DE189708C - - Google Patents

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DE189708C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07CPOSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
    • B07C3/00Sorting according to destination
    • B07C3/02Apparatus characterised by the means used for distribution
    • B07C3/08Apparatus characterised by the means used for distribution using arrangements of conveyors

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  • Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)

Description

PATENTAMT.
KAISERLICHES A
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Sortieren von Postsachen, Briefen u. dgl.
Es ist in den Postämtern im allgemeinen gebräuchlich, die Briefmarken der ausgehenden Postsendung zu stempeln und zu entwerten oder ankommende Postsachen rückzustempeln und die derart behandelten Postsachen mit der Hand in einzelne Fächer zu legen. Jedes Fach
ίο dient zur, Aufnahme der Postsachen einer be-• stimmten'Strecke. Die Briefe in jedem- Fach werden dann zu einem Bündel gebunden, etikettiert und dem Briefträger gegeben oder in Säcke zum Weitertransport mit der Bahn, auf Schiffen 0. dgl. gebracht.
Das Verfahren zum Sortieren der Briefe mit der Hand und zum Verteilen derselben in die verschiedenen Fächer, die eine große Anzahl der verschiedenen Poststrecken darstellen, ist ein verhältnismäßig langsamer Vorgang, und die Briefe werden oft in falsche Fächer gebracht, weil die die Sortierung vornehmenden Beamten ganze Bündel von Briefen in Händen haben und auf die Adresse jedes einzelnen sehen müssen, dann aber wieder nach dem Fach hinauf sehen müssen, welches die betreffende Poststrecke der Adresse aufweist und in welches der Brief gelegt werden muß.
Die vorliegende Erfindung hat nun den Zweck, Vorrichtungen zu schaffen; welche die Briefe von einer gemeinsamen Stelle aus annehmen und sie in die verschiedenen, voraus bestimmten Fächer oder Aufnahmebehälter liefern, so daß der Arbeiter mit Hilfe von Tasten oder anderen mit der Hand in Tätigkeit zu setzenden Vorrichtungen nur den besonderen Abgabepunkt jedes Briefes zu bestimmen braucht.
Es müssen also vorliegender Erfindung gemäß Mechanismen vorgesehen sein, welche die Briefe oder andere Artikel von einem gemeinsamen Ursprung zu den verschiedenen im voraus bestimmten Abgabepunkten bringen und sortieren, wobei der Arbeiter den Abgabepunkt jedes einzelnen Artikels kontrollieren kann.
Eine Vorrichtung der neuen Art ist auf der beiliegenden Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι und 2 sind Seitenansichten.
Fig. 3, 6 und 7 sind senkrechte Schnitte.
Fig. 4 ist ein Grundriß.
Fig. 5 ist ein Horizontalschnitt, unterhalb des Gehäuses geführt.
Fig. 8 ist eine perspektivisch gezeichnete Einzelansicht.
Fig. 9 ist eine Einzeldarstellung des Hauptbriefweges.
Fig. 10 und 10a sind teilweise Ansichten eines Druckmechanismus.
Fig. 11 ist eine Seitenansicht eines Teiles der Maschine.
Fig. 12 bis 14 sind Einzeldarstellungen der in den. Fig. 2, 4, 7, 8 und il gezeigten Druckmaschine.
Fig. 15 ist eine Ansicht der unteren Teile der Tastenhebel.
Fig. 16 und 17 sind Darstellungen der durch die Klinken angetriebenen Räder und der zugehörenden Teile. '
Fig. 18 bis 2i sind Einzelansichten von Briefkasten und Signalen.
Fig. 22 ist eine perspektivische schematische Ansicht eines Tastenhebels und der verschiedenen damit zusammen arbeitenden Elemente.
Fig. 23 bis 25 sind Einzeldarstellungen.
Das Hauptgestell der Maschine wird durch. Stangen 1 gebildet, die das senkrecht stehende Rahmenwerk zusammenhalten. Letzteres wird aus Ständern 2 und den oberen Stangen 3 gebildet. In dem Gestell ist auf passenden Lagern die Hauptantriebswelle 4 gelagert, die von einer Riemenscheibe 5 angetrieben werden kann (Fig. i, 2 und 5). Auf der Welle 4 ist eine weitere Riemenscheibe 6 angeordnet, über welche der den Druckmechanismus antreibende Riemen 7 geführt ist (Fig. 2).
Die zu sortierenden Briefe kommen bündelweise auf einer horizontalen Briefbahn an, deren Boden aus einer Grundplatte 8 besteht und die durch- Konsole 9 getragen wird (Fig. 3 und .6). Jedes Briefbündel wird durch Treiber 10 auf der Grundplatte 8 nach vorwärts getrieben (Fig. 6 und 8). Der Antrieb des Treibers kann durch ein Gewicht 11 oder durch sonstige Vorrichtungen geschehen. Die vorderen vertikalen Rahmenstangen 2 können eine feste Querstange
12 tragen (Fig. 8), die vor der Briefbahn liegt und einen vorderen Anschlag für die Briefe bildet.
Von der Querstange 12 ragen federnde Finger
13 nach unten und pressen gegen den vorderen Rand der Briefbahn 8 (Fig. 7). Der Zuführungsklotz «4 ist mit nach unten ragenden Nadel- spitzen ausgestattet und mit einer aufwärts ragenden Stange 15. verbunden, welche verstellbar an dem Arm 16 befestigt ist (Fig. 7). Letz-■ terer ist auf einer Querstange 17 gelagert, die quer zu dem nach oben ragenden Arm 18 eines vertikal schwingenden Winkelhebels steht, der bei 19 auf einem mit dem Maschinenrahmen verbundenen Konsol 20 drehbar gelagert ist (Fig. 7). Der horizontal liegende Arm 21 des Winkelhebels ist drehbar mit der vertikal auf- und abwärts gehenden Hebestange 22 verbunden,'welche hinter dem Fächergehäuse hinweggeht und an ihrem unteren Ende an einem vertikal schwingenden, drehbar mit dem Rahmen verbundenen Daumen 23 angelenkt
ist "(Fig. 22): -
Die Stange 15, welche den.Zuführungsklotz 14 trägt, geht durch einen Schlitz der Querstange 12 hindurch (Fig. 7). Letztere bildet somit für erstere eine Führung und ermöglicht, daß die Stange derart geschwungen werden kann, daß der Zuführungsklotz gegen die vordere Fläche der Briefe hin und von ihr weg bewegt wird. An der Querstange 12 ist eine Feder 27 befestigt, die sich-gegen die Stange 15 legt und den Zuführungsklotz 14 nachgiebig gegen die Briefe preßt (Fig. 7).
Der Druckmechanismus ist gewöhnlich unter dem vorderen Ende der Briefbahn gelagert (Fig. 7)·
Die horizontal gelagerte Welle 28 der Druckvorrichtung ist mit einer Riemenscheibe 29 ausgestattet, über welche der auch noch über andere Scheiben geführte bereits erwähnte Riemen 7 läuft (Fig. 7 und 2).
Die Welle 28 ist mit geriffelten Zuführungsrollen 31 ausgestattet. (Fig. 8). Die Druckfläche kann aus einer zylindrischen Walze 30 bestehen, wie z. B. in Fig. 7 angenommen ist, oder sie kann auch ein endlos laufendes Druckband 30 sein, wie in Fig. 1, 3 und 6 angenommen ist.
Die gewöhnlich untätige Druckwalzenwelle 32 ist in nach unten und vorwärts geneigten Armen 33 gelagert, die an ihrem oberen Ende an einer Querwelle 34 befestigt sind (Fig. 8). Letztere kann sich in dem Maschinenrahmen drehen. Die Welle 34 ist mit einem Arm 36 ausgestattet, der einen verstellbaren Anschlag 35 besitzt. Mit Hilfe des letzteren ist es möglich, die Bewegung der Druckwalzenwelle 32 gegen die Druckfläche zu begrenzen (Fig. 8). Mit dem Arm 36 ist eine Feder 37 verbunden, welche den Arm nachgiebig gegen die Druckfläche zieht, so daß diese mit der Druckwalze zusammen arbeiten kann.
Die Druckwalze 38 (Fig. 10 und 12) kann beliebiger Bauart sein, um mit der Gegendruckwalze zusammen zu arbeiten. Die Druckwalze kann mit passenden Stempeln, Entwertungsoder sonstigen Druckzeichen versehen sein. Neben den Riffelfiächen 31 der Welle 28 sind noch besondere geriffelte Walzen oder Flächen 39 angeordnet (Fig. 8), welche mit jenen zusammen arbeiten. Der Anschlag 35 ist so gestellt, daß er die. Walzen der Druckwalzenwelle 32 außer Berührung mit den Walzen der Gegendruckwalzenwelle 28 hält, wenn kein Brief dazwischen liegt. Die Feder 37 hält die Walzen der Druckwalzenwelle gegen den dazwischen gelegten Brief und bewirkt ein zuverlässiges Drucken und Zuführen des Briefes (Fig. 8 und 10).
Bei der in Fig. 12 dargestellten Anordnung sind zwangläufig treibende Vorrichtungen für die Druckwalze 38 angeordnet. Dieselben bestehen aus einer Reibungsscheibe 40, die auf der Gegendruckwelle 28 angeordnet ist, und einer Scheibe 41, die lose auf der Druckwalzenwelle 32 sitzt und unter Vermittlung eines Reibungsflansches mit der Stirnfläche der Scheibe 40 in Berührung ist. _ Die Scheibe 41 ist mit dem Flansch 42 fest verbunden, dessen Rand genutet oder mit Zähnen versehen ist. Mit der Druckwalzenwelle 32 ist ein Arm 43 fest verbunden, der eine federnde Klinke 44 trägt. Letztere greift in die Nuten des Flansches 42 ein und dreht die Druckwalzenwelle. Der Flansch der Scheibe 41 wird durch eine Feder 45 gegen die Scheibe 40 gepreßt (Fig. 12).
Dieses Reibungsgetriebe wird durch einen Ausschnitt 46 unterbrochen, welcher die Reibung zwischen den Scheiben 40 und 41 und somit die Übertragung der Bewegung zwischen beiden unterbricht. Wenn der Reibungsflansch der Scheibe 41 mit der Scheibe '40 in Berührung ist, so muß die Druckwalze 38 eine einzige Umdrehung machen und dann wieder stillstehen (Fig. 12 und .13).
ίο Der Sperr- und Freigebemechanismus für die Druckwalzen kann durch einen schwingenden Arm 47 (Fig. 7) gebildet werden, der einen auf dem Rande der Scheibe 41 laufenden Zahn besitzt; letzterer kann in eine Nut 48 (Fig. 13) einfallen, und somit die Druckwalzenwelle gegen Briefzuführung sperren. Der Arm 47 wird durch einen Lenker 49 aus der Scheibe 41 herausgehoben, der drehbar mit dem Arm 47 verbunden und mit einer auf dem Boden der Führungsschleife 50 gleitenden Kurvenfläche 53 ausgestattet ist (Fig.' 10).
Der Zuführer 14 befindet sich während seiner Ruhelage in der Endstellung seiner Abwärtsbewegung, wobei der Arm 18 des damit verbundenen Winkelhebels nach unten geschwungen ist, und ein an diesem angebrachter Vorsprung 52 (Fig. 10) unter dem Lenker 49 liegt, während der Arm 47 die Druckrollenwelle festhält. Wenn die Teile sich in dieser Stellung befinden, so nimmt der Daumen 23 (Fig. 11) die unterste Stellung seiner Abwärtsbewegung ein und liegt dabei in den Bahnen eines rotierenden Schlagarmes 155 (Fig. 17). Sobald dieser seine Umdrehung begonnen hat, trifft er die schiefe Fläche des Daumens 23 und hebt denselben dabei. Dadurch schwingt er auch den durch die Stange 22 mit dem Daumen 23 verbundenen Winkelhebelarm 18 nach oben und bewegt den Zuführer bei seinem Rückwärts- oder Abwärtshub. Dabei gleitet der Vorsprung 52 auf dem unteren Rande des Lenkers 49 entlang nach oben und über denselben (Fig. 11). ■ Hat der Schlagarm 155 den Hub des Zuführers 14 vollendet, und verläßt er daher die Kurven-
.45 fläche des Daumens 23, so wird die Feder 24 den letzteren und die mit ihm verbundenen Teile in die Normalstellung zurückbringen. Damit wird . der' Zuführer auch wieder in seine Normallage gebracht. Gleichzeitig wird der nunmehr auf dem Lenker 49 aufruhende Vorsprung 52 des Hebelarmes 18 diesen Lenker
. nach abwärts drücken und dabei den mit ihm verbundenen Arm 47 aus der Sperrnut 48 (Fig. 11) herausheben. Von dieser bleibt der Arm 47 so lange getrennt, bis der Brief in den Druckmechanismus eingetreten ist und die Umdrehung der Druckwalze begonnen hat. Während der Endbewegung des Hebelarmes 18 gleitet nun die am Ende des Lenkers 49 angebrachte Kurvenfläche 53 auf dem Boden der Schleife 50, wodurch der Lenker 49 sich heben, von dem Vorsprung 52 (Fig. 11) abgleiten und infolge der Wirkung der Feder 51 in seine Normalstellung zurückkehren wird, wodurch der Arm 47 sich an die Scheibe 41 anlegt und nach Vollendung der Umdrehung derselben wiederum in deren Nut 48 hineinfällt (Fig. 7,11 und 13).
Die Druckbuchstaben oder Bilder auf der Druckwalze 38 'sind mit Bezug auf die Sperrnut 48 und den Hub des Zuführers 14 derart angeordnet, daß jeder zu druckende Buchstabe auf den gewünschten Teil gelangt. Die zu bedruckende Stelle kann durch Verstellen der federnden Klinke 44 verlegt werden, die die Druckwalzenwelle 32 und die Scheibe 41 miteinander verbindet (Fig. 12 und 14). Bei dem durch den Zuführer 14 bewirkten Einführen des Briefes zwischen die Walzen des Druckmechanismus gelangt der Reibungsflansch der Scheibe 41 in Berührung mit der beständig rotierenden Scheibe 40, um die Druckwalze während des Restes ihrer Umdrehung anzutreiben und den Brief zu bedrucken. Letzterer wird dann auch gleichzeitig weiterbefördert, bis der Ausschnitt 46 den Reibungsantrieb zwischen den Reibungsscheiben 40, 41 unterbricht. Dann fällt der Arm. 47 nach unten und sperrt die Druckwalze 38 in der richtigen Stellung (Fig. 7 und 12). r
Eine etwas abgeänderte Anordnung des Druckmechanismus ist in Fig. 10 und ioa dargestellt. Hier ist die Druckwalzenwelle mit einem biegsamen Wellenteil 61 an ihrem äußeren Ende versehen und mit einer kurzen Welle 62 verbunden. Letztere trägt eine Reibungsscheibe 63, die mit einem Ausschnitt 65 ausgestattet ist. Dieser Ausschnitt ist so angeordnet, daß er mit der Reibungsscheibe 60 der Walzenwelle 34 in Eingriff kommen kann. Die Welle 62 ist in verstellbaren Armen 64 gelagert. Die Wirkung dieses Reibungsgetriebes ist im wesentlichen die gleiche wie bei dem in Fig. 12 dargestellten Getriebe. Der Sperrmechanismus wird durch einen Bolzen 66 gebildet, der mit der Scheibe 63 verbunden ist. Der Haken 67 ist auf der schwingenden Welle 68 angeordnet,; welche mit dem Lenker 49 durch den Arm 69 verbunden ist. Der Arm 67 erfüllt dieselbe Funktion, wie der vorher erwähnte Arm 47, während der Lenker 49 durch die bereits beschriebene Vorrichtung angetrieben wird.
Die Farbe wird auf die Druckwalze durch eine Filz- oder Farbwalze 54 übertragen. Diese Farbwalze ist auf einer Welle 55 befestigt, die in Armen 56 gelagert ist. Letztere werden von einer Querstange 57 getragen. Die Farbwalze wird durch einen verstellbafen Anschlag 58 und Feder 59 eingestellt (Fig. 7 und 8).
Jeder Brief wird von dem Druckmechanismus zu einer leicht sichtlichen Schaustelle 71 (Fig. 7) befördert, welche in dem gezeigten Beispiel
aus einer an dem Vorderteil der Maschine angeordneten Glasplatte besteht und so angeordnet ist, daß der Arbeiter den Brief an dieser Stelle leicht übersehen kann. Jeder Brief gelangt beim Verlassen der Druckvorrichtung zur genannten Schaustelle 71 und unter die Enden von federnden Fingern 72, welche den Zweck haben, jeden Brief in der richtigen Lage mit der flachen Seite nach der Platte zu halten.. Die Platte kann nach vorn und unten geneigt sein. Der Brief wird gegen weitere Bewegung nach unten gegen die Platte durch ein vertikal schwingendes Gitter 73 mit Fingern 74 gehalten, welche nachgiebig nach oben gegen den unteren Rand der Platte 71 durch eine Feder 76 gepreßt werden. Die Finger 74 können durch einen Schlitz 75 hindurchgreifen, der an dem unteren Ende der Platte angeordnet ist (Fig. 7). Wenn ein Brief auf die Schaustelle gebracht ist, so
20. wird er durch genanntes Gitter derart gehalten, daß der Arbeiter ihn besehen und genau prüfen kann, ob er sich in einer für die Verteilung richtigen Stellung befindet und auch richtig abgestempelt ist. Wenn er die Adresse des Briefes gelesen hat, bewegt er eine Taste, welche dem Fach entspricht, in welches der Brief befördert werden soll. Die Bewegung der Taste bringt nun Vorrichtungen in Tätigkeit, welche den Brief von der Schaustelle abnehmen und ihn Verteilungsvorrichtungen zuführen. Gleichzeitig wird aber auch der erste Zuführer 14 von neuem angetrieben, um einen anderen Brief zu dem Druckmechanismus und zur Abgabe an die genannte Stelle zu befördern Die Briefe werden einzeln nach der Schaustelle 71 gebracht, und jeder Brief wird vorher fortgenommen, ehe ein anderer Brief zugeführt werden kann. Der Mechanismus zum Abnehmen der Briefe von der Schaustelle treibt vorteilhaft auch gleichzeitig den Mechanismus zum Zuführen der Briefe zur Schaustelle an. So kann beispielsweise ein hin und her gehender schwingbarer Stößer 'jj an seinem oberen Ende 78 drehbar mit der Stange 15 des ersten Zuführers verbunden sein, zwischen den beiden Druckwalzen 30, 38 (Fig. 12) hindurchgehen und unterhalb des Druckmechanismus durch einen vertikalen Schlitz der Schaustelle 71 hindurchgreifen (Fig. 7). Das untere Ende des Stößers 'j'j ist mit einem nach unten gerichteten, den Brief vorstoßenden Ansatz 79 ausgestattet. Die Normallage des ersten Zuführers 14 und des Stößers ^1J ist in Fig. 8 angegeben, wobei der Stößer lose auf der vorderen Fläche des auf der Schaustelle liegenden Briefes aufruht. Wenn eine Taste durch den Arbeiter angeschlagen wird, so wird bewirkt, daß der Zuführer und der Stößer einen Aufwärts- oder Rückgangsstoß vollenden, der Stößer jy bewegt sich nach aufwärts, bis sein Ansatz über den oberen Rand des Briefes greift. Bei dem Rückwärtshub des Zuführers 14 treibt dieser unter der Wirkung der Feder 24 (Fig. 11) den vordersten Brief nach unten unter die Arme 13 und hinter den vorderen Rand der Platte 8 in den Druckmechanismus, während der Stößer, gleichzeitig durch seinen Ansatz 79 den auf der Schaustelle 71 liegenden Brief mit genügender Kraft nach unten stößt, um das Gitter 73 nach unten zu drücken und den Brief hinter dasselbe zu schieben und an innige Berührung mit dem Haupttransportband zu bringen, welches den Brief hinter das Gitter zieht und denselben nach unten durch den Kanal nach einem der Brieffächer führt. . Der dem Druckmechanismus gerade zugeführte Brief geht von dem Druckmechanismus unter den Stößer yy, welcher lose darauf liegt (Fig. 7) .
Die einzelnen Brieffächer 80 (Fig. 6) bilden ein Gehäuse, welches in passender Weise in dem Hauptgestell untergebracht ist. Die Fächer sind in horizontalen Längsreihen durch die ganze Länge des Gestelles und übereinander in senkrechten Reihen gelagert. Die Enden der Fächer an der einen Seite des Gehäuses sind vorteilhaft offen, um die Briefe. leicht herausnehmen zu können. Der Oberteil eines jeden Faches ist mit einer,öffnung zur Aufnahme der Briefe ausgestattet.
Die horizontalen Reihen der Fächer sind vorteilhaft übereinander in derselben Vertikalebene angeordnet und" die Einzelreihen sind hinreichend weit voneinander entfernt, so daß Kanäle oder Brief durchginge 81 (Fig. 6) über dem offenen Oberteil der Fächer entstehen. Jeder Brief kanal geht durch die Länge der Reihe der Fächer hindurch und mündet an seinem vorderen Ende in den Haupt- oder Vertikalbriefkanal, an dessen oberem Ende die Briefe von der Schaustelle 71 aufgenommen werden. Da die Briefe rasch in die Fächer und mit beträchtlicher Kraft eingeführt werden, so kann es in vielen Fällen wünschenswert erscheinen, besondere Vorrichtungen anzuordnen, welche es verhindern, daß die Briefe aus den offenen Enden der Kästen herausfallen. Eine Anordnung der Reihen ist in Fig. 23 beispielsweise angegeben. Jede horizontale Reihe ist mit einer federnd offen gehaltenen schwingenden Tür oder einem Anschlag 198 ausgestattet, die auf der Außenseite des Faches und vor dem offenen Ende desselben angeordnet und gewöhnlich durch eine Feder 199 gegen einen Anschlag 200 gepreßt wird. Der Arbeiter kann leicht die Türen während des Herausnehmens der Briefe aus den Fächern niederdrücken, wobei die Federn selbsttätig die Türen in Normalstellung zurückbringen.
An dem vorderen Ende der Briefkanäle 81 sind horizontale Rollen 82 angeordnet. An dem hinteren Ende jeder Horizontalreihe der Briefkasten ist eine große horizontale Rolle 83
A-
l-tt !ί- ο f
vorgesehen. Über der hinteren oberen Ecke des Hauptrahmens ist eine horizontale Rolle 84 angeordnet,, die durch die verstellbaren Rahmen 92 getragen wird (Fig. 1 und. 3).
Zwischen den hinteren aufrecht stehenden Streben des Gestelles und unter der Ebene der Kastenfächer ist eine horizontale Rolle 85 gelagert. Mit der Antriebswelle 4 ist eine horizontale Antriebsscheibe 86 fest verbunden (Fig. 3 und 5).
Durch die Antriebsscheibe 86 wird das endlose und über diese Scheibe geführte Transportband 87 bewegt, das über die genannten Rollen 82, 83, 84 und 85 hinwegläuft. Dieses Band ist durch alle Briefkanäle hindurchgeführt. Von dem unteren Teile der Antriebsscheibe 86 geht dieses Transportband zu der Rolle 85 und von hier wieder nach oben hinter der Maschine über die Rolle 84, von dort nach vorn über die Fächerkasten und unter der Grundplatte 8 für den Brief stoß hinweg zu der vorderen oberen Rolle 82 (Fig. 3). Das Transportband läuft um diese Rolle 82 und nach hinten dicht über die oberen horizontalen Reihen von Fächern. An dem hinteren Teile der oberen Reihe der Fächer geht das Transportband nach unten, um die Rolle 83 und von hier wieder durch den oberen Teil der zweiten Fachreihe nach der oberen Rolle 82, läuft um diese und gelangt dann wieder über die oben offenen Teile der Fächer der zweiten Reihe und führt dabei die Briefe den Gittern genannter Kasten zu (Fig. 3). . ■
Das Führungsband wird auf diese Weise kontinuierlich in alle Briefkanäle ein- und wieder ausgeführt, bis es die untere Rolle 83 erreicht. Von hier wird das Transportband nach der oberen Seite der Antriebsscheibe 86 geführt. Die verschiedenen Teile des endlosen Transportbandes bewegen sich in der Fig. 3 in durch Pfeil angegebenen Richtung. Die den untersten Brief ergreifenden Teile in sämtlichen Briefkanälen bewegen sich rückwärts, um die Briefe von dem Haupttransportband aufzunehmen und dabei in jeden der Kästen zu befördern. Es geht hieraus hervor, daß sämtliche Brieftransportvorrichtungen mit derselben Geschwindigkeit laufen und durch ein einziges endloses Band gebildet werden.
Der Rahmen 92 (Fig. 3 und 4) ist an seinem freien, die Rolle 84 tragenden Ende so gelagert, daß er vertikal geschwungen werden kann, wobei das Transportband gelockert oder gespannt werden kann. Eine Stellschraube 93 hält den genannten Rahmen so, daß das Transportband in der gewünschten Spannung gehalten wird.
Das Transportband wird gewöhnlich aus zwei oder mehreren flachen, in bestimmter Entfernung parallel zueinander gehaltenen endlosen Riemen gebildert, die sich zusammen bewegen müssen.
Das Haupt- oder vertikale Transportband 91 ist gleichfalls aus zwei oder mehreren kontinuierlich bewegten, endlosen und in bestimmtem Abstand voneinander gehaltenen, als Ganzes sich bewegenden Riemen gebildet. Das Transportband 91 geht um eine Rolle 88, die auf dem freien Ende des Schwingrahmens 90 gelagert ist und durch eine Feder 89 (Fig. 5) so gehalten wird, daß sie das Transportband 91 mit dem Transportband 87 in inniger Berührung hält. Die Spannung kann durch einen Riemenspanner 94 geregelt werden. Die nach vorn sich bewegenden Stücke des Haupttransportbandes gehen von einer horizontalen Führungsrolle 95 nach aufwärts, während die nach hinten sich bewegenden Teile unter die Rolle 96 gehen und dann von dieser weiter führen (Fig. 1, 3 und 6). Das aufwärts gehende Stück des Transportbandes läuft von der Rolle 95 senkrecht aufwärts nach der unter dem Gitter 73 liegenden Rolle 97 und von hier mit der senkrechten Wandung 98 in inniger Berührung wieder nach unten, indem es eine nach unten laufende Fortsetzung der Schaustelle 71 bildet. Die Rolle 97 wird elastisch gegen die Wand 98 durch den Schwingrahmen 99 (Fig. 6 und 7) gepreßt, der einen Arm 100 trägt. Letzterer steht unter dem Finfluß einer Feder 101 (Fig. 2), welche die Scheibe und den Arm 100· gegen einen Anschlag 102 preßt.
Die vertikale Wandung 98 läuft durch die ganze Länge des Hauptbriefkanals und ist so angeordnet, daß dis Briefe nach jedem der Zweigbriefkanäle gelangen können.
Das innere Stück des Haupttransportbandes läuft von der oberen Scheibe 97 nach unten an der Wand 98 entlang zu der unteren Scheibe 96. Die Wand 98 kann durch Metallplatten gebildet werden, die an Konsolen 103 befestigt sind. Letztere sind mit den vorderen Streben des Hauptrahmens verbunden (Fig. 9).
Die Wand 98 ist gegenüber dem vorderen Ende jedes Zweigkanales mit. einer Queröffnung versehen. Diese öffnungen werden durch die Bänder des Transportbandes überdeckt und gewöhnlich mit Ausnahme der letzten oder untersten Öffnung durch ein passend bewegliches Briefgitter überbrückt. Jedes Gitter besteht aus nach oben ragenden Fingern 104, die an Querwellen 105 angeordnet sind. Die Finger des Gitters greifen zwischen die einzelnen Riemen des Transportbandes. Wenn jedes Gitter in seiner normalen Stellung ist, so muß der Brief, der durch das Transportband befördert wird, an dem äußeren Rand der Finger entlang und über genannte Öffnung hinweglaufen (Fig. 9)· .
Vor dem unteren Ende genannter Queröffnungen in der Wand 98 sind nach unten und innen verlaufende gekrümmte Böden 106 angeordnet, welche nach den Böden der Seiten-
briefkanäle sich erstrecken und die Briefe von der vertikalen Stellung in die horizontale ablenken.
Jeder Boden 106 kann durch gekrümmte Federplatten gebildet werden, die in Abwechslung mit den Riemen des Brieftransportbandes angeordnet sind. Die freien Enden der Federn ragen frei aufwärts und drücken den vorderen Rand des Briefes nach oben, der sich auf dem
ίο Boden in Berührung mit den nach hinten sich bewegenden Flächen des Transportbandes befindet. Gewünschtenfalls können auch noch Federn 107 angeordnet sein (Fig. 9), deren freie Enden durch die Öffnungen in dem Boden 106 hindurchragen und gegen die unteren nach hinten sich bewegenden . Flächen des Brieftransportbandes pressen. Alle Briefe, welche nicht in einen der vorhergehenden horizontalen Kanäle gelangen, werden selbsttätig durch den Ablenker 108 nach innen in den unteren Zweigbriefkanal geleitet.
Jeder Brief ,tritt in das obere Ende des Hauptkanalesin vertikaler Stellung ein, so daß sein langer Rand horizontal steht. Die hintere Fläche des Briefes legt sich gegen die hintere Wand 98 und gleitet an derselben. Das Haupttransportband preßt gegen die andere Fläche des Briefes, so daß der Brief durch die Reibung , nach unten mitgenommen wird.
Eine federnde Preßvorrichtung drückt den den Brief haltenden Teil des Haupttransportbandes gegen die Briefe, und besteht aus vertikal in bestimmten Zwischenräumen angeordneten, parallelen, festen Platten 109 (Fig. 6, 7 und 9), welche gegen die äußeren Flächen der inneren Riemenstreifen durch Schraubenfedern in gepreßt werden. Diese sind auf Bolzen 112 zwischen den Preßplatten und dem festen Arm 110 angeordnet. Die Bolzen 112 sind auf dem die Preßplatten verbindenden Quersteg befestigt und gehen lose durch die Arme 110 hindurch, so daß die Preßvorrichtung sich quer oder verti-, kai bewegen kann. Die Spannung der Federn kann durch eine auf dem Bolzen 112 angeordnete Schraubenmutter reguliert werden (Fig. 9).
Die Brieffächer werden an ihrem oberen Ende durch schwingende Gitter 113 imd Querstücke 114 abgeschlossen, die zwischen die genannten Gitter 113 greifen (Fig. 19).
Jedes Gitter 113 besteht aus einer horizontal quer gelagerten schwingenden Welle 115, welche in dem Kreuzstück 114 des Faches drehbar gelagert ist. Mit dieser Welle sind verschiedene nach vorn ragende parallele Finger verbunden, welche über den offenen Teil des Kastens hinweg zu dem Querstück des vorn liegenden nächsten Faches ragen. Die Finger und Querstücke sind derart gestaltet, daß die oberen Ränder der Finger mit den Ebenen der Oberflächen der Kreuzstücke in gleicher Höhe oder noch etwas tiefer liegen, so daß dem freien Durchgang der darüber gehenden Briefe kein Widerstand dargeboten wird, sobald die Gitter, 113 in ihrer normalen horizontalen' Stellung sich befinden (Fig. 19 und 20).
Die Riemen des Transportbandes liegen zwischen den Fingern der Gitter 113. Letztere erstrecken sich von ihren Wellen 115 aus in einer der Bewegungsrichtung des Transportbandes entgegengesetzten Richtung. Wenn somit irgendeines der Gitter geschwungen wird, so müssen seine Finger aufwärts zwischen die einzelnen Riemen des Transportbandes greifen, das weitere Vorwärtsgehen des Briefes hindern und ihn in das besondere Brieffach leiten. Die hinteren oder Endfächer jeder Reihe sind mit feststehenden Briefablenkern 126 (Fig. 25) ausgestattet, welche nach oben über die Riemen ragen und die Briefe in die Endfächer leiten. Die insbesondere in Fig. 24 und 25 ersichtlichen Transportvorrichtungen für die Nebenkanäle sind mit derselben Preßvorrichtung, die bereits bei dem Haupttransportband 91 beschrieben worden ist, ausgestattet. Jede Preßvorrichtung besteht aus parallelen Platten 201, die durch Federn 202 gegen die Riemen angedrückt werden. Diese Platten sind miteinander verbunden und hängen lose und vertikal schwingbar an jedem Ende; auch können sie quer zu jedem Riemen schwingen, was unter Vermittlung der lose durch die Konsolen 203 geführten Bolzen erreicht wird (Fig. 25).
Die Wellen 105 der beweglichen Gitter 104 (Fig. 7 und 9) sind mit passenden Vorrichtungen ausgestattet, so daß jedes einzelne Gitter geöffnet werden kann und hierbei der Brief in den durch dieses Gitter gesteuerten Briefkanal gelangen muß. Zu diesem Zwecke kann beispielsweise jede Welle 105 mit einem seitlichen Kurbelarm 127 (Fig. 22) ausgestattet sein, der drehbar mit dem oberen Ende einer herabhängenden Zugvorrichtung 128 verbunden ist. Die drei unabhängigen Zugvorrichtungen 128 sind drehbar mit dem freien Ende von vertikal schwingenden Stangen 129 verbunden (Fig. 15). Diese Stangen sind unabhängig voneinander, und wenn eine derselben nach unten geschwungen wird, so wird ihr Gitter 104 (Fig. 7) geöffnet und schwingt unabhängig von den anderen nach außen. Jede Stange 129 ist mit einer Zurückführfeder 130 versehen und an den unteren Teilen der beiden Vorderseitenplatten des die Tastenhebel tragenden Rahmens .131 drehbar gelagert (Fig. 3 und 22). Die Wellen 115 der Fächerverschlußgitter 113 sind mit seitlichen Kurbelarmen 132 ausgestattet. Für jede vertikale Reihe von Armen ist eine vertikale Hebelstange 133 vorgesehen, die drehbar mit den vier Kurbelarmen 132 verbunden ist, die zu ihrer Reihe gehören (Fig. 2 und 22). Die Stange ist ferner drehbar mit einem der horizontal angeordneten Hebel 134 verbunden, von denen
für jede Stange ein besonderer vorgesehen ist (Fig. 22).
Die Hebel 134 (Fig.' 1 und 2) besitzen verschiedene Länge, und wenn es gewünscht wird, 5. daß sämtliche Hebel angenähert gleichen Hub -haben sollen, so sind sie an der Stange 135 in verschiedenen Entfernungen von der vertikalen Ebene angelenkt, an welcher die vorderen Enden aller Hebel enden.
Es sind in dem in den Zeichnungen dargestellten Beispiele neun senkrechte voneinander unabhängige Stangen 136 angeordnet. Jeder dieser'Stangen entspricht ein Hebel 134. Die' einzelnen Stangen 136 sind den Stangen 129 ähnlich. Sie liegen in einer vertikalen Reihe über letzteren und sind an den Platten 131 (Fig. 6) derart angelenkt, daß jede Stange bei ihrer Betätigung nach unten unabhängig von der anderen Stange schwingen kann, ohne die SM-lung der übrigen Stangen in irgendeiner Weise zu beeinflussen (Fig. 1, 2, .3, 6 und 22). Die Querstange jeder Stange 136 ruht auf dem vorderen Ende des Hebels 134 und ragt noch über denselben hinaus, so daß bei einem Niedergange der Stange unter Vermittlung der beschriebenen Vorrichtung die Verschlußgitter 113 aller Fächer in der senkrechten Reihe, die durch den zugehörigen Hebel 134 und die Hebelstangen 133
.. gesteuert werden, geöffnet werden müssen. Die Verschlußgitter 113 werden in der geöffneten Stellung so lange gehalten, als die Stange niedergehalten wird. Wenn die Stange freigegeben wird, so gehen die Teile in ihre normale Stellung zurück und die Gitter 113 fallen in ihre Endstellung. Quer zu den Querstangen der schwingenden Stange ist eine Reihe von Tasthebeln 137 angeordnet. Jeder Hebel gehört zu einem bestimmten Fach. Beispielsweise sind in dem gezeichneten Beispiele 40 Brieffächer.vorhanden, dementsprechend-müssen auch 40 Tastenhebel vorgesehen sein.
In. dem gezeichneten Beispiele stehen die Tasthebel 137 senkrecht und parallel dicht nebeneinander. Die oberen Enden der Hebel sind nach vorn gebogen und vorn mit einer Taste 138 versehen, auf der ein Zeichen angebracht sein kann, durch welches das einzelne Fach gekennzeichnet wird (Fig. 22).
Die Tastenhebel werden oben und unten durch geschlitzte feste Querstangen 139 und 140 geführt (Fig. 6 und 7). Die Aufwärtsbewegung jedes Tastenhebels wird dadurch begrenzt, daß derselbe mit seinem Anschlag 142 gegen eine feste Querplatte 141 trifft. Jeder Tastenhebel kann in horizontaler Richtung nur in begrenztem Betrage schwingen, während er auch gleichzeitig längs bewegt werden kann. Jeder Tastenhebel mit Ausnahme derjenigen, welche Fächern in der unteren Reihe und den hinteren' Fächern der horizontalen Reihe entsprechen, sind mit Nasen 143 ausgestattet, welche auf einer Quer-, stange der Stangen 129 aufruhen. Ebenso besitzen sie noch eine zweite Nase 144, die nach hinten gerichtet ist und auf einer Querstange der Stange 136 aufruht (Fig. 22). Wenn somit ein Tastenhebel, der irgend einem Fach mit Ausnahme eines hinteren Endfaches oder eines Bodenreihenfaches entspricht, in der Längsrichtung nach unten gedrückt wird, so wird seine Nase 143 eine Stange 129 herabschwingen und ein Gitter des Hauptkanales zur Seitenkanalmündung hin öffnen. Ebenso wird die Nase 144 des bewegten Tastenhebels eine Stange 136 niederdrücken, um dasjenige Gitter 113 zu öffnen, zu dessen Fach die Taste gehört.
Die drei Tastenhebel für die drei Endfächer der drei Horizontalreihen über der untersten Reihe besitzen keine Nasen 144 zum Öffnen der Fächergitter, sondern nur die zum Öffnen des Gitters des Hauptkanales dienenden Nasen 143 (Fig. 3). Die zehn Tastenhebel, welche den zehn Fächern der Bodenreihe entsprechen, besitzen dagegen keine Nasen 143. Neun der erwähnten Tastenhebel, welche den Fächern der Bodenreihe entsprechen, haben Nasen 144 zur Bewegung der Fächergitter.
Der Tastenhebel 145 (Fig. 15), welcher dem hinteren Fach der Bodenreihe entspricht, ist weder mit Nasen 143 noch mit Nasen 144 versehen. Dieser Tastenhebel betätigt nur die erste go Zuführungsvorrichtung, welche die Briefe dem ständig laufenden Transportband übergibt. Letzteres wird die Briefe zu dem erwähnten hinteren Fach führen, wenn alle drehbaren Gitter geschlossen sind.
Eine gegenüberliegende horizontale Welle 146, die in Lagern 147 läuft, wird ständig von der Antriebswelle 4 mittels Welle 148 und Kegelrädern 149, 150 getrieben (Fig. 5). Ein Sperrad 151 mit Zähnen 154 (Fig. 5 und 16) sitzt lose auf der Welle 146 und dreht sich ständig mit ihr vermittels des. fest auf der Welle sitzenden Radialarmes 152-und der Federverbindung 153 zwischen dem Arm und dem Sperrad. Ein gewöhnlich untätiger drehbarer Radialhebel oder Schlagarm 155 sitzt mit seiner Nabe 156 auf einem konzentrisch zur Welle 146 liegenden Rohr 157. Der Schlagarm trägt eine radial bewegliche Hemmvorrichtung 158, die durch eine Feder'159 gegen das Rohr 157 drückt, um den Schlagarm stillzusetzen, wenn er von seinem Treiber,'dem Sperrad, losgelassen ist (Fig. 16. und 17). Eine schwingende Sperrklinke wird durch einen fest mit dem Schlagarm verbundenen Bolzen 160 gehalten.
Diese Sperrklinke soll in einen Zahn des Sperrades greifen, um den Schlagarm mit dem erwähnten Rade herumzutreiben. Gesteuert ■ wird die Klinke durch einen -Arm 162 (Fig. 17 und 18), der dicht am Schlagarm liegt, um in der Längsrichtung darauf zu gleiten, und mit dem freien Ende der Klinke durch einen Seiten-
)οί
stift 163 verbunden ist. Eine Feder 164 ist mit dem Arm 162 verbunden, und bewegt ihn nach der. Richtung hin, in welcher die Klinke in wirksamen Eingriff mit dem Sperrade kommt. Gewöhnlich wird aber der Arm 162 mit der Klinke 161 entgegen der Feder 164 mit dem Sperradzahn durch einen schwingenden Hemmschuh 166 außer Eingriff gehalten, indem dieser das vorstehende abgeschrägte Ende des Armes
ίο 162 ergreift (Fig. 11 und 16). ,
Der Hemmschuh ragt von seiner horizontal gelagerten Achse nach oben und hat einen seitwärts stehenden Kurbelarm 167. Befindet sich der Hemmschuh 166 in seiner normalen senkrechten Lage (Fig. 11 und 17), so wird das abgeschrägte, hervorragende Ende, des Sperrhebels 162 (da der Schlagarm eine Umdrehung vollführt) den oberen Rand des Hemmschuhes
■ 166 erfassen und dabei den erwähnten Arm 162 mit der Sperrklinke 161 bewegen und ' den Schlagarm 155 außer Verbindung mit dem Sperrad 151 bringen und den Arm 162 mit seinem unteren Ende auf dem oberen Rande des Hemmschuhes 166 halten, wobei die Sperr-'25 klinke vom Sperrad abgehoben bleibt (Fig. 16 und 17). «
Soll der Schlagarm wieder in Wirksamkeit treten, so wird der Hemmschuh 166 geschwungen, um unter dem Arm 162 wegzugleiten. Nun zieht die Feder 164 letzteren abwärts und bringt die Sperrklinke in wirksamen Eingriff mit dem Sperrade, worauf der Schlagarm mit dem Rade rotiert, bis nach Vollendung einer Umdrehung der sperrende Aufheber wiederum den Hemm-, schuh 166 berührt und durch ihn gehoben wird (Fig. 16 und 17).
Es sind zwischen allen Tastenhebeln und der Hemmvorrichtung 166 geeignete Verbindungen angeordnet, so daß die Bewegung irgendeines Tastenhebels den Hemmschuh 166. bewegen wird, um den Schlagarm mit seinem Treiber in Eingriff zu bringen. Zu diesem Zweck ist eine Druckstange 168 gelenkig mit dem Kurbelarm 167 des Hemmschuhes 166 verbunden (Fig. 11).
Der Anschlag 169 begrenzt die Aufwärtsbewegung der Stange 168, die in einer Führung 170 auf und ab geht, und in der sie seitwärts schwingen kann (Fig. 11 und 22).
Das obere Ende der Stange 168 hat eine Verbreiterung 172. Wird die Stange 168 niedergedrückt, so wird sie während ihrer Abwärtsbewegung gezwungen, sich nach hinten zu legen. Ein schwingender Arm 174 ruht mit seinem hinteren Ende auf der Schulter 173 der Stange 168 und sitzt fest auf der Welle 175, die mit einer nach oben ragenden Stange 176 verbunden ist. Letztere liegt mit ihrer Querstange hinter den oberen Teilen sämtlicher Tastenhebel. Fine Feder 177 hält die Stange 176 mit ihrer Querstange nach vorn gegen alle Tastenhebel gepreßt (Fig. 11).
Wird durch den Finger des Beamten irgendein Tastenhebel nach hinten gedruckt, so wird die Stange 176 rückwärts geschwungen und schwingt dabei den Arm 174 nach unten. Hierdurch wird die Druckstange 168 abwärts bewegt, muß den Hemmschuh 166 schwingen und 'den Schlagarm in Eingriff bringen. Infolgedessen wird der Ansatz 172 die Stange 168 seitwärts drängen, bis die Schulter 173 vom, hinteren Ende des Armes 174 gleitet. ^ Die Feder 171 wird die Stange 168 aufwärts und vorwärts in ihre normale Lage zurückschaffen, ebenso den Hemmschuh i68, der dann wieder bereit ist, den sperrenden Arm 162 zu fassen und den Schlagarm mit seinem Treiber außer Eingriff zu bringen, wenn er eine Umdrehung vollführt hat (Fig. 11).
Wenn der Tastenhebel, der diese Vorgänge veranlaßt, in seine normale Lage zurückkehrt, so werden auch Stange 176 und Arm 174 durch die Feder 177 in ihre normale Stellung zurückgebracht werden (Fig. 11).
Die Stange 22 liegt gewöhnlich bei ihrer tiefsten Lage mit dem Daumen 23 in der Bahn des Schlagarmvorsprunges 165. Der Daumen 23 besitzt an seinem freien Ende eine nach unten und vorn geneigte Anschlagfläche 189, die gerade vor dem Schlagarmvorsprung 165 liegt (Fig. 11).
Praktisch verbindet man den Daumen 23 mit den Tastenhebeln, um ihn durch die Maschinenkraft zwecks Bewegung des hierdurch gesteuerten Verschlußgitters niederzudrücken. Diese Verbindung wird durch eine horizontale, für alle Tastenhebel gemeinsame Querstange 190 hergestellt (Fig. 22). Jeder Tastenhebel hat auf der Rückseite an seinem oberen Teil eine Nase 191. Diese Nasen liegen nun bei normaler Stellung der Tastenhebel in einer horizontalen Reihe unmittelbar vor der Stange 190 in einer Ebene dicht unter derselben.
Befinden sich die Tastenhebel und die Stange 190 in ihren normalen Stellungen, so kann sich letztere in senkrechter Richtung frei bewegen, ohne die erwähnten Nasen oder Schultern 191 der Tastenhebel zu berühren. Ist aber irgendeinem Tastenhebel seine Anfangsbewegung erteilt, d. h. ist er durch den Finger des Beamten nach hinten gedrückt worden, so wird die Nase 191 besagten Tastenhebels sich unter die Stange 190 legen, um dann von dieser ergriffen und niedergedrückt, zu werden. Letztere ist mit zwei nach hinten führenden Armen I92 versehen (Fig. 22), die im Gestell gelagert sind. Einer von diesen hat eine Verlängerung nach rückwärts, die bei 193 gegabelt ist, um die Stange 22 lose zwischen zwei Anschlägen zu umgreifen, wodurch die Hebel 192 schwingen, wenn die Stange 22 hin und her bewegt wird. Auf diese Weise muß sich natürlich die Stange 190 in vertikaler Richtung bewegen (Fig. 22). Man kann auch einen der Hebel oder Arme 192
nach vorn gehen lassen und an der Vorderseite der Maschine zu einem Handgriff 195 ausbilden (Fig. 11). Eine Rückschnellfeder 24 ist mit dem nach hinten führenden Ejnde des Armes 5. 192 verbunden. Kurz vor Vollendung jeder Umdrehung ergreift der. Schlagarm das freie Ende eines horizontal angeordneten schwingbaren Daumens 178 und hebt es leicht. Der Daumen ist mit einer geringen Vertiefung 179 an seiner geneigten unteren Kante versehen, um den Teil 165 (Fig. 16 und 17) des Schlagarmes aufzunehmen, wenn er in seiner normalen Lage ist (Fig. 11). Dieser Daumen wirkt als Anschlag -um den Schlägarm an der geeigneten Stelle festzuhalten und steuert die Tastenhebelfeststellvorrichtung, welche die Tastenhebel und die die Briefe leitenden Gitter, nachdem ein Tastenhebel benutzt worden ist, feststellt. Die hierdurch gesteuerten Gitter sind so gestellt, worden, daß die. übrigen Tastenhebel und Gitter nicht eher bewegt werden können, bis die durch das Drücken besagten Tastenhebels hervorgerufenen Vorgänge vollendet sind und der Brief Zeit gehabt hat, sein besonderes Fach zu
erreichen. .
Die Feststellvorrichtung besteht aus einer Querstange 182 hinter den Tastenhebeln und dicht bei den nach hinten ragenden Nasen 181 derselben. Diese Stange bildet einen.Teil einer senkrecht herabhängenden Stange, die an ihrem oberen Ende drehbar und mit einem nach hinten ragenden Arm 183 (Fig. 22) fest verbunden ist. Letzterer ist durch die Hubstange 184 gelenkig mit dem Daumen 178 verbunden. Eine Feder 185 hat das Bestreben, den Daumen in seiner tiefsten Stellung und die Feststellstange in der Stellung unter der Tastenhebelnase 181 zu halten (Fig. 11 und 22)1
. Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Hat der Beamte den auf der Schaustelle freiliegenden Brief besehen, so drückt er den dem Brieffach, zu welchem der betreffende Brief geführt werden soll, entsprechenden ' Tastenhebel 137 nach hinten (Fig. 11). Diese geringe Rückwärtsbewegung des Tastenhebels wirft den Hemmschuh .166 durch die Stange 176 mit den verbindenden Zwischenteilen herum und veranlaßt die wirksame Verbindung des Schlagarmes 155 mit seinem Treiber 151 und bringt ebenfalle die Nase 191 des betätigten Tastenhebels in Arbeitsstellung unter die Niederdrückstange 190.. In der Zeit, in der der Tastenhebel seine Anfangsbewegung vollführt hat, hat der Schlagarm 155 die Anschlagfläche 189 des Daumens 23 ergriffen und veranlaßt das Aufwärtsschwingen besagten Daumens und die Abwärtsbewegung der Niederdrückstange ■ 190 durch die Stange 22 mit den verbindenden
.60 Zwischenteilen, um den Tastenhebel herunterzudrücken und die hierdurch gesteuerten Verschlußgitter einzustellen. Ähnlich bewegt die Stange 22 bei ihrem aufwärts gerichteten Rückgang durch Zwischenteile den Stößer yy und den ersten Zuführer 14. Der Schlagarm 155 hält den Daumen 178 mit der Feststellstänge 182 außer Eingriff, bis der Schlagarm 155, nachdem der Tastenhebel auf seine tiefste Lage gedrückt ist, unter dem erwähnten Daumen hinweggleitet und dessen Feder 185 dann gestattet, die Feststellstänge nach außen gegen die Tastenhebel zu schlagen,, und zwar oberhalb der Nase 181 des niedergedrückten Tastenhebels und in Feststellung unter den Nasen 181 der übrigen Tastenhebel. Darauf gleitet der Schlagarm unter dem Daumen 23 weg, worauf die Feder 24 denselben niederdrücken, dabei die Stange 190 in ihre normale obere Lage zurückbringen Und den Stößer yy veranlassen kann, den erwähnten besichtigten Brief von der Schaustelle zu dem im Hauptverteilungskanal niedergehenden Teil des Transportbandes zu schaffen (Fig. 6 und 7). Gleichzeitig bewegt die Feder 24 den ersten Zuführer 14, der durch seinen Hub einen Brief der Druckvorrichtung zuführt, und gibt auch den Lenker 47 der Druckvorrichtung frei, so daß. diese ihre Tätigkeit verrichten kann.
Vollendet der Schlagarm 155 seine Umdrehung, so hebt er den Daumen 178 und bewegt die Feststellstänge 182 aus ihrer Sperr- go stellung, worauf die Tastenhebelfeder 180 den Tastenhebel in senkrechter Richtung und nach vorwärts in Seine normale Lage zurückbringt, wodurch auch die gesteuerten Gitter in ihre Ruhestellung gelangen. ~
Dadurch, daß der Beamte die in Frage kommende Taste niedergedrückt hält, und den Handgriff 195 nach unten drückt, kann er schnell eine Anzahl Briefe hintereinander zu demselben Fach hinführen, . während welcher Tätigkeit der Schlagarm in Ruhe bleiben kann. Der erste Zuführer 14, -die Druckvorrichtung und der Stößer TJ werden nur durch Schwingung des erwähnten Handgriffes 195 in Tätigkeit gesetzt, so lange der niedergedrückte Tastenhebel die Gitter zwecks schneller Überführung der Briefe zu dem entsprechenden Fach eingestellt hält.
Eine Verletzung der Postsachen wird dadurch , vermieden, daß der erste Zuführer 14 auf seinem Hube durch die Feder 24 nachgiebig, bewegt wird, so daß der Züführer nachgeben oder gar halten kann, je nach der Stärke des durch den Brief erzeugten Widerstandes.
Wenn gewünscht, kann der Apparat auch mit einer Vorrichtung ausgerüstet werden,, die hörbar oder sichtbar anzeigt, wenn irgendein Fach mit Postsachen vollständig gefüllt ist, so daß der Beamte.auf die Fächer nicht, sorgfältig, aufzupassen braucht, sondern sich auf das Signal oder den Anzeiger verlassen kann, welcher ihm sagt, wenn ein Fach ausgeleert werden muß. Beispielsweise kann jeder Fach-
/f
boden durch eine nach oben drückende federnde Platte ii6 (Fig. 18 und 19) gebildet werden, die an ihrem freien Ende in Schlitzen 118 gleitende Ansätze 117 und Vorsprünge 125 besitzt. Die Vorsprünge 125 jeder vertikalen Fachreihe ruhen auf Schultern 124 einer vertikalen Zugstange 123 (Fig. 18). Sämtliche Zugstangen 123 sind an den oberen Enden gekrümmt und hängen an einer vertikal beweglichen horizontalen Stange 122, die von einem durch eine Feder gehaltenen Hebel 120 getragen wird. Letzterer ist mit einem ebenfalls durch eine Feder gehaltenen Gleitarm 121 verbunden, der die Schlagvorrichtung 119 einer Signalglocke bewegt (Fig. 18, 19, 20 und 21). Ist irgendein Fach mit Briefen angefüllt, so wird der Boden 116 niedergedrückt und zieht dabei eine Stange 123 und eine Stange 122 herunter, wodurch die Signalvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird.
Unter der Bezeichnung Brief sollen hier alle Arten Postsachen verstanden werden. Es können selbstverständlich durch eine derartige Maschine auch andere Gegenstände als Briefe
. verteilt werden.
Ob der Antrieb elektrisch oder auf andere Weise erfolgt, bleibt sieb, gleich.
In der besonderen gezeichneten Ausführungsform kann der Stapelplatz für das Bündel der zu verteilenden Briefe auch irgendwo anders angeordnet sein als gerade am Kopf der Maschine, beispielsweise am Boden derselben. Die Briefe können dann durch ein aufwärts gehendes Haupttransportband nach oben zu einer Schaustelle geführt werden und die Tastenhebel oder Fingerstücke am unteren Teil der Maschine angeordnet sein. Die Schaustelle kann schließlich auch weggelassen werden und die Tastenhebel können auf andere Art angeordnet werden. Anstatt der Tastenhebel können zur Steuerung der Verschlußgitter auch andere von Hand bewegte Vorrichtungen zur Verwendung gelangen. Ebenso können andere die Briefe ablenkende Mittel als schwingende Gitter oder' Türen zur Regelung der Briefablegestelle angeordnet werden.
Verschiedenartige auch als Ansauger wirkende Anfangszuführer ' sowie verschiedene Druckapparate, können natürlich zur Verwendung kommen, wie denn auch der Druckapparat an den verschiedensten Teilen der Maschine angebracht sein kann.

Claims (9)

  1. Pate nt-An sprüch ε :
    i. Brief sortiermaschine, dadurch gekennzeichnet, daß beim jedesmaligen Anschlag einer Taste (138), die nach dem Anschlagen gesperrt wird, in der Bahn der Briefe angeordnete Ablenkzungen (104, 108, 113) der Taste entsprechend derart eingestellt werden, daß der von Transportbändern (91, 87) durch Reibung mitgenommene Brief je nach seinem Bestimmungsort in einen bestimmten Behälter (80) geleitet wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastenhebel (137) durch geeignete Zwischenglieder (176, 174) eine Stange (168) bewegen, durch welche die Sperrung des Antriebsmechanismus der erforderlichenfalls gleichzeitig als Briefstempelvorrichtung ausgebildeten Transportvorrichtung (14, 31, 39,' yy) ausgelöst wird, welche den Brief vom gemeinsamen Stapel. nach dem Transportband bringt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Druckvorrichtung eine Schaustelle (71) vorgesehen ist, in der der Brief in bezug auf Adresse und Stempel geprüft wird, bevor er beim folgenden Tastenanschlag von einem Stößer (Jj) nach dem Transportband (91) geleitet wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch die beim Anschlag einer Taste bewegte Stange (168) die durch einen Hemmschuh (166) bewirkte Sperrung des Schlagarmes (155) aufgehoben wird, der mittels Klinke (161) von einem Schaltrade (151) angetrieben wird und durch einen Daumen (23) eine Stange (22) hochstößt, durch deren Hin- und Herbewegung ein Brief vom Stapel zwischen die Druckwalzen und ein anderer bereits an der Schaustelle (71) liegender gestempelter Brief durch einen Stößer {yy) nach dem Transportband geleitet wird.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Briefe aufnehmenden Fächer (80) in Reihen über- und nebeneinander angeordnet sind und die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Reihen befindlichen Zwischenräume in einen gemeinsamen Zuführungskanal mündende Zweigkanäle bilden, in denen ein die Briefe nach den einzelnen Fächern leitendes Transportband (87) läuft, welches durch eine von der Taste bewegte Zunge (104) den Brief von dem im gemeinsamen Zuführungskanal laufenden Transportband (91) übernimmt.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Fächer (80) mit drehbaren Deckeln (113) versehen sind, die von den Tasten aus unter Vermittlung eines zwischen diesen und der Deckelwelle (115) angeordneten und letztere drehenden Mechanismus derart bewegt werden, daß sie während der Offenstellung den ankommenden Brief in das betreffende Fach einleiten.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Briefe befördernden, besonders angetriebenen Transportbänder (9X, 87) durch federnde Platten (109,
    S' V
    20ΐ) gegen eine feststehende glatte Wand (98) oder Leisten (114) gedrückt werden.
  8. 8. Maschine -nach. Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, ■ daß die nicht niedergedrückten Tasten durch Stangen (182), diedureheineStange(i84) mit einem gewöhnlich auf dem Schlagarm (155) ruhenden Daumen(i78) in Verbindung stehen, gesperrt werden, indem sich die Stange (182) unter die Nasen (181) der Tastenhebel legt, so daß ein Tastenhebel erst bewegt werden kann, wenn der durch den vorher angeschlagenen Tastenhebel hervorgerufene Arbeitsgang - vollständig beendet ist.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden jedes Faches federnd und drehbar angeordnet ist und bei gefülltem Fach mittels eines Ansatzes (125) eine Zugstange (123) nach unten zieht, die eine Signalvorrichtung in Tätigkeit setzt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1153926B (de) * 1953-04-23 1963-09-05 Deutsche Bundespost Verfahren zur Verteilung von Briefen, Postkarten u. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1153926B (de) * 1953-04-23 1963-09-05 Deutsche Bundespost Verfahren zur Verteilung von Briefen, Postkarten u. dgl.

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