DE204702C - - Google Patents

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DE204702C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
~ M 204702 KLASSE Sm. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. November 1907 ab.
In den Patentschriften 81791 und 83010 ist ein Verfahren beschrieben zur Erzeugung von Farbstoffen auf der Faser mittels der Nitrosamine primärer aromatischer Aminoverbindüngen. Das Verfahren besteht darin, daß man die Nitrosamine oder deren Salze auf den mit einem Färbesalz (z. B. ß-Naphtolnatrium) präparierten Stoff oder die Salze dieser Nitrosamine gleichzeitig mit einem Färbesalz aufdruckt und den bedruckten Stoff verschiedenen Behandlungen zum Zweck der Entwicklung des Farbstoffs unterwirft. Dieses Verfahren hat in der Praxis nur wenig Anwendung gefunden, weil die Entwicklung der Farbe aus Nitrosaminen und z. B. ß-Naphtol in keinem Falle diejenige Vollkommenheit erreichte, welche bei Anwendung entsprechender molekularer Mengen von Diazoverbindungen und ß-Naphtol erzielt werden kann.
Es hat sich nun gezeigt, daß im Gegensatz hierzu bei Anwendung von Salzen der 2-Naphtol-i-sulfosäure an Stelle von ß-Naphtolna-■ trium ganz überraschend schöne Färbstoffentwicklungen mit Nitrosaminen im Einbadveras fahren erhalten werden können. Von der 2-. Naphtol-i-sulfosäure gibt Nietzki (Ber. 15, 306) an, daß Diazobenzolchlorid mit ihr nur sehr unbedeutende Farbstoffbildung liefere, während aus der Patentschrift 74688 bekannt ist, daß diese Säure in konzentrierter sodaalkalischer Lösung mit frisch dargestellter Diazobenzol-p-sulfosäure das gewöhnliche ß-Naphtolorange bildet. Es war nach diesen Angaben also nicht vorauszusehen, daß die an sich beständigen Salze der 2-Naphtol-i-sulfosäure auch unter dem Einfluß der Nitrosamine die Sulfogruppe abspalten und gegenüber dem ß-Naphtol in so hervorragender Weise sich zu Farbstoffentwicklungen eignen würden.
Die Ausführung des Verfahrens kann in der mannigfachsten Weise geschehen. So kann man die Faser mit einer geeigneten Mischung eines Salzes der 2-Naphtol-i-sulfosäure und einem Nitrosamin bedrucken oder klotzen, mit oder ohne die gebräuchlichen Zusätze wie Naphtolsulfosäure F, Türkischrotöl, Ricinusölseife usw., dann trocknen und dämpfen oder zur Entwicklung liegen lassen. Man kann, auch den Stoff mit einem Salz der 2-Naphtol- · i-sulfosäure mit oder ohne die gebräuchlichen Zusätze präparieren und dann mit Nitrosaminen drucken oder klotzen.
Es lassen sich ferner für das vorliegende Verfahren die verschiedensten Salze der 2:1-Naphtolsulfosäure verwenden.
Als besonders geeignet für die Farbstoffentwicklung haben sich die Magnesiumsalze erwiesen und von diesen wiederum die basischen Salze, welche auf 2 Mol. Naphtolsulfosäure mehr als 1 Atom Mg enthalten. Diese letzteren Salze kann man darstellen durch Digestion der Lösungen des neutralen Magnesiumsalzes mit Magnesia oder Magnesiahydrat. Vorteilhaft ist es, wenn auch das betreffende Nitrosamin als Magnesiumsalz zur Verwendung kommt, doch können auch andere Salze be-
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nutzt werden.. Man kann es in der Druckmasse selbst durch Zusatz von löslichen Magnesiumsalzen zum Natronsalz des Nitrosamins . erzeugen. ■·.
Beispiel.
A. Man löst 36 Gewichtsteile Magnesium-: '■■:■ sulfat in 100 Gewichtsteilen Tragantlösung und
rührt in diese Lösung eine Mischung von ίο 125 Gewichtsteilen 25 prozentiger Nitrosaminpaste.· und 183 Gewichtsteilen Wasser ein.
B. Man mischt 400 Gewichtsteile Tragantlösung, 20 Gewichtsteile Ricinusölsäure, 20 Gewichtsteile Terpentin, 15 Gewichtsteile neutrales Acetin und 103 Gewichtsteile einer Lösung des basischen' Magnesiumsalzes der 2:1-Naphtolsulfosäure, welche etwa 34 Teilen 2-Naphtol-i-sulfosäure entspricht. ,
Kurz vor dem Gebrauch gibt man Mischung Ä und B zusammen, druckt, trocknet und dämpft eine Minute ohne Druck, wäscht und seift; die Entwicklung kann auch durch Trocknen allein vollendet werden.
Ähnliche Resultate erhält man, wenn man in diesem Beispiel das basische Magnesiumsalz durch die äquivalente Menge des neutralen Magnesiumsalzes oder des Nätronsalzes * ■: ersetzt, jedoch sind in diesen Fällen die Druck-· iarben weniger haltbar.· Zusatz von Magnesia zu der mit neutralen Salzen hergestellten Druckmischung vermag die Haltbarkeit der Druckfarbe zu-erhöhen, jedoch ist die Wirkung des Magnesiazusatzes in dieser Form geringer als bei Verwendung des basischen Magnesiumsalzes.
Als Nitrosamine lassen sich die bekannten zur Herstellung von Farbstoffen auf der Faser geeigneten Nitrosamine (vgl. die Patentschriften 81791 und 83010) verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Erzeugung von Farbstoffen auf der Faser vermittels der 2-Naphtol-i-sulfosäure, darin bestehend, daß man Salze dieser Säure mit Salzen der Nitrosamine primärer Basen auf der Faser, zusammenbringt und dann trocknet und dämpft oder nur trocknet.
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