DE200736C - - Google Patents
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- DE200736C DE200736C DENDAT200736D DE200736DA DE200736C DE 200736 C DE200736 C DE 200736C DE NDAT200736 D DENDAT200736 D DE NDAT200736D DE 200736D A DE200736D A DE 200736DA DE 200736 C DE200736 C DE 200736C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D265/00—Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
- C07D265/28—1,4-Oxazines; Hydrogenated 1,4-oxazines
- C07D265/34—1,4-Oxazines; Hydrogenated 1,4-oxazines condensed with carbocyclic rings
- C07D265/38—[b, e]-condensed with two six-membered rings
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVl 200736 KLASSE XIp. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Februar 1906 ab.
Es hat sich gezeigt, daß die Nitrooxydiphenylaminderivate folgender typischer Konstitution :
X
X _ NH-
X _ NH-
N O9 O Ηχο in. welchen X einen Substituenten, wie z. B.
die Sulfo-, Nitro- oder Carboxylgruppe bedeutet, beim Behandeln mit Natronlauge sich
glatt in Phenoxazinderivate überführen lassen. Die als Ausgangsmaterial dienenden, durch
vorstehende typische Formel gekennzeichneten Nitrooxydiphenylaminderivate entstehen durch
Wechselwirkung von o-Aminophenol bzw. Derivaten desselben einerseits und solchen
Nitrochlorbenzolderivaten andererseits, in welchen
eine Nitrogruppe in der 2-Stellung zum Chlor steht, während in der 6-Stellung sich
ein weiterer Substituent, wie z. B. eine Sulfo-, Carboxyl- oder Nitrogruppe befindet; selbstverständlich können in dem Benzolkern außer
den genannten Substituenten in 1, 2 und 6 auch noch andere Substituenten vorhanden
sein, wie z. B. die Nitrogruppe, Sulfogruppe, Methylgruppe usw. in der Stellung 3, 4
oder 5.
Wesentlich für die Bildung der Phenoxazinderivate ist die Gegenwart eines Substituenten
in der 6-Stellung. So läßt sich das Dinitrooxydiphenylamin folgender Formel:
NO/
NH
NO9 HO
durch die Einwirkung von Alkalien nicht in ein Nitrophenoxazin verwandeln; die in
4-Stellung befindliche Nitrogruppe übt somit keinen die Bildung des Phenoxazinderivats
fördernden Einfluß aus;
Ebensowenig veranlaßt oder begünstigt die Gegenwart der Sulfo- oder der Carboxylgruppe
in der 4-Stellung die Phenoxazinbildung; denn die Nitrooxydiphenylaminsulfosäure
folgender Formel:
NH
SO3H
JVO, HO
läßt sich unter keinerlei Bedingungen in eine Phenoxäzinsulfosäure überführen. Auch aus
der Nitrooxydiphenylainincarbonsäure:
NH-
CO2H
60
kann unter dem Einfluß von Alkalien nicht das entsprechende Phenoxazinderivat erhalten
werden.
Die Umwandlung in Phenoxazinderivate gelingt aber leicht und glatt, wenn bei der
oben zuerst genannten Substanz die Nitro-1 gruppe nicht die 4-, sondern die 6-Stellung
einnimmt; auch die beiden anderen vorstehend erwähnten Diphenylaminderivate können glatt
in Phenoxazinderivate übergeführt werden, wenn als weiterer Substituent in der 6-Stellung
noch die Nitrogruppe vorhanden ist (vgl. Beispiel 3 und 4 des vorliegenden Verfahrens):
Die Nitrooxydiphenylamindisulfosäure
gender Konstitution:
gender Konstitution:
SO3H
ίο läßt sich gleichfalls glatt in ein Phenoxazinderivat
überführen. Da nun, wie bereits oben erwähnt, diejenige Nitrooxydiphenylaminmonosulfosäure,
in welcher eine Sulfogruppe in der 4-Stellung steht, aber die Sulfogruppe
in 6-Stellung fehlt, zu keinem Phenoxazinderivat führt, so liefert das eben geschilderte
Verhalten der Nitrooxydiphenylamindisulfosäure einen weiteren Beweis dafür, daß nur
die Gegenwart des Substituenten in der 6-Stellung ausschlaggebend ist für die Phenoxazinbildung,
während etwa in der 4 - Stellung noch vorhandene weitere Substituenten bei dieser Umsetzung keine Rolle spielen.
ι Teil des aus 2«6-Dinitrochlorbenzol und
o-Aminophenol dargestellten Nitrooxydiphenylaminderivats (Schmp. 1900) wird- mit
20 Teilen einer 5 prozentigen wässerigen Natronlauge erwärmt. Die Lösung färbt sich sehr bald rötlich und schon nach einiger
Zeit scheidet sich das Nitrophenoxazin in rotvioletten Nadeln aus. Die alkoholische Lösung
des so erhaltenen Produktes ist rot und wird durch Zusatz von Natronlauge blau gefärbt.
In konzentrierter Schwefelsäure löst sich das Phenoxazinderivat mit violettroter Farbe.
Der Schmelzpunkt der Substanz liegt bei 165 °.
Das durch Wechselwirkung von Dinitroo-chlorbenzoesäure
und o-Aminophenol erhältliche Diphenylaminderivat (Schmp. 213 °) wird in analoger Weise, wie vorstehend beschrieben,
mit etwa 20 Teilen einer etwa 5 prozentigen Natronlauge erwärmt; aus der
braunen Lösung scheiden sich bald rotbraune Nadeln des Natronsalzes der Phenoxazincarbonsäure
folgender Formel:
COOH
NH
NO/
aus. Die freie Säure schmilzt bei 295 ° und bildet orangerote Nadeln, die in Alkohol
oder Eisessig mit orangegelber Farbe löslich sind. Das Natronsalz ist leicht löslich in
Wasser mit roter Farbe, welche bei Zusatz eines starken Natronlaugeüberschusses nach
blau umschlägt.
Verwendet' man an Stelle des in vorstehendem Beispiel benutzten aus Dinitro-o-chlorbenzoesäure
dargestellten Diphenylaminderivats das aus der isomeren Dinitro-p-chlorbenzoesäure
und o-Aminophenol erhältliche Produkt, so entsteht ein Phenoxazinderivat
folgender Formel:
NO9
COOH
NH
welches in violett gefärbten Nadeln kristallisiert, die in den gebräuchlichen Lösungsmitteln
sehr schwer löslich sind; kaustische Alkalien nehmen die Substanz mit blauer Farbe, Schwefelsäure mit granatroter Farbe
auf.
ι Teil des Natriumsalzes des Diphenylaminderivats,
welches aus o-Aminophenol und der in der Patentschrift 116339, K-I. 22 d,
erwähnten 2 · 4-Dinitro-i-chlorbenzol-6-sulfosäure entsteht, wird mit verdünnter Natronlauge
erwärmt. Die entstehende Nitrophenoxazinsulfosäure folgender Konstitution:
SO5H
NO/
NH
bildet ein schön in braunroten Nadeln mit grünem Metallglanz kristallisierendes Natronsalz,
welches in Wasser leicht löslich ist.
Das aus der i-Chlor-2»6-dinitrobenzol-4-sulfosäure
des Patents 116759, Kl. 120, und
o-Aminophenol entstehende Nitrodiphenylaminderivat liefert bei ähnlicher Verarbeitung,
wie vorstehend beschrieben, ein Phenoxazinderivat in Form braunroter glänzender Nädelchen,
die in siedendem Wasser mit violettroter Farbe löslich sind.
Das durch Einwirkung von 2 · 4-Dinitroi-chlorbenzol-6-sulfosäure
auf o-Aminophenol-p-sulfosäure entstehende Diphenylaminderivat
geht durch Erwärmen mit verdünnter Natronlauge in ein Phenoxazinderivat über, dessen Natronsalz sich aus der Reaktionslösung durch Kochsalz leicht abscheiden läßt
und sich in Wasser mit dunkeloranger Farbe löst. Die freie Nitrophenoxazindisulfosäure
bildet rötlich gefärbte metallisch glänzende Nadeln, die in Wasser mit gelbbrauner Farbe
löslich sind.
Kondensiert man äquimolekulare Mengen von i-Chlor-2-nitrO"4 · 6-benzoldisulfosaurem
Natrium (dargestellt durch Nitrierung von l-Chlorbenzol-2-4-disulfosäure) und o-Aminophenol
durch Kochen in wäßriger Lösung unter Zusatz von Natriumacetat, so färbt sich die Flüssigkeit orangegelb. Auf Zusatz von
Ätznatron wird die Lösung dunkler und nach kurzem Erhitzen violett. Auf Zusatz von
Kochsalz scheidet sich das Natriumsalz der Phenoxazindisulfosäure in braunen Kriställchen
ab, die durch Umlösen aus Wasser gereinigt werden. Sie sind in Wasser mit gelbroter Farbe löslich; auf Zusatz von Natronlauge
färbt sich die Flüssigkeit rotviolett. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ,
ist rot.
In den vorstehenden Beispielen läßt sich die Natronlage durch die wäßrige Lösung
eines anderen fixen Alkalis ersetzen, wie z. B. Kalilauge; ebenso kann die Darstellung der
Phenoxazinderivate anstatt in wäßriger Alkalilösung vermittels alkoholischen Alkalis vorgenommen
werden oder aber in alkoholischwäßriger Lösung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Phenoxazinderivaten, darin bestehend, daß man 2 - Nitro - 2'-oxydiphenylaminderivate, welche in der 6-Stellung substituiert sind, mit Ausnahme des Trinitrooxydiphenylamins, mit Alkalien behandelt.Gedruckt In der reichsdruckereI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200736C true DE200736C (de) |
Family
ID=463347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200736D Active DE200736C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200736C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN119931039A (zh) * | 2025-03-04 | 2025-05-06 | 南京大学 | 一种聚吩噁嗪高分子膜材料的制备方法 |
-
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- DE DENDAT200736D patent/DE200736C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN119931039A (zh) * | 2025-03-04 | 2025-05-06 | 南京大学 | 一种聚吩噁嗪高分子膜材料的制备方法 |
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