DE86223C - - Google Patents

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DE86223C
DE86223C DENDAT86223D DE86223DA DE86223C DE 86223 C DE86223 C DE 86223C DE NDAT86223 D DENDAT86223 D DE NDAT86223D DE 86223D A DE86223D A DE 86223DA DE 86223 C DE86223 C DE 86223C
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DE
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sulfonic acid
naphthylenediamine
tolyl
acid
naphthylamine
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DENDAT86223D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
α, 6.,-Naphtylendiaminen.
In den ersten drei Zusätzen zum Patent Nr. 78497 (Patentschriften Nr. 79189, 80778 und 86222) wurde gezeigt, dafs beim Erwärmen der substituirten m-Naphtylendiamine oder ihrer Sulfosäuren mit Azoverbindungen — gleichviel ob diese letzteren basische Gruppen enthalten oder nicht — bei Gegenwart eines Lösungsoder Verdünnungsmittels (wie z. B. Alkohol oder Eisessig) blaue bis blaurothe Azinfarbstoffe der Rosindulinreihe entstehen.
Bei Anwendung neutraler oder basischer Lösungs- oder Verdünnungsmittel und bei Temperaturen über ioo° werden andere Farbstoffe gebildet, indem wahrscheinlich das aus der Azoverbindung abgespaltene Amin oder das Verdünnungsmittel an der Reaction mit theilnimmt.
Während z. B. durch Erhitzen von Azobenzol mit Ditolyl-aj ß2 - naphtylendiamin - cc4-sulfosäure in Eisessiglösung und Sulfiren des zunächst entstehenden Productes ein Farbstoff erhalten wird, der durch Alkali nach Gelb hin verändert wird, ist der in Phenollösung hergestellte alKaliecht und zeigt dem ersteren gegenüber eine viel blaustichigere Nuance.
Die so entstehenden neuen Farbstoffe gehören derselben Klasse von. Farbstoffen an, wie. die im Haupt-Patente und den ersten drei Zusätzen beschriebenen.
Beispiel I.
100 Theile Di-p-tolyl-ctj ß2-naphtylendiamina4-sulfosäure, 66 Theile Azobenzol und 2ooTheile Phenol werden in einem mit Rührwerk versehenen Kessel 5 Stunden lang auf 1300 erhitzt. Alsdann wird das Phenol durch Alkali entfernt und das Natronsalz der in Wasser schwer löslichen Rosindulinmonosulfosäure in Krystallen erhalten. Durch Behandeln mit Sulfonirungsmitteln geht die Monpsulfosäure leicht in eine gut egalisirende Disulfosäure über, die W1OlIe in blaurothen, alkali- und säureechten Nuancen anfärbt.
Beispiel II.
10 Theile Ditolyl-(X1 ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure, 12 Theile Benzolazodimethylanilinm-sulfosäure und 80 Theile Phenol werden mehrere Stunden auf 140 bis 1500 erhitzt. Die blaue Schmelze wird in Wasser gegossen und mit Ammoniak das Phenol gebunden. Der Farbstoff scheidet sich beim Erkalten aus.
Die überstehende Flüssigkeit wird abgegossen^ der Rückstand in viel heifsem Wasser gelöst, schwach mit Salzsäure angesäuert und die Lösung kochend filtrirt. Aus dem Filtrat krystallisirt der Farbstoff beim Erkalten in glänzenden Blättchen aus. Er kann als solcher oder nachdem er in. bekannter Weise in ein Salz verwandelt wurde, verwendet werden, egalisirt sehr gut und erzeugt auf Wolle sehr
klare blaue Töne, die nicht wesentlich von denen verschieden sind, die mit dem entsprechenden, in Eisessiglösung aus den benutzten beiden Componenten gemäfs dem Verfahren des ersten Zusatz-Patentes Nr. 79189 hergestellten Farbstoff erhalten werden.
Beispiel III.
50 kg Diphenyl-cij ß.2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure werden in 100 kg Phenol bei Wasserbadtemperatur gelöst und hierzu 80 kg Benzolazophenyl -CL1- naphtylamin- a4-sulfosäure eingetragen. Das Gemisch wird während 4 bis 5 Stunden auf 140 bis 1500 erhitzt, bis die Schmelze eine grüne Farbe angenommen hat. Man giefst dann in Wasser,' welchem 130 kg Natronlauge (3 5 proc.) zugesetzt sind. Der ausgefallene Farbstoff wird filtrirt und aus Wasser nochmals umgelöst. Er löst sich in heifsem Wasser mit grünblauer Farbe und ist gegen Alkalien und verdünnte Säuren beständig. Er färbt Wolle in klaren, blaugrünen Tönen an und es zeigen diese Ausfärbungen die Eigenschaft, bei Lampenlicht ihre Nuance nicht zu verändern.
Beispiel IV.
Diphenyl-ttj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und p-Aethoxyazobenzol werden im Verhältnifs von 2 : 3 Molecülen mit der vierfachen Menge Phenol auf 130 bis 1400 erhitzt. Die erhaltene Schmelze wird entweder in Wasser gegossen und mit Natronlauge das Phenol weggeschafft, oder direct in viel Alkohol eingetragen. Die Azinmonosulfosäure krystallisirt dann aus. Durch Sulfirung mit 4 Theilen cone. Schwefelsäure erhält man eine Polysulfosäure, die auf Wolle violettblaue Töne erzeugt.
An Stelle von Phenol lassen sich in obigen Beispielen dessen Homologe, Anilin und dessen Homologe etc. verwenden. Bei Anwendung von Anilin etc. wird das überschüssige Lösungsbezw. Verdünnungsmittel nach beendigter Reaction entweder mit Wasserdampf abdestillirt oder eventuell durch Auskochen mit verdünnter Salzsäure entfernt.
Die in den Beispielen verwendeten Azoverbindungen lassen sich durch beliebige andere Azo-, Amidoazo-, Oxyazoderivate und deren Substitutionsproducte ersetzen. Auch lassen sich an Stelle der benutzten Diphenyl- oder Ditolyl-flj ß2-naphtylendiaminsulfosäuren andere Derivate des substituirten m - Naphtylendiamins verwenden. So weit sich die so resultirenden Producte als zu schwer löslich in Wasser erweisen,' können dieselben durch Behandeln mit Sulfonirungsmitteln, wie concentrirte oder rauchende Schwefelsäure, Schwefelsäurechlorhydrin, Schwefelsäure und Phosphorsäure etc., leicht löslich gemacht werden.
Im Nachstehenden sind die Färbeeigenschaften einiger der so entstehenden Farbstoffe angeführt.
Farbstoff aus:
färbt Wolle:
Di-p-tolyl-ttj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und Azobenzol in Phenollösung. Nachträglich sulfirt
Diphenyl-aj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und Azobenzol in Anilinlösung. Nachträglich sulfirt
Diphenyl-ctj ß2-naphtylendiamin-ß3-sulfosäure und Azobenzol in Phenollösung.' Nachträglich sulfirt
Di-p-tolyl-ttj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und Amidoazobenzol in
Phenollösung. Nachträglich sulfirt
Di-p-tolyl-aj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und Benzolazodimethyl-
anilin-m-sulfosäure
Phenyl-p-tolyl-aj ß2-naphtylendiamin-ß4-sulfosäure (aus Phenyl-a,-naphtylamin -ß2 ß4-disulfosäure und p-Toluidin gemäfs Patent Nr. 78854)
und Benzolazo-aj-naphtylamin-ß^sulfosäure in Phenollösung
Di-p-tolyl-ttj ß2-naphtylamin-ß3-sulfosäure und Benzolazophenyl-a-naph-
tylamin in Phenollösung. Nachträglich sulfirt
Diphenyl-ftj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und Benzolazophenyl-ctj-
naphtylamin-a4-sulfosäure in Phenollösung
Aethyl-p-tolyl-ttj ß2-naphtylamin-ß4-sulfosäure (aus Aethyl-aj-naphtylamin-ß2 ß4-disulfosäure und p-Toluidin gemäfs Patent Nr. 78854) und
Benzolazotolyl-ctj-naphtylamin-c^-sulfosaure in Phenollösung
Diphenyl-ctj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und Aetlioxyazobenzol in
Phenollösung. Nachträglich sulfirt ....... ... . . .·. .■:''.
Di-p-tolyl-aj ß2-naphtylendiamin-a4-sulfosäure und Aethöxyazobenzol in Phenollösung. Nachträglich sulfirt V. .....!
violettroth
violettroth
violettroth
violett
blau
blail
blau
blaugrün
grünblau
violettblau
violettblau.

Claims (3)

  1. Patenτ-Ansprüche:
    ι. Neuerung in dem Verfahren der Patente Nr. 79189, 80778 und 86222 (Zusätze zum Patente Nr. 78497), darin bestehend, dafs man die substituirten Ct1 ß.2-Naphtylendiamine oder deren Sulfosäuren mit Azokörpern, Amido- oder Oxyazokörpern oder deren Derivaten bei Gegenwart eines neutralen oder . basischen Lösungs- bezw. Verdünnungsmittels auf Temperaturen über ioo° erhitzt.
  2. 2. Ueberführung der nach dem durch Anspruch ι geschützten Verfahren erhältlichen Farbstoffe, insoweit dieselben basisch, unlöslich oder schwer löslich sind, in leicht lösliche Farbstoffpolysulfosäuren durch Behandeln mit Sulfurirungsmitteln.
  3. 3. Die Ausführung der durch vorstehende Patent - Ansprüche geschützten Verfahren unter Anwendung.
    a) folgender Ci1 ß2 - Naphtylendiaminderivate:
    Diphenyl- (oder Di-p-tolyl-) Ci1 ß2-naphtylendiamin -a4 -sulfosäure, Diphenyl- (oder Di-p-tolyl-) S1 ß2-naphtylendiamin-ß3-sulfosäure, Phenyl - ρ - tolyl - Ct1 ß2-naphtylendiaminß4-sulfosäure, Aethyl-p-tolyl-ttj ß2-naphtylendiamin-ß4-sulfosäure;
    b) folgender Azoverbindungen:
    Azobenzol, Amidoazobenzol, Benzolazodimethylanilin - m - sulfosäure, Benzolazo-cij - naphtylamin-ß4- sulfosäure, Benzolazophenyl - a - naphtylamin, Benzolazophenyl- (oder tolyl-) aj-naphtylamin-a4-sulfosäure, Aethoxyazobenzol;
    c) folgender Lösungs- bezw. Verdünnungsmittel :
    Phenol, Anilin.
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