DE191111C - - Google Patents

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DE191111C
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halogen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/14Benz-azabenzanthrones (anthrapyridones)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 225. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1906 ab.
Es wurde die Beobachtung gemacht, daß sich die Acetylderivate der halogensubstituierten ι-Aminoanthrachinone in neue gelbe bis orangegelbe Küpenfarbstoffe überführen lassen, die sich durch gute Echtheitseigenschaften auszeichnen.
Man kann zu ihrer Herstellung so verfahren, daß man die genannten Acetylprodukte einige Zeit über ihren Schmelzpunkt
ίο erhitzt. Die Rohfarbstoffe lassen sich durch Extrahieren mit Nitrobenzol oder durch Erhitzen mit Natriumhypochloritlösung reinigen. Um die Farbstoffe direkt in reinerer Form und in besserer Ausbeute zu erhalten, empfiehlt es sich, die Farbstoffbildung in Gegenwart von Lösungs- bzw. Verdünnungsmitteln, wie Nitrobenzol, Naphtalin o. dgl. vorzunehmen, eventuell unter gleichzeitigem Zusatz von Kondensationsmitteln, wie Natriumacetat, Käliumacetat, Bleiacetat, Natriumcarbonat, gebranntem Kalk, Bleioxyd, Natriumacetat + Kupferchlorür usw.
Die erhaltenen Produkte sind außerordentlich schwer löslich in organischen Lösungsmitteln, unlöslich in Natronlauge, löslich in Schwefelsäure mit roter bis braunroter Farbe. Mit alkalischer Hydrosulfitlösung bilden sie Küpen von gelbbrauner Farbe, aus denen Baumwolle zunächst in trübbraunen Tönen angefärbt wird. Beim Waschen mit Wasser werden die Färbungen rasch grünlichgelb, um dann allmählich — rascher durch Einführen in verdünnte Natriumhypochloritlösung — in orange überzugehen. Die fertigen Färbungen Averden beim Betupfen mit neutraler Hydrosulfitlösung blau.
Von dem Verfahren des Patents 158287 ist das angemeldete Verfahren sowohl in chemischer Hinsicht wie auch bezüglich des erzielten Resultats durchaus verschieden. Das genannte Patent hat die Darstellung azinartig konstituierter Farbstoffe zum Gegenstand, deren Bildung durch Zusammentritt zweier Anthrachinonmoleküle in der Weise erfolgt, daß je ein Wasserstoffatom der in ι-Stellung befindlichen Aminogruppe mit dem in 2-Stellung befindlichen Halogenatom des anderen Moleküls unter Halogenwasserstoffbildung austritt.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird dagegen von ganz bestimmten Derivaten des a-Aminoanthrachinons ausgegangen, deren Verwendung in dem Patent 158287 nicht mitbeansprucht ist, nämlich von denjenigen Derivaten dieser Verbindung, welche in der Aminogruppe acetyliert sind. Zufolge der Anwesenheit speziell dieses Restes ist nun der Reaktionsverlauf ein wesentlich anderer, als bei dem Verfahren des Patentes 158287, es findet ein Austritt von Halogen nicht statt, jedenfalls enthalten die Endprodukte noch das Halogen des Ausgangsmaterials.
Über die Art des Reaktionsverlaufs läßt sich bisher nichts sagen, doch fehlen jegliche Anhaltspunkte dafür, ob Azinderivate entstehen. Die Verschiedenheit der Nuance (gelb statt blau) macht es aber in Zusammenhang mit der Tatsache, daß das Halogen nicht ausgetreten ist, sehr wahrscheinlich, daß eine Azinbildung nicht erfolgt.
Die bei vorliegendem Verfahren zur Anwendung kommenden Acetylderivate der Ha-
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logen-i-aminoanthrachinone lassen sich darstellen durch Behandeln der halogenierten i-Arninoanthrachinone mit Essigsäureanhydrid oder Acetylchlorid nach den üblichen Methoden. Man kann z. B. so verfahren, daß man das Halogenaminoanthrächinon mit 5 bis io Teilen Essigsäureanhydrid kocht, bis die anfangs rote Farbe der Lösung in Gelb übergegangen ist; nach dem Erkalten
to sind die Acetylprodukte abgeschieden.
In der Regel erhält man hierbei Gemische
von Mono- und Diacetylderivaten, die durch
- fraktionierte Kristallisation trennbar sind.
Diese Trennung ist für das vorliegende Verfahren jedoch nicht unbedingt erforderlich, da sowohl die Mono- wie die Diacetylverbindungen und demnach auch die Gemische derselben Farbstoffe liefern.
Die Acetylkörper kristallisieren in gelben Blättchen oder Nadeln, welche dadurch gekennzeichnet sind, daß sie beim Verseifen, z. B. mit Schwefelsäure, in die entsprechenden Halogenaminoanthrachinone zurückverwandelt werden, dagegen beim Schmelzen für sich in die beschriebenen Küpenfarbstoffe übergehen.
Das Verfahren sei an folgenden Beispielen erläutert:
0 Beispiel L
50 Teile i-Diacetamino-2 · 4-dibromanthrachinon werden 1 Stunde auf 2700 erhitzt. Dabei schmilzt das gelbe Pulver zu einer braunen Masse zusammen. Nach dem Erkalten wird diese pulverisiert. Durch Extrahieren mit Nitrobenzol oder durch Kochen mit Natriumhypochloritiösung kann daraus der reine Farbstoff gewonnen werden.
Beispiel II.
In 75 Teile siedendes Nitrobenzol werden 5 Teile Natriumacetat (entwässert), 1 Teil Kupferchlorür und 5 Teile i-Acetamino-2-bromanthrachinon eingetragen. Die Masse wird 3 Stunden zum Sieden erhitzt. Nach
dem Erkalten wird abgesaugt, mit Nitrobenzol, Alkohol, Wasser, verdünnter Salzsäure und abermals mit Wasser gewaschen. Das getrocknete Produkt wird zweckmäßig durch Lösen in Schwefelsäure und Wiederausfällen mit Wasser in feinere Verteilung gebracht.
Beispiel III.
In 75 Teile siedendes Nitrobenzol. werden 1,5 Teile Bleioxyd, 2 Teile Bleiacetat (entwässert) und 5 Teile i-Diacetamino-2 · 4-dibromanthrachinon eingetragen. Nach dreistündigem Kochen wird erkalten gelassen, abgesaugt, mit Nitrobenzol, Alkohol, verdünnter Essigsäure und Wasser gewaschen.
Beispiel IV.
In 75 Teile siedendes Naphtalin werden 5 Teile entwässertes Natriumacetat, 1 Teil Kupferchlorür und 5 Teile I - Diacetamino-2 · 4-dibromanthrachinon eingetragen. Nach dreistündigem Sieden wird die Schmelze mit 300 Teilen Toluol aufgenommen und genau so aufgearbeitet, wie im Beispiel II beschrieben. Der Farbstoff ist identisch mit dem des Beispiels III.
Beispiel V.
In 100 Teile siedendes Nitrobenzol werden 15 Teile Natriumacetat, 1,5 Teile Kupferchlorür und 10 Teile 1-Acetamino-2 · 4-dichloranthrachinon eingetragen. Nach dreistündigem Sieden wird in der in Beispiel II beschriebenen Weise aufgearbeitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung gelber Küpenfarbstoffe der Anthracenreihe, darin bestehend, daß man die Acetylderivate der halogensubstituierten 1 -Aminoanthrachinone für sich oder unter Zusatz von Kondensationsmitteln, eventuell in Gegenwart geeigneter Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel, erhitzt.
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