AT116224B - Verfahren zur Herstellung von Stereotypen und Druckmatrizen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Stereotypen und Druckmatrizen.

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AT116224B
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hydroxide
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chromate
ammonium
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Eduard Sidney Hole
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Eduard Sidney Hole
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Stereotypen und Druckmatrizen. 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Phenol <SEP> (in <SEP> Kristallen)..................................... <SEP> 5'40 <SEP> kg
<tb> Formaldehyd <SEP> (40%) <SEP> ..................................... <SEP> 5-40 <SEP> 
<tb> Ätzkali <SEP> ......................................... <SEP> 0#07-0#17 <SEP> ".
<tb> 
 



   Diese Stoffe werden in einem geeigneten Behälter, z.   B.   einem mit Email überzogenen, innig gemischt und unter fortwährendem Rühren bis zum Siedepunkt gebracht, wobei ein   Stück   Aluminium, welches in dem Gemisch belassen wird, das Fortschreiten der Reaktion anzeigt. Die nämliche Wirkung hat Borsäure (3-7 g). Das Gemisch wird, zweckmässig unter dauerndem Umrühren, kochen gelassen, bis das erste Aufwallen nachgelassen hat und bis, nach einer Zwischenpause, ein zweites Aufwallen in die Erscheinung zu treten beginnt. An diesem Punkt beginnt der stechende Geruch des Formaldehyds zu verschwinden und wird durch ein nicht unangenehmes Aroma ersetzt. Mit grosser Sorgfalt muss darauf geachtet werden, dass das Kochen nicht zu weit getrieben wird ; denn sonst würde das gesamte Gemisch plötzlich zu einer unlöslichen Masse erstarren.

   Als Anhaltspunkt kann angegeben werden, dass nach 30 Minuten das erste Aufwallen und nach weiteren 30 Minuten das zweite Aufwallen erfolgt. Es wird nun eine gewisse Menge (etwa   1"li)   von kaltem Wasser hinzugegeben, welche eine leichte   Trübung   hervorbringt, die beim Aufkochen verschwindet. 



   Das Gemisch wird nunmehr auf die Lufttemperatur abgekühlt, und dann wird eine Lösung von 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> Amoniumbichromat <SEP> .............................0#070-0#140 <SEP> kg
<tb> Ammomumhydrat <SEP> (0-880) <SEP> 0-112-0'224 <SEP> je <SEP> 
<tb> Wasser............................................ <SEP> 2-0-3-6..
<tb> 
 hinzugegeben. Ferner hat es sich als nützlich erwiesen, in die obige Lösung ungefähr   O'OO ? Kupferhydrat   einzubringen. Statt des Ammoniumbichromats kann die äquivalente Menge Ammoniumchromat benutzt werden. Nach dem   Umrühren   wird das Gemisch mit einer kleinen Menge von Methylalkohol (0-084-   0-Mg kg) und   dann mit weiterem   Überschuss   von Ammoniumhydrat versetzt, wodurch das Gemisch längere Zeit in wasserlöslichem Zustande erhalten wird.

   Aus Gründen, welche weiter unten angegeben werden, kann ferner eine Zugabe von Glyzerin, von   0#056-0#112 kg, gemacht werden.   Wird aus irgend einem Grunde gewünscht, dass das Erzeugnis rasch trocknet, so empfiehlt sich die Benutzung von Kalziumchromat. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Entsprechend dem Grad des Verkoehens und den benutzten   Wassermengen   hat das Gemisch eine mehr oder weniger sirupartige Konsistenz. Nunmehr werden mit dem Gemisch Blätter von Filtrierpapier (einige Sorten Löschpapiere können ebenfalls benutzt werden, sind aber nicht   zuverlässlich),   Zellulosemasse oder Papierzeug imprägniert, was durch   Eintauehen,   Besprengen, Bürsten usw. erfolgen kann und zum Trocknen an der Luft über Leinen gehängt. Hat die Masse die Pulverform, so kann sie in flachen Trögen getrocknet werden. Für gewisse Zwecke kann das Trocknen durch etwas   Kalziumborat   beschleunigt oder durch Zugabe von Glyzerin verzögert werden. 



   Für gewöhnliche Zwecke, und um tiefe Eindrücke zu gewährleisten, dürfen die Platten nicht bis zum Hartwerden getrocknet werden, sondern sind zu verarbeiten, solange sie noch genügend Feuchtigkeit oder Glyzerin enthalten. 



   Die imprägnierten Platten können sowohl für die Herstellung von direkten Stereotypiedruekplatten als auch von Matrizen mit vertieften Linien benutzt werden. Indessen ist eine Matrize gewöhnlich leichter herzustellen, da dazu nichts weiter notwendig ist, als die Musterplatten oder den Typensatz in die Fläche einzupressen. Daher können die für die Matrizen benutzten Platten viel trockener sein als die, die zur Herstellung von erhabenen Stereotypiedruckplatten benutzt werden. Damit die Matrize nicht an der aus dem gleichen Material hergestellten Stereotypieplatte haften bleibt, wird   eine grössere   Chromatmenge als sonst in die zur Herstellung der Matrize bestimmte Platte eingebracht. Dies kann z.

   B. dann geschehen, wenn eine Anzahl von Platten nach der Teiltrocknung oder vollständigen Trocknung in eine   2-5%igue   Lösung von Ammonium-oder einem sonstigen Chromat oder   Bichromat   getaucht werden, zweckmässig mit Zugabe von überschüssigem Ammoniumhydrat, um die Aufsaugung der Lösung   zu erleichtern. Diese Platten werden dann wieder aufgehängt, bis sie trocken sind. Von einer einzigen Matrize können leicht 100 oder mehr Stereotypen angefertigt werden.   
 EMI2.1 
 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch nach dem Kochen mit einem Chromat oder Dichromat mit oder ohne Zugabe von Hydroxyd gemischt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, unter Verwendung eines Gemisches aus ungefähr gleichen Teilen von Karbolsäure und 40% igem Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass auf ungefähr je 5'5 kg der genannten beiden Stoffe 0'070-0'170 kg Kalihydroxyd zugemischt werden und das Gesamtgemisch vor der Verwendung zum Tränken bis zum Siedepunkt erhitzt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochen des Gemisches gerade nur so lange, bis der Geruch des Formaldehyds zu verschwinden beginnt, fortgesetzt und dann dem Gemisch Wasser zugesetzt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Chromat Ammoniumdichromat oder Ammoniummonochromat und gegebenenfalls als Hydroxyd Ammoniumhydroxyd mit oder ohne Kupferhydroxyd verwendet wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch folgende Verhältnismengen : 0'070-0'140 kg EMI3.1
    7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemisch ein die Trocknung aufhaltender hygroskopischer Bestandteil, z. B. Glyzerin, zugegeben wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gemisch ein Trocknungsmittel, z. B. Kalziumchromat, Chromsäure oder Kalziumborat, zugegeben wird.
    9. Verwendung des Verfahrens nach Anspruch l zur Wiedergabe von Medaillen, Zinkstrichen usw., dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen so weit als nötig mit einem Füllkörper, nämlich Holzmehl, Holzkohle usw. ausgefüllt werden, bevor das Ganze in an sich bekannter Weise mit einem Metallüberzug versehen wird.
AT116224D 1926-07-16 1927-06-20 Verfahren zur Herstellung von Stereotypen und Druckmatrizen. AT116224B (de)

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