DE152816C - - Google Patents

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DE152816C
DE152816C DENDAT152816D DE152816DA DE152816C DE 152816 C DE152816 C DE 152816C DE NDAT152816 D DENDAT152816 D DE NDAT152816D DE 152816D A DE152816D A DE 152816DA DE 152816 C DE152816 C DE 152816C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/22Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in two directions over the same pair of rails

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine für eingleisige Bahnen geeignete Blocksignaleinrichtung, bei der für jede Blockstrecke zwei Signale vorgesehen sind, die beide durch einen einfahrenden Wagen gestellt werden. Das eine Signal dient als Haltsignal, um zu verhüten, daß ein Wagen von der entgegengesetzten Richtung in die Blockstrecke einfährt, und das andere Signal ist dazu bestimmt, die Stellung des Haltsignals zu überwachen und einem folgenden Wagen anzuzeigen, daß sich auf der Blockstrecke ein in derselben Richtung fahrender Wagen befindet. Den bekannten Einrichtungen gegenüber unterscheidet sich die vorliegende Blocksignaleinrichtung dadurch, daß für beide Fahrtrichtungen dieselben Einrichtungen verwendet werden und daß Mittel vorgesehen sind, um erst dann einem entgegenfahrenden Wagen die Einfahrt in die Blockstrecke zu gestatten, wenn alle Wagen der anderen Richtung die Blockstrecke verlassen haben.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die
Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Einrichtung in der Ruhestellung, wobei die Stromkreise der Magnete zur Bedienung der Sperrvorrichtungen behufs Freigabe der Signale der Klarheit wegen ausgelassen sind.
In Fig. 2 sind die Stromkreise dieser Magnete hinzugefügt und die Einrichtung
. unter der Annahme dargestellt, daß ein Wagen von links her in die Blockstrecke eingefahren ist.
Fig. 3 weist einige Abänderungen gegenüber der Fig. 1 auf, während in den
Fig. 4 und 5 Einzelheiten veranschaulicht sind.
In Fig. 3 bezeichnet A eine Signalvorrichtung an einem Ende einer Blockstrecke, und B eine gleiche am anderen Ende der Blockstrecke. Zur Unterscheidung sind die einzelnen Teile mit den Bezugszeichen α und b versehen, entsprechend der Signalvorrichtung, zu der sie gehören.
Eine Signalscheibe ia, deren Flächen verschiedene Farben, weiß und rot, zeigen, ist an einer Stange 2a befestigt, welche rechts- und linksgängige spiralförmige Nuten 3* und 4a besitzt, in die Stifte 5a und 6a eintreten können. Die Stange 2a dient mit ihrem oberen Teile als Kern eines nach Art eines Solenoides gebauten Elektromagneten Ja, welcher beim Stromschluß die Stange hebt. Die Stifte $a und 6a sind an den Enden eines halbringförmigen Teiles Ja eines um Bolzen ga drehbaren Hebels 8a angebracht. Im Ruhezustande hält eine Feder ioa den Hebel in der Stellung, daß der Stift 6a in die Nut 4a eingreift. Wird nun die Stange 2a gehoben, so wird die rote Seite der Signalscheibe nach außen gedreht. Wird ein um Bolzen I2a drehbarer Hebel lia, dessen einer.Arm mit einem an dem Hebel 8a angeordneten Ansatz 13" zusammen arbeitet, entgegen der Spannung der Feder ioa mittels. eines Elektromagneten I4a bewegt, so
tritt der Stift ζα in die Nut 3α ein und es kann die weiße Fläche der Signalscheibe erscheinen. Durch eine Feder i6a wird der Hebel na wieder zurückgezogen. Zum Sperren ■ des Signals in der Freioder Haltstellung dient ein zweiarmiger Sperrhebel iya, dessen einer Arm mittels einer Blattfeder iga gegen die Stange 2a gedrückt wird und die Stange 2a durch deren
ίο Absetzung in ihrer höchsten Stellung sperrt. Ein Hebel 20a, der neben dem Hebel iya um die gleiche Achse i8a drehbar ist, trägt einen Stift 2ia, welcher den Sperrhebel 17? derart bewegt, daß die Sperrung der Stange 2a aufgehoben wird. Der Hebel 2Oa wird'durch den Elektromagneten 22a bewegt. Ein Arm 23 a des Hebels 20" ist mit einem Haken versehen, welcher an einen Stift 24^ greift, der an einer Verlängerung des Hebels 8a befestigt ist. Dadurch, wird der Hebel 8a in · der Stellung gehalten, in · welche er durch" den Magneten 14" bewegt ist, auch wenn der Magnet stromlos wird.'
Die Bauart der Vorrichtung. B ist die gleiche, nur sind die einzelnen Teile mit den Bezugszeichen ib, 2b . . . bezeichnet.
An den Enden der Blockstrecke sind Stromschließer oder Schalter 53a 53* angebracht, von denen · der Stromschließer. 53" durch einen Draht .54", über die Plauptspule des Magneten 14" und einen passenden Widerstand mit der Rückleitung 26 verbunden ist, . während1, von dem Stromschließer 53* ein Draht: 54* zur Hauptspule des Magneten 14* und von dort zur; Rückleitung ,26 führt.
Fährt: ein Wagen ■ in die Blockstrecke von : links (Fig. 3) ein, so wird der-Stromschließer' oder Schalter 53a an dem linken Ende der Strecke geschlossen und ein Strom von dem :
Fahrdraht 25 durch den Draht 54'' und die Hauptspule des Magneten 14" der Vorrichtung A geschickt. Infolgedessen wird durch den Magneten 14" der Hebel 1 ia der Spannung der Feder i6a entgegen bewegt. Hierdurch1 wird der Hebel 8a in die in Fig. 3 gezeigte Stellung bewegt, bei welcher der Stift 5α in die Nut 3α greift und der Stift 24" durchden Ansatz . des Armes 23" gehalten wird. Gleichzeitig wird durch einen Arm des Hebels ιια der Kontakt 32^, 34" ' geöffnet, dagegen der Kontakt 31^, 42" geschlossen. Dadurch wird folgender Stromkreis vom Fahrdraht 25 nach der Rückleitung 26 hergestellt: Draht 4&a, . Feder 47^, Platte φα,
55--Kontakt 45α, Draht 43^, Nebenspule 44s des Magneten I4a, Kontakte. 42s und: 31s und Draht 28Λ an der Vorrichtung A, Draht 27, Feder 16*, .Platte.49*, Kontakt 34*, Draht 35*, Magnet.7*, Kontakt -.36*, Platte 50*, Draht 52*, Platte 51^,. Kontakt 39*, Draht 40*· und Widerstand 41* an der Vorrichtung B. Die Spule 44" verhindert die Stromlosigkeit des Magneten 14^, wenn der Strom durch die ; Hauptspule des Magneten bei 53" unterbrochen 'wird/ Erhält der Magnet 7* der Vorrichitung B Strom, so wird die Stange 2b ge-Ihoben und die Signalscheibe in die Haltlage 'gebracht. Durch die Bewegung des Hebels 17* :in seine Sperrstellung wird die Platte 50* von ,dem Kontakt 36* gehoben und dadurch <denoben: erwähnte· Stromkreis unterbrochen. ;Der-Magnet: 14a wird stromlos, und unter dem Einfluß der Feder i6a schließt der iHebel: 11a den Kontakt 32s, 34^, wodurch folgender Stromkreis vom Fahrdraht 25 zur Rückleitung 26 über den Magneten ya der Vorrichtung A hergestellt wird: Draht 48*, ' Feder 47*, Platte 46*, welche an dem oberen Ende der Stange 2* befestigt und durch Heben'und· Drehen mit dem ;Kontakt 33* in ι Eingriff gebracht ist, .Kontakt 33*, Draht 30*, •Leitungsdraht'27; Draht29", Kontakt 32s, ;34a, Draht 355, Magnet ya, Kontakt 36*, 37V 38a, 39a, Draht 40* und 'Widerstand 4ia. Dieser Stromkreis bleibt geschlossen, bis die Signalscheibe ■ in die Freistellung bewegt ist und durch den Sperrhebel I7a die Verbindung bei 36", 37a unterbrochen wird.
Fährt ein Wagen bei der Grundstellung j der· Signale von der· rechten ^ Seite; in die j Blockstrecke ein, so werden1 die Signalvori richtungen- umgekehrt - in 1 Tätigkeit treten^ I Hieraus ist ersichtlich, daß;-an federn; Ende j der1 Blockstrecke Signalstellvorrichtungen anigeordnet sind, um beide Signale zustellen, j wenn ein Wagen von der einen oder.anderen j Seite her in die Blockstrecke- einfährt. Es !wird das Signal am· entfernten Ende der: j Blockstrecke zuerst; gestellt, und das-Signal i jam Einfahrtsende. kann erst dann' gestellt! !werden, wenn das Signal am anderen 1 Ende- !in der Haltstellung gesperrt ist. Zur Freiigabe der Signale sind an jedem Ende einer· • Blockstrecke Stromschließer 53^a, 53έέ angeibracht. Von-dem Stromschließer 53αΛ führt jein Draht 55a nach dem 'Magneten 22α ;und · I von dort nach einem· Kontakt 56". Der !Kontakt 56α ist mittels eines Drahtes 57^ imit einer Kontäktplatte 58^' verbunden, ]neben der sich:' eine Kontaktplatte 59a be- no j findet, welche durch einen Draht 6oa mit j der- Rückleitung 26 in· Verbindung steht. jDie Kontaktplatten 58^ und 59^ sind so an-- !gebracht, daß sie bei gehobener Stange, d. h,· bei eingestelltem Halt- oder Freisignal, durch einen Bund 61er aus Isoliermaterial, welcher lan ■ der Stange 2a befestigt ist, miteinander j in Berührung- treten und hierdurch ein !Stromkreis-voni dem Schalter 53aa nach der iRückleitung 26 .durch den Magneten 22a ge- !schlossen wirdv In'- der gleichen'Weise-ist ■auch der Stromschließer 53*έ mit· dem-
Magneten 22* verbunden. Die Drähte 55s, 55* stehen durch einen Draht 61 in Verbindung, so daß, wenn, einer der Stromschließer 53aa oder 53** durch einen die Blockstrecke verlassenden Wagen bedient wird, parallele Stromkreise vpn dem Fahrdraht 25 nach der Rückleitung 26 durch die Magnete 22a, 22* gebildet werden. Zur größeren Sicherheit sind an jedem Ende der
Blockstrecke Drähte 02a und 62* angeschlossen, welche von dem Fahrdraht 25 nach Kontakten 63**, 63* in der Nähe der Kontakte 56", 56* führen. Falls nur einer der Magnete 22a, 22* durch die Bedienung
des Stromschließers 53αα oder 53** Strom erhält, werden die Kontakte 56* und 63" oder 56* und 63* geschlossen und dadurch auch dem anderen Magneten Strom zugeführt.
Um die Signalscheibe während der Nacht sichtbar zu machen, ist an der Vorrichtung B eine Lampe 64 angebracht, deren Stromkreis durch die Platte 46* und den Kontakt 66 bei gehobener Stange geschlossen ist. An der Vorrichtung A sind als Nachtsignale zwei Lampen 67 und 68 vorgesehen, welche unabhängig von der Signalscheibe 1 als Signale dienen, und von denen die eine weißes, die andere rotes Licht zeigt. Die Leitungen 69 und 70 dieser Lampen sind an einem Ende an Erde gelegt und am anderen Ende mit Kontakten 71 und 72 verbunden, die über der Platte 46^ angeordnet sind, so daß je nach der Drehung der Signalscheibe der eine oder der andere Kontakt geschlossen wird.
In Fig. ι und 2 ist eine Einrichtung veranschaulicht, durch welche mehreren in der gleichen Richtung fahrenden Wagen die Einfahrt in eine Blockstrecke gestattet wird und die Signale erst dann in die normale Stellung zurückgebracht werden, wenn der letzte Wagen die Blockstrecke verläßt.
Bei dieser Einrichtung ist die Rückbewegung des Haltsignals in die Grundstellung von der Rückbewegung des Fahrtsignals in die normale Stellung abhängig.
Die Stromkreisanordnungen, durch welche dies erreicht wird, sind an beiden Enden der Blockstrecke die gleichen. Von dem Stromschließer 53" a führt ein Draht 73^ nach einem Kontakt 74^, gegen den sich eine aus dem halbringförmigen Teile yaa des Hebels 8" angeordnete nachgiebige Kontaktplatte y$a anlegt, wenn der Hebel 8a so bewegt wird, daß der Stift ζα in die Nut 3a eingreift. Die Kontaktplatte 75^ steht in elektrischer Verbindung mit der Feder ion und mit dem Draht 76s, welcher nach dem Magneten 22Λ und dann über einen Widerstand nach der Rückleitung 26" führt. Die Drähte 73**, 73* sind durch einen Draht yy verbunden, so daß bei der Bedienung des Stromschließers 53** durch einen die Blockstrecke verlassenden Wagen folgender Stromkreis von dem Draht 25 nach der Rückleitung 26 gebildet wird: Stromschließer 53", Draht 73*, Draht yy, Draht 73**, Kontakte 74"=, 75a, Feder \oa, Draht 7ο3 und Magnet 22a. Infolgedessen zieht der Magnet 22a seinen Anker an und bewegt den Hebel 20Λ und den Sperrhebel 17V wodurch das Signal freigegeben wird. Durch die Bewegung des Hebels 20a tritt eine Kontaktplatte 78** in Berührung mit einem Kontakt yga, welcher mittels eines Drahtes 8oa mit dem Draht 70a zwischen dem Magneten 22a und Kontakt 75* verbunden ist. Von einer Feder 8ia, welche sich gegen die Kontaktplatte 78^ legt, führt ein Draht 82" zu einer federnden Kontaktplatte 83 a neben einem Kontakt 84", an den der Draht 27 angeschlossen ist. Auf der dem Kontakt 74** entgegengesetzten Seite der Stange 2a befindet sich ein Kontakt 85 a, mit welchem eine an dem Teile yaa befestigte Kontaktplatte 86a in Eingriff kommt, wenn der Stift 6a in die Nut 4a greift. Die Kontaktplatten 85^, 85 b der Vorrichtungen A und B stehen durch einen Draht 87 in Verbindung. Wenn beide Signale die in Fig. 2 dargestellten Stellungen einnehmen, worin die Signalscheibe bei A Frei und die Signalscheibe bei B Halt zeigt und der Kontakt zwischen den Platten 83a und 84" geschlossen ist, so wird durch Berührung der Platte 78^ mit dem Kontakte yga folgender Stromkreis von dem Fahrdraht 25 nach der Rückleitung 26 durch den Magneten 22a hergestellt: Draht 48*, Feder 47*, Platte 46*, Kontakt 336, Draht 30*, Verbindungsdraht 27, Kontakte 84" und 83*, Draht 82*, Feder. 81'", Platte 78", Kontakt yga, Draht 8oa, Magnet 22a des Apparates A und Draht 76. Es bleibt somit ein Stromkreis durch Magnet 22a erhalten, nachdem der Stromschließer 53** durch den die Blockstrecke verlassenden Wagen freigegeben ist. Der Magnet 22a erhält also Strom, um den Sperrhebel 17s lange genug außer Berührung mit der Stange 2 zu halten, damit die Rückbewegung des Signals in seine normale Stellung gesichert wird. Durch den Hebel 2Oa wird auch der Hebel 8^ freigegeben und durch die Feder ioa so bewegt, daß der Kontakt 86a in Berührung mit dem Kontakt 85^ tritt. Hierdurch wird folgender Stromkreis durch den Magneten 22* hergestellt: Nach Draht 8oa wie vorher, dann Draht y6a, Feder ioa, Teil yaa, Kontakte 86Λ, α, Draht 87, Kontakte 85*, 86*, . Teil ybb, Feder 10*, Draht 76* und Magnet 22*. Dieser Stromkreis bleibt geschlossen, bis der
Sperrhebel 17* die Stange 26 freigegeben hat und das Signal in seine Grundstellung zurückgekehrt ist, da bei dieser Bewegung der Stromkreis zwischen der Platte 46* und dem Kontakte 33* unterbrochen wird.
Jedes Signal A und B ist mit einer Vorrichtung versehen, um die Rückbewegung der .Signalscheiben in die Grundstellung zu verhindern , bis der letzte Wagen die Blockstrecke verläßt. Diese Vorrichtung wirkt auf den Antrieb der Sperrvorrichtung ein, wird jedoch nur an dem die Einfahrt überwachenden Signale in Tätigkeit gesetzt.
In den Fig. 4 und 5 ist diese Vorrichtung besonders dargestellt. Ein Sperrad 88a, welches konzentrisch zum Drehzapfen I2a des Hebels na angeordnet ist, besitzt zwei seitlich vorstehende Stifte 89/ und o,Oa. Befindet sich das Sperrad 88a in seiner normalen Stellung, so drückt der Stift 89/ die Kontaktplatte 83^ gegen die Kontaktplatte 84* und hält den vorbeschriebenen Stromkreis durch den Magneten 22* an dieser Stelle geschlossen.
Das obere Ende des Hebels iya ist mittels eines Gliedes 91" mit einem Arm des Hebels 2Oa verbunden, welcher unter den Drehpunkt i8a desselben reicht. Befindet sich das Sperrad 88a in seiner normalen Stellung, so legt sich das Glied 91α gegen den Stift 90^, wenn der Hebel 2Oa durch den Magneten 22a angezogen wird. Das Glied 91s dreht sich um den Stift goa und drückt dadurch den Sperrhebel iya von der Stange 2a fort. Ist das Sperrad 88a ein oder zwei Schritte vorwärts bewegt, so läßt der Stift 89" die Trennung der Kontakte 83^ und 84^ zu und der Stift ()Oa tritt aus der Bahn des Gliedes 91" heraus, so daß die Sperrung nicht aufgehoben wird.
Eine Spiralfeder strebt das Sperrad 88a so zu bewegen, daß der Stift 89" gegen den Kontakt 83° gedrückt wird. Um das Sperrrad gegen die Federspannung zu bewegen, ist an dem unteren Ende des Hebels na eine unter Federwirkung stehende Sperrklinke 92a drehbar.
Um das Sperrad in seiner vorgerückten Stellung zu halten, ist eine unter Federwirkung stehende Hemmung 93°, 94^ auf dem Bolzen i8a drehbar, wodurch außerdem die schrittweise Rückbewegung des Sperrades 88 a ermöglicht ist. Stifte 95 s und 96" stehen von einer Platte 960^ vor, die auf dem Bolzen i8a unter der Hemmung befestigt ist. Wenn der Hebel 2Oa durch den Magneten 22a bewegt wird und dann in seine Stellung zurückkehrt, so wird durch die Hemmung 93s und 94^ dem Sperrad gestattet, einen Schritt oder einen Zahn zurückzugehen. Die Sperrklinke 92 a wird außer Eingriff mit den Zähnen des Sperrrades 88a durch eine fest angeordnete Führung 92aa gehalten.
Damit das Sperrad 88a an der Vorwärtsdrehung verhindert werde, wenn der erste Wagen in die Blockstrecke einfährt, ist um den Bolzen I2a ein Hebel 97s konzentrisch zum Sperrad 88a angeordnet, dessen Fläche 98" bei normaler Stellung des Signals mit der Sperrklinke 92* in Eingriff tritt und dieselben außer Eingriff mit den Zähnen des Sperrades hält. In dieser Stellung wird der Hebel 97* durch die Schulter der Stange 2a gehalten. Wird die Stange 2" gehoben und das Signal gestellt, so dreht sich der Hebel 97^, und die Sperrklinke 92" kann mit den Zähnen des Sperrades 88" in Eingriff treten. Ist das Signal gestellt, so legt sich ein am Hebel 97" angebrachter Finger iooa gegen eine federnde Kontaktplatte 101 a. Diese Platte ist durch einen Draht über einen Widerstand mit der Rückleitung 26 verbunden, während ein Kontakt Ιθ2α mittels eines Drahtes 103^ mit dem Drahte 69 der Lampe 67 in Verbindung steht. In den Draht iO3a ist eine Glocke 104^ oder ein sonstiges geeignetes Signal eingeschlossen. Der Hebel 97" wird durch die Sperrklinke 92" beim Vorrücken des Sperrades bewegt und drückt die Kontakte 101 a und iO2a aneinander. Hierdurch wird der Stromkreis der Glocke 104s geschlossen.
Fährt ein Wagen in demselben Augenblick in die Blockstrecke ein, in welchem ein anderer Wagen die Blockstrecke verläßt, so erhalten die Magnete 14* und 22" gleichzeitig Strom und die Hebel na und 2Oa werden angezogen. Die Sperrklinke 92^ bewegt das Sperrrad vorwärts, verhindert dadurch die Beseitigung der Sperrung durch die. Bewegung des Hebels 2Oa und trennt die Kontakte 83" und 84". Wenn jetzt der Hebel 20" früher als der Hebel na in seine Lage zurückkehren würde, so würde die Hemmung 93* das Sperrad in der Stellung halten, in welche es durch die Sperrklinke 92" bewegt ist. Um dies zu verhindern und die Rückbewegung des Sperrades 88a in seine Anfangsstellung zu sichern, wird die Bewegung des Hebels 2Oa verzögert, bis der Hebel iia genügend zurückgezogen ist, um die Rückbewegung des Sperrrades 88Λ zu gestatten, so daß der Sperrkegel 93" sich gegen denselben Zahn wie zuvor legt. Um die Bewegung des Hebels 20a zu verzögern, ist der Hebel iia mit einem Haken Ιθ5α versehen, der mit einem hakenförmigen Arme 23" des Hebels 20" in Eingriff tritt, wenn beide Hebel na und 2Oa gleichzeitig angezogen werden.
Die Wirkungsweise der in Fig. 1 und 2 veranschaulichten Signaleinrichtung ist folgende: Wenn ein Wagen von links in die
freie Blockstrecke einfährt, so werden die Signale an beiden Enden der Blockstrecke gestellt, wie bei der Beschreibung der Arbeitsweise der Einrichtung nach Fig. 3 erklärt wurde. Solange die Signale in ihrer Grundstellung waren, wurde der Hebel 97s durch die Stange 2,a in einer Stellung gehalten, worin der Eingriff der Sperrklinke 92s mit den Zähnen des Sperrades 88a während der Bewegung des Hebels na verhindert wurde. Die Einfahrt des ersten Wagens in die Blockstrecke bewirkt somit das Stellen beider Signale, verursacht aber keine Bewegung des Sperrades 88a. Ist das Signal der Vorrichtung A gestellt, so kann sich Hebel 97 a senken, ohne jedoch die Kontakte ioia und Ί02α zu schließen. Wenn der nächste Wagen von links. in die Blockstrecke einfährt, solange der erste Wagen noch auf der ,Blockstrecke ist, so erhält der Magnet i/j.3 wieder Strom und der Sperrkegel 92* dreht das Sperrad 88α vorwärts, bis der Sperrkegel 93α in die nächste Zahnlücke eingreift. Während ihrer Vorwärtsbewegung stößt der Sperrkegel 92" gegen das Ende des Hebels 97** und schließt die Kontakte ioia und 102". Dadurch wird folgender Stromkreis über die Glocke 104^ hergestellt: Fahrdraht 25, Draht 48", Feder 47*, Platte 46", Kontakt 71, Draht 69, Draht 103^, Kontakte 102^ und ioia und Rückleitung 26. Fährt ein dritter Wagen in die Blockstrecke, ehe der erste Wagen die Blockstrecke verläßt, so wird das Sperrad 88a um einen weiteren Schritt vorwärts gedreht und der Stromkreis der Glocke 104^ wiederum geschlossen. Die Stellung, welche die Teile der Vorrichtungen A und B einnehmen, nachdem ein zweiter Wagen von links in die Blockstrecke eingefahren ist, zeigt Fig. 2.
Verläßt der erste Wagen die Blockstrecke, so wird ein Stromkreis vom Draht 25 nach der Rückleitung 26 hergestellt, und zwar vom Stromschließer 53** über Draht 73*, Draht 77, Draht 73", Kontakte 74", 75", Teil 7aa, Feder io", Draht 76" und Magnet 22". Der Magnet 22a zieht den Hebel 20 a an, wodurch der Sperrkegel 94* mit dem Sperrade in Eingriff tritt. Hierdurch ist dem Sperrad gestattet, sich um eine kurze Strecke zurückzudrehen. Durch die Bewegung des Hebels 2ΟΛ wird die Kontaktplatte 78° mit der Kontaktplatte 79" in Berührung gebracht. Da jedoch die Kontakte 83* und 84^ nicht geschlossen sind, wird der Stromkreis des Magneten 22a unterbrochen, sobald der Wagen die Blockstrecke verläßt. Infolgedessen kehrt der Hebel 20a in seine Anfangsstellung zurück, wobei der Sperrkegel 93" mit dem nächsten Zahn des Sperrades 88a in Eingriff kommt. Das Sperrad hat sich demnach um eine Strecke zurückgedreht, die der Entfernung zwischen zwei Zähnen entspricht. Durch diese Rückwärtsbewegung des Sperrrades 88a wird der Stift 90* in die Bahn des Gliedes 91* und der Stift 89" in Berührung mit der Kontaktplatte 83 a gebracht, so daß die Kontakte 83^ und 84a zusammengedrückt werden. Wenn jetzt der zweite Wagen die Blockstrecke verläßt, erhält der Magnet 22a Strom, wie zuvor. Infolge der Bewegung des Hebels 20" wird das Glied gia gegen den Stift 90131 gedrückt, wodurch der Sperrhebel 17°- außer Eingriff mit der Stange 2a gebracht und der Stange gestattet wird, in ihre Normalstellung zu fallen. Hierbei wird ein Stromkreis durch den Magneten 22 * bei 85^, 86a geschlossen und die Stange 2* ebenfalls freigegeben.
Die Arbeitsweise bei der Einfahrt eines Wagens von rechts in die Blockstrecke ist dieselbe wie vorbeschrieben, nur arbeitet die Vorrichtung B wie vorher die Vorrichtung A und umgekehrt.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Eine selbsttätige Blocksignaleinrichtung für eingleisige Bahnen, bei welcher an den Enden jeder Blockstrecke von der Normalstellung auf »Frei« und »Halt« stellbare Signale an entgegengesetzten Enden einer Bahn- oder Blockstrecke vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einfahrt eines Wagens in eine Blockstrecke durch einen Elektromagneten (z. B. 14") sowohl an dem am Anfange der Blockstrecke befindlichen Signale (ia) die Bewegung in die Freilage vorbereitet als auch der Stromkreis über den Stellelektromagneten (7*) des die Einfahrt von der anderen Seite deckenden Signals (i*) geschlossen wird und erst dann das erste Signal (ia) auf Fahrt gestellt werden kann, wenn das zweite Signal (ib) in der Haltlage einen Stromkreis über den Stellelektromagneten (7a) des ersten Signals (ia) hergestellt hat.
2. Eine Ausführungsform der Blocksignaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (lia) des no Elektromagneten (i4a), welcher durch einen in die Blockstrecke einfahrenden Wagen von einem Stromschließer (53a) aus erregt wird, in der angezogenen Stellung mittels zweier Kontakte (3ia, 42") einen Stromkreis über den Stellelektromagneten (yb) des Signals (1*) am anderen Ende der Blockstrecke und über eine zweite auf dem Elektromagneten (14") befindliche Spule schließt, und so lange in dieser Stellung bleibt, bis beim Einstellen dieses Signals (ib) auf Halt der Stromkreis
zwischen dem Sperrhebel (J7b) und dem zugehörigen Kontakte (36') unterbrochen wird, wodurch der nun abfallende Anker (na) einen Stromkreis über den Stellelektromagneten (7Λ) des Signals (ia) am Anfange der Blockstrecke herstellt.
3. Eine Ausführungsform der Blocksignaleinrichtung nach Anspruch i, bei welcher die Signale nicht eher in die Ruhelage zurückkehren, als bis der letzte Wagen die Blockstrecke verlassen hat, gekennzeichnet durch ein Sperrad (88) mit zwei Stiften (89 und 90), von denen in der Ruhestellung des Rades der eine (89) einen Kontakt (83, 84) schließt, der andere (90) einem die Sperrung aufhebenden Gliede (91) als Drehpunkt dient, während nach einer Verdrehung des Sperrades der Kontakt geöffnet wird und auch die Bewegung des Gliedes (91) auf den Sperrhebel (17) ohne Einfluß ist.
4. Eine Ausführungsform der Blocksignaleinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder weitere in die Blockstrecke einfahrende Wagen, bevor der erste Wagen die Strecke verlassen hat, durch eine an dem Anker (11) des Elektromagneten (14) angeordnete Sperrklinke (92) sowohl eine schrittweise Verdrehung des Sperrades bewirkt als auch durch einen Vorsprung (100) eines Hebels (97) bei jedem Schritte des Sperrrades (88α) den Stromkreis eines HiI fssignals (Glocke 104) schließt.
5. Eine Ausführungsform der Blocksignaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Sperrvorrichtung des auf Halt gestellten Signals bedienende Elektromagnet erst dann Strom erhält, wenn das auf Frei gestellte Signal wieder in die Ruhelage zurückgelangt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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