DE206883C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
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- Textile Engineering (AREA)
- Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
Description
&Μφρ til.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIET
- M 206883 ~ KLASSE 29 ö. GRUPPE
celluloselösungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. August 1907 ab.
Es ist bekannt, aus Lösungen von Cellulose in Kupferoxydammoniak seidenglänzende
Fadengebilde unmittelbar zur Abscheidung zu bringen, indem man die . Lösungen durch
Kapillaren in Ätzalkalilaugen eintreten läßt. Dabei wird zumeist konzentrierte und erwärmte
Natronlauge angewandt, weil verdünnte Lauge zu langsam wirkt und, falls sie weniger als
5 Prozent Ätzalkali enthält, haltbare und
ίο praktisch verwertbare Gebilde, z. B. glänzende
Fäden, überhaupt nicht mehr liefert.
Ferner ist es nicht neu, Lösungen neutral oder alkalisch reagierender Salze, wie Chlornatrium
oder Natriumcarbonat, als Koagulierungsmittel bei der Herstellung von Fäden aus Kupferoxydammoniakcelluloselösungen zu
verwenden. Aber auch diese wirken nur langsam fällend und sind deshalb nur unter besonderen
Bedingungen brauchbar.
Demgegenüber wurde nun gefunden, daß wäßrige Lösungen der Alkalichloride die in
Betracht kommenden Celluloselösungen schnell koagulieren, wenn man ihnen Alkalihydroxyd
zusetzt, wovon in der Regel schon geringe Mengen genügen.
Die mittels derartiger Lösungen hergestellten Cellulösegebüde besitzen ohne weiteres eine
ausgezeichnete Elastizität und bereits vor dem Trocknen eine hohe Festigkeit, sie sind außerdem
glasartig durchsichtig und von hohem Glanz. Dieses Ergebnis ist um so überraschender,
als z. B. mittels Chlornatriumlösungen gleicher Konzentration allein zunächst nur milchig getrübte und wenig widerstandsfähige
Produkte erhalten werden und andererseits verdünnte Alkalilaugen für sich kaum fällend wirken. Versetzt man aber Kochsalzlösung
auch nur mit 1 Prozent Ätzalkali, so wird ihre Koagulierungsfähigkeit so erhöht,
daß beim Verspinnen der Celluloselösungen die Fäden mit ziemlicher Geschwindigkeit abgezogen
werden können.
Eine in üblicher Weise hergestellte Kupferoxydammoniakcelluloselösung
von 6 Prozent Cellulosegehalt wird durch eine geeignete Vorrichtung
in feinem Strahle in das Fällbad eingeführt. Man kann dabei z. B. in der Weise verfahren, daß man die unter Druck stehende
Lösung aus einer Kapillare, die sich ein wenig über dem Flüssigkeitsspiegel des Fällbades befindet,
in die Fällflüssigkeit eintreten läßt. Die Lösung legt dabei einen kurzen Weg von
der Spitze der Kapillare bis zum Fällbad durch die Luft zurück, wodurch besonders bei
zähen Lösungen Fadenbrüche fast vollständig vermieden werden.
Das Fällbad selbst kann aus 100 1 Wasser, 25 kg Chlornatrium und 4,5 kg Natriumhydrat
hergestellt sein. Es wird zweckmäßig erwärmt. Der Cellulosestrahl beginnt nach seinem Eintritt
in das Bad sofort zu erstarren. Dabei koagulieren dünne Fäden wie künstliche Seide
sofort vollständig, dickere benötigen wie gewöhnlich eine ihrem Durchmesser entsprechende
längere Einwirkung; doch kann man in allen Fällen mit großer Abzuggeschwindigkeit
arbeiten. Die Fäden können sofort aufgewickelt, gewaschen, gesäuert, nochmals ge-
waschen und dann getrocknet werden. Sie können außerdem schon vor dem ersten Trocknen
gefärbt und gebleicht werdeü, ohne daß ihr Wert beeinträchtigt wird.
Um ihnen einen möglichst hohen Seidenglanz zu verleihen, muß man, wie immer in
ähnlichen Fällen, dafür Sorge tragen, daß mindestens ihre ursprüngliche Länge bis nach
dem ersten Trocknen erhalten bleibt.
Das neue Verfahren bietet wesentliche technische Vorteile gegenüber den bekannten Ätzalkaliverfahren;
denn die gewonnenen Produkte sind von besonderem Wert; außerdem sind schwach alkalische Salzlösungen erheblich
bequemer zu handhaben als starke Ätzlaugen, von denen sie sich außerdem durch ihren
niedrigeren Preis auszeichnen.
Claims (1)
- Patent- Anspruch : -·.Verfahren zur Herstellung von Cellulosegebilden mittels Kupferoxydammoniakcelluloselösungen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Lösungen nach entsprechender Formung in mit Ätzalkalien versetzten Alkalichloridbädern koaguliert werden, worauf sie in üblicher Weise gewaschen und nach . eventuellem vorherigen Bleichen und Färben unter Spannung getrocknet werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE206883C true DE206883C (de) |
Family
ID=469023
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT206883D Active DE206883C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE206883C (de) |
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