DE189078C - - Google Patents

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DE189078C
DE189078C DENDAT189078D DE189078DA DE189078C DE 189078 C DE189078 C DE 189078C DE NDAT189078 D DENDAT189078 D DE NDAT189078D DE 189078D A DE189078D A DE 189078DA DE 189078 C DE189078 C DE 189078C
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violet
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-- M 189078.-KLASSE 22 c. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Safraninonen der Fettreihe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1905 ab.
Bekanntlich stellt man Safranine der aromatischen Reihe durch Oxydation von Indaminen mit einem in ρ-Stellung unbesetzten Amin als Schlußmolekül her. Versucht man auf dem analogen Wege Safraninone herzustellen, indem man statt der Indamine die Indophenole zusammen mit einem Amin als Schlußmolekül oxydiert, so gelingt dies nicht. Für die Safraninone der aromatischen Reihe
ίο ist daher bisher nur der Weg der Spaltung der Safranine gangbar gewesen. Was nunmehr die Safraninone der Fettreihe betrifft, so sind dieselben bis auf einen Repräsentanten überhaupt unbekannt, und dieses eine ist von Jaubert, Berichte XXXI, n86, auf technisch unzulänglichem Wege aus Nitrosoanilin -\- MonoäthyUm-aminophenol hergestellt worden. Den umgekehrten Weg einzuschlagen, nämlich Nitrosophenol mit Monoäthyl-m-
ao phenylendiamin zu kondensieren, hat Ja über t entweder nicht versucht, weil dieser Weg sich beim entsprechenden' Safranin (Oxydation von ρ-Phenylendiamin mit Monomethyl-m-phenylendiamin, Berichte XXXI,
1179) als nicht gangbar erwiesen hatte, oder aber Jaubert hat es vergeblich versucht. Auch hätte sonst für Jaubert kein Grund vorgelegen, bei dem obigen Äthosafraninon von dem so schwer zugänglichen Nitroso-
.30 anilin auszugehen, während doch bei dem entsprechenden Äthosafranol der umgekehrte Weg, nämlich vom Nitrosophenol ausgehend (Berichte XXXI, 1183), sich als gut gangbar erwiesen hatte.
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß die Safraninone der Fettreihe im Gegensatze zu denen der aromatischen Reihe leicht erhalten werden können, wenn man vom Nitrosophenol und dessen Substitutionsprodukten einerseits und von in p-Stellung zur Methylgruppe mono- oder auchdialkyliertenm-Toluylendiaminen andererseits bezw. auch von den entsprechenden, durch Oxydation von p-Aminophenolen bezw. dessen Substitutionsprodukten, wie p-Aminoo-kresol, o-Chlor-, o-o-Dichlor-, m-Chlor-paminophenol, ρ - Aminophenol - ο - sulf osäure, Aminosalicylsäure usw., mit diesen Aminen erhältlichen Indophenolen ausgeht. Im Gegensatz zu den bekannten, am Azinstickstoff nicht alkylierten, aber ebenfalls vom ρ-Nitrosophenol bezw. ρ-Aminophenol sich ableitenden Oxyazinen, welche sich leicht in Alkalien lösen, haben sich diese Safraninone der Fettreihe als in Alkali unlöslich erwiesen, so daß in diesen-Körpern der Sauerstoff in chinoider Bindung und nicht in der Hydroxylform sich befindet. Diese so hergestellten Safraninone der Fettreihe, haben sich als äußerst wertvolle Augangsmaterialien zur Herstellung roter Schwefelfarben erwiesen.
Beispiel I.
72 Teile Nitrosophenolnatrium, enthaltend etwa 31 Teile Nitrosophenol 100 prozentig, werden in etwa 1000 Teilen Wasser gelöst und mit Salzsäure oder Schwefelsäure eben kongosauer gemacht. Diese Flüssigkeit gibt man unter Umrühren in etwa 1500 Teile einer mit etwa 143 Teilen Soda zum Teil abgestumpften Lösung von 37,5 Teilen Monoäthyl-m-toluylendiaminbase -f- etwa 110 Teilen
Bei
spiel
Name Formel Verhalten
gegen
konz.i?2 SO4
Verhalten
gegen
konz. H Cl
Färbung auf
tannierter
Baumwolle
I. Äthotolusafranon C, H,
°\SK/K^/NH>-HCl
violettrot mit
bläulichem
Schimmer
(Dichrois
mus); beim
Verdünnen
gelbrot
rotviolett;
verdünnt
gelbrot
scharlachrot
II. Methyläthotolusafranon C, H6
ch/^^nsJ^ch3
violettrot
mit
grünlichem
Schimmer;
ebenso
rotviolett;
verdünnt
gelbrot
scharlachrot
III. Chloräthotolusafranon C2H, violettrot
mit dunkel
grünem
Schimmer;
beim
■ Verdünnen
rötlich
rotviolett;
verdünnt
gelbrot
bläulichrot
IV. Dichloräthotolu-
safranon
OC2Hr0
C/AAjv-AAcj^
schmutzig
violett
mit
gelblich
grünem
Schein
bläulich
violett
noch
bläulicher
wie
Chlorätho
tolusafranon
V. Äthotolusafranonsulfo-
säure
C,H,
SC^AAjvAAc^
rot mit
gelblich
grünem
Schein
bläulich
violett
scharlachrot
VI. Athotolusafranon-
carbonsäure
C2 H0
COOH^^N/^/^CHz
violett
mit
bläulichem
Schein;
verdünnt
rot
rotviolett scharlachrot
VII. Methotolusafranon CH3
\J\N/\J\CHO
violettrot
mit
blauem
Schein;
verdünnt
gelbrot
rotviolett scharlachrot
VIII. Benzylotolusafranon CH2(CHJ violettrot
mit
blauem
Schein;
verdünnt
gelbrot
rotviolett scharlachrot
IX. Chlormethyläthotolu-
safranon
σ C2 H0
°%)γΚ/γΝΗΗΟ
violettrot
mit
grünem
Schein
bläulich
violett
bläulichrot
H Cl (Reduktionslauge ζ. B. nach elektrolytischer Entzinnung) und rührt etwa ι Stunde; hierbei scheidet sich das Indophenol zum Teil aus. Die Flüssigkeit wird — ohne daß eine Isolierung" des Indophenols nötig wäre — sodann mit etwa ioo Teilen Soda versetzt und erhitzt, dann fügt man noch etwa 200 Teile Braunsteinschlamm (40 Prozent Mn O2)'hinzu und kocht, bis der Auslauf sich als Azinauslauf charakterisiert, d. h. der blaue Rand verschwindet und einer roten Färbung Platz macht. Der abgesaugte Niederschlag wird mit Sodalösung und sodann mit verdünnter Salzsäure ausgekocht. Aus der letzteren Lösung kristallisiert beim Erkalten das salzsaure Äthosafraninon. Will man von p-Aminophenol ausgehen, so stellt man das Indophenol in der üblichen Weise durch Oxydation her.
In derselben Weise verhält sich unter Abspaltung einer Alkylgruppe auch das entsprechende dialkylierte Produkt.
In der gleichen Weise können nun auch Homologe oder Substitutionsprodukte hergestellt werden, indem man von substituierten Nitrosophenolen (Nitrosokresol, Nitrosoxylenol, p-Aminophenolsulfosäure, ρ - Aminosalicylsäure usw.) einerseits und Homologen des Äthyl-m-toluylendi amins andererseits ausgeht, wie folgende Beispiele zeigen:
Beispiel II.
Wendet man anstatt des Nitrosophenols (123 g) Nitrosokresol (137 g) an, so erhält man in analoger Weise das dem vorigen sehr ähnliche Methyläthotolusafranon.
Beispiel III.
45 g salzsaures Monochloraminophenol werden in 4I Wasser und 100 g konzentrierter Natronlauge von 400 Be. gelöst. Dazu kommen etwa 2 kg Eis, so daß sich die Temperatur während der ganzen Operation auf O bis 50 erhält, und die mit 50 g konzentrierter Salzsäure versetzte Reduktionslauge von 45 g Nitroäthyl-p-toluidin. In das o bis 50 kalte Gemisch fließen bei dieser Temperatur im dünnen Strahle 590 ecm Chlorlauge (iVa-Hypochloritlösung oder Chlorkalklösung) mit 60 g wirksamen Chlors im Liter (entsprechend 35,4 g C/). Nach beendigter Reaktion wird noch etwa 20 Minuten nachgerührt, abgesaugt, der Rückstand in 2 1 Wasser, verteilt mit 40 g Soda +5g Eisenchlorid, durch Luft und Dampf verkocht, bis der blaue Auslaufrand verschwunden und einem roten Platz gemacht hat. Man kann auch, ohne das entstandene Indophenol abzusaugen, direkt das Oxydationsgemisch mit Salzsäure neutralisieren und dann mit Soda und Eisenchlorid wie vorher verkochen. Absaugen, aus Salzsäure umlösen bezw. aussalzen. Man erhält so das Chloräthotolusafranon.
Beispiel IV. 6;.
Verwendet man im Beispiel III statt 45 g salzsaures Monochloraminophenol 54 g salzsaures Dichloraminophenol, so erhält man das dem vorigen ähnliche, aber schwer lösliche Dichloräthotolusafranon.
Beispiel V.
Wendet man im Beispiel III anstatt des Chloraminophenols 48 g 4-Amino-i-phenol-2-sulfosäure an, so erhält man die salzsaure Äthotolusafranonsulfosäure.
Beispiel VI.
Wendet man im Beispiel III ebenso 39 g p-Aminosalicylsäure an, so erhält man die salzsaure Äthotolusafranoncarbonsäure.
Beispiel VII.
Verwendet man im Beispiel I statt 180 g Nitroäthyl-p-toluidin 166 g Nitromethyl-ptoluidin, so erhält man das salzsaure Methotolusafranon.
Beispiel VIII.
Geht man schließlich im Beispiel I anstatt von 180 g Nitroäthyl-p-toluidin von 242 g m-Nitro-p-benzyltoluidin (durch Benzylierung von m-Nitro-p-toluidin zu erhalten) aus, so gelangt man zum salzsauren Benzylotolusafranon.
Beispiel IX.
Wendet man nach Beispiel III statt 45 g Monochloraminophenol 50g o-Chlor-p-aminoo-kresol an, so erhält man das analoge Chlormethyläthotolusafranon.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Safraninonen der Fettreihe, darin bestehend, daß man entweder Nitrosophenole mit in p-Stellung zur Methylgruppe alkylierten m-Toluylendiaminen kondensiert und die so gebildeten Indophenole oxydiert oder no daß man die letzteren aus den p-Aminophenolen und den genannten Aminen durch Oxydation bildet und dann weiter oxydiert.
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