DE205274C - - Google Patents

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DE205274C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
    • B62B17/00Accessories or details of sledges
    • B62B17/08Braking devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 205274 KLASSE 63 b. GRUPPE
Firma JEAN KUNZ in CRONBERG i.Taunus.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Lenk- und Bremsvorrichtung für Schlitten, insbesondere für Rodelschlitten, mit durch Handgriffe bewegten, in die Kufen eingelassenen Bremsplatten.
Die Vorrichtung ist von derjenigen bekannten Bauart, bei welcher in Schlitze der Kufen Bremsplatten eingelassen sind, die durch federnde Handgriffe unter Benutzung eines Hebelwerkes aus ihrem Schlitze heraus gegen die Fahrbahn gedrückt werden können. Während aber bei diesen bekannten Einrichtungen die Bremsplatten stets in der Fahrtrichtung liegen und somit nur eine Schneide der Fahrt entgegenstellen, sind nach der Erfindung die Platten in den Kufen schräg nach außen zur Fahrtrichtung angebracht, wodurch eine kräftige Bremsung bzw. Lenkung erzielt wird.
Um zu verhindern, daß die Schlitze in den Kufen an sich schon bremsend wirken, sind die Kufen mit je einem besonderen Profileisen beschlagen, welches an beiden Seiten je eine vorspringende Rippe besitzt und in der Mitte flach ist. Dadurch läuft der Schlitten im wesentlichen auf den beiden seitlichen Rippen der Kufen, und der Schlitz kommt mit dem Boden nicht in Berührung; auch wird gleichzeitig durch diese Rippen ein seitliches Ausgleiten des Schlittens vermieden.
Diese Profileisen greifen mit Flanschen seitlich um die Kufen herum, so daß der von_ den Bremsplatten auf die Kufenbeschläge beim Lenken und Bremsen ausgeübte seitliche Druck auf die Kufen und damit auf den. ganzen Schlitten übertragen wird und ein Aufspalten 40
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der Kufen an den Schlitzen in wirksamster Weise verhindert wird.
Die beiliegende Zeichnung »zeigt einen mit einer derartigen Vorrichtung versehenen Rodelschlitten, und zwar ist
Fig. ι eine Seitenansicht desselben, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Ansicht von unten,
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2 in größerem Maßstabe und
Fig. 4 und 5 je eine etwas abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung.
In jeder Schlittenkufe α ist ein schräger Schlitz b vorgesehen, der in der Fahrtrichtung von · innen nach außen verläuft. In diesen Schlitzen ist je eine Bremsplatte c in Gestalt eines kräftigen flachen Blechstückes um eine Achse d drehbar befestigt und durch eine Zugstange e mit einem um f drehbaren Handgriff g am hinteren Ende der Sitzschwinge h verbunden. Eine Feder i drückt den Handgriff stets nach unten und damit die Bremsplatte c in die Höhe.
Die Kufen haben, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, einen Profileisenbeschlag j, der seitlich zwei Rippen k hat, die verhindern, daß der Schlitz b auf dem Boden unmittelbar aufliegt. Diese Profileisen greifen seitlich mit Flansche I über die Kufe α und übertragen dadurch den von den Bremsplatten ausgeübten seitlichen Druck auf diese Kufen und verstärken dieselben.
Bei der Ausführungsform .nach Fig. 4 sind die Handgriffe g vorn an der Sitzschwinge unmittelbar über den Bremsplatten c gelagert
und gleichzeitig mit diesen durch die Zugstange e verbunden.
Für gewöhnlich drücken die Federn i die Handgriffe g nach unten und damit die Bremsplatten c in die Höhe, so daß sie vollständig in den Schlitzen der Kufen α sich befinden. Wird dagegen auf der einen oder auf der anderen Seite des Schlittens auf den entsprechenden Handgriff gedrückt, so tritt die zugehörige Bremsplatte nach unten aus dem Schlitz heraus und bewirkt infolge ihrer Schrägstellung gegen die Fahrtrichtung, daß der Schlitten nach der entsprechenden Seite abgelenkt wird.
Werden beide Handgriffe gleichzeitig gedruckt, so bewirken die beiden sich schräg gegen die Fahrtrichtung stellenden Bremsplatten ein kräftiges Bremsen des Schlittens.
Die Einrichtung kann an jeder beliebigen Schlittenbauart in einfacher und bequemer Weise angebracht werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 haben die Bremsplatten keinen Drehpunkt, sondern sie treten in ihrer ganzen Länge gleichmäßig aus dem Schlitz hervor; die Zugstange e ist in diesem Falle fest mit der Bremsplatte c verbunden. Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere für Schlitten von größerer Belastung, wie mehrsitzige Rodelschlitten usw.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Lenk- und Bremsvorrichtung für Schlitten, insbesondere für Rodelschlitten, mit durch Handgriffe bewegten, in die Kufen eingelassenen Bremsplatten, dadurch gekennzeichnet, . daß die Bremsplatten in der Kufe in Richtung der Fahrt schräg nach außen angeordnet sind, zum Zweck, eine kräftige Bremsung bzw. Lenkung zu erzielen.
2. Lenk- und Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kufe mit einer mit nach unten vorspringenden Rippen versehenen Profilleiste beschlagen ist, in welche für den Durchtritt der Bremsplatten Schlitze eingelassen sind, so daß die Schlitze den Boden nicht berühren und nicht bremsend wirken, während die nach oben die Kufe umgreifenden Rippen der Profilleiste beim Lenken und Bremsen den seitlichen Druck der Bremsplatte auf die Kufen und somit auf den Schlitten übertragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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