DE950128C - UEberwachungseinrichtung fuer Schrittschalter in Eisenbahnischerungsanlagen - Google Patents

UEberwachungseinrichtung fuer Schrittschalter in Eisenbahnischerungsanlagen

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DE950128C
DE950128C DES31795A DES0031795A DE950128C DE 950128 C DE950128 C DE 950128C DE S31795 A DES31795 A DE S31795A DE S0031795 A DES0031795 A DE S0031795A DE 950128 C DE950128 C DE 950128C
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DE
Germany
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relay
monitoring
step switch
contact
monitoring device
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Expired
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DES31795A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Siegfried Baumgart
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/161Devices for counting axles; Devices for counting vehicles characterised by the counting methods
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/167Circuit details

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Überwachungseinrichtung für Schrittschalter in Eisenbahnsicherungsanlagen Von Eisenbahnsicherungsanlagen wird gefordert, daß alle Bauteile der Anlagen ständig auf ihre Funktionstüchtigkeit überwacht werden. Tritt eine Störung ein, so muß sie sich möglichst bald selbsttätig bemerkbar machen, und es darf durch die Störung keine Wirkung hervorgerufen werden, die den Eisenbahnbetrieb gefährden könnte.
  • In Eisenbahnsicherungsanl.agen werden z. B. zur Achszählung Schrittschalter verwendet, die bei Stromgabe von begrenzter Zeitdauer ein Einstellglied schrittweise weiterbewegen. Man hat zu ihrer Überwachung schon vorgeschlagen, die Einrichtung doppelt vorzusehen und,den störungsfreien Zustand dadurch zu kennzeichnen, daß die Schrittschalter der beiden Einrichtungen in ihrer Stellung übereinstimmen. Da Schrittschalter verhältnismäßig teuer sind und viel Raum ,einnehmen, ist die Verdopplung der Schrittschalter unerwünscht.
  • Es ist bekannt, in Einrichtungen zur Fernbedienung und Fernüberwachung Schrittschalter durch ein gleichzeitig betätigtes Kontrollorgan zu überwachen, das eine begrenzte Zahl unterschiedlicher Stellungen einnehmen kann, .die kleiner ist als die Zahl der verwendeten unterschiedlichen Stellungen des zu überwachenden Schrittschalters. Man hat hierbei als Kontrollorgan ein polarisiertes Relais verwendet, das bei jedem Fortschaltimpuls für den Schrittschalter seine Ankerstellung wechselt. Solange keine Störung auftritt, hat der Anker des polarisierten Relais bei jeder geraden Schrittanzahl die eine Stellung, bei jeder ungeraden Schrittanzahl des Schrittschalters die andere Stellung. Die Fortschaltung des Schrittschalters auf den nächsten Schritt wird nun davon abhängig gemacht, daß das polarisierte Relais beim vorhergehenden Schritt die oben angegebene Stellung eingenommen hat. Stimmt also die Stellung des Kontrollorgans nicht mit der Stellung des Schrittschalters überein, so wird der Schrittschalter am Weiterschalten gehindert. Dadurch macht sich die Störung bemerkbar.
  • In Eisenbahnsicherungsanlagen, insbesondere in Achszählanlagen, besteht aber vielfach der Wunsch, die Übereinstimmung von Schrittschalter und Kontrollorgan durch einen Ruhestromkreis zu prüfen. Hierbei entsteht nun die Schwierigkeit, daß bei ordnungsgemäßem Arbeiten der Anlage Schrittschalter und Kontrollorgan den Ruhestromkreis ständig geschlossen halten, so daß ein im Ruhestromkreis befindliches Überwachungsrelais niemals abfällt. Es könnte nun eine Störung eintreten, die den Anker des Überwachungsrelais am Abfallen hindert. Dieser Umstand könnte sehr lange Zeit bestehen, ohne daß er bemerkt wird. Wenn dann beim Versagen des Schrittschalters die Überwachungseinrichtung in Tätigkeit treten soll, würde das Relais nicht abfallen, das Versagen des Schrittschalters bliebe unbemerkt, und es könnte dadurch ein Eisenbahnunfall hervorgerufen werden.
  • Um die oben angedeutete Schwierigkeit zu beheben, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, in den Überwachungsstromkreis, der die übereinstimmende Stellung von Schrittschalter und Kontrollorgan prüft, zwei Ruhestromrelais vorzusehen, die abwechselnd benutzt werden.
  • Die Zeichnung zeigt ein Anwendungsbeispiel der Erfindung in ,einer Achszählanlage. Bei dieser Einrichtung sind am Anfang und Ende des zu überwachenden Gleisabschnittes Impulsgeber i angeordnet, von denen in der Figur nur ein Wechselkontakt 701/7o2 dargestellt ist. Jede Achse, die den Impulsgeber befährt, öffnet vorübergehend den Kontakt 701 und schließt den Kontakt 702. An den Kontakt 7o2 ist eine an sich bekannte, in Fig. 2 nicht gezeichnete Einrichtung angeschlossen, die bei jeder einfahrenden Achse auf einen Schrittschalter EZ i einen Fortschaltimpuls gibt. Der Schrittschalter hat mehrere Kontaktebenen, von denen nur die Ebene EZ i a und EZ i b dargestellt sind. Jede aus dem Gleisabschnitt .ausfahrende Achse betätigt in entsprechender Weise den Schrittschalter AZ i, von dem nur die Kontaktebene AZ i a gezeichnet ist. Durch das Relais X wird geprüft, ob die Stellung der Schrittschalter EZ i und AZ i übereinstimmt. Ist dies der Fall, so sind ebenso viele Achsen ausgefahren wie eingefahren, und der Gleisabschnitt ist wieder frei. Wären nur die Schrittschalter EZ i und AZ i vorhanden, so dürfte die Zahl der Achsen im Gleisabschnitt niemals gleich oder größer sein als die Zahl der unterschiedlichen Stellungen dei Schrittschalter. Um nun die Schrittschalter nicht mit allzuvielen Stellungen versehen zu müssen, ist den Schrittschaltern EZ i und AZ i je ein Schrittschalter EZ2 bzw. AZ2 nachgeordnet. Diese Schrittschaltererhalten einen Fortschaltimpuls, sobald EZ i bzw. AZ i von ihrem letzten Kontakt n auf ihren ersten Kontakt weiterrücken. Würde nun infolge einer Störung der Schrittschalter EZ 2 dem Impuls nicht folgen, so ;hätten nach der Einfahrt von n Achsen alle Schrittschalter wieder die gleiche Stellung, die vor der Einfahrt der ersten Achse vorhanden war. Der Gleisabschnitt würde dann fälschlicherweise als frei gemeldet werden, obgleich n Achsen darin vorhanden sind.
  • Bei dem dargestellten Breispiel überwacht das neutrale Relais K mit den Wicklungen 2o und 21 das einwandfreie Arbeiten des Schrittschalters EZ2. Dieser Schrittschalter hat direkten Antrieb und schaltet sein Einstellglied bei Beginn jedes Fortschalteimpulses weiter. Das Überwachungsrelais K erhält so lange Strom, wie der Schrittschalter EZ i auf seinem Kontakt steht, und die Impulsdi.uer -hängt davon ab, mit welcher Geschwi.ndiigkeit die Achsen des Zuges aufeinanderfolgen. Durch ein Hilfsrelais L mit den Wicklungen 30 und 31 wird .erreicht, daß das Relais K immer seine Stellung wechselt, wenn der Schrittschalter von Kontakt n nach i geht. Steht der Schrittschalter EZ i auf seinem letzten Kontakt ya, wobei n eine gerade Zahl ist, so sollen z. B. beide Relais K und L abgefallen sein. Beim Übergang nach Kontakt i fließt Strom über Kontakt 301 zur Wicklung 2o. Das Relais K zieht seinen Anker an und bereitet mit Kontakt toi den Stromkreis für seine eigene Haltewicklung 21 und die Anzugswicklung 31 des Relais L vor. Diese S tromkreise werden geschlossen, sobald! der Kontaktarm EZ i b auf Kontakte weiterrückt. Geht nach einem Umlauf des Schrittschalters EZ i der Kontaktarm dann von Kontakt za nach Kontakt i, so fällt das Relais K ab, da das angezogene Relais L mit seinem Kontakt 301 die Wicklung 2o abschaltet. Das Relais L hält sich hierbei mit seiner Wicklung 30 über den Selbstschlußkontakt 3o2. Geht der Kontaktarm EZ i b dann abermals von Kontakt i nach Kontakt 2, so fällt auch Relais L ab, da inzwischen Relais K mit seinem Kontakt toi den Stromweg zur Wicklung 31 unterbrochen hat. Aus den Stellungen der Relais K und L ergeben sich also vier verschiedene Kombinationen, von denen zwei (K .erregt, L abgefallen und K abgefallen, L erregt) den Impulsen und zwei (K und L beide erregt oder abgefallen) den Lücken zwischen den Impulsen entsprechen. Die gleiche Wirkung läßt sich auch mit anderen Schaltelementen als neutralen Relais erzielen.
  • Um zu prüfen, ob EZ2 und K stets gleichzeitig ihre Stellung wechseln, sind alle Kontakte mit gerader Ziffer der Kontaktebene EZ :2 b mit dem Arbeitskontakt 2o3, alle Kontakte mit ungerader Ziffer von EZ2 b mit dem Ruhekontakt 2o2 in Reihe geschaltet. Stellt man nun bei der Inbetriebsetzung die Anlage so ein, daß die Relais K und L abgefallen sind, wenn sich der Schrittschalter EZ 2, auf einem ungeraden Kontakt befindet, so ist ein Überwachungsstromkreis ständig entweder über Kontakt 2o2 oder über Kontakt 203 geschlossen. Dieser Überwachungsstromkreis wird dazu benutzt, die gleichsinnige Stellung von Schrittschalter EZ ?, und Kontrollorgan K zu überprüfen.
  • Bei Verwendung nur .eines Ruhestromrelais zur Überprüfung der übereinstimmenden Stellung zum Schrittschalter und Kontrollorgan besteht die Gefahr, daß dieses Relais im Abfall behindert sein könnte. Da das Relais nur äußerst selten, nämlich nur bei einer Störung des Schrittschalters oder des Kontrollorganes abfallen muß, könnte diese Abfallbehinderung lange Zeit unbemerkt bleiben. Die Überwachungseinrichtung des Schrittschalters würde dann unter Umständen gerade in dem Augenblick versagen, in dem sie einen betriebsgefährdenden Zustand verhüten soll. Aus diesem Grund sind erfindungsgemäß zwei Prüfrelais Y und H vorgesehen, die abwechselnd benutzt werden. Bevor eines der beiden Relais anzieht, wird geprüft, ob das andere Relais angezogen war. Dann wird das bisher angezogene Relais abgeschaltet und sein Abfallen überprüft. Bei der Achszähleinrichtung ergibt sich hierbei die Möglichkeit, das vorhandene Rückstellrelais Y als Prüfrelais für den Schrittschalter zu benutzen.
  • Im folgenden wird das Arbeiten der Achszählanlage bei der Durchfahrteines Zuges beschrieben, um die Wirkung der Überwachungseinrichtung näher zu erläutern.
  • In der Grundstellung der Anlage ist die Wicklung io des Überwachungsrelais A über den Selbstschlußkontakt ioi und den Ruhekontakt 701 des Impulsgebers i eingeschaltet. Die Wicklung 4o des Relais X, das die übereinstimmende Stellung von Einzähler und Auszähler überwacht, ist über die Kontaktebenen EZ i a, AZ i a, EZ :2 a, AZ 2 a und den Selbstschlußkontakt404 ebenfalls eingeschaltet. Das der Überwachung des Schrittschalters EZ 2 dienende Relais H erhält mit seiner Wicklung 8o Strom über Kontakt 505 des Rückstellrelais Y, Selbstsehlußkontakt 803, Kontakt 2o2 des Kontrollrelais K und Kontakt i am Schrittschalter EZ 2 b. Wicklung 6o des Freimel.derrelais G ist über die Kontakte 504, 405, 104 und 804 ebenfalls eingeschaltet. Bei Einfahrt der ersten Achse des Zuges wird der Selbsthaltekreis des Relais A durch den Kontakt 701 unterbrochen. Können von einer einfahrenden Achse noch andere Impulsgeber befahren werden, so sind die Ruhekontakte aller dieser Impulsgeber mit Kontakt 701 in Reihe geschaltet. Durch den Abfall des Relais A wird der Stromkreis für Relais G durch Kontakt 104 unterbrochen, und der Abschnitt wird besetzt gemeldet. Außerdem hat die einfahrende Achse auch den Kontakt 702 kurzzeitig geschlossen, so daß der Schrittsohalter EZ i einen Schritt ausführt. Er unterbricht dadurch den Selbsthaltekreis des Relais X, das abfällt. Wenn das Überwachungsrelais A oder die Zählvorrichtung nicht arbeitet, so wird der Abschnitt trotzdem als besetzt gemeldet, da die Unterbrechung eines der Kontakte 104 und io5 allein genügt, um das Relais G abzuwerfen. Haben überwachungsrelais A und Zählvorrichtung einwandfrei gearbeitet, so sind durch den Abfall der Relais X und A die Kontakte 402 und io2 geschlossen worden, so daß das Rückstellrelais Y mit seiner Wicklung 50 Strom erhält. Dabei wird mit Kontakt 8o2 geprüft, ob das Ruhestromrclais H, das die übereinstimmende Stellung zwischen Schrittschalter EZ :2 und Kontrollrelais K während des Freiseins des Gleisabschnittes,geprüft hat, angezogen ist. Das Relais Y hält sich über seinen Selbstschlußköntakt 5o2 so lange, wie die Relais X oder -A abgefallen sind (Kontakt 103 und 403 geschlossen) und. so lange die Stellung des Kontrollrelais K mit der Stellung :des Schrittschalters EZ2 übereinstimmt. Außerdem hat das Relais Y mit seinem Kontakt 505 den Selbsthaltekreis des Relais H unterbrochen und damit nunmehr die Aufgabe des Relais H übernommen. Das Relais H fällt ab und öffnet den Kontakt 8o2, so daß der Anzugsstromkreis für das Relais Y nicht wieder von neuem geschlossen werden kann.
  • Ist nun die Zahl der ausgefahrenen Achsen gleich der Zahl der eingefahrenen Achsen, d. h. der Gleisabschnitt inzwischen wieder frei geworden, so ist der Stromkreis für das Relais X über die Kontakt-ebenen EZ i a, AZ i a, EZ 2 a und AZ 2 a und Kontakt 503 wieder geschlossen. Mit Kontakt 503 wird hierbei geprüft, ob während der ganzen Zugfahrt der Schrittschalter EZ2 ordnungsgemäß gearbeitet hat. Sind die Relais Y und X angezogen, so erhält Relais A über die Kontakte 5oi, 4oi und 8oi Strom, schließt seinen Haltekontakt ioi und nimmt damit seine Grundstellung wieder ein. Durch den Kontakt 8oi wird hierbei der Abfall des Relais H überprüft. Sind die Relais X und A angezogen, so wird der Selbsthaltekreis für Relais Y durch die Kontakte 103 und 403 ,unterbrochen, und das Relais Y fällt ab. Dann wird aber der Stromkreis für die Wicklung 8o des Relais H über die Kontakte 4o6 und 505, über den der Abfall des Relais Y geprüft wird, wiederhergestellt. Das Relais H zieht seinen Anker an, sofern Schrittschalter EZ2 und Kontrollrelais K übereinstimmende Stellungen 'haben. Damit hat jetzt das Relais H wieder die Aufgabe des Ruhestromrelais im Überwachungsstromkreis für den Schrittschalter EZ2 von Relais Y übernommen. Da nunmehr die Relais X, A und H angezogen und Y abgefallen ist, erhält die Wicldung 6o des Relais G Strom, und der Gleisabschnitt wird als frei gemeldet.
  • Hat beim Befahren des Gleisabschnittes der Schrittschalter EZ 2 oder das Relais K nicht richtig gearbeitet, so wird der Selbsthaltekreis für das Relais Y unterbrochen. Dieses Relais fällt ab und kann ohne Eingriff von außen nicht mehr zum Anziehen gebracht werden, da das Relais H vor dem Relais Y abgefallen ist und den Kontakt 8o2 dauernd geöffnet hält. Daher kann auch nach Freiwerden des Gleisabschnitts das Relais Y die Anlage nicht mehr in die Grundstellung bringen, und es kann somit der Gleisabschnitt nicht frei gemeldet werden. An der dauernden Besetztmeldung eines freien Gleisabschnittes wird die Störung vom Stellwerkswärter bemerkt.
  • Die Übereinstimmung zwischen Schrittschalter EZ2 und Relais K wird demnach bei besetztem Gleis durch das Relais Y, bei freiem Gleis durch das Relais H überwacht. Es könnte nun so scheinen, als ob das Relans H überflüssig wäre, da bei freiem Gleis der Schrittschalter EZ2 nicht arbeitet. Aus folgenden Gründen ist es trotzdem zweckmäßig, das Relais H vorzusehen. Es könnte bei freiem Gleis 'infolge einer Leitungsberührung oder -unterhrechung z. B. das Relais K seine Stellung ändern; dann würde zwar bei der Einfahrt einiger Achsen zunächst das Relais Y nicht anziehen; sobald aber der SchrittschalterEZ2 seinen ersten Schritt ausführt, würde das Relais Y zum Anziehen gebracht. Wenn dann keine weiteren Achsen einfahren, bleibt de Störung unbemerkt. Das Relais H bewirkt eine ständige Überprüfung ,des Schrittschalters EZ 2 und des Relais K, so daß sich die Störung bemerkbar macht, da das Relais Y nur anziehen kann, wenn vorher das Relais H angezogen ist.
  • Das Relais .H kann in der Achszählanlage noch eine weitere Aufgabe übernehmen. Sollte bei der Einfahrt von Achsen die Zählvorrichtung versagen, so fällt das Relais A ab und bewirkt mit seinem Kontakt 104 die Besetztmeldung des Abschnittes. Relais X bleibt angezogen und verhindert mit Kontakt 402 das Anziehen des Relais Y und damit die Freimeldung des Abschnittes, auch wenn sämtliche Achsen ausgefahren sind, so daß sich die Störung selbsttätig bemerkbar macht. Sollte nun auch das Relais X z. B. durch. Ausfallen der Spannung zum Abfallen gebracht werden, so würde beim Wiederkommen der Spannung das Relais Y über den Kontakt 402 Strom erhalten. Ein kurzzeitiges Wegbleiben der Spannung täuscht also ein richtiges Arbeiten des gestörten Zählwerkes vor, und der Gleisabschnitt könnte infolgedessen fälschlicherweise als frei gemeldet werden. Um diesem Fehler vorzubeugen, hat man schon vorgeschlagen, ein besonderes Spannungsüberw.achungsrelais in den Achszählsc'haltungen vorzusehen. Diese Aufgabe wird in der Anordnung nach Fig.2 von dem Relais H mit übernommen. Selbst wenn nach Versagen der Zählvorrichtung durch kurzzeitiges Ausbleiben der Spannung das Relais X abfallen sollte, kann das Relais Y nicht anziehen, da ja inzwischen auch das Relais H abgefallen ist und seinen Kontakt 8o2 geöffnet hat. Dieser Kontakt gibt dem Relais Y nur einmal die Gelegenheit zum Anziehen, und zwar dann, wenn das Relais H zuvor angezogen ist. Ist Relais H vorher abgefallen, so kann das Relais Y nicht anziehen.
  • Der Gedanke, die Übereinstimmung zwischen Schrittschalter und Kontrollorgan durch zwei Ruhestromrelais abwechselnd zu prüfen, kann auch auf andere Weise verwirklicht werden. Insbesondere ist es nicht notwendig, daß das eine Relais die Überprüfung bei freiem Gleis und das andere Relais bei besetztem Gleis vornimmt, sondern der Wechsel zwischen den beiden Relais kann auch nach irgendeinem anderen betrieblichen oder zeitlichen Programm erfolgen.
  • Mit der Einrichtung gemäß der Erfindung kann man nicht nur das sichere Arbeiten von Schrittschaltern überprüfen, sondern auch andere Schaltungsanordnungen überwachen, die Schrittschaltern äquivalent sind, z. B. Relaisketten. Bei der Überwachung von Relaisketten sind die Kontaktebenen der Schrittschalter durch entsprechende Kontaktanordnungen der Kettenrelais sinngemäß zu ersetzen. Hierbei ist es gleichgültig, welche Schaltungselemente als Kontrollorgane für den Schrittschalter verwendet werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPR ÜCIIE: i. Überwachungseinrichtung für Schrittschalter in Eisenbahnsicherungsanlagen, insbesondere Achszählanlagen, bei welcher ein Kontrollorgan sich zugleich mit dem Schrittschalter weitersehaltet und die übere:instimmende Stellung von Schrittschalter und. Kontrollorgan den störungsfreien Zustand angibt, wobei die Zahl der verwendeten unterschiedliehen Stellungen des Kontrollorgans kleiner ist als die Zahl der unterschiedlichen Stellungen des Schrittschalters, dadurch gekennzeichnet, d.aß in einem Überwachungsstromkreis, der die übereinstimmende Stellung von Schrittschalter (EZ2) und Kontrollorgan (K) prüft, zwei Ruhestromrelais (Y, H) vorgesehen sind, die abwechselnd benutzt werden.
  2. 2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom des jeweils nicht benutzten Ruh:estromrelais unterbrochen und das Abfallen des Relais überprüft wird.
  3. 3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch i und 2 für Aohszählanlagen, in denen ein Rückstellrelais für das Wiederanschalt.en eines die Grundstellung von Einzähler und Auszähler überwachenden Relais vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß während der Besetzung des Gleisabschnittes das Rückstellrelais (Y) als Ruhestromrelais im Überwachungsstromkreis des Schrittschalters dient.
  4. 4. Überwachungseinrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Anzugsstromkreis des als erstes Überwachungsrelais verwendeten Rückstellrelais (Y) ein Arbeitskontakt (8o2) des zweiten überwachungsrelais (H) geschaltet ist, das die übereinstimmende Stellung von Schrittschalter und Kontrollorgan bei freiem Gleis prüft.
  5. 5. Überwachungseinrichtung nach Anspruch i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß zu dem Selbstschlußkontakt (8o3) des zweiten Überwachungsrelais (H) ein Arbeitskontakt (4o6) des die Zählwerksgrundstellung überprüfenden Reläis (X) parallel geschaltet ist.
  6. 6. Überwachungseinrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Wicklung (8o) des zweiten Überwachungsrelais (H) ein Ruhekontakt (505) des ersten Überwachungsrelais (Y) in Reihe geschaltet isst.
  7. 7. Überwachungseinrichtung nach Anspruch z bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dien Anzugsstromkreis eines Überwachungsrelais (A) für die Grundstellung eines Zählimpulsgebers (i) ein Ruhekontakt (8or) des die übereinstimmende Stellung von Schrittschalter und Kontrollorgan bei freiem Gleis prüfenden Relais (H) geschaltet ist. B. Überwachungseinrichtung nach Anspruch r bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Arbeitskontakt (8o4) des die übereinstimmende Stellung von Schrittschalter und Kontrollorgan bei freiem Gleis prüfenden Überwachungsrelais (H) in den Freimeldestromkreis geschaltet isst. g. Überwachungseinrichtung nach Anspruch z bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das als kontrollorgan dienende Relais (X) mit einem Hilfsrelais (L) derart zusammenarbeitet, daß sich aus den Ankerstellungen beider Relais vier Kombinationen ergeben, von denen die erste der Dauer eines Fortschaltimpulses, eine zweite der darauffolgenden Pause, -eine dritte dem darauffolgenden Impuls und die vierte der darauffolgenden Pause zugeordnet ist, wonach sich die beschriebene Reihenfolge der Relaisstellungen wiederholt, um ein fehlerfreies Arbeiten der Einrichtung bei beliebig langen Fortschaltimpulsen zu bewirken. In Betracht gezogene Druckschriften; Deutsche Patentschrift Nr. 662 997.
DES31795A 1953-01-13 1953-01-13 UEberwachungseinrichtung fuer Schrittschalter in Eisenbahnischerungsanlagen Expired DE950128C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE662997C (de) * 1934-01-13 1938-08-01 Siemens & Halske Akt Ges Einrichtung zur Fernbedienung und Fernueberwachung von in einer Nebenstelle befindlichen verstellbaren Organen, Messinstrumenten o. dgl.

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE662997C (de) * 1934-01-13 1938-08-01 Siemens & Halske Akt Ges Einrichtung zur Fernbedienung und Fernueberwachung von in einer Nebenstelle befindlichen verstellbaren Organen, Messinstrumenten o. dgl.

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