DE381405C - Verfahren zur Herstellung poroeser Zementkoerper - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poroeser Zementkoerper

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DE381405C
DE381405C DEC30268D DEC0030268D DE381405C DE 381405 C DE381405 C DE 381405C DE C30268 D DEC30268 D DE C30268D DE C0030268 D DEC0030268 D DE C0030268D DE 381405 C DE381405 C DE 381405C
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Germany
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cement
water
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Expired
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DEC30268D
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Wense
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GRIESHEIM ELEKTRON CHEM FAB
Chemische Fabrik Griesheim Elektron
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GRIESHEIM ELEKTRON CHEM FAB
Chemische Fabrik Griesheim Elektron
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung poröser Zementkörper. Poröse Körper werden nach vielen bekannten Verfahren hergestellt, indem man pulvrige Stoffe, die auf irgendeine Weise verfestigt «-erlen können, mit Poren bildenden Stoffen iuisclit, dann formt und verfestigt, worauf etwa noch vorhandene Poren bildende Bestandteile dar1h Verflüchtigung oder Auslaugung beseitigt werden.
  • Diese Verfahren zerfallen in zwei ganz verschiedene Klassen: Man verfestigt die Masse entweder durch Erhitzen auf Glühtemperaturen (keramische Gegenstände, Kohlefilter u. @lgl.) oder durch Hvdratisationsprozesse bei nierlriger Temperatur (z. B. Gegenstände aus Zement oder Gips).
  • Die Verfahren der letzten Art sind für die Herstellung von Isoliersteinen sowie von porösen Körpern, die zur Bearbeitung von nicht sauren Flüssigkeiten dienen sollen, im allgemeinen vorteilhafter als diejenigen, welche Glühtemperaturen erfordern; denn man kann sie schnell und billig an jeder Stelle in jeder gewiinschten Form und Größe anfertigen. Es fehlte aber bis jetzt an einem allgemein anwen,lbaren Herstellungsverfahren, das sich den verschiedenen Bedürfnissen bezüglich der Durchlässigkeit, Festigkeit usw. des Erzeugnisses anpassen läßt.
  • Die vorliegende Erfindung hilft diesem Mangel ab, indem sie die Erscheinung der dreiphasigen Emulsionen verwertet. Diese können bekanntlich entstehen, wenn zwei Flüssigkeiten, die nicht miteinander Lösungen oder dauerhafte Emulsionen bilden, bei Gegenwart feiner Pulver emulgiert «-erden (vgl. z. B. Bechhold, Dede u. Reiner, Kolloid-Zeitschr. 28 [ 192 i ], 6 bis 19-).
  • Ein poröser Körper muß ein großes Porenvolumen enthalten; man muß daher den Zement mit einer großen Menge von porenbildendem Material, also löslichen. Salzen, entfernbaren Flüssigkeiten oder von Gasen zu einer Suspension vereinigen, welche sich nicht schon vor dem Abbinden des Zements wieder absetzt. Wasser allein ist dafür nicht geeignet, weil eine genügend dauerhafte w äßrige Zeinentsuspension zu wenig an porenbildenden Wasser enthält.
  • Es wurde nun befunden, daß auch bei reichlichem Wasserzusatz keine Absonderung des Zements eintritt, wenn man diese Mischung noch mit angemessenen Mengen von gewissen organischen, in Wasser unlöslichen Flüssigkeiten, bezonders von Kohlenwasserstoffen, emtilgiert. Alsdann verhindert einerseits die ölige Flüssigkeit das .absitzen des Zements, und anderseits macht der Zement die Emulsion dauerhaft. Der Zement bindet bei Anwendung geeigneter Mengenverhältnisse ab, indem er die beiden Flüssigkeiten in sich einschließt. Beseitigt man nach genügender Erhärtung der Masse die organische Flüssigkeit, z. B. durch Verdampfen, so ist (las Porenvolumen g'.eicll dem Volumen dieser .Flüssigkeit und des nicht zur Zeinentabbindung verbrauchten Wassers.
  • Man kann die Größe 'des Porenvolumens auf mancherlei Weise beeinflussen, z. B. durch die Art der öligen Flüssigkeit, durch die Feinheit des Zementpulvers, durch Zusatz von anderen zerkleinerten festen Stoffen, durch Zusatz von Salzlöstingeii, «-elche die Emulgierung befördern usw.
  • Die Herstellung poröser Zementkörper ist allerdings auch schon in den Patentschriften 34888 und 109362 beschrieben. Die vorliegende Erfindung erlaubt aber, im Vergleich mit dein Verfahren des Patents 34888, eine gegebene Menge Zement mit einer viel größeren Menge porenbildender Flüssigkeit (Wasser und organischer Flüssigkeit) so zu vermischen, (laß die ganze Mischung erhärtet, ohne vorherige Absonderung eines erheblichen Teils der zur Porenbildung nötigen Flüssigkeit. Während ioo g Zement bei dein Verfahren (les Patents 34888 voll wäßriger Salzlösung nur etwa 30 ecin aufnehmen und jedes :lehr. das bei der Mischuri; dazu gegeben wird, schnell wieder abstoßen, kann plan nach dein vorliegenden Verfahren dieselbe Menge Zement mit r 15 bis 120 cCin Flüssigkeit zu einem festen Körper vereinigen und damit einen hö rper voll viel höherer Porosität herstellen. Durch Zusatz. voll Säure kann inan zwar bei dein -erfahren nach cler Patentschrift 34888 die Flüssigkeit noch vermehren; doch erreicht (las Gesamtvolumen nicht die nach dein vorliegenden Verfahren mögliche Höhe; und der Zusatz von Säure hat erhebliche Nachteile oder ist häufig auch ganz ausgeschlossen.
  • Der nach der Patentschrift 109362 angewandte Zusatz von fein gemahlenem, paraffiniertem Salz, zumZement ergibt keine so feine Poren, wie ölige Eintilsionen, da man das Salz nicht bis zur beliebigen Feinheit mahlen kann. Der Paraffinüberzug vergröbert das Korn außerdem noch mehr, teils durch seine Dicke, teils durch Verkittung der Körner untereinander. Ferner kann inan Mischungen voll Zeinent und Salz nicht so leicht verarbeiten, wie die Emulsionen nach der vorliegenden Erfindung, weil die ersteren einen sehr steifen Brei bilden, während die letzteren dünnflüssig und leicht vergießbar sind.
  • Koblenwasserstofte sollen zur Porenbildung auch nach der Patentschrift 289o<1 benutzt werden. In dieser ist aber nicht davon die Rede. (laß auch Wasser in größeren :Mengen als Poren bildendes Material mit Hilfe dreiphasiger Emulsionen in der Mischung festgehalten wird; auch handelt es sich dabei un: ein Verfahren, (las Glühhitze erfordert und das deshalb gegenüber dem nach der vorliegenden Erfindung die angegebenen Nachteile hat.
  • In der Beschreibung des britischen Patentes 151;0!r89; sind nur feste flüchtige Stoffe als Zementzusatz angegeben, nämlich Naphthalin, Ammonkarkonat und Schwefel. Flüssige Zusätze, wie sie nach der vorliegenden Erfindung verwendet werden sollen, sind aber viel vorteilhafter, als die in der britischen Patentschrift angegebenen festen Stoffe, weil diese sich nicht so fein und so leicht in dem zeilientischen Binclemittel verteilen lassen, wie Flüssigkeiten. Außerdem kann inan die genannten festen Stoffe erst bei höherer Temperatur verflüchtigen, als die für das neue Verfahren hauptsächlich in Frage kommenden Flüssigkeiten, und ferner wird das dort genannte Amnionkarbonat für Zementkörper überhaupt nicht anwendbar sein, weil es den "Zement zersetzt. Beispiel. Man mischt roo kg Zement innig mit 501 1-l01 und 65 bis ,^o I Wasser. Man läßt diese .\Iischung in einer Form abbinden, wobei nur ganz geringe Mengen Wasser oder -'%,vlol abgestoßen «erden. Nachdem darauf der Zement völlig erhärtet ist, beseitigt nian das Xvloi durch Verdampfen. Man erhält einen feinporig X 11 e 11 e Zementkörper von hoher Aufsaug fähig keit.

Claims (2)

  1. PATE NZ-r-AxsrRÜCHr: r. Verfahren zur Herstellung poröser Zementkörper, dadurch gekennzeichnet, daß man aus Zementen, Wasser und in Wasser unlöslichen organischen Flüssigkeiten Emulsionen bereitet, die so haltbar sind, daß der Zement vor der Entmischung abbindet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dahin abgeändert, daß man statt Wasser wäßrige Lösungen von Elektrolyten oder Nichtelektrolyten verwendet.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0200528A1 (de) * 1985-05-01 1986-11-05 Unilever Plc Anorganische Strukturen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0200528A1 (de) * 1985-05-01 1986-11-05 Unilever Plc Anorganische Strukturen
US5354548A (en) * 1985-05-01 1994-10-11 Unilever Patent Holdings B.V. Porous three-dimensional inorganic oxide structure with myriad cavities interconnected by holes

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