DE189263C - - Google Patents
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- DE189263C DE189263C DENDAT189263D DE189263DA DE189263C DE 189263 C DE189263 C DE 189263C DE NDAT189263 D DENDAT189263 D DE NDAT189263D DE 189263D A DE189263D A DE 189263DA DE 189263 C DE189263 C DE 189263C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/02—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
- B30B11/14—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with moulds on a movable carrier other than a turntable or a rotating drum
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
- M 189263 KLASSE 80«. GRUPPE
WILHELM SURMANN in CÖLN.
Preßformschlitten.
Die bisher fast allgemein zur Herstellung von Steinkohlenbriketts, Kalksandsteinen sowie
von Steinen oder Briketts aus anderem Material benutzten Pressen, bei denen das
Preßgut vermittels .eines hin- und hergehenden Füllkastens der unter dem Preßstempel
fest angeordneten Preßform zugeführt wird und dann ausersterem in diese fällt oder hineingedrückt
wird, haben den Übelstand, daß
ίο das Material, wenn es nicht stets die gleiche
Dichtigkeit hat oder den . gleichen Feuchtigkeitsgehalt besitzt, stets in verschiedener
Menge in den Füllkasten gebracht wird und daß demgemäß auch entweder zu viel oder zu
wenig Preßgut aus dem Füllkasten in die Preßform gelangt. Dies hat dann zur Folge,
daß eine fortwährende Nachhilfe durch Nachstellen erforderlich ist, wenn die Briketts oder
Steine die nötige Festigkeit erhalten sollen, wobei aber dann wieder der Mangel eintritt,
daß wohl, Briketts oder Steine von nahezu gleicher Festigkeit, nicht aber von gleicher
Höhe hergestellt werden, wodurch beispielsweise die Verwendung einer Presse, welche
'25 diese Übelstände zeigt, zur Herstellung von Bausteinen fast zur Unmöglichkeit wird.
Alle diese Übelstände machen sich noch erheblicher fühlbar, wenn bei jedem Hube
mehrere Briketts oder Steine zu gleicher Zeit gepreßt werden sollen. Es füllen sich dann
einige Formen mehr wie die anderen, und die Folge davon ist, daß nur einige Briketts die
nötige Festigkeit erhalten, andere aber weniger fest werden. Es ist demgemäß eine
ungemein große Aufmerksamkeit der Arbeiter bei der Bedienung der Presse erforderlich,
wenn ein nur einigermaßen brauchbares Durchschnittsgut erzielt werden soll. Dabei
treten aber sehr häufig Brüche der Preßformen auf, dadurch veranlaßt, daß die eine oder
andere der Preßformen zu stark gefüllt und beim Pressen überlastet wird, während die
benachbarten Formen, welche weniger gefüllt sind, den Zwischenwänden dann nicht genügenden
Widerstand und Gegendruck leisten.
Um die beschriebenen Übelstände-zu vermeiden,
ist deshalb erforderlich, die Presse mit Vorrichtungen zu versehen, welche eine stets gleichmäßige Füllung der Preßformen
gewährleisten, und zwar eine Füllung nicht nur von gleicher Höhe, sondern ganz besonders
auch von gleicher Dichte. Bei den meisten älteren Pressen, bei denen während
eines jeden Hubes zuerst die Preßform gefüllt, dann die Pressung ausgeführt und dann
das fertige Brikett ausgestoßen werden muß, kann eine gleichmäßige Füllung der Formen
schon deshalb nicht erreicht werden, da nicht., genügend Zeit vorhanden ist, um das Füllen
in sorgfältiger und zweckmäßiger Weise vornehmen zu können, wenn man den Gang der
Maschine nicht derart verlangsamen will, daß
sie wegen ihrer geringen quantitativen Leistung unwirtschaftlich wird, zumal diese
älteren Pressen noch den Fehler haben, daß der Preßstempel immer bis über die Bahn des
Füllkastens gehoben werden, also einen ungemein großen Hub haben muß.
Bei anderen Pressen hat man nun, um an Zeit für die einzelnen obengenannten Arbeitsvorgänge
zu gewinnen, einen bewegbaren, mit
ίο zwei Preßformsystemen ausgestatteten Fonnschlitten
angewendet, um die erforderlichen Arbeiten teilweise gleichzeitig an verschiedenen
Orten verrichten zu können. So hat man bei einer älteren Presse dieser Art den Betrieb
so geregelt, daß man an einer Stelle die Füllung der Preßform und die Pressung und
gleichzeitig an anderer Stelle das Ausstoßen, des fertigen Briketts aus einer zweiten Form
vornahm. Was aber durch diese Arbeitsteilung an Zeit gewonnen wird, geht durch die
Bewegung des Formschlittens wieder verloren, und es muß auch der Preßkolben bis über die Bahn des Füllschlittens gehoben
werden.
Bei einer anderen, der gleichen Gattung angehörigen Presse ist zu beiden Seiten einer
Füllvorrichtung je ein Preßwerk angeordnet, und der mit zwei Preßformen ausgestattete
Formschlitten wird so bewegt, daß dabei immer die eine Form unter die Füllvorrich-
~ tung, die andere dagegen unter eines der Preßwerke gelangt. Diese Presse ist ungemein
schwer wegen der doppelten Preßwerkanordnung und erfordert großen Kraftaufwand beim Betriebe. Zudem ermöglichen
auch diese Pressen ebensowenig wie die ersterwähnten die' Herstellung eines gleichmäßig
dicken und festen Steines oder Briketts, da keinerlei Vorkehrung getroffen ist, die eine
stets gleichbleibende Füllung der Preßformen gewährleistet.
Die vorliegende Erfindung hat nun eine neue Presse zum Gegenstande, welche allen
oben angegebenen Forderungen gerecht werden soll. Sie ist so eingerichtet, daß genügend
Zeit für die Füllung der Preßformen gegeben ist, und es ist Vorkehrung getroffen, daß auch
die Einführung des Gutes in die Preßform mit Sicherheit in der erforderlichen Weise erfolgt.
Es besteht nämlich das Wesen dieser neuen Presse darin, daß zu beiden Seiten des
eigentlichen Preßwerks je eine Ausstoßfüll- und Vorpreßvorrichtung angeordnet ist,
welche abwechselnd in Tätigkeit treten und welchen gegenüber ein mit zwei Preßformsystemen
ausgestatteter Preßformkasten an sich bekannter Art so periodisch hin- und herbewegt
wird, daß dadurch immer die eine Form dem Preßwerk zur Pressung des darin
befindlichen Gutes, die andere aber dem einen oder anderen Satz der vorgenannten Vorrichtungen
zugeführt wird, so daß von diesen Werkzeugen zuerst' das fertige Brikett aus dieser zweiten Form ausgestoßen, dann
letztere mit -frischer Füllung versehen wird und hierauf diese Füllung mit Hilfe besonderer
Vorpreßstempel noch einer Vorpressung unterworfen wird, wobei diese Arbeiten einmal
rechts, das nächste Mal links von dem eigentlichen Preßwerke verrichtet werden. Durch diese Arbeitsweise wird Zeit gewonnen,
um eine stets gleichmäßige Anfüllung der Füllformen aus dem Vorratsbehälter zu ermöglichen,
während die Vorpressen die Gewähr dafür geben, daß die Preßformen immer eine Füllung von möglichst gleicher Dichtigkeit
erhalten. Es wird infolgedessen ein tadelloses vollkommen gleichmäßiges Produkt in kürzester Zeit mit dieser neuen Presse erzielt.
.
Der Hub des eigentlichen Preßstempels braucht dabei nur ein sehr geringer zu sein,
da er von der Füllvorrichtung vollkommen unabhängig ist und das Gut schon eine Vorpressung
durch die Füllstempel erfährt.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die neue Presse in einem' Ausführungsbeispiele
veranschaulicht. Dabei zeigt:
Fig. ι diese im Aufriß, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 einen Aufriß, teilweise im Schnitt in größerem Maßstabe mit Weglassung des Gestells
und' der Antriebsglieder,
Fig. 3 einen lotrechten Schnitt nach Linie A-A der Fig. 1 in größerem Maßstabe und
Fig. 4 einen wagerechten Schnitt nach Linie B-B_ der Fig. 3,
Fig. 5 einen lotrechten Schnitt nach Linie C-C der Fig. 2.
Der Antrieb der Maschine erfolgt von. der mit Fest- und Losscheibe 1,2 ausgestatteten
Welle 3 aus, von der einerseits durch Zahnräder 4,5 die oben im Gestell gelagerte
Welle 6 und andererseits mittels eines Kettentriebes 7 eine unten im Gestell gelagerte
Welle 8 angetrieben wird, welche ihre Drehung wieder mit Hilfe der Kegelräder
9, 10 (Fig. 4) auf die rechtwinklig zu ihr angeordnete Welle 11 überträgt. Inmitten der
Maschine ist an einem die beiden Seitengestelle 12 verbindenden Quer stücke 13 der
Oberstempelträger 14 lotrecht auf- und abbewegbar gehalten, welcher nach Art eines
Plungerkolbens gestaltet ist und in üblicher Weise von einem exzentrischen Mittelzapfen
15 der oberen Welle 6 durch eine Schubstange
16 die erforderliche Auf- und Abbewegung erhält. Am unteren Ende des Trägers 14 befindet
sich der Oberstempel 17.
An den ebenfalls exzentrischen Zapfen 18,
welche gegen den Mittelzapfen 15 versetzt sind, sitzen die Stangen 19, die an ihrem Unteren
Ende ein zwischen den Gestellen 12 lot-
recht auf- und abbewegbar geführtes Querstück 20 tragen, so daß dieses immer in entgegengesetzter
Richtung bewegt wird wie der Oberstempelträger 14. In der Mitte trägt
dieses Querstück 20 eine verstellbare Druckbacke 23, die auf den in der Preßform befindlichen
Unterstempel einwirkt. Es erhalten also diese Preßwerkzeuge in an sich bekannter
Weise von einer mehrfach gekröpften Welle ihre Bewegung.
Zwischen dem Oberstempel und dem Querstück 20 befindet sich der Preßformkasten 24,
welcher parallel zu letzterem bewegbar auf Rollen 25 ruht, und welcher zwei nebeneinander
angeordnete Formenpaare 26 und 26° besitzt, so daß also immer zwei Steine oder
Briketts gleichzeitig hergestellt werden. Dieser Preßformkasten 24 wird nun derart periodisch
bewegt, daß er, wenn eine Pressung vollendet und der Oberstempel aus der Form wieder
herausgehoben wurde, abwechselnd nach rechts und links um so viel verschoben wird, daß
jetzt die andere Form unter den Preßstempel gelangt. Diese Bewegung wird dem Preßkasten
24 durch Vermittlung der auf der Welle 11 vorgesehenen Spurscheibe 27 und
des von dieser in entsprechende Schwingung versetzten, durch Zugstangen 28 mit dem
Kasten 24 in Verbindung stehenden Hebels 29 erteilt.
In. die Formen 26, 26ft des Kastens ragen
von unten her die Unterstempel 30 bezw. 30", welche von am Formkasten festen Bügeln 31
getragen werden, so daß sie die Bewegungen des Kastens mitmachen und dabei auch immer
der Unterstempel der unter den Oberstempel geführten Form über die oben beschriebene
auf dem Querstück 20 vorgesehene Druckbacke 23 gelangt.
Vor und hinter dem Preßformkasten 24 ist in gleicher Höhe mit der Oberseite desselben
je ein Tisch 33 bezw. 34 zwischen den Gestellwänden befestigt. Der hintere Tisch 34 trägt
die beiden Füllvorrichtungen, von denen die eine rechts, die andere links von der Preßeinrichtung
angeordnet ist. Diese Füllvorrichtungen bestehen je aus einem Rührtopf 35 i bezw. 35ft, in welchen das Preßgut durch hier- j
für geeignete Mittel eingebracht wird, und aus einem Füllformkastcn 36 bezw. 36" zur überführung
des Gutes aus dem Rührtopf zum Preßformkasten. Mit diesen Füllvorrichtungen
wirkt je ein Vorprcßstempel 37, 37" zu- I sammen.. welcher das Gut aus dem Füllkasten
in die Preßform eindrückt und zugleich eine
λ orpressung" ties in die Preßform eingebrachten
Gutes bewirkt.
Die Rührtöpfe bestehen je aus einem zylin- !
drischen Behälter . welcher von Stützen !
( pjg·. T1) getragen über dem Tisch 34 auge- |
ordnet ist. und dessen Boden der Preßform I entsprechend gestaltete Öffnungen besitzt.
In den Töpfen befindet sich je eine durch Kegelradgetriebe 39, 40 von der Welle 3 aus
getriebene Rührwelle 41, deren Flügel 42 das Gut durch die Bodenöffnungen herauszudrücken
streben.
Die Füllformkasten 36, 36" besitzen Füllformen,
welche bezüglich der Grundrißgestalt den Preßformen genau entsprechen, deren Höhe aber zweckmäßig so gewählt ist, daß sie
mehr Material aufnehmen können als jene. Der Abstand der Töpfe 35 von dem Tisch 34
entspricht der Höhe des Füllkastens, welcher auf dem Tisch 34 ruht, so daß die Füllformen
des Kastens, solange sie sich auf dem Tisch befinden, durch die Tischplatte unten geschlossen
gehalten werden. Die Kasten selbst werden dabei mittels der Führungsstangen 43 rechtwinklig zur Bahn des Preßformkastens
bewegbar so gehalten, daß die Füllformen sich in der einen Grenzlage unter den Bodenöffnungen
des zugehörigen Rührtopfes, in der anderen dagegen genau über der zu füllenden Form des Preßformkastens befinden.
Je nachdem die rechte oder die linke Preßform zu füllen ist, tritt auch der rechte oder
der linke Füllkasten in Tätigkeit, indem der betreffende Kasten dann in die Bahn des
Preßkastens verschoben wird, während der andere unter seinem Rührtopf verbleibt.
Die entsprechende Bewegung erhalten die Füllkasten durch Vermittlung gegeneinander
um i8o° versetzter Spurscheiben 44 bezw. 44° und davon bewegter Gestänge 45,46 bezw.
45«, 46° von der Welle 8 aus, welche halb
soviel Umdrehungen macht, wie die die Pressung verursachende Welle 6, so daß also
während der einen Pressung der eine, während der nächsten dagegen der andere Füllkasten in
die Bahn des Preßkastens zur Füllung der betreffenden Preßform gerückt wird.
Steht der Füllkasten über der zu füllenden Preßform, so wird das Gut in diese mit Hilfe
der Vorpreßstempel 37 bezw. 37" eingedrückt. Letztere sind an Führungsstangen 47 bezw.
47* angeordnet, welche zu beiden Seiten des Oberstempelträgers 14 in dem Querstück 13
auf- und abbewegbar gehalten werden. Die erforderlichen Bewegungen erhalten sie dadurch,
daß auf dem oberen Ende des Oberstempclträgers 14 eine Büchse 48, auf ein
Kugellager48" am Querstück 13 sicli stützend,
drehbar angeordnet ist, welche Büchse von der AVeIIe 6 aus durch Kegelräder 49, 50 mit
einer Übersetzung von 2: 1 angetrieben wird und auf ihrem Umfang eine Kurvennut besitzt,
in welcher die Führungsstangen 47, 47" der Stempel je mit einer .Laufrolle 51 geführt
werden und welche so gestaltet ist, daß während der einen Pressuno- der eine, während der
nächsten dagegen der andere λ orpreßstempel
niedergedrückt wird, entsprechend dem jeweils die Füllung der Preßform vermittelnden
Füllkasten. Die Vorpreßstempel werden zweckmäßig mit ihren Führungsstangen in
bekannter Weise federnd verbunden.
Um das Ausstoßen der fertig gepreßten
Steine aus den Preßformen zu bewirken, ist
. in dem Ouerhaupt 20 senkrecht unter den Vorpreßstempeln
je ein Druckbolzen 53 auf- und abbewegbar angeordnet, welcher, sobald die zu entleerende Preßform unter dem Füllstempel
angelangt ist, gehoben wird, so daß dadurch der Unterstempel in der Form hochgedrückt wird, bis seine Oberfläche mit der
des Preßformkastens in einer Ebene liegt und nun die auf ihm liegenden Steine von dem
jetzt vorrückenden Füllformkasten auf den Tisch 33 geschoben werden können. Die Druckbolzen 53 erhalten für ihre vorbeschriebene
Verrichtung die erforderlichen Bewegungen durch an sie angreifende doppelarmige Hebel 55,55" (Fig· 3 und 5). welche
durch Hubscheiben 56 bezw. 56" auf der Welle 8 in entsprechendem Zeitpunkte in
Schwingung versetzt werden.
Die Wirkungsweise der somit beschriebenen Presse ist folgende:
Hat in der Darstellung nach Fig. 1 das in der Preßform 26 befindliche Gut den nötigen
Druck erhalten und ist gleichzeitig die Form 26a, welche unter dem Vorpreßstempel 37"
steht, mit neuem Gut gefüllt worden, so wird nach Rückgang der Preßwerkzeuge der Preßformkasten
24 nach links geschoben (Fig. 2).
Hierbei kommt die Form 26ft unter die Preßstempel,
und diese üben bei dem folgenden Preßgange ihren Druck auf das in dieser Form 20a befindliche Gut aus. Die die fertigen
Briketts enthaltende Preßform 26 ist dabei unter den Vorpreßstempel 37 und in die Bahn
des Druckbolzens 53 gelangt. Dieser wird nun zuerst gehoben, so daß die obere Fläche
des Unterstempels 30 in gleicher Höhe mit der Oberfläche des Preßformkastens liegt und
nunmehr die Briketts durch den jetzt von hinten nach vorn bewegten Füllkasten 36 weggeschoben
werden können. Ist der Unterstempel dann wieder gesenkt und die Füllform des Füllkastens über der Form 26 des Preßkastens
angekommen, so geht der Vorprcßstcmpel 37 nach abwärts, drückt das in der
Füllform befindliche Gut zum größeren Teil in die Preßform 26 ein und bewirkt so die
Vorpressung der in die Form gebrachten Masse. Während dieser ganzen Zeit befand
sich eier Füllkastcn 36"' der anderen Füllvorrichtung'
unter dem ihm zugehörigen Rührtopf 35" und wurde hier mit frischem Gut gefüllt (umgekehrt, wie Fig. 4 zeigt).
Ist all dies geschehen, so wird der Preßformkasten nach rechts geschoben, und es wiederholt
sich nunmehr der beschriebene Arbeitsvorgang auf der rechten Seite der Maschine usw.
Claims (4)
1. Presse zur Herstellung von Briketts, Kalksandsteinen u. dgl. mit einem mehrere
Preßformen enthaltenden, den Preßstempeln gegenüber hin- und herbewegbaren Preßformschlitten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Preßstempel zwischen zwei abwechselnd und selbsttätig in Tätigkeit tretenden Ausstoß-, Füll- und Vorpreßvorrichtungen
angeordnet sind, so daß bei abwechselndem, selbsttätigem Verschieben des Preßformschlittens nach rechts und
links immer eine frisch gefüllte und vorgepreßte Preßform unter die Preßstempel zur Fertigpressung des darin enthaltenen
Gutes, die andere aber dem einen oder an^
deren S)rstem der Ausstoß-, Füll- und Vorpreßvorrichtungen
zugeführt wird, zur Entfernung des beim vorhergegangenen Preßgange fertig gepreßten Steines, zur
Aufnahme neuen Preßgutes und zur Vorpressung des letzteren.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten des
eigentlichen Preßwerks auf dem Preßtische (34) je ein Preßgut enthaltender Vorratsbehälter (35,35*) angeordnet ist,
aus welchen mittels zweier auf dem Tisch quer zur Bewegungsrichtung des Preßformschlittens
(24) hin- und herbeweg·- barer Füllformkasten (36,3ο*1) das Gut
der zu füllenden Preßform zugeführt wird,-während zu beiden Seiten der oberen Preßstempel
(14, 17) in dem Querstück (13) je ein Vorpreßstempel (37, 37*) auf- und
abbewegbar und diesen gegenüber beispielsweise in dem die Bewegung' der unteren
Preßstempel (30, 30") vermittelnden Ouerstiickc (20) je ein Ausstoßbolzen
(53, 53°) vorgesehen ist, wobei diese Vorrichtungen
abwechselnd rechts und links des Preßwerks betätigt werden, je nach der Lage der zu entleerenden und wieder
zu füllenden Preßform.
3. Presse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß von einer mit
geeignet.s Umdrehungszahl angetriebenen Welle (8) die beiden"Füllformkastcn (36,
36") mit Hilfe zweier um i8o° versetzter Spurscheiben (44, 44") und geeigneter
Gestänge und ebenso mittels zweier ebenfalls um i8o° versetzter Hubscheiben (56,
56") die beiden Ausstoßvorricbtungen (53, 53") abwechselnd in Tätigkeit gesetzt werden,
während von einer zweiten, von der ersten AVelle (8) in Umdrehung versetzten
Welle (11) unter Vermittlung einer Spur-
Scheibe (27) und geeigneter Gestänge der Preßformkasten (24) die erforderliche Bewegung
erhält.
4. Presse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorpreßstempel
ihre abwechselnde Auf- und Abbewegung durch Führung in. einer entsprechend
geformten Nut einer auf dem Oberstempelträger (14) drehbar angeordneten
Büchse (48) erhalten, welche von der die Preßstempel bewegenden Exzenterwelle (6) angetrieben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189263C true DE189263C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT189263D Active DE189263C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189263C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1297017B (de) * | 1959-04-07 | 1969-06-04 | Longinotti Enrico | Schiebetischpresse zum Herstellen von Fliesen, Platten od. dgl. |
| EP0255444A1 (de) * | 1986-07-30 | 1988-02-03 | Aimé Agot | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von kompakten Gegenständen |
-
0
- DE DENDAT189263D patent/DE189263C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1297017B (de) * | 1959-04-07 | 1969-06-04 | Longinotti Enrico | Schiebetischpresse zum Herstellen von Fliesen, Platten od. dgl. |
| EP0255444A1 (de) * | 1986-07-30 | 1988-02-03 | Aimé Agot | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von kompakten Gegenständen |
| FR2602177A1 (fr) * | 1986-07-30 | 1988-02-05 | Agot Aime | Procede et dispositif de fabrication de produits compactes |
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