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Vorrichtung zum Herstellen von Verbindungen bei Selbstaiisehluss-Fernspreehern.
Bei Selbstanschluss-Fernsprechern sind Verbindungsvorrichtungen bekannt, bei denen zur Steue- rung des Impulsgebers für die Wählerstromkreise zu bewegende Walzen, Scheiben od. dgl. dienen, an denen je einer bestimmten Fernspreehstelle entsprechende Gruppen von Löchern oder andern Hubmitteln (Nocken, Stifte, Zähne od. dgl.) vorgesehen sind, die bei der Relativbewegung einer Walze, Scheibe od. dgl. gegen die Abtastorgane des Impulsgebers auf dessen Kontakte einwirken. Die Walzen, Scheiben usw. sind hiebei mit der Vorrichtung dauernd zusammengebaut und müssen daher bei Änderungen von Fern- sprechnummern ausgebaut und geändert oder durch andere ersetzt werden.
Derart sind diese bekannten
Vorrichtungen jeweils nur für eine beschränkte Anzahl von FerI1sprechanschlüssen verwendbar und demgemäss nur für Netze mit wenigen Sprechstellen geeignet.
Auch die Verwendung von Lochstreifen zur Steuerung des Impulsgebers ist bereits vorgeschlagen worden. Diese Lochstreifen werden zwischen den Kontakten eines Impulsstromkreises durchgezogen, 'wodurch in dem Stromkreis selbst jedesmal ein Stromstoss hervorgerufen wird, wenn eines der Löcher des bewegten Streifens die Kontakte passiert. Durch die aufeinanderfolgenden Stromstösse wird bei dieser bekannten Einrichtung eine Wählvorrichtung betätigt, die, nur für Netze mit wenigen Teilnehmer- stellen bestimmt, nicht für das übliche, bei grossen Netzen unentbehrliche dekadische Fernsprechnummern- system geeignet ist. Die W hlvorriehtung dieser bekannten Einrichtung ist in besonderer Weise aus- gebildet und erfordert genauen Synchronismus zwischen der Lochstreifenbewegung und der Bewegung des motorisch angetriebenen Organs der Wählvorrichtung an der zentralen Vermittlungsstelle.
Hand- antrieb, etwa mit Hilfe einer Nummernscheibe od. dgl., kommt daher für die bekannte Einrichtung über-
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vorhanden sein.
Weiters wurde der Vorschlag gemacht, mit den in modernen Fernsprechnetzen üblichen Nummernscheiben selbst eine mechanische Einstellvorrichtung zu kuppeln, deren durch Lochstreifen gesteuerte Bewegung über ein Getriebe auf die Nummernscheibe selbst übertragen wird. Diese Einstellvorrichtung ist am Fernsprechapparat selbst anzubringen und daher unhandlich und überdies darum nachteilig, weil im Falle eines Defektes der Vorrichtung auch die Wahlscheibe selbst in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine Vorrichtung, die bei den üblichen Selbst- anschluss-Fernsprechern in einfachster Weise ermöglicht, beliebig viele, oftmals benötigte Verbindungen ohne Betätigung der Nummernscheibe und ohne das zeitraubende Nachschlagen der Anschlussnummer herzustellen, Teilnehmerstellen aber, die nur selten oder gelegentlich angerufen werden, wie bisher durch Betätigen der Nummernscheibe zu wählen. Auch die erfindungsgemässe Vorrichtung bedient sich zu diesem Zwecke der bekannten Lochstreifen, aber auch anderer Steuerschablonen mit in einer oder mehreren Reihen oder Gruppen angeordneten Hubmitteln, wie Löchern, Ausnehmungen, Aussparungen und andern Vertiefungen oder aus Reihen bzw.
Gruppen von Erhöhungen, Vorsprüngen, Wulsten od. dgl., die mit einer von der Ansprechgeschwindigkeit der Wählereinrichtungen an der Fernsprechvermittlungsstelle weitgehend unabhängigen Geschwindigkeit relativ zu einem Stromimpulsgeber bewegt, wiederholte, die Wählereinrichtung an der Vermittlungsstelle beeinflussende Folgen von Stromstössen oder Stromunterbrechungen verursachen.
Erfindungsgemäss dient zur Erzeugung der Relativbewegung des Lochstreifen oder der Steuerschablone gegen die Abtastorgane des Impulsgebers ein Motor (Elektro-, Federmotor od. dgl.) und ist
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an der Vorrichtung eine elektrische oder mechanische Vorrichtung vorgesehen, die den Antrieb selbsttätig dann in Gang setzt, wenn eine der wahlweise in die Vorrichtung einzuführenden Schablonen an der Vorrichtung in Stellung gebracht wird, und die den Antrieb selbsttätig unterbricht, sobald der Impulsgeber den Wäblvorgang beendet hat. Überdies sind die Stromkreise des schablonengesteuerten Impulsgebers mit den Stromkreisen der durch die Nummernscheibe gesteuerten Impulskontakte des Teilnehmerapparates derart durch eine Schaltung verbunden, dass die Fernsprechverbindungen, je nach Wunsch.
entweder mittels des sehablonengesteuerten Impulsgebers oder von Hand hergestellt werden können.
Hiebei ist durch selbsttätige Schalteinrichtungen dafür gesorgt, dass Kurzschlüsse, Dauersehlüsse oder unzulässige Unterbrechungen dieser Stromkreise bei der betriebsmässigen Verwendung des Impulsgebers nach der Erfindung und der Nummernscheibe nicht eintreten können.
Ausserdem ist Vorsorge getroffen, dass die Schablonen nur in richtiger Stellung in die Vorrichtung eingeführt werden können, wodurch Fehlverbindungen ausgeschlossen sind.
Im allgemeinen verdienen bandförmige Schablonen wegen ihrer billigen und einfachen Herstellung den Vorzug vor Walzen, Trommeln oder Scheiben. Auch sind Löcher andern Hubmitteln (Erhöhungen.
Vertiefungen od. dgl.) vorzuziehen. da die letzteren leicht beschädigt (eingedrückt, ausgefüllt) werden. wodurch die Schablone selbst unbrauchbar wird.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen.
Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht der vorzugsweisen Ausführungsform der Vorrichtung mit einem Lochstreifen in schematischer Darstellung, Fig. 3 einen Lochstreifen allein in Draufsieht, Fig. 4 das Ende eines Lochstreifen von unsymmetrischem Querschnitt in schaubildlicher Darstellung ; Fig. 5 und 6 zeigen schematisch und vereinfacht eine Schablonenführung für die erfindungsgemässe Vorrichtung mit Zugwalzenantrieb in Vorder-und Seitenansicht, Fig. 7 und 8 in Vorderansicht und vereinfacht zwei verschiedene walzen- oder trommelförmige Schablonen mit verschiedenartiger Lagerung in der Vorrichtung nach der Erfindung.
In ihrer vorzugsweisen Ausführungsform (Fig. 1 und 2) besteht die Vorrichtung nach der Erfindung aus einem Gehäuse 1, das einen in Fig. 2 schematisch angedeuteten Elektromotor 2. z. B. einen Gleichstrom-Nebenschlussmotor, einschliesst, dessen Anker über eine Welle 3, vorteilhaft aber über ein zwischengeschaltetes Getriebe, mit einer gezahnten Walze 4 gekuppelt ist, die für den Antrieb von als steifen (z. B. metallischen) Lochstreifen ausgebildeten Schablonen 5 dient.
Zur Leitung der Lochstreifen 5 durch die Vorrichtung ist eine den eingeführten Streifen zweckmässig allseitig umschliessende Führungsbahn 6 mit einer Einführungsöffnung 7 und einer Austrittsöffnung 8 vorgesehen, in die sowohl die Zähne der Zahnwalze 4 als auch die oberen, zweckmässig abgerundeten Enden von beweglichen Bolzen oder Stössern 9, 9'reichen, die durch Federn 10, 10'leicht in die Führungsbahn 6 bzw. gegen den durch diese Bahn bewegten Lochstreifen 3 gedrückt werden. Der Zahnwalze 4 gegenüber ist eine glatte Gegenwalze 4'angeordnet, die einen sichern Angriff der Zahnwalze 4 am Lochstreifen 5 gewährleistet.
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Wählereinrichtungen des Selbstansehluss-Fernsprechnetzes betätigt werden.
Der Kontakt 11 des Stromkreises 12 ist geschlossen, solange sieh der Bolzen 9 in Hoehstellung befindet, aber geöffnet, wenn dieser Bolzen durch eine in die Führung 6 eingeführte Schablone abwärts gedrückt wird. Dagegen ist der Kontakt 11'im Stromkreis ?'unterbrochen, solange der Bolzen 9'in Hochstellung ist, aber geschlossen. wenn der Bolzen 9'durch eine in die Führung 6 eingeführte Schablone 5 abwärts gedrängt wird.
Die Stromkreise 12, 12'sind hiebei durch eine geeignete Schaltung derart mit den durch die übliche Nummernscheibe gesteuerten Stromkreisen verbunden. dass wahlweise die erfindungsgemässe Vorrichtung für jene häufig benötigten, im übrigen aber beliebig zahlreichen Verbindungen verwendet werden kann, für die Lochstreifen vorhanden sind, oder die von Hand zu betätigende Nummernseheibe für die selten oder nur ausnahmsweise benötigten Verbindungen.
Die beispielsweise veranschaulichte Ausführungsform der Vorrichtung ist für ein Wählersystem mit Stromschleifenunterbrechung eingerichtet, das zwei in Reihe geschaltete Stromzweig umfasst, von denen einer den unter anderm zum Umschalten der Gruppenwähler erforderlichen Strom führt. während in dem andern die zur schrittweisen Schaltung der Wähler erforderlichen Folgen von Stromunterbrechungen hervorgerufen werden. Die erfindungsgemässe Einrichtung ist aber keineswegs auf Wäblersysteme dieser Art beschränkt, sondern kann auch für einen einzigen oder für mehr als zwei Stromzweige oder Stromkreise eingerichtet sein.
Jeder der zur Steuerung des Impulsgebers 9 bis 11, 9'bis 11'dienenden Lochstreifen oder Bänder 5 (Fig. 3) weist vorteilhaft in seiner Mitte Perforationen a auf, in die, nachdem das betreffende Band in diese Vorrichtung eingeführt worden ist, die Zähne der motorisch angetriebenen Zahnwalze 4 eingreifen und die Schablone 5 so durch die Führungsbahn hindurchziehen, sobald der Antriebsmotor 2 der Zahnwalze 4 umläuft.
An der einen Seite der Perforationen a sind in einer Reihe mehrere Langlöcher b vorgesehen. die beim Durchgang des Lochbandes 5 durch die Führungsbahn 6 den zum Umschaltkontakt 11 gehörigen Bolzen 9 steuern. indem sie ihm, der sonst gegen die Wirkung der Federn 10 durch das Band 5
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der Perforationen a befinden sich in einer Reihe hintereinander mehrere Gruppen von Kreislöchern e, die beim Durchgang des Lochbandes 5 durch die Führungsbahn in analoger Weise den zum Impulskontakt (Unterbrechungskontakt) 11' gehörigen Bolzen 9'steuern. Die Anzahl der Kreislöcher aufeinanderfolgender Gruppen entspricht hiebei den aufeinanderfolgenden Ziffern jener Fernsprechnummern, für die das betreffende Lochband 5 bestimmt ist, oder ist um je eins grösser als diese Ziffern.
Im ersteren Falle entsprechen der Ziffer 0 zehn Kreislöcher. in letzterem ein einziges Kreisloeh. Ein z. B. für die Fernspreehnummer 23.054 bestimmter Lochstreifen weist demnach ausser fünf Langlöchern b zur Betätigung des Umschaltkontaktes 11, der bei gewissen Selbstanschluss-Fernsprechsystemen die folgeweise Umschaltung der aufeinanderfolgenden Wähler (Vor-, Gruppen-, Leitungswähler) sowie deren Umsteuerung von Hub auf Drehung besorgt, an der den Löchern b gegenüberliegenden Seite der Per-
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ist jeweils die Einschaltung des zunächst zu betätigenden Wählers bzw.
dessen Umschaltung von Hub auf Drehung (oder umgekehrt) bereits vollzogen, bevor durch Einwirkung der zunächst folgenden Kreislochgruppe c auf den Bolzen 9'in Stromkreis 12'jene aufeinanderfolgenden stossartigen Strompausen
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Kreislochgruppen c oder, zur Vermeidung zu langer Lochstreifen, die beiden Bolzen 9. 9'in der Längs- richtung der Führungsbahn 6 gegeneinander in geeigneter Weise versetzt sein. Schliesslich können auch beide Massnahmen gleichzeitig angewendet werden, wie in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist.
Um einen Dauerschluss der Stromkreise 12. 12'zu vermeiden, solange kein Lochstreifen in die
Vorrichtung eingeführt worden ist. sind in diesen Stromkreisen ausser den Kontakten 11. 11'weitere
Hilfskontakte 14, 14'vorgesehen, die sich an der Vorder-bzw. an der Hinterseite eines Kontakt- trägers 15 befinden, der mit einem Federbügel16 verbunden ist, welcher dauernd, vorteilhaft von der
Seite her, in die Führungsbahn 6 reicht. Hiebei liegt der Hilfskontakt 14 des die Wählerumschaltung bewirkenden Stromkreises 12 in Reihe mit dem Kontakt 11, während der Hilfskontakt 14'des eigent- lichen Impulsstromkreises 12'zum Kontakt 11'parallel geschaltet ist.
Derart ist, wenn die Verbindungs- vorrichtung nach der Erfindung ausser Wirksamkeit ist, d. h. wenn sich keine Schablone in der Führung 6 befindet, der Hilfskontakt-M geöffnet, der Hilfskontakt 14'aber geschlossen (vgl. die in Fig. 2 in unter- brochenen Linien dargestellte Stellung des Trägers 15). Wenn dagegen ein Lochstreifen 5 durch die Vorrichtung geführt wird, wird der Federbügel 16 und mit diesem der Träger 15 so weit aus der Führung- bahn 6 gedrängt, dass der Kontakt-M geschlossen, der Kontakt 24'aber geöffnet wird. Ströme können daher die Stromkreise 12, 12'erst dann durchfliessen, wenn ausser dem Hilfskontakt 14 auch die vom Loch- streifen 5 gesteuerten Kontakte 11, 11'geschlossen sind.
Für das Ingangsetzen des Motors 2, der seinen Strom vorteilhaft aus einem Lichtnetz-wo dies möglich und zulässig ist auch aus dem Fernsprechnetz selbst-bezieht, kann eine beliebige Einschaltvorrichtung vorgesehen sein, die den Motor an Spannung legt, sobald eine Schablone in die Vorrichtung eingeführt wird. Besonders vorteilhaft ist es, die Schablonen J selbst so auzubilden. dass sie das Ingangsetzen des Motors selbst besorgen. Bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind daher im Motorstromkreis 17 zwei parallel geschaltete Kontakte 18, 19 mit Federbügeln 20 vorgesehen. die infolge der Federkraft für gewöhnlich von der Seite her in die Führungsbahn 6 für die Lochstreifen 5 reichen. wobei die Kontakte 18, 19 dauernd geöffnet sind.
Einer der Federbügelkontakte 18, 20 ist hiebei zweckmässig nahe der Einführungsöffnung 7, der andere nahe der Austrittsöffnung 8 der Führung 6 angeordnet.
Wird nun ein Lochstreifen 5 in die Führung 6 eingeführt, dann drängt er zunächst die zum Kontakt 18 gehörige Feder 20 aus der Führungsbahn. wodurch der Kontakt 18 und damit der Motorstromkreis 27 geschlossen wird. Der zweite, nahe der Austrittsöffnung 8 befindliche Kontakt 19 bewirkt, dass der Motorstromkreis so lange geschlossen bleibt, bis das Lochband die Vorrichtung durch die Austritts- öffnung 8 nahezu verlassen hat.
Zur Verbesserung des Kraftangriffes des Lochstreifens 5 an den Federbügeln 16 bzw. 20 der Kontakte 14, 14'und 18, 19 sind die Enden der Lochstreifen zweckmässig trapezförmig (Fig. 3) oder auf andere Weise verjüngt ausgebildet.
Um Fehlverbindungen durch unrichtiges Einführen der Lochstreifen in die Führungsbahn 6 der Vorrichtung zu vermeiden, sind dieselben in geeigneter Weise zu bezeichnen. So genügt es beispielsweise. etwa das einzuführende Vorderende der Streifen nur an einer Bandbreitseite z. B. mit einer farbigen Marke zu versehen, um die richtige Stellung des Bandes beim Einführungsvorgang zu kennzeichnen. Es kann aber auch die Unterseite des Bandes mit der Aufschrift Falsch", Wenden"oder einer ähnlichen Angabe beschriftet sein, um ein falsches Einführen desselben zu vermeiden.
Durch unsymmetrische Ausbildung des Streifenquersehnittes und entsprechende Profilierung des Querschnittes der Führungsbahn 6 kann man sich gegen unrichtiges Einführen der Streifen in die
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insofern vorteilhaft, als dieser durch den aufgebogenen Rand 21 versteift wird und daher mit erhöhter
Sicherheit gegen Verklemmen od. dgl. durch die Führungsbahn hindurchgeht.
Der abgebogene Rand 21 eignet sich überdies auch sehr vorteilhaft zur Einwirkung auf die Feder- bügel 16 bzw. 20 der Kontakte 14, 14'bzw. 18, 19, die in diesem Falle im Gehäuse 1 in anderer Stellung anzuordnen sind. Zur Verbesserung des Kraftangriffs des Seitenrandes 21 an den Federbügeln 16. 20 sind seine Enden 22 abgeschrägt ausgebildet.
Wird ein Lochstreifen 5 in richtiger Stellung so weit in die Einführungsöffnung 7 der Vorrichtung eingeschoben, bis sein trapezförmiges Vorderende den Federbügel20 des Kontaktes. M zur Seite gedrückt und derart den Stromkreis j ! 7 des Motors 2 geschlossen hat, dann wird dieser in Gang gesetzt und die vom Motor angetriebene Zahnwalze 4, deren Zähne in die Perforationen a des Lochstreifen J eingreifen. zieht nun den Lochstreifen durch die Führungsbahn 6.
Hiebei werden vorerst beide Bolzen 9. 9'nieder- gedrückt, wodurch der Stromkreis 12 am Kontakt 11 unterbrochen wird. bevor noch der zu diesem in
Reihe liegende Hilfskontakt 14 geschlossen ist, während der Kontakt j ! J' geschlossen wird.'Erst bei
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bügels 16 unterbrochen.
Bei der Weiterbewegung des Lochstreifen 5 gelangt nun das erste Langloch b zum oberen Ende des durch das Band 5 in Tiefstellung gehaltenen Bolzens 9, dessen abgerundetes Ende unter der Wirkung der Federn 10 in das Langloch eintritt und hiebei den Umschaltkontakt 11 schliesst. Der Stromfluss durch den Stromkreis 12 bewirkt eventuell die Einschaltung des ersten Wählers, gewöhnlich eines Vor- wählers, der die Sprechstelle mit dem ersten freien Gruppen-oder Leitungswähler verbindet. Durch den hinteren Rand des Langloches b wird der Bolzen 9 entgegen der wirksamen Federkraft wieder abwärts gedrückt und so der Kontakt 11 wieder unterbrochen.
Kurze Zeit nach Einschaltung des Umschaltstrom- kreises 12'gelangt die erste Gruppe der im Streifen 5 vorgesehenen Kreislöcher c zum oberen Ende des bis dahin durch den Streifen 5 in Tiefstellung gehaltenen Bolzens 9', der entsprechend der Anzahl der in der ersten Gruppe vorgesehenen Kreislöcher c wiederholt, sonst aber in gleicher Weise wie der Bolzen Y aufwärts und abwärts bewegt wird und hiebei den Kontakt 11'des Impulsstromkreises 12'wiederholt öffnet und schliesst. Dadurch wird der Stromfluss durch den ersten Wähler in wiederholter Folge kurzzeitig unterbrochen, wodurch der eingeschaltete Wähler in gewünschter Weise schrittweise geschaltet wird.
Je nach der Anzahl der Langlöcher bund Kreislochgruppen c wiederholt sieh dieses Spiel der Kontakte 11, 11'so lange, bis die gewünschte Fernsprechverbindung hergestellt ist. Dabei bewirken die durch den Umsehaltstromkreis 12 gesehickten Stromimpulse u. a. jeweils die Einschaltung der Wähler bzw. ihre Umschaltung von Hub auf Drehung, die wiederholten Unterbrechungen im Impulsstromkreis 12'aber die schrittweise Schaltung der Wähler.
Nachdem das Hinterende des Streifens 5 den Federbügel 20 des Kontaktes 18 verlassen hat, bleibt der Motorstromkreis noch durch den Kontakt 19 geschlossen und wird erst dann unterbrochen, wenn das Hinterende des Bandes ausser Berührung mit dem Federbügel 20 des bei der Austrittsöffnung befindlichen zweiten Kontaktes 19 gelangt ist, das Band demnach durch die Öffnung 8 beinahe ganz aus der Vorrichtung ausgetreten ist.
Vorher bereits hat der Streifen 5 auch den Federbügel M der Hilfskontakte. M,. M' passiert. Der Kontakt 14 wird somit geöffnet, bevor noch das Hinterende des Bandes 5 die Bolzen 9,9'freigegeben hat, während der Hilfskontakt 14'wieder geschlossen wird. Nach Beendigung des selbsttätigen Wählvorganges fliesst nur mehr im Stromkreis 12'der Sprechstrom, während die Kontakte 11, 11'stromlos sind, der erstere (11), weil er in Reihe zu dem nunmehr geöffneten Hilfskontakt 14 liegt, der letztere (li'), weil der zugehörige Bolzen nun gehoben, der Kontakt selbst daher unterbrochen ist.
Zur Vermeidung von Fehlverbindungen beim Gebrauch der erfindungsgemässen Vorrichtung ist dafür zu sorgen, dass die Lochstreifen zuverlässig stets an dem mit dem Namen des zugehörigen Fern- sprechteilnehmers versehenen Platz zu finden sind. Bei Verwendung von nur wenigen (etwa bis zu zwanzig} Lochstreifen ist es leicht, dieselben in entsprechend bezeichneten Fächern, Laden od. dgl. eines Kästchens aufzubewahren. Grössere Sorgfalt ist bei einer grösseren Anzahl von Lochstreifen aufzuwenden. Zweckmässig ist, in diesem Falle die Kontrolle des richtigen Zurücklegens des eben verwendeten Lochstreifen in das für ihn bestimmte Fach eines Kastens durch geeignete (elektrische oder mechanische) Anzeigevorrichtungen sicherzustellen.
Ganz grosse Anlagen (für mehrere hundert Lochstreifen) können auch mit einer Vorrichtung zum selbsttätigen Zubringen der Lochstreifen zur Verbindungsvorrichtung sowie zum selbsttätigen Rückführen derselben zu ihrem Aufbewahrungsort ausgerüstet werden, die etwa nach dem Prinzip der LinotypZeitungsmaschinen eingerichtet ist.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung kann überdies in mannigfaltiger Weise abgeändert werden, ohne dass von der Erfindung abgewichen wurde.
So können an Stelle von Lochstreifen auch bandförmige Schablonen verwendet werden, die als Hubmittel an Stelle von Löchern Vertiefungen, Ausnehmungen oder Aussparungen anderer Art, aber auch umgekehrt Erhöhungen, Vorsprünge od. dgl. aufweisen. Insbesondere bei Anordnung von Wulsten ist es leicht möglich, die Kontakte der Impulsstromkreise so auszubilden, dass sie nur dann schliessen, wenn die auf die Kontakte wirkenden oder mit ihnen verbundenen Abtastorgane (Federbolzen od. dgl.) durch die Wulste entgegen der wirksamen Rückstellkraft (Federkraft) gehoben werden. In diesem Fall erübrigt sich die Anwendung besonderer Vorkontakte zur Vermeidung von Dauersehlüssen in den Stromkreisen.
Im übrigen können die Hubmittel nicht nur in der Bandmitte, sondern auch an einem oder beiden Rändern des Bandes vorgesehen sein, wobei sie etwa als Zacken od. dgl. ausgebildet sind, gegen welche die die Kontakte der Impulsstromkreise steuernden mechanischen Organe von der Seite her federnd gedrückt werden.
Auch die zur Führung des Lochbandes durch die Verbindungsvorrichtung dienenden Perforationen a können statt in der Mitte auch an den Seitenrändern des Bandes angeordnet sein.
Zur Führung der bandförmigen Schablonen 5 können an Stelle eines Zahntriebes auch Paare
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Ein Walzenpaar 23, 23'ist hiebei am Einführungsende 7. das andere 24, 24'am Austrittsende 8 der Führungsbahn 6 für die bandförmige Schablone 5 vorgesehen (Fig. 5 und 6).
Ferner ist es möglich, an Stelle von bandförmigen Schablonen in an sich bekannter Weise solche von Walzen-, Trommel-oder Scheibenform anzuwenden (Fig. 7. 8), die mit ihren Hubmitteln b, c (Löchern, Ausnehmungen, Aussparungen, Vertiefungen oder Erhöhungen, Vorsprüngen, Wulsten od. dgl.) ähnlich wie zuvor beschrieben auf federnd in die Umdrehungsbahn der Walzen, Trommeln 25 oder Scheiben reichende Abtastorgane 9, 9'wirken, sobald die Walze oder Trommel M, Scheibe od. dgl. in Umdrehung versetzt wird.
Um ein richtiges Einführen von trommel- oder walzenförmigen Schablonen 25 in die Vorrichtung zu gewährleisten, sind die Schablonen mit je zwei Lagerzapfen 26, 27 von verschiedenem Durchmesser oder von verschiedener Form versehen, die, in entsprechend ausgebildete Lager 28, 29 an der Vorrichtung eingebracht, nur auf eine einzige Art eingeführt werden können (Fig. 7). Hiebei kann einer, 27, der Lagerzapfen einachsig symmetrischen oder unsymmetrischen Querschnitt aufweisen, wodurch überdies noch die Mitnahme der Schablonen durch eine motorisch angetriebene, entsprechend gelagerte Mitnehmerscheibe 30 erleichtert wird.
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