DE96967C - - Google Patents

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DE96967C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61JSHIFTING OR SHUNTING OF RAIL VEHICLES
    • B61J3/00Shunting or short-distance haulage devices; Similar devices for hauling trains on steep gradients or as starting aids; Car propelling devices therefor
    • B61J3/10Car shunting or positioning devices with pinchbar action

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
' ff U
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb. J/ ■ J-
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juni 1897 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein nach dem Patent Nr. δτ,γγγ ausgeführter Wagenschieber. Gegenüber diesem Patent besitzt der Wagenschieber folgende Vorzüge: Die den Hebeldrehpunkt bildende Schneide wird durch einen cycloidisch gestalteten Wälzungshebel ersetzt, wodurch eine günstigere Kraftübertragung erzielt wird, der Wagen wird bei einmaligem Ansetzen weiter gefördert, zur Fortbewegung des Wagens ist ein geringerer Kraftaufwand erforderlich. Das Hebelübersetzungsverhältnifs, welches beim Ansetzen des Hebels sein Maximum hat, ändert sich mit der Verschiebung der Drehpunktlage von vorn nach hinten. Mit dem von Augenblick zu Augenblick geringer werdenden Uebersetzungsverhältnifs wird bei dieser Construction die Kraft in Weg umgesetzt, es wird mithin an Weg gewonnen bezw. umgekehrt an Kraft gespart.
Fig. ι und 2 der Zeichnung zeigen den Wagenschieber in Seitenansicht in den verschiedenen Phasen seiner Handhabung, und Fig. 3 im Grundrifs.
Der Wagenschieber besitzt zwei Wangen A A, zwischen welchen wie im Patent Nr. 63777 der ■ zum Angriff dienende Holzstiel befestigt wird. Die Wangen sind vorn durch einen Bolzen E und auf ihrer unteren Seite durch eine cycloidisch gekrümmte Zwischenwand B mit einander verbunden. Bolzen E und Zwischenwand bilden zugleich den Ort der Hebeldrehpunkte, welche bei der Handhabung des Wagenschiebers von vorn nach hinten auf der unteren Seite der Verbindungswand der Wangen verschoben werden. An ihrer Vorderseite sind die Wangen, die in einem Abstande, welcher der Breite des Schienenkopfes entspricht, von einander angeordnet sind, als Ueberlappungen ausgebildet, welche dem Hebel beim Ansetzen auf die Schienen einen festen Halt gewähren. Ueber der Rolle· ist nun, ebenfalls zwischen den Wangen, die Zunge Z so angebracht, dafs sie sich an das Rad des zu verschiebenden Wagens anlegt und sich beim Druck auf den längeren Hebelarm in einer ganz bestimmten Weise bewegt.
Die Zunge Z ist an ihrem hinteren Theile als cycloidisch verlaufende Coulisse ausgebildet, vermittelst welcher sie in dem Bolzen F geführt wird. Um die Zunge mit Sicherheit zu verschieben, ist die Coulisse mit einer in zwei Lappen geführten Rolle R versehen, welche in Verbindung mit Stützfläche B als zweiter Stützpunkt dient. Es wird somit durch Gegendruck der mit der Coulisse verbundenen Rolle R die Zunge nach vorn geschoben, welche sich mit ihrer Klaue tangential an den Radumfang anlegt. Die Klaue bildet einen dreiseitigen prismatischen Körper und ist auf drei Seiten mit Kerben »versehen, um ein Gleiten am Radumfang zu verhindern. Ist die Klaue auf einer Seite abgenutzt, so wird durch Drehen derselben die abgenutzte Seite durch eine neue ersetzt.
Der Wagenschieber wird mit dem Bolzen E derart auf die Schiene gesetzt (Fig. 1), dafs die Klaue K am Radumfang anliegt. Die Zunge Z ist hierbei so weit als möglich nach rückwärts geschoben. Wird der Hebel nun niederge-
drückt, so wird der Drehpunkt sich am Wälzungshebel * von vorn nach hinten verschieben, während die am Ende der Zunge Z sitzende Klaue nach vorwärts gedrückt wird, wobei durch das infolge der Veränderung der Drehpunktlage sich ändernde Hebelübersetzungsverhältnifs nicht allein die Klaue K an ihrem einmal gefafsten Punkt am Rad liegen bleibt, sondern auch an Weg gewonnen wird, so dafs der Wagen viel weiter bewegt wird als bei früheren Anordnungen und die Klaue die Cycloide beschreibt, welche dem jeweiligen Raddurchmesser entspricht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Wagenschieber der durch PatentNr. 63777 geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs die Schneide ff) ersetzt ist durch eine cycloidisch gestaltete Fläche (B), zum Zweck, das Hebelübersetzungsverhältnifs beim Niederd rücken zu verringern und den Weg, den der Wagen zurücklegt, zu vergröfsern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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