DE183997C - - Google Patents

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DE183997C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
".— Ja 183997 KLASSE-20/. GRUPPE.
WESTERN SYNDICATE LIMITED in LONDON.
Signalvorrichtung für Eisenbahnen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Oktober 1905 ab.
Die Erfindung betrifft eine Signaleinrichtung für Eisenbahnen, bei der auf dem fahrenden Zuge je nach dem Zustande der Strecke ein Gefahrsignal oder ein Sicherheitssignal ausgelöst wird. Es wird dies in bekannter Weise dadurch bewirkt, daß beim Überfahren einer Signalstelle auf der Maschine das Gefahrsignal ertönt, wenn von der Signalstelle aus der eine von zwei Stromkreisen, der im.
ίο Ruhezustand geschlossen ,ist, unterbrochen wird, die Abgabe dieses Signales aber durch eine Einrichtung neben der Strecke verhindert wird, wenn der zweite im Ruhezustand offene Stromkreis von einem Signalwärter oder selbsttätig auf irgend eine Weise geschlossen wird.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Art erfordern jedoch sowohl auf der Strecke wie auf der Maschine eine große Anzahl von Anschlägen, Kontaktvorrichtungen und Schaltern.
Die Erfindung besteht nun in einer besonders einfachen Anordnung, die dadurch erreicht wird, daß ein Anschlaghebel, der den im Ruhezustand geschlossenen Stromkreis beim Auftreffen auf einen Streckenanschlag öffnet, gleichzeitig den zweiten Stromkreis öffnet. Er ist zu diesem Zweck als Stromabnehmer ausgebildet, während der Streckenanschlag gleichzeitig eine Stromschlußschiene darstellt.
Ferner wird durch die Anordnung zweier Wicklungen auf dem das Gefahrsignal auslösenden Elektromagneten erreicht,, daß nur dieser eine Magnet erforderlich wird, der in beide Stromkreise eingeschaltet ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Rückansicht einer mit der Signalvorrichtung ausgestatteten Lokomotive, und
Fig. 3 die Signalvorrichtung in größerem Maßstabe.
Das Gefahrsignal wird hier durch eine auf der Lokomotive b angeordnete Dampfpfeife a, das Signal freie Fahrt durch eine Glocke c gegeben. ■ .
Der Pfeife α wird Dampf durch eine mit dem Lokomotivkessel verbundene Leitung d zugeführt, wenn das Ventil d1 geöffnet wird, das gewöhnlich durch einen Hebel e geschlossen gehalten wird. Auf eine schräge Fläche des Hebels e wirkt die RoIIe-/ eines Winkelhebels/1, dessen zweiter, längerer Arm den Anker g eines Elektromagneten h bildet.
Der Elektromagnet h besitzt zwei Wick- lungen. Die eine Wicklung ist. einerseits durch die Leitung z'1 mit dem Kontakt k1 eines in dem Untergestell / der Lokomotive angeordneten Schalters k, andererseits durch die Leitung z'2 über den Schalter z'3 z4, dessen Zweck später erklärt werden soll,, und die Leitung z5 mit dem einen Pol einerauf der Lokomotive befindlichen Batterie ζ verbunden, deren zweiter Pol an den zweiten Kontakt/c2 des Schalters k angeschlossen ist. ■-. ■
Die zweite Wicklung des Elektromagneten h ist durch die Leitung ν' mit dem Kontakte verbunden, und andererseits durch die Leitung v3, das Gestell der Lokomotive und die Schiene an Erde gelegt. Von der Leitung v1 führt eine Zweigleitung v2 über die elektrische Glocke c zur Erde.

Claims (2)

Für gewöhnlich sind die Kontakte /f1 und k% des Schalters k durch den Schaltarm m leitend verbunden, dessen Welle η in Lagern ηl ruht, die von entsprechenden Lager-Stühlen Z1 des Untergestelles getragen werden. Auf der Welle η sitzt außerdem ein Hebel o, dessen eines Ende durch einen unter Federwirkung stehenden Bolzen ρ gegen eine an den Lagerstühlen Z1 befestigte Querstange Z2 ίο gehalten wird. Das andere Ende des Hebels ο ist durch einen stellbaren Lenker q mit einem Hebel r verbunden, dessen Welle s in den Lagerstühlen Z1 ruht. Die Lagerstühle Z1 sind von dem Untergestell der Lokomotive isoliert. An einem der Lagerstühle ist eine Kontaktfeder u befestigt, die auf einen Bund s1 der Welle s schleift und durch den Lagerstuhl mit einem Kontakt ν des Schalters k leitend verbunden ist. An jeder Signalstelle der Bahnstrecke ist nun zwischen den Schienen des Gleises eine kurze Auflaufschiene t vorgesehen, die. mit einer isolierten Metallschiene t1 versehen ist. 25' Wenn die Lokomotive über die Schiene t fährt, so wird der Hebel r gehoben und der Schalter k geöffnet, wodurch der Stromkreis der Batterie i unterbrochen wird. Infolgedessen wird der Magnet h stromlos und der Anker g fällt auf den Anschlag gl. Dadurch wird der Druck auf den Hebel e aufgehoben und die Dampfpfeife α ertönt, indem der Dampf das Leitungsventil öffnet und durch die Pfeife ausströmt. Dieses Signal dient, wie erwähnt, als Gefahrsignal. Sobald die Lokomotive die Schiene t verläßt, führt der Bolzenj? den Schaltarm m in die Arbeitsstellung zurück und der Stromkreis der Batterie wird wieder geschlossen. Der Lokomotivführer bewegt sodann mittels Handgriffes/2 den Anker g in die frühere Stellung. Wenn beim Überfahren der Signalstelle die Strecke, frei ist, so wird durch den-Bahnwächter der Schalter w geschlossen. Dies hat zur Folge, daß beim Überfahren der Schiene i1 ein Stromkreis hergestellt wird . von dem einen Pol der- feststehenden Batterie χ über Schiene f1, Hebel r, Feder, u, Klemme v, Leitung v1, die zweite Magnetwicklung, Leitung vs zur Erde, an die der zweite Batteriepol gelegt ist. Der Magnet h bleibt somit erregt und der Anker g fällt, trotzdem die erste Magnetwicklung stromlos wird, nicht ab. Die Dampfpfeife α kommt somit nicht zur Wirkung, obgleich der Arm m vorübergehend den Schalter k öffnet und der Stromkreis der Batterie i unterbrochen wird. Ist der Stromkreis der zweiten Magnetwicklung geschlossen, so fließt ein Teil des Stromes durch die Zweigleitung und die elektrische Glocke c, wodurch das Signal freie Fahrt gegeben wird. Um einen unnötigen Stromverlust zu vermeiden, wenn die Lokomotive nicht unter Dampf steht, ist folgende Einrichtung getroffen. Von der Dampfleitung d ist eine Leitung d2 abgezweigt, die zu einem mit einer Metallmembranyl versehenen Zylindery führt. Eine Feder y8 drückt gegen einen durch den Zylinderdeckel j--2 geführten KoI-ben ^ und dieser gegen eine im Stromkreis der ersten Magnetwicklung liegende Kontaktfeder z4. Die Kolbenfeder ist genügend stark, um den Kolben dem Dampfdruck entgegenzuhalten, solange die Spannung des Dampfes in der Leitung d% einen gewissen Betrag nicht überschreitet. Dieser Betrag wird erst dann überschritten, wenn die Lokomotive für die Fahrt bereitgestellt wird. Der Schalter ia i4 wird somit durch den Dampfdruck erst dann geschlossen, wenn die Lokomotive im Dienst ist oder zum Dienst fertiggestellt wird. Paten T-A ν Sprüche:
1. Signalvorrichtung für Eisenbahnen, bei der ein Gefahrsignal auf dem Zuge ertönt, wenn der eine von zwei Stromkreisen, der im Ruhezustand geschlossen ist, von der Strecke aus unterbrochen und auch der zweite, im Ruhezustand offene Stromkreis nicht durch eine außerhalb des Zuges liegende Kontaktvorrichtung geschlossen wird, gekennzeichnet durch einen als Stromabnehmer ausgebil- ; deten Anschlaghebel, der beim Auftreffen auf eine den Streckenanschlag darstellende Stromschlußschiene nicht nur den im Ruhezustand geschlossenen Stromkreis öffnet, sondern auch ein Schließen des für gewöhnlich offenen Stromkreises von der Strecke aus ermöglicht, wodurch ein • mit zwei Wicklungen versehener, in beiden Stromkreisen liegender Elektromagnet an der Abgabe des Gefahrsignales verhindert wird, wenn dieser zweite Stromkreis an der Signalstelle geschlossen wird.
2. Signalvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in dem im Ruhezustand geschlossenen Stromkreise liegende Stromschlußvorrichtung, die durch den Dampfdruck der Lokomotive so lange geschlossen gehalten wird, als der Druck eine zum Betriebe ausreichende Spannung besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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