DE205948C - - Google Patents

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DE205948C
DE205948C DENDAT205948D DE205948DA DE205948C DE 205948 C DE205948 C DE 205948C DE NDAT205948 D DENDAT205948 D DE NDAT205948D DE 205948D A DE205948D A DE 205948DA DE 205948 C DE205948 C DE 205948C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
    • B62B13/00Sledges with runners
    • B62B13/02Sledges with runners characterised by arrangement of runners
    • B62B13/06Sledges with runners characterised by arrangement of runners arranged in two or more parallel lines
    • B62B13/08Sledges with runners characterised by arrangement of runners arranged in two or more parallel lines with steering devices
    • B62B13/14Sledges with runners characterised by arrangement of runners arranged in two or more parallel lines with steering devices combined with braking devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Seats For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 205948 KLASSE 63 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. März 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Lenkvorrichtung für auf Schnee oder Eis gleitbare Fahrzeuge, wie z. B. für Schlitten, Rodel u. dgl. Um das Abweichen derartiger Fahrzeuge aus ihrer Bahn zu verhüten, wendet man Platten an, die an den Kufen angeordnet und derart einstellbar sind, daß man sie in die Fahrbahn eindrücken oder von dieser abheben kann. Zum Heben und Senken dieser ίο Platten werden bei den bekannten Fahrzeugen auf den Kufen gelagerte Hebel angewendet. Bei Schlitten mit lenkbaren Kufen ist diese Art Verbindung der Platten mit einer besonderen Einstellvorrichtung umständlich, da außer der Vorrichtung zum Lenken und Drehen der Kufen noch eine zweite Vorrichtung und besondere Handgriffe zum Heben und Senken der Platten erforderlich sind.
Gemäß vorliegender Erfindung wird der ao Ubelstand dadurch beseitigt, daß die Platten, die an den beweglichen Kufen angeordnet sind, durch Drehen der Kufen in die erforderliche Lage gebracht werden.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise in einer Ausführungsform' an einem Schlitten (Bobsleigh) veranschaulicht.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt nach Linie A-B der Fig. 2,
Fig. 2 eine Ansicht von unten,
Fig. 3 eine Ansicht einer anderen Ausführungsform einer beweglichen Schiene in vergrößertem Maßstabe, während
Fig. 4 eine Ansicht der Fig. 3 von oben darstellt.
Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Schlitten ist mit einem Brettsitz α versehen, der einerseits durch das aus zwei Kufen b gebildeten Vordergestell getragen wird, dessen Kufen durch Querstücke c, d und e, von denen das Querstück d zwischen den anderen beiden angeordnet ist, unter dem Brettsitz α miteinander verbunden sind. Das Vordergestell· ist bei f drehbar und kann sich um die Enden des Querstückes d drehen; andererseits ist auch eine Drehung des Vorderteils gegenüber dem hinteren Gestell möglich, das aus zwei Kufen g besteht, die miteinander durch an dem Brettsitz befestigten Querstücke h fest verbunden sind.
Eine Welle i mit dem Steuerrad k ermöglicht die Drehung des Vordergestells zum Lenken des Schlittens mittels der bekannten Einrichtung.
An der inneren Seite jeder Kufe b ist bei I eine exzentrische Platte m drehbar gelagert, 55 die oben in einem Arm η ausläuft, der einerseits mit einem unstarren, jedoch nicht dehnbaren Zugglied 0 und andererseits mit einem Ende einer Feder p verbunden ist, deren anderes Ende bei q befestigt ist.
Das mit dem Arm η nicht verbundene Ende .-jedes unstarren Zuggliedes 0 ist an das untere Ende eines Hebels r angeschlossen, der oben in eine Fußstütze s ausläuft, welche durch den Führer des Schlittens bewegt werden kann. Jeder Hebel r ist zwischen seinen Enden auf einer Stange t, die unter dem Brettsitz α befestigt ist, drehbar gelagert.

Claims (1)

  1. An der inneren Seite einer der Kufen g \ des hinteren Gestells ist bei u eine exzen- I trische Platte ν drehbar gelagert, die mit einem Arm χ versehen ist, der einen Griff y trägt, so daß einer der Mitfahrenden des Schlittens, der auf dem hinteren Ende des Brettes α sitzt, den Griff erfassen und die Platte beliebig einstellen kann.
    Um den seitlichen Kräften, welche auf die
    ίο exzentrischen Platten ausgeübt werden, zu widerstehen und das Bestreben des Abweichens des Fahrzeuges infolge der Wirkungen der Zentrifugalkraft beim Durchlaufen einer Kurve unschädlich zu machen, wird jede der Platten frei in einem Bügel ζ gehalten, der mit der Kufe fest verbunden ist und die seitlichen Kräfte aufnehmen kann.
    Die Federn p wirken auf die Platten η derart ein, daß sie beständig bestrebt sind, diese außer Berührung mit der Schlittenbahn I, auf welcher der Schlitten gleitet, zu halten; wenn aber der Führer auf die Fußstützen s drückt, so drehen sich die Schienen um die Achse I, schneiden bei m1 in den Schnee oder das Eis der Spur oder der Bahn ein und verhindern das Abweichen des Schlittens aus seiner vorgeschriebenen Bahn.
    Dreht man den Griff y der Schiene ν in der Richtung des Pfeiles 2, so erhält man dieselbe Wirkung. Läßt man die Fußstützen s frei, so nehmen die Schienen ihre ursprüngliche Stellung unter der Einwirkung der Feder p wieder ein.
    Die beiden Kufen b des Hintergestells können mit einer Schiene v. versehen sein.
    Die beweglichen Schienen bzw. Platten können so eingerichtet sein, daß sie alle oder wenigstens diejenigen des Lenkgestells selbsttätig beim Durchfahren von Kurven infolge der Drehbewegung des Gestells sich einstellen. Es genügt in diesem Falle, wie Fig. 3 und 4 zeigen, daß das eine mit der Schiene nicht verbundene Ende des unstarren Zugorgans in einem festen Punkt 3 mit dem Brettsitz a verbunden ist und daß jedes dieser Zugorgane eine derartige Länge besitzt, daß es gespannt ist, wenn der Schlitten sich in einer geraden Richtung bewegt. In diesem Falle wird, sobald das Lenkgestell um seinen Lenkzapfen f gedreht wird und sobald beispielsweise die Kufe b in die Lage b1 (Fig. 3 und 4) gekommen ist, jedes Ende der unstarren Zugglieder 0, welches mit dem Arm η der Schienen verbunden ist, einen Bogen 4-5 (Fig. 4) um den Drehmittelpunkt f beschreiben wollen; aber es wird dies nicht können, da diese unstarren Glieder sich nicht verlängern können und der von dem erwähnten Ende beschriebene Bogen gleich dem Bogen 4-6 ist, wobei der feste Punkt 3 des unstarren Zuggliedes den Mittelpunkt des Bogens bildet, so zwar, daß das am Arm η der Schiene befestigte Ende des Zuggliedes sich um das Stück 5-6 verschieben wird, was die Drehung der Schiene m um ihren Zapfen I veranlaßt, wobei die Schienen in die Lage m1 kommen, in den Schnee oder in das Eis einschneiden, auf welchem der Schlitten gleitet, und den Einschnitt so ausführen, daß er parallel zu den Kufen gerichtet ist, auf welchen die Schienen befestigt sind.
    Es ist klar, daß die exzentrischen Schienen um so tiefer in den Schnee oder in das Eis eingreifen, je schärfer die Kurve ist, d. h. je mehr der Lenker das Vordergestell des Schiittens herumschwenkt.
    Man erreicht die selbsttätige Wirkungsweise bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Beispiel, wenn man in der Nähe der Fußhebel r Eckstücke anbringt, welche den Befestigungsort der unstarren Zugglieder am Brettsitz ersetzen, der fest genug ist, um dem Druck, den man auf die Fußstützen s zum Einstellen der Schienen m ausüben muß, Stand zu halten.
    Die beweglichen Schienen können, anstatt drehbar gelagert zu sein, auch in Kulissen verschiebbar angeordnet und durch eine Vorrichtung geeigneter Art oder Glieder, welche anders als beschrieben eingerichtet sind, bewegt werden. . .
    Der Gegenstand der Erfindung kann bei allen Arten von Fahrzeugen, die auf Schnee oder Eis gleiten, Anwendung finden, wobei es gleichgültig ist, ob die Fahrzeuge durch Eigengewicht auf einer schrägen Fläche oder durch tierische Kraft bewegt werden, oder ob sie endlich mit einem mechanischen Antrieb versehen werden.
    Ρλ τ ε ν τ - A ν s i' R υ c η :
    Auf Schnee oder Eis gleitendes Fahrzeug mit vorderen drehbaren Kufen und zu den Kufen parallel verschiebbaren Platten zur Verhütung des Abweichens des Fahrzeuges aus seiner Bahn, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (m) an den vorderen Kufen durch Zugglieder (0) derart mit dem festen Sitz (a). verbunden sind, daß sie durch Drehen der Vorderkufen selbsttätig gegen die Fahrbahn bewegt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE205948C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054850B (de) * 1955-04-27 1959-04-09 Rudolf Majer Kufenfahrzeug mit am Fahrzeugrahmen federnd angeordneten lenkbaren Kufen
US4139101A (en) * 1976-12-23 1979-02-13 Keivan Towfigh Space divider or the like with improved collapsible joint construction

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054850B (de) * 1955-04-27 1959-04-09 Rudolf Majer Kufenfahrzeug mit am Fahrzeugrahmen federnd angeordneten lenkbaren Kufen
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