AT39873B - Selbsttätige Streckensicherung. - Google Patents

Selbsttätige Streckensicherung.

Info

Publication number
AT39873B
AT39873B AT39873DA AT39873B AT 39873 B AT39873 B AT 39873B AT 39873D A AT39873D A AT 39873DA AT 39873 B AT39873 B AT 39873B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
devices
signal
automatic route
failure
route safety
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT39873B publication Critical patent/AT39873B/de

Links

Landscapes

  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  SelbsttätigeStreckensicherung. 



   Bei den bisherigen   selbsttätigen   Streckensicherungs-Anlagen gilt als Sicherheit, dass bei Störung der Blockeinrichtung die Signale in der Haltlage festgehalten oder aus der Fahrtlage in die Haltlage übergeführt werden. Der Wert dieser Sicherheit ist jedoch gering, denn wenn auch die Signale in der Lage des Fahrverbotes stehen bleiben, so darf doch nicht der Zugverkehr stillstehen ; die Züge   müssen   dann eben ohne Signal fahren und es ist während der Dauer der Störung überhaupt keine Blocksierung vorhanden. Erfahrungsgemäss treten nun bei den gebräuchlichen selbstätigen Systemen derartige Störungen in verhältnismässig grosser Zahl auf und vermindern den Wert dieser Systeme ganz bedeutend. 



   Ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit kann nach der Erfindung dadurch erzielt werden, dass man mehrere unabhängig von einander arbeitende Einrichtungen gleichzeitig auf dieselben Signale einwirken lässt. Die Einrichtungen sind so angeordnet, dass jede für sich das Signal auf Fahrt und auf Halt stellen kann. Sie sind also in ihrer Wirksamkeit parallel zueinander angeordnet. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit des Versagens eines Signals wesentlich verringert, denn wenn beispielsweise jede Einrichtung allein etwa einmal im Monat versagt und die Instandsetzung einen ganzen Tag beansprucht, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass gerade an diesem einen Tage auch eine weitere Einrichtung versagt, ausserordentlich gering. 



   Dagegen ist bei dieser parallelen Anordnung zweier oder mehrerer selbsttätiger Sicherungseinrichtungen die Wahrscheinlichkeit, dass durch unzeitiges Arbeiten einer Einrichtung ein falsches Signalbild hervorgerufen wird, grösser als bei einer einzelnen Einrichtung. Der Nachteil ist aller-   dings   weit geringfügiger als der durch die Parallelanordnung gewonnene Vorteil. Man kann ihn aber sogar vermeiden, indem man innerhalb jeder Einrichtung einzelne in ihrer Wirkungsweise gleichwertige Apparate in einer Reihe hintereinander anordnet, sodass eine Änderung des Signalbildes nur durch das Zusammenwirken einer Reihe solcher Apparate hervorgebracht wird. Jede Einrichtung besteht dann im allgemeinen aus je einer Reihe von Apparaten zur Deckung des Zuges (Haltestellung) und je einer zweiten Reihe von Apparaten zur Freigabe der Strecke (Fahrt- stellung). 



   Durch die Anordnung der Apparate in Reihen wird also erreicht, dass ein zufälliges, unrichtiges Arbeiten eines einzelnen Apparates oder auch mehrerer solcher keine unrichtige Signalbildänderung (Freistellung oder Haltstellung) herbeiführen kann, während durch die Verbindung mehrerer solcher Reihen in Parallelanordnung erreicht wird, dass das Versagen einer ganzen Einrichtung noch kein Versagen des Signales veranlassen kann. 



   Ein Beispiel dieser neuen Anordnung der einzelnen Apparate der Zugdeckungseinrichtungen ist in den Fig. 1 bis 4 veranschaulicht. 



   S ist ein   Signalarm, F ,-Fg   und   ,     Ha, H3   sind die zugehörigen Apparate einer vollständigen Einrichtung zur Bewegung des   Signalarmes   in die Fahrstellung und in die Haltstellung und zur Herstellung seiner Abhängigkeit vom fahrenden Zuge, von den vorliegenden   Signalen u. 8. w.

   Die mitP   bezeichneten Apparate bewirken die Fahrtstellung,   die mit H bezeichneten   Apparate die Haltstellung des   Signalarmes.   Die in der Figur gezeichnete Verbindung der gleichnamigen Apparate   J, F, Fg   und   H1,   H2,   H3   mit einander nach Art der Hintereinanderschaltung elektrischer Vorrichtungen soll andeuten, dass alle in einer Reihe liegenden Apparate richtig arbeiten müssen, um das Signal zu verändern. Ein zufälliges Arbeiten eines Apparates beispw.   BI     oder H2   kann also keine Sperrung der Strecke herbeiführen. 
 EMI1.1 
 



   Von wesentlicher Bedeutung für die Sicherheit des Betriebes ist die rasche Meldung einer Unregelmässigkeit. Zu diesem Zwecke kann z. B. jede selbsttätige Einrichtung eines Signals S mit Schaltern a1, und b1, b2 ausgerüstet sein, die ohne Rücksicht auf den Zustand des Signales selbst jene Lage einnehmen, die der Wirksamkeit der Einrichtung entspricht. Jeder solcher Schalter kann also im allgemeinen dreierlei Lagen einnehmen. 



   1. die in der Figur 1 dargestellte, wenn sich die Einrichtung in dem dem Signalbilde Halt entsprechenden Zustande befindet. 



   2. die in der Fig. 2 dargestellte, wenn der Zustand der Einrichtung dem Bilde Fahrt entspricht, und endlich
3. eine Zwischenlage, wie in Fig. 3 an den   Schaltern bl, b.   dargestellt, wenn nicht alle Apparate der Einrichtung richtig gearbeitet haben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 und      bei diesem Strom ihre Anker anziehen, während B2 abgefallen bleibt und nur nach Verringerung des Gesamtwiderstandes um den Betrag Wu genügend erregt wird, um seinen Anker anzuziehen und dadurch die Lärmzeichen zu geben. Der Magnetschalter B4 gibt bei Stromunterbrechung ein   Lärmzeichen   ab. 



   Tritt an irgend einer Stelle eine Störung ein, so wird, wie aus den Fig. 1 bis 4 ersichtlich, auch die Übereinstimmung der Lage der Meldeschalter   al,   b1, b2 gestört und damit der Überwachungsstromkreis des Magneten B4 unterbrochen. Der Meldestrom der Endstation dagegen dadurch verstärkt, dass der mit ihr verbundene Leitungsteil an der Störungsstelle geerdet wird. 



   Es sei z. B. bei S2 die in der Figur 4 dargestellte Störung eingetreten. b21, b22 nehmen dann die in der Fig. 5 dargestellte Lage ein, wogegen der Schalter a21 in der gestrichelten, der Lage   ci,   der Figur 4 entsprechenden Lage verbleibt. Der Strom wird bei dieser Lage von W12 über a21, bai geerdet, an beiden Stationen ertönen die Lärmzeichen und überdies kann durch einfaches Ablesen der Meldestromstärke an   B3   sofort die Störungsstelle ermittelt werden. 



   Man kann auch statt eines für die ganze Reihe F1, F2, F3 gemeinsamen Meldeschalters al so viele Einzelschalter entsprechend anordnen, als Teile   JF\   u. s w. vorhanden sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Selbsttätige Streckensicherung, dadurch gekennzeichnet, dass auf jedes Streckensignal mehrere voneinander unabhängige Einrichtungen zum Decken oder zur Freigabe von Blockstrecken gemeinsam einwirken.

Claims (1)

  1. 2. Streckensicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen aus mehreren in Reihen hintereinander geschalteten Apparaten bestehen und parallel in Gruppen angeordnet sind, sodass ein unrichtiges Arbeiten des Signales nur durch unrichtiges Arbeiten einer ganzen Reihe (Einrichtung), ein Versagen der Signale nur durch Versagen mehrere Reihen (Einrichtungen) herbeigeführt werden kann.
    3. Streckensicherung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Melde- und Überwachungs- einrichtung zum Anzeigen des unrichtigen Zustandes einzelner Apparate.
AT39873D 1908-09-24 1908-09-24 Selbsttätige Streckensicherung. AT39873B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT39873T 1908-09-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT39873B true AT39873B (de) 1909-11-25

Family

ID=3558112

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT39873D AT39873B (de) 1908-09-24 1908-09-24 Selbsttätige Streckensicherung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT39873B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT39873B (de) Selbsttätige Streckensicherung.
DE205504C (de)
DE1030383B (de) Einrichtung fuer elektrische Stellwerke, insbesondere Spurplanstellwerke
DE735654C (de) Schaltungsanordnung fuer Waehler
DE2543089C2 (de) Schaltungsanordnung zur Sicherung von Gleisfreimeldeinformationen
DE1186516B (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechvermittlungsanlagen zur Fehlererkennung in Verbindungseinrichtungen
DE2054748B2 (de) Einrichtung zum Auswerten von fahrtrichtungsabhängigen Achszählimpulsen in Eisenbahnsicherungsanlagen
DE936693C (de) UEberwachungseinrichtung fuer Achszaehlanlagen
DE1006761B (de) Anordnung bei Verkehrssignalanlagen zur mindestens zweiphasigen Regelung sich gefaehrdender Verkehrsstroeme
DE436301C (de) Einrichtung zur elektrischen Fernsteuerung optischer Zeichen, insbesondere fuer Eisenbahnstationsanzeiger
DE814013C (de) UEberwachungseinrichtung fuer Achszaehlanlagen
DE2817053A1 (de) Gefahrenmeldeanlage
DE760241C (de) Selbsttaetiger Streckenblock mit Ersatzsignalen
AT35140B (de) Sicherheitsvorrichtung für elektrisch betriebene Fördermaschinen.
AT256172B (de) Einrichtung in einem Fahrzeuggerät für Anlagen zur linienförmigen Zugbeeinflussung
DE2240240C2 (de) Einrichtung zur Gleisüberwachung mittels Achszählanlagen
DE2525042C2 (de) Automatische Warneinrichtung an Landmaschinen
DE671338C (de) Schaltungsanordnung fuer elektrische Totalisatoren
DE2148644C3 (de) Anordnung zum Lokalisieren bestimmter Ereignisse und Betriebsgeschehen in zentral gesteuerten und/oder überwachten Anlagen
DE1118274B (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur automatischen Ermittlung des Ortes von Fehlern, die in einem nachrichtenverarbeitenden System, insbesondere in einem Fernsprechvermittlungssystem, auftreten
DE920854C (de) Schaltungsanordnung zur Besetztpruefung der den einzelnen Weichen und Gleisabschnitten von Fahrstrassen zugeordneten Gleisrelais und/oder Wiederholerrelais
DE694248C (de) Einrichtung zum Aussenden von Stromstoessen zur UEbermittlung der von mehreren Meldestellen bewirkten verschiedenartigen Signale ueber eine den Meldestellen gemeinsam zugeordnete Zwischengeberstelle nach einer Empfangsstelle
AT279720B (de) Elektrische Steuerungsanlage
DE2444428C2 (de) Schaltungsanordnung fuer fernmeldeanlagen, insbesondere fernsprechvermittlungsanlagen mit parallel alternativ arbeitenden kennzeichengebern
DE2613927C3 (de) Schaltungsanordnung zur Steuerung und Überwachung der Abfrage von Signalquellen mit individuellen Signalleitungen