DE1153239B - Photographischer Objektivverschluss mit Treibklinkenantrieb - Google Patents

Photographischer Objektivverschluss mit Treibklinkenantrieb

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DE1153239B
DE1153239B DEG32365A DEG0032365A DE1153239B DE 1153239 B DE1153239 B DE 1153239B DE G32365 A DEG32365 A DE G32365A DE G0032365 A DEG0032365 A DE G0032365A DE 1153239 B DE1153239 B DE 1153239B
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DE
Germany
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drive
shutter
rocker
pawl
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DEG32365A
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English (en)
Inventor
Franz Starp
Heinz Mutterer
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Hittech Prontor GmbH
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Alfred Gauthier GmbH
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
    • G03B9/18More than two members
    • G03B9/22More than two members each moving in one direction to open and then in opposite direction to close, e.g. iris type

Description

  • Photographischer Objektivv%-,rschluß mit Treibklinkenantrieb Die Erfindung betrifft einen photographischen Objektivverschluß. dessen Verschlußblätter beim Belichtungsablauf in Abhängigkeit von der Dreb# bewegung eines mit dem Verschlußblätterantriebsring über eine Treibklinke in formschllüssiger Verbindung stehenden Antriebsteils in eine hin- und herschwingende Bewegung versetzt werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschluß vorstehender Gattung als sogenannten Blendenverschluß auszubilden und dabei die Vorzüge des Treibklinkenantriebs beizubehalten. Unter einem Blendenverschluß wird ein photographischer Objektivverschluß verstanden, dessen Verschlußblätter in Abhängigkeit von der Einstellung eines Blendeneinstellers auf eine mehr oder weniger große öffnungsweite ausschwingen und dabei die Blendenöffnung bilden.
  • Es ist bereits ein Blendenverschluß bekannt, bei dem außerhalb des Verschlußgehäuses eine mittels Schieber und Feststellschraube in ihrer Länge einstellbare Kurbel an einem Arm des Verschlußblätterantriebsringes angreift, wobei während einer halben Umdrehung der Kurbel die Verschlußblätter sich öffnen und wieder schließen. Dieses Antriebssystem hat den Nachteil, daß der Verschluß sich auch bei der Spannbewegung öffnet, in deren Verlauf die Kurbel in die Ausgangsstellung zurückgestellt wird. Der Treibklinkenantrieb bietet demgegenüber neben anderen Vorzügen die Möglichkeit, das unter Federkraft stehende Antriebsteil des Verschlusses (mit der vorgenannten Kurbel vergleichbar) und den Verschlußblätterantriebsring beim Spannen des Verschlusses zu entkuppeln. Nun ist aber dieAnwendung des bekannten veränderlichen Kurbelgetriebes auf einen Treibklinkenverschluß nicht ohne weiteres möglich, da der Treibklinkenantrieb im Verschlußgehäuse eingebaut und so dem Zugriff von außen entzogen ist.
  • Als Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß ein Getriebe mit veränderlichem Übersetzungsverhältnis vorhanden ist, das aus einer Schwinge besteht, die einenends mit dem Verschlußblätterantriebsring, andererends mittels der Treibklinke mit dem Antriebsteil des Verschlusses gelenkig verbunden ist, und daß als Drehachse für die Schwinge ein in eine Kulisse der Schwinge eingreifender Gelenkzapfen vorgesehen ist, der von einem zweiarinigen, durch den Blendeneinsteller in seiner Lage beeinflußbaren Stellhebel getragen wird. Auf diese Weise ist ein Blendenverschluß geschaffen, der während des Spannens geschlossen bleibt, sich somit durch ein einwandfreies Arbeiten auszeichnet und bei relativ niedrigem Aufwand an Bauteilen und Bauraum ein Höchstmaß an Funktions- und Bedienungssicherheit gewährleistet. Die geringe Anzahl von Bauteilen bringt darüber hinaus noch rein fertigungstechnische Vorteile mit sich, die insbesondere in einem zeit- und kostensparenden Zusammen-bzw. Einbau der Getriebeteile in Erscheinung treten.
  • Eine besonders einfache, aufwandsparende und daher wirtschaftlich ginstige Anordnung des erfindungsgremäßen Übersetzungsgetriebes läßt sich dadurch erzielen, daß die Schwinge einteilig ausgebildet wird und der Gelenkzapfen zwischen den Anlenkstellen des Verschlußblätterantriebsringes und der Treibklinke an der Schwinge angreift. Zur Verwirklichung dieser Anordnung bedarf es lediglich eines einfachen Hebels, der in Verbindung mit dem Stellhebel ohne weiteren nennenswerten Aufwand eine zuverlässige Einstellung der erwünschten öffnungsweite der Verschlußblätter ermöglicht.
  • In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegen# standes sind besonders vorteilhafte kinematische Verhältnisse beim Ablauf des übersetzungsgetriebes dadurch erreichbar, daß die Schwinge aus zwei einenends gelenkig miteinander verbundenen Schenkeln besteht, deren jeweiliges freies Ende mit dem Verschlußblätterantriebsring bzw. der Treibklinke des Antriebsteils in Wirkungsverbindung steht, wobei der mit dem Verschlußblätterantriebsring verbundene Schenkel die Kulisse zur Aufnahme des in seiner Lage veränderbaren Gelenkzapfens trägt, während der mit der Treibklinke zusammenwirkende Sehenkel um eine ortsfeste Achse schwenkbar gelagert ist. Hierdurch ist gewährleistet, daß der Angriffspunkt der Treibklinke an der Schwinge stets die gleiche Endlage einnimmt, unabhängig davon, auf welches Übersetzungsverhältnis der das Hebel- bzw. übersetzungsgetriebe beeinflussende Stellhebel eingestellt worden ist.
  • Zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung ersichtlich. Es zeigt Fig. 1 eine teilweise Draufsicht auf den mit einer einteiligen Schwinge ausgestatteten Verschluß in gespannter Lage, bei größter Blendeneinstellung (Wert 2,8) und in Schließstellung befindlichen Verschlußblättern, Fig. 2 die gleiche Verschlußanordnung in halb abgelaufenem Zustand, Fig. 3 ebenfalls eine teilweise Draufsicht auf ein anderes, mit zweiteiliger Schwinge versehenes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verschlusses, und zwar auch wieder in gespannter Lage und bei größter Blendeneinstellung (Wert 2,8) sowie in Schließstellung befindlichen Verschlußblättern, Fig. 4 die gleiche Verschlußanordnung wie in Fig. 3, ebenfalls wieder in halb abgelaufenem Zustand.
  • In der Zeichnung bedeutet 1 das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses. In an sich bekannter Weise ist im Verschlußgehäuse 1 eine Grundplatte 2 befestigt, die zur Lagerung an sich bekannter Teile des Verschlußmechanismus dient. So ist an der Grundplatte 2 eine Achse 3 drehbar gelagert, die die Spann- und Antriebsscheibe 4 des Verschlusses trägt. Die Antriebsscheibe 4 wiederum steht unter der Wirkung einer auf der Achse 3 angeordneten Antriebsfeder 5, die sich einenends an einem ortsfesten Stift 5a, anderenends an einem Gelenkstift 4a der Spann- und Antriebsscheibe 4 abstützt.
  • Um die Antriebsscheibe 4 in der Gespanntlage festhalten zu können, ist ein Sperrhebel 7 vorgesehen, der um eine Achse 8 schwenkbar auf der Grundplatte 2 lagert. Der Sperrhebel 7 steht unter der Einwirkung einer zweckmäßig auf die Achse 8 aufgesetzten Windungsfeder 9, die sich einenends an dem der Antriebsscheibe 4 zugekehrtenArm 7a des Sperrhebels 7, anderenends an einem ortsfesten Stift 10 anlegt. Der eine Arm 7 a des Sperrhebels 7 befindet sich in gespanntem Zustand der Antriebsscheibe 4 mittels seines abgebogenen Lappens 7 b in Anlage an einem Vorsprung 4 b der Antriebsscheibe. Der andere Arm 7 c des Sperrhebels 7 wirkt mit dem in der Zeichnung nicht weiter dargestellten, an sich bekannten Auslöser des Verschlusses zusammen, derart, daß bei Betätigen des Verschlußauslösers der Arm 7a des Sperrhebels 7 entgegen der Wirkung der Feder 9 aus der Bewegungsbahn des Vorsprungs 4 b der Antriebsscheibe 4 herausbewegt wird.
  • Wie aus der Zeichnung ferner ersichtlich, sind die Verschlußblätter 11, von denen der übersichtlichkeit wegen jeweils nur eines gezeigt ist, auf einem ortsfesten Zapfen 12 der Grundplatte 2 drehbar gelagert und mittels einer Stift-Schlitz-Verbindung 13, 14 mit einem koaxial zur Objektivachse drehbar angeordneten Antriebsring 15 formschlüssig verbunden, wodurch erreicht ist, daß die Verschlußblätter 11 bei Drehung des Antriebsringes im Uhrzeigerdrehsinn von der in Fig. 1 und J gezeigten Schließstellung in die in Fig. 2 und 4 mit gestrichelten Linien angedeutete Offenstellung ausschwingen.
  • Zur Betätigung des Verschlußblätterantriebsringes 15 ist am Zapfen 4 a der Antriebsscheibe 4 in an sich 5 bekannter Weise eine Treibklinke 18 gelenkig angeordnet, deren freies Ende mit einer Schwinge 19 zusammenarbeitet. Gemäß dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Schwinge 19 zur Erzielung einer möglichst einfachen, einen geringfügigen Aufwand an Bauteilen erfordernden Bauweise als einfacher Hebel ausgebildet und einenends mittels eines Zapfens 20 unmittelbar am Antriebsring 15 gelenkig angeschlossen. Anderenends ist die Schwinge 19 mit Hilfe des üblichen Kupplungsmauls 18a und des zugehörigen Mitnehmerstiftes 19a kraftschlüssig mit der Treibklinke 1.8 verbunden, und beide Teile sind durch eine auf die Treibklinke einwirkende Feder 21 im Eingriff gehalten.
  • Wie aus Fig. 1 und 2 ferner ersichtlich, ist der Schwinge 19 ein zweiarmiger, auf einer ortsfesten Achse 22 der Grundplatte 2 drehbar gelagerter Stellhebel 23 zugeordnet, der einenends einen Gelenkzapfen 23 a und anderenends einen Führungszapfen 23 b aufweist. Der Gelenkzapfen 23 a des Hebels 23 greift in eine an der Schwinge 19 vorgesehene kreisbogenförmige Kulisse 19 b ein und bildet die Drehachse der Schwinge. Zur Abstützung des Stellhebels 23 ist an dem als Scheibe ausgebildeten Blendensteller des Verschlusses eine Steuerkurve 25 vorgesehen, die den Zapfen 23 b des Hebels 23 aufnimmt. Dabei ist die Ausbildung der Steuerkurve 25 sowie deren Anordnung in bezug auf die Lage des Stellhebels 23 so getroffen, daß dieser um seine ortsfeste Achse 22 verschwenkt wird, sobald der Blendensteller in der einen oder anderen Drehrichtung bewegt wird. Da eine Drehung des Stellhebels 23 zwangläufig auch eine Verlagerung des Gelenkzapfens 23 a in der Kulisse 19 b zur Folge hat, lassen sich die Hebel- bzw. Übersetzungsverhältnisse an der Schwinge 19 beliebig und in Abhängigkeit von der Einstellbewegung des Blendenstellers verändern. Dabei erreicht der von den Gelenkzapfen 20 und 23 a der Schwinge 19 gebildete Hebelarm a einen Maximalwert, wenn, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, die Marke 26 des Blendenstellers dem Wert »2,8« der Blendenskala 27 gegenübersteht. Sobald der Blendensteller auf einen niedrigeren Blendenwert umgestellt wird, wandert gleichzeitig der Gelenkzapfen 23 a von seiner oberen Endlage in der Kulisse 19 b nach unten, wodurch der Hebelarm a kontinuierlich verringert und damit die Übersetzungsverhältnisse in der Schwinge 19 entsprechend verändert werden. Der Hebelarm a erreicht schließlich seinen Kleinstwert, wenn die Marke 26 des Blendeneinstellers dem Wert »22« der Blendenskala 27 gegenübersteht, was gleichbedeutend damit ist, daß in dieser Stellung des Stellhebels 23 die Verschlußblätter 11 nur auf ihren kleinsten öffnungswert ausschwingen.
  • Dem Verschlußblätterantriebsring15 ist, wie aus der Zeichnung weiter ersichtlich, ein auf einer ortsfesten Achse 30 drehbar gelagerter, in Abhängigkeit von der Einstellbewegung des Blendenstellers in seiner Lage veränderbarer Anschlag31 zugeordnet, dessen Aufgabe darin besteht, die Drehbewegung des Verschlußblätterantriebsringes im Augenblick seiner Umkehrung zu begrenzen. Zu diesem Zweck ist einem Ende des winkelförmig ausgebildeten Anschlags 31 ein Stift 31 a angeordnet, der sich in einer die jeweilige Einstellage des Anschlags 31 bestimmende Steuerkurve32 des Blendenstellers führt. Mit seinem anderen Arm31b ragt der Anschlag31 in die Bewegungsbahn eines auf dem Verschlußblätterantriebsring15 angeordneten Stiftes33, wobei diese Teile einander so zugeordnet sind, daß der Anschlag31 nur dann wirksam werden kann, wenn der Verschlußblätterantriebsring 15 beispielsweise infolge eines zu großen Spiels in den Lagern der beweglichen Teile die Möglichkeit hätte, sich über seinen eigentlichen, der eingestellten öffnungsweite der Verschlußblätter 11 entsprechenden Umkehrpunkt hinaus zu bewegen. Mit Hilfe dieses Begrenzungsanschlags ist mit Sicherheit erreicht, daß alle nachteiligen Einflüsse, wie sie unter Umständen durch Ungenauigkeiten in der Fertigung oder natürlichen Verschleiß der Getriebeteile in Erscheinung treten können, vom erfindungsgemäßen Hebel- und Übersetzungsgetriebe ferngehalten werden.
  • Die Wirkungsweise des vorbeschriebenen und in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Objektivverschlusses ist wie folgt: Wie bereits angedeutet, befindet sich der Objektivverschluß bei Einstellung gemäß Fig. 1 in Gespanntlage und die Verschlußblätterll in Schließstellung, wobei der Blendensteller mit seiner Marke 26 auf den größten Blendenwert 2,8 eingestellt ist. Wird in dieser Einstellage des Objektivverschlusses dessen in der Zeichnung nicht weiter gezeigter Auslöser betätigt, so wird hierdurch der Sperrhebel 7 entgegen der Wirkung der Feder 9 verschwenkt und die Spann- und Antriebsscheibe 4 freigegeben, worauf diese beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 unter der Einwirkung der Antriebsfeder 5 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn abläuft. Bei diesem Bewegungsablauf, währenddem das schwingenseitige Ende der Treibklinke 18 eine oszillierende Bewegung ausführt, wird die Schwinge 19 um den ihr als Drehachse dienenden Gelenkzapfen 23 a in der ersten Bewegungsphase der Antriebsscheibe 4 zunächst im Uhrzeigersinn verschwenkt, um sodann in der zweiten Bewegungsphase der Antriebsscheibe wieder in die Ausgangslage zurückzukehren. Diese Hin- und Herbewegung der Schwinge 19 wird über den Antriebsring 15 auf die Verschlußblätter 11 übertragen, die während der einen Drehbewegung der Schwinge 19 in die in Fig. 2 gezeigte Offenstellung ausschwingen, um bei der Rücklaufbewegung der Schwinge 19 wieder in die Schließstellung zurückzukehren. Gegebenenfalls kann der Verschlußblätterantriebsring 15 in seiner Drehbewegung durch den zusätzlichen Anschlag 31 wirksam begrenzt werden, der mit dem Stift 33 des Antriebsringes zusammenarbeitet.
  • Will man nun erreichen, daß die Verschlußblätter 11 beim Bewegungsablauf des Verschlusses nicht auf den gemäß Fig. 1 und 2 eingestellten Blendenöffnungswert, sondern auf einen kleineren Wert ausschwingen, so ist hierzu lediglich der Blendensteller in bezug auf Fig. 1 und 2 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn so weit zu drehen, bis seine Marke 26 dem erwünschten Blendenwert der Skala 27 gegenübersteht. In Abhängigkeit von dieser Drehbewegung erfährt der Hebel 23 durch seine Führung in der Steuerkuive 25 des Blendenstellers eine Schwenkbe,wegung um seine Lagerachse 22, derart, daß hierbei der Gelenkzapfen 23 a in der Kulisse 19 b nach unten wandert. Nach erfolgter Einstellung des Blendenstellers übernimmt der in seiner neuen EinsteRage verbleibende Gelenkzapfen 23 a wieder seine Funktion als Drehachse, wobei die Amplitude der Schwinge 19 bzw. die Größe der hin- und hergehenden Drehbewegung des Verschlußblätter-5 antriebsringes 15 von den veränderten Hebel-übersetzungsverhältnissen an der Schwinge 19 bestimmt wird. Der größte Blendenöffnungswert von »2,8« ist dann erreicht, wenn der Gelenkzapfen 23 a, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, an der äußeren Begrenzungskante der Kulisse 19b anliegt, während der kleinste Blendenöffnungswert von »22« sich bei Anlage des Gelenkzapfens 23 a an der inneren Begrenzungskante der Kulisse einstellt.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 wird, um die kinematischen Verhältnisse des Hebel- und übersetzungsgetriebes noch besser zu gestalten, die Schwinge aus zwei einenends mittels eines Zapfens 35 gelenkig miteinander verbundenen Schenkeln 36 und 37 gebildet. Zwischen dem freien Ende des in Blickrichtung hinten liegenden Schenkels 36 und dem Verschlußblätterantriebsring 15 besteht eine Stift-Schlitz-Verbindung 38, 38 a, während am freien Ende des vornhegenden Schenkels 37 die Treibklinke 18 der Spann- und Antriebsscheibe 4 angreift. Von den beiden Schenkeln 36 und 37 weist der am Verschlußblätterantriebsring 15 gelenkig angeschlossene Schenkel 36 eine Kulisse 36 a auf, die der Aufnahme eines auf einem zweiarmigen Stellhebel 39 angeordneten und in seiner Lage veränderbaren Gelenkzapfens 39 a dient.
  • Der andere, mit der Treibklinke 18 zusammenwirkende Schenkel 37 der Schwinge 36, 37 ist um einen ortsfesten Zapfen 41 schwenkbar gelagert. Zu diesem Zweck ist, wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, auf der Grundplatte 2 des Verschlusses mittels Schrauben oder Niete 42 eine winkelförmig ausgebildete Lagerplatte 43 befestigt, die an einem Ende den bereits erwähnten Zapfen 41 zur Lagerung der Schwinge und am anderen Ende einen weiteren ortsfesten Zapfen 44 zur Lagerung des zweiarmigen Stellhebels 39 trägt. Während der zwischen dem ortsfesten Lagerzapfen 41 und dem Gelenkbolzen 35 der Schwinge 36, 37 vorhandene Hebelarm stets konstant bleibt, ist der durch den Gelenkbolzen 35 und dem in der Kulisse 36a des Schenkels 36 als Drehachse wirksam werdenden Gelenkzapfen 39a gebildete Hebelarm a in Abhängigkeit von der Einstellung des Stellhebels 39 veränderbar. Hierzu ist dieser Stellhebel ebenso wie dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel einenends mittels eines Stiftes 39b in einer Steuerkurve 25 des Blendenstellers geführt, derart, daß bei Einstellung der Marke 26 auf einen kleineren Blendenöffnungswert als den Wert »2,8« sich der Stellhebel 39 gegen den Uhrzeigersinn dreht. Geschieht dies, so bewegt sich sein in der Kulisse 36a geführter Gelenkzapfen 39 a in Richtung auf die Objektivachse, wodurch der für das übersetzungsverhältnis maßgebende Hebelarm a eine stetige Vergrößerung erfährt. Der Maximalwert des Hebelarms a ist erreicht, wenn die Marke 26 mit dem Blendenwert 22 in Koinzidenz gebracht, d. h. der Gelenkzapfen 39 a in der Kulisse 36a so weit in Richtung auf die Objektivachse bewegt worden ist, daß er an der inneren Begrenzungskante der Kulisse zur Anlage kommt.
  • Um die Treibklinke 18, welche in üblicher Weise durch ein Kupplungsmaul 18a und einen Mitnehmerstift 37 a mit dem einen Schenkel 37 der Schwinge 36, 37 kraftschlüssig verbunden ist, stets mit diesem im Eingriff zu halten, ist eine Feder 45 vorgesehen, die auf einem Stift 46 des Trägers 43 sitzt und sich einenends an einer der Befestigungsschrauben 42, anderenends an einem Niet 47 der Treibklinke 18 abstützt.
  • Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel zur zusätzlichen Begrenzung der öffnungsbewegung der Verschlußblätter 11 ein auf einer Achse 30 drehbar gelagerter, in Abhängigkeit von der Einstellbewegung des Blendenstellers in seiner Lage veränderbarer Anschlag 31 angeordnet. Dieser Anschlag ist gleichfalls als Winkelhebel ausgebildet, dessen einer Arm 31 einen Stift 31 a trägt, während sein anderer Arm 31b in die Bewegungsbahn eines auf den Verschlußblätterantriebsring 15 angeordneten Stiftes 33 hineinragt. Der Stift 31 a des Anschlags 31 greift in eine Steuerkurve 32 des Blendenstellers ein, wobei die Steuerkurve so ausgebildet ist, daß bei einer Drehung des Blendenstellers der in der Bewegungsbahn des Stiftes 33 liegende Arm 31 b eine Lage einnimmt, die der jeweiligen in Abhängigkeit vom eingestellten Blendenwert veränderten Umkehrung des Antriebsringes 15 bei dessen Bewegungsablauf entspricht.
  • Die Arbeitsweise des zuletzt beschriebenen und in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiels ist folgendermaßen: Wird bei diesem Objektivverschluß, der sich gemäß Fig. 3 in Gespanntlage sowie in einer den größten Blendenöffnungswert ergebenden Einstellage (Blende 2,8) befindet, der in der Zeichnung nicht weiter veranschaulichte Auslöser betätigt, so wirkt dieser auf den Sperrhebel 7 ein, welcher nach einer kleinen Drehung um seine, Achse 8 die Spann- und Antriebsscheibe 4 zum Ablauf freigibt. An der nun folgenden, im Uhrzeigersinn gerichteten Drehbewegung der Antriebsscheibe 4 nimmt auch die über die Treibklinke 18 mit ihr in Wirkungsverbindung stehende Schwinge 36, 37 teil, wobei der Schenkel 37 eine oszillierende Drehbewegung um den ortsfesten Lagerzapfen 41 der Lagerplatte 43 ausführt und den Schenkel 36 um den Gelenkzapfen 39 a hin- und herdrehend mitnimmt. Dabei bewegt sich der die beiden Schenkel 36 und 37 verbindende Gelenkzapfen 35 auf einer kreisbogenförmigen Bahn, während der mit dem Verschlußblätterantriebsring 15 gelenkig verbundene Schenkel 36 den Ring 15 in der ersten Be-"vcgungsphase des Antriebsteils 4 zunächst im Uhrzeigersinn in Bewegung setzt und die Verschlußblätter 11 öffnet, um in der zweiten Bewegungsphase des Antriebsteils den Ring 15 sowie die an ihm angelenkten Verschlußblätter 11 wieder in die Ausgangslage zurückzuführen. Die Größe der oszillierenden Drehbewegung des Verschlußblätterantriebsringes 15 ist abhängig von dem jeweiligen übersetzungsverhältnis, das durch die Einstellung des zweiarmigen SteUhebels 39 bzw. der Lage seines in der Kulisse 36a des Schenkels 36 geführten Gelenkzapfens 39a bestimmt wird. Auch bei diesem Ausfühlungsbeispiel dient der Anschlag 31 zur zusätzlichen Begrenzung der Drehbewegung des Verschlußblätterantriebsringes 15.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Photographischer Objektivverschluß, dessen Verschlußblätter beim Belichtungsablauf in Ab- hängigkeit von der Drehbewegung eines mit dem Verschlußblätterantriebsring über eine Treibklinke in formschlüssiger Verbindung stehenden Antriebsteils in eine hin- und herschwingende Bewegung versetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Getriebe mit veränderlichem Übersetzungsverhältnis vorhanden ist, das aus einer Schwinge (19 bzw. 36, 37) besteht, die einenends mit dem Verschlußblätterantriebsring (15), anderenends mittels der Treibklinke (18) mit dem Antriebsteil (4) des Verschlusses gelenkig verbunden ist, und daß als Drehachse für die Schwinge ein in eine Kulisse (19b bzw. 36a) der Schwinge eingreifender Gelenkzapfen (23 a bzw. 39a) vorgesehen ist, der von einem zweiarmigen, durch den Blendeneinsteller in seiner Lage beeinflußbaren Stellhebel (23 bzw. 39) getragen wird.
  2. 2. Photographischer Objektivverschluß nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge (19) einteilig ausgebildet ist und der Gelenkzapfen (23a) zwischen den Anlenkstellen (20 und 18) des Verschlußblätterantriebsringes (15) und der Treibklinke (18) an der Schwinge angreift. 3. Photographischer Objektivverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge aus zwei einenends gelenkigmiteinander verbundenen Schenkeln (36 und 37) besteht, deren jeweiliges freies Ende mit dem Verschlußblätterantricbsring (15) bzw. der Treibklinke (18) des Antriebsteils (4) inWirkungsverbindung steht, wobei der mit dem Verschlußblätterantriebsring verbundene Schenkel (36) die Kulisse (36 a) zur Aufnahme des in seiner Lage veränderbaren Gelenkzapfens (39a) trägt, während der mit der Treibklinke zusammenwirkende Schenkel (37) um eine ortsfeste Achse (41) schwenkbar gelagert ist.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 47 498, 17133 1.
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