DE20183C - Neuerung beim Lichtdruckverfahren, um Metallgegenstände mit ihrem Metallglanz graphisch dargestellt zu vervielfältigen - Google Patents

Neuerung beim Lichtdruckverfahren, um Metallgegenstände mit ihrem Metallglanz graphisch dargestellt zu vervielfältigen

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DE20183C
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Germany
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metal objects
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metallic sheen
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DENDAT20183D
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O. SlEP-MANN und O. PUSTET in Iserlohn
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M1/00Inking and printing with a printer's forme
    • B41M1/22Metallic printing; Printing with powdered inks

Landscapes

  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographs.
dargestellt zu vervielfältigen.
Die Versuche, Metallgegenstände mittelst Lichtdruckes in Metallglanzfarben herzustellen, scheiterten immer daran, dafs das auf dem Vordruck aufgetragene Bronzepulver sich der Annahme der Druckfarben widersetzte, welche bei dem späteren Aufdrucken die Schattirungen herstellen sollten. Diese Schwierigkeit ist jetzt dadurch gelöst, dafs nicht wie bisher der ganze Grund mit dem Bindemittel für die Gold- oder sonstige Metallbronze bedruckt wird, sondern nur diejenigen helleren Stellen, welche den Metallglanz am kräftigsten oder näher dem Schatten mehr und mehr abgetönt zeigen müssen, und zwar wird eben auch dieses Bindemittel so in seiner Masse modificirt aufgedruckt, dafs es, nach den dunkleren Stellen hin immer geringer werdend, bei den tieferen Schatten ganz aufhört. So können bequem die Schatten nachgedruckt werden, und deren Farbe wird von dem von Bronze mehr und mehr oder auch ganz freien Papier im richtigen Verhältnifs zu der Schattentiefe aufgenommen werden.
Zu dem Zweck wird ein gewöhnliches photographisches Negativ von einem graphisch zu vervielfältigenden Metallgegenstand hergestellt, und auf dieses nicht lackirte Negativ giefst man auf einem Nivellirgestell eine Gelatinelösung, welche man, wenn sie in 2 bis 3 Tagen trocken geworden ist, mit Negativlack überzieht, um sie vor dem Einflufs feuchter Witterung zu schützen. Rings am Rand schneidet man nun den Ueberzug der Glasplatte bis auf das Glas durch und zieht mit der Haut den Silberniederschlag vom Glas herunter.
Diese Haut mit dem Bilde benutzt man nun zur Herstellung eines Diapositives. Man legt sie in einen Copirrahmen mit der Colodiumseite auf das Glas. In der Dunkelkammer legt man eine etwas unempfindliche Trockenplatte darauf, deckt mit einem schwarzen Tuch zu und belichtet, nachdem der Rahmen geschlossen ist, einige Secunden in sehr schwachem Licht.
Das neu entstandene Bild auf der Platte, das wie gewöhnlich entwickelt wird, hat dann mit dem Negativ gleichgestellte Zeichnung, aber wo beim Negativ Schatten ist, ist Licht, und wo beim Negativ Licht ist, sind auf der Platte dunkele Stellen.
Dieses Diapositiv mufs nun so beschaffen sein, dafs, wenn man das Negativ darauf legt, man nur einen gleichmäfsig grauen Ton sieht.
Nachdem man auf dem Diapositiv alles das abgedeckt hat, d. h. mit Tusche vollkommen undurchsichtig gemacht hat, das von dem Bild nicht mitgedruckt werden soll, also hauptsächlich den Hintergrund oder dasjenige, das keine Metallfarbe erhalten soll, präparirt man in gewöhnlicher Weise nach dem Diapositiv und nach dem Negativ je eine Lichtdruckplatte.
Wenn diese Lichtdruckplatten ausgewaschen und trocken sind, druckt man zuerst mit der von dem Diapositiv copirten Platte. Dabei wird dieselbe mit der entsprechenden Goldoder Metallfarbe eingewalzt, und die Abdrücke werden mit dem der Sache angemessenen Metallglanzton bronzirt.
Nachdem die bronzirten Abdrücke einige Tage getrocknet haben, wird die mit dem Ne-
gativ copirte Lichtdruckplatte mit Sepia oder Schwarz so aufgedruckt, dafs die Contouren genau treffen. ■
Die jetzt fertigen Abdrücke, die man zur gröfseren Dauerhaftigkeit noch lackiren kann, zeigen genau in Metallglanz die Erscheinung des zuerst für den Druck photographirten Gegenstandes.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i..Das Aufdrucken des Bindemittels für das Bronzepulver mit einer Druckplatte, welche nach einem Diapositiv zu einem nach der Natur photographisch aufgenommenen Negativ präparirt worden ist.
    Graphisch vervielfältigte Darstellungen von blanken Metallgegenständen in Bronzefarben, bei denen das Bindemittel für das Bronzepulver mit einer Druckplatte aufgedruckt ist, welche nach einem Diapositiv zu einem nach der Natur photographisch aufgenommenen Negativ präparirt worden ist.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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