DE474236C - Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden u. dgl.

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DE474236C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F9/00Artificial filaments or the like of other substances; Manufacture thereof; Apparatus specially adapted for the manufacture of carbon filaments

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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl. Man stellt Kunstseide im allgemeinen in der Weise her, daß man Cellulose durch chemische oder physikalische Umwandlungen in eine Lösung überführt, diese Lösung durch Düsen in ein Fällbad treibt, die so gewonnenen Fäden sammelt und in der üblichen Weise nachbehandelt. Es ist auch bekannt, Kunstfäden aus tierischem Leim und anderen tierischen Rohstoffen unter Zusatz von Glycerin, Kampfer, Schellack usw. herzustellen.
  • Es ist aber noch nicht bekannt, Kunstfäden u. dgl. (Filme, Bänder, Platten usw.) aus einem aus Kon-Nyakku (in der Botanikliteratur unter den verschiedenen Namen Konophallus koniaki, Amorphophallus koniaki, Amorphophallus rivieri, Hydrosme rivieri be-' kannt) gewonnenen Pflanzenmehl herzustellen.
  • Dieses Mehl ist bekanntlich schon in der Papierfabrikation zum überziehen von Papier durch Aufstreichen verwendet worden, um dem Papier besondere Eigenschaften zu geben, es z. B. wasserdicht zu machen und ,ihm größere Festigkeit zu geben.
  • Die Verwendung des vorbtzelrhneten Meblesi zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl. (Filmen, Bändern, Platten usw.) bildet den Gegenstand der Erfindung. Das Mehl wird zur Durchführung des Verfahrens nach einer der weiter unten beschriebenen Methoden in eine möglichst kolloidale Lösung übergeführt und diese Lösung in der in der Kunstseidenfabrikation üblichen Weise versponnen. Werden. die so gewonnenen Kunstfäden bei einem gewissen Trockenheitsgrad zu spröde, so werden der kolloiden Masse noch Zusätze gemacht, die Gewähr dafür bieten, daß die Kunstfäden einen gewissen Feuchtigkeitsgrad behalten und so geschmeidig bleiben, oder die in anderer Weise, wie dies beim Zusatz gewisser Fetteemulsionen der Fall ist, dem Faden eine große Geschmeidigkeit verleihen.
  • Anstatt die Kunstfäden lediglich aus dem vorgenannten Mehl zu gewinnen, kann man die aus diesem gewonnene kolloidale Lösung auch mit einer der üblichen Zellstofflösungen mischen und dann aus dieser so gewonnenen Mischung Kunstfäden spinnen oder ähnliches herstellen.
  • Die aus dieser Mischung gewonnenen Kunstfäden besitzen eine größere Festigkeit und größere Elastizität als die bis jetzt erzeugten Kunstfäden. Diese Eigenschaften erhöhen sich in dem Mäße, wie die Feuchtigkeit der Kunstfäden zunimmt, und können je nach dem Prozentsatz des Zusatzes an kolloidaler Lösung zur Zellstofflösung nach Belieben bis zu einer gewissen Grenze erhöht werden. Die so gewonnenen Fäden haben die unangenehmen hydroskopischen Eigenschaften reiner Cellülosefäden und damit auch den Fehler der verminderten Festigkeit beim Befeuchten zum größten Teil verloren. Durch einen angemessenen Zusatz von Kon-Nyakku wird daher eine bequeme Waschbarkeit erreicht. ' Diese vorteilhaften Eigenschaften @ sind an sich bei der Verwendung des Kon-Nyakku in der Papierfabrikation und Papierverarbeitung schon bekannt.
  • Es ist auch bekannt, daß ein in notwendigem Maße mit Kon-Nyakku gestrichenes Papier unzerreißbar, wasserdicht, waschbar und sehr elastisch ist. Dieselben Eigenschaften verleihen die Bestandteile des Kon-Nyakku-Mehls dem Faden, auch wenn sie in der Cellulosemasse verteilt sind.
  • Um das Kon-Nyakku-Mehl meine kolloidale Lösung überzuführen, kann man verschiedene Wege gehen: Beispielsweise trägt man in in Drehbewegung befindliches Wasser nach und nach kleine Mengen Mehl, etwa 5 bis i o ß/o, ein. Man läßt dann die Flüssigkeit zur Ruhe kommen und so lange stillstehen, bis sie ein gelatineartiges Aussehen aufweist. Hierauf kann man noch so viel Wasser zufügen, bis die Lösung die gewünschte Zusammensetzung hat.
  • Man kann auch unmittelbar i o/oige Lösungen herstellen, indem man in eine Kolloidmühle oder in eine Zentrifugiervorrichtung oder eine andere mechanische Rührvorrichtung die erforderlichen Mengen Mehl und Wasser einführt.
  • Die erhaltenen Lösungen sind immer trüb und müssen filtriert werden, was aber keine Schwierigkeiten macht, wenn man eine fraktionierte Filtration, zunächst mit gröberen und dann mit feineren Filtern, vornimmt.
  • Die Herstellung der Lösungen kann durch Zusatz geringer Mengen von Alkali und Säuren erleichtert werden. Bei der Verarbeitung muß man dem Umstand Rechnung tragen, daß Kon-Nyakku-Lösungen leicht von Bakterien angegriffen werden, die Gärungsvorgänge verursachen und die Lösung so verändern, daß die Herstellung von Fäden oder Filmen unmöglich wird. Durch Beigabe von antiseptischen Mitteln kann man diese Gärung verhindern.
  • In. Betracht kommt beispielsweise eine Zugabe von i % einer q.o%igen Formaldehydlösung. Formaldehyd hat keine koagulierende Wirkung auf Kon-Nyakku und verursacht, da es sich leicht verflüchtigt, keine Arbeitsstörungen.
  • Wenn man eine neutrale Lösung und alkalische Lösung gemischt mit Viskoselösung anwendet, so ist .ein wie üblich erwärmtes Bisulfatbad als Fällbad ausreichend, da die Wärme die Lösung koaguliert und der Säuregehalt des Bades die alkalische Lösung neutralisiert. .

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRÜCHR: i. Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden von beliebiger Feinheit und beliebigem Querschnitt sowie von Bändern, Filmen, Platten usw., dadurch gekennzeichnet, daß Mehl aus Kon-Nyakku (in der Botanik unter den Namen Konophallus koniaki, Amorphophallus koniaki, Amorphophallus rivieri, Hydrosme rivieri bekannt) durch Behandlung z. B, mit Wasser oder mit verdünnter Alkalilauge in Lösung gebracht wird, worauf die so gewonnene Lösung unter Verwendung eines der üblichen Fällbäder in die gewünschte Form übergeführt wird. z, Verfahren nach, Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Kon-Nyalrku gewonnene Lösung in Mischung mit bekannten Celluloselösungen verarbeitet wird.
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