DE206348C - - Google Patents

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DE206348C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/08Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 206348 KLASSE 201 GRUPPE
PAUL ROJCSIK in WIEN.
Elektrische Weichenstellvomchtung für Straßenbahnen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Juli 1907 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine elektromagnetische Weichenstellvorrichtung, deren Wesen darin besteht, daß zur Stromverteilung ein Stufenschalter angeordnet ist, der durch Bewegen in einer Richtung mittels eines vom Fahrzeug herablaßbaren Hebels und eines Mitnehmerbügels zunächst der Entriegelungs-, dann der Umstellvorrichtung Strom zuführt, während nach dem Überfahren des Mitnehmerbügeis der Stufenschalter durch eine Feder in seine Anfangslage zurückgeführt wird, wobei Stromunterbrechung und damit Verriegelung der Weichenzunge in umgelegter Lage bewirkt wird.-
In den beiliegenden Zeichnungen ist diese Vorrichtung schematisch zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform derselben für elektrische Straßenbahnen mit Unterleitung und Fig. 2 eine
zo solche für Oberleitung.
A bezeichnet den Sicherungskasten, der die beiden Schalthebel a, b für die Stromzu- bzw. -rückleitung enthält. B ist ein Schaltwalzenkasten für die eine Weichenzungenstellung, B1 ein ebensolcher für die zweite Stellung. In diesen Kasten sind je zwei Isolierwalzen c, d gelagert, welche miteinander durch Ketten e verbunden sind. Je eine der beiden Walzen ist mit einer stufenförmig zugeschnittenen Lamelle f aus leitendem Material versehen, welcher gegenüber drei Kontaktfinger g1, g2, gs derart angeordnet sind, daß g1 dauernd mit der ersten Stufe 1 in Kontakt steht, während g2 mit der ersten Stufe 2 und g3 mit 3 vorübergehend in Verbindung gebracht werden kann. Mit der Walze c ist die mechanische Schaltvorrichtung verbunden. Sie besteht aus einem auf einer Schiene h geführten Schaltbügel i, welcher mittels eines um die Walze c geschlungenen Bandes, Schnur oder Kette k an die Walze gehängt ist.
C, C1 sind zwei ebenfalls gleich eingerichtete Riegelkasten, von welchen der eine die Verriegelung der Zunge Z in der offenen, der andere in der geschlossenen Stellung besorgt. Er besteht aus dem Elektromagneten m und dem Anker n. Letzterer setzt sich in der Richtung der Weichenzunge Z fort und endet in einem Messinghaken 0. Eine Feder p hält den Anker η außer Berührung mit dem Kern des Elektromagneten.
D, D1 schließlich stellen die Kasten für die Schiebe- und Druckstangeneinrichtungen dar. Sie enthalten je ein Paar Elektromagnete q, deren unter dem Einfluß von Zugfedern r stehende Anker s mit aus Messing verfertigten Druck- bzw. Schiebestangen t versehen sind, welche in der Ruhelage mit der Weichenzunge Z stets außer Berührung stehen. Die Anker s sind an Führungsschienen I geführt.
Die Schaltungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Vom Zuleitungsschalthebel α des Sicherungskastens wird der Strom zu den Kontaktfingern g1 der beiden Schaltwalzenkasten B und B1, also in die Lamellen / geleitet. Die Kontaktfinger g2 des Kastens B und B1 leiten zu den Elektromagneten m des Riegelkastens C1, dann zu demjenigen des Kastens C ' und zurück zum Hebel b des Sicherungskastens A. Der Kontaktfinger g8 des Kastens B ist mit dem Elektromagneten q des Druckkastens D,
derjenige des Kastens B1 mit dem Elektromagneten des Kastens D1 in leitender Verbindung.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende:
Angenommen, die Weichenzunge ist für Durchfahrt auf die Gerade gestellt und soll auf die Kurve umgestellt werden. Hierzu ist es notwendig, daß der auf dem Motorwagen
ίο befindliche Schaltstift während der Fahrt in den Schaltbügel i des Schaltwalzenkastens B1 eingeführt wird. Der Schaltbügel wird mitgenommen und dreht mittels des Bandes k die Walze c und mittels der Kette e die Walze d so weit, daß nacheinander die Kontaktfinger g2 und g3 mit den Stufen 2 und 3 der Lamelle / in Kontakt kommen. Hierdurch wird vorerst der Stromkreis der Elektromagnete m der beiden Kasten C, C1 geschlossen, die Magnete werden erregt und die Anker η angezogen. Die Riegel 0 werden in die gestrichelt gezeichnete Lage gebracht, so daß die die Zunge Z für eine Bewegungsveränderung freigeben wird. Mittlerweile ist der Kontaktfinger g3 mit der Stufe 3 der Lamelle/ in Kontakt gebracht und schließt den Stromkreis für den Elektromagneten q des Kastens D1. Durch die Erregung der Magnete q werden die Anker s angezogen, betätigen hierdurch die Druckstange t des Kastens D1 und verstellen die Zunge Z auf Kurvenfahrt. Nach dem Freilassen des Schaltbügels i wird die Walze c des Kastens B1 durch eine um die Achse derselben gewickelte Feder oder ein sonst geeignetes Mittel in die Ruhelage zurückgedreht, die Walze d geht hierbei mit, die Lamellenstufen 2, 3 treten außer Kontakt mit den Fingern g2, g3, die Ströme werden unterbrochen; hierdurch geht vorerst der Anker s in D1 durch die Feder r zurück und nimmt die Druckstange t mit. Inzwischen sind auch die Anker η durch die Federn p zurückgezogen worden und haben durch den Haken 0 des Kastens C die Verriegelung der Zunge Z bewirkt.
Für die Umstellung der Zunge aus der Kurve in die Gerade wird der Schaltstift des Wagens in den Schaltbügel des Kastens B eingeführt. Die Wirkungsweise ist dann eine gleiche, wie vorher beschrieben, nur daß der Kontakt zwischen Finger g3 und Lamellenstufe 3 auf den Elektromagneten und Anker des Kastens D wirkt. .
Die Ausführungsform dieser Vorrichtung, welche sich vorteilhaft für elektrische Straßenbahnen mit Unterleitung eignet, kann auch derart eingerichtet sein, daß bei Bedienung eines Schaltbügels gleichzeitig mehrere Weichenzungen einer Gleisanlage umgestellt werden können.
Derartige Vorrichtungen können auch an verschiedenen Seiten der Weiche angeordnet werden, so daß die selbsttätige Umstellung der Zunge vom Wagen aus auch bei entgegengesetzter Fahrtrichtung erfolgen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrische Weichenstellvorrichtung für Straßenbahnen mit unter dem Gleis liegenden Schaltvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Stromverteilung ein Stufenschalter (d) angeordnet ist, der durch Bewegen in einer Richtung mittels eines vom Fahrzeug herablaßbaren Hebels und eines Mitnehmerbügels (i) zunächst der Entriegelungs-, dann der Umstellvorrichtung Strom zuführt, während nach dem Überführen des Mitnehmerbügels der Stufenschalter durch eine Feder in seine Anfangslage zurückgeführt wird, wobei Stromunterbrechung und damit Verriegelung der Weichenzunge in umgelegter Lage bewirkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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