AT203554B - Vorrichtung zum selbsttätigen Wählen von mehrstelligen Fernsprechnummern od. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttätigen Wählen von mehrstelligen Fernsprechnummern od. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Vorrichtung zum selbsttätigen Wählen von mehrstelligen Fernsprechnummern od. dgl. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> komplizierter Abtast- und Schaltmechanismus erforderlich, der zu häufigen Störungen führt und die Einführung des Gerätes in der Praxis verhindert hat. Zur Vermeidung der Mängel der bekannten Geräte wird bei der erfindungsgemässen Vorrichtung vorgeschlagen, einen Arbeitsstromkreis vorzusehen, dessen kontaktgebende Teile in Reihe geschaltet und unabhängig voneinander betätigbar sind, wobei sowohl die Wählscheibe als auch aie Lochkarte wechselweise von derselben Antriebsvorrichtung bewegbar sind und für das Umschalten der Antriebsvorrichtung ein Elektromagnet vorgesehen ist, der direkt oder indirekt in den Arbeitsstromkreis einbezogen ist, so dass bei übereinstimmenden Angaben auf der Lochkarte und auf der Wählscheibe bei der Rückkehr der Wählscheibe in ihre Ausgangsstellung der Antrieb von einer Stellung in die andere umgeschaltet wird. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besitzt die Vorrichtung einen Nummernschalter bekannter Bauart mit einen Kontaktfinger aufweisender Wählscheibe und einen auf einer elektromagnetisch verschwenkbaren Wippe sitzenden Antriebsmotor mit Reibscheibe, die wahlweise die Wählscheibe des Nummernschalters oder die Kartentransportwelle antreibt, wobei eine zur Aufnahme der Lochkarte dienende Führungstasche vorhanden ist, in welche ausser der Kartentransportwelle die zum Abtasten der Lochkarte dienenden Federkontakte hineinragen, wogegen die Wählscheibe von einem Isolierstoffring umgeben ist, auf dem zehn vom Kontaktarm der Wählscheibe beaufschlagte, mit den Abtastorganen leitend verbundene Kontaktbolzen sitzen. Die Erfindung besteht auch dazin, dass der Nummernschalter mit einer normalen Wählscheibe versehen ist, gegen deren Rand sich das motorgetriebene Reibrad zum Zwecke des Drehens des Nummernschalters um den der zu wählenden Ziffer entsprechenden Winkelbetrag anlegt und dadurch für die hiefür erforderliche Zeit die Kupplung zwischen Reibrad und Wählscheibe herstellt. Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Motor auf einer Wippe angeordnet, die zum Zwecke der Kupplung des Motors mit dem Nummernschalter oder der auf ihm sitzenden Wählscheibe nach der einen Seite und zum Zwecke der Kupplung des Motors mit der Vorschubvorrichtung der Lochkarte nach der andern Seite mittels Zugmagnet verschwenkbar ist. Erfindungsgemäss ist es auch möglich, dass ein am Nummernschalter oder an der auf ihm sitzenden Wählscheibe angebrachter Kontaktfinger mit festen, über die Peripherie verteilten Kontakten zusammenwirkt, deren jeder mit einem die Ziffernlöcher der Lochkarte abtastenden Fühler verbunden ist, wobei der Kontaktfinger über dem in dem der zu wählenden Ziffer entsprechenden Kartenloch liegenden Abtastfühler mit dem die Motorkupplung steuernden Relais eine leitende Verbindung mit der Massgabe herstellt, dass die Reibungskupplung zwischen Wählscheibe bzw. Nummernschalter und Motor aufhebbar ist, sobald der Kontaktfinger den der betreffenden Ziffer entsprechenden Kontaktstift erreicht. Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist durch die Lochkarte nach Beendigung des Abtastens der auf ihr gelochten Wählziffern mittels eines ausserhalb der die Anfangs- und Wählziffern enthaltenden Kolonnen angeordneten Loches ein Relais od. dgl. geschlossen, durch das der Motor auf Rückwärtsgang geschaltet und mit der nunmehr rückwärts laufenden Vorschubwalze der Lochkarte gekuppelt ist, welche auf diese Weise in ihre Ausgangsstellung gelangt, von der aus-beispielsweise bei Besetztsein des gewählten Anschlusses - der Wählvorgang wiederholbar ist. In der Zeichnung ist die erfiadungsgemässe Vorrichtung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch näher veranschaulicht. Die Lochkarte 1, die an ihrem hinteren (in der Figur rechten) Ende die erforderlichen Angaben über den Namen des betreffenden Teilnehmers, seine Telephonnummer u. dgl. mehr enthält, ist mit einer grösseren Anzahl von-in der Zeichnung senkrechten - Zeilen versehen, die Vordrucke aufweisen, beispielsweise in Form von runden Kreisen mit darinstehenden Ziffern oder Buchstaben. Das Herstellen der erforderlichen Löcher in der Lochkarte kann von Hand oder aber auch durch ein Zusatzgerät bewirkt werden, das an den Fernsprech- oder Fernschreibapparat angeschlossen wird und im wesentlichen einen bekannten Drehwähler und zehn Stanzmagnete enthält. Beim Wählen der gewünschten Nummer werden nun gleichzeitig schrittweise die Löcher in der Lochkarte hergestellt, indem bei jeder Ziffer der entsprechende Stanzmagnet über den Drehwählerarm Strom erhält und ein Loch bzw. zwei Löcher gleichzeitig in die Karte stanzt, worauf die Karte durch einen Vorschubmagneten od. dgl. einen Schritt weiter geschoben wird. Die entsprechend den zu wählenden Telephonnummern vorbereitete Lochkarte 1 wird in einen in dem Apparat vorgesehenen Schlitz eingeführt und-sobald sie bis zu einer gewissen Tiefe eingeschoben ist - selbsttätig in den Wählautomaten eingezogen, was mittels der Walze 2 geschieht, die in nicht näher dargestellter Weise mit dem Motor 3 gekoppelt werden kann. Der Motor 3 sitzt auf einer Wippe mit der Drehachse 4. Die den Motor 3 tragende Wippe kann mittels <Desc/Clms Page number 3> des Magneten 5 verschwenkt werden. Auf der Motorwelle sitzt das mit einem Reibungsbelag versehene Reibrad 6, das, sobald der Magnet 5 stromdurchflossen ist, in Reibungsschluss mit dem Aussenrand der Wählscheibe 7 gebracht wird und diese im Uhrzeigersinne so lange dreht, bis der Reibungsschluss zwischen dem Reibrad 6 und der Wählscheibe 7 durch Stromloswerden des Magneten 5 unterbrochen wird. Die Wählscheibe 7 gehört zu dem Nummernschalter 8, in welchem in der üblichen Weise die Stromimpulse erzeugt und in das Postnetz weitergeleitet werden. Die Wählscheibe 7 ist von einem aus Isolerstoff bestehenden Ring 9 umgeben, auf welchem zehn mit den Ziffern 1... X bezeichnete Kontaktbolzen sitzen. An der Wählscheibe 7 ist der Kontaktarm 10 befestigt, der beim Umlaufen der Wählscheibe 7 die einzelnen Kontaktbolzen I... X bestreicht. Jeder der auf dem Ring 9 sitzenden Kontaktbolzen I... X ist in der schematisch dargestellten Weise mit einer der auf de : n Abtastkamm 11 sitzenden, ebenfalls mit den Ziffern I... X bezeichneten Kontaktfedern verbunden. Sobald der auf der Wählscheibe 7 sitzende Kontaktarm 10 beim Berühren einer der auf dem Ring 9 sitzenden Kontaktbolzen I... X über die die gleiche römische Ziffer tragende Kontaktfeder des Abtastkammes 11 durch das in der betreffenden Reihe der Lochkarte 1 befindliche Loch hindurch einen entsprechenden Stromkreis schliesst, wird der Zugmagnet 5 stromlos, die den Motor 3 tragende Wippe schwenkt zurück, und der Reibungsschluss zwischen Reibrad 6 und Wählscheibe 7 wird unterbrochen, so dass letztere nunmehr in der üblichen Weise unter eigener Federkraft zurückläuft und dabei die entsprechenden Wählimpulse auslöst. Sobald die Wählscheibe 7 ihre Null-Lage erreicht hat, wird über die Kontaktfeder 12 durch das erste Loch der oberen horizontalen Lochreihe 13 hindurch ein Stromkreis geschlossen, der über ein nicht gezeichnetes Relais den Motor 3 mit der Vorschubwalze 2 koppelt, bis das nächste Loch der Lochreihe 13 unter die Kontaktfeder 12 gelangt ist und alsdann wiederum den Zugmagneten 5 mit Strom versorgt, so dass nunmehr die Wählscheibe 7 durch das Reibrad 6 wiederum in Gang gesetzt wird und bis zu der nunmehr von dem Kontaktkamm 11 abgetasteten Ziffer läuft. Beim Rücklauf der Wählscheibe 7 wird diese neue Ziffer gewählt usf.. bis das letzte Ziffernloch unterhalb der hotizontalen Lochreihe 13 von der zugehörigen Kontaktfeder des Abtastkammes 11 abgetastet ist. Hierauf läuft die Lochkarte 1 weiter, bis das am unteren Rand der Lochkarte 1 befindliche Schlussloch 14 unter die in der Figur unterste Kontaktfeder des Kontaktkammes 11 gelangt ist und einen Stromkreis schliesst, der ein sich selbst haltendes Umsteuerrelais betätigt, welches den Motor 3 auf Rückwärtsgang steuert und, den Zugmagneten 5 abschaltet. Die Lochkarte 1 läuft nunmehr in Richtung des gestrichelt gezeichneten Pfeiles rückwärts und wird ausgeworfen. Wenn die gewählte Teilnehmernummer besetzt ist, so braucht nur das Umsteuerrelais mittels eines EMI3.1 wieder vorwärts und die betreffende Nummer noch einmal. Das Umsteuerrelais kann auch durch einen Zeitschalter betätigt werden, so dass die Karte nach Ablauf einer bestimmten einstellbaren Zeit wieder von selbst vorwärts läuft und die betreffende Nummer automatisch von neuem wä1. to Das Gerät kann mit einem eingebauten oder angeschlossenen Umschalter versehen werden, der den Nummsmschalter 8 entweder mit dem Fernsprechnetz oder mit dem Fernschreibnetz verbindet, so dass das gleiche Gerät für beide Netze verwendbar ist. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird es als Untersatzgerät für einen normalen TischFernsprechapparat ausgebildet. Die nach Art von Karteikarten in alphabetischer Reihenfolge geordneten Lochkarten werden zweckmässig in einem Behälter untergebracht, der in einer nicht näher dargestellten Weise mit dem Gehäuse des Gerätes verbunden sein oder einen Teil von ihm bilden kann. Das Gerät kann auch mit einem eingebauten Gesprächskostenzähler versehen sein, der gegebenenfalls auch mit einer Druckeinrichtung ausgerüstet ist, welche die Lochkarte beim Durchlaufen automatisch mit dem Datum, der Uhrzeit und sonstigen Feststellungen bedruckt. Das Gerät kann auch mit einem Lautsprecher nebst Röhren oder Transistorverstärker ausgestattet sein, der die niederfrequenten Sprechspannungen in der Hörerleitung verstärkt wiedergibt. Um eine Meldung in das Leitungssystem auszusenden, kann eine Schallschrift in die auch als endlose Schleife zu verwendende Lochkarte eingeschnitten oder eingeprägt sein. Die Lochkarte kann aber auch selbst als Magnettonträger dienen, wobei ein Tonband auf der Lochkarte befestigt ist, oder die Lochkarte kann aus einer Kunststoff-Folie mit darauf befindlicher magnetisierbarer Schicht bestehen, wobei vorzugsweise die verlängerte Lochkarte als endlose Schleife das Wählgerät durchläuft.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum selbsttätigen Wählen von mehrstelligen Fernsprechnummern od. dgl. mittels an Abtastorganen selbsttätig vorbeigeführter Lochkarten, gekennzeichnet durch einen Arbeitsstromkreis, dessen kontaktgebende Teile (9,10 bzw. 11,12) in Reihe geschaltet und unabhängig voneinander betätigbar sind, wobei sowohl die Wählscheibe (7) als auch die Lochkarte (1) wechselweise von derselben Antriebsvorrichtung (3) bewegbar sind und für das Umschalten der Antriebsvorrichtung ein Elektromagnet (5) vorgesehen ist, der direkt oder indirekt in den Arbeitsstromkreis einbezogen ist, so dass bei übereinstimmenden Angaben auf der Lochkarte und auf der Wählscheibe bei der Rückkehr der Wählscheibe (7) in ihre Ausgangsstellung der Antrieb von einer Stellung in die andere umgeschaltet wird.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Nummernschalter (8) bekannter Bauart mit einen Kontaktfinger aufweisender Wählscheibe (7) und einen auf einer elektromagnetisch verschwenkbaren Wippe (4) sitzenden Antriebsmotor (3) mit Reibscheibe (6) besitzt, die wahlweise die Wählscheibe (7) des Nummernschalters (8) oder die Kartentransportwelle (13) antreibt, wobei eine zur Aufnahme der Lochkarte (1) dienende Führungstasche vorhanden ist, in welche ausser der Kartentransportwelle (13) die zum Abtasten der Lochkarte (1) dienenden Federkontakte hineinragen, wogegen EMI4.13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nummernschalter (8) mit einer normalen Wählscheibe (7) versehen ist, gegen deren Rand sich das motorgetriebene Reibrad (6) zum Zwecke des Drehens des Numme. rnschalters (8) um den der zu wählenden Ziffer entsprechenden Winkelbetrag anlegt und dadurch für die hiefür erforderliche Zeit die Kupplung zwischen Reibrad (6) und Wählscheibe (7) herstellt.4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (3) auf einer Wippe (4) angeordnet ist, die zum Zwecke der Kupplung des Motors (3) mit dem Nummernschalter (8) oder der auf ihm sitzenden W hlscheibe (7) nach der einen Seite und zum Zwecke der Kupplung des Motors (3) mit der Vorschubvorrichtung der Lochkarte (1) nach der andern Seite mittels Zugmagnet (5 od. dgl.) verschwenkbar ist.5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Nummernschalter (8) oder an der auf ihm sitzenden Wählscheice (7) angebrachter- Kontaktfinger (10) mit festen. über die Peripherie (9) verteilten Kontakten zusammenwirkt, deren jeder mit einem die Ziffernlöcher EMI4.2 steuernden Relais (5) eine leitende Verbindung mit der Massgabe herstellt, dass die Reibungskupplung zwischen Wählscheibe (7) bzw. Nummernschalter (8) und Motor (3) aufhebbar ist, sobald der Kontaktfinger (10) den der betreffenden Ziffer entsprechenden Kontaktstift erreicht.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Lochkarte (1) nach Beendigung des Abtasten der auf ihr gelochten Wählziffern mittels eines ausserhalb der die Anfangs- und Wählziffern enthaltenden Kolonnen angeordneten Loches ein Relais od. dgl. geschlossen ist, durch das der Motor (3) auf Rückwärtsgang geschaltet und mit der nunmehr rückwärts laufenden Vorschubwalze (2) der Lochkarte (1) gekuppelt ist, welche auf diese Weise in ihre Ausgangsstellung gelangt, von der aus-beispielsweise bei Besetztsein des gewählten Anschlusses - der Wählvorgang wiederholbar ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur ein-oder mehrmaligen Wiederholung des Wählvorganges ein Schalter zur Einschaltung der Vorrichtung auf VorwÅartslauf vorgesehen ist, der entweder als Handdruckknopf oder zur selbsttätigen Wiederholung nach dem Rücklauf der Lochkarte (1) als Zeitschalter ausgebildet ist.8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem Untersatzgerät für einen normalen Tisch-Fernsprechapparat eingebaut ist.9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Behälter für eine Anzahl von Lochkarten besitzt.10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche l bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine eingebaute Druckeinrichtung besitzt, welche die Lochkarte beim Durchlaufen selbsttätig mit dem Datum, der Uhrzeit und sonstigen Angaben bedruckt.11. Lochkarte zur Verwendung bei einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf jeder eine gelochte Wählziffer aufweisenden Zeile noch ein zweites Loch besitzt, durch das der Wählvorgang für diese Wählziffer eingeleitet wird. <Desc/Clms Page number 5>12. LochKarte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einer der auf die die letzte gelochte Wählziffer enthaltenden Zeile folgenden Zeilen ein ausserhalb der sonst benützten Kolonnen angebrachtes Loch besitzt, durch das die Vorschubwalze zum Zwecke der Rückführung der Lochkarte in ihre Ausgangsstellung auf Rückwärtslauf geschaltet wird.
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