DE183722C - - Google Patents

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DE183722C
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spring
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DE1905183722D
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/003Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity for electricity

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Coin-Freed Apparatuses For Hiring Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 183722 -KLASSE 43 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Dezember 1905 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas und Wasser, bei welchem nach Einwurf eines Geldstückes durch die Gewichtswirkung der eingeworfenen Münze oder von Hand eine Feder gespannt wird. Die Erfindung besteht in einer derartigen Ausbildung und Zusammenwirkung der für die Schaltbewegungen in Betracht kommenden Teile, daß die durch
ίο Münzeneinwurf oder nach Münzeneinwurf von Hand gespannte Feder sowohl die für die Einschaltung als auch die für die Ausschaltung nötige Kraft liefert' und infolgedessen den schaltenden Teilen in beiden Fällen eine Bewegung nach derselben Richtung hin erteilt. Es kann daher bei Verwendung des Selbst Verkäufers für Elektrizität anstatt eines oszillierenden Schalters ein kreisender Schalter verwendet, werden. Letzterer hat den Voiteil, daß Stromschluß- und Unterbrechungsstelle räumlich voneinander getrennt werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Selbstverkäufers dargestellt, und zwar beispielsweise für den Verkauf von Elektrizität.
Auf der Achse 1 oder einem mit der Achse 1 fest verbundenen Teil, z. B. einer Scheibe oder einem Arm des Schaltknebels, ist ein federnder Mitnehmer 2 befestigt, welcher mit einem Stift 7 versehen ist. Außerdem sitzen lose auf der Achse 1 die beiden Hebel 3 und 4, welche miteinander durch eine Feder 5 gekuppelt sind. Diese Feder 5 bewirkt das momentane Ein- und Ausschalten des mit Hebel 4 starr verbundenen ' Schaltarmes 6. Der um den Zapfen 11 drehbare Hebel 8 steht unter dem Einfluß der Feder 12 und trägt an seinem äußeren Ende einen Stift 9. Das am Gehäuse befestigte Metallstück 13 ragt in die Bewegungsbahn des federnden Armes 2. Die Achse 10 besitzt eine Fläche 14, mittels deren sie den Schalter in der Schlußstellung arretiert hält; die Lage dieser Achse wird von der Feder 15 kontrolliert. An ihrem äußeren Ende trägt die Achse 10 einen langen Hebel 16, welcher mit dem auf den halben Querschnitt abgefrästen Ende der Achse 17 in der unten erläuterten Art zusammen arbeitet. Die Achse 17 wird durch den Schaltknebel unter Zwischenschaltung einer beliebigen Übersetzung entgegen der Richtung des Pfeiles gedreht, während die Rückbewegung durch den Zähler erfolgt.
Die Wirkungsweise dieses Selbstverkäufers ist folgende:
Wird nach Einwurf eines Geldstückes (die Münze dient lediglich dazu, den Knebel 18 für eine Drehung nach links auszulösen) der in bekannter Weise gegen Rückwärtsdrehen gesperrte Schaltknebel 18 (Fig. 3) entgegen dem Uhrzeiger gedreht, so nimmt der federnde Mitnehmer 2 mittels seines Stiftes 7 den Arm 3 mit, während sich der Arm 4 gegen den Stift 9 des Hebels 8 legt (Fig. 1). Infolgedessen wird Feder 5 gespannt, bis der Arm 3 den Sperrhebel 8 gegen den Druck der Feder 12 beiseite schiebt (Fig. 2). Dadurch wird Hebel 4 ausgelöst und kann infolgedessen unabhängig von der Bewegung des Schaltknebels dem Zuge der Feder 5 folgen; er wird sich also bei gleichzeitiger Mitnahme des Schaltarmes 6 nach derselben Richtung, in welcher vorher die Spannung
(2. Auflage, ausgegeben am 27. Juli igcrj.)
der Feder 5 erfolgte, um die Achse 1 drehen, bis er von Fläche 14 aufgefangen wird; hierbei ist der Schaltarm 6 in seine Stromschluß stellung gekommen. Die Einschaltung erfolgt also lediglich unter dem Einfluß der Feder 5, d. h. dieselbe kann von außen nur eingeleitet, aber selbst nicht beeinflußt werden. Da die Feder 5 nur teilweise entspannt ist, so übt der Hebel 4 auf die Achse 10 ein Drehmoment aus. Dieselbe wird sich also unter gleichzeitiger Spannung der Feder 15 drehen, bis sich Arm 16 gegen Achse 17 mit einem gewissen Drucke legt; Achse 17 ist nämlich beim Drehen des Knebels durch geeignete, in der Zeichnung nicht dargestellte Übertragungsmittel aus der Anfangslage herausbewegt worden und in die aus Fig. 2 ersichtliche Lage gekommen. Der Druck des Hebels 16 auf die Achse 17 muß so klein sein* daß er die Angaben des Zählers nicht beeinflußt. Dies wird sehr einfach dadurch erreicht, daß der Hebel 16 sehr lang gemacht wird. Außerdem kann dieser Druck durch Verändern der Federspannung 15 auf das kleinste angängige Maß gebracht werden, indem Feder 15 derart gespannt wird, daß Hebel 4 nach Auslösen des Armes 16 die Achse 10 gerade noch mit Sicherheit zu drehen vermag.
Sobald nun in dieser Weise der elektrische Stromkreis geschlossen ist, dreht der Konsument den Schaltknebel 18 weiter; denn die mit dem eingeworfenen Gelde bezahlte Energiemenge kann erst dann vollständig bezogen werden, wenn der Knebel eine ganze Umdrehung gemacht hat. Bei dieser weiteren Drehung des Schaltknebels wird, nachdem Hebel 3 die Sperrklinke 8 passiert hat, der federnde Arm 2 durch das Metallstück 13 aus seiner Bahn abgelenkt (Fig. 4). Infolgedessen wird Stift 7 vom Hebel 3 in Richtung der Achse ι abgezogen; der Hebel 3 wird hierdurch frei, ist jedoch gegen Rückwärtsdrehen unter dem Zuge der Feder 5 durch Hebel 8 gesperrt (Fig. 5). Bei der weiteren Drehung des Knebels wird nur der mit Achse 1 fest verbundene Arm 2 mitgenommen; sobald der Knebel in seine Anfangslage gebracht ist,
: wird er in irgendwelcher Weise gegen eine weitere Drehung so lange gesperrt, bis der Einwurf einer weiteren Münze erfolgt ist. In dieser Anfangslage ist der Mitnehmer 2 und damit auch Stift 7 durch einen in der Zeichnung nicht angegebenen Anschlag, welcher am Gestelle befestigt ist, nach rückwärts ausgebogen: Nach Einwurf je einer weiteren Münze können der Knebel und damit auch der Arm einmal herumgedreht werden, wobei gleichzeitig Achse 17 stets um einen gewissen Winkel entgegen der Richtung des Pfeiles weiter bewegt wird. Der Arm 2 beeinflußt hierbei die beiden Hebel 3 und 4 nicht, da er im Momente, wo er mit seinem Stift 7 gegen den Hebel 3 stoßen würde, von dem Metallstücke 13 aus seiner Bahn abgelenkt wird und infolgedessen sein Stift 7 unter Hebel 3 hinweggleitet.
Es ist selbstverständlich, daß die Zahl der nacheinander eingeführten Münzen begrenzt sein muß, damit die Achse 17 nach einer ganzen Umdrehung nicht in ihre Anfangslage gedreht werden kann (Fig. 1). Die Art dieser Begrenzung gehört jedoch nicht zum Wesen der Eifindung und ist infolgedessen in den Zeichnungen nicht dargestellt.
Ist nun die mit dem eingeworfenen Gelde bezahlte Energie verbraucht, so ist Achse 17 durch den Zähler in die in Fig. 1 dargestellte Anfangslage gebracht worden, in welcher die Fläche der Achse 17 ungefähr horizontal steht. Hierbei wird Arm 16 nicht mehr von Achse 17 gesperrt, es kann sich also die Achse 10 unter dem Drucke des Hebels 4 drehen, bis Hebel 4 von Fläche 14 abgleitet, worauf Achse 10 selbst unter dem Einflüsse der Feder 15 in ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt. Hebel 4 folgt nach dem Abgleiten von Achse 10 dem Zuge der Feder 5 und dreht sich gleichzeitig mit dem Schaltarm 6 um Achse 1 in derselben Richtung wie bei der Einschaltung 1. Hierbei gleitet der Schaltarm 6 von den Kontaktfedern ab und bewirkt infolgedessen ein sprungweises momentanes Ausschalten des Stromkreises. Hebel 4 wird ferner durch die ihm und dem Schaltarm 6 bei Entspannung der Feder 5 erteilte Beschleunigung ulxr die Lage, welche der entspannten Feder entsprechen würde, hinausfliegen, bis er durch den Stift 9 aufgefangen wird; bei dieser Bewegung wird, da die Feder 5 auch in der Entspannungsrichtung eine gewisse Kupplung zwischen den Hebeln 4 und 3 darstellt, auch Hebel 3 mitgenommen, so daß er sich von Hebel 8 entfernt. Hierbei bewegt sich Arm 3 über den — wie oben angegeben — zurückgebogenen Stift 7 hinweg, so daß Arm 3 vor den Stift 7, also wieder in die Lage nach Fig. 1 zu liegen kommt.
Diese Ausführung hat den Vorteil, daß sowohl die Einschaltung als auch die Ausschaltung plötzlich erfolgt, so daß ein eventuell beim Schalten auftretender Funke sofort abgerissen wird. Da ferner der Schalter nur von einem einzigen Organ (Feder 5) während seiner Schaltungen beeinflußt wird, gestaltet sich auch der Aufbau des ganzen Selbstverkäufers sehr einfach. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die den Schalter in der geschlossenen Stellung arretiert haltenden Vorrichtungen in sehr einfacher Weise vom Zähler unter Aufwand eines Minimums an Kraft ausgelöst werden kann.
Der beschriebene Selbstverkäufer kann auch

Claims (2)

  1. für Gas- und Wassermesser verwendet werden. Der Schaltarm 6 wirkt dann anstatt auf einen elektrischen Schalter z. B. auf ein Ventil ein.
    Patent-Ansi'küciie:
    i. Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas und Wasser derjenigen Art, bei welcher durch die eingeworfene Münze oder nach Münzeneinwurf von Hand eine die Ein- und Ausschaltung der zu verkaufenden Energie bezw. Stoffes bewirkende Feder gespannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (5) den Hauptschaltarm (6) mit einem Mitnehmer (3), welcher mit dem von der Münze oder von Hand beeinflußten Teile (Welle 1) anfangs gekuppelt, später aber von ihm entkuppelt ist, in der Weise verbindet, daß die gespannte Feder (5) sowohl für die Ein- als auch Ausschaltung in derselben Richtung absatzweise entspannt wird.
  2. 2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der Einschaltung noch vorhandene, zur späteren Ausschaltung erforderliche Spannkraft der Feder (5) in ihrer Wirkung auf die durch das Meßwerk (17) gesteuerte, zur Festlegung des Hauptschaltarmes (6) in der Einschaltstellung dienende Sperrvoriichtung (10, 14, 16) durch eine gegebenenfalls regelbare Gegenkraft (15) teilweise aufgehoben wird, zum Zwecke, dem Meßwerk die Auslösung der Sperrvorrichtung möglichst zu erleichtern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905183722D 1905-12-28 1905-12-28 Expired - Lifetime DE183722C (de)

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AT32745D AT32745B (de) 1905-12-28 1906-11-03 Selbstverkäufer für Elektrizität, Gas und Wasser.

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