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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schiebetischpresse zum Herstellen
von Fliesen, Platten od. dgl. mit einem Preßstempel und zwei Füllvorrichtungen sowie
zwei jeweils mit einer oder mehreren Formöffnungen versehenen Formenrahmen, die
je einer Füllvorrichtung zugeordnet sind und geradlinig abwechselnd zwischen Füllstelle
und Preßstelle hin-und herbewegt werden.
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Es ist bekannt, bei derartigen Pressen zu beiden Seiten des Preßwerks
je eine Füllvorrichtung vorzusehen und durch geradlinige Hin- und Herbewegung der
Formen zu erreichen, daß zur selben Zeit abwechselnd die eine Form gepreßt und die
andere Form gefüllt werden kann. Diese kombinierte Behandlung von Pressung und Füllung
ist zwar im Hinblick auf eine Arbeitszeitersparnis bereits recht günstig, jedoch
benötigt man für die beiden weiteren erforderlichen Arbeitsgänge, das Entfernen
des Formlings aus der Form nach dem Preßvorgang und den Abtransport des fertigen
Formlings, immer noch recht viel zusätzliche Arbeitszeit. Auch ist noch kein sehr
rationeller Einsatz von Arbeitskräften an derartigen Pressen möglich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schiebetischpresse
der eingangs genannten Art zu schaffen, die einen günstigen Arbeitsablauf für alle
vier Arbeitsgänge ergibt und die eine Einsparung an Arbeitszeit und an Arbeitskräften
ermöglicht.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Entformen
an der Preßstelle mittels des Preßsternpels erfolgt, der den bzw. die Preßlinge
nach unten aus dem dabei nach oben bewegten Formenrahmen auf eine Austragsplatte
drückt, und daß in der Draufsicht das Zuführen der leeren Austragsplatten zur Preßstelle
und das Wegführen der mit einem bzw. mit mehreren Preßlingen belegten Austragsplatten
senkrecht zur Bewegungsrichtung zumindest eines der Formenrahmen erfolgt.
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Dadurch werden Bearbeitungsausfälle weitgehend vermieden, da der Preßstempel
während der Aufwärtsbewegung des Formenrahmens auf dem auf der Austragsplatte liegenden
Preßling verbleibt und der Formenrahmen äußerst gleichmäßig gehoben wird. Infolgedessen
ist ein Nachuntenfallen des Preßlings auf eine Unterlage und damit die Gefahr des
Beschädigens vermieden. Ferner wird durch die gleichmäßige Aufwärtsbewegung des
Formenrahmens und das dabei erfolgende Festhalten des Preßlings in seiner Lage ein
Abbröckeln der Preßlingsränder unterbunden. Die Förderung des Materials zur Presse
und des oder der Preßlinge von der Presse geht zügig bei geringstem Personal- und
Arbeitsaufwand vor sich.
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In weiterer Ausbildung der Schiebetischpresse nach der Erfindung sind
zwei waagerecht längs zu einer gemeinsamen Achse verschiebbare Formenrahmen und
drei Austragsplatten angeordnet, die zusammen mit den Formenrahmen in deren Bewegungsrichtung
und senkrecht dazu so in der Waagerechten verschiebbar sind, daß bei jedem Preßvorgang
einer der Formenrahmen mit der ersten Austragsplatte unter dem Preßstempel, der
andere Formenrahmen mit der zweiten Austragsplatte in der Füllstellung und die dritte
Austragsplatte in der Abhebestellung seitlich des Preßstempels sind. Durch eine
solche Ausbildung wird der Arbeitsablauf weiter beschleunigt.
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Zur Erleichterung und Beschleunigung des Arbeitsablaufs können weiterhin
die Austragsplatten hintereinanderliegend auf einer endlosen Bahn geführt sein,
die an der Preßstelle geradlinig verläuft. .
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Vorteilhaft verläuft die endlose Bahn längs den Seiten eines Vierecks,
wobei auf jeder Seite des Vierecks Vorschubmittel für die Austragsplatten vorgesehen
sind.
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Es ist zweckmäßig, wenn die Austragsplatte als ein nach dem Pressen
und Heben des Formenrahmens zwischen Formenrahmen und Pressentisch einfahrbarer
Wagen oder Schlitten ausgebildet ist, auf dem der oder die Preßlinge abgelegt werden.
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In vorteilhafter weiterer Ausbildung der Schiebetischpresse nach der
Erfindung sind zwei Formenrahmen fest miteinander verbunden, und an den in Verschieberichtung
der Formenrahmen gegenüberliegenden Seiten der Preßstelle ist jeweils eine Füllstelle
angeordnet, von der der jeweils aus der Preßstellung bewegte, geleerte Formenrahmen
gefüllt wird.
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Vorteilhafterweise sind zwei Formenrahmen unabhängig voneinander in
zwei zueinander senkrechten Richtungen verschiebbar, wobei sich dann in der Einfüllstellung
eine Lage für die Formenrahmen ergibt, die das Einfüllen in beide Formen durch nur
eine Bedienungsperson ermöglicht, die dann nicht ihren Arbeitsplatz zu wechseln
braucht.
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Es ist ferner günstig, auch an der Preßstelle zwei abwechselnd unter
die Formenrahmen bewegte Austragsplatten oder Wagen vorzusehen.
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In der Zeichnung sind schematisch einige Ausführungsbeispiele der
Schiebetischpresse nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine seitliche
Ansicht einer Schiebetischpresse in Verschieberichtung der Formen, F i g. 2 einen
Schnitt nach der Linie II-II der Fig.l, F i g. 3, 4, 5 und 6 die verschiedenen Stellungen
der Austragsplatten und der Formenrahmen in vier aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen
in der Draufsicht, F i g. 7, 8, 9 und 10 im Grundriß eine Schiebetischpresse, bei
der die Austragsplatten in einer geschlossenen rechteckförmigen Bahn angeordnet
sind, F i g. 11 bis 17 vertikale Schnitte durch eine weitere Schiebetischpresse
mit einer als Wagen ausgebildeten Austragsplatte, F i g. 18 bis 23 im Grundriß die
verschiedenen Stellungen von zwei miteinander verbundenen Formenrahmen bei der Schiebetischpresse
nach F i g. 11 bis 17, F i g. 24 bis 31 im Grundriß die acht Arbeitsgänge an einer
Schiebetischpresse, bei der sich die beiden Formen in zwei zueinander rechtwinkligen
Richtungen verschieben.
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In F i g. 1 ist 1, 1 a der Rahmen der Schiebetischpresse, die z. B.
hydraulisch betrieben ist und die Säule 1 b und den Preßstempel 2 aufweist. Die
Presse hat Doppelformen und ist mit nicht dargestellten Gleitmitteln versehen, die
das Gleiten der Formen, auch in der durch die Achse A -A in F i g. 4 angegebenen
Richtung, d. h. parallel zur Zeichenebene in F i g. 2, ermöglichen. Gemäß F i g.
2 bestehen die Formen aus dem Boden 4 einer Austragsplatte 5 und einem Formenrahmen
6 bzw. einem Boden 4 a, einer Austragsplatte 5 a und einem Formenrahmen 6 a. Die
Formenrahmen 6, 6 a sind in Richtung der Achse A-A in F i g. 4 verschiebbar, während
nach den F i g. 3, 5 und 6 jede Austragsplatte 5, 5 a, 5 b in Richtung der
Achse B-B in F i g. 4 verschiebbar ist,
die parallel zur Zeichenebene
der F i g. 1 verläuft. Die Austragsplatten 5, 5 a, 5 b können auch selbst
die Böden 4, 4 a in F i g. 2 bilden, in welchem Falle die Verschiebung in
Richtung B-B nach F i g. 4 erfolgt.
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Die Verschiebung des Formenrahmens 6, der Austragsplatte 5
und des Bodens in Richtung A-A der F i g. 4 erfolgt z. B. mittels einer in F i g.
2 gezeigten hydraulisch oder mechanisch betätigten Vorrichtung 7. Die Austragsplatten
5, 5 a, 5 b werden in Richtung der Achse B-B der F i g. 4 mittels einer in
F i g. 1 mit 8 bezeichneten Vorrichtung verschoben.
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Zwischen den Böden 4 und den Formenrahmen 6 sowie den Austragsplatten
5 in F i g. 2 sind an sich bekannte Kupplungsmittel sowie Dichtungsmittel vorgesehen.
Außerdem sind Mittel für die Zentrierung der Formenrahmen gegenüber den Preßstempeln
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vorhanden. Ferner sind an sich bekannte mit 9 in F i g. 1 bezeichnete Mittel
zum Heben der Formenrahmen in Ausstoßstellung nach dem Pressen und Ausstoßen der
Fliesen oder Kacheln auf die Austragsplatten 5, 5 a, 5 b vorgesehen.
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Aus den F i g. 3 bis 6 gehen die einzelnen Betriebsstellungen der
Formenrahmen und Austragsplatten hervor. In F i g. 3 befindet sich der Formenrahmen
6 a mit der Austragsplatte 5 a in Füllstellung, während
der Formenrahmen 6 mit der Austragsplatte 5 in der Ausstoßstellung unter dem Preßstempel
ist. Die Austragsplatte 5 b befindet sich seitlich in der Abhebestellung,
in der die Preßlinge, wie durch den Pfeil gezeigt ist, von ihr abgehoben werden
können. Der Pfeil M' der F i g. 3 gibt die darauffolgende Bewegung in die Stellung
nach F i g. 4 an, in die die beiden Formenrahmen 6 und 6 a gebracht werden, so daß
sich der gefüllte Formenrahmen 6 a in der Preßstellung befindet. Der Formenrahmen
6 befindet sich dann in der anderen Füllstellung und die Austragsplatte
5 b ist frei von den gepreßten und inzwischen abgehobenen Preßlingen. Der
Pfeil N' in F i g. 4 gibt die Verschiebung in die Stellung nach F i g. 5 an, in
der die beiden Austragsplatten 5 b, 5 a nach dem Pressen und dem Ausstoßen
der Preßlinge durch das Heben des Rahmens 6 a derart verschoben werden, daß die
Austragsplatte 5 b unter dem Formenrahmen 6 a in die Preßstellung
kommt, während die Austragsplatte 5 a mit den entformten Preßlingen sich
in der anderen Stellung zum Abheben der Preßlinge befindet. Dabei wird die aus dem
Formenrahmen 6 und der Austragsplatte 5 bestehende Form weiter gefüllt. Der Pfeil
O' der F i g. 5 gibt die Bewegung in die Stellung nach F i g. 6 an. In dieser Stellung
erreichen die Austragsplatte 5 und der Formenrahmen die Preßstellung, in der die
Preßlinge gepreßt werden, worauf das Ausstoßen erfolgt, während der Formenrahmen
6 a mit der Austragsplatte 5 6 die Füllstellung erreicht. Der Pfeil L' in F i g.
6 veranschaulicht die Bewegung der Teile in die nächste Stellung, die der in F i
g. 3 dargestellten entspricht, wobei jedoch die Austragsplatten vertauscht sind.
In der auf F i g. 6 folgenden Stellung, die der nach F i g. 3 entspricht, nimmt
nämlich die Austragsplatte 5 die Stellung ein, die gemäß F i g. 3 die Austragsplatte
5 b, während die Austragsplatte 5 a an die Stelle der Austragsplatte 5 nach
F i g. 3 tritt, in der sie sich unter dem Formenrahmen 6 befindet. Nun wird das
Füllen der Formen in der bei F i g. 3 für den Formenrahmen 6 a und die Austragsplatte
5 a
beschriebenen Weise fortgesetzt und beendet. Mit 10 und 11 sind
die Arbeitsplätze von zwei Bedienungspersonen bezeichnet, die der Presse zugeteilt
sind und von denen jede für das Abheben der Preßlinge und Füllen der Formen von
ihrem Arbeitsplatz aus sorgt. Vom Arbeitsplatz 10 gemäß F i g. 3 wird das
Abheben und gemäß F i g. 4 und 5 das Füllen der Form, während vom Arbeitsplatz
11 nach F i g. 5 das Abheben und nach F i g. 6 und 3 das Füllen der Form
vorgenommen wird. Von den Arbeitsplätzen 10 und 11 können die einzelnen Maßnahmen
auch ganz oder zum Teil von selbsttätigen Füll- und Abhebemitteln übernommen werden.
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Bei dem Ausführungsbeispiel einer Schiebetischpresse für Fliesen nach
F i g. 7 bis 10 ist innerhalb des Pressengestelles 21 eine mit p in F i g.
7 bezeichnete Preßstelle angeordnet, der zwei Formenrahmen 22 a und
22 b zugeordnet sind, welche entweder geteilt oder vorteilhaft zu einer Mehrfachform
vereinigt sein können.
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Mit diesen Formenrahmen arbeiten Austragsplatten zusammen, die in
den F i g. 7 und 8 mit 24 bezeichnet sind. Die Austragsplatten 24 werden
in die Preßstellung und aus dieser heraus senkrecht zu der Verschieberichtung der
Formenrahmen 22 a und 22 b bewegt. Die Austragsplatten 24 sind
längs einer geschlossenen Förderbahn geführt, die aus vier geradlinigen Wegen besteht,
welche die Seiten eines Rechtecks bilden, wobei an jeder geradlinigen Seite dieser
Bahn ein selbsttätiges Vorschubmittel für die Austragsplatten vorgesehen ist, das
z. B. aus einem pneumatischen oder einem hydraulischen Druckzylinder od. dgl. bestehen
kann. Die einzelnen Austragsplatten durchlaufen schrittweise die geschlossene rechteckige
Bahn.
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Ferner sind zwei verschiedene Füllvorrichtungen angeordnet, von denen
jede zwei Füllkammern aufweist, und zwar 25 a, 26 a
in F i g. 9 und 25 b, 26 6
in F i g. 7. Von den Füllkammern
enthält eine den Grundmörtel und die andere den Deckmörtel. Die Füllkammern verschieben
sich parallel zur Förderrichtung der Austragsplatten 24 in die Arbeitsstellung
und füllen den Inhalt in die aus einer Austragsplatte (mit eventuell entsprechendem
Boden) und aus dem Formenrahmen 22 a bzw. 22
b bestehenden Formen, wenn diese sich unter den Füllkammern befinden.
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Die Betriebsweise ist folgende. In der Stellung nach F i g. 7 befindet
sich der Formenrahmen 22 b in der Preßlage, während die Form mit dem Formenrahmen
22 a sich nach Verlassen der Preßstellung zusammen mit einer Austragsplatte in Füllstellung
befindet und von der Füllkammer 26 a aus gefüllt wird. Beim Übergang aus der Stellung
nach F i g. 7 in die nach F i g. 8 erfolgt ein Transport der Austragsplatten in
der Richtung des Pfeiles f l, wobei die Austragsplatte 24 a in der
Stellung nach F i g. 7 die gepreßten und ausgestoßenen Fliesen aus der Preßlage
hinaustransportiert, während eine frei gewordene Austragsplatte in die Preßlage
unter den Formenrahmen 22 6 gelangt, der sich für das Ausstoßen gehoben hat. Gleichzeitig
verschieben sich die Austragsplatten in der gegenüberliegenden Reihe in der durch
den Pfeil f z angegebenen Richtung. Dabei verschiebt sich im Sinne des Pfeiles f
3 die Füllkammer 26 a, die den Grundmörtel abgegeben hat, aus der Lage oberhalb
des Formenrahmens 22 a. An ihre Stelle tritt nun die Füllkammer 25 a, die
den Deckmörtel in den Formenrahmen 22 a einfüllt.
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Beim Übergang aus der Stellung nach F i g. 8 in
diejenige
nach F i g. 9 erfolgt eine Verschiebung der Austragsplatten im Sinne der Pfeile
f4 und f$ längs der kurzen Seiten der rechteckigen Bahn. Gleichzeitig verschieben
sich die beiden Formenrahmen 22 a und 22 b in Richtung des Pfeiles fs. Nun befindet
sich der Formenrahmen 22 a, der vorher gefüllt worden ist, in der Preßlage nach
F i g. 9, in der das Material gepreßt wird. Der Formenrahmen 22 b befindet sich
unter der Füllvorrichtung, die sich gemäß dem Pfeil f 7 verschoben hat. Es erfolgt
das Entladen des Mörtels aus der Füllkammer 26 b. Der Formenrahmen 22 b befindet
sich unter der Füllvorrichtung zusammen mit einer freien Austragsplatte, die bei
der Verschiebung gemäß Pfeil f1 der F i g. 8 herangeführt worden ist.
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Beim Übergang aus der Stellung der F i g. 9 in die nach F i g. 10
erfolgt abermals eine Verschiebung der an den Längsseiten angeordneten Austragsplatten
gemäß den Pfeilen f9 und flo. In dieser Stellung erfolgt ferner eine Verschiebung
der Füllvorrichtung derart, daß der Grundmörtel aus der Füllkammer 25 b in
den Formenrahmen 22 b entladen wird. In dieser Stellung werden die in der Stellung
nach F i g. 9 gebildeten Fliesen ausgestoßen. Während des Transportes der Austragsplatten,
die die ausgestoßenen Fliesen längs der geschlossenen rechteckig verlaufenden Bahn
tragen, kann das Abheben der Fliesen innerhalb eines längeren Bahnabschnittes erfolgen
von einer einzigen Bedienungsperson und in Intervallen, die ihr auch Zeit lassen,
die anderen Teile der Schiebetischpresse zu überwachen.
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In F i g. 11 ist mit 31 das Pressengestell bezeichnet. 32 sind
die Stempel und 33 der Boden. Mit 34 ist der Formenrahmen, der sich in der Preßlage
befindet, und mit 35 ein Schlitten oder Wagen bezeichnet, der die Austragsplatte
darstellt und nach dem Heben des Formenrahmens 34 zwischen diesen und dem Boden
33 geschoben wird. Nach durchgeführtem Pressen (s. F i g. 11) werden die Stempel
32 sowie der Formenrahmen 34 gehoben (s. F i g. 12 und 13) und der `Vagen 35 zwischen
dem Boden 33 und dem Formenrahmen 34 eingeschoben (s. F i g. 14). Dann werden
die Stempel 32 (s. F i g. 15) nach unten bewegt und nur die Rahmen weiter gehoben,
so daß das Ausstoßen der Fliesen M erfolgt, die auf den Wagen 35 fallen, der anschließend
nach außen in die Fliesenabhebestellung verschoben wird (s. F i g. 16), während
der Formenrahmen 34 auf den Boden 33 der Form gesenkt wird. Dadurch wird die Form
33, 34 wieder zusammengesetzt und kann aus der Preßlage in eine Füllstellung verschoben
werden.
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Nach F i g.18 bis 23 sind zwei Formen vorgesehen, die mit
A und B bezeichnet sind. Das Pressengestell, der Wagen und die Fliesen
sind wie in den F i g. 11 bis 17 bezeichnet. Die beiden Formen A und B sind fest
miteinander verbunden. In der Stellung nach F i g. 18 ist die Form A in Preßlage.
Aus ihr sind die Fliesen Ml abgestoßen worden und befinden sich seitlich auf dem
Wagen 35, von dem sie abgehoben werden. Die Form Bist in der Füllstellung und befindet
sich seitlich von der Preßstelle in bezug auf die Verschieberichtung des Wagens
35. In der Stellung nach F i g. 19 erfolgt das Auswechseln der Formen, indem die
gefüllte Form Bin die Preßlage gelangt, während die Form A in die Füllstellung verschoben
wird, die der Füllstelle für die Form B nach F i g. 18 gegenüberliegt. Von dem Wagen
35 werden die restlichen Fliesen Mt abgenommen. In der Stellung nach F i g. 20 ist,
während die Form A weiter gefüllt wird, die Form B, in der gepreßt wurde, mit dem
gehobenen Formenrahmen in der Lage nach F i g. 13, während der Wagen 35, von dem
die im vorangegangenen Preßvorgang gepreßten Fliesen Ml abgenommen worden sind,
zwischen dem Boden und dem Rahmen der Form B zurückgekehrt ist. Nach erfolgtem Ausstoßen
wird der Wagen 35 mit den ausgestoßenen Fliesen M= nach außen gebracht, und die
Fliesen M, werden in der Stellung nach F i g. 21 und 22 abgehoben. In der Form A
wird indessen das Füllen beendet, und die Form B gelangt beim folgenden Arbeitsgang
(s. F i g. 22) wieder in die Füllposition, die sie schon in der F i g. 18 eingenommen
hatte, während die gefüllte Form A die Preßlage erreicht. Während dieses Arbeitsganges
wird nach F i g. 22 das Abheben der Fliesen von dem Wagen 35 fortgesetzt. Die F
i g. 23 zeigt die Stellung, in der nach dem Pressen in der Form A und dem Heben
(wie in F i g. 13) des Formenrahmens und der Stempel das Formen nach Einschalten
des Wagens 35 zwischen dem Boden und dem Rahmen der Form A erfolgt, während in der
Form B das Füllen weiter fortgesetzt wird.
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Bei der Presse nach F i g. 11 bis 23 sind zwei sich gegenüberliegende
Füllstellen vorgesehen, weshalb das Füllen vorteilhaft selbsttätig erfolgt, da sich
eine Bedienungsperson sonst während eines Arbeitsablaufes nach F i g. 18 bis 23
abwechselnd an die zwei gegenüberliegenden Füllstellen begeben müßte. Das Abheben
erfolgt stets auf der gleichen Seite.
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Beim manuellen Füllen kann ein zweiter Wagen zum Abheben vorgesehen
werden, der sich gegenüber dem ersten befindet und abwechselnd mit diesem in Funktion
tritt. Zwei Bedienungspersonen sorgen dann abwechselnd für das Füllen und das Abnehmen.
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Für manuelles Füllen eignet sich die Presse nach F i g. 24 bis 31,
bei der die beiden unabhängigen Formen A1 und B1 sich in zwei senkrecht zueinander
liegenden Richtungen derart verschieben, daß die beiden Füllstellen nicht einander
gegenüberliegen, sondern um einen Winkel von 90° um das Pressen-Gestell 31 gegeneinander
versetzt sind. Bei dieser Anordnung ist in der in der F i g. 14 dargestellten Stellung
die Form A 1 in der Preßstellung, in der das Pressen und dann das Hochheben der
Formenrahmen durchgeführt wird, während die Form B1 sich rechts in einer seitlichen
Füllstellung befindet. Beim übergang von der Stellung nach F i g. 25 in die nach
F i g. 26 schiebt sich der Wagen 35 zwischen den Boden und den Formenrahmen der
Form A1 ein, um die Fliesen, die aus der Form ausgestoßen worden sind, aufzunehmen.
Die Form Bi bleibt in Füllstellung (vgl. F i g. 26), während der Wagen 35 aus der
Ausstoßstellung verschoben wird, worauf die Fliesen M3 von Hand abgehoben werden.
Beim Übergang in die Stellung nach F i g. 27 bzw. 28 erfolgt zuerst die Verschiebung
der FormAl aus der Preßlage in die seitliche Lage (unten in der F i g. 27) und dann
später das Verschieben der Form Bi aus ihrer Füllstellung in die Preßlage (F i g.
28). Das Abheben der Fliesen M3 von dem Wagen 35 wird fortgesetzt. Gemäß F i g.
29 wird nach dem Pressen der Fliesen in der Form B1 und nach dem Heben des Formenrahmens
der Wagen 35, von dem die Fliesen Mg in F i g. 2 abgehoben wurden, zum Ausstoßen
der in der Form B1 gebildeten Fliesen M4 eingefahren. Gemäß F i g. 30 sind die Fliesen
M4 auf den Wagen 35 gefallen und können von diesem abgehoben werden. Die Form Bi
senkt sich wieder, während die Form A1 fertig gefüllt
wird. Nach
der F i g. 31 wird die Form BI neuerlich aus der Preßlage in die Füllstellung verschoben,
die sie schon nach F i g. 24 eingenommen hatte. Beim Übergang aus der Stellung der
F i g. 31 in die nach F i g. 24 nimmt die gefüllte Form A 1 wieder die Preßlage
nach F i g. 24 ein.
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In diesem Fall sind die beiden Füllstellen der Form A 1 und der Form
B, gegeneinander um einen Winkel von 90° versetzt, so daß eine einzige Bedienungsperson
für das Füllen der beiden Formen sorgen kann, ohne einen weiten Weg zurücklegen
zu müssen. Das Abheben der Fliesen erfolgt stets an der gleichen Stelle. Wenn man
über einen zweiten Wagen verfügt, der unter rechtem Winkel zu dem ersten angeordnet
ist, und abwechselnd mit ihm arbeitet, wird die Bedienungsperson durch die Ausnutzung
der toten Zeiten bei der Hin- und Rückbewegung und des Stillstandes beim Ausstoßen
der Fliesen auf den einen Wagen die Zeit zum Abheben auf den anderen Wagen besser
nutzen können.