DE199675C - - Google Patents

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DE199675C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J15/00Riveting
    • B21J15/10Riveting machines
    • B21J15/16Drives for riveting machines; Transmission means therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft die besondere Ausführung einer Nietmaschine zum Warmnieten von Werkstücken, und insbesondere einer solchen mit einem Paar Nietkolben, bei welchen die Niederhalter und Kolben jeden Paares eine gemeinsame und gleichzeitige Bewegung in entgegengesetztem Sinne ausführen.
Bei solchen Maschinen ist es bekannt, die
ίο beiden Paare (Nietkolben und Niederhalter) ■in Abhängigkeit voneinander anzutreiben. Demgegenüber erfolgt bei der vorliegenden Nietmaschine dieser Art der Antrieb sowohl der Nietkolben als auch der Niederhalterpaare unabhängig voneinander durch gesonderte Motoren, so daß sowohl die Klemmbewegung der Niederhalter nach der Stärke der zu verbindenden Bleche durch einfache Zulassung und Absperrung des Treibmittels geregelt und begrenzt wird, als auch der Druck und Hub der Nietkolben entsprechend Länge, Querschnitt und Form der Niete für sich und ohne Auswechseln irgendwelcher Antriebsteile verändert werden kann.
Es ist also nicht mehr nötig, wie beim Antrieb der Paare, in Abhängigkeit voneinander behufs Einstellung der Niederhalter für wechselnde Blechstärken besondere Einsatzteile auszuwechseln, und man ist bezüg-Hch der Regelung des Druckes und Hubes der Nietkolben unabhängig von der Bewegung der Niederhalter und deren Antriebsmotor.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Maschine dargestellt.
Fig. ι ist eine Ansicht der Maschine in der Ruhelage,
Fig. 2 eine Ansicht von rückwärts,
Fig. 3 eine solche von oben.
Fig. 4 und 5 zeigen die Endteile der Maschine in zwei verschiedenen Stellungen der Druckringe und Nietkolben.
Fig. 6 zeigt den Endteil einer abgeänderten Ausführungsform.
Fig. 7 ist eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der Maschine.
Fig. 8 ist eine Oberansicht und
Fig. 9 eine Vorderansicht derselben.
Fig. 10 und Ii zeigen in einer den Fig. 1 und 3 entsprechenden Darstellung diese Ausführungsform der Maschine mit elektrischem Antrieb.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus zwei Sätzen zusammenarbeitender Teile, den Niederhaltern einerseits und den Nietkolben andererseits, die hintereinander in Wirkung treten, um die Nietung zu vollziehen. Die zu nietenden Werkstücke werden zu diesem ■ Zweck, wie bekannt, an der Nietstelle zwisehen den beiden Niederhaltern festgehalten und festgeklemmt, in deren Innerem die Enden des Rundeisenstückchens liegen, die die Nietköpfe zu bilden haben.
Zu diesem Zweck gleiten im Innern der Niederhalter zwei in Nietstempel endende Kolben und drücken diese Endstückchen zu den Köpfen des Nietes.
Das Niederhalterpaar einerseits und das ■ Nietkolbenpaar andererseits werden gemäß
der vorliegenden Erfindung durch verschiedene und voneinander unabhängige Antriebsmotoren angetrieben, die nach den dargestellten Beispielen hydraulische Preßluft- oder Dampfzylinder bzw. Elektromotoren sind.
Der Rahmen α der Maschine von Hufeisenform (Fig. ι bis 5) trägt seitlich den kleinen Zylinder b, der die Niederhalter antreibt und dessen Achse in der Symmetrieebene des Rahmens liegt. Der Zylinder b ist doppeltwirkend. Seine Kolbenstange ist durch eine Stange χ mit einer Traverse c verbunden, die an ihren beiden Enden d an festen Stangen des Maschinenrahmens geführt wird. An symmetrischen Punkten e, e der Traverse c sind zwei Stangen j angelenkt, die an Kurbeln g von in Lagern i sich drehenden Wellen h angreifen. Auf jeder Welle h sind zwei Kurbeln / aufgekeilt, die mittels der Gelenkstücke k an Zylindern /, / angelenkt sind, an deren Innenseiten die auswechselbaren Niederhalter bzw. Ringe m befestigt sind, die auf diese Weise die ab-
' wechselnden Bewegungen der in den Enden des Maschinenrahmens gleitenden Zylinder I mitmachen.
Die Nietkolben v, v, die in die auswechselbaren Nietstempel \ endigen und mit leichter Reibung im Innern der Zylinder / gleiten, werden ähnlich wie letztere angetrieben. Die Außenenden der Kolben ν sind durch Gelenkstücke u (Fig. 4) mit sich frei auf den Wellen h zwischen den Kurbeln f,f drehenden Winkelhebeln t verbunden. Der zweite Arm der Hebel t bewegt sich in einer geeigneten Ausnehmung des Rahmens und ist an eine Stange q angelenkt. Jede Stange q greift bei r an einer an zwei Stangen ρ geführten Traverse ο an, in deren Mitte die Stange y (Fig. 2) eines in einem doppeltwirkenden Zylindern spielenden Kolbens angreift.· Dieser Zylinder ist vorteilhaft an der Rückseite des Rahmens coachsial mit der Symmetrieebene desselben angeordnet.
Die Maschine arbeitet wie folgt:
Die Werkstücke, in die man das rotangewärmte Nietstück, eingesetzt hat, werden an die Nietstelle gebracht, dann wird das Druckmittel in den Zylinder b gelassen, so daß der Kolben nach hinten geht und die Teile x, c,j und g, h, f nach rückwärts zieht bzw. dreht, so daß die Zylinder / gegeneinandergleiten (Fig. 4) und die Niederhalter m die Werkstücke um das Niedrundstückchen herum zusammenklemmen. Ist das genügend geschehen, so sperrt man das Druckmittel zu b ab, ohne es auszulassen. Hierauf wird das Druckmittel in den Zylinder η gelassen, so daß der Kolben die Traverse ο nach hinten schiebt, die mittels der Winkelhebel t die Nietkolben ν gegeneinanderbewegt, welche ihre Nietstempel auf die Enden des Rundeisenstückes drücken (Fig. 5) mit einem Druck, der einmal von der Menge des in dem Zylinder η gelassenen Druckmittels und zweitens von dem Längenverhältnis der beiden Arme der Winkelhebel t abhängt. Letzteres läßt sich regeln, indem man in dem nach abwärts gehenden Arme einen Kulissenschlitz ausspart, in dem der Kopf der Stange q eingestellt und festgestellt wird (nicht dargestellt). Diese Anordnung gestattet auch, den Hub der beiden Nietkolben unabhängig voneinander verschieden zu machen, was z. B. dann erwünscht sein kann, wenn die beiden Nietköpfe verschiedene Form und Größe erhalten sollen. Ist das Niet genügend zusammengepreßt, so steuert man die Zylinder b und η um, so daß sich Ringe m und Nietstempel \ wieder in ihre Anfangsstellung zurückbewegen.
Naturgemäß kann auch der Antrieb geändert werden; so könnte man z. B. die Zylinder b und η durch Elektromotoren (.DundZ)1 in Fig. 10 und 11) mit umkehrbarer Bewegung ersetzen, deren Wellen V bzw. V1 Schraubenspindeln bilden, die in Muttergewinde der Traversen 0 und c laufen. Das Gestänge von diesen Traversen aus zu den Nietkolben bzw. Niederhaltern bleibt unverändert. Der in bekannter Weise mit Umkehrschalter und Widerstandsregler ausgestattete Elektromotor erhält seinen Antrieb durch Strom aus einer Netzleitung, die durch irgendeine Stromquelle Strom erhält.
Wie auch der Antrieb selbst sei, das Wesentliche ist, daß die beiden Druckringe eine gleiche, gleichzeitige, aber entgegengesetzte Bewegung erhalten von gleichem Hub und mit gleicher Kraft. Die Nietkolben erhalten ebenfalls gleiche, gleichzeitige, aber entgegengesetzte Bewegung, deren Hub und Kraft gleich oder ungleich sein können, je nachdem die Nietköpfe gleich oder nach Form und Größe verschieden sein sollen.
Die Nietstempel ^ bzw. diese und die Niederhalterringe m brauchen, welches auch die Stärke des zu nietenden Werkstückes sei, nicht ausgewechselt zu werden, es sei denn, die Niete sollen eine andere Form und Größe erhalten.
Die Ausführungsform Fig. 1 bis ■ 5 der Nietkolben und Niederhalter kann abgeändert werden entsprechend der auszuführenden Arbeit, so z. B. in die Ausführungsform Fig. 6, die eine spezielle Form Niederhalterringe m1 und gekröpfte Nietkolben νΛ zeigt, wie solche für bestimmte Arbeiten, z. B. Flanschen genieteter Träger, Kesselboden u. a., nötig ist.
Niederhalter und Nietstempel können auch an ineinandergleitenden Platten statt in Hohlzylindern angeordnet sein.
Bei der Ausführungsform Fig. 7 bis 9 sind beide Antriebsteile in der Maschinenachse angeordnet, was gewisse besondere Vorteile, namentlich bzw. Leichtigkeit der Maschine und Verteilung der Arbeit, gewährt.
An der Rückseite des Hufeisenrahmens der Maschine und in dessen Achse befindet sich ein in zwei verschiedenen Durchmessern abgesetzter Zylinder 2. Der hintere Teil 4 enthält einen großen Kolben 5,, der vordere 3 einen kleinen Kolben 6, dessen erweitertes Außenende 7 mit geringer Reibung im ersten Kolben 5 gleitet.
Der Körper des Kolbens 6 hat einen kl-eineren Durchmesser als der Zylinder 3, so daß um den Kolben 6 eine Ringkammer 8 entsteht, die ständig das Druckmittel aufnimmt. Der Kolben 6 endigt in ein Kopfstück 9 vom Durchmesser des Zylinders 3.
ao Der Zylinder 3 muß natürlich so geteilt ausgebildet sein, daß der Teil 9 eingebracht werden kann. Kolben 6 bewegt die Niederhalter 10 mittels der beiden Pleuelstangenpaare 11, die die Winkelhebelpaare 12 bewegen, welche an den Enden zweier Wellen 13 befestigt sind und an den die Niederhalter 10 mittels der Gelenkstangen 14 angreifen.
Der große Kolben 5 ist mit einer Traverse 15 verbunden, die mit den Nietkolben 16 durch zwei Stangen 17, zwei auf den Wellen 13 gelagerte Winkelhebel 18 und Gelenkstangen 19 verbunden ist. Die Nietkolben 16 und die Druckringe 10 sind hier in Form ineinandergleitender Platten angeordnet. Die Enden der Traverse 15 tragen Gleitschuhe 20, die in der Gleitbahn 21 des Rahmens gleiten.
Wenn die zu nietenden Werkstücke in die gewünschte Lage gebracht sind und das rotangewärmte Rundeisenstückchen eingesteckt ist, läßt man das Druckmittel unter den Kopf des Kolbens 6 treten, der mittels der beschriebenen Übertragung die Niederhalter 10 einander nähert und die Werkstücke um das Nietstück herum gegeneinanderklemmt. Dann läßt man das Druckmittel unter den Kolben 5 treten, der in demselben Sinne die Nietkolben 16 zusammentreibt und sie das Niet bilden läßt. Das dauernd in die Ringkammer 8 zugelassene Druckmittel hält den Kolben 6 in seiner Anfangsstellung, ebenso wie den Kolben 5, der durch den Teil 7 des Kolbens 6 mitgenommen wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Nietmaschine mit einem Paar gegeneinanderbewegter Niederhalter und Nietkolben, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Nietkolben- als auch die Niederhalterpaare unabhängig voneinander durch gesonderte Motoren angetrieben werden, derart, daß sowohl die Klemmbewegung der Niederhalter entsprechend der Stärke der zu verbindenden Bleche durch einfache Zulassung oder Absperrung des Treibmittels geregelt und begrenzt werden, als auch der Druck und Hub der Nietkolben entsprechend Länge, Querschnitt und Form der Niete für sich und ohne Auswechslung irgendwelcher Antriebsteile verändert werden kann.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Niederhalter und Nietkolben je durch einen gesonderten Antriebsmotor (hydraulischen Zylinder, Zylinder für ein elastisches Druckmittel, umkehrbaren Elektromotor usw.) angetrieben werden, dessen Zylinder in einer Mittelebene der Maschine angeordnet ist und die Kraft durch ein Hebelgestänge (Traverse c, 0, Stangen j, q und Hebel g,f bzw. t) überträgt.
3. Maschine nach Anspruch 1, bei welcher der Motor (Preßzylinder usw.) für den Niederhalterantrieb und der gesonderte für den Nietkolbenantrieb in einer Symmetrieachse der Maschine angeordnet sind.
4. Maschine nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebselemente aus zwei Kolben (6 und 5) bestehen, die ineinanderlaufen, wobei der Innenzylinder (6) zuerst zum Antrieb der Niederhalter mittels Stangen (11) und Winkelhebel (12) angelassen wird und darauf der Außenzylinder (5) zum Antrieb der Nietkolben mittels Stangen (17) und Winkelhebel (18), wobei der Innenkolben
(6) einem konstanten Gegendruck ausgesetzt ist, der ihn nach jedem Nietvorgang in seine Grundstellung zurückdrückt, ebenso wie den Kolben (5) und die mit dem Kolben zusammenhängenden Teile.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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