DE189263C - - Google Patents

Info

Publication number
DE189263C
DE189263C DENDAT189263D DE189263DA DE189263C DE 189263 C DE189263 C DE 189263C DE NDAT189263 D DENDAT189263 D DE NDAT189263D DE 189263D A DE189263D A DE 189263DA DE 189263 C DE189263 C DE 189263C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
press
mold
filling
ram
box
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT189263D
Other languages
English (en)
Publication of DE189263C publication Critical patent/DE189263C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
    • B30B11/14Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with moulds on a movable carrier other than a turntable or a rotating drum

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- M 189263 KLASSE 80«. GRUPPE
WILHELM SURMANN in CÖLN.
Preßformschlitten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1904 ab.
Die bisher fast allgemein zur Herstellung von Steinkohlenbriketts, Kalksandsteinen sowie von Steinen oder Briketts aus anderem Material benutzten Pressen, bei denen das Preßgut vermittels .eines hin- und hergehenden Füllkastens der unter dem Preßstempel fest angeordneten Preßform zugeführt wird und dann ausersterem in diese fällt oder hineingedrückt wird, haben den Übelstand, daß
ίο das Material, wenn es nicht stets die gleiche Dichtigkeit hat oder den . gleichen Feuchtigkeitsgehalt besitzt, stets in verschiedener Menge in den Füllkasten gebracht wird und daß demgemäß auch entweder zu viel oder zu wenig Preßgut aus dem Füllkasten in die Preßform gelangt. Dies hat dann zur Folge, daß eine fortwährende Nachhilfe durch Nachstellen erforderlich ist, wenn die Briketts oder Steine die nötige Festigkeit erhalten sollen, wobei aber dann wieder der Mangel eintritt, daß wohl, Briketts oder Steine von nahezu gleicher Festigkeit, nicht aber von gleicher Höhe hergestellt werden, wodurch beispielsweise die Verwendung einer Presse, welche
'25 diese Übelstände zeigt, zur Herstellung von Bausteinen fast zur Unmöglichkeit wird.
Alle diese Übelstände machen sich noch erheblicher fühlbar, wenn bei jedem Hube mehrere Briketts oder Steine zu gleicher Zeit gepreßt werden sollen. Es füllen sich dann einige Formen mehr wie die anderen, und die Folge davon ist, daß nur einige Briketts die nötige Festigkeit erhalten, andere aber weniger fest werden. Es ist demgemäß eine ungemein große Aufmerksamkeit der Arbeiter bei der Bedienung der Presse erforderlich, wenn ein nur einigermaßen brauchbares Durchschnittsgut erzielt werden soll. Dabei treten aber sehr häufig Brüche der Preßformen auf, dadurch veranlaßt, daß die eine oder andere der Preßformen zu stark gefüllt und beim Pressen überlastet wird, während die benachbarten Formen, welche weniger gefüllt sind, den Zwischenwänden dann nicht genügenden Widerstand und Gegendruck leisten.
Um die beschriebenen Übelstände-zu vermeiden, ist deshalb erforderlich, die Presse mit Vorrichtungen zu versehen, welche eine stets gleichmäßige Füllung der Preßformen gewährleisten, und zwar eine Füllung nicht nur von gleicher Höhe, sondern ganz besonders auch von gleicher Dichte. Bei den meisten älteren Pressen, bei denen während eines jeden Hubes zuerst die Preßform gefüllt, dann die Pressung ausgeführt und dann das fertige Brikett ausgestoßen werden muß, kann eine gleichmäßige Füllung der Formen schon deshalb nicht erreicht werden, da nicht., genügend Zeit vorhanden ist, um das Füllen in sorgfältiger und zweckmäßiger Weise vornehmen zu können, wenn man den Gang der Maschine nicht derart verlangsamen will, daß
sie wegen ihrer geringen quantitativen Leistung unwirtschaftlich wird, zumal diese älteren Pressen noch den Fehler haben, daß der Preßstempel immer bis über die Bahn des Füllkastens gehoben werden, also einen ungemein großen Hub haben muß.
Bei anderen Pressen hat man nun, um an Zeit für die einzelnen obengenannten Arbeitsvorgänge zu gewinnen, einen bewegbaren, mit
ίο zwei Preßformsystemen ausgestatteten Fonnschlitten angewendet, um die erforderlichen Arbeiten teilweise gleichzeitig an verschiedenen Orten verrichten zu können. So hat man bei einer älteren Presse dieser Art den Betrieb so geregelt, daß man an einer Stelle die Füllung der Preßform und die Pressung und gleichzeitig an anderer Stelle das Ausstoßen, des fertigen Briketts aus einer zweiten Form vornahm. Was aber durch diese Arbeitsteilung an Zeit gewonnen wird, geht durch die Bewegung des Formschlittens wieder verloren, und es muß auch der Preßkolben bis über die Bahn des Füllschlittens gehoben werden.
Bei einer anderen, der gleichen Gattung angehörigen Presse ist zu beiden Seiten einer Füllvorrichtung je ein Preßwerk angeordnet, und der mit zwei Preßformen ausgestattete Formschlitten wird so bewegt, daß dabei immer die eine Form unter die Füllvorrich- ~ tung, die andere dagegen unter eines der Preßwerke gelangt. Diese Presse ist ungemein schwer wegen der doppelten Preßwerkanordnung und erfordert großen Kraftaufwand beim Betriebe. Zudem ermöglichen auch diese Pressen ebensowenig wie die ersterwähnten die' Herstellung eines gleichmäßig dicken und festen Steines oder Briketts, da keinerlei Vorkehrung getroffen ist, die eine stets gleichbleibende Füllung der Preßformen gewährleistet.
Die vorliegende Erfindung hat nun eine neue Presse zum Gegenstande, welche allen oben angegebenen Forderungen gerecht werden soll. Sie ist so eingerichtet, daß genügend Zeit für die Füllung der Preßformen gegeben ist, und es ist Vorkehrung getroffen, daß auch die Einführung des Gutes in die Preßform mit Sicherheit in der erforderlichen Weise erfolgt. Es besteht nämlich das Wesen dieser neuen Presse darin, daß zu beiden Seiten des eigentlichen Preßwerks je eine Ausstoßfüll- und Vorpreßvorrichtung angeordnet ist, welche abwechselnd in Tätigkeit treten und welchen gegenüber ein mit zwei Preßformsystemen ausgestatteter Preßformkasten an sich bekannter Art so periodisch hin- und herbewegt wird, daß dadurch immer die eine Form dem Preßwerk zur Pressung des darin befindlichen Gutes, die andere aber dem einen oder anderen Satz der vorgenannten Vorrichtungen zugeführt wird, so daß von diesen Werkzeugen zuerst' das fertige Brikett aus dieser zweiten Form ausgestoßen, dann letztere mit -frischer Füllung versehen wird und hierauf diese Füllung mit Hilfe besonderer Vorpreßstempel noch einer Vorpressung unterworfen wird, wobei diese Arbeiten einmal rechts, das nächste Mal links von dem eigentlichen Preßwerke verrichtet werden. Durch diese Arbeitsweise wird Zeit gewonnen, um eine stets gleichmäßige Anfüllung der Füllformen aus dem Vorratsbehälter zu ermöglichen, während die Vorpressen die Gewähr dafür geben, daß die Preßformen immer eine Füllung von möglichst gleicher Dichtigkeit erhalten. Es wird infolgedessen ein tadelloses vollkommen gleichmäßiges Produkt in kürzester Zeit mit dieser neuen Presse erzielt. .
Der Hub des eigentlichen Preßstempels braucht dabei nur ein sehr geringer zu sein, da er von der Füllvorrichtung vollkommen unabhängig ist und das Gut schon eine Vorpressung durch die Füllstempel erfährt.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die neue Presse in einem' Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Dabei zeigt:
Fig. ι diese im Aufriß, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 einen Aufriß, teilweise im Schnitt in größerem Maßstabe mit Weglassung des Gestells und' der Antriebsglieder,
Fig. 3 einen lotrechten Schnitt nach Linie A-A der Fig. 1 in größerem Maßstabe und
Fig. 4 einen wagerechten Schnitt nach Linie B-B_ der Fig. 3,
Fig. 5 einen lotrechten Schnitt nach Linie C-C der Fig. 2.
Der Antrieb der Maschine erfolgt von. der mit Fest- und Losscheibe 1,2 ausgestatteten Welle 3 aus, von der einerseits durch Zahnräder 4,5 die oben im Gestell gelagerte Welle 6 und andererseits mittels eines Kettentriebes 7 eine unten im Gestell gelagerte Welle 8 angetrieben wird, welche ihre Drehung wieder mit Hilfe der Kegelräder 9, 10 (Fig. 4) auf die rechtwinklig zu ihr angeordnete Welle 11 überträgt. Inmitten der Maschine ist an einem die beiden Seitengestelle 12 verbindenden Quer stücke 13 der Oberstempelträger 14 lotrecht auf- und abbewegbar gehalten, welcher nach Art eines Plungerkolbens gestaltet ist und in üblicher Weise von einem exzentrischen Mittelzapfen
15 der oberen Welle 6 durch eine Schubstange
16 die erforderliche Auf- und Abbewegung erhält. Am unteren Ende des Trägers 14 befindet sich der Oberstempel 17.
An den ebenfalls exzentrischen Zapfen 18, welche gegen den Mittelzapfen 15 versetzt sind, sitzen die Stangen 19, die an ihrem Unteren Ende ein zwischen den Gestellen 12 lot-
recht auf- und abbewegbar geführtes Querstück 20 tragen, so daß dieses immer in entgegengesetzter Richtung bewegt wird wie der Oberstempelträger 14. In der Mitte trägt dieses Querstück 20 eine verstellbare Druckbacke 23, die auf den in der Preßform befindlichen Unterstempel einwirkt. Es erhalten also diese Preßwerkzeuge in an sich bekannter Weise von einer mehrfach gekröpften Welle ihre Bewegung.
Zwischen dem Oberstempel und dem Querstück 20 befindet sich der Preßformkasten 24, welcher parallel zu letzterem bewegbar auf Rollen 25 ruht, und welcher zwei nebeneinander angeordnete Formenpaare 26 und 26° besitzt, so daß also immer zwei Steine oder Briketts gleichzeitig hergestellt werden. Dieser Preßformkasten 24 wird nun derart periodisch bewegt, daß er, wenn eine Pressung vollendet und der Oberstempel aus der Form wieder herausgehoben wurde, abwechselnd nach rechts und links um so viel verschoben wird, daß jetzt die andere Form unter den Preßstempel gelangt. Diese Bewegung wird dem Preßkasten 24 durch Vermittlung der auf der Welle 11 vorgesehenen Spurscheibe 27 und des von dieser in entsprechende Schwingung versetzten, durch Zugstangen 28 mit dem Kasten 24 in Verbindung stehenden Hebels 29 erteilt.
In. die Formen 26, 26ft des Kastens ragen von unten her die Unterstempel 30 bezw. 30", welche von am Formkasten festen Bügeln 31 getragen werden, so daß sie die Bewegungen des Kastens mitmachen und dabei auch immer der Unterstempel der unter den Oberstempel geführten Form über die oben beschriebene auf dem Querstück 20 vorgesehene Druckbacke 23 gelangt.
Vor und hinter dem Preßformkasten 24 ist in gleicher Höhe mit der Oberseite desselben je ein Tisch 33 bezw. 34 zwischen den Gestellwänden befestigt. Der hintere Tisch 34 trägt die beiden Füllvorrichtungen, von denen die eine rechts, die andere links von der Preßeinrichtung angeordnet ist. Diese Füllvorrichtungen bestehen je aus einem Rührtopf 35 i bezw. 35ft, in welchen das Preßgut durch hier- j für geeignete Mittel eingebracht wird, und aus einem Füllformkastcn 36 bezw. 36" zur überführung des Gutes aus dem Rührtopf zum Preßformkasten. Mit diesen Füllvorrichtungen wirkt je ein Vorprcßstempel 37, 37" zu- I sammen.. welcher das Gut aus dem Füllkasten in die Preßform eindrückt und zugleich eine λ orpressung" ties in die Preßform eingebrachten Gutes bewirkt.
Die Rührtöpfe bestehen je aus einem zylin- ! drischen Behälter . welcher von Stützen !
( pjg·. T1) getragen über dem Tisch 34 auge- | ordnet ist. und dessen Boden der Preßform I entsprechend gestaltete Öffnungen besitzt. In den Töpfen befindet sich je eine durch Kegelradgetriebe 39, 40 von der Welle 3 aus getriebene Rührwelle 41, deren Flügel 42 das Gut durch die Bodenöffnungen herauszudrücken streben.
Die Füllformkasten 36, 36" besitzen Füllformen, welche bezüglich der Grundrißgestalt den Preßformen genau entsprechen, deren Höhe aber zweckmäßig so gewählt ist, daß sie mehr Material aufnehmen können als jene. Der Abstand der Töpfe 35 von dem Tisch 34 entspricht der Höhe des Füllkastens, welcher auf dem Tisch 34 ruht, so daß die Füllformen des Kastens, solange sie sich auf dem Tisch befinden, durch die Tischplatte unten geschlossen gehalten werden. Die Kasten selbst werden dabei mittels der Führungsstangen 43 rechtwinklig zur Bahn des Preßformkastens bewegbar so gehalten, daß die Füllformen sich in der einen Grenzlage unter den Bodenöffnungen des zugehörigen Rührtopfes, in der anderen dagegen genau über der zu füllenden Form des Preßformkastens befinden.
Je nachdem die rechte oder die linke Preßform zu füllen ist, tritt auch der rechte oder der linke Füllkasten in Tätigkeit, indem der betreffende Kasten dann in die Bahn des Preßkastens verschoben wird, während der andere unter seinem Rührtopf verbleibt.
Die entsprechende Bewegung erhalten die Füllkasten durch Vermittlung gegeneinander um i8o° versetzter Spurscheiben 44 bezw. 44° und davon bewegter Gestänge 45,46 bezw. 45«, 46° von der Welle 8 aus, welche halb soviel Umdrehungen macht, wie die die Pressung verursachende Welle 6, so daß also während der einen Pressung der eine, während der nächsten dagegen der andere Füllkasten in die Bahn des Preßkastens zur Füllung der betreffenden Preßform gerückt wird.
Steht der Füllkasten über der zu füllenden Preßform, so wird das Gut in diese mit Hilfe der Vorpreßstempel 37 bezw. 37" eingedrückt. Letztere sind an Führungsstangen 47 bezw. 47* angeordnet, welche zu beiden Seiten des Oberstempelträgers 14 in dem Querstück 13 auf- und abbewegbar gehalten werden. Die erforderlichen Bewegungen erhalten sie dadurch, daß auf dem oberen Ende des Oberstempclträgers 14 eine Büchse 48, auf ein Kugellager48" am Querstück 13 sicli stützend, drehbar angeordnet ist, welche Büchse von der AVeIIe 6 aus durch Kegelräder 49, 50 mit einer Übersetzung von 2: 1 angetrieben wird und auf ihrem Umfang eine Kurvennut besitzt, in welcher die Führungsstangen 47, 47" der Stempel je mit einer .Laufrolle 51 geführt werden und welche so gestaltet ist, daß während der einen Pressuno- der eine, während der nächsten dagegen der andere λ orpreßstempel
niedergedrückt wird, entsprechend dem jeweils die Füllung der Preßform vermittelnden Füllkasten. Die Vorpreßstempel werden zweckmäßig mit ihren Führungsstangen in bekannter Weise federnd verbunden.
Um das Ausstoßen der fertig gepreßten
Steine aus den Preßformen zu bewirken, ist
. in dem Ouerhaupt 20 senkrecht unter den Vorpreßstempeln je ein Druckbolzen 53 auf- und abbewegbar angeordnet, welcher, sobald die zu entleerende Preßform unter dem Füllstempel angelangt ist, gehoben wird, so daß dadurch der Unterstempel in der Form hochgedrückt wird, bis seine Oberfläche mit der des Preßformkastens in einer Ebene liegt und nun die auf ihm liegenden Steine von dem jetzt vorrückenden Füllformkasten auf den Tisch 33 geschoben werden können. Die Druckbolzen 53 erhalten für ihre vorbeschriebene Verrichtung die erforderlichen Bewegungen durch an sie angreifende doppelarmige Hebel 55,55" (Fig· 3 und 5). welche durch Hubscheiben 56 bezw. 56" auf der Welle 8 in entsprechendem Zeitpunkte in Schwingung versetzt werden.
Die Wirkungsweise der somit beschriebenen Presse ist folgende:
Hat in der Darstellung nach Fig. 1 das in der Preßform 26 befindliche Gut den nötigen Druck erhalten und ist gleichzeitig die Form 26a, welche unter dem Vorpreßstempel 37" steht, mit neuem Gut gefüllt worden, so wird nach Rückgang der Preßwerkzeuge der Preßformkasten 24 nach links geschoben (Fig. 2).
Hierbei kommt die Form 26ft unter die Preßstempel, und diese üben bei dem folgenden Preßgange ihren Druck auf das in dieser Form 20a befindliche Gut aus. Die die fertigen Briketts enthaltende Preßform 26 ist dabei unter den Vorpreßstempel 37 und in die Bahn des Druckbolzens 53 gelangt. Dieser wird nun zuerst gehoben, so daß die obere Fläche des Unterstempels 30 in gleicher Höhe mit der Oberfläche des Preßformkastens liegt und nunmehr die Briketts durch den jetzt von hinten nach vorn bewegten Füllkasten 36 weggeschoben werden können. Ist der Unterstempel dann wieder gesenkt und die Füllform des Füllkastens über der Form 26 des Preßkastens angekommen, so geht der Vorprcßstcmpel 37 nach abwärts, drückt das in der Füllform befindliche Gut zum größeren Teil in die Preßform 26 ein und bewirkt so die Vorpressung der in die Form gebrachten Masse. Während dieser ganzen Zeit befand sich eier Füllkastcn 36"' der anderen Füllvorrichtung' unter dem ihm zugehörigen Rührtopf 35" und wurde hier mit frischem Gut gefüllt (umgekehrt, wie Fig. 4 zeigt).
Ist all dies geschehen, so wird der Preßformkasten nach rechts geschoben, und es wiederholt sich nunmehr der beschriebene Arbeitsvorgang auf der rechten Seite der Maschine usw.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Presse zur Herstellung von Briketts, Kalksandsteinen u. dgl. mit einem mehrere Preßformen enthaltenden, den Preßstempeln gegenüber hin- und herbewegbaren Preßformschlitten, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstempel zwischen zwei abwechselnd und selbsttätig in Tätigkeit tretenden Ausstoß-, Füll- und Vorpreßvorrichtungen angeordnet sind, so daß bei abwechselndem, selbsttätigem Verschieben des Preßformschlittens nach rechts und links immer eine frisch gefüllte und vorgepreßte Preßform unter die Preßstempel zur Fertigpressung des darin enthaltenen Gutes, die andere aber dem einen oder an^ deren S)rstem der Ausstoß-, Füll- und Vorpreßvorrichtungen zugeführt wird, zur Entfernung des beim vorhergegangenen Preßgange fertig gepreßten Steines, zur Aufnahme neuen Preßgutes und zur Vorpressung des letzteren.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des eigentlichen Preßwerks auf dem Preßtische (34) je ein Preßgut enthaltender Vorratsbehälter (35,35*) angeordnet ist, aus welchen mittels zweier auf dem Tisch quer zur Bewegungsrichtung des Preßformschlittens (24) hin- und herbeweg·- barer Füllformkasten (36,3ο*1) das Gut der zu füllenden Preßform zugeführt wird,-während zu beiden Seiten der oberen Preßstempel (14, 17) in dem Querstück (13) je ein Vorpreßstempel (37, 37*) auf- und abbewegbar und diesen gegenüber beispielsweise in dem die Bewegung' der unteren Preßstempel (30, 30") vermittelnden Ouerstiickc (20) je ein Ausstoßbolzen (53, 53°) vorgesehen ist, wobei diese Vorrichtungen abwechselnd rechts und links des Preßwerks betätigt werden, je nach der Lage der zu entleerenden und wieder zu füllenden Preßform.
3. Presse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß von einer mit geeignet.s Umdrehungszahl angetriebenen Welle (8) die beiden"Füllformkastcn (36, 36") mit Hilfe zweier um i8o° versetzter Spurscheiben (44, 44") und geeigneter Gestänge und ebenso mittels zweier ebenfalls um i8o° versetzter Hubscheiben (56, 56") die beiden Ausstoßvorricbtungen (53, 53") abwechselnd in Tätigkeit gesetzt werden, während von einer zweiten, von der ersten AVelle (8) in Umdrehung versetzten Welle (11) unter Vermittlung einer Spur-
Scheibe (27) und geeigneter Gestänge der Preßformkasten (24) die erforderliche Bewegung erhält.
4. Presse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorpreßstempel ihre abwechselnde Auf- und Abbewegung durch Führung in. einer entsprechend geformten Nut einer auf dem Oberstempelträger (14) drehbar angeordneten Büchse (48) erhalten, welche von der die Preßstempel bewegenden Exzenterwelle (6) angetrieben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT189263D Active DE189263C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE189263C true DE189263C (de)

Family

ID=452830

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT189263D Active DE189263C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE189263C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1297017B (de) * 1959-04-07 1969-06-04 Longinotti Enrico Schiebetischpresse zum Herstellen von Fliesen, Platten od. dgl.
EP0255444A1 (de) * 1986-07-30 1988-02-03 Aimé Agot Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von kompakten Gegenständen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1297017B (de) * 1959-04-07 1969-06-04 Longinotti Enrico Schiebetischpresse zum Herstellen von Fliesen, Platten od. dgl.
EP0255444A1 (de) * 1986-07-30 1988-02-03 Aimé Agot Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von kompakten Gegenständen
FR2602177A1 (fr) * 1986-07-30 1988-02-05 Agot Aime Procede et dispositif de fabrication de produits compactes

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DD216484A5 (de) Anlage zur kompaktierung von abfallstoffen, z.b. verhaeltnismaessig kleinem metallschrott,-abfaellen und dergleichen
DE2336835A1 (de) Presse zur herstellung von bloecken, insbesondere blockelektroden
DE189263C (de)
CH649961A5 (de) Verpackungsmaschine mit einem formwerkzeug.
DE2552157C3 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Blöcken aus mit einem hydraulischen Bindemittel, vorzugsweise Zement, versetzten lignozellulosehaltigen Teilchen
AT26917B (de) Presse zur Herstellung von Briketten oder Kunststeinen.
DE2949562A1 (de) Vorrichtung zum teilen, oder teilen und schleifen, oder teilen und pressen, oder teilen und pressen und schleifen von teig
DE2209991A1 (de) Stempelbrikettpresse, vorzugsweise zwillingsschubkurbelpresse fuer die brikettierung von koernigen und/oder faserigen landwirtschaftlichen produkten, insbesondere von gruenfutter
DE1297017B (de) Schiebetischpresse zum Herstellen von Fliesen, Platten od. dgl.
DE191471C (de)
DE30527C (de) Backsteinformmaschine für Handbetrieb
DE176132C (de)
DE229237C (de)
DE2002907C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Käse, insbesondere Hartkäse
DE501873C (de) Maschine zum Pressen von plastischem Material, insbesondere Seifenstuecken
DE80726C (de)
DE148107C (de)
DE24349C (de) Ziegelpresse mit drehbarem Formentisch
DE1273894B (de) Erdtopfformpresse
DE295324C (de)
DE296574C (de)
DE960887C (de) Drehtischpresse
DE3320667A1 (de) Brikettierpresse fuer schuettfaehiges pressgut, beispielsweise saegespaene od. dgl.
AT371312B (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von teigstuecken
DE761511C (de) Selbsttaetig sich oeffnende und schliessende Presse zum Verarbeiten von Kunstharzpressmasse