DE198312C - - Google Patents

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DE198312C
DE198312C DENDAT198312D DE198312DA DE198312C DE 198312 C DE198312 C DE 198312C DE NDAT198312 D DENDAT198312 D DE NDAT198312D DE 198312D A DE198312D A DE 198312DA DE 198312 C DE198312 C DE 198312C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H67/00Electrically-operated selector switches
    • H01H67/02Multi-position wiper switches
    • H01H67/04Multi-position wiper switches having wipers movable only in one direction for purpose of selection
    • H01H67/12Linear-motion switches

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  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Fernsprechschaltung derjenigen Art, bei welcher die Teilnehmer sich selbst die gewünschten Verbindungen herstellen können. Dies geschieht in der Weise, daß im Vermittlungsamt eine Anzahl von Kontaktfeldern vorgesehen ist, von denen jedes so viel feststehende Kontakte besitzt, wie Teilnehmer an das Amt angeschlossen sind. Außerdem ist die Zahl der Kontaktfelder ebenfalls gleich der Zahl der Teilnehmer. In Fig. ι ist eine allgemeine schematische Übersicht der Schaltung gegeben. Die Zahl der Kontaktfelder C, C ist gleich der Zahl der Teilnehmer. Jedes Kontaktfeld ist außerdem mit derselben Zahl von feststehenden Kontakten 11 ausgestattet und jeder Teilnehmer ist durch eine Leitung B an einen bestimmten Kontaktknopf 11 aller Felder dauernd angeschlossen. Auf dem Schema der Fig. ι sind nur diejenigen Kontaktknöpfe 11 gezeichnet, an welche der rufende Teilnehmer R und der gerufene Teilnehmer G angeschlossen sind, Und die Bezugsziffern dieser beiden Kontaktknöpfe sind den Anschlüssen entsprechend durch die Indizes r und g unterschieden. Sämtliche Kontaktknöpfe 11 sind in bekannter Weise in Reihen angeordnet, .die sich rechtwinklig schneiden, und die ,Herstellung der Verbindung geschieht' in der Weise, daß ein beweglicher Kontakt 1 durch entsprechende Schaltwerke in zwei Richtungen derart verschoben wird, daß er den Kontaktknopf iig des gerufenen Teilnehmers berührt. Zu diesem Zweck ist bei jedem Kontaktfeld eine Schaltvorrichtung 14 vorgesehen und durch -35 eine Leitung A mit dem zugehörigen Teilnehmer verbunden. Will also der Teilnehmer R den Teilnehmer G sprechen, so setzt er zunächst durch Vermittlung seiner Leitung A seinen Schalter 14 in Bewegung und verschiebt seinen Kontakt 1, bis er den Kontakt 11g berührt. Es ist dann durch die ^!-Leitung des rufenden Teilnehmers R und durch die B-Leitung des gerufenen Teilnehmers G eine Verbindung zwischen beiden hergestellt. Zwischen der B-Leitung und Erde ist bei jedem Teilnehmer ein Rufapparat T eingeschaltet und durch diesen sendet nun der rufende Teilnehmer R Stromstöße, welche bewirken, daß dem gerufenen Teilnehmer die 5°. Nummer des rufenden Teilnehmers mitgeteilt wird. Ist dies geschehen, so setzt dieser nun seinerseits, seinen Schaltapparat 14 in Tätigkeit und verschiebt auf seinem Kontaktfeld den ihm zugehörigen beweglichen Kontakt 1, bis er den feststehenden Kontakt iir berührt. Dadurch wird also zwischen seiner. ^4-Leitung und der.B-Leitung des rufenden Teilnehmers ebenfalls eine Verbindung hergestellt, und durch diese beiden Drahtverbindungen kann nun das Gespräch stattfinden.
Die einzelnen Vorrichtungen, mit deren Hilfe diese Schaltungen ausgeführt werden, sind in den Zeichnungen dargestellt. Es ist
Fig. 2 eine Ansicht eines Kontaktfeldes mit den nötigen Schaltvorrichtungen,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Schaltwerkes, besonders herausgezeichnet,
Fig. 4 eine Ansicht des Linienwählers, mit dessen Hilfe der rufende Teilnehmer die Verbindung zwischen seiner ^-Leitung und der B-Leitung des gerufenen Teilnehmers herstellt,
Fig. 5 die Empfängerrufvorrichtung, mit deren Hilfe dem gerufenen Teilnehmer die
ίο Nummer des rufenden Teilnehmers angezeigt wird,
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Gebervorrichtung, mit deren Hilfe der rufende Teilnehmer dem gerufenen seine Nummer anzeigt, wenn er die Verbindung hergestellt hat, und
Fig. y das Stromschema der .zum Kontaktfeld gehörigen Schaltvorrichtungen.
Das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel ist für vierhundert Teilnehmer berechnet. Wie aber aus dem folgenden hervorgehen wird, ist es derart eingerichtet, daß es sich ohne wesentliche Änderungen auch für die vierfache Zahl von Teilnehmern verwenden ließe. Dementsprechend zeigt das Kontaktfeld Fig. 2 vierhundert feststehende Kontaktknöpfe 11, 11. Das ganze Feld ist wieder in vier kleinere Felder eingeteilt, von denen jedes hundert Kontaktknöpfe 11 enthält. Die Nummern der Teilnehmer sind so verteilt, daß das erste Viertelkontaktfeld die Nummern ο bis 99, das zweite die Nummern 100 bis 199, das dritte die Nummern 200 bis 299 und das vierte die Nummern 300 bis 399 umfaßt.
Auf jedem der Viertelfelder bewegt sich ein beweglicher Kontaktstift. Von diesen mit 1, 2, 3 und 4 bezeichneten Kontaktstiften ist aber immer nur einer eingeschaltet, so daß auch immer nur eine-Verbindung hergestellt wird, obgleich alle vier beweglichen Kontakte stets gleichzeitig und um gleiche Beträge auf den vier Viertelfeldern verschoben werden.
Die vier beweglichen Kontakte 1, 2, 3 und 4 sind durch biegsame Leitungen 5 mit feststehenden Klemmen 6 verbunden. Jeder Kontakt i, 2, 3 und 4 wird von zwei Bügeln 7 und 8 getragen, die ihrerseits auf Schienen 9 und 10 befestigt sind. Durch Fortschalten der Schiene 10 in der auf der Zeichnung senkrechten Richtung werden also die beweglichen Kontaktstifte von Reihe zu Reihe der Kontaktknöpfe 11 auf dem Kontaktfeld verschoben und durch Fortschalten der Schiene 9 in der auf der Zeichnung wagerechten Richtung werden die Kontaktstifte der betreffenden Reihe der Kontakte 11 von einem Kontakt zum anderen verschoben.
Die Fortschaltung der Schienen 9, 10 geschient' mit Hilfe zweier Schaltwerke 12,13 und die Umkehrung des Bewegungssinnes der Fortschaltung mit Hilfe des Umschaltwerkes 14. Die beiden Schaltwerke 12, 13 sind einander gleich und entsprechen der Darstellung der Fig. 2 und 3. Die das Schaltwerk bildende Verlängerung der Schiene 9 oder 10 ist mit je einer Zahnstange 15 bzw. 16 ausgestattet, deren Verzahnungen nach Art. der eines Sperrrades einseitig geschnitten sind. Beide Verzahnungen stehen einander gegenüber und die steilen Seiten der Zähne zeigen nach entgegengesetzten Richtungen. Außerdem ist noch eine dritte Verzahnung auf der Rückseite der Zahnstange 15 angebracht, deren Verzahnung stumpfwinklig geschnitten ist. Auf einem festen Bock 18 ist eine Blattfeder 19 angeschraubt, die an ihrem freien Ende eine Rolle 20 trägt, und diese Rolle wird durch die Feder zwischen die stampfen Zähne auf der Rückseite der Zahnstange 15 eingedrückt. Dadurch wird also zunächst erreicht, daß die Schiene 9 (oder 10) immer nur in solchen Stellungen zur Ruhe kommen kann, in denen die beweglichen Kontakte 1, 2, 3, 4 sich genau über entsprechenden Kontakten 11 befinden. An dem Bock 18 ist ferner eine Sperrklinke 21 angelenkt, die an ihrem freien Ende einen Stift trägt, der sich zwischen den beiden Zahnstangen 15 und 16 befindet und je nach der Stellung der Sperrklinke entweder in die eine oder die andere dieser beiden Verzahnungen eingreifen kann. An dem Anker 22 des Elektromagneten der Schaltwerke 12 (oder 13) ist außerdem eine zweite Klinke 23 gelenkig befestigt, die zum eigentlichen Fortschalten dient. Sie trägt an ihrem freien Ende ebenfalls einen Stift, der, je nachdem sie aufwärts oder abwärts geschwenkt wird, in die obere Verzahnung der Zahnstange 15 oder die untere , Verzahnung der Zahnstange 16 eingreifen kann.
In der Ruhelage des Ankers'22 greift der' Stift der Sperrklinke 21 in die untere Verzahnung ein und verhindert dadurch, daß die Schiene 9 (oder 10) sich der beabsichtigten Schaltbewegung entgegenbewege. Am hinteren Ende der Sperrklinke 21 ist ein Hebel 24 befestigt, dessen schräg geschlitztes freies Ende einen Stift 25 umfaßt, der von dem Anker 22 des Elektromagneten 13 getragen wird, no Jedesmal also, wenn der Anker 22 angezogen wird, gleitet der Stift 25 in dem Schlitz entlang, drückt dadurch den Hebel 24 nieder und hebt dementsprechend das freie Ende der Sperrklinke 21 an, so daß deren Stift in die obere Verzahnung der Zahnstange 15 eingreift.
Je nachdem also die Schaltklinke 23 aufwärts oder abwärts geschwenkt wird und demgemäß in die obere oder die untere Verzahnung eingreift, wird sie die Schiene 9 (oder 10) um je einen Zahn, vor oder rückwärts schalten, so
oft der Elektromagnet 13 seinen Anker anzieht. Ist aber die Reihe der Zähne auf den Zahnstangen 15 oder 16 erschöpft, so wird bei den weiteren Bewegungen des Ankers 22 keine weitere Fortschaltung der Schiene eintreten.
Die Schaltklinke 23 wird durch eine Feder 26 beständig niedergedrückt, so daß sie das Bestreben hat, immer in die untere Verzahnung 16 einzugreifen. Unter der Schaltklinke 23 befindet sich das Ende eines Hebels 27, der von dem bereits erwähnten Umschaltwerk 14 gesteuert wird. Solange also dieser Hebel 27 gesenkt bleibt, greift die Schaltklinke 23 in die untere Verzahnung ein und das Schaltwerk 13 transportiert die Schiene 9 im einen Sinne fort. Soll sie aber im entgegengesetzten Sinne fortgeschaltet werden, so ist es nur nötig, den Hebel 27 anzuheben, denn es wird dadurch die darauf ruhende Schaltklinke 23 ebenfalls angehoben und demnach dazu gebracht, in die obere Verzahnung 15 einzugreifen und somit im entgegengesetzten Sinne zu transportieren. Der Hebel 27 ist an einem Fuß des Umschaltwerkes 14 gelagert und über seinen Drehpunkt hinaus verlängert. Unmittelbar über der Verlängerung befindet sich eine Scheibe 28, die mit einer Reihe von flachen Vorsprüngen 29 besetzt ist. Je nachdem sich also diese Scheibe 28 in einer Stellung befindet, in der sich einer der Vorsprünge 29 über der Ver-■ längerung des Hebels 27 befindet oder in einer derjenigen Stellungen, in denen einer der Zwischenräume zwischen zwei Vorsprüngen 29 sich über der Verlängerung des Hebels 27 befindet, wird das vordere freie Ende des Hebels 27 angehoben oder gesenkt und dementsprechend die Schaltklinke 23 gehoben oder gesenkt. Mit der Scheibe 28 ist ein Schaltrad 30 fest verbunden, welches in bekannter Weise durch eine Klinke fortgeschaltet wird, die mit dem Anker eines Elektromagneten 31 verbunden ist. So oft also der Elektromagnet 31 seinen Anker anzieht, wird die Scheibe 28 fortgeschaltet und das Schaltrad 29 ist derart eingerichtet, daß immer zwei Zähne auf einen der Vorsprünge der Scheibe 28 entfallen. Die Aufgabe, die Schaltwerke 12 und 13 umzuschalten, so daß sie im entgegengesetzten Sinne transportieren, ist also darauf zurückgeführt, dem Elektromagneten 31 zwei Stromstöße zuzuführen.
Die Elektromagnete sowohl der beiden Schaltwerke 12 und 13 wie des Umschaltwerkes 14 werden durch den Linienwähler erregt, der sich an der Teilnehmerstation befindet und in Fig. 4 besonders dargestellt ist. Im Linienwähler sind drei Ziffernscheiben 32,33 und 34 vorgesehen, mittels deren die Nummer des gewünschten Teilnehmers eingestellt wird. Die Ziffern sind auf ihren Umfang" aufgedruckt und erscheinen hinter entsprechenden Fenstern in der Vorderwand des Gehäuses. Mit jeder Ziffernscheibe ist ein Mitnehmerrad gekuppelt und unter den Ziffernscheiben befindet sich eine Mitnehmerwelle 35, die mit einer Handkurbel 36 versehen ist. Auf der Welle 35 sitzt drehbar und längsverschiebbar eine Muffe 37, die zwei Mitnehmer 38 und 39 trägt. Die Entfernung der beiden Mitnehmer ist etwas kleiner angenommen als die Entfernung der beiden Mitnehmerräder der Ziffernscheiben 32 und 33, welche den Einem und den Zehnern entsprechen. Wird die Muffe 37 nach links verschoben, so steht der Mitnehmer 38 dem Mitnehmerrad der Einerscheibe 32 gegenüber und, wenn die Muffe 37 gedreht wird, greift der Mitnehmer 38 bei jeder Umdrehung einmal zwischen zwei Zähne des Mitnehmerrades ein und schaltet die Einerscheibe um eine Ziffer fort. Die Ziffern bedecken nicht den ganzen Umfang der Scheibe, sondern nur ungefähr ein Drittel davon, aber die Zähne des Mitnehmerrades sind symmetrisch gestaltet, so daß das Rad immer mitgenommen wird, ob nun die Mitnehmermuffe 37 im einen oder anderen Sinne gedreht wird. Will also der Teilnehmer von einer höheren auf eine niedrigere Ziffer übergehen, so muß er die Kurbel links herumdrehen und umgekehrt. Die Zehnerscheibe 33 wird bei dieser Drehung nicht mitgenommen, weil der Mitnehmer 39 . dem entsprechenden Mitnehmerrad nicht gegenübersteht, sondern sich frei in der Luft dreht.
Wird nun die Muffe 37 nach rechts verschoben, so wird dadurch der Mitnehmer 39 dem Mitnehmerrad der Zehnerscheibe 33 gegenübergestellt und der Mitnehmer 38 gelangt in seine Leerlaufstellung. Wird also jetzt an der Kurbel gedreht, so wird nur die Zehnerscheibe fortgeschaltet und die Einerscheibe bleibt stehen.
Das Mitnehmerrad der Hunderterscheibe 34 ist als Sperrad ausgebildet und die Zehnerscheibe 33 trägt eine Schaltklinke, die in das Mitnehmerrad der Hunderterscheibe eingreift. Außerdem ist eine Sperrklinke an der Gehäusewand befestigt, die ebenfalls in das Schaltrad der Hunderterscheibe eingreift. Wird daher die Zehnerscheibe 33 in einen no Sinne fortgeschaltet, also beispielsweise im Sinne des Uhrzeigers, so nimmt sie die Hunderterscheibe mit. Wird sie aber im entgegengesetzten Sinne fortgeschaltet, so bleibt die Hunderterscheibe gesperrt und die Zehnerscheibe dreht sich allein. ' Die Hunderterscheibe 34 ist an ihrem ganzen Umfang mit Ziffern bedruckt, und da das dargestellte Ausführungsbeispiel für vierhundert Teilnehmer gedacht ist, so kommen nur vier Ziffern darauf vor, nämlich o, 1,2, 3, die sich aber fortlaufend auf ihrem ganzen. Umfang wiederholen. Durch
entsprechende Rechts- und Linksdrehung der Kurbel kann also der Teilnehmer jede beliebige Ziffer der Zehnerscheibe je einer der vier Ziffern der Hunderterscheibe nebenordnen.
Die Muffe 37 ist mit einer Eindreliung- 40 versehen, in die ein Stift auf dem Ende eines Hebels 41 eingreift. Der Hebel ist bei 42 an der Gehäusewand gelagert und sein unteres gabelförmiges Ende umfaßt einen Stift 43 auf einem Schenkel eines Halbkreissektors 44, der ebenfalls in der Gehäusewand drehbar gelagert ist. Seine Welle ragt durch die Gehäusewand hindurch und trägt außen einen Handhebel 45, mit dessen Hilfe der Sektor um i8o° gedreht werden kann. Ist der Hebel 45 in der in Fig. 4 dargestellten Ansicht in seine rechte Endstellung gebracht, so steht der Sektor links und demnach das obere Ende des Hebels 41 und die Muffe 37 in ihrer rechten Endstellung, und der Mitnehmer 39 steht dem Mitnehmerrad der Zehnerscheibe 33 gegenüber und der Mitnehmer 38 befindet sich in seiner Leerlaufstellung. Wird aber der Hebel 45 in seine linke Endstellung umgelegt, so dreht er entsprechend den Sektor 44 nach rechts, das obere Ende des Hebels 41 schiebt die Muffe 37 nach links und bringt dadurch den Mitnehmer 38 mit dem Mitnehmerrad der Einerscheibe
■ . 32 in Eingriff und den Mitnehmer 39 in seine Leerlaufstellung. Damit die Muffe 37 sich nicht unbeabsichtigt verschieben kann, ist eine Schleppfeder 37a vorgesehen, welche sie in jeder Lage durch Reibung festzuhalten strebt. Eine andere Schleppfeder leistet in bezug auf den Sektor 44 denselben Dienst.
Es müssen nun noch Einrichtungen vorhanden sein, um bei der Ausführung der beschriebenen Umstellungen der Ziffernscheiben 32,33,34 diejenigen Stromstöße in die Leitung zu senden, welche von den Schaltwerken 12, 13 und dem Umschaltwerk 14 im Amt verlangt werden, um die entsprechenden Verschiebungen des beweglichen Kontaktes 1 bis 4 auf der Schalttafel C zu vollziehen. Es muß also bei jeder Umdrehung der Mitnehmerwelle 35 je ein Stromstoß entweder an das Schaltwerk 12 oder an das Schaltwerk 13 abgegeben werden, je nachdem der Hebel 45 auf Einer oder auf Zehner gestellt ist, und außerdem muß bei jeder Umkehr des Drehungssinnes ein doppelter Stromstoß nach dem Umschaltwerk 14 entsendet werden, welcher die Umschaltung veranlaßt, so daß nunmehr auch die beweglichen Kontakte 1,2,3,4 im unigekehrten Sinne fortgeschaltet werden.
An der Muffe 37 befindet sich außer den beiden Mitnehmern 38 und 39 noch eine Kurbel 46, deren freies Ende mit einem Rädchen ausgestattet ist, und unter der Kurbel sind zwei übereinanderstehende Kontaktfedern 47 angebracht. Wird also die Muffe 37 gedreht, so drückt die Kurbel 46 bei jeder Umdrehung einmal mit Hilfe des Rädchens die beiden Kontaktfedern 47 nieder und ihre Enden werden dadurch zusammengebracht und stellen einen Kontakt her. Die Kontaktfeder)! verbinden die Leitung A mit Erde und somit erhält bei jeder Umdrehung der Mitnehmerwelle 35 entweder das Schaltwerk 12 oder das Schaltwerk 13 je einen Stromstoß und schaltet dementsprechend die beweglichen Kontakte 1,2,3,4 um je einen Kontakt 11 oder eine Kontaktreihe weiter.
Am entgegengesetzten, also in Fig. 4 dem rechten Ende der Welle 35 sitzt außerdem noch eine zweite Muffe 48, die zwei mit Rädchen ausgestattete Kurbeln trägt, und unter dieser Muffe ist ein ähnliches System von Kontaktfedern 49 an der Gehäusewand befestigt. Diese Muffe stellt also jedesmal, wenn sie einmal herumgedreht wird, zwei Kontakte, und zwar zwischen den Leitungen A, B her und gibt daher die beiden Stromstöße ab, die zur Bedienung des Umschaltwerkes 14 erforderlich sind.
Die Muffe 48 sitzt aber nicht fest auf der Welle 35, sondern kann durch Überwindung einiger Reibung darauf gedreht werden. Die Doppelkurbel ist außerdem mit einem Stift 50 versehen, welcher nach jeder vollen Umdrehung der Kurbel 36 in dem einen oder an- go deren Sinne an einen festen Anschlag 51 anstößt.
Die Muffe 37 dagegen sitzt, wie bereits gesagt worden ist, ganz lose auf der Welle 35. Die Kurbel 46 ist aber mit einem Stift 52 versehen und ein entsprechender Stift 53 ist in die Welle 35 eingesetzt. Wird also die Welle mit Hilfe der Kurbel 36 gedreht, so dreht sie sich so lange frei, d. h. ohne die Muffe 37 mitzunehmen, die ja durch ihre Schleppfeder festge- iOo halten wird, bis der Stift 53 gegen den Stift 52 anstößt, und erst dann wird die Muffe 37 mit der Kurbel 46 und den Mitnehmern 38, 39 mitgenommen.
Die Muffe 48 dagegen wird immer mitgenommen, wenn die Welle 35 sich dreht, und zwar immer so lange, bis ihr Stift 50 gegen den Anschlag 51 anstößt. Demnach ist die Wirkung dieser Einrichtung folgende. Ist die Welle 35 vorher in einem Sinne gedreht H0 worden und wird jetzt im entgegengesetzten Sinne gedreht, so bleibt zunächst die Muffe 37 stehen, bis die Welle eine volle Umdrehung gemacht hat. Während dieser Umdrehung wird-aber die Muffe 48 mitgenommen, und zwar um eine volle Umdrehung und macht dabei hintereinander zweimal bei 49 Kontakt. Sobald aber ihr Stift 50 bis an den Anschlag 51 gelangt ist, bleibt die Muffe 48 stehen, und in demselben Zeitpunkt ist auch der Stift 53 bis zum Stift 52 gelangt; die Kurbel 46 mit der Muffe 37 wird jetzt mitgenommen und bei
jeder weiteren Umdrehung der Welle 35 wird je ein Stromstoß durch die Leitung A und Erde abgegeben, wodurch entweder die Eineroder die Zehnerscheibe um je eine Ziffer fortgeschaltet wird. Sobald dann der Drehungssinii gewechselt wird, wiederholt sich dasselbe Spiel. Bei jedem Wechsel des Drehungssinnes werden also erst zwei Stromstöße durch die Leitungen A und B an das Umschaltwerk 14 abgegeben und dann fortlaufend bei jeder folgenden Umdrehung je ein Stromstoß durch die Leitung A und Erde an das Schaltwerk 12 oder das Schaltwerk 13.
Das Schaltwerk 12 entspricht den Einern der gewünschten Nummer und das Schaltwerk 13 den Zehnern, und beide Schaltwerke liegen zwischen der Leitung A und Erde.
Bei dem Umschaltwerk 14 teilt sich die νί-Leitung in zwei Zweige, von denen der eine, Ae, zum. Einerschaltwerk 12 führt und der andere, As, zu dem Zehnerschaltwerk 13 (s. Fig. 7). Es sind nun Vorkehrungen getroffen, welche bewirken, daß das Umschaltwerk 14 in Bewegung gesetzt wird, wenn der Hebel 45 aus seiner Einerstellung in seine Zehnerstellung· umgelegt wird oder umgekehrt und alsdann die yi-Leitung des rufenden Teilnehmers von dem Zweig Ae auf den Zweig Ab umgeschaltet wird oder umgekehrt. Zu diesem Zweck ist der Sektor 44 mit drei Kurvenstücken 54, 55 und 56 ausgestattet, und am Gehäuse sind zwei Kontaktfedern 57 und 58 angebracht, die mit den Leitungen A und B in Verbindung stehen. An der Kontaktfeder 58 ist eine flache Nase 59 angebracht, welche in die Bahn der Kurvenstücke 54, 55 und 56 vortritt. Das mittlere Kurvenstück 55 ist so ge-
. staltet, daß es stets die Nase 59 niederdrückt und daher zwischen den Federn 57 und 58 Kontakt macht, wenn der Sektor 44 aus seiner einen Endstellung in die andere gedreht wird. Die Kurvenstücke 54 und 56 dagegen sind schräg gestellt, so daß sie unter die Nase 59 fassen und sie emporheben, wenn der Hebel 45 aus seiner Einerstellung in seine Zehnerstellung umgelegt wird, und daher bei dieser Bewegung keinen Kontakt zwischen den Federn 57 und 58 machen. Wird aber der Hebel 45 umgekehrt aus der Zehnerstellung in die Einerstellung umgelegt, so greifen die Kurvenstücke 54 und 56 über die Nase 59 und drücken sie nieder, so daß bei dieser Bewegung drei Stromstöße in die Leitung A1 B geschickt werden.
Es ergibt sich also, daß jede Umkehr des Drehungssinnes an der Kurbel 36 zweimal zwischen den Leitungen A und B Kontakt herstellt und jede Umdrehung einmal zwischen A und Erde. Die Umschaltung von Einem auf Zehner macht einmal und die Umschaltung von Zehnern auf Einer macht dreimal hintereinander Kontakt zwischen A und B. Die Kontakte zwischen A und B beziehen sich auf das Umschaltwerk 14 und die Kontakte zwischen A und Erde auf die Schaltwerke 12 und 13 (s. Fig. 7).
Die beiden Schaltwerke 12 und 13 sind zwischen die Leitung A und Erde geschaltet. Die Leitung A führt aber nicht unmittelbar von dem Gebeapparat zu den Schaltwerken, sondem durch Vermittlung des Umschaltwerkes 14. Je nachdem dieses eingestellt ist, werden also die Stromstöße, die über die Leitung A und Erde gesandt werden, dem Einerschaltwerk 12 oder dem Zehnerschaltwerk 13 zügeführt. Zu diesem Zweck ist über dem Umschaltwerk 14 eine feststehende Scheibe 60 angeordnet (Fig. 2), auf der eine Anzahl Kontaktknöpfe 61 und 62 in einem zur Achse des Schaltrades 30 konzentrischen Kreis derart angeordnet sind, daß immer ein Kontaktknopf 61 mit einem Kontaktknopf 62 abwechselt. Außerdem ist auf der Scheibe 60 eine kreisförmige Kontaktschiene 63 vorgesehen. Die vom Linienwähler des Teilnehmers kommende Leitung.A ist an die Schiene 63 angeschlossen (Fig. 7), die Knöpfe 61 sind an die Zweigleitung Ae angeschlossen, die zum Einerschaltwerk 12 führt, und die KnöpfeÖ2 an die Zweigleitung Az, die zum Zehnerschaltwerk 13 führt. Das Umschaltwerk 14 trägt außerdem zwei Kontaktfedern 64 und 65, von denen die eine, 64, auf der Schiene 63 und die andere auf den Knöpfen 61,62 schleift. Die beiden Federn 64 und 65 sind miteinander leitend verbuiiden. Je nach der Stellung des Umschaltwerkes wird also die Feder 65 entweder auf einem Knopf 61 oder auf einem Knopf 62 stehen und daher entweder das Einerschaltwerk 12 oder das Zehnerschaltwerk 13 mit dem Linienwähler verbinden.
Wie weiter oben bereits beschrieben worden ist, ist die Scheibe 28 des Umschaltwerkes mit einer Anzahl von Vorsprüngen 29 besetzt, die derart angeordnet sind, daß je ein Vorsprung zwei Zähnen des Schaltrades 30 entspricht. Wird der Drehungssinn der Kurbel 36 am Gebeapparat umgekehrt, so stellt die Muffe 48 zweimal hintereinander Kontakt zwischen den Kontaktfedern 49 her, d. h. zwischen den Leitungen A und B. Daher wird der Elektromagnet 31 des Umschaltwerkes 14 zweimal erregt, zieht seinen Anker zweimal an und schaltet dadurch das Umschaltwerk 14 um zwei Zähne weiter. Die Folge von dieser Bewegung ist eine doppelte. Erstens wird die Kontaktfeder 65 von einem Kontaktknopf 61 oder 62 auf den folgenden Kontaktknopf 61 oder 62 fortgeschoben, d. h. der Gebeapparat bleibt mit demselben Schaltwerk 12 oder 13 verbunden, mit dem er vorher verbunden war. Zweitens wird aber die Scheibe. 29 ebenfalls
fortgeschaltet, und wenn also der zugehörige Hebel 27 vorher niedergedrückt war, so wird er jetzt angehoben und umg-ekehrt. Er bringt also auch die Schaltklinke 23 außer Eingriff mit der Zahnstange, mit der sie bis dahin in Eingriff stand, also beispielsweise mit der Zahnstange 15, und bringt sie statt dessen mit der gegenüberliegenden Zahnstange, also beispielsweise mit der Zahnstange 16, in Eingriff. . Der Bewegungssinn, in dem das betreffende Schaltwerk arbeitet, wird also umgekehrt, d. h. das betreffende Schaltwerk stellt sich entsprechend der Bewegung der Welle 35 oder der Kurbel 36 ein.
Dieses Spiel kann so oft wiederholt werden, wie der Teilnehmer es wiederholen will. Wenn er die Ziffernscheibe bis an das Ende der Ziffernreihe herumg-ekurbelt hat, so folgt auch das der betreffenden Ziffernscheibe zugehörige Schaltwerk, und jedesmal, wenn er am Ende der Ziffernreihe ankommt, kann er den Drehungssinn umkehren und zurückkurbeln; hierdurch wird jedesmal auch das Umschaltwerk 14 in Tätigkeit gesetzt und kehrt selbsttätig. den Bewegungssinn des zugehörigen Schaltwerkes 12 oder 13 um.
Der Kontakt 59 (Fig. 4) ist zwischen die Leitungen A und B eingeschaltet. Wird also der Hebel 45 aus der Einerstellung· in die Zehnerstellung umgelegt, so wird mit Hilfe des Sektors 44 und den darauf angebrachten Nasen 54, 55 und 56.einmal zwischen den Leitungen A und B Kontakt gemacht und daher der Elektromagnet 31 des Umschaltwerkes 14 einmal erregt. Er zieht also einmal seinen Anker an. Dadurch wird der Bewegungssinn des Schaltwerkes 12 oder 13 nicht umgekehrt, aber die Feder 65 wird von einem Knopf 61 auf einen Knopf 62 fortgeschoben oder umgekehrt. War also vorher das Einerschaltwerk 12 mit dem Linienwähler verbunden, so wird jetzt das Zehnerschaltwerk 13 mit dem Linienwähler verbunden und dieses folgt nun dementsprechend den weiteren Umdrehungen der Welle 35 und der Zehnerziffernscheibe. Im übrigen wiederholt sich dasselbe Spiel wie beim Einstellen der Einerziffernscheibe 33.
Wird dagegen der Hebel 45 am Linienwähler von seiner Zehnerstellung in seine Einerstellung umgelegt, so stellt der Sektor 44 zwischen den Leitungen A und B drei Kontakte her. Die Feder 65 rückt also ebenfalls um drei Schritte weiter, und da sie auf einem der Knöpfe 62 stand, so gelangt sie beim ersten Schritt auf einen der Knöpfe 61, beim zweiten auf einen Knopf 62 und beim dritten wieder auf einen Knopf 61. Der Linienwähler ist also jetzt mit dem Einerschaltwerk 12 verbunden.
Wie bereits gesagt, entsprechen die aufeinanderfolgenden Knopfpaare 61, 62 abwechselnd den entgegengesetzten Bewegungssinnen der Schaltung; wird also der Bewegungssinn durch das Vorzeichen ausgedrückt, so bilden sie folgende Reihe +61, +62, —61, ·—62, + 61, +62 und so fort. Rückt also der Schaltapparat von einem Knopf 61 zu einem Knopf 62 vor, d. h. wird bei der Schaltung von den Einern auf die Zehner übergegangen, so ist nur eine Schaltung erforderlich, denn samtliehe Knöpfe 62 haben dasselbe Vorzeichen wie die vorhergehenden Knöpfe 61. Würde aber durch eine entsprechende Schaltung von den Zehnern auf die Einer übergegangen, also von einem der Knöpfe 62 auf den nächstfolgenden Knopf 61, so würde dabei jedesmal der Bewegungssinn der Schaltung umgekehrt werden. Deshalb muß im einen Fall, d. h. beim Übergang von den Einem auf die Zehner, der Hebel 45 nur einen Kontakt machen, dagegen beim Übergang von den Zehnern auf die Einer drei Kontakte.
Mit dem Zehnerschaltwerk 13 ist nun noch eine Einrichtung in A'erbindung, durch welche die Hunderter ausgewählt werden. Bei der Beschreibung des Linienwählers ist bereits angegeben worden, daß die Hunderterziffernscheibe 34 einfach durch eine Sperrvorrichtung mit der Zehnerziffernscheibe derart gekuppelt ist, daß sie von ihr mitgenommen wird, wenn die Zehnerscheibe im einen Sinne gedreht wird, aber stehen bleibt, wenn sie im entgegengesetzten Sinne gedreht wird.
Bei der Beschreibung der Schaltvorrichtungen an den Kontaktfeldern C ist darauf hingewiesen worden, daß vier Kontaktfelder zu je hundert Kontaktknöpfen vorgesehen sind. Bei der Beschreibung ist zunächst nur auf ein Kontaktfeld Rücksicht genommen worden. Die Einrichtung ist aber folgendermaßen getroffen. Auf jedem der vier Kontaktfelder befindet sich je ein beweglicher Kontakt 1,2,3 oder 4 und bei jeder Schaltung werden alle vier Stifte gleichzeitig bewegt und daher auf entsprechende Kontaktknöpfe der vier Felder eingestellt. Es ist nun eine Einrichtung vorgesehen, welche bewirkt, daß immer nur einer von den vier beweglichen Kontaktstiften 1,2, 3,4 mit der Leitung A des rufenden Teilnehmers verbunden ist, je nachdem die Htmderterziffer des gerufenen Teilnehmers den Wert o, i, 2 oder 3 besitzt.
Mit der Schiene 9 des Zehnerschaltwerkes ist eine Verlängerung 66 verbunden, welche eine Zahnstange 67 trägt. Diese Zahnstange greift in ein Zahnrad 68 ein, das sich unter einer feststehenden Kontaktscheibe 69 drehen kann. Das Zahnrad 68 ist durch ein Gesperre mit seiner Welle 70 derart gekuppelt, daß es bei seiner Drehung im einen Sinne die Welle mitnimmt, bei seiner Drehung im entgegengesetzten Sinne dagegen nicht. Auf der Kon-
taktscheibe 69 ist eine kreisförmige Kontaktschiene 71 angebracht und ein Kranz von Kontaktknöpfen 72, 73, 74, 75. An der Welle 70 sind zwei Kontaktfedern 76 und γ] befestigt, von denen die eine, 76, auf der Schiene 71, und die andere, J1J, auf den Knöpfen 72 bis 75 schleift. Die Kontaktschiene 71 ist mit der Leitung A verbunden und die Knöpfe 72, 73, 74, 75 mit den beweglichen Kontaktstiften 1, 2, 3,4 (s. Fig. 7). Durch Fortschaltung des Zehnerschaltwerkes 13 im positiven Sinne wird also gleichzeitig die Welle 70 mit den Kontaktfedern 76 und yy fortgeschaltet, und es werden nacheinander die beweglichen Kontaktstifte i, 2, 3, 4 mit der ^-Leitung des rufenden Teilnehmers verbunden. Diese Einrichtung entspricht also vollständig der Einrichtung des Linienwählers, bei dem ebenfalls bei der Drehung der Zehnerziffernscheibe 33 im
20' positiven Sinne die Hunderterziffernscheibe 34 mitgenommen wird, bei der Drehung im entgegengesetzten negativen Sinne dagegen nicht.
Durch, die beschriebene Einrichtung ist also der rufende Teilnehmer imstande, seine ./i-Leitung mit der ß-Leitung irgendeines gewünschten Teilnehmers zu verbinden, welche ja mit dem betreffenden feststehenden Kontaktknopf 11«· auf dem Kontaktfeld C dauernd verbunden ist (s. Fig., 7).
Es stehe beispielsweise vor Beginn der Benutzung" der Hebel 45 auf »Einer« und die Ziffernscheiben 32, 33, 34 mögen die Nummer 144 anzeigen. Die Nummer des gewünschten ■ 35 Teilnehmers sei 318. Der rufende Teilnehmer legt zunächst den Hebel 45 auf »Zehner« um. Dabei wird durch Vermittlung des Sektors 44 ein Stromstoß durch die Leitungen A und B geschickt. Das Umschaltwerk 14 wird infolge der Erregung des Elektromagneten 31 um einen Zahn weitergeschaltet, die Kontaktfeder 65 geht von einem Knopf 61 auf einen Knopf 62 über und verbindet dadurch die ^-Leitung des rufenden Teilnehmers mit dem Zweig Az, der zu dem Elektromagneten des Zehnerschaltwerkes 13 führt. Der rufende Teilnehmer beginnt jetzt im positiven Sinne zu kurbeln und bei jeder Umdrehung der Kurbel 36 rückt die Zehnerziffernscheibe 33 um eine Ziffer weiter und die Kurbel 46 stellt bei jeder Umdrehung der Welle 35 je einen Kontakt zwischen der y4-Leitung und Erde her. Das Zehnerschaltwerk 13 wird also bei jeder Umdrehung der Welle um je eine Kontaktreihe auf den Kontaktfeldern weitergeschaltet und nimmt dabei die Welle 70 und die Kontaktfedern 76,"]"] mit. Zu Beginn der Schaltung stand die Feder 1JJ auf einem der Kontaktknöpfe 73, weil ja der Wert der Hunderter
15Q bei der vorher eingestellten Nummer 1 war. Es müssen daher ztmächst im positiven Sinne zwei Umdrehungen der Kurbel 36 ausgeführt werden, welche die Hunderterziffernscheibe auf 3 bringen und die Kontaktfeder jy auf einen Knopf 75. Dabei rückt die Zehnerziffernscheibe 33, die vorher auf 4 starid, auf 6. Da aber der Wert der Zehner der gewünschten Nummer 318 nicht 6 ist, sondern 1,. so muß nun der Teilnehmer fünfmal . im negativen Sinne umdrehen. Bei der . Umkehr des Drehungssinnes wird zunächst durch Vermittlung der Hülse 48 zwischen den Leitungen A und B bei 49 zweimal Kontakt hergestellt. Der Anker des U"m Schaltwerkes 14 wird also zweimal angezogen und dadurch mit Hilfe des Hebels 27 die zugehörige Schaltklinke 23 angehoben, so daß sie nunmehr in die obere Verzahnung 15 eingreift. Gleichzeitig ist die Feder 65 von einem der Kontaktknöpfe + 62 auf den nächsten Knopf — 62 fortgerückt. Bei der weiteren Drehung der Kurbel 36 arbeitet also immer noch das Zehnerschaltwerk, aber im entgegengesetzten Bewegungssinne. Nunmehr wird die Welle 70 nicht mehr mitgenommen und die Feder 1JJ bleibt daher auf dem Kontaktknopf 75- stehen und der bewegliche Kontaktstift 4 ist allein mit der A - Leitung des rufenden Teilnehmers verbunden. Der Teilnehmer führt fünf Umdrehungen der Kurbel 36 aus, bis die Zehnerziffernscheibe 33 die Ziffer ι erscheinen läßt, wodurch gleichzeitig die beweglichen Kontakte 1 bis 4 auf die erste Zehnerreihe ti des Kontaktfeldes C eingestellt werden. Dann legt er den Hebel 45 von der Zehnerstellung in die Einerstellung um, wobei durch Vermittlung des Sektors 44 drei Stromstöße über die Leitungen A .und B entsandt werden. Das Umschaltwerk 14 schaltet also um drei Zähne, weiter, rückt die Feder 65*auf einen der Kontaktknöpfe 61, ändert aber nicht die Stellung der Hebel 27. Da der Teilnehmer von der Ziffer 4 auf die Ziffer 8 kommen will, so muß er jetzt wieder im positiven Sinne kurbeln. Da hierzu eine Umkehr des Drehungssinnes erforderlich ist, so werden durch Ver- 1.05 mittlung der Muffe 48 zunächst zwei Stromstöße durch die Leitungen A und B geschickt. Die Hebel 27 werden wieder angehoben, aber die y4-Leitung bleibt mit dem Einerschaltwerk 12 verbunden, weil ja die Feder 65 wieder auf einem der Knöpfe 61 steht. Das Einerschaltwerk folgt jetzt den Kurbelumdrehungen, bis die Ziffer 8 am Fenster des Geberapparates erscheint, und damit ist die eine Hälfte der Verbindung hergestellt, d. h. es ist die /i-Leitung des rufenden Teilnehmers mit der B-Leitung des gewünschten Teilnehmers verbunden.
Es muß jetzt der Teilnehmer 318 gerufen werden, und es muß ihm gleichzeitig die Nummer desjenigen Teilnehmers mitgeteilt werden, der ihn gerufen hat. Alsdann muß der ge- . rufene Teilnehmer seinen Linienwähler auf
die Nummer des rufenden Teilnehmers einstellen und damit seine y4-Leitung mit der B-Leitung des rufenden Teilnehmers verbinden und dann kann das Gespräch beginnen. Zu diesem Zweck ist für jeden Teilnehmer ein Ruftelegraph vorgesehen, der aus einem Geber- und einem Empfängerapparat besteht und selbsttätig dem gerufenen Teilnehmer die Nummer des1 rufenden Teilnehmers anzeigt.
ίο Der Empfänger ist in Fig. 5 besonders herausgezeichnet. Er besteht aus einem Elektromagnet 80 mit Anker 81. Zwischen den Schenkeln des Elektromagneten ist ein Typenrad 82 .gelagert, das mit einem Schaltrad 83 fest verbunden ist. Am Anker 81 des Elektromagneten ist eine Schaltklinke 84 gelenkig, aufgehängt. Sie ragt durch eine Öffnung in einer Platte 85 hindurch und wird bei den Bewegungen des Ankers von den Rändern dieser Öffnung geführt. In der Ruhelage befindet sich ihre Nase gerade außerhalb der Bahn der Zähne des Schaltrades 83, so daß dieses in beiden Drehungssinnen frei rotieren kann, wenn es nicht anderweitig gesperrt wird. Das Typenrad 82 ist mit Typen der Ziffern ο bis 9 besetzt, aber die Ziffernreihe erstreckt sich nur ungefähr über ein Drittel seines Umfanges. Sein Umfang ist außerdem mit einem .Gewicht 86 besdnvert, das so angebracht ist, daß es das Rad der Schwere folgend immer in die Nullage zurückzieht, wenn es sich selbst überlassen wird. Außer der Schaltklinke 84 ist eine Sperrklinke 87 vorgesehen, die an der Platte 85 fest gelagert ist und durch eine Eeder 88 beständig gegen den Umfang des Schaltrades 83 gedrückt wird. Der Anker 81 wird durch eine Feder 89 beständig von dem Elektromagneten 80 abgezogen. Wird also der ■ Elektromagnet erregt, so zieht er den Anker entgegen dem Zug der Feder 89 an. Durch die Ränder der Öffnung in der Platte 85 wird die Schaltklinke 84 in die ihr zunächst stehende Zahnlücke des Schaltrades 83 eingedrückt, und dieses wird daher bei der weiteren Abwärtsbewegung des Ankers um einen Zahn fortgeschaltet.
An dem festen Gehäuseteil, an dem der Anker 81 gelagert ist, ist außerdem ein Hebel 91 gelagert, welcher durch eine Feder 90 beständig abwärts gezogen wird. Er stützt sich aber auf den Anker 81 und kann daher nur dann dem Zug der Feder 90 folgen, wenn der Anker durch Erregung des Elektromagneten abwärts gezogen wird. Das äußerste Ende des Hebels 91 ist durch ein Glied 92 mit dem Ende einer Kurbel 93 verbunden, die ihrerseits auf der Achse eines Schneckenrades 94 gelagert ist. Das Schneckenrad 94 sitzt auf der Achse fest, aber die Kurbel ist durch ein Gesperre derart damit verbunden, daß sie das Schneckenrad nur mitnimmt, wenn ihr freies Ende abwärts geschwenkt wird, dagegen freiläßt, wenn der Anker 81 losgelassen wird und dem Zug der Feder 89 folgend den Hebel 91 mitnimmt und dadurch die Kurbel 93 aufwärts schwenkt. Will sich also der Hebel 91 abwärts bewegen, so muß er das Schneckenrad 94 drehen und damit eine Schnecke 95 ebenfalls in Drehung versetzen, die in das Schneckenrad eingreift. An der Schneckenwelle ist ein Windrad 96 und ein Schwungrad 97 befestigt. Dadurch werden die Bewegungen des Hebels 91 gehemmt und er kann also dem Anker 81 des Elektromagneten nur dann folgen, wenn dieser genügend lange niedergezogen wird, um dem Schwungrad 97 und dem Windrad 96 Zeit zu lassen, in Gang zu kommen. In der Ruhelage, d. h. wenn der Anker 81 durch die Feder 89 zurückgezogen ist, ist das Windrad 96 durch ein Stäbchen 98 gesperrt, das am Anker 81 angeschraubt ist und in dieser Lage des Ankers in die Bahn des Windrades vorragt. Bei jeder Abwärtsbewegung des Ankers aber wird das Windrad freigegeben.
An dem Hebel 91 ist ein zweites Glied 99 angelenkt und verbindet ihn mit einem Arm eines Doppelhebels 100, der an einem festen Gehäuseteil gelagert ist. Der andere Arm dieses Doppelhebels trägt ein Plättchen 101 und eine Schaltklinke 102. Die Schaltklinke greift in ein Schaltrad 103 ein, das lose drehbar auf einem festen Gehäuseteil gelagert ist. Mit dem Schaltrad 103 ist eine Rolle 104 fest verbunden, mit der eine andere Rolle 105 in Berührung ,ist.
Von einer Rolle 107 läuft ein Papierband 108 ab; . dasselbe wird unter einer Rolle Iö6 hindurch-, dann über das Plättchen 101 und. schließlich zwischen den beiden Rollen 104 und 105 hindurchgeführt. Bei jedem Abwärtshub des Hebels 100 wird also die Rolle 104 um einen Zahn des Schaltrades 103 fortgeschaltet und nimmt das Papierband mit, so daß der auf dem Plättchen 101 ruhende Teil immer eine neue Fläche dem Typenrad 82 darbietet.
An dem Lagerbock des Schneckenrades 94 ist ein Hebel 109 lose angelenkt, dessen freies Ende einen Stift no trägt. Dieser Stift ruht auf der gekrümmten Innenfläche der Sperrklinke 87. Ein anderer, Stift in ist in das no Glied 99 dicht über dem Hebel 109 eingesetzt. Etwas .unterhalb der Stelle, wo der Stift 110 in der Ruhelage die Sperrklinke 87 berührt, ist in die Oberkante der Sperrklinke eine kleine flache Aushöhlung 112 eingeschnitten. Wird also der Hebel 91 niedergedrückt, so drückt der Stift in den Hebel 109 nieder, der Stift 110 gleitet an der Sperrklinke 87 entlang und rückt sie aus dem Schaltrad 83 heraus. Dabei fällt er aber in den Einschnitt 112 ein und wenn nun der Hebel 91 wieder aufwärts geschwenkt wird, bleibt die Sperrklinke 87 aus-
gerückt, weil die obere Kante des Ausschnittes 112 zu steil ist, um ihm zu gestatten, daran emporzugleiten. An der Rückseite des Typenrades 82 ist endlich ein dritter Stift 113 so angebracht, daß er den Stift 110 auf dem Ende des Hebels 109 trifft, wenn das Typenrad dem Gewicht 86 folgend sich in seine Nullage zurückdreht. Dadurch wird also der Hebel 109 angehoben und die Sperrklinke 87 freigegeben.
Sie folgt also dem Druck ihrer Feder 88 und fällt wieder in die Verzahnung des Schaltrades 83 ein.
Die Wirkung der ganzen, in Fig. .5 dargestellten Einrichtung ist folgende.
Erhält der Elektromagnet 80 kurze Stromstöße, so zieht er den. Anker 81 kurz an und läßt ihn sofort wieder los. Da der Hebel 91 ihm nicht folgen kann, ohne das Windrad 96 in Gang zu setzen, so wird der Stift in nicht tief genug niedergedrückt, um den Hebel 109 zu erreichen, und die Sperrklinke 87 bleibt daher dauernd eingerückt. Bei jedem Abwärtshub des Ankers 81 greift aber die Schaltklinke 84 in die Verzahnung des Schaltrades 83 ein und schaltet es um je einen Zahn vorwärts. Solange also kurze Stromstöße aufeinander folgen, wird das Typenrad 82 bei. jedem Stromstoß um je eine Ziffer vorwärts geschaltet. Die Vorrichtung zur Entsendung kurzer und langer Stromstöße wird später erläutert.
Wird nun der Elektromagnet 80 durch einen
langer dauernden Stromstoß erregt, so zieht er wieder den Anker 81 an, hält ihn nun aber so lange fest, wie die Erregung dauert. Der Hebei 91 hat jetzt Zeit, das Windrad 96 in Gang zu setzen und kann daher dem Abwärtszug der Feder 90 folgen. Der Stift in drückt den Hebel 109 nieder, der Stift 110 rückt die Sperrklinke 87 aus, fällt in den Einschnitt 112 ein und hält daher die Sperrklinke 87 zunächst ausgerückt. Außerdem drückt das Glied 99 das rechtsseitige Ende des Doppelhebels 100 nieder und schwenkt dadurch das linksseitige Ende aufwärts, bis das Plättchen 101 den Papierstreifen 108 an die gegenüberstehende Type andrückt. Es wird also diese Type auf dem Papierstreifen abgedruckt.
Wenn nun der Elektromagnet 80 den Anker 81 losläßt, wird der Hebel 91 wieder angehoben und daher mit Hilfe des Gliedes 99 das rechtsseitige Ende, des Doppelhebels 100 wieder aufwärts und das linksseitige Ende abwärts geschwenkt. Dabei dreht die Schaltklinke 102 das Schaltrad 103 um einen Zahn weiter und der Papierstreifen wird also entsprechend fortgeschaltet. Außerdem wird die Schaltklinke 84 zurückgezogen und das Schaltrad 83 ist also vollständig freigegeben, so daß sich das Typenrad 82 unter dem Einfluß des Gewichtes 86 wieder in seine Nullage zurückdreht. Dabei stößt der Stift 113 am Typenrad gegen den Stift 110 am Ende des Hebels 109, hebt den Hebel an und gestattet so der Sperrklinke 87 wieder einzufallen. Es ist also eine Ziffer abgedruckt worden und der ganze Apparat ist wieder in seine Anfangsstellung zurückgekehrt und steht daher bereit, eine zweite Ziffer zu drucken.
Soll also mit Hilfe dieser Einrichtung dem gerufenen Teilnehmer die Nummer des rufenden Teilnehmers angezeigt werden, so muß dieser nur die entsprechende Anzahl von ^ kurzen Stromstößen entsenden, um das Typenrad auf diejenige Ziffer einzustellen, die gedruckt werden soll, und dann einen langen Stromstoß,, um sie abzudrucken. Soll also z. B. die Nummer 215 gedruckt werden, so muß er erst einen kurzen Stromstoß entsenden und dann einen langen, dann nur einen'langen und endlich vier kurze und einen langen. Der Verlauf der Ströme wird später angegeben.
Da der Inhalt des Telegramms für jeden Teilnehmer immer derselbe ist, nämlich immer seine eigene Anschlußnummer, so kann die Entsendung der erforderlichen Reihe von kurzen und langen Stromstößen mechanisch ausgeführt werden. Zu diesem Zweck ist der Geberapparat des rufenden Teilnehmers mit einem besonderen Uhrwerk (Fig. 6) ausgestattet. In die obere Wandung des Gehäuses ist eine Führungsmuffe 120 eingesetzt, in der eine Stange 121 frei aufwärts und abwärts gleiten kann. Durch die beiden Bunde 122 und 123 ist ihr Hub begrenzt. Sie ist über den Bund 123 hinaus nach unten verlängert und der untere Teil ist als Zahnstange 124 ausgebildet, deren Verzahnung in einen Trieb 125 eingreift. Mit dem Trieb 125 ist eine Kontaktscheibe 119 fest verbunden, deren Rand eine Anzahl von kurzen und langen Nasen 118 trägt. Durch eine passende Zahnräderübersetzung 126 wirkt außerdem der Trieb 125 auf ein Windrad 127. Am unteren Ende der Zahnstange 124 ist eine Feder 128 festgemacht, deren oberes Ende an der Decke des Gehäuses angreift. Die Spannung der Feder 128 ist so abgemessen, daß sie überwunden wird, wenn man den Hörer auf eine'Gabel 129 legt, die am oberen Ende der Stange 121 angebracht ist. Die gezeichnete tiefste Stellung der Stange 121 ist also die Ruhelage. Neben der Kontaktscheibe 119 sind zwei Kontaktfedern 116 und 117 angebracht, welche miteinander in Berührung gebracht werden, wenn eine der Nasen 118 daran vorbeigleitet. Die Feder 117 ist mit der .^-Leitung des rufenden Teilnehmers, die Feder 116 mit Erde verbunden.
Wird also der Hörer aus der Gabel 129 genommen, so steigt die Stange 121, 124 dem Zug der Feder 128 folgend langsam aufwärts, indem das'. Windrad 127 ihre Bewegung hemmt, und stellt zwischen den Federn 116
und 117 eine Anzahl von kurzen und langen Kontakten her. Die Auswahl der Reihenfolge und Anzahl der kurzen und langen Kontakte ist mit Rücksicht auf die Einrichtung des beschriebenen Empfängerapparates für jeden Teilnehmer so eingerichtet, daß eben seine Anschlußnummer auf dem Papierstreifen 108 des gerufenen Teilnehmers abgedruckt wird.
Die Stromstöße, durch welche der beschriebene Empfängerapparat betrieben wird, werden, wie gesagt, auf der ^!-Leitung des rufenden Teilnehmers abgegeben. Sie würden also ebenso wie die Stromstöße, die der Linienwähler abgibt, auf die Schaltwerke 12 und 13 wirken und diese verstellen, wenn nicht gegen diese Möglichkeit besondere Maßnahmen getroffen wären. Die Einrichtung, die diesem Zweck dient, ist in den Fig. 2 und 7 dargestellt. An dem: Anker des Elektromagneten 31 des Umschaltwerkes 14 ist eine Verlängerung angebracht, welche zwei Paare von Kontaktfedern 140 und 141 trägt.. Die Kontaktfedern jedes Paares sind miteinander leitend verbunden, die beiden Paare sind aber voneinander isoliert. Diese Kontaktfedern schleifen auf feststehenden Kontaktstücken 142 bis 147 derart, daß in der Ruhelage des Ankers die Kontaktstücke 142 und 143 durch das Federpaar 140 und die Kontaktstücke 144 und 145 durch das Federpaar 141 miteinander verbunden sind. Wird aber der Anker des Elektromagneten 31 angezogen, so rücken die Kontaktfedern vor und es verbindet nunmehr das Federpaar 140 das Kontaktstück 146 mit dem Kontaktstück 143 und das Federpaar 141 die Kontaktstücke 147 und 144. Die vom rufenden Teilnehmer kommende ^-Leitung ist an das Kontaktstück 146 angeschlossen und die zur feststehenden Schleifschiene 71 des Hunderterschaltwerkes führende A - Leitung geht von dem Kontaktstück 147 aus (s. Fig. 7). Die beiden Elektromagnete des Einer- und des Zehnerschaltwerkes 12 und 13 liegen zwischen ihren von den Knöpfen 61 und 62 des Um-Schaltwerkes 14 kommenden Leitungszweigen Ae und Az und einer gemeinsamen Leitung, die sie mit dem Kontaktstück 145 verbindet. Das Kontaktstück 142 liegt an Erde und zwischen die Kontaktstücke 143 und 144 ist eine Batterie B1 eingeschaltet. Solange also der Elektromagnet 31 des Umschaltwerkes 14 un-> erregt bleibt; ist die ^!-Leitung des rufenden Teilnehmers nur mit den Schaltwerken 12 oder 13 verbunden. Beim Linienwählen verläuft also der Strom von Erde bei dem rufenden Teilnehmer über die y4-Leitung zur Ringschiene 63 im Umschaltwerk 14, durch die Federn 64 und 65 entweder zu einemi der Knöpfe 61 oder zu einem der Knöpfe 62, von da entweder durch die Zweigleitung Ae oder die Zweigleitung Az zum Elektromagneten des Schaltwerkes 12 oder 13, von da zum Kontaktstück 145, über das Federpaar 141 zum Kontaktstück 144, über die Batterie B1 zum Kontaktstück 143 und über das Federpaar .140 und das Kontaktstück .142 zur Erde zurück.
Im Geberapparat der Rufvorrichtung (Fig. 6) ist nun an der Rückseite der Zahnstange 124 eine lange Nase 130 angebracht, die auf ein Kontaktfederpaar 131, 132 wirkt, und diese beiden Federn sind zwischen die Leitungen A und B des rufenden Teilnehmers eingeschaltet. Sobald also der Hörer vom rufenden Teilnehmer abgenommen wird und die Zahnstange 124 dem Zug der Feder 128 folgend aufzusteigen beginnt, werden die beiden Federn 131 und 132 miteinander in Berührung· gebracht, und es werden also, solange der Anruf und das Gespräch dauert, die Leitungen A und B des rufenden Teilnehmers miteinander in Verbindung gehalten. Es bleibt also auch dauernd der Elektromagnet 31 des Umschaltwerkes 14 erregt und demnach sein Anker angezogen. Während dieser Zeit verbinden also auch die Federpaare 140 und 141 die Kontaktstücke 146 und 147 mit den Kontaktstücken 143 und 144, und die Kontaktstücke 142 und 145 und somit die Elektromagnete der Schaltwerke 12 und 13 bleiben ausgeschaltet.
Zwischen dem Elektromagneten 31 des Um-Schaltwerkes 14 und der ^4-Leitung liegt eine zweite Batterie B2, die ihn also erregt, sobald die Leitungen A und B bei dem rufenden Teilnehmer miteinander verbunden werden. Beim Anruf und beim Gespräch verläuft also der Strom folgendermaßen: Von Erde bei dem rufenden Teilnehmer über seine A - Leitung zum Kontaktstück 146, über das Federpaar 140 zum Kontaktstück 143, die Batterie B1, das Kontaktstück 144, über das Federpaar 141 zum too Kontaktstück 147, die ^/-Leitung zur Ringschiene 71 des Hunderterschaltwerkes, durch die Kontaktfedern j6,1J1J zu einem.der Knöpfe 72 bis 75, von da durch die zugehörige biegsame Leitung 6 zu einem der beweglichen Kontaktstifte 1,2,3 oder 4, dem entsprechenden feststehenden Kontaktknopf iig, welcher der Nummer des gerufenen Teilnehmers entspricht und über dessen 5-Leitung zu seinem Empfänger T und von da zur Erde zurück.
Sobald dieser die Nummer des rufenden Teilnehmers erfahren hat, setzt er seinerseits seinen Linienwähler in Tätigkeit und verbindet durch Einstellen seiner Ziffernräder auf die Nummer des rufenden Teilnehmers seine ^-Leitung mit dessen B-Leitung. Der Vorgang und der Stromverlauf ist hierbei genau derselbe wie beim Linienwählen und Anruf durch den rufenden Teilnehmer, nur daß die Vorrichtungen von den Schaltwerken auf dem Kontaktfeld des gerufenen Teilnehmers ausgeführt werden.
Das Gespräch kann nun beginnen, und sobald es beendet ist, haben die beiden Teilnehmer nichts weiter zu tun, als ihre Hörer wieder auf die Gabeln zu legen und die ganze Einrichtung ist wieder für die Übermittlung eines' neuen Gespräches bereit.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    ίο Selbsttätige Fernsprechschaltung, bei
    welcher der rufende Teilnehmer mit Hilfe von Stromstößen, die er durch Einstellen seines Linienwählers durch einen Zweig seiner Leitung nach dem Amt entsendet, daselbst einen durch ein Einerschaltwerk, ein- Zehnerschaltwerk und ein durch das letztere bei seiner Bewegung in einer Richtung mitgenommenes Hunderterschaltwerk mit dem genannten Leitungszweig dauernd verbundenen beweglichen Kontakt mit dem einen Zweig der Leitung des gerufenen Teilnehmers verbindet und ihm durch die J so hergestellte einfache Leitung seine Nummer telegraphisch mitteilt, worauf der gerufene Teilnehmer durch dieselben Vorrichtungen von seiner Seite eine zweite Verbindung herstellt, so daß nunmehr für das Sprechen eine Doppelleitung vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Teilnehmern kommenden Stromstöße durch ein Umschaltwerk (14) je nach der Stellung eines am Linienwähler angebrachten Hebels (45) zu dem Einerschaltwerk (12) oder dem Zehnerschaltwerk (13) geleitet werden, indem das Umlegen des Hebels (45) aus einer Endstellung in die andere dem Umschaltwerk (14) entweder einen oder drei Stromstöße zusendet und dadurch einen Kontaktarm um eine entsprechende Anzahl von Schritten auf einer Kontaktreihe fortschaltet, die abwechselnd je zwei mit dem Einerschaltwerk (12) und je zwei mit dem Zehnerschaltwerk (13) verbundene Kontaktknöpfe aufweist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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