DE597552C - Maschine zum Sortieren von Schriftstuecken u. dgl. - Google Patents

Maschine zum Sortieren von Schriftstuecken u. dgl.

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DE597552C
DE597552C DEM118075D DEM0118075D DE597552C DE 597552 C DE597552 C DE 597552C DE M118075 D DEM118075 D DE M118075D DE M0118075 D DEM0118075 D DE M0118075D DE 597552 C DE597552 C DE 597552C
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    • G06K13/00Conveying record carriers from one station to another, e.g. from stack to punching mechanism
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  • Discharge Of Articles From Conveyors (AREA)
  • Collation Of Sheets And Webs (AREA)
  • Feeding Of Articles By Means Other Than Belts Or Rollers (AREA)

Description

BibiiOlheek
Bur. \i)d. Ligendom
19JUÄ1934-
AUSGEGEBEN AM
29. MAI 1934
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Sortieren von Schriftstücken u. dgl., die mit statistischen Durchlochungen versehen sind. Für Sortiermaschinen ist bereits vorgeschlagen worden,_die zu sortierenden Schriftstücke mittels eines Fördermittels, das oberhalb der in der Sortierbahn befindlichen Schriftstücke angeordnet ist, entlang der mit Sortierklappen versehenen Sortierbahn zu bewegen.
Um ein sicheres Fortbewegen der Schriftstücke oder Karten in der Sortierbahn zu gewährleisten, hat man ferner vorgeschlagen, das Fördermittel mit besonderen Mitnehmern, beispielsweise mit Stiften, zu versehen, welche sich gegen die hinteren Kanten der Karten o. dgl. legen. Diese Maßnahme ist wohl bei Gegenständen, welche aus einigermaßen steifem Material bestehen, z. B. bei Karten oder Briefen, ohne Schwierigkeiten anwendbar.
Handelt es sich indessen um das Sortieren von Zetteln, die aus verhältnismäßig weichem Papier hergestellt sind, so muß die Verwendung von Stiften als Fördermittel versagen. Die vorliegende Erfindung bezweckt, das Sortieren auch solcher Schriftstücke durch eine Sortiermaschine zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, wird erfindungsgemäß das Fördermittel so angeordnet, daß es auf der Oberseite der Schriftstücke unmittelbar aufliegt.
Zugleich wird es mit Förderstiften versehen, welche in einen Längsschlitz der Sortierbahn hineinragen. Diese Anordnung hat den Erfolg, daß das auf den Schriftstücken aufliegende Fördermittel jene in flacher Lage hält und ein Hochwölben derselben verhindert. Die Stifte bewirken in bekannter Weise eine sichere Mitnahme der Schriftstücke, die noch dadurch verbessert wird, daß die Stifte •in einem Schlitz der Sortierbahn gleiten, so daß sie nicht über ein Schriftstück hinweggleiten können, in welchem Falle dieses zurückbleiben oder zusammen mit einem anderen in unzulässiger Weise weiterbefördert würde. Die Mittel, welche zur Erreichung des Erfindungszweckes benutzt werden, sind teilweise bekannt. Wesentlich ist aber, daß erst durch das Zusammenwirken aller angegebenen Mittel der Erfindungszweck erreicht werden kann.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Atisführungsform der Vorrichtung gemäß Erfindung.
Abb. i, 2 und 3 zeigen je eine Ansicht der Maschine von vorn, von oben und der Rückseite.
Abb. 4 zeigt eine schematische Ansicht der Stellungen der Kontaktstifte bezüglich der Leitklappen, die durch dieselben gesteuert werden.
Die Abb. 5 und 6 zeigen einen Schnitt und eine Draufsicht des Antriebsendes der Maschine.
Abb. 7 zeigt einen Schnitt durch die pneumatische Abhebeeinrichtung und den Greifer. Abb. 8 und io zeigen je einen Schnitt, Abb. 9 eine Draufsicht einer Leitklappe.
Abb. 8 und io zeigen außerdem die Förderbandantriebsvorrichtung.
Abb. 11 zeigt in einem Schnitt die Abfühlkontakteinrichtung, welche eine Leitklappe steuert.
»o Abb. 12, 13 und 14 zeigen schematische Ansichten der verschiedenen Stellungen des Kontaktarmes.
Abb. 15 und 16 stellen Einzelheiten des Kontaktarmes dar.
Abb. 17 zeigt eine Aufsicht auf den Gegenkontaktstift in der Sortierbahn.
Abb. 18 zeigt eine seitliche Ansicht einer Förderbandscheibe, die mit einer Bremse versehen ist, um übermäßige Geschwindigkeit des Bandes zu verhindern.
Abb. 19 zeigt einen Schnitt durch den Rand einer Scheibe.
Abb. 20 zeigt schematisch die Schaltkupplung für den Antrieb der Maschine.
Abb. 21 zeigt schematisch die Lage der statistischen Lochungen der zu sortierenden Schriftstücke.
Abb. 22 und 23 zeigen Seiten- und Vorderansichten einer Stempelvorrichtung zum Un- gültigmachen der Schriftstücke.
Eine flache Sortierbahn 1 wird durch Seitenwände 2 getragen, die an Füßen 3 und 4 befestigt sind. Die zu sortierenden Schriftstücke werden auf dieser Bahn entlang be- wegt und an ihren Seitenkanten durch die Seitenwände 2 geführt. In der Bahn sind normalerweise durch Klappen 6 geschlossene Schlitze 5 vorgesehen, durch welche die sortierten Schriftstücke in Sortierfächer 7 gelangen können. Nicht dargestellte aufklappbare Türen können vorgesehen sein, um die in den Sortierfächern abgelegten Schriftstücke daraus zu entfernen.
Der Stapel der zu sortierenden Schriftstücke wird auf eine zwischen den Ständern des Fußes 3 durch Ketten 9, die um Trommeln 10 gewunden sind, auf und ab bewegliche Tischplatte 8 gelegt. Die Trommeln 10 befinden sich auf einer Ouerspindel 11, die quer über den Seitenwänden 2 angebracht ist. Die Spindel 11 erhält eine Drehbewegung durch eine Klinkenschaltvorrichtung 12, 13. Das Klinkenrad 13 treibt die Spindel 11 dabei über eine Gleitkupplung 14 an. An einem Hebel 14', der an einer der Seitenwände 2 gelagert ist, ist die Klinke12 angelenkt. Eine an dem Ende einer hin und her gehenden Stange 16 angebrachte Schrägfläche 15 bewegt den Hebel auf und ab, dessen Ende mit einer Rolle 17 auf der Stange 16 ruht. Die Stange 16 gleitet auf der oberen Kante der einen Seitenwand 2. Um die Reibung zu vermindern, können zweckmäßig Kugeln 18 vorgesehen sein. An der Seitenwand befestigte Blöcke 19 wirken als Führungen auf eine Seite der Stange, während Platten 20 mit Rollen 21 (Abb. 11), die an mehreren Stellen der Seitenwand angeordnet sind, auf der anderen Seite der Stange 16 dieser als Führung dienen. Die Stange 16 selbst wird durch eine Kurbelscheibe 22 und Kurbelstange 23 bewegt, wobei die Scheibe auf der Hauptwelle 24 sitzt. Der Hebel 14' sitzt auf einem schwenkbar gelagerten Rohr 26, dessen Mündung sich bei einer Abwärtsbewegung des Hebels 14' auf das oberste Schriftstück des Stapels legt. Das Rohr 26 steht mit einer Luftsaugeinrichtung in Verbindung, die noch später erwähnt wird. Die Rohrmündung zieht bei der Aufwärtsbewegung das Schriftstück an der vorderen 'Kante in der Mitte nach oben, während seine seitlichen Kanten durch Anschläge 27 gehalten werden, so daß das Schriftstück in der Mitte gewölbt wird, wie es in Abb. 7 dargestellt ist.
Wenn die Stange 16 sich nach links bewegt (Abb. 5) und das Saugrohr das oberste Schriftstück gewölbt hat, tritt eine Greiferbacke 28, welche von einem Bügel 25 getragen wird, der an der Stange 16 befestigt ist, unter das angehobene Schriftstück, und am Ende der Bewegung der Stange 16 legt sich eine zweite Greiferbacke 29 von oben gegen die Backe 25, die nun das Schriftstück festhalten. Die obere Greiferbacke 29 wird normal durch einen Haken 30 am Ende des einen Armes des unter Federwirkung stehenden Hebels 3 τ von der unteren Greiferbacke 28 abgehoben. Der Hebel 31 ist schwenkbar an der Stange 16 befestigt.
Wenn die Stange die äußerste Linksstellung erreicht, trifft der zweite Arm des Heb'els 3 τ gegen einen festen Anschlag 32, wobei der Haken 30 von einem Anschlag 33, der an der oberen Greiferbacke 29 sitzt, abgehoben wird, so daß diese Backe unter Wirkung einer Torsionsfeder 34 sich gegen die untere Backe
legen kann.
. Wenn die Stange 16 hierauf nach rechts bewegt wird, dann wird das oberste Schrift- no stück mitgenommen. Am Ende dieser Bewegung wird das Schriftstück durch die Backe 29 dadurch freigegeben, daß der Anschlag 33 auf einen festen Anschlag 35 trifft, welcher den Anschlag 33 unter den Haken 30 drückt. *
Das Saugrohr 26 ist durch ein Rohr 36 mit einer Saugvorrichtung 37 verbunden, die durch einen Exzenter 38 und eine Stange 39 (Abb. 3) betätigt wird. Hierdurch wird die notwendige Saugwirkung an der Mündung des Saugrohres 26 erzeugt.
Wenn das Schriftstück vor den Greiferbacken an der Stelle der Bahn i, an der sicli der Anschlag 35 befindet, freigegeben wird, ist es in dem Bereich des unteren Stranges eines endlosen Förderbandes 40.
Das Förderband besteht aus einem dünnen biegsamen Stahlband, welches in gleichen Abständen mit Stiften 41 versehen ist, die auf beiden Seiten des Bandes vorstehen. Das
to Band 40 geht über zwei Scheiben 42, 43, die an jedem Ende der Sortierbahn angebracht sind. Die Scheibe 42 ist in einem Bügel 44 gelagert, der an der einen Seitenwand 2 befestigt ist.
Dem Abstande der Stifte entsprechend wird dem Band eine schrittweise Bewegung mit dazwischenliegendem Stillstand erteilt. Der Abstand der Stifte ist aber gleich dem Abstand der Leitklappenkanten in der Bahn 1.
In den Abb. 2, 8 und 10 ist ein an der Stange 16 angebrachter Bügel 45 dargestellt, der über die Bahn 1 reicht und mit einer Rolle 45' versehen ist, die zwischen der oberen Kante der Seitenwand 2 und einer oberen Führungsplatte 46, die an der Seitenwand befestigt ist, läuft.
Eine Blattfeder 47 ist an der Konsole 45 angebracht. Wenn die Stange 16 sich nach rechts bewegt, greift die Blattfeder hinter einen Stift 41, der von der oberen Fläche des unteren Stranges des Bandes 40 vorsteht. Das Band wird um eine Strecke bewegt, die gleich dem Abstand der Stifte 41 ist. Die Rückbewegung der Stange 16 läßt das Band in Ruhe, und am Ende der Bewegung tritt die Blattfeder 47 hinter den nächsten Stift, über den sie vorher hinweggeglitten ist. Bei einer neuen Rechtsbewegung der Stange 16 nimmt sie diesen Stift mit, so daß das Förderband um einen weiteren Schritt bewegt wird.
Durch Sperrmittel, die sich gegen die Stifte 41 legen, wird eine Rückwärtsbewegung des Förderbandes verhindert. Um eine Sicherung zu schaffen, daß das Band entsprechend den Massenkräften der Scheiben 42, 43 nicht zu weit wandert und daß es sich nicht zurückbewegt, wenn die Blattfeder 47 über einen Stift zurückgleitet, ist für die Scheibe 42 eine Reibungsbremse vorgesehen. Ein Kork- oder anderes Polster 48 wird durch eine Blattfeder 49 gegen die Nabe der Scheibe 42 gedruckt, um eine zu freie Bewegung zu verhindern (Abb. 18).
Jedes durch die Greifereinrichtung in die Sortierbahn gezogene Schriftstück befindet sich in einer Stellung unter dem unteren Strang des Bandes 40, daß seine Rückkante durch einen Stift 41 getroffen wird, wenn das
■ Band bewegt wird. Das Schriftstück wird durch den Stift zwischen der Oberfläche der Sortierbahn und dem Bande weitergeschoben.
In der Mitte der Bahn ist ein Schlitz 50 vorhanden, der den freien Durchgang der' Stifte zuläßt und dem Bande erlaubt, das Schriftstück flach auf der Bahn zu halten.
Wenn die zu sortierenden Schriftstücke eine unsaubere Kante haben, die von dem Abtrennen von Abschnitten herrühren, so werden sie mit der abgerissenen Kante nach vorwärts auf der Bahn entlang geführt. Der Stift befindet sich dann in Berührung mit der glatten Kante.
Jedes Schriftstück ist mit statistischen Lochungen versehen, die z. B. eine Ziffer zur Kennzeichnung des Schriftstückes darstellen können.
Aus der Abb. 21 ist die Lage der Lochstellen für die einzelnen Ziffern ersichtlich. Es ist selbstverständlich, daß nur diejenige der Lochstellen mit einem Loch versehen wird, welche mit der Ziffer bezeichnet ist, die zur Kennzeichnung des Schriftstückes dient.
Die Lochstellen jeder Ziffer haben eine bestimmte Lage auf der Karte. Jedes Schriftstück wird durch das Band 40 schrittweise die Sortierbahn entlang geführt, so daß die Rückkante des Schriftstückes jedesmal an bestimmten Stellen der Bahn liegt.
Jede Leitklappe wird durch die vor ihr go liegende Abfühlkontakteinrichtung gesteuert. Da die Sortierfächer in der Reihenfolge der Ziffern angeordnet sind, fühlt die einem Sortierfach zugeordnete, d.h. die vor ihm liegende Abfühlkontakteinrichtung diejenige Lochstelle ab, welche mit der Xummer des Sortierfachs übereinstimmt. Jede Leitklappe wird normal in der Schließstellung gehalten, ■ in der ihr oberer umgebogener Teil in der Bahnebene liegt, so daß alle Schriftstücke, die in hinter ihr befindliche Sortierfächer abgelegt werden sollen, über sie hinweggleiten. Jede Abfühleinrichtung weist einen in der Bahnebene liegenden festen Kontakt 51 auf, der von der Bahn 1 durch einen nicht leitenden Ring 51' isoliert ist.
Über jedem Kontaktstift 51 ist eine Abfühlbürste 56 (Abb. 2 und 11) vorgesehen, die an einem Arm eines zweiarmigen Tragstückes 57 sitzt, das an einem Kopfstück 58 schwenkbar gelagert ist. An dem anderen Ende des Tragstückes 57 sitzt ein Stift 59. Das Kopfstück 58 sitzt an einem Stabe 60, der in einer Schwingwelle 61 befestigt ist. Die Welle 61 ist in Blöcken 19 gelagert. Ein gebogener Arm 62 (Abb. 2) ist an einem Ende der Welle 61 befestigt, der mittels eines Nockens 63 der Hauptwelle 24 auf und ab bewegt wird. Durch eine Feder 64 wird der Arm 62 gegen die Nockenscheibe 63 gezogen.
Der Nocken 63 ist so geformt und auf der Welle 24 befestigt, daß die Kontaktbürsten
56 jedesmal, wenn das Förderband 40 still-• steht, einmal gesenkt und dann wieder gehoben werden.
Unter jedem Stift 59 am Tragstück 57 liegt eine öffnung 65 in der Sortierbahn. Das Tragstück 57 nimmt im Ruhezustand eine solche Lage ein, daß der an ihm sitzende Stift die Karte berührt, bevor die Bürste 56 auf ein Schriftstück trifft. Befindet sich kein Schriftstück (Abb. 12) unter der Abführvorrichtung, so tritt beim Niedergehen des Tragstücks der Stift 59 in das Loch 65 der Sortierbahn ein. Das Tragstück 57 behält seine Lage, und die Bürste 56 kommt nicht in Berührung mit dem Kontaktstift 51. In diesem Falle wird der Abfühlstromkreis nicht geschlossen.
Befindet sich jedoch ein Schriftstück 66 in der in Abb. 13 gezeigten Stellung und stimmt die Lage seiner Lochung mit der Lage des Kontaktstiftes- 51 überein, so hindert das Schriftstück den Stift 59 am Eintreten in die öffnung 65. Das Tragstück 57 wird dabei geschwenkt und drückt die Bürste 56 gegen die Karte. Die Bürste schließt durch das Loch des Schriftstücks hindurch den Kontakt mit dem Kontaktstift 51. Infolgedessesn wird die auf die Abfüllvorrichtung folgende Leitklappe geöffnet und bei dem nächsten Bewegungsschritt des Förderbandes 40 das Schriftstück durch den geöffneten Schlitz 5 in das Sortierfach geschoben.
Wenn aber die Lochung des Schriftstückes nicht mit der Lage des Kontaktstiftes 51 übereinstimmt, dann verhindert das Schriftstück ebenfalls den Eintritt des Stiftes 59 in die Öffnung 65. Das Tragstück wird also wieder geschwenkt und die: Bürste 56 gegen das Schriftstück gedrückt. Das Schriftstück verhindert aber die Berührung zwischen der Bürste 56 und dem Kontaktstift 51 und so das Öffnen der Leitklappe. Um eine sichere Berührung zu ermöglichen, wird jeder Kontakt 56 aus einer Anzahl von Drähten 56' als Abfühlbürste zusammengesetzt, die um den Schaft des Stiftes 59 gelegt sind, so daß die einzelnen Drähte als Federn wirken, wie dies in Abb. 16 dargestellt ist.
Jede Leitklappe wird gegen die Wirkung einer auf ihrer Schwenkwelle 53 sitzenden Torsionsfeder 52 durch eine Klinke 54 geschlossen gehalten, deren Hakenende hinter einen kurzen Arm 52' faßt, der auf der Leitklappenwelle S3 befestigt ist. Die Klinken 54 bilden die Anker der Elektromagnete 54', die, wenn sie erregt werden, die Klinken 54 von den Armen 52' abziehen und so das öffnen der Leitklappen durch die Torsionsfeder er-
. möglichen.
Sofort nachdem ein Schriftstück durch einen geöffneten Schlitz 5 hindurchgeschobeii ist, wird die Leitklappe geschlossen. Es wird dies mittels einer hin und her gehenden Stange 66' bewirkt (Abb. 3 und 9). Diese Stange wird mittels eines Nockens 67 der Hauptwelle 24 bewegt, der einen Arm 68 anstößt, der mit der Stange durch einen zweiten Arm 69 verbunden ist. Die Stange 66' trägt Stifte 70', von denen jeder vor einem Arm 52' liegt, der auf der Welle 53 einer jeden Leitklappe sitzt. War eine solche geöffnet, so stößt der zugehörige Stift 70' gegen den Arm 52' dieser Klappe und drückt sie in die Schließstellung zurück, in der sie verriegelt wird.
Elf Sortierfächer 7 sind für die Aufnahme der Schriftstücke vorgesehen. Das elfte Fach ist für Schriftstücke bestimmt, die kein Loch an einer Lochstelle aufweisen. Dieses Fach ist stets offen, da es dazu bestimmt ist, alle Schriftstücke aufzunehmen, die nicht in ein anderes Fach abgelegt wurden.
Wie aus den Abb. 1 und 8 ersichtlich ist, hat jedes Sortierfach eine schräg nach unten ragende Leitklappe 68, an welche sich ein im oberen Teil des Sortierfaches befestigtes Leitblech 69 anschließt. Die untere Kante des Leitblechs 69 ist zu einem Anschlag 70 abgebogen, so daß ein in das Fach geleitetes Schriftstück von dem Anschlag gezwungen wird, eine im wesentlichen horizontale Lage einzunehmen, wodurch das glatte Aufstapeln der Schriftstücke gesichert wird. Die Schriftstücke stapeln sich auf einen beweglichen Boden 71 in dem Sortierfach 7 auf. Alle Böden sind mit einer Stange 72 verbunden, die durch Ketten 73 gehoben und gesenkt werden kann, wobei die Ketten um eine Querwelle 74 gelegt sind. Die Welle 74 ist mit der Welle 11 mittels Scheiben 75 und einem Riemen 76 verbunden. Durch diese Anordnung werden die Böden, wenn die Stapel wachsen, gesenkt, oder umgekehrt. Durch Wahl einer passenden Übersetzung zwischen der Welle 11 und der Welle 74 durch die Scheiben 75 kann die Höhe des obersten Schriftstückes des Stapels in den S'ortierfächern annähernd konstant gehalten werden, so daß die Schriftstücke eine annähernd konstante Fallhöhe bis zum Stapel haben. »"
Es sind Anordnungen getroffen, um die Maschine in dem Falle anzuhalten, wenn ein Schriftstück sich zusammenknittert und deshalb die Förderung gefährdet.
Nach Abb. 5 sind Federblätter 78 in Zwischenräumen auf einer Stange 79, die von Blöcken 19 getragen wird, angebracht. Die freien Enden jedes Blattes ruhen auf der oberen Seite des unteren Stranges des Förderbandes 40. Ihre Enden sind, wie aus Abb. 11 ersichtlich ist, gegabelt, um den freien Durchgang der Stifte 41 zu ermöglichen.
Jedes Blatt trägt einen Kontaktteil 80, von denen jeder je eine Kontaktschraube 81, die in der Stange 79 sitzen, berühren kann, wenn ein zusammengeknittertes Schriftstück an der betreffenden Stelle das Band 40 von der Bahn abhebt. Diese Kontakte 80, 81 schließen den Stromkreis des Schaltmagneten einer Reibungskupplung, über welche die Hauptwelle 24 angetrieben wird. Eine Treibscheibe 82
to ist hierbei frei auf der Hauptwelle 24 angeordnet und besitzt Reibpolster 83. Die Polster können mit der Kurbelscheibe 22 durch Verschieben der Treibscheibe 82 mittels eines Hebels 84 in Berührung gebracht werden, der bei 85 an dem ruhenden Teil der Maschine schwenkbar ist. Der Hebel 84 hat eine Verlängerung 86, die in den Bereich einer Klinke 87 ragt, welche Klinke 87 den Anker eines Elektromagneten 88 bildet. Eine Feder 89 hat das Bestreben, die Kupplung auszurücken, wobei die Verlängerung 86 aus dem Bereich der Klinke 87 kommt. Soll die Maschine in Betrieb genommen' werden, so wird mittels eines an der Welle 91 sitzenden Handgriffs 90 die Welle und ein an ihr befestigter Arm 93 so gedreht, daß der Hebel 84, der durch eine Stange 92 mit dem Arm 93 verbunden ist, linksherum geschwenkt wird, wobei die Verlängerung 86 durch die Klinke 87 erfaßt und der Hebel 84 in der Lage gehalten wird, in der die Reibpolster 83 gegen die Scheibe 22 drücken. Sobald einer der Kontakte 80, 81 geschlossen wird, wird der Elektromagnet 88 erregt. Er zieht seinen Anker 87 an, der die Verlängerung 86 freigibt, so daß durch die Feder 89 der Hebel 85 in die Lage gezogen wird, in der die Kupplung ausgerückt ist.
Die Leitklappen 68 haben in ihrem oberen Teil in der Mitte eine Aussparung für das Förderband 40. Für den oberen Strang des Förderbandes sind Führungen 94 (Abb. 1 und 11) vorgesehen, während die Scheiben 42, 43 Nuten in ihrem Umfang besitzen, die die Stifte 41 aufnehmen und verhindern, daß das
+5 Band von ihnen heruntergleitet (Abb. 19). Die Reibungskupplung 14 zwischen dem Klinkenrade 13 und der Welle 11 ermöglicht den Tragtisch 8 und die Einsatzböden 71 durch Handkurbeln 95 zu heben und zu senken ohne flie Notwendigkeit, die Klinke 12 auslösen zu müssen. Eine Sperrklinke 96 verhindert das Klinkenrad daran, sich gegen die Klinke 12 zu drehen.
Wenn es gewünscht wird, kann eine Druckvorrichtung an dem Ende der Maschine angeordnet sein, an dem die * zu sortierenden Schriftstücke auf dem Tisch 8 liegen, um einen Entwertungsstempel auf jedes Schriftstück aufzudrücken, bevor es sortiert wird.
Eine derartige Vorrichtung wird in den Abb. 22 und 23 gezeigt. Das hier liegende Ende der Welle 61 kann durch seinen Lagerblock 19 vorstehen und zwei Arme 97 tragen, zwischen denen drehbar eine Stempeltrommel gelagert ist, bei der sich auf jeder Fläche ein Gummistempel befindet, der z. B. das Wort »bezahlt« trägt. Ein Schaltrad 99 ist an einem Ende der Trommel 98 angeordnet und wirkt mit einer Klinke 100 zusammen, die an dem Lagerblock 19 drehbar ist. Wenn die Welle geschwenkt wird, um die Abfühleinrichtungen 56 gegen die Bahn 1 zu bewegen, wird der auf der Unterseite der Trommel befindliehe Stempel auf das Schriftstück gedrückt, das gerade durch die Greifvorrichtung 28, 29 auf die Bahn gezogen ist. Wenn die Welle zurückschwenkt, dann schaltet die Klinke das Schaltrad 99 um eine Trommelteilung weiter, so daß* ein anderer Stempel gegen ein Farbpolster 101 gedrückt wird, das am Lagerblock 19 sitzt. Eine Sperreinrichtung hält die Trommel während des Einfärbens und Drückens in der jeweiligen Stel

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Maschine zum Sortieren von Schriftstücken mit statistischen Lochungen, in der mittels eines Förderers, der oberhalb der in der Sortierbahn befindlichen Schriftstücke angeordnet ist, diese entlang der Sortierbahn gefördert werden, wobei an ihm sitzende, mit den rückwärtigen Kanten der Schriftstücke in Berührung tretende Förderstifte oder Vorsprünge die Schriftstücke führen, wobei sie zwischen Abfühlkontakten für die statistischen Lochungen hindurchbewegt werden, durch die die Leitklappen der Sortierfächer gesteuert. werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördermittel unmittelbar auf den Schriftstücken atifliegt und für die Förderstifte ein Längsschlitz in der Sortierbahn vorgesehen ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Stift auf beiden Seiten des Förderbandes vorsteht und eine hin und her bewegte Klinke vorgesehen ist, die die Stifte auf einer Seite des Bandes nacheinander bei ihrem Hub erfaßt und mitnimmt, um dem Band eine schrittweise Bewegung entsprechend dem Abstand der Stifte zu erteilen.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, bei der das Förderband um frei laufende Scheiben geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Scheibe mit einer Reibungsbremse versehen ist, um am Ende eines jeden Hubes eine Weiterbewegung des Bandes infolge der Massenkräfte der bewegten Teile zu verhindern.
4· Maschine nach Anspruch ι, in der die unsortierten Schriftstücke jeweils einzeln von einem Stapel mittels eines hin und her gehenden Greifers, der in Synchronismus mit der periodischen Bewegung des Förderers arbeitet, auf die Bahn gebracht werden, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Anpressen des obersten Schriftstückes des Stapels gegen seitliche Anschläge und einen Aufnehmer zum An heben des mittleren Teiles des Schriftstückes, während dasselbe an den Kanten durch die seitlichen Anschläge festgehalten wird, derart, daß das Schriftstück von den darunterbefindlichen getrennt und durch den hin und her gehenden Greifer von dem Stapel abgezogen wird.
5. Maschine, nach Anspruch 1 bis 3 mit Kontakten, die beim Zusammenballen eines Schriftstückes zum Anhalten der Maschine einen elektrischen Stromkreis schließen, dadurch gekennzeichnet, daß leicht auf der oberen Fläche des unteren Stranges des endlosen Bandförderers aufliegende Blattfederkontakte beim Abheben des Bandes infolge Zusammenballens eines Schriftstückes eine elektrische Verbindung mit einem ortsfesten Kontakt über der Bahn hervorrufen, um die Maschine anzuhalten.
6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, bei der sortierte Schriftstücke von oben in Aufnahmebehälter gefördert werden, deren Führungskanten so geformt sind, daß die Schriftstücke vor dem Auffallen auf den Stapel eine horizontale Lage einnehmen, dadurch gekennzeichnet, daß eine gebogene Ablenkplatte in dem oberen Teil jedes Abteiles vorgesehen ist, die das Schriftstück so führt, daß die Führungskante einen horizontalen Anschlag be- rührt, um den das Schriftstück herumschwenkt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEM118075D 1931-01-03 1931-12-23 Maschine zum Sortieren von Schriftstuecken u. dgl. Expired DE597552C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB299/31A GB367980A (en) 1931-01-03 1931-01-03 Improvements in machines for sorting documents and the like provided with statistical or other determinative perforations

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DE597552C true DE597552C (de) 1934-05-29

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