DE189938C - - Google Patents

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DE189938C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/06Hydroxy derivatives of triarylmethanes in which at least one OH group is bound to an aryl nucleus and their ethers or esters

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Me 189938 KLASSE 22 δ. GRUPPE
in BASEL.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. September 1906 ab.
Aromatische Aldehyde und Oxycarbonsäuren sind bisher für technische Zwecke nur ein einziges Mal zu beizenfärbenden Farbstoffen der Triphenylmethanreihe aufgebaut worden.
Die deutsche Patentschrift 75803 beschreibt den Farbstoff aus p-Nitrobenzaldehyd und Salizylsäure, der nach Art der Beizenfarbstoffe mit Chrom vorgebeizte Baumwolle oder Wolle rotviolett färbt, ohne dieses Hilfsmittel aber für die Wollfärberei unbrauchbar ist.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß o-Sulfobenzaldehyd und 2 · 5-Chlorsulf obenzaldehyd mit Oxycarbonsäuren wie o-Kresotinsäure und Salizylsäure Farbstoffe liefern, die nicht nur an und für sich schon Wolle in saurem Bad intensiv und lebhaft färben, sondern beim Nachbehandeln dieser Färbungen mit Bichromat, ähnlich wie bei den o-Oxyazofarbstoffen, Färbungen geben, die durch überraschende Veränderung der Nuance und auffallend günstige Echtheitseigenschaften ausgezeichnet sind. Daß der Farbstoff aus o-Sulfobenzaldehyd und o-Kresotinsäure Wolle in saurem Bad direkt feurigrot, mit Bichromat nachbehandelt aber echt und rein violettblau färbt, war durchaus überraschend und aus der Kenntnis des Verhaltens der bisher bekannten Benzeine, wie ja diese Klasse von Triphenylmethanfarbstoffen heißt, nicht abzuleiten. Zum Methankohlenstoff orthosubstituierte Vertreter derselben sind überhaupt noch nicht dargestellt worden', wenn man vom Phenolphtalein absieht, das aber als Farbstoff für die Textilindustrie wertlos ist und als einfachster Vertreter einer anderen Farbstoff reihe der Phtaleine gilt, über deren Konstitution' man sich noch streitet. Die Nuance der chromierten Färbung ist auch stark beeinflußt von der Natur der Oxycarbonsäure insofern, als die o-Kresotinsäure viel blauere Töne erzeugt als die Salizylsäure.
Das Verfahren unterscheidet sich von demjenigen des Patentes 75803 dadurch, daß man in verdünnter, d. h. 40 bis 50prozentiger Schwefelsäure erst zum Leukokörper kondensiert und diesen nun in konzentrierter Schwefelsäure mit Hilfe von Nitrosylschwefelsäure bzw. Nitrit oxydiert. Vor dem direkten Verfahren des Patentes 75803, das auch in unserem Falle angewendet werden kann, hat dieses den Vorzug, daß es die Ausbeute und Reinheit des Endproduktes erhöht, ohne an Einfachheit viel einzubüßen.
Beispiel.
21 kg Natriumsalz der Benzaldehyd-o-Sulfosäure werden in 150 kg 50 prozentiger Schwefelsäure gelöst und mit 31 kg o-Kresotinsäure 12 Stunden unter Rückfluß gekocht bei einer Temperatur von etwa 120 bis 125 °; die Leukoverbindung hat sich dann als feinknollige Masse von rötlicher Farbe abgeschieden und wird filtriert. Durch Umlösen in Wasser und Aussalzen mit Kochsalz wird sie gereinigt. Getrocknet stellt sie alsdann ein
schwach rötlich gefärbtes Pulver dar, welches leicht löslich in Wasser, Alkohol, Aceton und Eisessig, fast unlöslich in Benzol, Toluol, Chloroform ist. Gegen Oxydationsmittel verhält sich die Leukoverbindung folgendermaßen: Bleisuperoxyd und Chloranil zeigen in saurer bzw. alkoholischer Lösung keine Farbenreaktionen, dagegen ist das Verhalten gegen Bichromat in saurer Lösung charakteristisch; in der Kälte färbt sich die Lösung langsam rot, in der Wärme schnell rot, violett und schließlich blau, offenbar unter Lackbildung.
Zur Oxydation im großen eignet sich besonders die Nitrosylschwefelsäure, die in folgender Weise angewendet wird:
In 150 kg Schwefelsäure (66° Be.) werden 7 kg Natriumnitrit unter Rühren allmählich eingetragen. Wenn sich alles gelöst hat, läßt man die warm gewordene Lösung auf etwa 20° abkühlen und fügt allmählich 47,3 kg Leukokörper unter Innehaltung obiger Temperatur hinzu; die Schmelze färbt sich bald rot und ist in 24 Stunden fertig oxydiert.
Man trägt das Produkt nun in 150 1 Wasser ein, wobei sich der Farbstoff mit leuchtend roter Farbe abscheidet, filtriert, löst in Wasser und fällt den Farbstoff mit Kochsalz wieder aus. Getrocknet stellt er ein rotes Pulver dar, leicht löslich in Wasser mit orangeroter, in Alkali mit violetter Färbung, die beim Ansäuern wieder orangerot wird. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist ebenfalls orangerot und scheidet mit wenig Wasser verdünnt den Farbstoff in roten Flocken ab, die sich bei großer Verdünnung wieder orangerot lösen. Ammoniak vertieft die orangerote wäßrige Färbung zu einer braunroten. Der Farbstoff färbt Wolle in saurem Bad leuchtend rot, mit Bichromat nachbehandelt lebhaft und rein violettblau. Die chromierte Färbung zeichnet sich durch sehr gute Walkechtheit aus sowie durch eine in der Triphenylmethanreihe nicht gekannte gute Lichtechtheit.
Ersetzt man in diesem Beispiel den o-Sulfobenzaldehyd durch den 2 · 5 - Chlorsulf obenzaldehyd, so bekommt man einen Farbstoff, dessen ebenso echte chromierte Färbungen eine rein blaue Nuance zeigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung blauer chromierbarer Säurefarbstoffe der Triphenylmethanreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man o-Sulfobenzaldehyd oder 2 <■ 5-Chlorsulfobenzaldehyd und Salizylsäure oder ο - Kresotinsäure entweder mit konzentrierter Schwefelsäure behandelt oder mit verdünnter Schwefelsäure zu den entsprechenden Triphenylmethanleukokörpern kondensiert und diese mit Nitrosylschwefeisäure zu den Farbstoffen oxydiert.
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