DE687344C - Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen aus Gips, Fasern und sonstigen Zusaetzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen aus Gips, Fasern und sonstigen Zusaetzen

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DE687344C
DE687344C DE1938E0051287 DEE0051287D DE687344C DE 687344 C DE687344 C DE 687344C DE 1938E0051287 DE1938E0051287 DE 1938E0051287 DE E0051287 D DEE0051287 D DE E0051287D DE 687344 C DE687344 C DE 687344C
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DE
Germany
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plaster
paris
fibers
cement
water
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DE1938E0051287
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Dr Rudolf Hayden
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ETERNIT WERKE HATSCHEK L
Eternit Werke Ludwig Hatschek AG
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ETERNIT WERKE HATSCHEK L
Eternit Werke Ludwig Hatschek AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements
    • C04B28/141Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements containing dihydrated gypsum before the final hardening step, e.g. forming a dihydrated gypsum product followed by a de- and rehydration step
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/00474Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00
    • C04B2111/00612Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00 as one or more layers of a layered structure

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen aus Gips, Fasern und sonstigen Zusätzen Die Verwendung von gebranntem Gips zur Herstellung von Kunststein ist alt; und der Wunsch lag nahe, Gips auch für die Herstellung von faserarmierten Kunststeinen nach der Art des Asbestzementes heranzuziehen. Faser-Gips-Kunststein hätte gegenüber Faser-Zement-Kunststein mancherlei Vorteile. Erhärteter Gips besteht im Gegensatz zu erhärtetem Zement ausschließlich aus Kristallmassen. Formlinge aus ihm haben daher eine fast vollkommen der Porosität entsprechende Aufiiahmefähigkeit für Lösungen kristalloider oder kolloider Art oder für geschmolzene Stoffe genügend niedrigen Schmelzpunktes: Während bei Faserzement das Einverleiben porenfüllender Stoffe, - wie Lösungen oder Schmelzen nur unter größten Schwierigkeiten und nur unvollkommen oder gar nicht gelang; ist dies bei Formlingen aus Gips oder Fasern ohne weiteres durch bloßes Tauchen möglich, dessen Zeitdauer nicht nur von der gewünschten Tiefe der Imprägnierung, sondern auch von der Viscosität der Tauchflüssigkeit abhängt.
  • Gips ist, wenn auch schwer, in Wasser löslich. Es ist nun einleuchtend, daß ein wasserabweisendes bzw. wasserunlösliches Parenfüllmittel, etwa ein Paraffin oder Bitumen, diesen Nachteil zu beheben vermag. Ist das Porenfüllmittel chemisch widerstandsfähig, so wird es auch die Einwirkung aggressiver Lösungen 'verhindern. Dabei ist zu bedenken, daß Gips an sich gegen viele Angriffe unempfindlich ist, die Zement zerstören. Ein beispielsweise bituminierter Kunststein aus Faser oder Gips wird daher überall dort verwendet werden können, wo freie Säuren, insbesondere schweflige Säure (Cellulosefabriken) oder Schwefelsäure auch nur den Gedanken an Asbestzement ausschlossen. Auch Abwässer verschiedener Art werden ihm nichts anhaben können.
  • Während Zement alkalisch ist und daher nicht nur auf etwa alkaliempfindliche Zusätze zu Faserzement oder Aufbringungen auf denselben oft sehr nachteilig einwirkt, ist Gips neutral. Dekorative Überzüge organischer Natur auf Faserzement, etwa Lacke mit Gehalt an verseifbaren Ölen, wurden fast immer über kurz oder lang zerstört: Die schönsten Buntdruckverfahren mit oft überraschend schöner Anfangswirkung waren schließlich eine Enttäuschung, allen Kunstgriffen zum Trotz, die angewendet wurden. Es bedarf keiner Erläuterung, daß auf Faser-Gips-Platten auch empfindliche Lackierungen haltbar sein müssen, soweit nicht gerade äußere Einfiüsse schädigend wirken.
  • Untersucht man die Frage, warum Stuckgips bis heute noch nicht nach einem der vielen für Faserzement brauchbaren Verfahren verarbeitet wird; so zeigt sich, daß die viel zu kurze Bindezeit die Ursache ist. Die Hydratation tritt noch während des Verfärmungsvorganges ein, so daß entweder vorzeitige Erhärtung oder Ersaufen des Gipses die Folge ist. Dies würde insbesondere für eine Verarbeitung von Stuckgips nach dem für Asbestzement gebräuchlichen Verfahren gelten.
  • Im folgenden ist ein Verfahren beschrieben, welches: die Möglichkeit bietet, jedes Faser-Zement-Verfahren, das infolge der raschen Hydratisierung des Gipses zur Herstellung von Faser-Gips-Kunststein bisher unbrauchbar war, zur Herstellung von Fäser-Gips-Kunststeinmassen zu verwenden.
  • Der Grundgedanke der Erfindung ist der, daß nicht gebrannter, sondern roher Gips von Zementfeinheit mit den Fasern nach Art .des Faserzementes verarbeitet wird und das Brennen des Gipses erst nach Verformung oder kurz vor dein- Ende derselben erfolgt. Der rohe Formling (Platte, Rohr o. dgl.) wird zunächst auf die zum Brennen des Gipses benötigte Temperatur gebracht, wodurch der Rohgips in die gerade gewünschte Form des gebrannten Gipses übergeht. Im allgemeinen wird man bei etwa 150' C brennen und dabei zu einer dem Stuckgips entsprechenden Zusammensetzung gelangen. Dem nach Durchführung dieser Maßnahme vorliegenden Formling aus Fasern und gebranntem Gips wird, evtl. nach vorhergegangenem Pressen, die zur Hydratation nötige Wassermenge zugegeben (etwa durch Aufspritzen), worauf die übliche Erhärtung eintritt.
  • Es ist einleuchtend, daß neben dieser einfachen Ausführungsform des Verfahrens viele jener Kunstgriffe anwendbar sind, die bei anderen Verformungsverfahren des Gipses ;eübt werden können, urr. zu Erzeugnissen besonderer Eigenschaft zu gelangen. An Stelle -einen Rohgipses sind Mischungen desselben mit anderen Stoffen möglich, wie Kalk, Ton, talk, Kieselsäure üsw., wobei die Menge der -7usätze nach verschiedenen Gesichtspunkten geändert werden kann. Gewisse Zemente, die kein Tricalciumaluminat enthalten und daher kein Gipstreiben zeigen (wie Ferrarizement, Übersulfatzement, Tönerdezemente), können gefahrlos zugemischt werden. Man erreicht damit beispielsweise, daß der frische Rohformling die Fähigkeit erlangt, die weiteren Verfahrensschritte, wie z. B. das Trocknen und Brennen, Bewässern, Erhärten des Gipses, auch ohne tragende Form durchzumachen (Rohre, Formstücke). Ähnlich wirkt durch Gips erregbare Hochofenschlacke. Auch Zumischungen von gebranntem Gips zur Faser-Rohgips-Mischung können unter Umständen in ähnlichem Sinne wirken.
  • Es ist an sich bekannt, Rohgips mit Zuschlagstoffen und Wasser unter Anwendung von Druck zu verformen. Es ließ sich aber nicht voraussehen, daß eine Mischung von Fasern und Rohgips mit großem Wasserüberschuß ohne Störung des Mischungsverhältnisses der festen Anteile zu Formlingen im Sinne der vorliegenden Erfindung verformbar ist. Weiter ist auch das Pressen fein gemahlenen Gipses in trockenem Zustande nicht mehr neu. Diesem bekannten Verfahren gegenüber unterscheidet sich die vorliegende Erfindung dadurch vorteilhaft; daß ein Körper aus Rohgips geformt, gebrannt und anschließend zum Erhärten gebracht wird.
  • Das zur Hydratation des Gipses nötige Wasser kann rein sein oder eine der Lösungen vorstellen, wie sie häufig zur Regelung der Abbinde- und Volumverhältnisse angewendet werden, z. B. Alkali- oder Ammonsalzlösungen. Hat der Gips Zusätze erhalten, wie Kalk oder Zement, so kann das Hydratationswasser kalkbildende Salze oder selbst Säuren enthalten. Das letztere ist besonders dann von Bedeutung, wenn der Zement oder Kalk wieder zerstört werden soll, nachdem er seine Aufgabe - Formhaltung des Roherzeugnisses erfüllt hat. In solchem Falle ist die Wahl der Zementsorte unwichtig.
  • Das beschriebene Verfahren bietet nicht nur die Möglichkeit; die gewünschten Faser-Gips-Formlinge jeder Art zu erzeugen, sondern bringt noch manche Vorteile technischer Art mit sich.
  • Zunächst arbeitet das Verfahren in voller Freiheit, d. h. ohne den Zwang zur raschen Verarbeitung, wie ihn der Zement ausübt, nachdem er einmal- mit Fasern und Wasser vermischt ist. Da Rohgips nicht abbindet, kann seine Verarbeitung beliebig lange ausgedehnt werden. Stillstände sind hinsichtlich der Erhärtung ohne Bedeutung.
  • Es gibt keine Abfälle. Während bei Faserzement der Weichabfall schnellstens wieder in die Fabrikation zurückgeführt werden muß, was nicht immer ganz ohne nachteilige Wirkung ist, ja oft wegen Erhärtens nicht mehr möglich erscheint, bleiben die Weichabfälle aus Fasern und Rohgips unbegrenzt wiederverwendungsfähig, da sie ja nicht erhärten.
  • Wünscht man gepreßte Platten zu erzeugen, so findet das Pressen am einfachsten nach dem Brennen und vor Zugabe des Hydrata.tionswassers statt. Dabei sind ungeölte Zwischenbleche zu verwenden, die gleich nach dem Preßvorgang wieder zur Verfügung stehen.
  • Nicht unerwähnt soll bleiben, daß in Kunststeinen aus Fasern und Gips der Asbest viel leichter durch organische Fasern, z. B. Cellulose, ersetzt werden kann als bei Faserzement, da Gips neutral ist. In Faser-Gips-Platten, deren Poren, wie eingangs beschrieben, durch chemisch widerstandsfähige und wasserfeste Massen gefüllt sind, kann Asbest fast vollständig durch Cellulose ersetzt sein, die in jeder Hinsicht gegen zerstörende Einflüsse geschützt ist.
  • Schließlich sei noch darauf verwiesen, daß Gemische aus rohem Gips und Fasern selbstverständlich auch in Verbindung mit Formlingen aus anderem Baustoff, z. B. als Deckschichten, möglich sind, sofern dieser Stoff nicht nur gipsverträglich ist, sondern auch das beschriebene Verfahren nicht behindert. Faserkalkplatten lassen sich beispielsweise mit Fasergipsplatten verbinden.
  • Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung von Gipsbinden geht man folgendermaßen vor: Auf einer Binde aus dünnem Gewebe, z. B. Mull, wird ein Brei aus ungebranntem Gips und Wasser, das etwas Klebstoff enthält, aufgestrichen. Dieses Gebilde schickt man durch einen Ofen, um das Hydratwasser des Gipses bei ungefähr i 5o° C auszutreiben. Der Gips haftet jetzt fest auf seiner Unterlage und löst sich beim Zusammenrollen der Binde nicht ab. Will man die Binde verwenden, so benetzt man die Gipsschicht, drückt den Wasserüberschuß aus, wobei sich wieder eine gewisse Förmänderung ergibt, und stellt nun den Verband her, wobei die Gipsschicht ihre endgültige Form annimmt, in der sie erhärtet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen aus Gips, Fasern und sonstigen Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung von Rohgips von Zementfeinheit die Ausgangsstoffe unter Zusatz von reichlichen Wassermengen gemischt und geformt werden und daß erst nach der Verformung die Gegenstände gebrannt und anschließend durch Zugabe von Wasser oder wässerigen Lösungen zum Erhärten gebracht werden: z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die erhärteten Gegenstände in der in der Bausteinindustrie üblichen Weise durch Tauchen in gelöste oder geschmolzene Porenfüllmittel unempfindlich gegen Wasser oder wässerige Lösungen gemacht werden. 3: Die Verwendung von nach Anspruch i oder 2 hergestellten Formlingen als Deckschichten für Formlinge aus anderen Ausgangsstoffen.
DE1938E0051287 1937-05-18 1938-06-24 Verfahren zur Herstellung von Kunststeinen aus Gips, Fasern und sonstigen Zusaetzen Expired DE687344C (de)

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DE (1) DE687344C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129879B (de) * 1959-11-26 1962-05-17 Karl Matejko Herstellung von kunstharzvergueteten Gipsbaukoerpern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129879B (de) * 1959-11-26 1962-05-17 Karl Matejko Herstellung von kunstharzvergueteten Gipsbaukoerpern

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