DE477780C - UEberwachungsapparat zur Fernsteuerung der Stellung von Eisenbahnweichen o. dgl. - Google Patents

UEberwachungsapparat zur Fernsteuerung der Stellung von Eisenbahnweichen o. dgl.

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DE477780C
DE477780C DEW79278D DEW0079278D DE477780C DE 477780 C DE477780 C DE 477780C DE W79278 D DEW79278 D DE W79278D DE W0079278 D DEW0079278 D DE W0079278D DE 477780 C DE477780 C DE 477780C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/06Electric devices for operating points or scotch-blocks, e.g. using electromotive driving means
    • B61L5/062Wiring diagrams

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft einen Überwachungsapparat zur Fernsteuerung der Stellung von Eisenbahnweichen o. dgl. mit einem die Weichenstellung betätigenden oder überwachenden Motor, dessen Feld- und Ankerwicklungen hintereinandergeschaltet sind, und die Erfindung bezweckt, verbesserte Anordnungen dieser Art zu schaffen.
Gemäß dem Hauptmerkmal der Erfindung wird der Stromfluß durch die Feldwicklungen des Motors sowohl durch die Wirkung von mit diesen Wicklungen vereinigten, Strom von einer Richtung führenden Vorrichtungen als auch durch den Stromkreis steuernde, entsprechend der Stellung der Weichen betätigte Vorrichtungen geregelt. Der Antrieb des Motors wird somit nicht nur entsprechend der Polarität des durch die Überwachungsleiter zugeführten Stromes, sondern auch entsprechend der augenblicklichen Stellung der Weichen bewirkt. Diese letztere Überwachung ist in Verbindung mit Weichenstellmechanismen an sich bekannt, indes ermöglicht ihre Kombination mit der durch die Anordnung der Strom von einer Richtung führenden Vorrichtung (z. B. eines einseitigen Stromventils) bewirkten Überwachung, die Stellung von Eisenbahnweichen mit vollkommener Sicherheit durch ein einziges Paar von Überwachungsleitern zu erreichen.
Die Erfindung ist beispielsweise in den Zeichnungen dargestellt, in welchen Abb. 1 eine schematische Ansicht ist, die eine Ausführungsform des Apparates nach der Erfindung in der Anwendung auf die Steuerung eines Weichenstellmotors darstellt. Abb. 2 und 3 sind gleichartige Ansichten, welche abgeänderte Ausführungsformen des Apparates nach Abb. 1 zeigen, und die Abb. 4 und 5 sind vereinfachte schematische Ansichten, die die Erfindung in Anwendung auf einen abweichenden Typ von Motormechanismus darstellen.
Betrachten wir zunächst Abb. 1, so ist in dieser mit A eine Eisenbahnverkehrssteuerungsvorrichtung in Gestalt eines Satzes von Schienen weich en bezeichnet, der durch einen Mechanismus gestellt wird, welcher einen Elektromotor M mit einem Anker 1 und einem Feld 2 umfaßt. Verbunden mit den Weichen A ist ein Stromkreisregler E, der einen Kontakt 3-5 enthält, welcher zu allen
Zeiten geschlossen ist, außer wenn die Weichen ihre volle Normalstellung einnehmen, wie in der Zeichnung dargestellt ist. Ein anderer Kontakt 3-4 ist jederzeit geschlossen, außer wenn die Weichen ihre volle umgestellte Lage einnehmen. Die Weichen betätigen ferner einen Polwechsler H.
Der Motor M wird durch einen von Hand gestellten Hebel L überwacht, der einer von einer Anzahl solcher Hebel in einem Stellwerk sein kann, das an einem von den Weichen entfernten Punkte liegt, z. B. in einer ■Signalbude. Der Hebel £ kann eine Anzahl verschiedener Stellungen einnehmen, die durch die punktierten Linien JV, B, D und R angedeutet sind. Verbunden mit dem Hebel L ist eine Anzahl von Kontakten, von denen jeder durch den Buchstaben oder die Buchstaben bezeichnet sind, die den Hebelstellungen entsprechen, bei welchen der entsprechende Kontakt geschlossen ist. Z. B. ist Kontakt D nur geschlossen, wenn der Hebel L sich in der Stellung D befindet. Ebenso sind die Kontakte R, D geschlossen, wenn sich Hebel L in der Stellung R, der Stellung D oder einer beliebigen Stellung zwischen diesen beiden befindet. Mit dem Hebel L ist ein Sperrsegment 19 verbunden, das mit einer durch einen Magneten 21 betätigten Falle 20 zusammenwirkt. Bei der in der Zeichnung dargestellten Lage ist der Hebel in der Stellung JV. Wenn der Bedienungsmann den Hebel nach der Stellung R zu bewegt, so trifft ein Vorsprung 19° auf der Unterseite des Segments 19 gegen die Falle 20 und verhindert die Bewegung des Hebels in die Stellung D, wenn der Sperrmagnet 21 nicht erregungslos ist. Ist dieser Magnet nicht erregt, so daß er den Durchgang des Vorsprungs 19" an der Falle 20 gestattet, so muß der Magnet alsdann erregt werden, um die Falle außer Eingriff mit einem zweiten Vorsprung i^b zu bringen, um zuzulassen, daß der Hebel in seine volle umgestellte Lage bewegt werden kann. In gleicher Weise muß, wenn der Hebel aus der Stellung R in die Stellung JV bewegt wird, der Sperrmagnet 21 nicht erregt sein, um dem Vorsprung jga den Vorübergang an der Falle 20 zu gestatten, damit der Hebel die Stellung B einnehmen kann, und muß dann wieder erregt werden, um zuzulassen, daß ein dritter Vorsprung igc an der Falle 20 vorbeigeht, damit der Hebel in seine Normallage bewegt werden kann. Der Sperrmagnet 21 wird zum Teil durch das übliche polarisierte Anzeigerelais K gesteuert; dieses wird mit Energie aus den Klemmen X und Y einer in der Zeichnung nicht dargestellten Stromquelle durch den von den Weichen A gesteuerten Polwechsler H versorgt. Der Stromkreis für das Anzeigerelais K schließt einen Kontakt 17 an einem Ausschalter G ein, dessen Zweck weiter unten erläutert wird. Die Teile sind so angeordnet, daß, wenn die Weichen die in der Zeichnung dargestellte Normalstellung einnehmen, das Relais K in einer solchen Richtung erregt wird, daß ein Kontakt 32-32° geschlossen wird. Werden die Weichen indes umgestellt, so verursacht die daraus folgende Umstellung des Polwechslers H eine Erregung des Relais K in solcher Richtung, daß ein Kontakt 32-32* geschlossen wird.
Der Sperrmagnet 21 wird ferner durch einen Kontaktmechanismus F überwacht, der eine Scheibe 22 enthält, die starr an der Welle 23 des Hebels L befestigt ist und mit dieser läuft. Lose auf der Welle 23 des Hebels L ist eine Klinke 24 angebracht, die mit erheblichem Leergang in einer oder der anderen Richtung durch Stifte 25, 26 der Scheibe 22 geschwenkt wird. Ein bei 27° schwenkbar gelagerter Hebel 27 ist auf seiner Oberseite mit einer Nut 28 versehen, in die die Spitze der Klinke 24 während der Betätigung des Hebels L eindringt. Wenn Klinke 24 den Hebel 27 erfaßt, wird ein beweglicher Kontaktfinger 29 mit einem festen Kontaktglied 30 in Eingriff gebracht. Bei der .gezeichneten Stellung nimmt der Hebel seine Normalstellung ein, und der Kontakt 29-30 ist offen, während die Klinke 24 außer Eingriff mit dem Hebel 27 ist. Wenn der Bedienungsmann den Hebel L in seine Umstellungslage bewegt, gestattet der Leergang zwischen dem Stift 25 und dem Zahn 24 dem Hebel L, sich im wesentlichen in seine Mittellage zwischen den Stellungen B und D zu bewegen, bevor die Klinke 24 in Eingriff mit dem Hebel 27 gedrängt wird. Sobald dies eintritt, wird Hebel 27 nach unten geschwenkt und schließt Kontakt 29-30. Eine geringe Weiterbewegung des Hebels L drückt die Spitze der Klinke 24 in die Nut 28 des Hebels 27, und während der fortgesetzten Bewegung des Hebels L wird Kontak 29-30 geschlossen gehalten. Gerade bevor der Hebel L seine äußerste Umstellage einnimmt, wird die Spitze der Klinke 24 aus der Nut 28 bewegt, wodurch Kontakt 29-30 sich öffnen kann. In gleicher Weise bleibt bei der Bewegung des Hebels L aus der Umstelllage in die Normalstellung der Kontakt 29-30 offen, bis der Hebel im wesentlichen seine Mittellage erreicht, worauf Stift 26 die Klinke in Eingriff mit dem Hebel 27 bringt, diesen Kontakt 29-30 schließt und diesen Kontakt während einer Weiterbewegung des Hebels L geschlossen hält. Gerade bevor der Hebel L in seine volle Normalstellung zurückgelangt ist, wird die Klinke 24 aus der Nut 28 am Hebel herausbewegt, und Kontakt 29-30 öffnet sich wieder. Nachdem sich die Spitze der Klinke 24 in die Nut 28 bewegt hat, kann
Hebel L frei zwischen den Stellungen B und D bewegt werden, ohne daß die Klinke 24 aus der Nut herauskommt.
Der Sperrmagnet 21 ist mit zwei Stromkreisen versehen, von denen der eine führt von der Klemme X durch Vorderkontakt 31 des Anzeigerelais K, Draht 31°, Kontakt 32-32" des Relais K, Draht 33, einen S-Kontakt am Hebel L, Drähte 34 und 35, Kontakt ο 29-30, Draht 36 und Magneten 21 zurück zur Klemme F. Der andere Stromkreis für den Sperrmagneten 21 führt von Klemme X durch Vorderkontakt 31 des Relais K, Draht 31s, Kontakt 32~326 des Relais K, Draht 37, einen D-Kontakt am Hebel L, Draht 35, Kontakt 29-30, Draht 36 und Magneten 21 zurück zur Klemme Y. Wenn daher Kontakt 29-30 geschlossen ist, wird der Sperrmagnet 21 erregt, sobald der Hebel L in der ^-Stellung ist, vorausgesetzt, daß Kontakt 32-32° des Relais K geschlossen ist, oder sobald der Hebel in der D-Stellung ist, vorausgesetzt, daß Kontakt 32-32* des Relais K geschlossen ist.
Bei der gezeichneten Lage nimmt der Hebei L seine Normalstellung ein, und ebenso befinden sich die Weichen A in ihrer Normalstellung, so daß das Relais K in einer solchen Richtung erregt ist, daß Kontakt 32-32° geschlossen ist. Der Motor M ist indes nicht erregt, und auch Sperrmagnet 21 ist nicht erregt, weil beide Stromkreise desselben sowohl im Kontakt 29-30 als auch an den Kontakten B und D offen sind. Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Apparates soll zunächst angenommen werden, daß es gewünscht wird, die Weichen A in ihre umgestellte Lage zu bringen. Um dies zu erreichen, bewegt der Weichensteller den Hebel L aus seiner Stellung N nach seiner Stellung R. Kontakt 29-30 wird nicht geschlossen, bis der Hebel nahezu in sein Mittelstellung gebracht ist, und in dieser Hebelstellung hat die Falle 20 den Vorsprung 19" des Segments 19 durchgelassen. Wenn indes der Magnet aus irgendeinem Grunde erregt ist, wird die Bewegung des Hebels L durch den Eingriff der Falle 20 in den Vorsprung 19" angehalten. Sobald der Hebel L seine Stellung D erreicht, wird seine weitere Bewegung durch Eingriff der Falle 20 in den Vorsprung igh verhindert. In dieser Stellung des Hebels sind indes die Kontakte R, D geschlossen, und Strom fließt dann dem Motor durch einen Stromkreis zu, der führt von Klemme X durch den Ausschalter G, durch einen /?£)-Kontakt an dem Hebel L, Leiter 11, Kontakt 3-4 des Reglers E, ein einseitiges Stromventil 6, Draht 15, Feld 2 des Motors M, Draht 16, ein einseitiges Stromventil 8, Draht 14, Anker 1 des Motors M, Leiter 10, Kontakt R, D des Hebels L und zurück zur Klemme Y durch den Ausschalter G.
Der dem Motor M zugeführte Strom betätigt somit den Motor, so daß er die Weichen A in ihre umgestellte Lage bewegt, und wenn dies vollkommen erreicht ist, öffnet sich Kontakt 3-4 und unterbricht dadurch den vorbeschriebenen Stromkreis und die Stromzuleitung zu dem Motor M. Die Bewegung der Weichen A in ihre umgestellte Lage stellt auch den Polwechsler H um, so daß das Anzeigerelais K nunmehr in einer solchen Richtung erregt wird, daß Kontakt 32-32fi sich schließt, und da ja der Hebel L sich jetzt in der D-Stellung befindet, wird Strom dem Sperrmagneten 21 zugeleitet, dadurch der Riegel 20 gehoben und dem Hebel L ermöglicht, sich in seine gänzlich umgestellte Lage zu bewegen, worauf Kontakt 29-30 und Kontakt L sich öffnen und der Sperrmagnet 21 erregungslos wird.
Wenn der Weichensteller die Weichen in ihre Normalstellung zurückzuführen wünscht, bewegt er Hebel L aus seiner Stellung R in die Stellung B. Taxc Erreichung dieser Stellung des Hebels muß Magnet 21 der Sperre / erregungslos sein. Während der Bewegung des Hebels von R nach B wird der D-Kontakt geschlossen, indes ist Sperrmagnet 21 nicht erregt, weil alsdann Kontakt 29-30 offen ist. Wenn der Hebel L weit genug bewegt ist, um Kontakt 29-30 zu schließen, wird Kontakt D geöffnet sein, und der andere Stromkreis für den Sperrmagneten durch Kontakt B des Hebels L wird in Kontakt 32-32° offen sein. Die Bewegung des Hebels wird daher in der ß-Stellung angehalten. Die ATB-Kontakte am Hebel sind jetzt geschlossen, und die RD-Kontakte, die in dem vorher beschriebenen Stromkreis für Motor M liegen, sind offen. Infolgedessen fließt Strom von Klemme X durch Ausschalter G über einen iVS-Kontakt ioo am Hebel L, Leiter 10, Anken des Motors M, Draht 14, ein einseitiges Stromventil 7, Feld 2 des Motors M, Draht 16, ein einseitiges Stromventil 9, Kontakt 3-5 des Reglers E, Leiter 11 und einen zweiten iVS-Kontakt am Hebel L und Ausschalter G zurück zur Klemme Y. Es sei bemerkt, daß infolge der Einschaltung der einseitigen Stromventile in den Motorstromkreis die Richtung des Stromes, der jetzt dem Feld 2 zugeführt wird, die gleiche ist wie vorher, nur daß der Strom jetzt durch den Anker 1 in umgekehrter Richtung fließt. Der Motor M wird daher so betätigt, daß er die Weichen A in ihre Normalstellung zurückführt. Wenn diese Stellung ganz erreicht ist, öffnet sich Kontakt 3-5 des Reglers E, wobei der vorbeschriebene Stromkreis unterbochen wird und die Zuführung des Stromes zum Motor aufhört. Die Bewegung der Weichen A in ihre Normalstellung führt auch den Polwechsler H in die in der Zeichnung dargestellte Lage zurück, wobei Relais K
erregt wird, so daß Kontakt 32-32° sich schließt. Der Sperrmagnet 21 wird daher erregt und hebt die Falle 20 außer Eingriff mit dem Vorsprung io/ und gestattet dem Hebei L1 ganz in seine Normalstellung zurückgeführt zu werden.
Ein Kennzeichnen des in Abb. 1 dargestellten Apparats ist, daß der Weichenstellmotor in der einen oder andern Richtung je nach der Polarität des einem einzigen Paar von Leitungsdrähten 10 und 11 zugeführten. Stromes angetrieben wird und daß, wenn der Motor die Umstellung der Weichen von der einen in die andere Stellung beendet hat, die Betätigung des Schalters B selbsttätig den Motor von der Stromquelle abschaltet, so daß von dem Motor nur während der wirklichen Bewegung der Weichen Kraft verbraucht wird.
Ein weiteres Merkmal des Apparats ist, daß durch die Benutzung des Kontaktmechanismus F, der in Verbindung mit dem von dem Polwechsler H überwachten Anzeigerelais K arbeitet, der Hebel L gegen jede Bewegung gesperrt werden kann, außer wenn die Stellung der Weichen der Stellung des Hebels entspricht, und daß diese Sperrung erreicht wird ohne die Notwendigkeit eines üblichen Momentschalters, der gewöhnlich für diesen Zweck in Verbindung mit Verriegelungshebeln bei der Steuerung von Eisenbahnweichen benutzt wird.
Da ferner der Hebel L frei zwischen den Stellungen B und D bewegt werden kann, während Kontakt 29-30 geschlossen bleibt, kann der Hebel so betätigt werden, daß er die Weichen nacheinander gegen ihre normale und Umstellage bewegt, ohne daß der Hebel L gänzlich in seine normale oder umgestellte Lage geb'racht wird. Eine solche Arbeitsweise ist oft erwünscht, um Kohlestücke oder Eisansätze u. dgl. zu zerbrechen, die eine vollständige Stellung der Weichen mit einer einzigen Bewegung verhindern. Auch können die Weichen, wenn infolge eines Versagens der Magnet 21 nicht erregt wird, während die Weichen in ihre Umstellage bewegt werden, z. B. in ihre Normalstellung zurückgeführt und der Hebel ganz in seine Normalstellung bewegt werden, so daß die Weichen in der einen Stellung benutzt werden können, auch wenn es nicht möglich sein sollte, den Hebel ganz in die andere Stellung zu bringen, die der andern Stellung der Weichen entspricht.
Bei einem Stellwerk, das eine große Zahl weiterer Hebel, die dem Hebel L gleichartig sind, enthält, kann eine Querverbindung an dem einen der Leiter 10 oder 11 vorkommen, d. h. es kann durch irgendeinen Fehler eine der Klemmen X oder Y unmittelbar mit einem der Leiter 10 ader 11 verbunden werden, und dies kann die zuverlässige Betätigung des Apparats stören oder eine unrichtige Weichenstellung verursachen. Es ist indes zu bemerken, daß der Stromausschalter G mit zwei in entgegengesetzter Richtung gewickelten Arbeitsspulen 12 und 13 versehen ist, die zwischen je eine der zwei Klemmen der Quelle und die Kontakte des Hebels L eingeschaltet sind. Wenn bei dieser Anordnung eine Querverbindung eintritt, so wird die eine der Spulen 12 oder 13 erregungslos werden, weil das Potential auf beiden Seiten der Spulen das gleiche wird. Infolgedessen wird die andere Spule den Ausschalter betätigen und die Energiequelle von dem Apparat abschalten. Gleichzeitig wird die Öffnung des Kontaktes 17 des Ausschalters das Relais K erregungslos1 und' eineUmstellung des Hebels L unmöglich machen. Das Relais K kann auch ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Schienensignal derart steuern, daß das Signal »Halt« anzeigt, wenn das Relais, wie vorher erläutert, erregungslos wird, und dadurch eine ununterbrochene Anzeige des Fehlers geben, bis derselbe beseitigt ist.
Unter gewissen Betriebsbedingungen kann es erwünscht sein, die Stellung von zwei oder mehreren Weichenstraßen durch den gleichen Steuerungshebel L zu steuern, z. B. in dem Falle eines Weichenkreuzes. Dies kann durch die Anordnung des Apparats, die in Abb. 2 dargestellt ist, erreicht werden. In dieser Abbildung sind die zwei Weichenstraßen einer Kreuzung, die mit A und A1 bezeichnet sind, jede mit einem Stellmotor M bzw. M1 versehen. Die Weichen A betätigen einen Schalter P, der einen Kontakt 38-39 besitzt, welcher jederzeit geschlossen ist, außer wenn die Weichen ihre volle umgestellte Lage einnehmen. Der Schalter P besitzt ferner einen Kontakt 40-41, der geschlossen ist, wenn die Weichen ihre Normalstellung einnehmen, und einen Kontakt 40-42, der zu allen andern Zeiten geschlossen ist. In gleicher Weise umfaßt ein von den Weichen^1 gesteuerter Schalter P1 einen Kontakt 46-47, der immer geschlossen ist, außer wenn die Weichen A ihre volle Normalstellung einnehmen, und der SchalterP1 besitzt ferner einen Kontakt43-44, der geschlossen ist, wenn die Weichen^1 ihre umgestellte Lage einnehmen, und einen Kontakt 43-45, der zu allen andern Zeiten geschlossen ist. Bei der dargestellten Stellung nimmt der Hebel L seine Normallage ein, und die Weichend und Ax stehen beide normal. Wenn der Weichensteller die Weichen umzustellen wünscht, bewegt er den Hebel L gegen seine umgestellte Lage, wodurch die Kontakte R, D an dem Hebel geschlossen werden. Strom fließt dann von Klemme X durch einen RD-Kontakt am HebelL, Leitern, Kontakt43-45 des Schalters P1, ein einseitiges Stromventil
48, das Feld 2 des Motors M1, ein einseitiges Stromventil 50, Draht 52, Anker 1 des Motors M1, Leiter 10 und einen zweiten i?D-Kontakt am Hebel L zurück zur Klemme Y der Stromquelle. Der Motor M1 wird daher angetrieben und bewegt die Weichen A% in ihre umgestellte Lage, und wenn diese Stellung vollkommen erreicht ist, öffnet sich Kontakt 43-45, und Kontakt 43-44 wird geschlossen. Diese Offnung des Kontakts 43-45 unterbricht die Energiezuleitung zum Motor JIi1, und die Schließung des Kontakts 43-44 schließt den Stromkreis, durch welchen Strom dem Motor M zugeführt wird. Dieser Stromkreis führt von der Klemme X durch einen i?D-Kontakt am Hebel L, Leiter n, Kontakt 43-44 des Schalters P1, Draht 53, Kontakt 38-39 des Schalters P, einseitiges Stromventil 6, Feld 2 des Motors M, einseitiges Stromventil 8, Draht 14, Anker 1 des Motors M, Leiter 10, einen i?£>-Kontakt am Hebel L und zurück zur Klemme Y. Der dem Motor M durch diesen Stromkreis zugeführte Strom veranlaßt den Motor, die Weichen A in ihre umgekehrte Lage zu stellen, wodurch Kontakt 38-39 geöffnet und die Energiezuleitung zum Motor M unterbrochen wird.
Um die Weichen A und A1 in ihre Normallage zurückzuführen, wird Hebel L in der Richtung auf seine iV-Stellung zurückgedreht. Wenn die ArJ5-Kontakte am Hebel geschlossen sind, fließt Strom von Klemme X über einen 2V.B-Kontakt am Hebel, Leiter 10, Anker 1 des Motors M, Draht 14, einseitiges Stromventil 7, Feld 2 des Motors M, einseitiges Stromventil 9, Kontakt 40-42 des Schalters P, Draht 54, Leiter 11, einen iVB-Kontakt am Hebel L zurück zur Klemme Y. Wenn der Motor M die Weichen A in ihre Normalstellung zurückgebracht hat, schließt die Schließung des Kontakts 40-41 des Schalters P einen Stromkreis, durch welchen Strom fließt von Klemme X über einen JVJE>-Kontakt am Hebel L, Leiter 10, Anker 1 des Motors M1, Draht 52, einseitiges Stromventil 49, Feld 2 des Motors M1, einseitiges Stromventil 51, Kontakt 46-47 des Schalters P1, Draht 55, Kontakt 40-41 des Schalters P, Draht 54, Leiter 11, einen JVT5-Kontakt am Hebel L zurück zur Klemme Y. Es ist daher zu bemerken, daß, wenn der Hebel L von seiner einen Endstellung in die andere bewegt wird, die Motoren M und M1 nacheinander angetrieben werden, um die entsprechenden Weichen umzustellen, d. h. bei der Bewegung aus der normalen in die umgekehrte Stellung wird der Motor M1 zuerst mit der Stromquelle verbunden, und wenn dieser Motor seine Weichen ganz in die umgestellte Lage gebracht hat, wird der Motor M mit der Stromquelle verbunden. In gleicher Weise wird bei der Bewegung der Weichen aus der umgestellten in die Normallage der Motor M zuerst mit der Quelle verbunden und Motor M1 nicht mit Energie beliefert, bis die Weichen A ganz in ihre Normalstellung zurückgeführt sind.
Es versteht sich natürlich, daß der Hebel L in Abb. 2 mit einer ähnlichen Einrichtung, wie die in Abb. 1 dargestellte ist, für die Überwachung der Sperrung / versehen sein kann ' und daß ein Anzeigerelais von Polwechslern überwacht sein kann, die mit den Weichen A und A1 entsprechend der üblichen und normalen Praxis verbunden sind. Ferner kann der Ausschalter G zwischen die Klemmen X und Y der Energiequelle und die Kontakte des Schalthebels, wie in Abb. 1 dargestellt, gelegt sein.
Es kommt zuweilen vor, daß die Weichen, die von dem Hebel L gesteuert werden, in solcher Entfernung von der Signalbude, in der sich der Hebel befindet, liegen, daß aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und aus andern Gründen es nicht erwünscht ist, die Antriebsenergie für den Weichenmotor M durch die Leiter 10 und 11 zuzuführen. Unter diesen Bedingungen ist es üblich, einen Stromschalter anzuordnen, der in der Nähe der Weichen liegt und von dem Hebel L gesteuert wird. Dieser Stromschalter seinerseits steuert Kontakte, die die Energiezuführung aus einer örtlichen Quelle zum Motor M überwachen. Ein Apparat nach der Erfindung zur Erreichung dieses Ergebnisses ist in Abb. 3 dargestellt. Der Hebel L steuert einen Stromschalter S1 der einen magnetisierbaren Kern 56 hat, welcher mit einer Wicklung 57 versehen ist und einen Luftspalt besitzt, in welchem ein beweglicher Anker 58- liegt, der mit einer zweiten Wicklung 59 versehen ist. Die Stellung des Ankers
58 erfolgt entsprechend der relativen Richtung der Ströme, die den Wicklungen 57 und
59 zugeführt werden. Zwangläufig verbunden mit dem Anker 58 ist ein Paar Kontaktglieder 64 und 65, die zusammenwirken mit einer Anzahl fester Kontakte. In der Zeichnung sind die Teile alle in den Stellungen dargestellt, die sie einnehmen, wenn der Weichenhebel L normal steht und die Weichen A ihre Normalstellung einnehmen. Wenn es nun gewünscht ist, die Weichen A umzustellen, so wird Hebel L in die D-Steilung bewegt und schließt dabei die J?£>-Kontakte am Hebel. Strom fließt dann von Klemme X durch einen i?2>Kontakt am Hebel L, Leitern, ein einseitiges Stromventil 61, Draht 67, Wicklung 59, Draht 66, ein einseitiges Stromventil 63, den vom Schalter S gesteuerten Kontakt 68-69, Draht 70, Wicklung 57, Leiter 10, einen i?D-Kontakt am Hebel L und zurück zur Klemme Y. Der somit den Wicklungen
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57 und Sg des Schalters S zugeführte Strom verursacht eine Betätigung des Ankers 58, derart, daß die dadurch gesteuerten Kontaktglieder 64 und 65 umgestellt werden. Strom fließt dann von Klemme X1 einer örtlichen Stromquelle in der Nähe der Weichen durch Draht 71, Kontakt 72-73 des Umschalters S1 Drähte 74 und 75, Feld 2 des Motors M1 Draht 76, Kontakt 77-78 des Umschalters S1 Draht 79, den von den Weichen A gesteuerten Kontakt 3-4, Draht 80, Anker 1 des Motors M zurück zur Klemme Y1 der örtlichen Quelle. Der in diesem Stromkreis fließende Strom verursacht einen Antrieb des Motors M, so daß die Weichend in ihre umgestellte Lage gebracht werden. Wenn die Weichen diese Bewegung beendet haben, unterbricht die öffnung des Kontakts 3-4 den Stromkreis für den Motor. Es ist ferner zu bemerken, daß, ao sobald der Umschalter ^ umgestellt ist, die Stromlieferung zu den Wicklungen 57 und 59 durch Öffnung des Kontakts 68-69 unterbrochen wird, so daß diese Vorrichtung Energie nur verbraucht, wenn sie tatsächlich be- »5 tätigt wird, um die Schaltungen zu dem Weichenstellmotor M umzustellen.
Um die Weichen in ihre Normalstellung zurückzuführen, wird Hebel L in seine B-Stellung zurückgebracht. Alsdann fließt Strom von Klemme X durch einen iVS-Kontakt an dem Hebel, Leiter 10, Wicklung 57 des Umschalters S1 Draht 70, Kontakt 81-82 des Umschalters S1 Draht 83, ein einseitiges Stromventil 62, Drähte 84 und 67, Wicklung 59 des Umschalters S1 Drähte 66 und 85, ein einseitiges Stromventil 60, Leiter 11 und einen zweiten A\B-Kontakt am Hebel zurück zur Klemme Y. Der so der Wicklung 59 des Umschalters vS" zugeführte Strom fließt in gleicher Richtung wie vorher durch diese Wicklung, indes ist die Richtung des Stromflusses in der Wicklung 57 umgekehrt. Der Umschalter 6" wird daher umgestellt, öffnet Kontakt 81-82 und unterbricht die Stromzuleitung zum Umschalter. Die Schließung der Kontakte 86-87 und 89-90 schließt einen Stromkreis, über welchen Strom fließt von Klemme X1 durch Kontakt 86-87, Draht 76, Feld 2 des Motors M1 Drähte 75 und 88, Kontakt 89-90, Draht 91, den von den Weichen A gesteuerten Kontakt 3-5, Draht 80 und Anker 1 des Motors M zurück zur Klemme Y1. Der Motor wird daher angelassen und stellt die Weichen in ihre Normallage um'. Wenn diese Bewegung der Weichen beendet ist, öffnet sich Kontakt 3-5 und schaltet dadurch den Motor von seiner Energiequelle ab.
Das Relais K in Abb. 3 wird durch die vereinte Wirkung von Kontakten am Umschalter S und Kontakten, die von den Weichen A betätigt werden, gesteuert, so daß dieses Relais nur erregt sein kann, wenn die Weichen und der Umschalter S entsprechende Stellungen einnehmen. Wenn z. B. die Weichen A und der Umschalter 5" beide ihre Normalstellung einnehmen, in der sie in der Zeichnung dargestellt sind, so fließt Strom von Klemme X1 durch Kontakt 104-105 des Umschalters S1 Draht 103, Kontakt 99-102, der von den Weichen A gesteuert wird, Draht 98, Wicklung des Relais K1 Draht 97, Kontakt 95-101 zurück zur Klemme Y1. Wenn der Umschalter 51 umgestellt ist und die Weichen A ebenfalls ihre umgestellte Lage einnehmen, wird Relais K in der andern Richtung durch Strom erregt, der fließt von Klemme X1 über Kontakt 92-93, Draht 94, den von den Weichen A gesteuerten Kontakt 95-96, Draht 97, Wicklung des Relais K1 Draht 98, Kontakt 99-100 zurück zur Klemme F1. Es versteht sich natürlich, daß das Relais K in Abb. 3 benutzt werden kann, um die Hebelsperrung / der Abb. 1 -in der in der letzteren Abbildung dargestellten Weise zu steuern.
Betrachten wir nun die weitere Abänderung, die in dem vereinfachten Schema nach Abb. 4 dargestellt ist, so ist ersichtlich, daß in diesem Falle der Weichenstellmotor M mit zwei entgegengesetzt gewickelten Feldwicklungen 2ß, 26 versehen ist, die mit der Signalbude oder einem anderen Überwachungspunkt durch die Leitungen 10 bzw. 11 verbunden sind. Die Wicklungen 2a, 2P sind beide an eine Klemme des Motorankers 1 durch einseitige Stromventile 7, 8 und Ausschaltkontakte 3, 4 und 3, 5 eines Schalters E, der ähnlich dem in den früheren Abbildungen dargestellten ist, angeschlossen. Die andere Klemme des Motorankers I ist durch eine dritte Leitung 106 mit einer Klemme Y einer Wechselstromquelle verbunden, deren andere Klemme an die eine oder andere der Leitung 10, 11 durch Kontakte am Hebel L angeschlossen werden kann.
Nehmen wir an, daß im Betriebe die vom Motor M gestellten Weichen in ihrer Normallage sind und es gewünscht ist, die Weichen in die umgestellte Lage zu bringen, so wird no der Hebel L aus der Stellung JV in die Stellung D gebracht und veranlaßt dadurch, daß die Klemme X durch den Hebelkontakt RD an die Leitung 11 angeschlossen wird. Strom fließt dann dem Motor M aus der Quelle X zu durch Kontakt RD1 Leitung 11, Feldwicklung 26, einseitiges Stromventil 8, Kontakt 3, 5 des Schalters E und Anker 1 zur Klemme Y durch die Leitung 106. Da somit die Feldwicklung 2b erregt ist, wird der Motor M in einer solchen Richtung angetrieben werden, daß die Weichen in ihre um-
gestellte Lage bewegt werden, und wenn dies vollkommen erreicht ist, öffnet der Schalter E den vorbeschriebenen Motorstromkreis am Kontakt 3-5, und der Hebel L kann in seine i?-Stellung bewegt werden, wie es oben in Verbindung mit Abb. 1 beschrieben ist.
Um die Weichen in ihre Normalstellung zurückzuführen, wird der Hebel L aus der /i-Stellung in die 5-Stellung geführt und veranlaßt dadurch, daß die Klemme X der Quelle durch die Leitung 10 an die Feldwicklung 2a des Motors M angeschlossen wird. Der letztere wird infolgedessen in einer solchen Richtung angetrieben, daß die Weichen in ihre Normalstellung bewegt werden, und wenn dies ganz erreicht ist, wird der Motorstromkreis im Kontakt 3-4 des Schalters E unterbrochen, und der Hebel L kann weiter in seine iV-Stellung bewegt werden. Es sei bemerkt, daß bei der Anordnung nach Abb. 4 nur eine Hälfte der Wechselstromwelle für den Antrieb des Motors benutzt wird. i
Bei der weiteren, in Abb. S dargestellten Abänderung ist jede Leitung 10, 11 an eine Klemme des Ankers 1 des Motors M durch ein einseitiges Stronrventil 107 bzw. 108 an- ' geschlossen. Die Energiequelle für den Motor ist in diesem Falle eine Gleichstromquelle, deren Klemmen X, Y an die Leitungen 10, 11 durch Kontakte am Hebel L1 wie in der Abbildung dargestellt, angeschlossen werden j können.
Nehmen wir an, daß der Hebel L in seiner Normalstellung ist, die der Normalstellung der Weichen entspricht, so wird, wenn der Hebel L in seine umgekehrte Stellung gebracht wird, ein Stromkreis geschlossen, der führt von Klemme X durch Kontakt R am Hebel, Leitung 11, einseitiges Stromventil 8, Feldwicklung 2b, Kontakt 3-5 des Schalters E, Anker 1, einseitiges Stromventil 107, Draht 10, Leitung 10, Kontakt R zur negativen Klemme Y,
Da die Feldwicklung des Motors M somit erregt wird, läuft der Motor an und bewegt die Weichen in ihre umgekehrte Stellung, und wenn diese vollkommen erreicht ist, wird der Motorstromkreis im Kontakt 3-5 des Schalters E unterbrochen.
Um die Weichen in ihre Normalstellung zurückzuführen, wird der Hebel L in seine iV-Stellung bewegt, in welcher ein Stromkreis geschlossen wird, der führt von der Klemme X durch Kontakt N, Leitung 10, einseitiges Stromventil 7, Feldwicklung 2a, Kontakt 3-4 des Schalters E, Anker 1, einseitiges Stromventil 108, Draht 110, Leitung 11, Kontakt N zur negativen Klemme Y. Da die Feldwicklung 2a somit erregt ist, arbeitet der Motor M so, daß er die Weichen in ihre Nor; malstellung bringt, in welcher der Motorstromkreis im Kontakt 3-4 des Schalters E unterbrochen wird.
Obwohl nur gewisse Ausführungsformen der Eisenbahnverkehrsüberwachungsvorrichtung nach der Erfindung beschrieben und abgebildet sind, ist doch ohne weiteres einzusehen, daß verschiedene Abänderungen daran vorgenommen werden können, ohne das Wesen und den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Überwachungsapparat zur Fernsteuerung der Stellung von Eisenbahnweichen o. dgl. mit einem die Weichenstellung betätigenden oder überwachenden Motor, dessen Feld- und Ankerwicklungen hintereinandergeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromfluß durch die Feldwicklungen des Motors sowohl durch die Wirkung von mit diesen Wicklungen vereinigten, Strom von einer Richtung führenden Vorrichtungen als auch durch den Stromkreis steuernde Vorrichtungen, die entsprechend der Stellung der Weichen betätigt werden, geregelt wird, zu dem Zwecke, die gewünschte Regelung nur mit einem einzigen Paar von Überwachungsleitungen, welche vom Überwachungs- punkte aus zu dem Weichenstellmechanismus führen, zuverlässig bewirken zu ;können.
2. Ausführungsform des Apparats nach Anspruch 1 in der Anwendung auf die Steuerung eines Weichenstellmotors, dadurch gekennzeichnet, daß ein Relais (K) angeordnet ist, das entsprechend der Stellung der Weichen gesteuert wird, wobei der Weichenstellhebel (L) mit einer elektrisch betätigten Sperrvorrichtung (/) versehen ist, die durch das Relais (K) und durch einen in der Normalstellung offenen Kontakt (29-30) überwacht wird, welcher geschlossen wird, wenn der Hebel (L) bei seiner Bewegung durch eine Zwischenlage hindurchgeht.
3. Ausführungsform des Apparats nach Anspruch 1 in der Anwendung auf die elektrische Stellung von zwei Weichenstraßen, die jede durch einen besonderer-Elektromotor gestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Stellhebels (L) den Antrieb der zwei Motoren (M1 M1) nacheinander verursacht.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach xAiispruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß eines der Motoren an die Quelle des Arbeitsstromes nicht bewirkt wird, ehe der andere Motor die von ihm gestellten Weichen in ihre Endlage bewegt hat.
S- Ausführungsform des Apparats nach Anspruch ι in der Anwendung auf die Steuerung eines Elektromotors (M3 Abb. 4 und S), der zwei entgegengesetzt gewickelte Feldwicklungen α 3 2b) und eine Ankerwicklung (i) hat, dadurch gekennzeichnet, daß eine Strom von einer Richtung führende Vorrichtung (γ, 8) in Reihe mit jeder Feldwicklung geschaltet ist und die beiden Feldwicklungen (2a, 2b) in Reihe mit der Ankerwicklung (i) geschaltet sind.
6. Abgeänderte Ausführungsform des Apparats nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (10, 11) an den Anker (1) durch Leiter (109, no)· angeschlossen sind, die entgegengesetzt geschaltete, Strom von einer Richtung führende Vorrichtungen (107, 108, Abb. 5") enthalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEW79278D 1927-05-07 1928-05-05 UEberwachungsapparat zur Fernsteuerung der Stellung von Eisenbahnweichen o. dgl. Expired DE477780C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE907658C (de) * 1936-11-07 1954-03-29 Siemens Ag Schaltung fuer Weichen-, Signal- und aehnliche Antriebe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE907658C (de) * 1936-11-07 1954-03-29 Siemens Ag Schaltung fuer Weichen-, Signal- und aehnliche Antriebe

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