DE191129C - - Google Patents

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DE191129C
DE191129C DENDAT191129D DE191129DA DE191129C DE 191129 C DE191129 C DE 191129C DE NDAT191129 D DENDAT191129 D DE NDAT191129D DE 191129D A DE191129D A DE 191129DA DE 191129 C DE191129 C DE 191129C
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Germany
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float
milking
milk
air inlet
suction
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DENDAT191129D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIF'
KLASSE 45#. GRUPPE
STEFAN BREITE in DRESDEN.
Die Erfindung betrifft eine Melkmaschine, bei welcher die Saugwirkung sowohl beim An- als beim Abmelken in einer den natürlichen Verhältnissen entsprechenden Weise selbsttätig geregelt wird.
Es ist eine Melkmaschine bekannt, an deren Milchauffanggefäß ein Lufteinlaß angeordnet ist, der solange durch ein Hebelwerk geschlossen gehalten wird, als die zufließende
ίο Milch eine unterhalb der Milchrohrmündung angeordnete Gewichtsschale belastet. Nach dem Aufhören des Milchzuflusses entleert sich diese Schale und öffnet dann plötzlich den .Lufteinlaß. Statt dieser Gewichtsschalen hat man auch Schwimmer verwendet, die beim Nachlassen des Milchzuflusses die Saugleitung absperren. Hier bleibt dann aber die Luftverdünnung in der zu den Zitzen führenden Saugleitung bestehen. Demgegenüber wird bei der Melkmaschine gemäß vorliegender Erfindung ein beim Beginn des Melkens offener Lufteinlaß durch den steigenden Schwimmer mittels Hebelwerkes allmählich geschlossen und beim Nachlassen des Milchzuflusses ebenso allmählich wieder geöffnet. Hierdurch soll ein sanftes An- und Abmelken unter größter Schonung der Tiere erzielt werden.
Die neue Maschine ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar in Fig. 1 in Seitenansicht, in Fig. 2 in Aufsicht; Fig. 3 zeigt eine Einzelheit.
Die ganze Vorrichtung ist auf einem fahrbaren Gestell α vereinigt. Von jeder Zitze her führen Leitungen b, die sich dann in einen Schlauch b1 vereinigen, in ein gemeinsames Steigrohr c, und dieses mündet durch ein Rückschlagventil c1 in einen Raum d, in dem sich eine Saug- und Druckpumpe e (die beliebigen Antrieb haben kann) befindet. Seitlich führt ein Kanal f mit Rückschlagventil/"1 aus dem Pumpenraum in das Sammelgefäß g, welches in zwei durch Zwischenwand h getrennte Abteilungen, eine hochliegende gl und eine tiefer liegende g'2, zerfällt, die durch eine entsprechende Öffnung in der Zwischenwand verbunden sind, g'1 hat ein Abflußrohr i und ein Überflußrohr £'; beide führen nach dem Transportgefäß k. Im Behälter g2 liegt ein Schwimmer /, weleher durch Stange m und Hebel m1 an die nach außen führende Welle η angelenkt ist. Außen sitzt auf der Welle ein weiterer Hebel 0, der drehbar anschließt an o1; diese Stange greift drehbar am Wagebalken ρ an, der auf das am Gestell befestigte Lager p1 aufgelegt ist.
Die Stange m wird lose von einem Arm q umfaßt, der sich zwischen dem Schwimmer und dem Anschlag m2 verschieben kann und den Verschlußschieber r des Rohres i hält. Am Wagebalken ρ sitzt der Schieber s, welcher eine in das Steigrohr c führende Öffnung s1 beherrscht. Der Wagebalken ρ hat eine Reihe auf einer Skala angeordneter Haken t, an welche ein Gewicht u angehängt wird. Jede Leitung b ist an einem federnden Ring ν befestigt, der durch Griffe v1 gespreizt werden kann. Ein Stück unterhalb des Ringes ist in die Leitung ein Gehäuse w mit dem beutelartigen Einsatz χ eingeschaltet. Der Einsatz χ hat einen Siebboden χ1, ferner hat
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er seitliche Öffnungen χ2 zum Durchgehen der Luft und Abfließen der übersteigenden Milchmenge. Im Beutel liegt ein Schwimmer y, der durch Hebel γλ mit einem die Luftöffnung \ beherrschenden Schieber ^1 in Verbindung steht.
Die ' Maschine arbeitet wie folgt: Die Pumpe β zieht beim Hochgehen die Milch aus den Zitzen durch das Steigrohr c nach
ίο dem Raum d, beim Niedergehen drückt sie das Ventil cl zu und die Milch durch den Kanal / nach dem ersten Behälter g1, von dem aus sie sich in g2 sammelt. Die Trennung ist vorgesehen, damit sich die Druckwelle zunächst an der Zwischenwand h brechen kann und der Inhalt von g2 möglichst unbewegt bleibt. Wenn der Schwimmer / auf dem Boden liegt, so steht der durchlöcherte obere Teil des Schiebers s vor der Öffnung, es tritt beim Ansaugen reichlich Luft zu c hinein, und die Wirkung auf die Zitzen wird um so viel verringert, wie es für das Anmelken nötig ist. Mit dem Ansammeln der Milch hebt sich der Schwimmer, gleichzeitig kommt der Milcherguß in vollen Gang, und die Wirkung der Pumpe kann immer mehr auf die Zitzen konzentriert werden; der steigende Schwimmer hebt auch unmittelbar den Schieber s bezw. dessen vollen Teil immer höher, so daß der Lufteintritt nach c immer mehr verringert und schließlich ganz abgeschlossen wird.
Der Arm q ist wegen des Steigens« des Schwimmers zunächst bis zum Schwimmer gerutscht, dann wird er mitgenommen und zieht den Schieber r hoch, so daß statt einer vollen Fläche eine durchlöcherte vorrückt. Die Milch fließt nun ab.
Auf diese Weise ist das Anmelken durchgeführt und der eigentliche Melkvorgang eingeleitet. Der Schwimmer steigt, soweit es ihm möglich ist, und verharrt in dieser Stellung, bis der Melkvorgang sich seinem Ende nähert. Das Ausmelken geschieht in folgender Weise: Die Milchabsonderung aus den Zitzen verringert sich und hört allmählich ganz auf, "infolgedessen vermindert sich der Milchstand im Sammelbassin g2, da der Abfluß stärker als der Zufluß wird. Der Schwimmer sinkt, der Schieber s schiebt wieder die gelochte Fläche vor und die Saugwirkung auf die Zitzen wird immer geringer und vermindert sich zu derselben Stärke, mit der das Anmelken angefangen hat. Sobald der Schwimmerboden mit dem Unterrand vom Schieber r in gleicher Ebene steht, faßt der Anschlag m2 den Arm q an, der Schieber r wird nach abwärts geführt und setzt sich gleichzeitig mit dem Schwimmer auf den Gefäßboden auf. Die Maschine kommt außer Tätigkeit, doch wird es durch die verminderte Saugkraft noch ermöglicht, daß bei den nächsten Melktieren nach Anlegen der Leitung und Anlaß der Maschine ohne weiteres Hinzutun gleich wieder das Anmelken beginnt.
Wie schon erwähnt, besteht zwischen den einzelnen Tieren große Verschiedenheit. Bei schwermelkenden Tieren darf die Konzentrierung der Saugwirkung schneller eintreten, bei leichtmelkenden (Erstlingskühe) langsamer oder vielleicht in voller Höhe gar nicht. Der Schweizer wird seinen Stall kennen und die schwer- und leichtmelkenden Kühe auszuwählen wissen. Um nun auch die Maschine danach einzustellen, ist der Balken ρ mit dem Gewicht u vorgesehen. Hängt das Gewicht zunächst dem Hebeldrehpunkt, so wird der Schwimmer leicht, bei anderer Gewichtsstellung schwer steigen und demnach wird auch der Abschluß der Luftzuströmung schneller und langsamer erfolgen; die Skala läßt die Zwischgrade abmessen.
Selbstverständlich kann die Maschine im Rahmen dieses Prinzipes noch mancherlei bauliche Verschiedenheiten aufweisen. Sie kann einfach gebaut sein oder zum Gebrauch für zweireihige Ställe; dann sind alle Teile der einen Seite auch auf der anderen wiederholt. Es ist noch nötig, eine Anordnung zu treffen, durch welche die einzelnen Zitzen oder Euterviertel je für sich aus der allgemeinen Saugwirkung ausgeschaltet und wieder eingeschaltet werden können. Diese Anordnung ist in Fig. 3 gezeigt. Die Leitung b wird bei gespreiztem Ring ν über die Zitze geschoben, der Ring legt sich nach Loslassen fest um die Zitze herum.
Der Schwimmer liegt am Boden, die Öffnung % ist offen, aber nicht etwa so viel, daß die Saugwirkung auf die Zitzen ganz aufgehoben würde, sondern nur so, daß sie vermindert ist. Die Maschine wird nun in Tätigkeit gesetzt. Schon nach den ersten Zügen wird durch die im Beutel χ sich anstauende Milch der Schwimmer steigen, die Öffnung ^ wird vom Schieber \l geschlossen und die Saugkraft auf die Zitze konzentriert, für jede einzelne Zitze in genauer Übereinstimmung mit deren Eigenart bezüglich der Melkbarkeit.
Da sich aber die Milch nur nach und nach entwickelt und die Milchmenge in jedem Euterviertel verschieden ist, so werden in der Milchabgabe seitens eines einzelnen Viertels zuweilen Pausen entstehen. Dann sinkt der Schwimmer, der Schieber gibt die Öffnung frei und die Saugkraft wird statt mit Milch mit Luft befriedigt. Sonst würde, da keine Milch im Euterviertel vorhanden ist, das Zellengewebe angegriffen werden und es würden Euterkrankheiten folgen.
Wenn sich durch die Verminderung der Saugwirkung die Milch wieder gesammelt hat und reichlicher strömt, so beginnt das Spiel von neuem und wird also die Saugwirkung innerhalb der einzelnen Euterviertel fortwährend geregelt, bis das Ausmelken beendet ist, was sich durch vollständiges Aufhören der Milchabsonderung (angezeigt durch das vollständige öffnen des Schiebers s am ίο Steigrohr c) kundtut.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Melkmaschine mit von einem Schwimmer beeinflußtem Lufteinlaß an der Saugleitung, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Beginn des Melkens offene Lufteinlaß beim Steigen des Schwimmers (I) durch einen Schieber fs) allmählich abgeschlossen und beim Nachlassen des Milchausflusses durch den sinkenden Schwimmer ebenso allmählich wieder geöffnet wird, zum Zwecke, das An- und Abmelken bei verringerter Saugwirkung möglichst sanft erfolgen zu lassen.
  2. 2. Melkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer nach Erreichung eines gewissen Hochstandes mittelbar auch die Verschlußklappe des Abflußrohres (i) Öffnet.
  3. 3. Melkmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Bewegung des Schwimmers auf den Lufteinlaßschieber übertragende Hebel als Wagebalken ausgebildet ist, so daß durch Verschieben eines Gewichtes (u) das Steigen des Schwimmers erschwert oder erleichtert werden kann.
  4. 4. Melkmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Saugleitung hinter den Zitzen ein kleiner Milchbehälter mit Schwimmer und von diesem beeinflußter Lufteinlaß eingebaut ist, zum Zwecke, eine Regelung der Saugwirkung innerhalb der einzelnen Zitzenbecher zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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