DE636339C - Einrichtung zum selbsttaetigen, sichtbaren Aufzeichnen von gewaehlten Rufnummern an Fernsprechstellen - Google Patents
Einrichtung zum selbsttaetigen, sichtbaren Aufzeichnen von gewaehlten Rufnummern an FernsprechstellenInfo
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- DE636339C DE636339C DER88173D DER0088173D DE636339C DE 636339 C DE636339 C DE 636339C DE R88173 D DER88173 D DE R88173D DE R0088173 D DER0088173 D DE R0088173D DE 636339 C DE636339 C DE 636339C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum selbsttätigen, sichtbaren Aufzeichnen
von gewählten Rufnummern an Fernsprechstellen. Sie ermöglicht es, unmittelbar von der Nummernscheibe der Fernsprechstelle
aus ein Typenhebelschreibwerk derart zu betätigen, daß die. einzelnen Ziffern
einer Rufnummer zeilenmäßig nebeneinander niedergeschrieben werden und dabei jeweils
unmittelbar nach dem Typenanschlag aufrecht stehend ablesbar sind, so daß man die
eingetragene Rufnummer ohne weiteres nachprüfen kann.
Bei bekannten Vorrichtungen zur selbsttätigen und sofort sichtbaren Aufzeichnung
der Rufnummern erfolgt die Betätigung der Schreibvorrichtung nicht unmittelbar von der
an den Fernsprechapparaten angeordneten Nummernscheibe aus, sondern von einer besonderen,
neben dem Fernsprechapparat angebrachten Tastentafel aus. Somit kann der
Fernsprechapparat nicht in der üblichen Weise betätigt werden. Beim Bekannten geben die Tasten einen unter Federwirkung
stehenden Schieber frei, so daß dieser unter dem Einfluß einer Federzugvorrichtung oder
einer anderen Kraftquelle bewegt wird und dabei die Nummernscheibe mitnimmt, bis
der genannte Schieber auf einen Anschlag auf trifft, der von der jeweils betätigten Taste
in den Weg jenes Schiebers eingestellt wird.
Bei einer anderen Vorrichtung der eben besprochenen Art besteht der Nachteil, daß die
niedergeschriebenen Ziffern einer Rufnummer nicht in einer Reihe nebeneinanderstehen.
Außerdem wird in diesem Fall die. Nummernscheibenwelle durch zehn Zahnräder und ebenso viele Sperrklinken nach
einer Drehung festgehalten, so daß sie sich nicht selbsttätig zurückdrehen kann und der
gewünschte Anruf nicht erfolgen kann.
Die Erfindung beseitigt die Mängel der vorbekannten Vorrichtungen zur selbsttätigen
Aufzeichnung von gewählten Rufnummern an
Fernsprechstellen dadurch, daß in die Fingerlöcher der Nummernscheibe eingesetzte Tasten
Nasen betätigen, die beim Aufzug der Nummernscheibe auf Übertragungsglieder einwirken,
die entsprechende Typenhebel der Schreibvorrichtung steuern.
Um die von den Tasten betätigten Nasen einwandfrei mit den Übertragungsmitteln zusammenarbeiten
zu lassen, werden gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung die an den letzteren vorzusehenden Vorsprünge, gegen
die sich jene Nasen anlegen, zweckmäßig auf mehrere Reihen verteilt und verschieden lang
gehalten.
Da im übrigen die Erfindung das Ziel verfolgt, eine Schreibvorrichtung zwangsläufig
von der Nummernscheibe aus betätigen zu lassen, so ist weiterhin auch Vorsorge dafür
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getroffen, daß von jener Nummernscheibe aus
der Versatz des zur Schreibvorrichtung gehörigen Papierwagens erfolgt.
Eine beispielsweise Äusführungsform daß
Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnuijr
gen veranschaulicht. Es zeigen -f
Abb. ι die Einrichtung in der Seitenansicht,
Abb. 2 die Einrichtung in der Vorderansicht,
Abb. 3 die Lagerung der Typenhebel und deren Verbindung mit den Doppelhebeln in
der Ansicht von oben,
Abb. 4 die Anordnung der Vermittlungshebel in der Ansicht von oben,
Abb. 5, 6 und 7 die verschiedenen Lagen
der Nasen gegenüber den Vermittlungshebeln, Abb. 8 eine Nummernscheibe mit den
Tasten, zum Teil im Seitenschnitt und zum
ao Teil in der Seitenansicht,
Abb. 9 eine Nummernscheibe mit den Tasten in der Vorderansicht,
Abb. 10 eine Nummernscheibe, bei der die
Tastenhebel durch axial geführte Bolzen ersetzt sind, zum Teil im Seitenschnitt und zum
Teil in der Seitenansicht,
Abb. 11 eine Nummernscheibe mit axial
geführten Bolzen in der Vorderansicht,
Abb. 12 eine Einrichtung für den Typenhebel, der eine Teilnehmernummer auf dem
Papierstreifen, die bereits aufgedruckt ist, selbsttätig durchstreicht, wenn die Verbindung
- mit dem Teilnehmer nicht hergestellt werden konnte, in der Seitenansicht, Abb. 13 die gleiche Einrichtung in der Vorderansicht,
Abb. 14 die gleiche Einrichtung in der Ansicht
von oben,
Abb. 15 einen Fernsprechapparat, der mit
der Einrichtung ein gemeinsames Gehäuse hat, in der Vorderansicht,
Abb. 16 einen Fernsprechapparat, dem die
Einrichtung in einem besonderen Gehäuse angeschlossen ist, in der Vorderansicht.
Die Wände α und b (Abb. 1 und 2) sind
mit Hilfe der Achsen c, d und h zu einem Schlitten verbunden, Dieser Schlitten wird
auf den Achsen e und /, die in dem Gestell g befestigt sind, geführt und kann derselbe von
rechts nach links und von links nach rechts auf diesen Achsen gleiten.
Auf der Achse h des Schlittens sitzt die Papierstreifenrolle k. Dieselbe kann auf die
Achse h dann aufgelegt werden, wenn man die Flügelmuttern I und m lockert und die
Achse h durch die Schlitze % aus dem Schlitten bringt. Nach Anbringen der Papierrolle
auf die Achse h wird diese mit Hilfe der Flügelmuttern / und m wieder auf die Schlittenwände
α und b geklemmt. Der' Papierstreifen
ρ läuft dann über die Walze 14, die auf der Achse d sitzt, sowie zwischen den
beiden Walzen q und r, von denen die erstere •jt.auf der Achse c lose läuft und die zweite mit
!'■'MfX Achse i fest verbunden ist. Das Fort-J\",sl£ilalten
des Papierstreifens p nach jedem 'Wählen einer Teilnehmernummer geschieht
'mit Hilfe eines auf der Achse i festsitzenden Schaltrades j sowie der Klinke t, welche auf
dem auf der Achse i lose drehbaren Hebel 11
angebracht ist. Der Hebel u ist mit einer Nase ν versehen. Sobald gegen dieselbe in
der Drehrichtung w gestoßen wird,,dreht die Klinke ί das Schaltrad s und somit auch die
Walze r in die Richtung w. Durch den Druck der Walze r auf die Walze q wird diese in der
Richtung χ gedreht. Auf diese Weise wird der zwischen beiden Walzen q und r eingeklemmte
Papierstreifen p in der Richtung y fortbewegt. Die auf der Wand b angebrachte
Sperrklinke ζ mit der Feder 11 verhütet ein
Zurückdrehen der Walze r und somit des Papierstreifens p. Der Stoß gegen die Nase ν
des Hebels u und somit das Schalten des Rades s geschieht selbsttätig, indem, nach Beendigung
eines Gespräches der Schlitten durch " die Wirkung der Feder 81 in seine rechte
Stellung anlangt und die Nase» auf die auf dem Gestell g angebrachte schräge Fläche 12
aufläuft. Wird der Schlitten wieder nach links geschaltet, so läuft die Nase» von der
Fläche 12 ab, und die Feder 103 zieht den
Hebel u wieder in seine Ursteilung.
Vor der Walze 14 ist auf der Querschiene 13 das Typenhebelgestell 15 befestigt. In dem
Typenhebelgestell 15 sind sämtliche Typenhebel 16, deren Typen die Ziffern I, 2, 3, 4, 5,
6, 7, 8, 9 und ο sind, angebracht. Die Bewegungsebene der Typenhebel 16 sowie deren
Länge ist so beschaffen, daß jede Type gegen die Walze 14 immer in einer und derselben
Höhe und in einer und derselben Entfernung von der Innenseite des Gestells g anschlägt
und ihre Ziffer auf den Papierstreifen ρ aufdruckt. Bei dem Aufdrucken einer neuen
Ziffer wird der Schlitten mit der Walze 14 zuvor so weit nach links selbsttätig geschaltet,
daß auf dem Papierstreifen p ein unbedruckter Platz zur Aufnahme dieser Ziffer
frei wird.
Die Betätigung der Typenhebel 16 und die Seitenschaltung des Schlittens und somit
sämtlicher Walzen geschieht in folgender Weise:
Unter der Nummernscheibe 17 (Abb. 1, 2,
8 und 9) ist die Hebelscheibe 18 untergebracht. Die Nummernscheibe 17 und die
Hebelscheibe 18 sind mit der Drehachse 19 fest verbunden, so daß beide Scheiben gleichzeitig
verdreht-werden können. Jeder Ziffer an der Nummernscheibe entspricht ein Tastenhebel
20, dessen eines Ende auf der Hebel-
scheibe 18 einen Drehpunkt 21 hat und dessen
anderes Ende 104 in einem Schlitze der zylindrischen Wandung 106 der Nummernscheibe
17 geführt wird. - Jeder Tastenhebel 20 ist mit einer Taste 22 versehen, die durch
die Eingriffslöcher der Nummernscheibe 17 mit Hilfe der Druckfeder 103 nach außen
herausragt und die bei jedem Wählen einer Ziffer und vor dem Drehen der Nummern-
to scheibe bis zum Anschlag 27 in die Richtung 23 heruntergedrückt werden muß. Der auf
diese Weise mit heruntergedrückte Tastenhebel 20 wird bei dem Rücklauf der Nummernscheibe
durch die Druckfeder 103 wieder hochgetrieben.
Jede Taste 22 ist mit einer Nase 25 bzw. 26 versehen. Die den Ziffern 1, 2, 3, 4 und 5
zugehörenden Tasten 22 sind mit kurzen Nasen 25 und die Tasten 22 der Ziffern 6, 7,
8, 9 und ο mit langen Nasen 26 versehen.
Die Nasen sitzen bei jeder Taste 22 an einer anderen Stelle, so daß deren Entfernungen
von der Drehachse 19 verschieden sind.
Bekanntlich wird die Nummernscheibe so betätigt, daß bei der Wahl einer Teilnehmernummer
der Finger nacheinander in die Eingriffslöcher der zu wählenden Ziffern hineingesteckt
wird und für jede Ziffer ein Drehen der Nummernscheibe im Uhrzeigersinne bis zum Anschlag 27 bewirkt. Es wird somit
jedes Eingriffsloch der gewählten Ziffer in die Stellung 28 gebracht. Bei dem Entfernen
des Fingers von der Nummernscheibe geht diese, wie bekannt, durch eine Feder in ihre
Ruhelage zurück.
Auf diese Weise wird bei dem Drehen der Nummernscheibe, entsprechend einer Ziffer,
zugleich auch die auf dem Tastenhebel 20 sitzende Taste 22 und dessen Nase 25 bzw. 26
bis zur Stellung 28 gebracht, wobei dann die Nase gegen das eine Ende des zugehörigen
Vermittlungshebels 33 bzw. 34 stößt und diesen um seine Drehachse 29 bzw. 30 im Sinne des Pfeiles 31 dreht.
Soll zum Beispiel die Ziffer 3 gewählt werden, so wird der Finger in das Eingriffsloch 3 gesteckt und die Nummernscheibe bis
zum Anschlag 27 bzw. in die Stellung 28 gedreht. Auf diese Weise wird auch die Nase
25 der der Ziffer 3 zugehörigen Taste 22 bis in die Stellung 28 gebracht, stößt gegen den
Vermittlungshebel 33 und dreht diesen um seine Achse 29 im Sinne des Pfeiles 31.
Die jeder Ziffer zugeordnete Nase ist so bemessen und so angeordnet, daß sie nur
gegen den ihr zugehörigen Vermittlungshebel anstoßen und ihn im Sinne des Pfeiles 31
zum Anschlagen bringen kann, ohne die anderen Vermittlungshebel zu berühren. Die
Nase jeder Taste 22 kann aber nur dann den Vermittlungshebel 33 bzw. 34 stoßen, wenn
die Taste 22 bei der Wahl einer Ziffer heruntergedrückt wird bzw;"wenn die Nase in
die tiefste Stellung 32 gebracht wird. Es kann somit die Nase einer jeweils heruntergedrückten
Taste 22 nur den zugehörigen Vermittlungshebel stoßen, während die Nasen aller nicht heruntergedrückten Nasen 22 bei
dem Drehen der Nummernscheibe über ihre zugehörigen Vermittlungshebel hinweggehen,
ohne diese zu erreichen. Die Lage der Nasen gegeneinander und gegenüber dem Anschlag
2j ergibt sich am besten durch das Drehen der Nummernscheibe in die Stellung
28, wobei jede auf der Grundfläche der Taste 22 sitzende Nase eine andere Lage hat.
Die den Ziffern 1, 2, 3, 4 und 5 untergeordneten Vermittlungshebel 33 haben eine
gemeinsame Drehachse 29 und sind so übereinandergeschichtet und geformt (Abb. 4),
daß diese beim Ausschlagen sich gegenseitig nicht anstoßen können. Dasselbe gilt für die
den Ziffern 6, 7, 8, 9 und ο untergeordneten Vermittlüngshebel mit ihrer Drehachse 30.
Die Enden der den Ziffern 1, 2, 3, 4 und 5 untergeordneten Vermittlungshebel 33 sind
kürzer als die Enden der Vermittlungshebel 34, die den Ziffern 6, 7, 8, 9 und ο untergeordnet
sind (Abb. 5). Die langen Vermittlungshebel liegen unter den kurzen Hebeln. Die an den Tasten 22 angebrachten kurzen
Nasen betätigen die kurzen (Abb. 6) und die langen Nasen die langen Vermittlungshebel
(Abb. 7). Die langen Nasen sind gegenüber den kurzen in den Tasten 22 so zurückverlegt,
daß sie beim Stoßen gegen einen langen Vermittlungshebel niemals das Ende des kurzen
Vermittlungshebels erreichen können (Abb. 7). Ebenso können die kurzen Nasen die viel
tiefer liegenden langen Vermittlungshebel nicht betätigen (Abb. 6).
Wird somit bei der Wahl einer Ziffer die Nummernscheibe gedreht, so wird der Vermittlungshebel
an seinem einen Ende durch die Nase einer Taste 22 um seine Achse 29 bzw. 30 im Sinne des Pfeiles 31 gedreht,
dabei stößt das andere Ende des Vermittlungshebels gegen den zugehörigen Doppel-*
hebel 37 und dreht seinen unteren Teil 39 um die Achse 38 im Sinne des Pfeiles 40. Sobald
aber der untere Teil 39 des Doppelhebels 37, der mit dem zugehörigen Typenhebel 16 durch
die Zugstange 42 verbunden ist, im Sinne des Pfeiles 40 sich dreht, so dreht sich auch der
Typenhebel 16 um die Achse 42 im Sinne des Pfeiles 43 und schlägt mit seiner Type gegen
die Walze 14 bzw. gegen den Papierstreifen p und druckt auf diesen die der Type zugehörige
Ziffer auf.
Zu jedem Vermittlungshebel gehört also ein Doppelhebel, der durch eine Zugstange 41
mit einem zugehörigen Typenhebel verbunden
ist. Wird der Finger aus dem Eingriffsloch gezogen, so gehen" die" Nummernscheibe und
somit durch, das Ziehen der Feder 44 auch der Typen-, Doppel- und Vermittlungshebel in
ihre Ruhelage zurück.
Wird eine neue Ziffer gewählt, so wiederholt sich der Vorgang, und die neue Ziffer
kann dann rechts von der vorhergehenden auf den Papierstreifen ρ aufgedruckt werto
den, wenn zuvor der Schlitten mit der Wake 14 und somit mit dem Papierstreifen p so
weit nach, links geschoben wird, daß auf dem Papierstreifen ein unbedruckter Platz zur
Aufnahme des Aufdruckes dieser neuen Ziffer vorhanden ist. Das' Verschieben des Schlittens
und somit der Walze 14 bei der Wahl einer Ziffer um eine bestimmte Strecke nach
links geschieht von der Nummernscheibe aus, die mit den Schrägen 46 und 47 versehen ist
(Abb. i, 2, 8 und 9).
Bei der Wahl einer Ziffer und somit Verdrehen der Nummernscheibe stößt die
Schräge 46 die Zunge 48 und somit den Riegel 49 im Sinne des Pfeiles 50. Die Zunge
48 ist auf dem Riegel 49 um die Achse 51 drehbar angeordnet und wird durch die Einwirkung
der leicht drückenden Feder 52 auf den Stift 53 gegen die Riegel 49 gedruckt.
Beim Rücklauf der Nummernscheibe stößt die Schräge 47 die Zunge 48 in die Pfeilrichtung
54. Sobald der Rücklauf der Nummernscheibe beendet ist, stellt sich die Zunge in
ihre Ausgangsstellung wieder ein. Durch das Anbringen der Zunge 48 wird erreicht, daß
die Feder, die die Nummernscheibe in ihre Ruhelage bringt, nur den unbedeutenden
Druck der leicht wirkenden Feder 52 zu überwinden hat und nicht den viel stärkeren,
bremsend wirkenden Druck der Feder 55, welche auf den Riegel 49 einwirkt. Durch das Verschieben'des Riegels 49 in die Pfeilrichtung
50 stößt das rechte Ende 56 des Riegels 49 gegen den Hebel 57, der auf der Achse
58 festsitzt, und dreht ihn in die Pfeilrichtung 59. Zugleich wird auch der auf dem
anderen Ende der Achse 58 aufgekeilte Hebel '60 in die gleiche Richtung 59 gedreht und
dreht seinerseits mit Hilfe der Zugstange 61 den unteren Teil des Doppelhebels 62. um die
So Achse 63 in die gleiche Richtung 59 und
den oberen Teil des Doppelhebeis 62 mit der Treibklinke 64 in die Richtung 65. Die
Treibklinke 64 schaltet auf diese Weise die auf dem Stützlager 67 gleitende Zahnstange
66, welche mit der Wand b des Schlittens fest verbunden ist, und verschiebt somit die
Walze 14 mit dem Papierstreifen p jeweils
um eine Zahnteilung nach links. Die Entfernung von einem Zahn der Za'hnstange zum
andern entspricht der Entfernung von einer auf den Papierstreifen aufgedruckten Ziffer
zur andern. Ein Zurückgehen der nach links geschalteten Zahnstange 66 verhütet die
Sperrklinke 68, die sich mit Hilfe der Feder 69 stets in die vorgeschaltete Zahnlücke der
Zahnstange hineinlegt, dagegen bringt die Feder 55 den Doppelhebel 62, die Hebel 57
und 60 mit der Zugstange 61 und den Riegel 49 in ihre Grundstellung zurück, sobald
die Nummernscheibe in ihre Ruhelage zurückkehrt.
Ist ein Gespräch zu Ende, so wird der Hörer auf die Gabel des Fernsprechapparates
gelegt bzw. auf den Haken gehängt. Dadurch wird die Gabel bzw. der Haken nach
unten gesenkt und drückt auf den Riegel 70, der durch die Lager 71 und 72, die auf dem
Gestell g befestigt sind, geführt wird. Der Riegel 70 stößt dann den auf der Achse 73
sitzenden Hebel 74 nach unten und verdreht dabei die Achse 73 und somit den auf dem
anderen Ende der Achse sitzenden Hebel 75 ebenfalls nach unten/ Der Hebel 75 zieht
dann mit Hilfe der Zugstange 76 den Hebel ,77, der auf dem" Unterstützungslager 67 8g
seinen Drehpunkt 78 hat, ebenfalls nach unten. Der Hebel 77 drückt dann die Verlängerungsarme
79 und 80 der Sperr- und Treibklinke 64 und 68 nach unten und hebt somit die Sperrklinke 64 und die Treibklinke
68 aus dem Bereich der Zahnstange. In diesem Augenblick zieht dann die Feder 81 den
Schlitten mit der Walze 14 und den Papierstreifen p wieder in die äußerste rechte Ausgangsstellung,
dabei läuft die Nase ν des Hebels u auf die schräge Fläche 12 auf und
schaltet mit Hilfe der Klinke t das Schaltrad ί und somit den Papierstreifen p um
einen Zahn weiter. Auf dem Papierstreifen ist dann ein unbedruckter Platz zur Aufnähme
einer neuen Teilnehmernummer vorgeschaltet. Soll eine neue Teilnehmernummer gewählt werden, so wird der Hörer vom
Fernsprechapparat abgehoben. Es bringt dann die Feder 82 den Riegel 70 sowie die
Hebel 74, 75 und 77 wieder in die Grundstellung und die Treibklinke 68 sowie die
Sperrklinke 64 wieder zum Eingriff in den Bereich der Zahnstange 66.
Der ganze Vorgang "ist also folgender: Der Hörer wird von dem Fernsprechapparat abgehoben.
Die Ziffern, aus denen die zu wählende Teilnehmernummer sich zusammensetzt, werden in bekannter Weise nacheinander
gewählt. Bei jedem Drehen der Nummernscheibe wird die Walze 14 mit dem
Papierstreifen p um je eine Zahnteilung nach links geschoben, und zugleich wird durch das
Herunterdrücken der Tasten 22 erreicht, daß die Nasen gegen die zugehörigen Vermittlungshebel
anstoßen. Die Vermittlungshebel bringen dann die Typenhebel 16 in Tätigkeit,
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wodurch die Typen auf den Papierstreifen ρ die Ziffern, aus denen die gewählte Teilnehmernummer
besteht, aufdrucken. Ist das Gespräch beendet, so legt man, wie bekannt, den
■ 5 Hörer auf den Fernsprecher, wodurch dann der Schlitten mit der Walze 14 und dem Papierstreifen
p durch die Einwirkung der Feder 81 sich selbsttätig in seine äußerste rechte
Stellung begibt, wobei dann der Papierstreifen p vorgeschaltet wird, um eine neue Teilnehmernummer
aufnehmen zu können.
Ist eine .Teilnehmernummer gewählt bzw. auf den Papierstreifen aufgedruckt, so wird
die aufgedruckte Nummer selbsttätig durchgestrichen, falls die Verbindung mit dem
Teilnehmer nicht hergestellt werden kann oder wenn der gewählte Anschluß besetzt
ist. Zu diesem Zwecke ist in dem Typenhebelgestell 15 noch ein Typenhebel 91
(Abb. 12, 13 und 14) untergebracht, der aber
nicht von der Nummernscheibe aus betätigt wird und der in seiner Grundstellung durch
den Hakenhebel 92 unter Einwirkung der Feder 93 gehalten wird. Der Hakenhebel 92
ist als Doppelhebel ausgebildet und hat eine Drehachse 94. Der Typenhebel 91 hat als
Type einen Punkt oder kurzen Strich und ist so geformt, daß er etwas rechts von der
Anschlagstelle der Typenhebel 16 gegen die Walze 14 anschlagen kann. Gegen das zweite
Ende 105 des Hakenhebels 92 wirken zwei Elektromagnete. Der eine Elektromagnet 95
ist auf den Strom für »Teilnehmer besetzt« und der andere Elektromagnet 96 auf den
Strom für »Verbindung mit dem Teilnehmer kann nicht hergestellt werden« abgestimmt.
Tritt einer dieser Elektromagnete in Tätigkeit, so wird der Hakenhebel 92 an seinem
Ende 105 angezogen und löst sich vomTypenhebel 91 los. Der Typenhebel 91 schlägt dann
mit Hilfe der Feder 97 und seiner Achse 42 gegen die Walze 14 bzw. den Papierstreifen/»
an, und zwar so, daß! seine Type etwas rechts
von der zuletzt aufgedruckten Ziffer zu stehen kommt. Wird der Hörer auf den
Fernsprechapparat gelegt, so bewegt sich der Schlitten mit der Walze 14 und dem Papierstreifen
p in seine äußerste rechte Stellung. Während dieser Bewegung des Schlittens
drückt immer noch die Type des Typenhebels 91 gegen den Papierstreifen p und durchstreicht
auf diese Weise die bereits aufgedruckte Teilnehmernummer. Kurz bevor der Schlitten seine äußerste rechte Stellung erlangt,
drückt die Wand & gegen die Schräge 98 des Typenhebels 91, wodurch dieser wieder
durch den Hakenhebel 92 erfaßt und festgehalten wird. Wird wieder eine Ziffer gewählt,
so geht der Schlitten um eine Zahnteilung nach links, und der Typenhebel 91
kann dann wieder in Tätigkeit treten, wenn eine gewählte Verbindung mit einem Teilnehmer
nicht hergestellt werden kann.
Eine andere Art der Betätigung der Nummernscheibe veranschaulichen die Abb. 10
und 11. Hier bleibt die Nummernscheibe 82 so bestehen, wie dieselbe an Fernsprechapparaten
üblich ist. Über der Nummernscheibe 82 befindet sich die Drehscheibe 83. Die Drehachse 84 der Drehscheibe 83 befindet
sich auf dem Lager 85, das mit dem Gestell g verbunden ist. In der Drehscheibe 83 sind
die Tastenhebel 20 durch zylindrische Bolzen 86 ersetzt, die ebenfalls kurze und lange
Nasen 25 bzw. 26 tragen und die durch die Druckfedern 87 in der oberen Stellung gehalten
werden. Die Lage der Bolzen 86 in der Drehscheibe 83 entspricht den Eingriffslöchern in der Nummernscheibe 82. Drückt
man auf die Taste 88 des Bolzens 86, so gelangt derselbe in das Eingriffsloch der Nummernscheibe
82, und zwar so, daß die Nasen unter die Nummernscheibe treten, und beim gleichzeitigen Drehen der Drehscheibe 83
wird durch die Schräge 89 die Zunge 48 mit A$
dem Riegel 49 gestoßen und die Walze 14 mit dem Papierstreifen p seitlich geschaltet. Zugleich
wirken die Nasen gegen die Vermittlungshebel 33 bzw. 34 und somit auch gegen
die Typenhebel 16. Das Zurückgehen der Drehscheibe 83 in ihre Ruhelage geschieht
mit Hilfe der Feder 90.
Auf diese Weise ist es möglich, die Einrichtung auf bereits vorhandene Fernsprechapparate
von Selbstanschlüssen anzuschmiegen, ohne irgendwelche bauliche Veränderungen an diesen Apparaten vorzunehmen.
Die Einrichtung zum selbsttätigen Anmerken der Teilnehmernummer kann mit dem
Fernsprechapparat in einem gemeinsamen Gehäuse 100 (Abb. 15) oder in einem besonderen
Gehäuse 101 (Abb. 16) untergebracht werden, welches mit Hilfe der Klammer 102
an den Fernsprechapparat angeklemmt wird. In jedem Falle läuft der Papierstreifen p mit
den aufgedruckten Teilnehmernummern aus dem Gehäuse heraus.
Claims (5)
- Patentansprüche:t. Einrichtung zum selbsttätigen, sichtbaren Aufzeichnen von gewählten Rufnummern an Fernsprechstellen, dadurch gekennzeichnet, daß in die Fingerlöcher der Nummernscheibe eingesetzte Tasten (22) Nasen (25, 26) betätigen, die beim Aufzug der Nummernscheibe (17) auf die entsprechende Typenhebel (16) steuernden Übertragungsglieder (33 bzw. 34, 37, 41) einwirken.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Über-tragungsglieder (33, 34) im Bereich des ortsfesten, zur Nummernscheibe (17) gehörigen Anschlages (27) Vorsprünge besitzen, die senkrecht zur Nummernscheibe (17) stellen und als Anschläge für die von den Tasten (20) der Nummernscheibe betätigten Nasen (25, 26) dienen, die derart versetzt zueinander an- jenen Tasten angeordnet sind, daß jede von ihnen nur ein bestimmtes, ihr zugeordnetes Übertragungsglied verstellen kann.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge der Übertragungsglieder (33, 34) in mehreren radial zur Achse der Nummernscheibe (17) liegenden Reihen angeordnet und hierbei die Vorsprünge der näher an dem ortsfesten Anschlag (27) liegenden Reihe länger als diejenigen der davor liegenden Reihe sind, und daß demgemäß auch die von den Tasten (20) der Nummernscheibe (17) betätigten Nasen (25, 26) gruppenweise verschiedene Länge besitzen sowie innerhalb jeder Gruppe verschieden weit von der Achse der Nummernscheibe und derart an den Tasten angeordnet sind, daß diejenigen Nasen (25), die bei einer Drehung der Nummernscheibe (17) zuerst in den Bereich der genannten Vorsprünge gelangen, mit der hinteren Reihe der letzteren und die restlichen Nasen (26) mit der vorderen Reihe jener Vorsprünge zusammenwirken.
- 4. Einrichtung nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, daß mit der Nummernscheibe (17) eine Lagerscheibe (18 bzw. 83) fest verbunden ist, in der die Tasten (20), die' die Nasen (25, 26) tragen, schwenkbar oder verschiebbar angeordnet sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitwärtsverstellung des Schlittens (α, &) der Schreibvorrichtung durch eine an der Nummernscheibe (17) der Fernsprechstelle vorgesehene Nase (89) während des Aufzuges der Nummernscheibe erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER88173D DE636339C (de) | 1933-06-21 | 1933-06-21 | Einrichtung zum selbsttaetigen, sichtbaren Aufzeichnen von gewaehlten Rufnummern an Fernsprechstellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER88173D DE636339C (de) | 1933-06-21 | 1933-06-21 | Einrichtung zum selbsttaetigen, sichtbaren Aufzeichnen von gewaehlten Rufnummern an Fernsprechstellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE636339C true DE636339C (de) | 1936-10-09 |
Family
ID=7417922
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER88173D Expired DE636339C (de) | 1933-06-21 | 1933-06-21 | Einrichtung zum selbsttaetigen, sichtbaren Aufzeichnen von gewaehlten Rufnummern an Fernsprechstellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE636339C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2684996A (en) * | 1947-03-17 | 1954-07-27 | Martha W C Potts | Combined telephone and telegraph system |
-
1933
- 1933-06-21 DE DER88173D patent/DE636339C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2684996A (en) * | 1947-03-17 | 1954-07-27 | Martha W C Potts | Combined telephone and telegraph system |
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