AT150745B - Verfahren zum Verspinnen von Viskose. - Google Patents

Verfahren zum Verspinnen von Viskose.

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  Verfahren zum Verspinnen von Viskose. 



   Bekanntlich ist in einer spinnfähigen Viskoselösung neben freier Natronlauge und dem Xanthogenat ein grosser Anteil an Nebenprodukten, wie Natriumtrithiocarbonat, vorhanden, die bereits bei der Bildung des Xanthogenats, beim Lösen derselben und beim Reifen der Viskose entstehen. Daneben ist noch Schwefel in Form von Polysulfiden zugegen. 



   Bei der üblichen Verarbeitung von   Viskoselosungen zwecks Rückgewinnung   der Cellulose in Form von Fäden, Filmen u. dgl. wird nicht nur das Cellulosexanthogenat durch die Wirkung der Spinnbäder zu Cellulose umgewandelt, sondern auch die bei der Xanthogenierung der Cellulose entstehenden Verunreinigungen der Viskose werden unter Bildung von Schwefel und Schwefelwasserstoff zersetzt, wodurch die frisch regenerierte Cellulose stark durch Schwefel und die Luft in den Spinnräumen durch Schwefelwasserstoffgas verunreinigt werden. Die Entfernung des Schwefels aus den koagulierten Gebilden erfordert erhebliche Mengen an Chemikalien, die um so grösser sind, je grösser der Gehalt des Fadens an Schwefel ist.

   Die Wegschaffung der gesundheitsschädlichen Gase macht in den gewöhnlichen Spinnbetrieben von Viskose erhebliche Schwierigkeiten. Über den Spinnbädern müssen umfangreiche Absaugvorrichtungen für die schädlichen Gase angebracht werden oder der Schwefelwasserstoff muss durch besondere Chemikalien in den Bädern, z. B. durch Zusatz von Ferrisulfat, unschädlich gemacht werden. 



   Es wurde nun gefunden, dass die genannten Nachteile weitgehend verringert werden können, wenn man eine   ungewöhnlich   weit gereifte Viskose gemäss dem Stammpatent Nr. 142236 verarbeitet und hiebei das als Fällbad benutzte Wasser oder die hiezu benutzte stark verdünnte Elektrolytlösung zum Auswaschen der koagulierten Viskose verwendet. 



   In der beigefügten schematischen Zeichnung ist eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens wiedergegeben. a zeigt beispielsweise bei der Herstellung von Fadenmaterial einen Spinntrichter, in dem mittels Wasser oder verdünnter Elektrolyte gemäss dem Hauptpatent die Koagulation der ungewöhnlich weit gereiften Viskose durchgeführt wird. Der Spinntrichteransatz b endigt unter dem Flüssigkeitsspiegel des Gefässes   c,   in welches das Fällwasser aus dem Trichter a mit grosser Geschwindigkeit eintritt. Die im Falle des Spinnens von Fadenmaterial beim Austritt aus b nach c sehr dicht beieinanderliegenden Einzelfasern werden durch die aus b rasch austretende Fällflüssigkeit nahe bis zum Boden des Gefässes c mitgerissen.

   Dabei treten die einzelnen Fasern durch die lokal auftretenden Flüssigkeitswirbel auseinander, so dass das Wasser eine intensive Durchspülung der Einzelkapillaren vornehmen kann. Nach Umlenkung der Laufbahn der Fäden, die unter Umständen mit Hilfe einer Umlegestange d erfolgen kann, wird das breite Bündel der Einzelfäden nach oben geleitet und verlässt über den Rand des Gefässes oder über eine besondere Umlegeanordnung, z. B. eine weitere Umlegestange e, das Gefäss   c.   Anschliessend erfolgt die Zersetzung des Xanthogenatfadens beispielsweise mittels Schwefelsäure. Gewünschtenfalls kann zwischen dem Gefäss c und der Absäuerung zwecks Erhöhung der Nassfestigkeit eine Verstreckung des Fadens gemäss dem Verfahren des Zusatzpatentes Nr. 147787 vorgenommen werden. 



   Durch die hier beschriebene weitgehende Auswaschung des koagulierten Materials ist es möglich, bis zu   80%   und mehr des bei der Koagulation der Viskoselösung vorhandenen Alkalis und der Nebenprodukte mit Hilfe der   Fäll-und Waschflüssigkeit   zu beseitigen. Wird die so ausgewaschene koagulierte 

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 Viskose zersetzt, so ist infolge des durch die Auswaschung stark verringerten Gehaltes an schwefelhaltigen Nebenprodukten die Bildung von Schwefel und Schwefelwasserstoff gegenüber dem üblichen Verfahren weitgehend zurückgedrängt, und es wird eine Ersparnis einerseits an Schwefelsäure zu der notwendigen Zersetzung der Verunreinigungen und anderseits an Chemikalien, die zur Entfernung des   Sehwefel-   restes im versponnenen Faden erforderlich sind, erzielt.

   Es war nicht vorherzusehen, ob das neue Verfahren nicht einen starken Verlust an   Xanthogenat   durch Mitauswaschen zur Folge hat. Überraschenderweise hat sich jedoch gezeigt, dass in dem Fällwasser nach der Auswaschung des Fadens nur Spuren Cellulose in Form von gelöstem oder mitgerissenem Xanthogenat festzustellen sind, so dass die neue Arbeitsweise auch in dieser Richtung nicht nachteilig ist. Wie günstig dieses Verfahren wirkt, kann man bereits während des Spinnvorganges feststellen. Der koagulierte Faden ist nach dem Auswaschen im Gefäss c entsprechend dem   rur noch   geringen Anteil an Nebenprodukten lediglich hellgelb gefärbt. 
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 noch nicht völlig durchgeführt ist, eine geringe Menge von Elektrolyten, z.

   B. von Säuren oder Salzen, der Fällflüssigkeit zugesetzt werden, wodurch eine Verfestigung der Einzelfasern erzielt wird. Diese geringen Zusätze haben keinen Einfluss auf den Grad der Auswaschung, wohl aber bewirken sie eine 
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 mieden wird. Im Auswaschbad genügen im allgemeinen Konzentrationen von beispielsweise 0'l-0-3% Schwefelsäure.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Verspinnen von Viskose gemäss Stammpatent Nr. 142236, dadurch gekennzeichnet, dass man das als Fällflüssigkeit benutzte Wasser oder die hiezu benutzte stark verdünnte Elektrolytlösung zur Auswaschung der koagulierten Viskosegebilde verwendet. EMI2.3
AT150745D 1933-10-11 1936-05-20 Verfahren zum Verspinnen von Viskose. AT150745B (de)

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DE150745X 1935-06-04

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