DE202033C - - Google Patents

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DE202033C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B23/00Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
    • D05B23/001Straw hat sewing machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 202033 KLASSE 52 a. GRUPPE
GUILLAUME FISCHER in GENF. Nähmaschine.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1907 ab. Längste Dauer: 26. September 1919.
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine nach Art des Patentes 172351, welche hauptsächlich zum Zusammennähen von Strohtressen für die Hutfabrikation bestimmt ist. Der Erfindungsgegenstand unterscheidet sich in vorteilhafter Weise von dem Gegenstand des Hauptpatentes dadurch, daß nur zwei Nadeln Verwendung finden, welche gegeneinander in das Arbeitsstück stechen. Die dritte und vierte Nadel des Hauptpatentes wird dadurch unnötig, daß die beiden Nadeln in Richtung der Naht eine kleine Verschiebung erfahren, welche - ungefähr der Größe des Abstandes der Nadeln jedes Paares beim Hauptpatent entspricht.
Auf diese Weise wird der Antriebsmechanismus ein einfacherer und die Betriebssicherheit der Maschine beträchtlich erhöht.
Die Bildung der, wie beim Hauptpatent völlig verborgenen Naht geschieht mit nur zwei Nadeln in der Weise, daß die Nadeln zuerst so tief in das zugehörige der zu verbindenden zwei Arbeitsstücke einstechen, daß in den Nadeln für die Aufnahme des Fadens ■ vorgesehene Kerben in gleicher Höhe stehen, so daß die Nadeln damit den Faden erfassen (bzw. derselbe in deren Kerben eingeführt werden kann) und beim Zurückgehen den Faden mitnehmen und zu einer Schleife ausziehen können. Während der Auswärtsbewegung erfahren die Nadeln, die ausgezogenen Fadenschleifen mitnehmend, eine kleine Verschiebung in Richtung der Naht. Danach stechen dieselben wieder in die Arbeitsstücke ein, und zwar so tief, daß die beiden in den Kerben hängenden Fadenschleifen gegeneinander versetzt sind, so daß ein Schleifenzieher durch die eine Schleife hindurchtretend, die andere erfassen und letztere durch die erstere hindurchziehend aus beiden Schleifen, welche in demselben Augenblick von den Nadeln, zweckmäßig durch Drehen der Nadel um ihre eigene Achse frei werden, eine Verschlingung bilden kann. Darauf findet die Verschiebung des Werkstückes durch den Stoffschieber statt, und die Nadeln führen dieselbe Stichbildung wie beim ersten Einwärtsstich wieder aus, dabei aber durch die vom Schleifenzieher ausgezogene Schleife hindurchtretend.
Zur Unterstützung der beiden Nadeln in dieser Arbeit und zur Sicherung des Betriebes sind verschiedene Maschinenteile vorgesehen, welche in den einzelnen Stadien der Nadelbewegung den Faden teils den Nadeln zuführen, teils denselben in deren Kerben festhalten bzw. auslösen.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch die Nähmaschine,
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt. Fig. 3 ist eine Ansicht der Vorderseite der Maschine.
Fig.' 4 ist ein senkrechter Schnitt durch den Vorderteil der Maschine.
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt durch den hinteren Teil derselben.
Fig. 6 und y zeigen im wagerechten Schnitt bzw. Draufsicht den Mitteltisch mit dem Fadenstößer, welcher den Faden in die Kerben der Nadeln einführt und den Schleifenzieher. In Fig. 7 ist der Deckel des Mitteltisches weggelassen.
Fig. 7 a stellt den Fadenstößer und den Schleifenzieher in doppelter Größe dar.
Fig. 8 bis 17 zeigen schematisch und im vergrößertem Maßstab die hauptsächlichsten Phasen der Stichbildung.
Fig. 18 und 19 veranschaulichen den selbsttätigen Garnabwickler im Schnitt bzw. in Ansicht.
Fig. 18 a und 19 a zeigen eine andere Ausführungsform des selbsttätigen Garnabwicklers. Fig. 20 zeigt an der, die Hubbewegung der Nadeln bewirkenden Kurvenscheibe schematisch die Arbeitsphasen der Nadeln.
Fig. 21 ist ein wagerechter Schnitt durch die Regelungsvorrichtung für den Fadenstößer. Fig. 22 ist eine Draufsicht der Drehvorrichtung für den oberen Nadelträger nnd des Antriebs für Riegel, welche den Faden in der Kerbe während der Stichbildung festhalten. Fig. 23 ist eine Seitenansicht der Antriebsvorrichtung für die Fadenriegel. Fig. 24 zeigt im Längsschnitt die Drehvorrichtung für die Stechnadeln und den Antrieb der Fadenriegel.
Die beiden gegeneinander arbeitenden Stechnadeln /,/ sind mit je einer Kerbe/1 zur Aufnahme des Fadens versehen und werden durch den Nadelträger c1 bzw. c2 gehalten (Fig. ι und 3), welchen eine senkrechte Auf- und Abwärtsbewegung mittelbar durch eine Kurvenscheibe α und eine Pendelbewegung zur Verschiebung der Nadeln in der Nahtrichtung im gegebenen Augenblick erteilt wird.
Die senkrechte Bewegung der Stechnadeln zerfällt in vier einzelne Bewegungsphasen, welche sich nach der Höhe und Tiefe des Nadelhubes unterscheiden. Den vier Bewegungsphasen können die folgenden Benennungen gegeben werden.
I. Der kleine Einwärtshub. 2. Der kleine Auswärtshub. 3. Der große Einwärtshub. 4. Der große Auswärtshub.
Während dieser vier Bewegungen der Nadeln in senkrechter Richtung findet noch die Verschiebungsbewegung bzw. Drehbewegung derselben um die eigene Achse statt oder auch Stillstand der Nadeln für kurze Augenblicke, während welcher der Faden den Nadeln zugeführt wird bzw. die Bildung der Schleife stattfindet.
So findet zwischen dem kleinen Einwärtshub und dem kleinen Auswärtshub eine Pause in der Nadelbewegung statt, während welcher der Fadenstößer wirkt. Ferner erleidet der kleine Auswärtshub eine kleine Unterbrechung, während welcher der Schleifenzieher die noch gehaltene Schleife frei läßt und der Faden angespannt wird. Eine ähnliche, aber längere Pause besteht zwischen dem großen Einwärtshub und dem großen Auswärtshub, während welcher der Schleifenzieher seine Arbeit verrichtet'.
Es zerfällt demnach die senkrechte Bewegung der Nadeln in fünf Phasen und der ganze Arbeitsvorgang einschließlich der genannten drei Unterbrechungen in acht einzelne Arbeitsphasen, wie dies aus Fig. 20 ersichtlich ist.
Die verschiedenen, durch die Nadeln eingenommenen Stellungen wie auch die Phasen der Bildung des Kettenstiches sind aus Fig. 9 bis 17 ersichtlich. Fig. 8 zeigt die Anfangsstellung der Nadeln / f und den zwischen den beiden zu verbindenden Arbeitsstücken 22 und 23 befindlichen Faden 24. Die Kerben/1 nehmen dabei die aus Fig. 8 ersichtliche Stellung ein. Am Anfang des Stiches befinden go sich die Nadeln außerhalb des Arbeitsstückes in der Stallung a, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Dieselben führen nun, indem sie die Strohtresse durchstechen, den kleinen Einwärtshub aus (Fig. 9) und gelangen mit ihren Kerben/1 in dieselbe Höhenlage und so vor den Faden, so daß sie mit der Kerbe den Faden erfassen bzw. derselbe in diese eingeführt werden kann. Das Einbringen des Fadens in die Kerben geschieht zweckmäßig durch einen Fadenstößer 0 (in der aus Fig. 9 a ersichtlichen Weise), welcher danach sofort wieder in seine Ruhelage zurückkehrt. Während der Fadenstößer wirkt, findet eine Unterbrechung der Bewegung der Nadeln statt, damit jede Nadel den Faden sicher erfassen und beim nunmehr folgenden kleinen Auswärtshub denselben mitnehmen und zu einer Schleife ausziehen kann, wie aus Fig. 10 ersichtlich, in welcher die Nadel- bzw. die Fadenstellung nach Vollendung des kleinen Auswärtshubes dargestellt ist. Während des kleinen Auswärtshubes springen Riegel e3, welche durch eine besondere Daumenscheibe 25 bewegt werden (Fig. 1), vor und drücken den Faden in die Kerben der Nadeln ein, den sie dann auch während der weiteren Stichbildung, so lange dies notwendig ist, festhalten, um ein Herausspringen desselben aus der Kerbe zu verhindern (Fig. 11, 12 und 13).
Der kleine Auswärtshub (Fig. 10 und 16 a) ist, wie erwähnt, einer kleinen Unterbrechung unterworfen, zwecks Freigabe der Schleife
durch den Schleifenzieher und Anspannen des Fadens durch Vermittlung der Daumenscheiben u und v. Während dieser kurzen Unterbrechung verschieben sich die Nadeln von der bisher innegehabten Stellung α in die Stellung β in Richtung der Naht, wie aus Fig. ii ersichtlich.
Danach beginnt der große Einwärtshub (Fig. 12), wobei die Fadenriegel e3 bis auf das Werkstück mitgezogen werden. Dort ziehen sie sich plötzlich zurück und geben die Fäden, die sie bisher festhielten, frei (Fig. 13). Beim großen Einwärtshub stechen die Nadeln tiefer in das Arbeitsstück ein als beim kleinen Einwärtshub, und zwar so tief, daß die in den Kerben hängenden Schleifen gegeneinander versetzt sind und zwei flache Aussparungen /2 in den Nadeln die gleiche Höhenlage einnehmen (Fig. 13). Die flachen Aussparungen /2 in den Nadeln sind oberhalb und senkrecht zu den Kerben f1 angeordnet (Fig. 8, 8 a und 13) und sind deshalb vorgesehen, um dem Schleifenzieher p einen leichten Durchtritt zwischen den Nadeln und den Schleifen zu ermöglichen.
Nachdem die Nadeln mit ihren Vertiefungen/2 in dieselbe Höhenlage gekommen sind, in der sie eine gewisse Zeit verweilen, beginnt der Schleifenzieher seine Tätigkeit (Fig. 13). Er bewegt sich mit einem in wagerechter Ebene liegenden Haken an den flachen Vertiefungen/2 der Nadeln entlang und zwischen den Schleifen durch. Bei dem darauffolgenden Rückgang erfaßt er mit seinem Haken die beiden Schleifen und zieht dieselben aus, wie aus Fig. 14 ersichtlich. In demselben Augenblick erhalten die Nadeln eine Drehung um ihre eigene Achse, so daß sie den Faden vollständig freigeben.
Nunmehr erfährt der Schleifenzieher eine Drehung um seine Achse, so daß sein Haken senkrecht nach oben zu stehen kommt. Durch diese Drehbewegung gibt er die obere Schleife frei, während er die untere noch festhält. Die obere Schleife gleitet dabei über die untere und wird so von dieser festgehalten.
Danach beginnt der große Auswärtshub (Fig. 15) der Nadeln. Dieselben treten aus den Arbeitsstücken heraus und gehen wieder aus der Stellung β in die Stellung α zurück. Nach Bildung des großen Auswärtshubes findet eine kurze Pause in der Nadelbewegung statt, während welcher der Vorschub des Werkstückes durch den Stoffschieber um die Stichlänge erfolgt (Verschiebung aus Fig. 16 ersichtlich). Gleichzeitig findet auch eine Zurückdrehung der Nadeln um ihre eigene Achse statt, so daß die Kerben die normale Stellung wieder einnehmen.
Danach beginnt wieder der kleine Einwärtshub, wie aus Fig. 16 ersichtlich. Die Nadeln treten dabei durch die vom Schleifenzieher ausgezogene Schleife, erfassen den Faden, welcher ihnen durch den Fadenstößer 0 zugeführt wird, mit ihrer Kerbe und treten wieder aus dem Arbeitsstück aus, den kleinen Auswärtshub ausführend. Während der kurzen Unterbrechung, welche der kleine Auswärtshub erfährt, führt der Schleifenzieher eine kleine Vorwärtsbewegung aus, um die Schleife loszulassen; danach findet das Anspannen des Fadens statt.
Der Schleifenzieher wird gleichzeitig einer Vierteldrehung um seine Achse unterworfen, so daß alsdann sein Haken wieder in einer wagerechten Ebene liegt. Die vom Schleifenzieher freigegebene Schleife wird von dem Faden, welcher nunmehr durch die Nadeln beim kleinen Auswärtshub zu Schleifen ausgezogen wird, festgehalten. Die Nadeln bilden nun wieder Fadenschleifen und es wiederholen sich dieselben Arbeitsphasen für jeden Stich, wie vorstehend beschrieben.
Die Nadeln, der Fadenstößer, die Fadenriegel und der Schleifenzieher erhalten ihre Bewegungen auf die nachstehend beschriebene Weise.
Die senkrechte Bewegung der Stechnadeln wird durch eine mit einer Kurvennut «3 (Fig. 20) versehene und auf der Hauptwelle sitzende Daumenscheibe α hervorgebracht (Fig. 1). In der Nut α3 gleitet eine an einer gebogenen Stange a1 sitzende Rolle a2, wodurch die Stange a1 in senkrechte Schwingbewegung versetzt wird.
Die Bewegung der Stange a1 wird auf zwei bei bs und δ4 am Maschinengestell angelenkte Schwinghebel b1 und δ2 übertragen. Die freien Enden dieser Hebel sind zu Gabeln ausgebildet, in welche an den Nadelträgern c1, c2 befestigte Zapfen c3, c4 eingreifen. In die Nadelträger c1, c2 sind, wie erwähnt, die Stechnadeln/,/ eingesetzt (Fig. 1 und 3).
In Fig. 20 sind die einzelnen, der Krümmung der Nut α3 entsprechenden Arbeitsphasen schematisch eingezeichnet, wobei die Teile der Nut, während deren Durchlauf durch die Rolle a2 keine senkrechte Bewegung der Nadeln stattfindet, schraffiert sind.
Die wagerechte Verschiebung der Nadel aus der Stellung α in die Stellung β in Richtung der Naht ist 2 bis 3 mm, im übrigen aber veränderlich. Diese Verschiebung entspricht der auf der äußeren Seite der Strohtressen sichtbaren Fadenlänge. Die wagerechte Ver-Schiebung der Nadeln braucht nicht notwendigerweise eine parallele zu sein; dieselbe kann vielmehr in bekannter Weise durch eine Pendelbewegung ersetzt werden. Die Verschiebung wird beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in der folgenden Weise bewirkt: Die Nadelträger c1, c2 sind an am Gestell
sitzenden Bolzen k1, k2 pendelnd aufgehängt (Fig. i). Die schwingende Bewegung wird den Nadeln durch die Daumenscheibe, welche auf der Hauptwelle sitzt, erteilt (Fig. 2 und 4), und zwar vermittels eines Hebels g1, welcher auf der Welle g festgekeilt ist und seine ihm von der Daumenscheibe e erteilte Schwingbewegung auf die Welle g überträgt. An der Welle g sitzen ' zwei Hebelarme h1, h2, und zwar der eine oberhalb und der andere unterhalb des Mitteltisches d. An diesen Hebel sind die Verbindungsstangen 16 und 17 angelenkt (Fig. 2 und 4); dieselben sind mit ihren anderen Enden an Gabelträgern i1, i2 angelenkt, welche bei 14 und 15 drehbar befestigt sind (Fig. 1 und 2). Die Gabelträger i1, i2 endigen in Blattfedern iz, i4, welche endlich die durch die Daumenscheibe e erzeugte Schwingbewegung auf die Nadelträger c1, c2 übertragen. Die Regelung der Schwingungslänge der Nadelträger geschieht durch Stellschrauben I, I, gegen welche die an der betreffenden Stelle zu Rahmen ausgebildeten Nadelträger anstoßen (Fig. 2 und 3). Zur Vergrößerung der Schwingungsweite der Nadeln und damit ihrer Verschiebung in Richtung der Naht werden die Stellschrauben I, I herausgedreht, zur Verkleinerung der Schwingungsweite dagegen weiter eingedreht.
Durch die federnde Ausbildung der Gabeln i1, i2, i3, i4 wird die Differenz in den Schwingbewegungen ausgeglichen, welche dadurch entsteht, daß die Bahn der schwingenden Gabel, welche derselben durch die Daumenscheibe i vorgeschrieben ist, größer ist als die Verschiebung, die die Nadeln von a-ß ausführen, welche durch die Stellschrauben I, I bedingt ist.
Damit die Nadeln immer an der richtigen, für die Stichbildung bestimmten Stelle ankommen, so daß ein schnelleres Nähen möglich wird, laufen die beiden Nadeln in Nadelführungen e1, welche beiderseits des Mitteltisches d an dem oberen und dem unteren Stoffdrücker 4 und 5 befestigt sind (Fig. 1 und3). Jede dieser Nadelführungen e1 ist mit einem Längsschlitz e2 versehen, in welchem je einer der Riegel e3 sich hin und her bzw. auf und abwärts bewegt (Fig. 1, 3 und 24).
Die Nadeln erhalten die Drehbewegung um ihre eigene Achse zwischen dem großen Einwärtshub und dem großen Auswärtshub, zum Zwecke der Freigabe der Schleifen innerhalb des Werkstückes durch die Daumenscheibe 26 (Fig. 22 und 24), welche auf der Hauptwelle sitzt. Diese erteilt dem Daumen 29 am Hebel 28 eine hin und her gehende Bewegung. Der Hebel 28 ist am Gehäuse bei 27 angelenkt (Fig. 22) und überträgt so die Bewegung des Daumens auf die, an dem senkrechten Ansatz 28" des Hebels 28 bei 30 angelenkte Zugstange 31. Die Zugstange ihrerseits greift an einen Hebel 32 eines bei 33 drehbar befestigten Zahnradsegmentes 35 an. Das Zahnsegment 35 kämmt mit einer gezahnten Büchse 36, welche auf einer Hülse 37 befestigt ist (Fig. 22 und 24). Die Hülse 37 ist durch einen Keil 38 mit dem Nadelträger verbunden (Fig. 22). Der Nadelträger c1 ist mit einer Nut 39 versehen (Fig. 24), in welcher der Keil 38 gleiten kann, der so als Mitnehmer für den Nadelträger dient. In dieser Weise vollzieht sich die Drehung der Nadel, welche während der erwähnten Arbeitsphasen eine Vierteldrehung ausführt. Durch die Daumenscheibe 26 wird in derselben, wie eben für den Nadelträger c1 beschriebenen Weise die Drehbewegung für den Nadelträger c2 bewirkt, und zwar durch Vermittlung der bei 30' des Ansatzes 28' des Hebels 28 angelenkten Verbindungsstange 31', des Zahnsegmentes 35' und der Zahnbürste 37'. Die Drehung der Nadeln erfolgt demnach gleichzeitig um den gleichen Betrag. Das Zurückdrehen derselben in die Normalstellung geschieht in derselben Weise, und zwar gleich nach dem großen Auswärtshub.
Um das Einbringen des Fadens in die Kerben f1, f1 der Nadeln zu ermöglichen, welcher von der Spule kommend durch die kleine Öffnung w (Fig. 7) im 'Mitteltisch d zwi- go sehen dessen Deckel und dem Schleifenzieher -p hindurch und durch die Öffnung 19 wieder heraustritt, ist im Mitteltisch d ein Fadenstößer 0 vorgesehen. Derselbe führt eine geradlinige hin und her gehende Bewegung aus, die ihm durch die Daumenscheibe t vermittels der Stangen t1 und t2 erteilt wird (Fig. i, 2, 7 und 7a). Der Fadenstößer 0 besitzt einen Gegenhalter 52 mit Einstellvorrichtung; diese besteht aus einer, mit schraubenförmiger Nut versehenen Scheibe 40 (Fig. 21J, welche durch einen außerhalb am Gestell angebrachten Arm 41 mit Knopf 42 gedreht werden kann. Durch Drehung der Nutscheibe 40 verschiebt sich ein in die Nut eingreifender Stift 43 und mit ihm eine Platte 44, an der er festsitzt. Auf der Platte 44 ist ein zweiarmiger Hebel 46 mit Längsschlitz 53 verschiebbar gelagert, in welchen Schlitz ein auf der Platte 44 sitzender zweiter Stift 45 eingreift. Der zweiarmige Hebel 46 wird durch die bei 47 angreifende Stange t2 von der auf der Hauptwelle der Maschine sitzenden Daumenscheibe t aus in schwingende Bewegung gesetzt. An seinem einen Ende ist die Stange des Fadenstößers 0 angelenkt, während er mit dem anderen Ende mit einer mit einem Langloch versehenen Stange 50 in Verbindung steht, welche einen um Zapfen 51 schwingenden Gegenhalter 52 antreibt. Der letztere hält die Nadeln in Richtung gegen den Schleifenzieher.
Durch Drehen der Nutscheibe 44 vermittels des Armes 41 wird demnach eine Verschiebung der Platte 44 und damit des Drehpunktes des Hebels 46 bewirkt, so daß der Hebelarm, mit welchem die Stange i2 an den Zapfen 45 angreift, verlängert oder verkürzt wird, und damit die Größe der Bewegung der Zugstange und auch des Schwingungsbogens des Nadelgegenhalters 52, je nach der Dicke der Nadeln geregelt werden kann.
Durch die Riegel ea werden die Fadenschleifen während des kleinen Auswärtshubes und des großen Einwärtshubes in den Kerben der Nadeln festgehalten und verhindern so ein Herausspringen der Schleifen aus denselben (Fig. 11 bis 13). Die Riegel bewegen sich mit ihren Enden innerhalb der Längsschlitze e2 der Nadelführungen e1 und sind bei ei an dem T-förmigen Hebel e1 beweglich angeordnet (Fig. 23 und 24). Dem Hebel e7 wird mittels der auf der Hauptwelle sitzenden Daumenscheibe 25 eine schwingende Bewegung erteilt, und zwar unter Vermittlung eines Schwinghebels e5, welcher bei e6 drehbar am Gehäuse angelenkt ist und mit einem Daumen ea in die Nut β9 der Daumenscheibe 25 eingreift (Fig. 22 bis 24). Durch diese schwingende Bewegung werden die Riegel zum Festhalten der Fadenschleifen vorgeschoben bzw. zwecks Loslassens derselben wieder zurückgeholt. Dabei können sie beim großen Einwärtshub bis auf den Mitteltisch durch ihre elastische Nachgiebigkeit mitgenommen werden.
In dem hohlen und kastenförmig ausgebildeten Mitteltisch d ist außer dem Fadenstößer der Schleifenzieher p untergebracht, welcher an dem Schleifenzieherhalter η drehbar angeordnet ist (Fig. 1, 6, 7, 7a und 21).]
In Fig. 7a und 21 sind der Schleifenzieher und dessen Bewegungsorgane in doppelter Größe dargestellt. Für die Drehbewegung des .Schleifenziehers um seine Achse, zum Zwecke, die Schleifen frei geben zu können, ist der Schleifenzieher p zu einem kleinen Zahnrad p1 (Fig. 7a) ausgebildet, welches mit einer darunter befindlichen Zahnstange q kämmt. Die Zahnstange q führt unter Vermittlung der Daumenscheibe s und der Stangen s1, s2 (Fig. 1 und 2) eine hin und her gehende Bewegung aus, infolgederen der Schleifenzieher p. jedesmal eine Vierteldrehung in der einen oder anderen Richtung macht, so daß sein Haken in einer wagrechten oder senkrechten Ebene liegt.
Zum Zwecke des Erfassens der Fadenschleifen durch den Haken des Schleifenziehers führt der Schleifenzieherhalter η um den Zapfen n1 (Fig. 6 und 7) eine Schwingbewegung aus, welche ihm durch die Daumenscheibe r (Fig. 1 und 2) vermittels der Stangen r1 und r2 erteilt wird.
Der Vorschub des Arbeitsstückes wird nach der Verschlingung der Schleifen vermittelst des Schleifenziehers p durch den Stoffschieber y bewirkt, welcher wie der des Hauptpatentes einer senkrechten und wagrechten Bewegung unterworfen ist. Die senk- ■ rechte Bewegung wird durch ein auf der ' Hauptwelle sitzendes Exzenter 1 (Fig. 1 und 4) bewirkt, welches mittels der Exzenterstange I a und der Hebel 20 und 21 auf die innerhalb des Gehäuses sitzende Stoffschieberstange y (Fig. ι und 4) einwirkt. Der Stoffschieber ist mit seiner Führungsstange in dem Stoffschieberhalter m senkrecht verschiebbar angeordnet, und der Bewegungsübertragungshebel 21 ist mittels einer Stellschraube mit der Führungsstange des Stoffschiebers verbunden.
Während der Totpunktlagen des Exzenters erfolgt die wagrechte Bewegung des Stoff-Schiebers und zwar durch Vermittlung der Daumenscheibe χ (Fig. 1 und 5). In die Nut der Daumenscheibe χ greift zu diesem Zwecke der Hebel ζ mit einer Rolle ein, wobei der Hebel vermittels eines auf einer wagrechten Welle z1 (Fig. 2 und 5) sitzenden Armes 2 eine Drehung dieser Welle z1 bewirkt. Auf der Welle z1 ist am vorderen Ende der Nähmaschine ein Hebel zs (Fig. 2) aufgekeilt, welcher auf eine mit dem Stoffschieberhalter m verbundenen Stange einwirkt. Der T-förmige Halter m des Stoffschiebers (Fig. 4) ist an dem wagrechten Arm mit zwei Längsschlitzen versehen, in welche Halteschrauben eingreifen, so daß derselbe die wagrechte Bewegung unter dem Einfluß der Verbindungsstange zl ausführen kann.
Die Stoffdrücker 4 und 5 (Fig. 1 und 3) entsprechen denen des Hauptpatentes und werden vermittels Hebel 8 und Stange 7 in gleicher Weise ein- und ausgerückt.
Zur Regelung der Spannung des von der Spule kommenden Fadens finden die Daumenscheiben u und υ (Fig. 1 und 2) Verwendung. Sie wirken in der folgenden Weise: Von der Daumenscheibe u aus wird ein Hebel w2 in Bewegung gesetzt, welcher die auf die Rolle us von der Feder u2 durch ihre Spannung ausgeübte Reibung aufhebt, so daß der dazwischen gespannte Faden losgelassen wird, während durch den Hebel v2, der vermittels der Stange v1 von der Daumenscheibe ν aus bewegt wird, die Spannung des Fadens wieder hergestellt wird, nachdem der Vorschub des Arbeitsstückes erfolgt ist.
Mit Rücksicht auf die große Menge des für die Naht erforderlichen Fadens ist es, um einen gleichmäßigen, verborgenen Kettenstich zu erhalten, nicht angängig, daß der Faden, wie bei bekannten Nähmaschinen, während der Stichbildung die durch Rückschlag herrührenden Zuckungen macht. Um während der
Stichbildung eine Gleichförmigkeit in der Zuführung des Fadens zu erzielen und auch ein plötzliches Zerreißen desselben zu verhüten, ist eine Fadenabwicklungsvorrichtung vorgesehen (Fig. 18 und 19). Dieselbe wirkt in der folgenden Weise:
Der Faden wird beim Verlassen der Spule 9 über eine kleine Rolle 10 geleitet, von wo er über die an den Enden eines doppelarmigen Schwinghebels angebrachten kleinen Rollen nb geführt ist. Von da gelangt er durch eine selbsttätige Fadenklemme 12 zu dem auf der anderen Seite des Gehäuses befindlichen Spannungsregler u3 (Fig. 3) und von da nach dem Mitteltisch zu den Nadeln.
Der Schwinghebel 11 ist auf der Welle nc drehbar befestigt und der Schwingungsbogen des doppelarmigen Schwinghebels 11 entspricht jeweils der Stichbildung, und es hat die Vorrichtung den Zweck, das Abwickeln des Fadens im Verhältnis zur Stichlänge zu ermöglichen.
■ Diese Abwicklung vollzieht sich selbsttätig
durch die Verbindung des Schwingungshebels mit der Antriebsvorrichtung des Stoffschiebers y.
Zu diesem Zwecke ist auf der Welle nc ein Hebel 13 c (Fig. 19, punktiert) befestigt, der durch die Zugstange 13* mit einem auf der Welle z1 angebrachten Hebel 13 Λ in Verbindung steht. Die Welle z1 erhält, wie erwähnt, durch die Daumenscheibe χ eine Schwingbewegung, wie aus Fig. 5 ersichtlich.
Wenn der zweiarmige Hebel 11 aus seiner durch ιιλ angedeuteten Stellung 11* schwingt, wickelt sich der Faden von der Spule 9 um die doppelte Länge des zwischen iia und ii* liegenden Schwingungsbogen ab. Die Fadenlänge muß jeweils der Stichlänge entsprechen. Da aber die Stichgröße änderbar ist, so muß notwendigerweise auch die Abwicklungslänge des Fadens änderbar sein. Es ist deshalb der Antrieb des Hebels ii bzw. der Welle z1 derart eingerichtet, daß eine Veränderung des Schwingungsbogens des Hebels 11 möglich ist. Der Hebel ζ (Fig. 5), welcher durch die Daumenscheibe χ seine Schwingungsbewegung erhält und diese vermittels des Hebels z2 auf die Welle z1 überträgt, ist zu diesem Zweck mit einem Längsschlitz ζ (Fig. 3, punktiert) versehen, in welchen ein Zapfen z6 eingreift. Der Zapfen za ist mit einem in senkrechter Richtung verschiebbar am Maschinengehäuse angebrachten Halter z5 verbunden (Fig. 2, 3) und dient dem Hebel ζ jeweils als Schwingungsachse, deren Lage also durch Verstellung des Halters z6 geändert werden kann (Fig. 5, punktiert). An dem Zapfen z6 ist ein weiterer Hebel ζη angelenkt, welcher auf einen, von der Stütze z10 getragenen doppelarmigen Hebel z9 einwirkt. Auf der anderen Seite des doppelarmigen Hebels z9 ist eine Zwischenstange z13 angelenkt, welche mit dem anderen Ende mit einem von Hand verstellbaren Zahnkopf zls verbunden ist. Der Zahnkopf z15 wird durch eine Feder zls (Fig. 2 und 5) mit einer Zahnstange z1A in Eingriff gehalten; derselbe kann vermittels eines aus dem Gehäuse vorstehenden Knopfes z16 (Fig. 2) durch Drücken auf diesen Knopf mit der Zahnstange außer Eingriff gebracht nnd gehoben oder gesenkt werden. Dadurch aber wird, wie ohne weiteres ersiehtlieh, auch ein Heben oder Senken des Halters z5 bewirkt und damit die Schwingungsachse des Hebels ζ (Zapfen za) verstellt. Die Verstellung der Schwingungsachse hat eine Veränderung des Schwingungsbogens des Hebels ζ an seinem mit dem Hebel z% verbundenen Ende zum Gefolge und somit eine Änderung der Verdrehung der Achse z1. Der Schwingungsbogen des Hebels ζ und also auch die Verdrehung der Welle z1 werden um so kleiner sein, je mehr der Halter zs gesenkt wird.
Durch die geschilderte Vorrichtung ist eine sehr genaue Regelung der Fadenabwicklungsvorrichtung möglich, so daß auf jede bestimmte Länge des für die Stichbildung abzuwickelnden Fadens eingestellt werden kann.
Die Fadenklemme 12, welche hinter dem Schwingungshebel 11 eingeschaltet ist, besteht aus zwei gegeneinander gerichteten Fallklinken, welche durch den in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles laufenden Faden etwas angehoben werden, so daß sie den Faden frei durchlassen. Wirkt aber der Fadenzug bei der Rückschwingung des Hebels 11 in umgekehrter Richtung, so üben die Klinken eine Klemmwirkung aus und halten den Faden fest.
Eine weitere Ausführungsform der Fadenabwicklungvorrrichtung ist in Fig. 18 a und 19 a dargestellt. Eine in Führungen 62 senkrecht verschiebbar angeordnete Stange 61 steht mit der Welle z1 durch Vermittlung des Doppelhebels 64 des Lenkers 67 und des Hebels 68 in Verbindung, so daß bei der Verdrehung der Welle z1 eine Verschiebung der Stange 61 in der Richtung aufwärts und abwärts bewirkt wird. Der um Zapfen 65 drehbar gelagerte Hebel 64 wirkt dabei auf einen mit der Stange 61 fest verbundenen und in das Innere des Gehäuses geführten Zapfen 63 ein. Am unteren Ende der Stange 61 ist ein Auge 60 angebracht, durch welches der Faden bei der Aufwärtsbewegung der Stange mitgeführt wird.
Natürlich können auch die einzelnen, vorstehend beschriebenen Maschinenteile durch andere zweckentsprechende ersetzt sein, ohne daß dadurch der Geltungsbereich beeinträchtigt wird.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Nähmaschine nach D. R. P. 172351, dadurch gekennzeichnet, daß zur Nahtbildung je eine Stechnadel (f,f) unterhalb
    und oberhalb der Arbeitsplatte angeordnet ist, die derart gegeneinanderstechen, daß die beiden Nadeln zuerst so tief in die zu verbindenden Arbeitssücke eintreten, daß ihre Fadenaufnahmekerben (f1,/1) in gleicher Höhe stehen und der Fäden, der sich zwischen den beiden zu verbindenden Arbeitsstücken befindet, in die Kerben eingeführt werden kann, so daß die Nadeln
    ίο beim Zurückgehen den Faden mitnehmen und zu einer Schleife ausziehen, wobei beide Nadeln während der Auswärtsbewegung in der Richtung der Naht verschoben werden, worauf dieselben dann so tief einstechen, daß die beiden in den Nadelkerben hängenden Fadenschleifen gegeneinander versetzt liegen, derart j daß ein Schleifenzieher (ft) durch die eine Schleife hindurchtretend die andere erfassen und die letztere durch die erstere hindurchziehend, aus beiden gleichzeitig von den Nadeln freiwerdenden Schleifen eine Verschlingung bilden kann.
  2. 2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim ersten Einstechen der Nadeln in die zu verbindenden Arbeitsstücke ein Fadenstößer (0) den Faden in die Kerben (f1, f1) der Nadeln drückt, daß der Faden durch vorgeschobene Riegel (e3, e3) während der ersten Auswärtsbewegung und des ersten Teils der zweiten Einwärtsbewegung der Nadeln in den Nadelkerben festgehalten wird, daß bei der Zurückbewegung des einer schwingenden Bewegung unterworfenen, hakenförmig ausgebildeten Schleifenziehers (ft) die Nadeln eine Vierteldrehung um ihre Längsachse erfahren, um die in den Kerben hängenden Schleifen freizugeben, und daß der Schleifenzieher bei seiner weiteren Zurückbewegung eine Vierteldrehung um seine Längsachse ausführt, um die eine der Schleifen freizugeben.
  3. 3. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die behufs Verschiebung der Nadeln in der Nahtrichtung vorgesehene Pendelbewegung der Nadelträger (c1, c2) durch federnde Gabeln (i3, i*), welche die Nadelträger umfassen, hervor gebracht wird und daß die Größe der Pendelbewegung der Nadeln durch auf die Nadelträger (c1, c2) einwirkende Stellschrauben (I, I) regelbar ist.
  4. 4. Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe eine besondere Fadenabwicklungsvorrichtung besitzt in der Weise, daß ein doppelarmiger Schwinghebel (11), über welchen der abzuwickelnde Faden geführt ist, mittels einer verstellbaren und regulierbaren Hebelan-Ordnung (i3c, 13*, 13", z1, z2, z) mit einer ihn antreibenden, auf der Hauptwelle der Maschine sitzenden Daumenscheibe (x) in Verbindung steht, so daß eine Veränderung des Schwingungsbogens des Hebels (11) und damit eine Veränderung der jeweils abgewickelten Fadenlänge entsprechend der jeweils gewünschten Stichlänge ermöglicht wird.
  5. 5. Nähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch die Daumenscheibe (x) der Maschinenwelle in Schwingung versetzter, den Antrieb des Schwinghebels (11) vermittelnder Antriebhebel (z) um einen in einen Längsschlitz (z17) des Antriebhebels (z) eingreifenden, an einem verschiebbaren Halter (zB) befestigten Zapfen (z9) schwingt, und daß der Halter (z5) vermittels eines von Hand zu verstellenden Hebelwerkes 1, z9, zls, z15, z16) verschoben werden kann, wodurch die Lage des Schwingungsmittelpunktes des Antriebhebels (z) und damit die Größe der auf den Antriebhebel (11) übertragenen Schwingbewegung entsprechend der jeweils gewünschten Stichlänge verändert wird.
  6. 6. Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe mit einer besonderen Fadenabwicklungsvorrichtung ausgerüstet ist, in der Weise, daß eine vertikale, durch Zwischenglieder (63, 64, 67, 68, z1, z2, z) von einer auf der Hauptwelle der Maschine sitzenden Daumenscheibe (x) aus auf- und abwärts bewegte Stange (61) den Faden mittels eines Auges (60) mitnimmt.
  7. 7. Nähmaschine nach Anspruch 4 bis 6, gekennzeichnet durch eine Fadenklemme (12), welche aus zwei gegeneinandergerichteten Fallklinken besteht, die beim Nachlassen des Fadenzuges durch ihr Eigengewicht nach unten fallend, den zwischen ihnen geführten Faden festklemmen und dadurch ein Zurückgehen des abgewickelten Fadens verhindern.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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