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Photographischer Objektiwerschluss
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Verwendung zweier Verschlussblätterantriebsringe und damit einen erheblichen zusätzlichen Aufwand an komplizierten und störanfälligen Bauteilen zur Lagerung und Führung der Ringe erfordert, muss ein wei-
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Ende des Verschlussablaufes nicht herangezogen werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Objektivverschluss zu schaffen, bei welchem unter Beibehaltung einer in einer geschlossenen Gehäuseform unterbringbaren, aufwandsparenden und in funktionstechnischer Hinsicht bestens bewährten Verschlussblätterantriebsanordnung sowie unter Verwendung eines Blendeneinstellers an sich bekannter Art der Verschlussblätterantriebsring beim Belichtungsablauf einen mehr oder weniger grossen Winkelweg in Abhängigkeit von der jeweiligen Einstellung des Blendeneinstellers zurücklegt, während der Verschlussantriebsteil stets den gleichen Ablaufweg besitzt.
Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäss der Erfindung bei einem Objektivverschluss der eingangs beschriebenen Gattung dadurch erreicht, dass das Übersetzungsgetriebe eine schwenkbar gelagerte Schwinge, ferner eine diese mit dem Antriebsteil des Verschlusses verbindende Treibklinke sowie eine einenends an der Schwinge, andernends am Verschlussblätterantriebsring gelenkig angreifende Schubstange aufweist, deren schwingenseitiger Anlenkpunkt zur Erzielung verschieden grosser Winkelwege des Verschlussblätterantriebsringes mittels eines Einstellmechanismus in seinem Abstand von der Achse der Schwinge veränderbar ist, wobei eine Marke dieses Einstellmechanismus mit einer Blendenskala zusammenspricht.
Auf diese Weise ist ein Objektivverschluss geschaffen, der die den bekannten Verschlussanordnungen anhaftenden Mängel vermeidet sowie unter Beibehaltung seiner konventionellen Ausbildungsform und der dieser Bauart sowohl in baulicher als auch in funktioneller Hinsicht eigenen Vorteile durch entsprechende Einstellung eines üblichen Blendeneinstellers zu einer derartigen Beeinflussung des Verschlussblätterantriebes führt, dass die entsprechend der Blendenvorwahl eingestellte Öffnungsweite der Verschlussblätter mit Sicherheit erzielbar ist.
Gegenstand eines älteren Rechtes (österr. Patentschrift Nr. 225524) ist bereits ein photographischer Objektivverschluss, dessen Verschlussblätter beim Belichtungsablauf in Abhängigkeit von der Einstellung eines zwischen dem Antriebsteil des Verschlusses und dem Verschlussblätterantriebsring angeordneten, in
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weite ausschwingen und dabei dieBlendenöf'nung bilden.
Bei diesem weist, ebenso wie beim Gegenstand der Erfindung das Übersetzungsgetriebe eine schwenkbar gelagerte Schwinge, ferner eine diese mit dem Antriebsteil des Verschlusses verbindende Schubstange sowie eine einerends an der Schwinge, andemends am Verschlussblätterantriebsring gelenkig angreifende Schubstange auf, deren schwingenseitiger Anlenkpunkt zur Erzielung verschieden grosser Winkelwege des Verschlussblätterantriebsringes mittels eines Einstellmechanismus in seinem Abstand von der Achse der Schwinge veränderbar ist.
Während dort jedoch die Tatsache, dass bei einer solchen Konstruktion eine Veränderung der Blendeneinstellung zugleich eine Veränderung der Öffnungszeit zur Folge hat, für eine Art Programmsteuerung ausgenützt wird, indem der Einstellmechanismus mit dem Zeiger eines Belichtungsmessers zusammenwirkt, soll gemäss der Erfindung eine Marke des Einstellmechanismus mit einer Blendenskala zusammenspielen, so dass also in der üblichen Weise die Blendeneinstellung von Hand aus erfolgen kann.
Zur Erzielung eines freizügigen und unverwickelten Aufbaues des Verschlusses kann erfindungsgemäss die Schwinge mit einer im wesentlichen radial zu ihrer Achse verlaufenden Kulisse versehen sein, in die ein am schwingenseitigen Ende der Schubstange angeordneter Stift verschiebbar eingreift.
Um mit geringem Aufwand an Bauteilen und ohne besondere Anordnungsbedingungen für einen Blendeneinsteller an sich bekannter Art eine Änderung der Übersetzungsverhältnisse des Hebelgetriebes durchführen zu können, dient gemäss der Erfindung zur Einstellung des in der Kulisse verschiebbar geführten Stiftes ein zweiarmiger, ortsfest gelagerter Hebel, dessen einer Arm über eine Koppelstange mit der Schubstange bzw. dessen Stift gelenkig verbunden ist, während sein anderer Arm mit einer Steuerkurve des Blendenstellers zusammenwirkt. Damit sind gleichzeitig die Voraussetzungen für einen grossen Einstellweg der Blendenvorwahleinrichtung geschaffen, wodurch eine weitgedehnte sowie eine übersichtliche Einstellung gewährleistende Anordnung der Einstellskala für die Blendenvorwahl ermöglicht ist.
Um ferner zu erreichen, dass die Verschlussblätter auch bei möglicherweise auftretenden Verschleisserscheinungen in den Gelenkstellen der Treibwerkteile nicht weiter als auf die tatsächliche, entsprechend der Blendenvorwahl eingestellte Öffnungsweite ausschwingen können, ist in Weiterbildung der Erfindung den Verschlussblättern ein in Abhängigkeit von der Einstellbewegung des Blendeneinstellers bewegbarer Anschlag zugeordnet, der eine zusätzliche Begrenzung für die Ausschwingbewegung der Verschlussblätter bezüglich der jeweils eingestellten Öffnungsweite darstellt.
Hiezu kann beispielsweise dem Antriebsring der Verschlussblätter ein als zweiarmiger Hebelausgebildeter Anschlag zugeordnet sein. desser. einer Arm
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mit einer Steuerkurve des Blendeneinstellers zusammenarbeitet, während sein anderer Arm in der Bewe- gungsbahn eines am Verschlussblätterantriebsringes angeordneten Anschlagstiftes liegt.
In anderer Weise könnten an Stelle dieses einen Anschlages auch mehrere bewegbare, den einzelnen
Verschlussblättern unmittelbar zugeordnete Anschläge angeordnet und in Abhängigkeit von der Einstellbe- wegung der Einstellscheibe gemeinsam verstellbar sein, wodurch auch ein möglicherweise zwischen der
Gelenkverbindung von Verschlussblättern und Antriebsring vorhandenes Spiel völlig ohne Wirkung bezüg- lich der jeweiligen maximalen Ausschwingweite der Verschlussblätter ist.
Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung ersichtlich, die ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung veranschaulicht. Es zeigt :
Fig. 1 den auf grösste Blendenöffnung eingestellten Verschluss in gespannter Lage und in Schliessstel- lung befindliche Verschlussblättern, Fig. 2 den Verschluss bei gleicher Einstellung wie in Fig. l, jedoch in halb abgelaufenem Zustand und voll geöffneten Verschlussblättern, Fig. 3 den Verschluss auf einen mitt- leren Blendenwert eingestellt in gespannter Lage und geschlossenen Verschlussblättern, Fig. 4 den Ver- schluss bei gleicher Einstellung wie in Fig. 3, jedoch in halbabgelaufenem Zustand sowie auf den ein- gestellten Blendenwert geöffneten Verschlussblättern, Fig.
5 eine Teilansicht der Objektivverschlusses mit zwei den Verschlussblättern unmittelbar zugeordneten, deren Öffnungsbewegung zusätzlich begrenzende, bewegliche Anschläge, bei in Schliessstellung befindlichen Verschlussblättern, Fig. 6 die Anschläge in der gleichen Lage, während die Verschlussblätter sich in Offenstellung befinden.
In der Zeichnung ist mit 1 das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses bezeichnet. Im
Verschlussgehäuses 1 ist in an sich bekannter Weise eine Grundplatte 2 befestigt, die zur Lagerung an sich bekannter Teile des Verschlussmechanismus dient. So ist in der Grundplatte 2 eine Achse 3 drehbar gela- gert, die die Spann-und Antriebsscheibe 4 des Verschlusses trägt. Die Antriebsscheibe 4 wieder steht un- ter der Wirkung einer auf der Achse 3 angeordneten Antriebsfeder 5, welche die Antriebsscheibe 4 bei
Drehung entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn gemäss der in Fig. 1 und 3 veranschaulichten Stellung unter Federspannung setzt.
Zum Festhalten der Antriebsscheibe 4 in gespannter Stellung dient ein Sperrhebel 6, der um eine Achse 7 schwenkbar, ebenfalls auf der dem Beschauer zugekehrten Seite der Grundplatte 2 gelagert ist.
Durch eine sich einenends an einem Stift 8, andernends am Hebelarm 6a abstützende Windungsfeder 9 wird der Sperrhebel 6 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn beeinflusst. Der eine Arm 6a dieses Hebels befindet sich in gespanntem Zustand der Antriebsscheibe 4 mittels eines abgebogenen Lappens 6b in Anlage an einem Vorsprung 4b der Antriebsscheibe 4. Der andere Arm 6c des Sperrhebels 6 wirkt mit seinem abgebogenen äusseren Ende 6d mit einem zweiarmigen Auslösehebel 10 zusammen, dessen einer Arm 10a in die Bewegungsbahn des diesem zugekehrten Armes 6c des Sperrhebels hineinragt. Der Auslösehebel 10 ist gleichfalls auf einer Achse 11 der Grundplatte 2 schwenkbar gelagert und steht unter dem Einfluss einer auf der Achse 11 sitzenden und sich einenends gegen einen Stift 12 anlegenden Windungsfeder 13, die ihn im Uhrzeigerdrehsinn zu drehen sucht.
Zur Begrenzung seiner Drehbewegung dient in üblicher und be- kannterWeise ein Stift 14, gegen den sich der Auslösehebel 10, wie in Fig. l und 3 gezeigt, in der Spannstellung des Verschlusses anlegt.
Wie in der Zeichnung weiter ersichtlich, sind in Blickrichtung gesehen hinter der Grundplatte 2, also zwischen dieser und dem Boden des Verschlussgehäuses 1, sowohl die Verschlussblätter 16 als auch der ihrem Antrieb dienende Ring 17 angeordnet. Hiebei sind die Verschlussblätter 16, die in den Fig. 1-3 der Übersichtlichkeit wegen nur teilweise dargestellt sind, jeweils um eine Achse 18 an der Grundplatte 2 drehbar gelagert und mittels einer Stiftschlitzverbindung 19,20 mit dem koaxial zur Objektivachse drehbar angeordneten Antriebsring 17 formschlüssig verbunden, wodurch erreicht ist, dass die Verschlussblätter 16 bei Drehung des Antriebsringes 17 im Uhrzeigerdrehsinn von der in Fig. 1 und 3 gezeigten Schliessstellung in die in Fig. 2 bzw. Fig. 4 veranschaulichte Offenstellung ausschwingen.
Zur Betätigung des Antriebsringes 17 der Verschlussblätter 16 ist an der Antriebsscheibe 4 um einen Zapfen 4a in an sich bekannter Weise eine Treibklinke 22 schwenkbar angeordnet, deren freies Ende ein mit einem Mitnehmerstift 23 zusammenarbeitendes Kupplungsmaul 22a aufweist. Um zu erreichen, dass das Kupplungsmaul 22a der Treibklinke 22 mit dem Mitnehmerstift 23 stets in Wirkungsverbindung bleibt, ist auf einem ortsfesten Zapfen 25 eine Windungsfeder 26 angeordnet, die sich einenends an einen ebenfalls ortsfesten Stift 27, andernends an einem am freien Ende der Treibklinke vorgesehenen Stift 28 anlegt, derart, dass auf die Klinke 22 stets ein Moment entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn ausgeübt wird.
Der Mitnehmerstift 23 ist hiebei nicht, wie ueblich auf dem Antriebsring 17 der Verschlussblätter 16, sondern gemäss der Erfindung an einer Schwinge 30 angeordnet, die ihrerseits auf einer Achse 31 der Grundplatte 2 schwenkbar gelagert ist. Die Schwinge 30, die, wie in der Zeichnung ersichtlich, aus funktionellen
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Gründen zweckmässig als Scheibe ausgebildet ist, hat eine radial verlaufende Kulisse 30a, die der Auf- nahme eines Stiftes 32 dient. Dieser Stift ist am Ende einer Schubstange 33 angeordnet, die die Antriebs- kräfte von der Schwinge 30 auf den Antriebsring 17 überträgt, und zu diesem Zwecke mittels eines Zap- fens 29 mit dem Ring gelenkig verbunden ist.
Um das Übersetzungsverhältnis bzw. den bei der oszillierenden Bewegung des Antriebsringes 17 von diesem zurückgelegten Winkelweg auf unverwickelte Weise ändern zu können, ist der schwingenseitige
Angriffspunkt, d. h. der Stift 32 der Schubstange 33 in der Kulisse 30a verschiebbar geführt und in seinem radialen Abstand a zur Achse 31 der Schwinge 30 mittels eines mit einer Blendenskala 34 zusammenarbei- tenden Einstellmechanismus, beispielsweise einer koaxial zur Objektivachse angeordneten, drehbar gela- gerten Einstellscheibe 36 veränderbar.
Zur Übertragung der Einstellbewegung von der Einstellscheibe 36 auf den in der Kulisse 30a geführten
Stift 32 kann ein zweiarmiger an der Unterseite der Grundplatte 2 auf einer Achse 35 gelagerter, mit ge- stricheltenLinien angedeuteterStellhebel37 zurAnwendung kommen, dessen einer Arm 37a mittels einer
Koppelstange38 mit demKulissenstift32 der Schubstange 33 oder mit dieser selbst gelenkig verbunden ist, während sein anderer Arm 37b vermittels eines Stiftes 37c mit einer in die Einstellscheibe 36 eingearbei- tetenSteuerkurve36a zusammenwirkt. Dabei ist die Ausbildung und Anordnung der Steuerkurve.
36a sowie die Lagerung des Stellhebels 37 auf der Grundplatte 2 in einer Weise vorgenommen, dass letzterer bei
Drehung der Einstellscheibe 36 im Uhrzeigerdrehsinn eine Bewegung im entgegengesetzten Drehsinn um seine Achse 35 ausführt, was zur Folge hat, dass der radiale Abstand a zwischen dem den schwingenseitigen Anlenkpunkt der Schubstange 33 bildenden Stift 32 und der Drehachse 31 der Schwinge 30 sukzessive verkleinert wird. Damit gleichbedeutend ist eine Verkürzung des Winkelweges, den der über die Schubstange 33 mit dem Stift 32 in Wirkungsverbindung stehende Verschlussblätterantriebsring 17 bei der immer konstant bleibenden Ablaufbewegung der Antriebsscheibe 4 ausführt, was sichim Endeffekt dahingehend auswirkt, dass die Verschlussblätter 16 auf einen entsprechend niedrigeren Öffnungs- bzw. Blendenwert ausschwingen.
Am Umfang der Einstellscheibe 36 ist eine Marke 39 vorgesehen, der die ortsfeste Blendenskala 34 zugeordnet ist. Hiebei ist die Skalenreihe so aufgebaut, dass der zur grössten Blendenöffnung führende Skalenwert von 2, 8 links am Anfang, der die kleinste Blendenöffnung ergebende Skalenwert von 22 dagegen rechts am Ende der Reihe zu stehen kommt. Dies wieder bedeutet, dass bei einer Einstellung der festen Marke 39 der Einstellscheibe 36 auf den Blendenwert 2, 8 gemäss Fig. 1 und 2, der radiale Abstand a zwischen dem schwingenseitigen Anlenkpunkt bzw. dem Stift 32 der Schubstange 33 und der Achse 31 der Schwinge 30 am grössten ist.
Der radiale Abstand a des Stiftes 32 verringert sich bei einer Änderung der Relativlage der Einstellscheibe 36 zur Blendenskala 34 in dem Masse, wie die Scheibe 36 im Uhrzeigerdrehsinn gedreht wird, um schliesslich bei Übereinstimmung der Marke 39 mit dem Blendenwert 22 der Skala 34 seinen Kleinstwert zu erreichen.
Zur zusätzlichen Begrenzung der Öffnungsbewegung der Verschlussblätter 16 ist an der Grundplatte 2 auf einer Achse 40 ein in Abhängigkeit von der Einstellbewegung des Blendeneinstellers bzw. der Einstellscheibe 36 in seiner Lage veränderbarer Anschlag 41 drehbar gelagert. Dieser Anschlag kann als Winkelhebel ausgebildet sein. Mit seinem einen Arm 41a wirkt der Anschlag 41 gemäss der in Fig. 1-4 gezeig- tenAusführungsform mit einem amAntriebsring 17 angeordneten Stift 43 zusammen, während sein anderer Arm 41b mittels eines Stiftes 41c in einer weiteren in die Einstellscheibe 24 eingearbeiteten Steuerkurve 36b geführt ist.
Hiebei sind die beiden der Einstellung des Kulissenstiftes 32 sowie des Anschlages 41 dienenden Steuerkurven 36a und 36b der Einstellscheibe 36 so aufeinander abgestimmt, dass sich bei einer Drehbewegung der Einstellscheibe 36. gleichzeitig mit der über den Stellhebel 37 herbeigeführten Verschiebung des Kulissenstiftes 32 an der Schwinge 30 die Lage des Anschlages 41 so verändert, dass sein Arm 41a allenfalls im Augenblick der Umkehrung der vom Antriebsring 17 beim Verschlussablauf auszuführenden Drehbewegung, u. zw. nur dann zur Wirkung kommen kann, wenn der Antriebsring 17 beispielsweise infolge Spiel-eine etwas über den normalen Bewegungsablauf hinausgehende Drehbewegung ausführt.
An Stelle des einen mit dem Antriebsring 17 zusammenarbeitenden Anschlages 41 können, wie aus Fig. 5 und 6 zu ersehen, auch mehrere auf je einer Achse 44 schwenkbar gelagerte Anschläge 45 zur Anwendung kommen. Diese können dem jeweiligen Verschlussblatt 16 unmittelbar zugeordnet und durch entsprechende, an der Einstellscheibe 36 vorgesehene Steuerkurven 46 gemeinsam bewegbar sein. Ausserdem können die Anschläge 45 hiebei ebenfalls als zweiarmige, jedoch gestreckte Hebel ausgebildet sein, deren einer mit dem Verschlussblatt 16 zusammenarbeitender Arm 45a am Ende zweckmässig mit einer Abbiegung 45b versehen ist, die bei etwaigen Anschlagen des Verschlussblattes Beschädigungen desselben
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vermeidet, während sein anderer Arm 45c mit einem Stift 45d in die Steuerkurve 46 eingreift.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Anordnung ist folgendermassen :
Wie in der Zeichnung ersichtlich, ist der Objektivverschluss gemäss Fig. 1 und 2 auf den grössten Blenden wert 2, 8 eingestellt. Hiebei ist durch das Zusammenwirken der Steuerkurve 36a der Einstellscheibe 36 mit dem Stellhebel 37 der in der Kulisse 30a verschiebbar geführte Stift'32 in eine derartige Relativlage zur Schwinge 30 bzw. deren Achse 31 gebracht, dass die beim Ablauf des Verschlusses vom Zapfen 4a der Antriebsscheibe 4 über die Treibklinke 22 auf die Schwinge 30 einwirkenden Kurbelbewegungen ohne nennenswerte Grössenänderung auf den Antriebsring 17 der Verschlussblätter 16 übertragen werden. Dies wie- derum führt dazu, wie aus Fig. 2 ersichtlich, dass die Verschlussblätter 16 die volle Öffnung des Verschlusses freigeben.
Wünscht man dagegen eine kleinere Blendenöffnung, so bedarf es hiezu lediglich einer Drehung der Einstellscheibe 36 im Uhrzeigerdrehsinn, bis die Marke 39 mit dem entsprechenden einzustellenden Wert der Skala 35 übereinstimmt (Fig. 3) Durch diese Drehbewegung der Einstellscheibe 36 wird vermittels der Steuerkurve 36a der Stellhebel 37 um seine Achse 34 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn verschwenkt. Dabei bringt der Stellhebel 37 den mit ihm in Wirkungsverbindung stehenden Kulissenstift 32 näher an die Achse 31 der Schwinge 30 heran und verringert hiedurch den radialen Abstand a zwischen diesen beiden Gelenk stellen, wie dies in Fig. 3 und 4 veranschaulicht ist.
Läuft nun bei der so veränderten Lage des Hebelgetriebes 22,30, 33 die Antriebsscheibe 4 ab, so führt zwar die Schwinge 30 nach wie vor die gleiche Bewegung aus, während der an ihr angreifende Kulissenstift 32 einen Weg beschreibt, der im Verhältnis der Reduzierung des radialen Abstandes a zwischen Kulissenstift 32 und Achse 31 der Schwinge 30 entsprechend kürzer ist. Dieser kürzere Weg teilt sich über die Schubstange 33 wieder unverändert dem Antriebsring 17 mit, der infolgedessen nicht mehr die volle Öffnung des Verschlusses, sondern nur noch die durch die Stellung der Blendeneinstellscheibe 36 vorgewählte Öffnung der Verschlussblätter, wie in Fig. 4 dargestellt, freigibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Photographischer Objektivverschluss, dessen Verschlussblätter beim Belichtungsablauf in Abhängigkeit von der Einstellung eines zwischen dem Antriebsteil des Verschlusses und dem Verschlussblätterantriebsring angeordneten, in seinem Übersetzungsverhältnis veränderbaren Hebelgetriebes auf eine mehr oder weniger grosse Öffnungsweite ausschwingen und dabei die Blendenöffnung bilden, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsgetriebe eine schwenkbar gelagerte Schwinge (30), ferner eine diese mit dem Antriebsteil (4) des Verschlusses verbindende Treibklinke (22) sowie eine einenends an der Schwinge, andernends am Verschlussblätterantriebsring (17) gelenkig angreifende Schubstange (33) aufweist,
deren schwingenseitiger Anlenkpunkt zur Erzielung verschieden grosser Winkelwege des Verschlussblätterantriebsringes mittels eines Einstellmechanismus in seinem Abstand (a) von der Achse (31) der Schwinge veränderbar ist, wobei eine Marke (39) dieses Einstellmechanismus mit einer Blendenskala (34) zusammenspielt.