DE205504C - - Google Patents

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DE205504C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L13/00Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L13/04Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors
    • B61L13/045Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors using separated rail contacts, pedals or similar

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Safety Devices In Control Systems (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisherigen selbsttätigen Streckensicherungsanlagen gilt als Sicherheit, daß bei Störung der Blockeinrichtung die Signale in der Haltlage festgehalten oder aus der Fahrtlage in die Haltlage übergeführt werden. Der Wert dieser Sicherheit ist jedoch gering, denn wenn auch die Signale in der Lage des Fahrtverbotes stehenbleiben, so darf doch nicht der Zugverkehr stillstehen; die Züge müssen
ίο dann eben ohne Signal fahren, und es ist während der Dauer der Störung überhaupt keine Blocksicherung vorhanden. Erfahrungsgemäß treten nun bei den gebräuchlichen selbsttätigen Systemen derartige Störungen in verhältnismäßig großer Zahl auf und vermindern den Wert dieser Systeme ganz bedeutend.
Ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit kann nach der Erfindung dadurch erzielt werden, daß man mehrere unabhängig voneinander arbeitende Einrichtungen gleichzeitig auf dieselben Signale einwirken läßt. Die Einrichtungen sind so angeordnet, daß jede für sich das Signal auf Fahrt und auf Halt stellen kann. Sie sind also in ihrer Wirksamkeit parallel zueinander angeordnet. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit des Versagens eines Signales wesentlich verringert, denn wenn beispielsweise jede Einrichtung allein etwa einmal im Monat versagt, und die Instandsetzung einen ganzen Tag beansprucht, so ist die Wahrscheinlichkeit, daß gerade an diesem einen Tage auch eine weitere Einrichtung versagt, außerordentlich gering.
Dagegen ist bei dieser parallelen Anordnung zweier oder mehrerer selbsttätiger Sicherungseinrichtungen die Wahrscheinlichkeit, daß durch 40
unzeitiges Arbeiten einer Einrichtung ein falsches Signalbild hervorgerufen wird, größer als bei einer einzelnen Einrichtung. Der Nachteil ist allerdings weit geringfügiger als der durch die Parallelanordnung gewonnene Vorteil. Man kann ihn aber sogar vermeiden, indem man innerhalb jeder Einrichtung einzelne in ihrer Wirkungsweise gleichwertige Apparate in einer Reihe hintereinander anordnet, so daß eine Änderung des Signalbildes nur durch das Zusammenwirken einer Reihe solcher Apparate hervorgebracht wird. Jede Einrichtung besteht dann im allgemeinen aus je einer Reihe von Apparaten zur Deckung des Zuges (Haltstellung) und je einer zweiten Reihe von Apparaten zur Freigabe der Strecke (Fahrtstellung).
Durch die Anordnung der' Apparate in Reihen wird also erreicht, daß ein zufälliges, unrichtiges Arbeiten eines einzelnen Apparates oder auch mehrerer solcher keine unrichtige Signalbildänderung (Freistellung oder HaItstellung) herbeiführen kann, während durch die Verbindung mehrerer solcher Reihen in Parallelanordnung erreicht wird, daß das Versagen einer ganzen Einrichtung noch kein Versagen des Signales veranlassen kann.
Ein Beispiel dieser neuen Anordnung der einzelnen Apparate der Zugdeckungseinrichtungen ist in den Fig. 1 bis 4 veranschaulicht.
S ist ein Signalarm, F1 F2 F3 und H1 H2 H3 sind die zugehörigen Apparate einer vollständigen Einrichtung zur Bewegung des Signalarmes in die Fahrtstellung und in die Haltstellung und zur Herstellung seiner Abhängigkeit vom fahrenden Zuge, von" den vorliegenden Signalen usw. Die mit F bezeich -
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lieten Apparate bewirken die Fahrtstellung, die mit H bezeichneten die Haltstellung des Signalarmes. Die in der Figur gezeichnete Verbindung der gleichnamigen Apparate F1F2F3 und H1 H2 H3 miteinander nach Art der Hintereinanderschaltung elektrischer Vorrichtungen soll andeuten, daß alle in einer Reihe liegenden Apparate richtig arbeiten müssen, um das Signal zu verändern. Ein zufälliges
ίο Arbeiten eines Apparates, beispielsweise H1 oder H2, kann also keine Sperrung der Strecke herbeiführen.
Durch das Zusammenführen der Linien von F1 und F11 ist die Parallelschaltung der beiden Fahrtstellreihen F1F2 F3 und F11 F12 F13 angedeutet, d. h. jede der beiden Reihen ist' allein imstande, das Signal auf Fahrt zu stellen. Ebenso kann jede der Reihen UT1 H2 H3 und H11H12 H13 für sich allein das Signal auf Halt stellen.
Von wesentlicher Bedeutung für die Sicherheit des Betriebes ist die rasche Meldung einer Unregelmäßigkeit. Zu diesem Zwecke kann z. B. jede selbsttätige Einrichtung eines Signales mit Schaltern A1 und b1 b2 ausgerüstet sein, die ohne Rücksicht auf den Zustand des Signales selbst jene Lage einnehmen, die der Wirksamkeit der Einrichtung entspricht. Jeder solcher Schalter kann also im allgemeinen dreierlei Lagen einnehmen:
ι die in der Fig. 1 dargestellte, wenn sich die Einrichtung in dem dem Signalbilde Halt entsprechenden Zustande befindet,
2. die in der Fig. 2 dargestellte, wenn der Zustand der Einrichtung dem Bilde Fahrt entspricht, und endlich
3. eine Zwischenlage, wie in Fig. 3 an den Schaltern 5-, b2 dargestellt, wenn nicht alle Apparate der Einrichtung richtig gearbeitet haben.
In den Fig. 1 bis 3 sind die Apparate, die zur Herstellung des dargestellten Signalbildes richtig gearbeitet haben, durch Schraffierung bezeichnet. Demnach haben in Fig. 1 und 2 beide Einrichtungen, in der Fig. 3 aber nur die Einrichtung F1 F2 F3 und die Teile F12 F13 der zweiten Einrichtung richtig gearbeitet, der Apparat F11 hat versagt. Der Schalter ax zeigt somit die Fahrtlage, der Schalter b1 b2 eine Zwischenlage an. In der Fig. 4 hat die ganze Einrichtung H1 H2 H3 versagt. Der Schalter U1 ist also in der der Fahrtlage des Signales entsprechenden Lage liegen geblieben, während der Schalter b1 b2 der richtig arbeitenden Einrichtung die tatsächlich erreichte Haltlage anzeigt.
Diese Beziehungen der Schalter zu ihren Einrichtungen können nun zum Anzeigen der Störungen benutzt werden. Eine Ausführungsform dieses Gedankens ist in der Fig. 5 dargestellt.
In dieser Figur sind B1 und B2 zwei Magnetschalter in der Endstation der durch die Signale S1 S2 S3 gedeckten Strecke; B3 ist ein Strommeßgerät bekannter Art, S4 ein Magnetschalter in der Anfangsstation. PF11 PF12 W13 stellen die Leitungswiderstände der Überwachungsleitungsabschnitte der Blockstrecken dar, die zweckmäßig durch künstliche Widerstände einander gleichgemacht werden.
Die zum Signal S1 gehörigen Meldeschalter sind mit «u O11 O12, die zu S2 gehörigen mit «2i hi hi un(i die zu S3 gehörigen mit a31 b31 bS2 bezeichnet. Die Schalter CL11 a.zl a31 entsprechen den Schaltern av die Schalter bn b21 b31 und δ12 b22 &32 den Schaltern B1 δ2 der Fig. 1 bis 4.
In Fig. 5 ist der Zustand bei ordnungsmäßigem Arbeiten aller Einrichtungen dargestellt, der einer Zugfahrt vom Signal S2 zum Signal S3 entspricht, wobei ein Überwachungsstrom von der Stromquelle P über B3, B1, B2, wu> «3i> hy W12, a2V b22, W13, an, B11, S4 und den Widerstand W11 zum geerdeten Pole der Stromquelle P fließt. Die Magnete sind so bemessen, daß S1 und S4 bei diesem Strom ihre Anker anziehen, während S2 abgefallen bleibt und nur nach Verringerung des Gesamtwiderstandes um den Betrag PF14 genügend erregt wird, um seinen Anker anzuziehen und dadurch die Lärmzeichen zu geben. Der Magnetschalter S4 gibt bei Stromunterbrechung ein Lärmzeichen ab.
Tritt an irgendeiner Stelle eine Störung ein, so wird, wie aus den Fig. 1 bis 4 ersichtlich, auch die Übereinstimmung der Lage der Meldeschalter ax O1 b2 gestört und damit der Überwachungsstromkreis des Magneten S4 unterbrochen, der Meldestrom der Endstation dagegen dadurch verstärkt, daß der mit ihr verbundene Leitungsteil an der Störungsstelle geerdet wird.
Es sei z. B. bei S2 die in der Fig. 4 dargestellte Störung eingetreten. δ21 J22 nehmen dann die in der Fig. 5 dargestellte Lage ein, wogegen der Schalter a21 in der gestrichelten, der Lage O1 der Fig. 4 entsprechenden Lage verbleibt. Der Strom wird bei dieser Lage von W12 über a21, &21 geerdet, an beiden Stationen ertönen die Lärmzeichen, und überdies kann durch einfaches Ablesen der Meldestromstärke an B3 sofort die Störungsstelle ermittelt werden.
Man kann auch statt eines für die ganze Reihe F1 F2 F3 gemeinsamen Meldeschalters ax so viele Einzelschalter entsprechend anordnen, als Teile F1 usw. vorhanden sind.

Claims (1)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    i. Selbsttätige Streckensicherung, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedes Streckensignal mehrere voneinander un-
    abhängige Einrichtungen zum Decken oder zur Freigabe von Blockstrecken gemeinsam einwirken.
    Streckensicherung nach Anspruch i,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen aus mehreren in Reihen hintereinandergeschalteten Apparaten bestehen und parallel in Gruppen angeordnet sind, so daß ein unrichtiges Arbeiten des Signales nur durch unrichtiges Arbeiten einer ganzen Reihe (Einrichtung), ein Versagen der Signale nur durch Versagen mehrerer Reihen (Einrichtungen) herbeigeführt werden kann. 3. Streckensicherung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Melde- und Überwachungseinrichtung . zum Anzeigen des unrichtigen Zustandes einzelner Appa- · rate.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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