DE183722C - - Google Patents
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- DE183722C DE183722C DE1905183722D DE183722DA DE183722C DE 183722 C DE183722 C DE 183722C DE 1905183722 D DE1905183722 D DE 1905183722D DE 183722D A DE183722D A DE 183722DA DE 183722 C DE183722 C DE 183722C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F15/00—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
- G07F15/003—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity for electricity
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 183722 -KLASSE 43 b. GRUPPE
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein
Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas und Wasser, bei welchem nach Einwurf eines
Geldstückes durch die Gewichtswirkung der eingeworfenen Münze oder von Hand eine
Feder gespannt wird. Die Erfindung besteht in einer derartigen Ausbildung und Zusammenwirkung
der für die Schaltbewegungen in Betracht kommenden Teile, daß die durch
ίο Münzeneinwurf oder nach Münzeneinwurf von
Hand gespannte Feder sowohl die für die Einschaltung als auch die für die Ausschaltung
nötige Kraft liefert' und infolgedessen den
schaltenden Teilen in beiden Fällen eine Bewegung nach derselben Richtung hin erteilt.
Es kann daher bei Verwendung des Selbst Verkäufers für Elektrizität anstatt eines oszillierenden
Schalters ein kreisender Schalter verwendet, werden. Letzterer hat den Voiteil,
daß Stromschluß- und Unterbrechungsstelle räumlich voneinander getrennt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Selbstverkäufers
dargestellt, und zwar beispielsweise für den Verkauf von Elektrizität.
Auf der Achse 1 oder einem mit der Achse 1
fest verbundenen Teil, z. B. einer Scheibe oder einem Arm des Schaltknebels, ist ein
federnder Mitnehmer 2 befestigt, welcher mit einem Stift 7 versehen ist. Außerdem sitzen
lose auf der Achse 1 die beiden Hebel 3 und 4, welche miteinander durch eine Feder 5 gekuppelt
sind. Diese Feder 5 bewirkt das momentane Ein- und Ausschalten des mit
Hebel 4 starr verbundenen ' Schaltarmes 6. Der um den Zapfen 11 drehbare Hebel 8 steht
unter dem Einfluß der Feder 12 und trägt an seinem äußeren Ende einen Stift 9. Das
am Gehäuse befestigte Metallstück 13 ragt in die Bewegungsbahn des federnden Armes 2.
Die Achse 10 besitzt eine Fläche 14, mittels deren sie den Schalter in der Schlußstellung
arretiert hält; die Lage dieser Achse wird von der Feder 15 kontrolliert. An ihrem äußeren
Ende trägt die Achse 10 einen langen Hebel 16, welcher mit dem auf den halben Querschnitt
abgefrästen Ende der Achse 17 in der unten erläuterten Art zusammen arbeitet. Die Achse
17 wird durch den Schaltknebel unter Zwischenschaltung einer beliebigen Übersetzung entgegen
der Richtung des Pfeiles gedreht, während die Rückbewegung durch den Zähler erfolgt.
Die Wirkungsweise dieses Selbstverkäufers ist folgende:
Wird nach Einwurf eines Geldstückes (die Münze dient lediglich dazu, den Knebel 18
für eine Drehung nach links auszulösen) der in bekannter Weise gegen Rückwärtsdrehen
gesperrte Schaltknebel 18 (Fig. 3) entgegen dem Uhrzeiger gedreht, so nimmt der federnde
Mitnehmer 2 mittels seines Stiftes 7 den Arm 3 mit, während sich der Arm 4 gegen den Stift 9
des Hebels 8 legt (Fig. 1). Infolgedessen wird Feder 5 gespannt, bis der Arm 3 den Sperrhebel
8 gegen den Druck der Feder 12 beiseite schiebt (Fig. 2). Dadurch wird Hebel 4
ausgelöst und kann infolgedessen unabhängig von der Bewegung des Schaltknebels dem Zuge
der Feder 5 folgen; er wird sich also bei gleichzeitiger Mitnahme des Schaltarmes 6 nach derselben
Richtung, in welcher vorher die Spannung
(2. Auflage, ausgegeben am 27. Juli igcrj.)
der Feder 5 erfolgte, um die Achse 1 drehen, bis er von Fläche 14 aufgefangen wird; hierbei
ist der Schaltarm 6 in seine Stromschluß stellung gekommen. Die Einschaltung erfolgt
also lediglich unter dem Einfluß der Feder 5, d. h. dieselbe kann von außen nur eingeleitet, aber selbst nicht beeinflußt werden.
Da die Feder 5 nur teilweise entspannt ist, so übt der Hebel 4 auf die Achse 10 ein
Drehmoment aus. Dieselbe wird sich also unter gleichzeitiger Spannung der Feder 15
drehen, bis sich Arm 16 gegen Achse 17 mit einem gewissen Drucke legt; Achse 17 ist
nämlich beim Drehen des Knebels durch geeignete, in der Zeichnung nicht dargestellte
Übertragungsmittel aus der Anfangslage herausbewegt worden und in die aus Fig. 2 ersichtliche
Lage gekommen. Der Druck des Hebels 16 auf die Achse 17 muß so klein sein*
daß er die Angaben des Zählers nicht beeinflußt. Dies wird sehr einfach dadurch erreicht, daß der Hebel 16 sehr lang gemacht
wird. Außerdem kann dieser Druck durch Verändern der Federspannung 15 auf das
kleinste angängige Maß gebracht werden, indem Feder 15 derart gespannt wird, daß
Hebel 4 nach Auslösen des Armes 16 die Achse 10 gerade noch mit Sicherheit zu drehen
vermag.
Sobald nun in dieser Weise der elektrische Stromkreis geschlossen ist, dreht der Konsument
den Schaltknebel 18 weiter; denn die mit dem eingeworfenen Gelde bezahlte Energiemenge
kann erst dann vollständig bezogen werden, wenn der Knebel eine ganze Umdrehung gemacht hat. Bei dieser weiteren
Drehung des Schaltknebels wird, nachdem Hebel 3 die Sperrklinke 8 passiert hat, der
federnde Arm 2 durch das Metallstück 13 aus seiner Bahn abgelenkt (Fig. 4). Infolgedessen
wird Stift 7 vom Hebel 3 in Richtung der Achse ι abgezogen; der Hebel 3 wird hierdurch
frei, ist jedoch gegen Rückwärtsdrehen unter dem Zuge der Feder 5 durch Hebel 8
gesperrt (Fig. 5). Bei der weiteren Drehung des Knebels wird nur der mit Achse 1 fest
verbundene Arm 2 mitgenommen; sobald der Knebel in seine Anfangslage gebracht ist,
: wird er in irgendwelcher Weise gegen eine weitere Drehung so lange gesperrt, bis der
Einwurf einer weiteren Münze erfolgt ist. In dieser Anfangslage ist der Mitnehmer 2
und damit auch Stift 7 durch einen in der Zeichnung nicht angegebenen Anschlag, welcher
am Gestelle befestigt ist, nach rückwärts ausgebogen: Nach Einwurf je einer weiteren
Münze können der Knebel und damit auch der Arm einmal herumgedreht werden, wobei gleichzeitig
Achse 17 stets um einen gewissen Winkel entgegen der Richtung des Pfeiles weiter
bewegt wird. Der Arm 2 beeinflußt hierbei die beiden Hebel 3 und 4 nicht, da er im Momente, wo er mit seinem Stift 7 gegen
den Hebel 3 stoßen würde, von dem Metallstücke 13 aus seiner Bahn abgelenkt wird
und infolgedessen sein Stift 7 unter Hebel 3 hinweggleitet.
Es ist selbstverständlich, daß die Zahl der nacheinander eingeführten Münzen begrenzt
sein muß, damit die Achse 17 nach einer ganzen Umdrehung nicht in ihre Anfangslage
gedreht werden kann (Fig. 1). Die Art dieser Begrenzung gehört jedoch nicht zum
Wesen der Eifindung und ist infolgedessen in den Zeichnungen nicht dargestellt.
Ist nun die mit dem eingeworfenen Gelde bezahlte Energie verbraucht, so ist Achse 17
durch den Zähler in die in Fig. 1 dargestellte Anfangslage gebracht worden, in welcher die
Fläche der Achse 17 ungefähr horizontal steht. Hierbei wird Arm 16 nicht mehr von
Achse 17 gesperrt, es kann sich also die Achse 10 unter dem Drucke des Hebels 4 drehen, bis
Hebel 4 von Fläche 14 abgleitet, worauf Achse 10 selbst unter dem Einflüsse der Feder 15 in
ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt. Hebel 4 folgt nach dem Abgleiten von Achse 10 dem
Zuge der Feder 5 und dreht sich gleichzeitig mit dem Schaltarm 6 um Achse 1 in derselben
Richtung wie bei der Einschaltung 1. Hierbei gleitet der Schaltarm 6 von den Kontaktfedern
ab und bewirkt infolgedessen ein sprungweises momentanes Ausschalten des Stromkreises.
Hebel 4 wird ferner durch die ihm und dem Schaltarm 6 bei Entspannung der Feder 5 erteilte Beschleunigung ulxr die
Lage, welche der entspannten Feder entsprechen würde, hinausfliegen, bis er durch den
Stift 9 aufgefangen wird; bei dieser Bewegung wird, da die Feder 5 auch in der Entspannungsrichtung
eine gewisse Kupplung zwischen den Hebeln 4 und 3 darstellt, auch Hebel 3 mitgenommen,
so daß er sich von Hebel 8 entfernt. Hierbei bewegt sich Arm 3 über den — wie oben angegeben — zurückgebogenen Stift 7
hinweg, so daß Arm 3 vor den Stift 7, also wieder in die Lage nach Fig. 1 zu liegen kommt.
Diese Ausführung hat den Vorteil, daß sowohl die Einschaltung als auch die Ausschaltung
plötzlich erfolgt, so daß ein eventuell beim Schalten auftretender Funke sofort abgerissen
wird. Da ferner der Schalter nur von einem einzigen Organ (Feder 5) während seiner Schaltungen beeinflußt wird, gestaltet
sich auch der Aufbau des ganzen Selbstverkäufers sehr einfach. Ein weiterer Vorteil
besteht darin, daß die den Schalter in der geschlossenen Stellung arretiert haltenden Vorrichtungen
in sehr einfacher Weise vom Zähler unter Aufwand eines Minimums an Kraft ausgelöst werden kann.
Der beschriebene Selbstverkäufer kann auch
Claims (2)
- für Gas- und Wassermesser verwendet werden. Der Schaltarm 6 wirkt dann anstatt auf einen elektrischen Schalter z. B. auf ein Ventil ein.Patent-Ansi'küciie:i. Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas und Wasser derjenigen Art, bei welcher durch die eingeworfene Münze oder nach Münzeneinwurf von Hand eine die Ein- und Ausschaltung der zu verkaufenden Energie bezw. Stoffes bewirkende Feder gespannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (5) den Hauptschaltarm (6) mit einem Mitnehmer (3), welcher mit dem von der Münze oder von Hand beeinflußten Teile (Welle 1) anfangs gekuppelt, später aber von ihm entkuppelt ist, in der Weise verbindet, daß die gespannte Feder (5) sowohl für die Ein- als auch Ausschaltung in derselben Richtung absatzweise entspannt wird.
- 2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der Einschaltung noch vorhandene, zur späteren Ausschaltung erforderliche Spannkraft der Feder (5) in ihrer Wirkung auf die durch das Meßwerk (17) gesteuerte, zur Festlegung des Hauptschaltarmes (6) in der Einschaltstellung dienende Sperrvoriichtung (10, 14, 16) durch eine gegebenenfalls regelbare Gegenkraft (15) teilweise aufgehoben wird, zum Zwecke, dem Meßwerk die Auslösung der Sperrvorrichtung möglichst zu erleichtern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT32745D AT32745B (de) | 1905-12-28 | 1906-11-03 | Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas und Wasser. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE183722C true DE183722C (de) |
Family
ID=447712
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1905183722D Expired - Lifetime DE183722C (de) | 1905-12-28 | 1905-12-28 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE183722C (de) |
-
1905
- 1905-12-28 DE DE1905183722D patent/DE183722C/de not_active Expired - Lifetime
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