DE461889C - Verfahren zur Herstellung einer vorwiegend aus Gips bestehenden Waermeschutzmasse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer vorwiegend aus Gips bestehenden WaermeschutzmasseInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer vorwiegend aus Gips bestehenden Wärmeschutzmasse. Den besten Wärmeschutz bieten im allgemeinen Materialien, welche sehr porös und lufthaltig sind, was auch in dem geringen spezifischen Gewicht zum Ausdruck kommt. Ein einfaches Verfahren, um derartige Körper herstellen zu können, beruht darauf, daß aus einer sehr wasserhaltigen, formbeständigen Masse das Wasser ausgetrieben wird, so daß an die Stelle desselben kleine Lufträume treten. Das Wesentliche ist nun, einen Körper zu besitzen, der befähigt ist, eine ansehnliche Wassermenge chemisch oder physikalisch zu binden, um dann einen entsprechend porösen Körper zu erhalten.
- Nach einem bekannten Verfahren wird dies dadurch erreicht, daß Gips in kleinen Portionen unter stetem Rühren in einen Wasserüberschuß eingegeben wird. Es ist klar, daß unter diesen Bedingungen die Bindefähigkeit des Gipses beeinträchtig wird, da durch das andauernde Rühren die Verfilzung der Gipskristalle gestört wird. Zum Rühren und langsamen Zugelen des Gipses sind entweder eigene Rührwerke notwendig oder besonders eingelernte Arbeitskräfte, um ein dauernd gleichmäßiges Resultat gewährleisten zu können. Außerdem erfordert dieser Arbeitsvorgang einen erheblichen Zeitaufwand, da die Verfestigung sehr lange, meistens mindestens eine halbe Stunde dauert. Ferner wird durch das Ersaufen des Gipses die Härte des Endproduktes beeinträchtigt. Die als Zwischenprodukt entstehende schwammige Masse ist äußerst empfindlich und kann nur schwierig unter großer Bruchgefahr, meist erst nach längerer Trocknung, aus den Formen genommen «-erden. Es sind daher eine große Anzahl Formen nötig, da sie jeweils erst nach größeren Pausen frisch gefüllt und nur schlecht ausgenutzt werden können.
- Demgegenüber wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die schwammige ;Masse durch einfaches Zusammengießen von zwei Flüssigkeiten, nämlich Kalkmilch und Schwefelsäure, in der Wärme erzeugt. Ohne langes Rühren wird im statu nascendi des Reaktionsproduktes der beiden Flüssigkeiten der Wasserüberschuß gebunden. Langes Rühren oder allmähliches Zugeben von Bindestoffen, wie bei dem bekannten Verfahren, kommt hier vollständig in Wegfall. Da der Abbindevorgang nicht durch dauerndes Mischen gestört ist, erhält auch das Endprodukt eine größere Stabilität. Das schwammige Zwischenprodukt ist schon nach wenigen Minuten so fest, daß es aus den Formen genommen werden kann. Die Ausnutzung der Formen ist daher eine sehr gute. Die Verfestigung kann auch noch durch Kühlung der Masse beschleunigt werden. Infolge der Stabilität des schwammigen Körpers kann auch der Wassergehalt sehr bedeutend sein, was wiederum einen günstigen Einfluß auf die Wärmeleitzahl ausübt, da dann das Raumgewicht nach dem Trocknen geringer ist. Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, daß das erfindungsgemäße Verfahren wesentliche technische Vorteile bietet. Wie bereits bemerkt, wird gemäß der Erfindung unter Wasserüberschuß in der Hitze eine Lösung von Kalk und heißer Schwefelsäure zusammengegeben, "wodurch nach dem Austreten des Wassers ein sehr feinporiger, wärmeschutzfähiger Körper vom spezifischen Gewicht 0,35 und weniger entsteht.
- Nach dem Zusammengeben der beiden Komponenten verfestigt sich die Masse sehr schnell und muß bald in die Formen gefüllt werden. Schon nach wenigen Minuten kann der fertige Formling von hohem Wassergehalt aus der Form genommen werden. Die Verfestigung kann durch Kühlung der gefüllten Formen noch beschleunigt werden.
- In der Praxis bietet die Ausübung des Verfahrens bei hoher Temperatur, im allgemeinen über go°, keine Schwierigkeiten, da durch das Löschen von Kalk und durch das Mischen von konzentrierter Schwefelsäure mit Wasser so viel Wärme entsteht, daß eine zusätzliche Erhitzung entbehrt werden kann. Auch der Reaktionsvorgang ist exotherm, so daß das Zusammengeben der beiden Flüssigkeiten die Temperatur noch weiter erhöht. Man gibt z. B. zu zoo kg etwa 8o° heißer Kalkmilch, hergestellt aus 5o kg frischem Sumpfkalk und"5o kg Wasser, so viel etwa 6o° heiße verdünnte Schwefelsäure (Wasser und konzentrierte Schwefelsäure t : i nach Gewichtsteilen), daß die Masse eben noch alkalisch ist. Sie verfestigt sich sehr schnell und wird sofort in Formen gefüllt. Nach wenigen Minuten kann der stark wasserhaltige Formling der Form entnommen und getrocknet werden.
- Der Kalk ist selbstverständlich nur als Vertreter einer ganzen Klasse ähnlicher Körper, wie z. B. Baryt usw., anzusehen, -welche mit Schwefelsäure wasseriinlösliche Sulfate bilden. Oft ist es auch zweckmäßig, der Masse Füllkörper, wie Kieselgur, Schlämmkreide u. dgl., zuzus-etzeu. Außerdem kann die Härte durch Zugeben von Fluaten, Wasserglas, Gips, Sorelzement u. dgl. erhöht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer vorwiegend aus Gips bestehenden Wärmeschutzmasse, dadurch gekennzeichnet, daß unter Wasserüberschuß in der Hitze eine Lösung von Kalk und heißer Schwefelsäure zusammengegeben wird, wodurch nach dem Austreten des Wassers ein sehr feinporiger, wärmeschutzfähiger Körper vom spezifischen Gewicht o,35 und weniger entsteht.
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