DE201819C - - Google Patents
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
- B65G51/00—Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
- B65G51/04—Conveying the articles in carriers having a cross-section approximating that of the pipe or tube; Tube mail systems
- B65G51/08—Controlling or conditioning the operating medium
- B65G51/16—Controlling or conditioning the operating medium varying, e.g. starting or stopping, gas pressure or flow
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81 e. GRUPPE
Saugluft-Rohrpostanlage. o Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine mit Saugluft arbeitende Rohrpostanlage, bei der die Hauptmit
der Unterstation durch je eine besondere Hin- und Rückleitung verbunden ist und bei
der durch öffnen eines Absperrventils in der Hinleitung die Verbindung der Saugleitung
mit der Außenluft hergestellt wird. Dieses Ventil wird in bekannter Weise von einem
Kolben gesteuert, dessen beide Seiten mit
ίο einer drosselbaren und einer freien Leitung
an die Saugleitung angeschlossen sind, von denen die drosselbare Seite des Kolbens beim
Einsetzen einer Büchse sowohl an der Hauptwie der Unterstation mit der Außenluft behufs
Öffnung des Absperrventils verbunden wird. Um dies zu erreichen, ist die drosselbare
Kolbenseite sowohl mit der Einsetzstelle der Haupt- wie auch der Unterstation durch
je ein besonderes Rohr verbunden, deren Abschlußklappen beim Einsetzen einer Büchse
geöffnet werden, so daß die einströmende Außenluft den Kolben behufs Öffnung des
Häuptabsperrventils verstellt. Diese Anlage erfordert für die Verbindung zwischen Haupt-
und Unterstation demnach noch ein drittes Rohr mit allerdings kleinerem Durchmesser,
wodurch die Anlage nicht unwesentlich verteuert und auch die Wirkungsweise namentlich
bei großen Entfernungen zwischen beiden Stationen nicht unerheblich beeinträchtigt
wird. Denn beim Einsetzen einer Büchse an der Unterstation tritt die Wirkung der Saugluft
erst dann ein, wenn die Außenluft durch die enge dritte Rohrleitung den Kolben und
das Absperrventil verstellt hat.
Gemäß der Erfindung wird eine derartige Rohrpostanlage dadurch vereinfacht, daß statt
der dritten Leitung bei der Hauptstation eine Membran vorgesehen ist, die mit einem die
Außenluft zur drosselbaren Kolbenseite zulassenden Ventil derart verbunden ist, daß
beim Einsetzen einer Büchse an der Unterstation der hierbei in der Hinleitung entstehende
rückwärts wirkende Luftstoß die Membran niederdrückt und das Ventil öffnet.
Auf den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiele
veranschaulicht, und zwar stellen dar:
Fig. ι eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht der Saugluft-Rohrpostanlage,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Anlage, und zwar in derjenigen Stellung, die die einzelnen
Teile einnehmen, wenn eine Rohrpostbüchse auf der Hauptstation in das Rohr eingeführt
ist, um nach einer Unterstation befördert zu werden,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Anlage in solcher Stellung, bei der eine Büchse zur
Beförderung nach der Hauptstation in das Rohr der Unterstation eingeführt ist, und
Fig. 4 und 5 Einzelheiten.
Das Leitungsrohr A, das zur Verbindung der Hauptstation mit einer Unterstation dient,
besitzt am Ende eine glockenförmig erweiterte Öffnung B, in die die Rohrpostbüchsen eingeführt
werden. Über dieser Eintrittsöffnung B liegt eine bei C* drehbar gelagerte
Klappe C, die gewöhnlich ein Rohr L verschließt, das zu dem Boden eines Zylinders J
führt. Die Klappe C besitzt einen nach innen
in das Rohr A vorspringenden Teil, der das Rohr nicht ganz schließt, sondern nur den
Durchgang von Luft durch das Rohr A beeinträchtigt. Über der Klappe C liegt ein
Ventil D, das bei D* drehbar gelagert und
mit einem Hebel E verbunden ist. Dieser steht bei G mit einer Kolbenstange F vermittels
eines in einen Schlitz greifenden Stiftes in Verbindung. Ein Rohr K verbindet
den oberen Teil des Zylinders J mit dem Saugrohre K1, das zu einem passenden
Saugluftbehälter führt, während der untere Teil des Zylinders durch ein Rohr M mit
dem Rohr K verbunden ist. In das Rohr M ist ein Ventil Ai1 eingebaut. An dem Rohr K
sitzt ein Zwischenstück K2, das andererseits mit dem Rückführungsrohre Ks verbunden
ist. Dieses Zwischenstück i£2 ist mit einer
Klappe K* versehen, die sich unter dem Stoß der Büchsen öffnet. Das Zuführungsrohr A.
endet in der Unterstation in einem Endstück A1 von gewöhnlicher Bauart. Die hier
ankommenden Büchsen werden durch den Stoß durch eine Klappe Ä2 hindurch in einen
passenden Behälter geworfen. An dem an das Endstück A1 anschließenden Rohre A3 ist
ein passender Einlaßstutzen für die Büchsen angeordnet, der gewöhnlich durch eine
Klappe Ai geschlossen gehalten wird. Diese wird, wenn Rohrpostbüchsen befördert werden,
durch das Vakuum in der Rohranlage geschlossen gehalten. In dem Zuführungsrohr A ist ein hohles Gußstück Z,3 angeordnet.
In diesem liegt, durch geeignete Schrauben L5 (Fig. 4 und 5) gehalten, eine biegsame
Zwischenwand L4, an welcher eine Stange JL6 befestigt ist. Diese ist bei L7 mit einem
Schieberventil L8 verbunden, das den Eingang Z,9 einer geschlossenen Kammer L2 regelt.
Stehen die Teile in der in der Fig. 1 dargestellten Stellung und soll eine Büchse von
der Hauptstation nach der Unterstation befördert werden, so wird die Rohrpostbüchse,
wie die Fig. 2 zeigt, in das Rohr A eingeführt und öffnet damit die Klappe C. Somit
kann die äußere Luft durch das Rohr L in den Boden des Zylinders J unterhalb des
Kolbens H fließen. Da nun über dem Kolben ein Vakuum herrscht, weil der Zylinder oben
durch das Rohr K mit der Saugleitung verbunden ist, so wird die Luft den Kolben H
nach oben drücken, und zwar bis in die in Fig. 2 dargestellte Stellung. Dadurch wird
zugleich das Ventil D geöffnet, so daß nun ständig Luft von atmosphärischer Spannung
in das Rohr A tritt und durch dieses ständig abgesaugt wird. Die Büchse wird in die
Leitung hineingesaugt und bis zur Unterstation geführt, wo sie durch die Klappe A2
austritt. Nachdem die Büchse zur Beförderung in das Rohr eingesetzt ist und die
Klappe C passiert hat, bewegt sich diese in ihre alte Stellung zurück (Fig. 1) und schließt
das Rohr L gegen die freie Atmosphäre ab. Die Saugwirkung durch das Rohr K und die
Verbindung M gleicht das Vakuum auf beiden Seiten des Kolbens H aus, der durch sein
eigenes Gewicht in die in der Fig. 1 gezeichnete Stellung zurückkehrt und dabei das
Ventil D schließt.
Um eine Rohrpostbüchse von der Unterstation zur Hauptstation zurückzubefördern,
hebt der Beamte die Klappe A* auf und setzt die Büchse in das Rohr As ein. Durch das
öffnen der Klappe A* wird das Vakuum in
dem Rohr A aufgehoben und bewirkt, daß die biegsame Zwischenwand Z,4 in die in der
Fig. 5 dargestellte Stellung übergeht. Damit wird die Einlaßöffnung L9 für die äußere
Luft in der Kammer 1? geöffnet. Diese hebt das Vakuum unter dem Kolben H auf, so
daß der atmosphärische Druck den Kolben H bis in seine obere Stellung hebt (Fig. 2 und 3).
Dies bewirkt, daß die Luft durch die Rohre A und Ks zu der Saugleitung K1 strömt, da
sich beim Heben des Kolbens H das Ventil D geöffnet hat. Nach dem Schließen der
Klappe A^ kehrt die biegsame Zwischen- '
wand L4 durch die Saugwirkung in den Rohren ΚΆ und A in ihre normale Stellung
zurück (Fig. 4), da durch den inneren Fortsatz der geschlossenen Klappe C der Eintritt
der atmosphärischen Luft in das Rohr A durch die Öffnung B beeinträchtigt wird, und
schließt den Lufteinlaß L9, so daß der weitere Zufluß der atmosphärischen Luft unter dem
Kolben H abgeschnitten ist und das Vakuum an beiden Seiten des Kolbens H vermöge
der Rohre K und M gleich wird. Der Kolben fällt daher durch sein Eigengewicht
in seine untere Stellung und schließt dabei das Ventil D.
Das in dem Rohr M angeordnete Ventil M1
kann für verschiedene Leitungslängen eingestellt werden, d. h. in langen Leitungen würde
dies Ventil das Rohr M fast ganz schließen, um die Zeitdauer des Niedersinkens des' Kolbens
H und damit das Schließen der Leitung^, durch das Ventil D entsprechend zu verlängern.
Bei kurzen Leitungen wird das Ventil M1 dagegen fast ganz geöffnet gehalten.
Das Ventil M1 regelt den Durchgang der
Luft durch das Rohr M. Da nun mehr Luft durch das Rohr K geht als durch das Rohr M,
so wird sich der Kolben langsam senken und schnell heben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Saugluft-Rohrpostanlage, bei der durch öffnen eines Absperrventils die Verbindung der Saugleitung mit der Außenlufthergestellt und dieses Ventil von einem Kolben gesteuert wird, dessen beide Seiten mit einer drosselbaren Und einer freien Leitung an die Saugleitung angeschlossen sind, von denen die drosselbare Seite des Kolbens beim Einsetzen einer Büchse sowohl an der Haupt- wie der Unterstation mit der Außenluft behufs Öffnung des Absperrventils verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Hauptstation eine Membran (LAJ vorgesehen ist, die mit einem die Außenluft zur drosselbaren Seite des Kolbens (H) zulassenden Ventil (LaJ derart verbunden ist, daß beim Einsetzen einer Büchse an der Unterstation der hierbei entstehende Luftstoß die Membran niederdrückt und damit das Ventil (LSJ öffnet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201819C true DE201819C (de) |
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ID=464345
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201819D Active DE201819C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201819C (de) |
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0
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