DE186388C - - Google Patents

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DE186388C
DE186388C DE1903186388D DE186388DA DE186388C DE 186388 C DE186388 C DE 186388C DE 1903186388 D DE1903186388 D DE 1903186388D DE 186388D A DE186388D A DE 186388DA DE 186388 C DE186388 C DE 186388C
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casein
kase
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/005Casein

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHLS
PA Γ L N TA M'
IO
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung einer plastischen .Masse aus Kasein. I >ie neue Masse läßt sich leicht formen, nimmt Eindrücke leicht und scharf 'auf und besitzt den Vorteil, keine oder nur geringe Sclnvindung zu besitzen.
Die Herstellung plastischer Massen unter Yerwendng von Kasein ist bekannt. Man hat bereits Kasein mit verschiedenen Stoffen gemischt, um auf diese Weise plastische Massen zu erhalten.· In vielen Fallen verfuhr man derartig, daß Kasein in Lösung gebracht wurde Und daß diese Lösung zur Herstellung plastischer Massen verwendet wurde. Es hat sich aber gezeigt, daß gerade eine vollständige Lösung des Kaseins vermieden werden muß. Man hat weiter Kasein bereits in mit Feuchtigkeit gesättigtem Zustande mit Füllstoffen vermischt und. diese Massen in Formen gepreßt. Bei diesen bekannten Verfahren wurde aber lediglich Wasser als Befeuchtungsmittel verwendet. Wasser kann zwar eine augenblickliche Befeuchtung des Kaseins . herbeiführen, aber keine Quellung des Kaseins veranlassen. Es kommt noch hinzu, daß bisher nur mit Feuchtigkeit gesättigtes Kasein benutzt Wurde, wodurch, das Kasein einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt aufwies. Dann wurde bei den bekannten Verfahren nur eine oberflächliche Härtung des Kaseins vorgeironimen. Diese oberflächliche Härtung be-■·■ :-Kι nur, daß die Feuchtigkeit eingeschlossen bleibt und daß alle (!beistände einer feuchten Kase'iumassc, wie Rissigwerden, Schwinden und Zerbröckeln, besonders hervortreten.
Im (icgensatz zu den gekennzeichneten Verfahren besteht das vorliegende Verfahren darin, daß trockenes, unlösliches Kasein mit so geringen Mengen eines Lösungsmittels für Kasein befeuchtet wird, daß eine vollständige 40· Lösung des Kaseins nicht eintritt, sowie daß das angefeuchtete Kasein in seiner ganzen Masse mit einem Härtungsmittcl versetzt wird. Die Anfeuchtung hat den Zweck, ein Binden des Kaseins vorzubereiten. Das Befeuchtungsmittel kann neutralen Charakters sein' oder saure oder alkalische Reaktion besitzen. Man kann z. B. sehr konzentrierte Ammoniakfliissigkeit anwenden.
Die Menge des Befeuchtungsnüttels muli derartig, sein, daß die Masse sich immer noch trocken anfühlt, so daß also nur ganz geringe Mengen Flüssigkeit vorhanden 'sind.
Das angefeuchtete Kasein wird, mit einem Härtungsmittcl, z. B. Gerbstoffen, 'Formaldehyd oder Hexamethylentetramin, Chromaten, Bichromaten usw., versetzt. Bei der Anwendung von Hexamethylentetramin, welches sich besonders bewährt hat, ist es vorteilhaft, dem Kasein einen sauer reagierenden Go Stoff, ζ. B. eine Säure, zuzusetzen, damit die Abspaltung von Formaldehyd aus dein Hexamethylentetramin begünstigt „wird. Da manche "Gerbstoffe alkalisch reagieren und die H

Claims (2)

  1. weniger gut eintritt, so diesem Falle sauer reades Kaseins dann
    setzt nian auch in
    gierende Stoffe zu, ":
    Man kann auch noch Füllmassen, wie Barytweiß, Zinkk,arbonat, Calciumkarbonat u. dgl., zusetzen, wie derartige Füllstoffe ja auch zu anderen plastischen Massen bereits zugesetzt
    sind.
    Die Mischung kommt in angewärmte Formen ίο und wird unter Anwendung von Druck und Wärme in die gewünschte Form, z. B. Platten oder Stäbe u. dgl., gebracht. Das Material eignet sich auch ganz besonders zur Herstellung von. Druck- und Prägeformen.
    Es ist bereits bekannt', aus Kasein und Kase'inlösungen plastische Massen herzustellen und dieselben nach dem Formen oberflächlich zu härten. Das vorliegende Verfahren bewirkt aber ein wesentlich besseres^ Material, welches gar nicht oder sehr wenig schwindet und seine Elastizität dauernd behält. Es wird dies dadurch erreicht, daß in der Masse nur außerordentlich wenig Flüssigkeit vorhanden ist und daß die Härtung nicht nur oberflächlieh, sondern in der ganzen Masse stattfindet.
    Von den Kase'inkitten, bei welchen auch Zusätze von Gerbstoffen u. dgl. stattgefunden haben, unterscheidet sich das Produkt nach dem vorliegenden Verfahren dadurch, daß es nicht klebt. Kittähnliche Massen aus Kase'in werden im allgemeinen. durch Zusatz von Borax, Soda oder Calciumhydrat hergestellt, wobei aber ein derartiger Überschuß von Alkali zugegen sein muß, daß immer stark alkalische Massen oder Lösungen entstehen, 3: wodurch· die klebenden !eigenschaften der Kitte erreicht werden.
    Die Mengenverhältnisse für das vorliegende Verfahren können etwa die folgenden sein: Teile trocknes Kase'in, 10 Teile QuebVa- 4< choextrakt werden mit 20 Teilen ioprozentigem Hexamethylentetramin in saurer Lösung vermischt. Die Gerbstoffe können sowohl in trockenem wie gelöstem Zustande angewendet werden. Von den Gerbstoffen hat sich besonders Quebrachoextrakt bewährt.
    Man kann auch verschiedene Härtungsmittel miteinander gemischt anwenden, z. B. Gerbstoffe und Formalin zusammen.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ι* κ ü c 11 ε :
    ι. Verfahren zur Herstellung einer besonders für1 Buchdruckklischees geeigneten plastischen Masse aus Kase'in, dadurch gekennzeichnet, daß unlösliches Kasein mit sehr geringen Mengen eines Lösungsmittels des Kaseins unter Vermeidung der vollständigen Lösung befeuchtet und mit einem Härtungsmittel gemischt unter Druck und "Wärme gepreßt wird.
  2. 2. Eine' Ausführuhgsform des unter 1 gekennzeichneten Verfahrens. darin bestehend, daß Kase'in mit wenig Ammoniak befeuchtet und mit Hexamethylentetramin gemischt, unter Druck und Wärme gepreß': wird. ■ .
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