DE660225C - Verfahren zur Herstellung poroeser, fester und geformter Gasreinigungsmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poroeser, fester und geformter Gasreinigungsmassen

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DE660225C
DE660225C DEC47449D DEC0047449D DE660225C DE 660225 C DE660225 C DE 660225C DE C47449 D DEC47449 D DE C47449D DE C0047449 D DEC0047449 D DE C0047449D DE 660225 C DE660225 C DE 660225C
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gas cleaning
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shaped gas
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/20Purifying combustible gases containing carbon monoxide by treating with solids; Regenerating spent purifying masses

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  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung poröser, fester und geformter Gasreinigungsmassen Für die Befreiung industrieller Gase von Schwefelwasserstoff werden bei einzelnen Verfahren geformte Gasreinigungsmassen verwendet. Diese Eisenoxydhydrate enthaltenden Massen müssen: von hoher Aktivität sein und großen Anteil an durchgehenden Poren bei hoher mechanischer Festigkeit besitzen. Da die Massen während des Betriebes gewisser Reinigungssysteme sich von oben nach unten langsam durch 6 bis 8 m hohe Türme bewegen müssen, hat sich besonders die Kugelbestalt als zweckmäßig erwiesen; diese besitzen keine abbröckelnden Kanten, wodurch der Abrieb auf ein Mindestmaß beschränkt wird.
  • Für metallurgische und chemische Zwecke hat man sich bereits eines Verfahrens bedient, tun feinkörnige Materialien durch Rollen in geformte Gebilde von kugeliger Gestalt zu verwandeln. Zu diesem Zwecke wurden die Materialien mit flüssigen Bindemitteln angerührt und in der Trommel durch rasches Verdunsten des Lösungsmittels verfestigt.
  • Dieses Verfahren laßt sich für Gasreinigungsmassen, die der Schwefelwasserstoffentfernung dienen sollen, nicht anwenden. Das rasche Verdampfen schädigt die Aktivität der Eisenoxydhydrate weitgehend, teils infolge der unzulässigen Erhitzung, teils infolge des Überzuges löslicher Salze, den das verdunstende Lösungsmittel auf den Oxy dhydratteilchen hinterläßt.
  • Nach vorliegender Erfindung gelingt es jedoch, die angefeuchtete Masse durch Rollen zu kugelförmigen Gebilden zu vereinigen und zu festigen, ohne daß man die unzulässige und schädliche Erhitzung anwenden muß; dies geschieht durch Ersatz der flüssigen durch hydraulische Bindemittel, wie Zement oder Gips. Ein Gemenge aus frischer Eisenoxydhydrate enthaltender Gasreinigungsmasse und wasserbindenden Mitteln, wie Zement, wird gemäß der Erfindung mit Wasser zu einer genügend plastischen Masse angefeuchtet und auf einer rotierenden Unterlage, z. h. in einer Drehtrommel, zu kugelförmigen Gebilden verformt. Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß mit diesen Bindemitteln die Erhärtung der Kugeln während des kurzen Aufenthaltes in der Formtrommel rasch genug vor sich geht, um ohne Anwendung jeglicher Erhitzung diese Kugeln seit genügender Festigkeit herzustellen, obgleich die Mischungen sehr labil sind. Man konnte daher nicht erwarten, daß sie dem Vorgang des Rollens genügend Widerstand entgegensetzen würden. Man ist dann in der Lage, die Kugeln in hoher Schicht zum vollständigen Abbinden und Trocknen zu lagern, ohne daß sie sich wieder deformieren.
  • Auch die Beschaffenheit der Außenhaut genügt bei dieser Arbeitsweise den Ansprüchen hinsichtlich der Gasdurchlässigkeit vollkommen, ebenso ist das Porenvolumen hoch, insbesondere wenn man die Gasreinigungsmasse mit dem üblichen. Zusatz von. Lockerungsmitteln versieht. Diese Tatsache war ebenfalls nicht vorauszusehen, da nach den bekannten Rollverfahren die Poren während des Rollvorganges durch Erhitzen gebildet werden, während bei vorliegender Arbeitsweise bereits die Erhaltung vorhandener Poren möglich ist, wenn man nicht chemische - Hilfsmittel zuziehen will. .
    An sich ist die Verwendung von Zem
    zur Herstellung von: Kuchen oder Platten
    Reinigungsmasse bekannt, doch hat man vö
    einer Verwendung hydraulischer Bindemitten zur Ausführung eines Rollvorganges nach Art der Erfindung bisher Abstand genommen, sondern den dick angerührten Brei in flache Formen gegossen und durch Erwärmen verfestigt.
  • Bei der Aufgabe der zur Formung verwendeten plastischen Gemenge von Reinigungsmassen, Zement und Wasser, dessen Feuchtigkeitsgrad für jede Mischung vorher zu ermitteln ist, kann, um eine gleichmäßigere Formung zu erzielen; eine Vorteilung des Gemenges in kleine gleichmäßige Stückchen vorgenommen werden; dies kann auf maschinellem Wege, z. B. durch Strangpressen oder durch einfaches Abwiegen der Masseteilchen geschehen. Bei stärkerer - Druckbeanspruchu,ng durch die maschinelle Formung empfiehlt es. sich, der Masse bekannte Auflo,ckes tt#n#smittel,_ wie - Sä#spinez Ammanbicarbonat, zuzusetzen. -Ausführungsbeispiel 23 Teile Zement, 7 5 Teile frische Gasreinigungsmasse und 2 Teile aktivierende Zusätze, wie Bicarbonate der Alkalien, Erdalakalien und des Ammoniums, werden mit Wasser auf .den benötigten Feuchtigkeitsgehalt gebracht. @as Vermengen geschieht zweckmäßig direkt I .'der Mischschnecke, die zur Aufgabe auf rotierende Unterlage dient, um einer von MP-er Kugelbildung beginnenden Härtung zu begegnen. Das Gemenge durchläuft nun eine Drehtrommel, wobei unter der Einwirkung der Rotation gleichmäßige Kugeln. entstehen, die beim Verlassen der Trommel schon genügend Festigkeit aufweisen, um ;gefahrlos zur Nachhärtung aufgestapelt zu werden. '

Claims (1)

  1. PazENrAXsrr,LrziE: i. Verfahren zur Herstellung poröser, fester und geformter Gasreinigungsmassen unter Verwendung von Zement, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemenge aus frischer, aus Eisenoxydhydraten bestehender Gasreinigungsmasse und wasserentziehenden Bindemitteln, wie Zement, mit Wasser zu einer genügend plastischen Masse anfeuchtet und auf einer rotierenden Unterlage, z. B. in einer Drehtrommel, zu kugelförmigen Gebilden verformt. 2 - -V.ef art,-U- -iUac-W A n7 -dä- Im uyc--E gekennzeichnet, daß man-vor der Verforinung eine Aufteilung der Masse zwecks Herstellung gleich großer Kugeln vornimmt.
DEC47449D 1933-01-25 1933-01-25 Verfahren zur Herstellung poroeser, fester und geformter Gasreinigungsmassen Expired DE660225C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950191C (de) * 1949-11-22 1956-10-04 Phrix Werke Ag Verfahren zum Reinigen der Abluft von Viskosefabriken
DE1007937B (de) * 1952-10-25 1957-05-09 Basf Ag Verfahren zur katalytischen Entschwefelung von Gasen
DE2845725C2 (de) * 1978-10-20 1985-08-08 Giulini Chemie Gmbh, 6700 Ludwigshafen Verwendung einer Gasreinigungsmasse zur Entschwefelung von Gasen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE950191C (de) * 1949-11-22 1956-10-04 Phrix Werke Ag Verfahren zum Reinigen der Abluft von Viskosefabriken
DE1007937B (de) * 1952-10-25 1957-05-09 Basf Ag Verfahren zur katalytischen Entschwefelung von Gasen
DE2845725C2 (de) * 1978-10-20 1985-08-08 Giulini Chemie Gmbh, 6700 Ludwigshafen Verwendung einer Gasreinigungsmasse zur Entschwefelung von Gasen

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