen, welche aus schwefelsaurem Magnesium und Chlornatrium bestehen. Bei Verwendung von solchem Carnallit mufs man zunächst die oben erwähnten Verunreinigungen entfernen. Die wässerige Carnallitlösung, welche sich für die Durchführung des Bleichverfahrens von Textiistoffen und Papierzeug mit Hülfe der Elektrolyse am besten eignet, enthält ca. 5 bis 6 pCt. Carnallit.
Das Doppelchlorid von Magnesium und Kalium findet sich vielfach an Stellen, wo Steinsalz gewonnen wird, ebenso erhält man dasselbe aus den Mutterlaugen, welche in den sogenannten Salzteichen zurückbleiben. Sowohl bei der Anwendung der Lösung eines Gemenges von Chlormagnesium und Chlornatrium, als auch jener von Carnallit zur Durchführung des Bleichverfahrens ist es angezeigt, der Bleichflüssigkeit während der Elektrolyse eine kleine Menge Magnesia zuzusetzen. Letztere wird durch Behandlung einer Lösung von Chlormagnesium oder von Carnallit mit Kalk und Waschen des Niederschlages
behufs Entfernung des ihm anhaftenden Chlorcalciums hergestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zur Durchführung des durch Patent No. 35549 geschützten Verfahrens zum Bleichen von Textilstoffeh und Papierzeug: ein Bleichbad, bestehend aus einer wässerigen Lösung von der Dichte 1,030 von 1 Gewichtstheil Chlormagnesium und 4 Gewichtstheilen Chlornatrium oder einer 5 bis öprocentigen wässerigen Lösung des natürlichen oder künstlich hergestellten Doppelchlorids von Magnesium und Kalium (Camallit) und Elektrolysiren dieser Bäder unter Zusatz einer kleinen Menge Magnesia während des Elektrolysirens.
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