DE202033C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE202033C DE202033C DENDAT202033D DE202033DA DE202033C DE 202033 C DE202033 C DE 202033C DE NDAT202033 D DENDAT202033 D DE NDAT202033D DE 202033D A DE202033D A DE 202033DA DE 202033 C DE202033 C DE 202033C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- thread
- needles
- movement
- lever
- notches
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 55
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 claims description 28
- 238000009958 sewing Methods 0.000 claims description 16
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 claims description 15
- 239000000969 carrier Substances 0.000 claims description 11
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 8
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 11
- 239000010902 straw Substances 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 241000947840 Alteromonadales Species 0.000 description 1
- 206010028347 Muscle twitching Diseases 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000036461 convulsion Effects 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 238000007373 indentation Methods 0.000 description 1
- 230000009191 jumping Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B23/00—Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
- D05B23/001—Straw hat sewing machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 202033 KLASSE 52 a. GRUPPE
GUILLAUME FISCHER in GENF. Nähmaschine.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1907 ab. Längste Dauer: 26. September 1919.
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine nach Art des Patentes 172351, welche hauptsächlich
zum Zusammennähen von Strohtressen für die Hutfabrikation bestimmt ist. Der Erfindungsgegenstand
unterscheidet sich in vorteilhafter Weise von dem Gegenstand des Hauptpatentes dadurch, daß nur zwei Nadeln
Verwendung finden, welche gegeneinander in das Arbeitsstück stechen. Die dritte und vierte
Nadel des Hauptpatentes wird dadurch unnötig, daß die beiden Nadeln in Richtung der
Naht eine kleine Verschiebung erfahren, welche - ungefähr der Größe des Abstandes der Nadeln
jedes Paares beim Hauptpatent entspricht.
Auf diese Weise wird der Antriebsmechanismus ein einfacherer und die Betriebssicherheit
der Maschine beträchtlich erhöht.
Die Bildung der, wie beim Hauptpatent völlig verborgenen Naht geschieht mit nur
zwei Nadeln in der Weise, daß die Nadeln zuerst so tief in das zugehörige der zu verbindenden
zwei Arbeitsstücke einstechen, daß in den Nadeln für die Aufnahme des Fadens ■ vorgesehene Kerben in gleicher Höhe stehen,
so daß die Nadeln damit den Faden erfassen (bzw. derselbe in deren Kerben eingeführt
werden kann) und beim Zurückgehen den Faden mitnehmen und zu einer Schleife ausziehen
können. Während der Auswärtsbewegung erfahren die Nadeln, die ausgezogenen Fadenschleifen
mitnehmend, eine kleine Verschiebung in Richtung der Naht. Danach stechen dieselben
wieder in die Arbeitsstücke ein, und zwar so tief, daß die beiden in den Kerben hängenden Fadenschleifen gegeneinander versetzt
sind, so daß ein Schleifenzieher durch die eine Schleife hindurchtretend, die andere
erfassen und letztere durch die erstere hindurchziehend aus beiden Schleifen, welche in
demselben Augenblick von den Nadeln, zweckmäßig durch Drehen der Nadel um ihre eigene
Achse frei werden, eine Verschlingung bilden kann. Darauf findet die Verschiebung des
Werkstückes durch den Stoffschieber statt, und die Nadeln führen dieselbe Stichbildung
wie beim ersten Einwärtsstich wieder aus, dabei aber durch die vom Schleifenzieher ausgezogene
Schleife hindurchtretend.
Zur Unterstützung der beiden Nadeln in dieser Arbeit und zur Sicherung des Betriebes
sind verschiedene Maschinenteile vorgesehen, welche in den einzelnen Stadien der Nadelbewegung
den Faden teils den Nadeln zuführen, teils denselben in deren Kerben festhalten bzw.
auslösen.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch die Nähmaschine,
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt. Fig. 3 ist eine Ansicht der Vorderseite der
Maschine.
Fig.' 4 ist ein senkrechter Schnitt durch den Vorderteil der Maschine.
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt durch den hinteren Teil derselben.
Fig. 6 und y zeigen im wagerechten Schnitt bzw. Draufsicht den Mitteltisch mit dem Fadenstößer,
welcher den Faden in die Kerben der Nadeln einführt und den Schleifenzieher. In Fig. 7 ist der Deckel des Mitteltisches weggelassen.
Fig. 7 a stellt den Fadenstößer und den
Schleifenzieher in doppelter Größe dar.
Fig. 8 bis 17 zeigen schematisch und im vergrößertem Maßstab die hauptsächlichsten
Phasen der Stichbildung.
Fig. 18 und 19 veranschaulichen den selbsttätigen
Garnabwickler im Schnitt bzw. in Ansicht.
Fig. 18 a und 19 a zeigen eine andere Ausführungsform
des selbsttätigen Garnabwicklers. Fig. 20 zeigt an der, die Hubbewegung der Nadeln bewirkenden Kurvenscheibe schematisch
die Arbeitsphasen der Nadeln.
Fig. 21 ist ein wagerechter Schnitt durch die Regelungsvorrichtung für den Fadenstößer.
Fig. 22 ist eine Draufsicht der Drehvorrichtung für den oberen Nadelträger nnd des Antriebs
für Riegel, welche den Faden in der Kerbe während der Stichbildung festhalten. Fig. 23 ist eine Seitenansicht der Antriebsvorrichtung
für die Fadenriegel. Fig. 24 zeigt im Längsschnitt die Drehvorrichtung für die Stechnadeln und den Antrieb
der Fadenriegel.
Die beiden gegeneinander arbeitenden Stechnadeln /,/ sind mit je einer Kerbe/1 zur
Aufnahme des Fadens versehen und werden durch den Nadelträger c1 bzw. c2 gehalten
(Fig. ι und 3), welchen eine senkrechte Auf- und Abwärtsbewegung mittelbar durch eine
Kurvenscheibe α und eine Pendelbewegung zur Verschiebung der Nadeln in der Nahtrichtung
im gegebenen Augenblick erteilt wird.
Die senkrechte Bewegung der Stechnadeln zerfällt in vier einzelne Bewegungsphasen,
welche sich nach der Höhe und Tiefe des Nadelhubes unterscheiden. Den vier Bewegungsphasen
können die folgenden Benennungen gegeben werden.
I. Der kleine Einwärtshub. 2. Der kleine Auswärtshub. 3. Der große Einwärtshub.
4. Der große Auswärtshub.
Während dieser vier Bewegungen der Nadeln in senkrechter Richtung findet noch die Verschiebungsbewegung
bzw. Drehbewegung derselben um die eigene Achse statt oder auch Stillstand der Nadeln für kurze Augenblicke,
während welcher der Faden den Nadeln zugeführt wird bzw. die Bildung der Schleife
stattfindet.
So findet zwischen dem kleinen Einwärtshub und dem kleinen Auswärtshub eine Pause
in der Nadelbewegung statt, während welcher der Fadenstößer wirkt. Ferner erleidet der
kleine Auswärtshub eine kleine Unterbrechung, während welcher der Schleifenzieher die noch
gehaltene Schleife frei läßt und der Faden angespannt wird. Eine ähnliche, aber längere
Pause besteht zwischen dem großen Einwärtshub und dem großen Auswärtshub, während
welcher der Schleifenzieher seine Arbeit verrichtet'.
Es zerfällt demnach die senkrechte Bewegung der Nadeln in fünf Phasen und der
ganze Arbeitsvorgang einschließlich der genannten drei Unterbrechungen in acht einzelne
Arbeitsphasen, wie dies aus Fig. 20 ersichtlich ist.
Die verschiedenen, durch die Nadeln eingenommenen Stellungen wie auch die Phasen
der Bildung des Kettenstiches sind aus Fig. 9 bis 17 ersichtlich. Fig. 8 zeigt die Anfangsstellung
der Nadeln / f und den zwischen den beiden zu verbindenden Arbeitsstücken 22
und 23 befindlichen Faden 24. Die Kerben/1 nehmen dabei die aus Fig. 8 ersichtliche Stellung
ein. Am Anfang des Stiches befinden go sich die Nadeln außerhalb des Arbeitsstückes
in der Stallung a, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Dieselben führen nun, indem sie die Strohtresse
durchstechen, den kleinen Einwärtshub aus (Fig. 9) und gelangen mit ihren Kerben/1
in dieselbe Höhenlage und so vor den Faden, so daß sie mit der Kerbe den Faden erfassen
bzw. derselbe in diese eingeführt werden kann. Das Einbringen des Fadens in die Kerben geschieht
zweckmäßig durch einen Fadenstößer 0 (in der aus Fig. 9 a ersichtlichen Weise), welcher
danach sofort wieder in seine Ruhelage zurückkehrt. Während der Fadenstößer wirkt,
findet eine Unterbrechung der Bewegung der Nadeln statt, damit jede Nadel den Faden
sicher erfassen und beim nunmehr folgenden kleinen Auswärtshub denselben mitnehmen und
zu einer Schleife ausziehen kann, wie aus Fig. 10 ersichtlich, in welcher die Nadel- bzw.
die Fadenstellung nach Vollendung des kleinen Auswärtshubes dargestellt ist. Während des
kleinen Auswärtshubes springen Riegel e3, welche durch eine besondere Daumenscheibe
25 bewegt werden (Fig. 1), vor und drücken den Faden in die Kerben der Nadeln ein, den
sie dann auch während der weiteren Stichbildung, so lange dies notwendig ist, festhalten,
um ein Herausspringen desselben aus der Kerbe zu verhindern (Fig. 11, 12 und 13).
Der kleine Auswärtshub (Fig. 10 und 16 a)
ist, wie erwähnt, einer kleinen Unterbrechung unterworfen, zwecks Freigabe der Schleife
durch den Schleifenzieher und Anspannen des Fadens durch Vermittlung der Daumenscheiben
u und v. Während dieser kurzen Unterbrechung
verschieben sich die Nadeln von der bisher innegehabten Stellung α in die Stellung
β in Richtung der Naht, wie aus Fig. ii
ersichtlich.
Danach beginnt der große Einwärtshub (Fig. 12), wobei die Fadenriegel e3 bis auf
das Werkstück mitgezogen werden. Dort ziehen sie sich plötzlich zurück und geben
die Fäden, die sie bisher festhielten, frei (Fig. 13). Beim großen Einwärtshub stechen
die Nadeln tiefer in das Arbeitsstück ein als beim kleinen Einwärtshub, und zwar so tief,
daß die in den Kerben hängenden Schleifen gegeneinander versetzt sind und zwei flache
Aussparungen /2 in den Nadeln die gleiche Höhenlage einnehmen (Fig. 13). Die flachen
Aussparungen /2 in den Nadeln sind oberhalb und senkrecht zu den Kerben f1 angeordnet
(Fig. 8, 8 a und 13) und sind deshalb vorgesehen, um dem Schleifenzieher p einen leichten
Durchtritt zwischen den Nadeln und den Schleifen zu ermöglichen.
Nachdem die Nadeln mit ihren Vertiefungen/2
in dieselbe Höhenlage gekommen sind, in der sie eine gewisse Zeit verweilen, beginnt der
Schleifenzieher seine Tätigkeit (Fig. 13). Er bewegt sich mit einem in wagerechter Ebene
liegenden Haken an den flachen Vertiefungen/2 der Nadeln entlang und zwischen den Schleifen
durch. Bei dem darauffolgenden Rückgang erfaßt er mit seinem Haken die beiden Schleifen und zieht dieselben aus, wie aus
Fig. 14 ersichtlich. In demselben Augenblick erhalten die Nadeln eine Drehung um ihre
eigene Achse, so daß sie den Faden vollständig freigeben.
Nunmehr erfährt der Schleifenzieher eine Drehung um seine Achse, so daß sein Haken
senkrecht nach oben zu stehen kommt. Durch diese Drehbewegung gibt er die obere Schleife
frei, während er die untere noch festhält. Die obere Schleife gleitet dabei über die untere
und wird so von dieser festgehalten.
Danach beginnt der große Auswärtshub (Fig. 15) der Nadeln. Dieselben treten aus
den Arbeitsstücken heraus und gehen wieder aus der Stellung β in die Stellung α zurück.
Nach Bildung des großen Auswärtshubes findet eine kurze Pause in der Nadelbewegung
statt, während welcher der Vorschub des Werkstückes durch den Stoffschieber um die
Stichlänge erfolgt (Verschiebung aus Fig. 16 ersichtlich). Gleichzeitig findet auch eine Zurückdrehung
der Nadeln um ihre eigene Achse statt, so daß die Kerben die normale Stellung wieder einnehmen.
Danach beginnt wieder der kleine Einwärtshub, wie aus Fig. 16 ersichtlich. Die Nadeln
treten dabei durch die vom Schleifenzieher ausgezogene Schleife, erfassen den Faden, welcher
ihnen durch den Fadenstößer 0 zugeführt wird, mit ihrer Kerbe und treten wieder
aus dem Arbeitsstück aus, den kleinen Auswärtshub ausführend. Während der kurzen
Unterbrechung, welche der kleine Auswärtshub erfährt, führt der Schleifenzieher eine
kleine Vorwärtsbewegung aus, um die Schleife loszulassen; danach findet das Anspannen des
Fadens statt.
Der Schleifenzieher wird gleichzeitig einer Vierteldrehung um seine Achse unterworfen,
so daß alsdann sein Haken wieder in einer wagerechten Ebene liegt. Die vom Schleifenzieher
freigegebene Schleife wird von dem Faden, welcher nunmehr durch die Nadeln beim kleinen Auswärtshub zu Schleifen ausgezogen
wird, festgehalten. Die Nadeln bilden nun wieder Fadenschleifen und es wiederholen
sich dieselben Arbeitsphasen für jeden Stich, wie vorstehend beschrieben.
Die Nadeln, der Fadenstößer, die Fadenriegel und der Schleifenzieher erhalten ihre
Bewegungen auf die nachstehend beschriebene Weise.
Die senkrechte Bewegung der Stechnadeln wird durch eine mit einer Kurvennut «3
(Fig. 20) versehene und auf der Hauptwelle sitzende Daumenscheibe α hervorgebracht
(Fig. 1). In der Nut α3 gleitet eine an einer
gebogenen Stange a1 sitzende Rolle a2, wodurch
die Stange a1 in senkrechte Schwingbewegung
versetzt wird.
Die Bewegung der Stange a1 wird auf zwei
bei bs und δ4 am Maschinengestell angelenkte
Schwinghebel b1 und δ2 übertragen. Die
freien Enden dieser Hebel sind zu Gabeln ausgebildet, in welche an den Nadelträgern
c1, c2 befestigte Zapfen c3, c4 eingreifen. In
die Nadelträger c1, c2 sind, wie erwähnt, die
Stechnadeln/,/ eingesetzt (Fig. 1 und 3).
In Fig. 20 sind die einzelnen, der Krümmung der Nut α3 entsprechenden Arbeitsphasen
schematisch eingezeichnet, wobei die Teile der Nut, während deren Durchlauf durch die
Rolle a2 keine senkrechte Bewegung der Nadeln stattfindet, schraffiert sind.
Die wagerechte Verschiebung der Nadel aus der Stellung α in die Stellung β in Richtung
der Naht ist 2 bis 3 mm, im übrigen aber veränderlich. Diese Verschiebung entspricht
der auf der äußeren Seite der Strohtressen sichtbaren Fadenlänge. Die wagerechte Ver-Schiebung
der Nadeln braucht nicht notwendigerweise eine parallele zu sein; dieselbe kann vielmehr in bekannter Weise durch eine
Pendelbewegung ersetzt werden. Die Verschiebung wird beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
in der folgenden Weise bewirkt: Die Nadelträger c1, c2 sind an am Gestell
sitzenden Bolzen k1, k2 pendelnd aufgehängt
(Fig. i). Die schwingende Bewegung wird den Nadeln durch die Daumenscheibe, welche auf
der Hauptwelle sitzt, erteilt (Fig. 2 und 4), und zwar vermittels eines Hebels g1, welcher
auf der Welle g festgekeilt ist und seine ihm von der Daumenscheibe e erteilte Schwingbewegung
auf die Welle g überträgt. An der Welle g sitzen ' zwei Hebelarme h1, h2, und
zwar der eine oberhalb und der andere unterhalb des Mitteltisches d. An diesen Hebel
sind die Verbindungsstangen 16 und 17 angelenkt (Fig. 2 und 4); dieselben sind mit ihren
anderen Enden an Gabelträgern i1, i2 angelenkt,
welche bei 14 und 15 drehbar befestigt sind (Fig. 1 und 2). Die Gabelträger i1, i2
endigen in Blattfedern iz, i4, welche endlich
die durch die Daumenscheibe e erzeugte Schwingbewegung auf die Nadelträger c1, c2
übertragen. Die Regelung der Schwingungslänge der Nadelträger geschieht durch Stellschrauben
I, I, gegen welche die an der betreffenden Stelle zu Rahmen ausgebildeten
Nadelträger anstoßen (Fig. 2 und 3). Zur Vergrößerung der Schwingungsweite der Nadeln
und damit ihrer Verschiebung in Richtung der Naht werden die Stellschrauben I, I herausgedreht,
zur Verkleinerung der Schwingungsweite dagegen weiter eingedreht.
Durch die federnde Ausbildung der Gabeln i1, i2, i3, i4 wird die Differenz in den Schwingbewegungen
ausgeglichen, welche dadurch entsteht, daß die Bahn der schwingenden Gabel, welche derselben durch die Daumenscheibe i
vorgeschrieben ist, größer ist als die Verschiebung, die die Nadeln von a-ß ausführen,
welche durch die Stellschrauben I, I bedingt ist.
Damit die Nadeln immer an der richtigen, für die Stichbildung bestimmten Stelle ankommen,
so daß ein schnelleres Nähen möglich wird, laufen die beiden Nadeln in Nadelführungen
e1, welche beiderseits des Mitteltisches d an dem oberen und dem unteren
Stoffdrücker 4 und 5 befestigt sind (Fig. 1 und3). Jede dieser Nadelführungen e1 ist mit einem
Längsschlitz e2 versehen, in welchem je einer der Riegel e3 sich hin und her bzw. auf und
abwärts bewegt (Fig. 1, 3 und 24).
Die Nadeln erhalten die Drehbewegung um ihre eigene Achse zwischen dem großen Einwärtshub
und dem großen Auswärtshub, zum Zwecke der Freigabe der Schleifen innerhalb des Werkstückes durch die Daumenscheibe 26
(Fig. 22 und 24), welche auf der Hauptwelle sitzt. Diese erteilt dem Daumen 29 am Hebel
28 eine hin und her gehende Bewegung. Der Hebel 28 ist am Gehäuse bei 27 angelenkt
(Fig. 22) und überträgt so die Bewegung des Daumens auf die, an dem senkrechten Ansatz
28" des Hebels 28 bei 30 angelenkte Zugstange
31. Die Zugstange ihrerseits greift an einen Hebel 32 eines bei 33 drehbar befestigten
Zahnradsegmentes 35 an. Das Zahnsegment 35 kämmt mit einer gezahnten Büchse 36, welche auf einer Hülse 37 befestigt ist (Fig. 22
und 24). Die Hülse 37 ist durch einen Keil 38 mit dem Nadelträger verbunden (Fig. 22).
Der Nadelträger c1 ist mit einer Nut 39 versehen (Fig. 24), in welcher der Keil 38 gleiten
kann, der so als Mitnehmer für den Nadelträger dient. In dieser Weise vollzieht sich
die Drehung der Nadel, welche während der erwähnten Arbeitsphasen eine Vierteldrehung
ausführt. Durch die Daumenscheibe 26 wird in derselben, wie eben für den Nadelträger c1
beschriebenen Weise die Drehbewegung für den Nadelträger c2 bewirkt, und zwar durch
Vermittlung der bei 30' des Ansatzes 28' des Hebels 28 angelenkten Verbindungsstange 31',
des Zahnsegmentes 35' und der Zahnbürste 37'. Die Drehung der Nadeln erfolgt demnach
gleichzeitig um den gleichen Betrag. Das Zurückdrehen derselben in die Normalstellung
geschieht in derselben Weise, und zwar gleich nach dem großen Auswärtshub.
Um das Einbringen des Fadens in die Kerben f1, f1 der Nadeln zu ermöglichen,
welcher von der Spule kommend durch die kleine Öffnung w (Fig. 7) im 'Mitteltisch d zwi- go
sehen dessen Deckel und dem Schleifenzieher -p
hindurch und durch die Öffnung 19 wieder heraustritt, ist im Mitteltisch d ein Fadenstößer
0 vorgesehen. Derselbe führt eine geradlinige hin und her gehende Bewegung
aus, die ihm durch die Daumenscheibe t vermittels der Stangen t1 und t2 erteilt wird
(Fig. i, 2, 7 und 7a). Der Fadenstößer 0 besitzt einen Gegenhalter 52 mit Einstellvorrichtung;
diese besteht aus einer, mit schraubenförmiger Nut versehenen Scheibe 40 (Fig. 21J,
welche durch einen außerhalb am Gestell angebrachten Arm 41 mit Knopf 42 gedreht
werden kann. Durch Drehung der Nutscheibe 40 verschiebt sich ein in die Nut eingreifender
Stift 43 und mit ihm eine Platte 44, an der er festsitzt. Auf der Platte 44 ist ein
zweiarmiger Hebel 46 mit Längsschlitz 53 verschiebbar gelagert, in welchen Schlitz ein
auf der Platte 44 sitzender zweiter Stift 45 eingreift. Der zweiarmige Hebel 46 wird durch
die bei 47 angreifende Stange t2 von der auf der Hauptwelle der Maschine sitzenden Daumenscheibe
t aus in schwingende Bewegung gesetzt. An seinem einen Ende ist die Stange
des Fadenstößers 0 angelenkt, während er mit dem anderen Ende mit einer mit einem Langloch
versehenen Stange 50 in Verbindung steht, welche einen um Zapfen 51 schwingenden
Gegenhalter 52 antreibt. Der letztere hält die Nadeln in Richtung gegen den Schleifenzieher.
Durch Drehen der Nutscheibe 44 vermittels des Armes 41 wird demnach eine Verschiebung
der Platte 44 und damit des Drehpunktes des Hebels 46 bewirkt, so daß der Hebelarm, mit welchem die Stange i2 an den
Zapfen 45 angreift, verlängert oder verkürzt wird, und damit die Größe der Bewegung der
Zugstange und auch des Schwingungsbogens des Nadelgegenhalters 52, je nach der Dicke
der Nadeln geregelt werden kann.
Durch die Riegel ea werden die Fadenschleifen
während des kleinen Auswärtshubes und des großen Einwärtshubes in den Kerben der Nadeln festgehalten und verhindern so
ein Herausspringen der Schleifen aus denselben (Fig. 11 bis 13). Die Riegel bewegen
sich mit ihren Enden innerhalb der Längsschlitze e2 der Nadelführungen e1 und sind
bei ei an dem T-förmigen Hebel e1 beweglich
angeordnet (Fig. 23 und 24). Dem Hebel e7 wird mittels der auf der Hauptwelle sitzenden
Daumenscheibe 25 eine schwingende Bewegung erteilt, und zwar unter Vermittlung eines Schwinghebels e5, welcher bei e6 drehbar
am Gehäuse angelenkt ist und mit einem Daumen ea in die Nut β9 der Daumenscheibe
25 eingreift (Fig. 22 bis 24). Durch diese schwingende Bewegung werden die Riegel
zum Festhalten der Fadenschleifen vorgeschoben bzw. zwecks Loslassens derselben wieder
zurückgeholt. Dabei können sie beim großen Einwärtshub bis auf den Mitteltisch durch ihre elastische Nachgiebigkeit mitgenommen
werden.
In dem hohlen und kastenförmig ausgebildeten Mitteltisch d ist außer dem Fadenstößer
der Schleifenzieher p untergebracht, welcher an dem Schleifenzieherhalter η drehbar
angeordnet ist (Fig. 1, 6, 7, 7a und 21).]
In Fig. 7a und 21 sind der Schleifenzieher und dessen Bewegungsorgane in doppelter
Größe dargestellt. Für die Drehbewegung des .Schleifenziehers um seine Achse, zum Zwecke,
die Schleifen frei geben zu können, ist der Schleifenzieher p zu einem kleinen Zahnrad p1
(Fig. 7a) ausgebildet, welches mit einer darunter befindlichen Zahnstange q kämmt. Die Zahnstange
q führt unter Vermittlung der Daumenscheibe s und der Stangen s1, s2 (Fig. 1 und 2)
eine hin und her gehende Bewegung aus, infolgederen der Schleifenzieher p. jedesmal eine
Vierteldrehung in der einen oder anderen Richtung macht, so daß sein Haken in einer
wagrechten oder senkrechten Ebene liegt.
Zum Zwecke des Erfassens der Fadenschleifen durch den Haken des Schleifenziehers führt
der Schleifenzieherhalter η um den Zapfen n1
(Fig. 6 und 7) eine Schwingbewegung aus, welche ihm durch die Daumenscheibe r (Fig. 1
und 2) vermittels der Stangen r1 und r2 erteilt
wird.
Der Vorschub des Arbeitsstückes wird nach der Verschlingung der Schleifen vermittelst
des Schleifenziehers p durch den Stoffschieber y bewirkt, welcher wie der des
Hauptpatentes einer senkrechten und wagrechten Bewegung unterworfen ist. Die senk- ■
rechte Bewegung wird durch ein auf der ' Hauptwelle sitzendes Exzenter 1 (Fig. 1 und 4)
bewirkt, welches mittels der Exzenterstange I a
und der Hebel 20 und 21 auf die innerhalb des Gehäuses sitzende Stoffschieberstange y
(Fig. ι und 4) einwirkt. Der Stoffschieber ist mit seiner Führungsstange in dem Stoffschieberhalter
m senkrecht verschiebbar angeordnet, und der Bewegungsübertragungshebel 21 ist
mittels einer Stellschraube mit der Führungsstange des Stoffschiebers verbunden.
Während der Totpunktlagen des Exzenters erfolgt die wagrechte Bewegung des Stoff-Schiebers
und zwar durch Vermittlung der Daumenscheibe χ (Fig. 1 und 5). In die Nut
der Daumenscheibe χ greift zu diesem Zwecke der Hebel ζ mit einer Rolle ein, wobei der
Hebel vermittels eines auf einer wagrechten Welle z1 (Fig. 2 und 5) sitzenden Armes 2 eine
Drehung dieser Welle z1 bewirkt. Auf der Welle z1 ist am vorderen Ende der Nähmaschine
ein Hebel zs (Fig. 2) aufgekeilt, welcher
auf eine mit dem Stoffschieberhalter m verbundenen Stange einwirkt. Der T-förmige
Halter m des Stoffschiebers (Fig. 4) ist an dem wagrechten Arm mit zwei Längsschlitzen versehen,
in welche Halteschrauben eingreifen, so daß derselbe die wagrechte Bewegung unter
dem Einfluß der Verbindungsstange zl ausführen kann.
Die Stoffdrücker 4 und 5 (Fig. 1 und 3) entsprechen
denen des Hauptpatentes und werden vermittels Hebel 8 und Stange 7 in gleicher Weise ein- und ausgerückt.
Zur Regelung der Spannung des von der Spule kommenden Fadens finden die Daumenscheiben
u und υ (Fig. 1 und 2) Verwendung.
Sie wirken in der folgenden Weise: Von der Daumenscheibe u aus wird ein Hebel w2 in
Bewegung gesetzt, welcher die auf die Rolle us
von der Feder u2 durch ihre Spannung ausgeübte Reibung aufhebt, so daß der dazwischen
gespannte Faden losgelassen wird, während durch den Hebel v2, der vermittels der Stange
v1 von der Daumenscheibe ν aus bewegt
wird, die Spannung des Fadens wieder hergestellt wird, nachdem der Vorschub des Arbeitsstückes
erfolgt ist.
Mit Rücksicht auf die große Menge des für die Naht erforderlichen Fadens ist es, um
einen gleichmäßigen, verborgenen Kettenstich zu erhalten, nicht angängig, daß der Faden,
wie bei bekannten Nähmaschinen, während der Stichbildung die durch Rückschlag herrührenden
Zuckungen macht. Um während der
Stichbildung eine Gleichförmigkeit in der Zuführung des Fadens zu erzielen und auch ein
plötzliches Zerreißen desselben zu verhüten, ist eine Fadenabwicklungsvorrichtung vorgesehen
(Fig. 18 und 19). Dieselbe wirkt in der folgenden Weise:
Der Faden wird beim Verlassen der Spule 9 über eine kleine Rolle 10 geleitet, von wo er
über die an den Enden eines doppelarmigen Schwinghebels angebrachten kleinen Rollen nb
geführt ist. Von da gelangt er durch eine selbsttätige Fadenklemme 12 zu dem auf der
anderen Seite des Gehäuses befindlichen Spannungsregler u3 (Fig. 3) und von da nach dem
Mitteltisch zu den Nadeln.
Der Schwinghebel 11 ist auf der Welle nc
drehbar befestigt und der Schwingungsbogen des doppelarmigen Schwinghebels 11 entspricht
jeweils der Stichbildung, und es hat die Vorrichtung den Zweck, das Abwickeln des Fadens
im Verhältnis zur Stichlänge zu ermöglichen.
■ Diese Abwicklung vollzieht sich selbsttätig
durch die Verbindung des Schwingungshebels mit der Antriebsvorrichtung des Stoffschiebers y.
Zu diesem Zwecke ist auf der Welle nc ein
Hebel 13 c (Fig. 19, punktiert) befestigt, der
durch die Zugstange 13* mit einem auf der Welle z1 angebrachten Hebel 13 Λ in Verbindung
steht. Die Welle z1 erhält, wie erwähnt, durch die Daumenscheibe χ eine Schwingbewegung,
wie aus Fig. 5 ersichtlich.
Wenn der zweiarmige Hebel 11 aus seiner
durch ιιλ angedeuteten Stellung 11* schwingt,
wickelt sich der Faden von der Spule 9 um die doppelte Länge des zwischen iia und ii*
liegenden Schwingungsbogen ab. Die Fadenlänge muß jeweils der Stichlänge entsprechen.
Da aber die Stichgröße änderbar ist, so muß notwendigerweise auch die Abwicklungslänge
des Fadens änderbar sein. Es ist deshalb der Antrieb des Hebels ii bzw. der Welle z1
derart eingerichtet, daß eine Veränderung des Schwingungsbogens des Hebels 11 möglich ist.
Der Hebel ζ (Fig. 5), welcher durch die Daumenscheibe χ seine Schwingungsbewegung erhält
und diese vermittels des Hebels z2 auf die
Welle z1 überträgt, ist zu diesem Zweck mit einem Längsschlitz ζ1Ί (Fig. 3, punktiert) versehen,
in welchen ein Zapfen z6 eingreift. Der Zapfen za ist mit einem in senkrechter Richtung
verschiebbar am Maschinengehäuse angebrachten Halter z5 verbunden (Fig. 2, 3) und
dient dem Hebel ζ jeweils als Schwingungsachse, deren Lage also durch Verstellung des
Halters z6 geändert werden kann (Fig. 5, punktiert).
An dem Zapfen z6 ist ein weiterer Hebel ζη angelenkt, welcher auf einen, von der
Stütze z10 getragenen doppelarmigen Hebel z9
einwirkt. Auf der anderen Seite des doppelarmigen Hebels z9 ist eine Zwischenstange z13
angelenkt, welche mit dem anderen Ende mit einem von Hand verstellbaren Zahnkopf zls
verbunden ist. Der Zahnkopf z15 wird durch
eine Feder zls (Fig. 2 und 5) mit einer Zahnstange
z1A in Eingriff gehalten; derselbe kann
vermittels eines aus dem Gehäuse vorstehenden Knopfes z16 (Fig. 2) durch Drücken auf diesen
Knopf mit der Zahnstange außer Eingriff gebracht nnd gehoben oder gesenkt werden.
Dadurch aber wird, wie ohne weiteres ersiehtlieh, auch ein Heben oder Senken des Halters z5 bewirkt und damit die Schwingungsachse des Hebels ζ (Zapfen za) verstellt. Die
Verstellung der Schwingungsachse hat eine Veränderung des Schwingungsbogens des Hebels
ζ an seinem mit dem Hebel z% verbundenen
Ende zum Gefolge und somit eine Änderung der Verdrehung der Achse z1. Der
Schwingungsbogen des Hebels ζ und also auch die Verdrehung der Welle z1 werden um so
kleiner sein, je mehr der Halter zs gesenkt wird.
Durch die geschilderte Vorrichtung ist eine sehr genaue Regelung der Fadenabwicklungsvorrichtung
möglich, so daß auf jede bestimmte Länge des für die Stichbildung abzuwickelnden
Fadens eingestellt werden kann.
Die Fadenklemme 12, welche hinter dem Schwingungshebel 11 eingeschaltet ist, besteht
aus zwei gegeneinander gerichteten Fallklinken, welche durch den in der Richtung des eingezeichneten
Pfeiles laufenden Faden etwas angehoben werden, so daß sie den Faden frei durchlassen. Wirkt aber der Fadenzug bei
der Rückschwingung des Hebels 11 in umgekehrter Richtung, so üben die Klinken eine
Klemmwirkung aus und halten den Faden fest.
Eine weitere Ausführungsform der Fadenabwicklungvorrrichtung ist in Fig. 18 a und 19 a
dargestellt. Eine in Führungen 62 senkrecht verschiebbar angeordnete Stange 61 steht mit
der Welle z1 durch Vermittlung des Doppelhebels 64 des Lenkers 67 und des Hebels 68
in Verbindung, so daß bei der Verdrehung der Welle z1 eine Verschiebung der Stange 61 in
der Richtung aufwärts und abwärts bewirkt wird. Der um Zapfen 65 drehbar gelagerte
Hebel 64 wirkt dabei auf einen mit der Stange 61 fest verbundenen und in das Innere
des Gehäuses geführten Zapfen 63 ein. Am unteren Ende der Stange 61 ist ein Auge 60
angebracht, durch welches der Faden bei der Aufwärtsbewegung der Stange mitgeführt wird.
Natürlich können auch die einzelnen, vorstehend beschriebenen Maschinenteile durch
andere zweckentsprechende ersetzt sein, ohne daß dadurch der Geltungsbereich beeinträchtigt
wird.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:i. Nähmaschine nach D. R. P. 172351, dadurch gekennzeichnet, daß zur Nahtbildung je eine Stechnadel (f,f) unterhalbund oberhalb der Arbeitsplatte angeordnet ist, die derart gegeneinanderstechen, daß die beiden Nadeln zuerst so tief in die zu verbindenden Arbeitssücke eintreten, daß ihre Fadenaufnahmekerben (f1,/1) in gleicher Höhe stehen und der Fäden, der sich zwischen den beiden zu verbindenden Arbeitsstücken befindet, in die Kerben eingeführt werden kann, so daß die Nadelnίο beim Zurückgehen den Faden mitnehmen und zu einer Schleife ausziehen, wobei beide Nadeln während der Auswärtsbewegung in der Richtung der Naht verschoben werden, worauf dieselben dann so tief einstechen, daß die beiden in den Nadelkerben hängenden Fadenschleifen gegeneinander versetzt liegen, derart j daß ein Schleifenzieher (ft) durch die eine Schleife hindurchtretend die andere erfassen und die letztere durch die erstere hindurchziehend, aus beiden gleichzeitig von den Nadeln freiwerdenden Schleifen eine Verschlingung bilden kann.
- 2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim ersten Einstechen der Nadeln in die zu verbindenden Arbeitsstücke ein Fadenstößer (0) den Faden in die Kerben (f1, f1) der Nadeln drückt, daß der Faden durch vorgeschobene Riegel (e3, e3) während der ersten Auswärtsbewegung und des ersten Teils der zweiten Einwärtsbewegung der Nadeln in den Nadelkerben festgehalten wird, daß bei der Zurückbewegung des einer schwingenden Bewegung unterworfenen, hakenförmig ausgebildeten Schleifenziehers (ft) die Nadeln eine Vierteldrehung um ihre Längsachse erfahren, um die in den Kerben hängenden Schleifen freizugeben, und daß der Schleifenzieher bei seiner weiteren Zurückbewegung eine Vierteldrehung um seine Längsachse ausführt, um die eine der Schleifen freizugeben.
- 3. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die behufs Verschiebung der Nadeln in der Nahtrichtung vorgesehene Pendelbewegung der Nadelträger (c1, c2) durch federnde Gabeln (i3, i*), welche die Nadelträger umfassen, hervor gebracht wird und daß die Größe der Pendelbewegung der Nadeln durch auf die Nadelträger (c1, c2) einwirkende Stellschrauben (I, I) regelbar ist.
- 4. Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe eine besondere Fadenabwicklungsvorrichtung besitzt in der Weise, daß ein doppelarmiger Schwinghebel (11), über welchen der abzuwickelnde Faden geführt ist, mittels einer verstellbaren und regulierbaren Hebelan-Ordnung (i3c, 13*, 13", z1, z2, z) mit einer ihn antreibenden, auf der Hauptwelle der Maschine sitzenden Daumenscheibe (x) in Verbindung steht, so daß eine Veränderung des Schwingungsbogens des Hebels (11) und damit eine Veränderung der jeweils abgewickelten Fadenlänge entsprechend der jeweils gewünschten Stichlänge ermöglicht wird.
- 5. Nähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch die Daumenscheibe (x) der Maschinenwelle in Schwingung versetzter, den Antrieb des Schwinghebels (11) vermittelnder Antriebhebel (z) um einen in einen Längsschlitz (z17) des Antriebhebels (z) eingreifenden, an einem verschiebbaren Halter (zB) befestigten Zapfen (z9) schwingt, und daß der Halter (z5) vermittels eines von Hand zu verstellenden Hebelwerkes (ζ1, z9, zls, z15, z16) verschoben werden kann, wodurch die Lage des Schwingungsmittelpunktes des Antriebhebels (z) und damit die Größe der auf den Antriebhebel (11) übertragenen Schwingbewegung entsprechend der jeweils gewünschten Stichlänge verändert wird.
- 6. Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe mit einer besonderen Fadenabwicklungsvorrichtung ausgerüstet ist, in der Weise, daß eine vertikale, durch Zwischenglieder (63, 64, 67, 68, z1, z2, z) von einer auf der Hauptwelle der Maschine sitzenden Daumenscheibe (x) aus auf- und abwärts bewegte Stange (61) den Faden mittels eines Auges (60) mitnimmt.
- 7. Nähmaschine nach Anspruch 4 bis 6, gekennzeichnet durch eine Fadenklemme (12), welche aus zwei gegeneinandergerichteten Fallklinken besteht, die beim Nachlassen des Fadenzuges durch ihr Eigengewicht nach unten fallend, den zwischen ihnen geführten Faden festklemmen und dadurch ein Zurückgehen des abgewickelten Fadens verhindern.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH346549X | 1903-09-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202033C true DE202033C (de) |
Family
ID=8892462
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT172351D Active DE172351C (de) | 1903-09-30 | ||
| DENDAT202033D Active DE202033C (de) | 1903-09-30 |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT172351D Active DE172351C (de) | 1903-09-30 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE202033C (de) |
| FR (2) | FR346549A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6715236B2 (en) | 2001-09-06 | 2004-04-06 | Wayne-Dalton Corp. | Anti-drop device for vertically moving door |
| US7254868B2 (en) | 2004-12-27 | 2007-08-14 | Wayne-Dalton Corp. | winding and anti-drop assembly for door counterbalance system |
-
0
- DE DENDAT172351D patent/DE172351C/de active Active
- FR FR7965D patent/FR7965E/fr active Active
- DE DENDAT202033D patent/DE202033C/de active Active
-
1904
- 1904-09-22 FR FR346549A patent/FR346549A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE172351C (de) | |
| FR7965E (de) | |
| FR346549A (fr) | 1905-01-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE202033C (de) | ||
| DE682051C (de) | Vorrichtung zum Aufnaehen von ueber eine Werkstueckkante gefalteten Einfassungsstreifen aus Strick- oder Wirkware | |
| DE822643C (de) | Naehmaschine, insbesondere zum Saeumen von Strumpfwaren | |
| DE1585454A1 (de) | Flachstrickmaschine mit einer Vorrichtung zur Betaetigung der Nadeln mittels Kurbeltrieb | |
| DE574409C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Flors auf Stoffen | |
| DE582200C (de) | Verfahren zum vollstaendigen Vereinzeln von mit Rueckenmaterial zusammenhaengend gehefteten Buchblocks in Buchfadenheftmaschinen und Maschine dazu | |
| DE603990C (de) | Naehmaschine zur Herstellung von Bueschelwerk auf Geweben | |
| DE50283C (de) | Lamb'sche Strickmaschine | |
| DE163332C (de) | ||
| DE64724C (de) | Maschine zum Festnähen von Oesenknöpfen am Stoff | |
| DE568379C (de) | Vorrichtung zum voruebergehenden In- oder Ausserbetriebsetzen einzelner oder mehrerer in einer Reihe liegender Nadelstangen an Gatterstickmaschinen | |
| DE511156C (de) | Naehmaschine zum Annaehen von Knoepfen | |
| DE406327C (de) | Fadengebevorrichtung fuer Schuhwerknaehmaschinen | |
| DE18547C (de) | Strohhut - Nähmaschine | |
| DE713007C (de) | Dippelsteppstichnaehmaschine mit einem Paar Horizontalgreifer, einem Stoffschieber ueblicher Art und einem zusaetzlichen Abzugwalzenpaar | |
| DE521166C (de) | Naehmaschine zur Herstellung eines Flors auf einem Stoffgrund | |
| DE177423C (de) | ||
| DE498018C (de) | Naehmaschine mit unterem und oberem Stoffschieber, der mit dem Stoffdruecker zum wechselweisen Heben und Senken gekuppelt ist | |
| DE941888C (de) | UEberwendlichnaehmaschine | |
| DE31588C (de) | Verfahren und Maschine zum Heften von gefalzten Bogen | |
| DE890441C (de) | Naehmaschine mit Fadengeber und Einrichtung zur Regelung des Nadelfadenabzuges | |
| DE176556C (de) | ||
| AT131252B (de) | Zusatzeinrichtung für Nähmaschinen zur Herstellung von Büschelwerk. | |
| DE467957C (de) | Zierstichnaehmaschine mit seitlich verstellbarem Nadelgreiferrahmen und durch Stoffschieber bewegtem Werkstueck | |
| DE28755C (de) | Fadenheftmaschine |