AT228051B - Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung - Google Patents

Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung

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AT228051B
AT228051B AT545361A AT545361A AT228051B AT 228051 B AT228051 B AT 228051B AT 545361 A AT545361 A AT 545361A AT 545361 A AT545361 A AT 545361A AT 228051 B AT228051 B AT 228051B
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AT
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lever
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ring
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AT545361A
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Gauthier Gmbh A
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Description


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  Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung 
Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung der in dem Patent Nr. 223012 geschützten Erfindung. 



   Gegenstand des Stammpatentes ist eine photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung. bei welcher ein mit einem Belichtungseinsteller verbundener Abtaster angeordnet ist, mit dem die Stellung des beweglichen Messwerkteils eines in die Kamera ein-bzw. angebauten Belichtungsmessers in direkter Abhängigkeit von der Betätigung des Kamera-bzw. Verschlussauslösers abtastbar ist, und bei welcher eine unmittelbar auf den Belichtungseinsteller wirkende Sperrvorrichtung angeordnet ist, mittels welcher der Belichtungseinsteller, wie an sich bekannt, in seiner jeweiligen, durch die Stellung des beweglichen Messwerkteils des Belichtungsmessers bestimmten Einstellage gegen eine Rücklaufbewegung sicherbar ist, und dass die Sperrvorrichtung einen beweglichen Sperrteil besitzt, welcher in direkter Abhängigkeit von der Betätigung des Kamera- bzw.

   Verschlussauslösers nach erfolgter Einstellung des Belichtungseinstellers und vor Beginn des Öffnens des Verschlusses in Sperrstellung bewegbar ist, und welcher nach erfolgtem Wiederschliessen des Verschlusses durch einen Teil des Verschlussantriebsmechanismus aus der Sperrstellung lösbar ist. 



   Eine gemäss dem Stammpatent ausgebildete photographische Kamera zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass Aufnahmen jeder Art, u. zw. auch solche mit langen Belichtungszeiten oder mit Vorlaufwerkbenutzung, ohne die geringste Aufmerksamkeit der Bedienungsperson hinsichtlich der Auslöserhandhabung durchführbar sind. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine photographische Kamera gemäss dem Stammpatent so auszubilden, dass für die Verbindung des Abtasters der Beleuchtungsstärkemesseinrichtung mit dem Belichtungseinsteller eine grösstmögliche Freizügigkeit erreicht wird, so dass für die Ausbildung der sich an den Abtaster anschliessenden Baugruppe der Kamera keine weiteren Bedingungen zu berücksichtigen sind als die Grösse des dem Abtaster zugeordneten Bewegungswegs. 



   Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Sperre für die Belichtungseinstellvorrichtung unmittelbar auf den der Belichtungseinstellung dienenden Einsteller einwirkt, dem ein weiterer, in Abhängigkeit von der Betätigung des Kamera- bzw. Verschlussauslösers bewegbarer und mit dem Abtaster verbundener Steller zugeordnet ist, und dass beide Steller in Einstellrichtung kraftschlüssig miteinander verbunden sind, beispielsweise über ein kurvengesteuertes Hebelgetriebe. 



   Einer gemäss der Erfindung ausgebildeten photographischen Kamera kommt der gewichtige Vorteil zu, dass die Antriebsverbindung des Abtasters mit dem   Belichtungseinstellmechanismus   völlig den jeweiligen Erfordernissen entsprechend,   d. h.   weitgehend beliebig, gestaltet werden kann. Dies bedeutet, dass die Art der Verbindung sowohl eine kraftschlüssige als auch eine formschlüssige sein kann.

   Auf Grund der Anordnung eines in Abhängigkeit von der Betätigung des Kamera- bzw Verschlussauslösers bewegbaren und mit dem Abtaster gekuppelten Stellers, der lediglich in Einstellrichtung mit dem Belichtungseinsteller verbunden ist, ist insbesondere auch im Falle der Anwendung einer formschlüssigen Verbindung zwischen dem   Belichtungseinstellmechanismus   und dem Abtaster gewährleistet, dass der Belichtungseinsteller nach Beendigung seiner Einstellbewegung völlig von Bewegungskräften freigestellt ist, die vom Abtaster und von dem sich an diesen anschliessenden Auslösemechanismus ausgehen.

   Daraus ergibt sich der weitere Vorteil, dass der Belichtungseinsteller, gleich wie die Verbindung zwischen diesem und dem Abtaster ausgestaltet ist, in seiner durch die Stellung des beweglichen Teils des Belichtungsmessers bestimmten Ein- 

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 unkompliziert und störungssicher auszubilden, und ausserdem wird eine kraftsparende Betätigung der Feststellvorrichtung, ohne nennenswerte Beanspruchung der jeweils zur Steuerung derselben dienenden Einrichtung erreicht. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung besteht ferner darin, dass durch den weiteren, zur Steuerung des Belichtungseinstellers dienenden, in Abhängigkeit von der Betätigung des   Kamera- bzw.

   Verschlussauslösers   bewegbaren und mit dem Abtaster verbundenen Steller ein Höchstmass an Freizügigkeit hinsichtlich der Verstellcharakteristik des Belichtungseinstellers in bezug auf den Verstellweg des Abtasters erreicht wird, da die Verstellcharakteristik des Belichtungseinstellers durch die Art seiner Verbindung mit dem ihn steuernden Steller bestimmbar ist. 



   Ein besonders aufwandsparender und unverwickelter Aufbau der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Festhalten des Belichtungseinstellers in seiner durch die Stellung des beweglichen Teils des Belichtungmessers bestimmten Einstellage lässt sich in Weiterbildung der Erfindung dadurch erzielen, dass die Sperrvorrichtung als   Friktions-Bremsvorrichtung   ausgebildet ist. 



   Im Hinblick auf eine   freizügigeAnordmmg derFesthaltevorrichtunginnerhalb   des jeweiligen Kamerabzw. Verschlussaufbaus kann die Festhaltevorrichtung einen unter Einfluss einer Feder stehenden, drehbar gelagerten Hebel umfassen, dem ein doppelarmiger, mit dem Antriebsteil des Verschlusses in Wirkungsverbindung stehender Kipphebel zugeordnet ist, der mit Steuermitteln des Antriebsteils so zusammenwirkt, dass der Sperrhebel sowohl in der ungespannten als auch in der gespannten Stellung des Antriebsteils aus der Sperrlage gehalten ist, während er sich vor Beginn des eigentlichen Belichtungsablaufs auf den Belichtungseinsteller legt. 



   Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung ersichtlich, die ein   Ausführungs- und   Anwendungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. 



   Es zeigen Fig. 1 einen an einer Kamera angebrachten Objektivverschluss in einer Draufsicht von rückwärts mit einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung zum Festhalten eines Belichtungseinstellers, der mit einem in Abhängigkeit von der Betätigung des   Verschlussauslösers   bewegbaren und mit einer Abtastvorrichtung verbundenen Steller gekuppelt ist, wobei sich der Verschluss in ungespanntem Zustand und   die Festhaltevorrichtung ausser Eingriff befindet, Fig. 2   die Anordnung gemäss Fig. 1 bei niedergedrücktem Auslöser, unmittelbar vor der Auslösung des Verschlusses, Fig. 3 eine Teildarstellung der Verschlussanordnung gemäss Fig. 1 und 2 in einer Einstellage unmittelbar nach der Auslösung und in Wirkstellung befindlicher Festhaltevorrichtung, Fig.

   4 die gleiche Verschlussanordnung in einer Einstellage kurz vor Beendigung der Verschlussablaufbewegung, wobei die Festhaltevorrichtung den Belichtungseinsteller noch in seiner durch die selbsttätige Belichtungseinstellvorrichtung eingestellten Lage festhält, derAbtaster jedoch bereits wieder in seine Ausgangslage zurückgekehrt ist, Fig. 5 die Festhaltevorrichtung in einer Draufsicht von vorn und in vergrössertem Massstab sowie in Verbindung mit dem Spann- und Antriebsteil des Verschlusses, der sich hiebei in ungespanntem Zustand und die Festhaltevorrichtung ausser Wirkung befindet, Fig. 6 eine teilweise Darstellung des Verschlusses bei   ungespannter Antriebs-und Auslösevorrichtung, Fig. 7   den Verschluss in gespanntem, auslösebereitem Zustand, Fig.

   8 den Verschluss bei ausgelöster, in Ablauf befindlicher Anttiebsvorrichtung, wobei die Festhaltevorrichtung zur Wirkung kommt, Fig. 9 einen mit Vorlaufwerk ausgestatteten Verschluss in Verbindung mit der erfindungsgemässen Festhaltevorrichtung und in Spannstellung befindlichem Vorlaufwerk, Fig. 10 den Verschluss unmittelbar nach der Auslösung, wobei die Festhaltevorrichtung bereits zur Wirkung gekommen ist, während die Antriebsvorrichtung durch einen Spann- und Steuerteil des ebenfalls bereits zum Ablauf freigegebenen Vorlaufwerks festgehalten wird. 



   In der Zeichnung ist ein aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich teilweise dargestelltes Gehäuse einer photographischen Kamera mit 1 bezeichent, an dessen Vorderseite in an sich bekannter Weise ein Objektivverschluss 2 mittels eines an der Rückseite des Verschlussgehäuses 3 ausgebildeten Rohrstutzens 3a befestigt ist. Zur Auslösung des Verschlusses ist am Kameragehäuse 1 ein gegen Wirkung einer Feder 4 bewegbarer Auslöser 5 angeordnet. Zur selbsttätigen Belichtungseinstellung ist der Verschluss mit einem an der Rückseite des Verschlussgehäuses 3 angeordneten Blendeneinstellring 6 ausgerüstet, der mit einem Abtaster 7 zusammenarbeitet, welcher seinerseits die Stellung des beweglichen Messwerkteils eines in die Kamera eingebauten Belichtungsmessers abtastet. 



   Der Abtaster 7, der im   Ausführungsbeispiel   als ein parallel zum Auslöser 5 geführter Schieber ausgebildet ist, steht unter der Wirkung einer Druckfeder 8, welche ihn in Anlage an einem Bund 5a des Auslosers 5 zu halten sucht. Hiebei überwindet die den Auslöser 5 beeinflussende Feder 4 die Feder 8, so dass der Abtaster 7 bei nichtbetätigtem Auslöser die in Fig. l dargestellte Lage einnimmt. Zur Zusammenarbeit mit dem beweglichen Messwerkteil weist der Abtaster 7 eine Stufenkurve 7a auf, mit der er beim Betätigen des Auslösers 5 unter Wirkung seiner Feder 8 an einem sich gegen einen orts- 

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 festen Anschlag 9 abstützenden Zeiger 10 des beweglichen Messwerkteils des Belichtungsmessers zur
Anlage kommt.

   Der Zeiger 10 wird vor dem Abtastvorgang in an sich bekannter Weise in seiner je- weiligen Stellung mittels einer Feststellvorrichtung gesichert. Diese umfasst einen um eine Achse 11 schwenkbaren Hebel 12, der in seiner in Fig. l gezeigten Ausgangslage unter Wirkung einer Feder 13 an einem Stift 14 des Abtasters 7 anliegt. In dieser Lage der   Feststell- und   Abtastvorrichtung kann der Zei- ger 10 frei spielen. Wird der Abtastvorgang durch Betätigung des Auslösers 5 eingeleitet, so gelangt zu- nächst der Hebel 12 mit seiner geriffelten Seite zur Anlage am Zeiger 10 und presst diesen, noch bevor der Abtaster 7 den Blendeneinstellmechanismus verstellt, gegen den ortsfesten Anschlag 9. 



   Die Blende ist im Ausführungsbeispiel als Sektorenlamellenblende ausgebildet und umfasst um orts- feste Stifte 15 schwenkbar gelagerte Lamellen 16, die mit dem Blendeneinstellring 6 in Stift-Schlitzver- bindung 16a, 6a stehen. Der Ring 6 steht unter Wirkung einer ihn im Gegenuhrzeigersinn beeinflussenden leichten Feder 17, die die Blende in unbeeinflusstem Zustand in der in Fig. 1 gezeigten Lage hält. 



   Zum Spannen des Verschlusses ist eine im Verschlussgehäuse 3 gelagerte Spannwelle 18 vorgesehen, welche in nicht näher gezeigter Weise mit der   Filmtransporteinrichtung   der Kamera gekuppelt sein kann. 



   Die Spannwelle 18 trägt an ihrem in das Verschlussinnere hineinragenden Ende eine Spann- und Antriebs- scheibe 19, die in weiter unten näher beschriebener Weise mit einer Vorrichtung zum Festhalten des Blen- denstellrings 6 zusammenarbeitet. Zur Betätigung eines Antriebsrings 20 für die aus Gründen der Über- sichtlichkeit nicht gezeigten Verschlussblätter ist an der Antriebsscheibe 19 um eine Achse 21 in an sich bekannter Weise eine schwenkbare Antriebsklinke 22 gelagert, welche unter Wirkung einer Feder 23 steht und mittels eines Mauls 22a an einem am Antriebsring 20 befestigten Stift 24 von halbkreisförmigem Quer- schnitt angreift.

   Auf diese Weise erhält der Antriebsring 20 bei dem in Fig. 10 mit einem Pfeil angedeu-   teten Ablauf der Antriebsscheibe   19 eine hin-und hergehende Bewegung, bei der die Verschlussblätter zu- erst geöffnet und nach Erreichen der Offenstellung wieder geschlossen werden. 



   Im Ausführungsbeispiel wird die Antriebsscheibe 19 mittels eines Hebels 25 in gespanntem Zustand gegen Ablauf gesichert. Zu diesem Zweck arbeitet der Hebel 25, der im Verschluss um eine Achse 26 gelagert ist, mittels eines an seinem einen Arm 25a abgebogenen Lappens 25b mit einem Vorsprung 19a der
Antriebsscheibe 19 zusammen, während er mit seinem andern Arm 25c unter Wirkung einer Feder 27 an einem Stift 28 eines Auslösehebels 29 kraftschlüssig anliegt (Fig. 7 und 9). Der Auslösehebel 29, der im
Verschluss um eine Achse 30 gelagert ist, wird durch eine Feder 31 im Uhrzeigersinn beeinflusst und weist einen abgebogenen Arm 29a auf, welcher durch einen Bewegungsschlitz 3b der Rückwand des Verschlussgehäuses 3 ragt und im Bewegungsweg eines Arms 5b des Auslösers 5 liegt   (Fig. 1   und 2).

   Die Anordnung der Arme 5b und 29a ist hiebei so getroffen, dass eine Freigabe der gespannten Antriebsscheibe 19 durch den Hebel 25 erst erfolgt, wenn die Feststellung und Abtastung des Messwerkzeigers 10 und damit die Einstellung der Blende beendet ist. 



   Ein Vorlaufwerk 32, welches in an sich bekannter Weise aufgebaut ist und mit der Verschlussantriebsvorrichtung zusammenarbeitet, ist in den Fig. 9 und 10 aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich teilweise dargestellt. Das Vorlaufwerk, das in an sich bekannter Weise durch den Verschlussauslöser   freige-   geben wird, umfasst eine aus Zahnrädern 33, 34 und einem Ritzel 35 bestehende Getriebe kette, die im Verschluss angeordnet ist und mittels eines unter Wirkung einer Feder 350 stehenden Spannsegments 36 angetrieben wird.

   Das Spannsegment 36, das um eine Achse 37 drehbar und mit Hilfe eines Griffstücks 36a in seine in den Fig. 9 und 10 dargestellte Spannlage gebracht wird, arbeitet mittels einer Kurve 36b mit einem abgebogenen, durch einen Bewegungsschlitz 3c der Verschlussgehäuserückwand hindurchgeführten Lappen 20a   desAntriebsrings   30 zusammen. Diese Zusammenarbeit erfolgt in der Weise, dass der Antriebsring 20 bei Beginn des Belichtungsvorgangs nach einer kurzen Anfangsbewegung, während der der Verschluss noch nicht geöffnet ist, zur Anlage an die Steuerkurve 36b gelangt, so dass der weitere Ablauf des Antriebsrings 36 in Richtung des in Fig. 10 gezeigten Pfeils blockiert ist.

   Diese vom Spannsegment 36 bewirkte Ablaufsperre des Antriebsrings 20 ist auf die Dauer wirksam, während der die Steuerkurve 36b des ablaufenden Spannsegments 36 am Lappen 20a des Antriebsrings 20 entlanggleitet. Erst nachdem das in Richtung des in Fig. 10 gezeigten Pfeils ablaufende Spannsegment 36 den Lappen 20a am Ende des Vorlaufwerkablaufes durch einen Vorsprung 36c freigibt, setzt der Antriebsring 20 und damit der Verschluss seine Ablaufbewegung in der schon weiter vorn beschriebenen Weise fort. 



   Mit der vorbeschriebenen Verschlussanordnung arbeitet eine bperrvorrichtung zusammen, die unmittelbar auf den der Belichtungseinstellung dienenden Blendeneinstellring 6 einwirkt, wobei diesem Einsteller ein weiterer,   in Abhängigkeit   von der Betätigung des Verschlussauslösers 5 bewegbarer und mit dem Abtaster 7 verbundener Steller zugeordnet ist, der mit dem Belichtungseinsteller in Einstellrichtung kraft-   schlüssig   verbunden ist, beispielsweise über ein kurvengesteuertes Hebelgetriebe. 

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   Die Sperrvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem unter Einfluss einer Feder 38 stehenden Sperr- hebel 39, der im Verschluss um eine Achse 40 drehbar gelagert ist und mittels eines rechtwinkelig abge- bogenen Lappens 39a auf den Blendeneinstellring 6 einwirkt, in der Weise, dass sich letzterer an der äusse- ren   Umfangs fläche   des Rings 6 anlegt und diesen durch Reibungsschluss abbremst. Dem Blendeneinstellring 6 ist als weiterer, in Abhängigkeit von der Betätigung des Verschlussauslösers 6 bewegbarer Steuer- ring 41 zugeordnet, der seinerseits mit dem Blendeneinstellring 6 in Wirkungsverbindung steht.

   Hiezu weist   der Steuerring 41, welcher   mittels eines Arms 41a mit dem Abtaster 7 in Stift-Schlitzverbindung 42, 41b steht,   eine Steuer kurve 41c auf,   welche mit einem Hebelgetriebe zusammenarbeitet, das im wesentlichen aus einem Winkelhebel 43 besteht. Der Winkelhebel 43, der um eine Achse 44 drehbar gelagert ist, liegt hiebei mit seinem einen Arm 43a an einem am Blendeneinstellring 6 befestigten Stift 45 an, während er mit einem, an seinem andern Arm 43b angebrachten Stift 46 unter Wirkung der den Blendeneinstellring 6 beeinflussenden Feder 17 gegen die Steuerkurve 41c des Steuerrings 41 gehalten ist. 



     Die Betätigung des Sperrhebels   39 erfolgt   im Ausführungsbeispiel mit Hilfe   eines doppelarmigen Kipphebels   47a, 47b, dessen Hebelarme   auf einer im Verschlussgehäuse 3 gelagerten Welle 48 drehfest angeordnet und durch die Verschlussantriebsscheibe 19 steuerbar sind. Zu diesem Zweck ist der Kipphebel 47a, 47b in den in den Fig.   5-8   dargestellten Stellungen, welche dem gespannten und ungespannten Zustand des Verschlusses entsprechen, unter Wirkung der den Sperrhebel 39 beeinflussenden Feder 38 mit seinem Arm 47a gegen den Vorsprung 19a bzw. einer   Steuer kante 19b   der Verschlussantriebsscheibe 19 gehalten, während er mit seinem andernArm 47b kraftschlüssig an einem Vorsprung 39b des Sperrhebels 39 anliegt. 



   Wenngleich zu vermerken ist, dass der Kipphebel 47 a, 47b als Zwischenglied zwischen Sperrhebel 39 und Verschlussantriebsscheibe 19 eine freizügige Anordnung des Sperrhebels gewährleistet, so könnte die Betätigung des Sperrhebels auch ohne diesen direkt durch die Verschlussantriebsscheibe 19 erfolgen. Dies könnte z. B. in der Weise geschehen, dass der Sperrhebel 39 mittels einer Verlängerung des Vorsprungs 39b in ähnlicher Weise wie der Arm 47a mit der Verschlussantriebsscheibe 19 zusammenarbeitet. 



   Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung ist folgendermassen :
Beim Niederdrücken des Auslösers 5 gegen Wirkung seiner Feder 4 folgt der Abtaster 7 und der mit diesem verbundene Steuerring 41 unter Wirkung der Feder 8 nach, wobei zuerst mittels des Hebels 12 der Messwerkzeiger 10 festgeklemmt wird. Zusammen mit dem Auslöser 5 wird auch der Steuerring 41 in Drehung versetzt, der über das kurvengesteuerte Hebelgetriebe 41c, 43 die Drehbewegung dem Blendeneinstellring 6 mitteilt. Im Zuge der Weiterbewegung des Abtasters 7 und des mit diesem verbundenen Steuerrings 41 trifft eine der Stufen 7 a des Abtasters 7 auf den sich am ortsfesten Anschlag 9 abstützenden Messwerkzeiger 10 auf, wodurch die Einstellung des Steuerrings 41 bzw. der in Abhängigkeit von der Einstellbewegung des Blendeneinstellrings 6 einstellbaren Blendenlamellen 16 beendet ist. 



   Unmittelbar im Anschluss an diesen Einstellvorgang gelangt der Arm 5b des Auslösers 5 bei dessen Weiterbewegung am Arm 29a   des. Verschlussauslösehebels   29 zur Anlage und dreht diesen im Uhrzeigersinn. Als Folge davon wird der die Verschlussantriebsscheibe 19 in gespannter Stellung sichernde Sperrhebel 25 gegen Wirkung seiner Feder 27 ausser Eingriff mit dem Vorsprung 19a geschwenkt und damit die Verschlussantriebsscheibe 19 zum Ablauf freigegeben (Fig. 8 und 10).

   Bei dem nun folgenden Ablauf der Verschlussantriebsscheibe 19 schwenkt der sich an der Steuerkante 19b abstützende Arm 47a unter Wirkung der den Sperrhebel 39 beeinflussenden Feder 38 iii den freien Raum zwischen der   Steuer kante 19b   und dem Vorsprung 19a ein, wobei der Sperrhebel 39 unter Wirkung seiner Feder 38 am Umfang des Blendeneinstellrings 6 zur Anlage kommt (Fig. 3 und 4). Damit ist der Blendeneinstellring 6 in seiner von der Stellung des Messwerkzeigers 10 bestimmten Einstellage festgehalten, u. zw. unabhängig vom Loslassen des Auslösers 5 und der damit verbundenen Rückbewegung der Abtasteinrichtung. Da der Sperrhebel 39 hiebei lediglich den Blendeneinstellring 6 abzubremsen,   d. h.   das relativ niedrige, an ihm wirksam werdende.

   Rückdrehmoment der Feder 17 aufzunehmen hat, kann auch die am Sperrhebel 39 angreifende Feder 38 relativ schwach ausgebildet sein, wodurch im Endeffekt der Einfluss des Sperrhebels 39 auf die ihn steuernde Verschlussantriebsscheibe 19 so klein gehalten werden kann, dass die Funktion des Verschlussantriebsmechanismus durch die erfindungsgemässe Sperrvorrichtung nicht gestört wird. Weiter gestattet das relativ niedrige Rückdrehmoment die Anwendung einer Sperrvorrichtung, dessen am Blendenstellring 6 zur Wirkung kommender Sperrteil 39 die Bremskräfte allein durch Reibungsschluss aufzunehmen vermag. 



   Das Lösen des Sperrhebels 39 aus seiner in den Fig. 4 und 5 gezeigten Sperrstellung erfolgt nach dem Wiederschliessen des Verschlusses dadurch, dass gegen Ende der im Uhrzeigersinn erfolgenden Ablaufbe- 
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 Stellung einnimmt. 



   Im Falle einer Vorlaufwerkbenutzung wird der Arm 47a der Sperrvorrichtung nach der Freigabe der Verschlussantriebsscheibe 19 gerade so weit durch deren Steuerkante 19b freigegeben, dass der Sperrhebel 39 unter Wirkung seiner Feder 38 zur Anlage am Blendeneinstellring 6 gelangt. Bei dieser Bewegung der Verschlussantriebsscheibe 19 ist der mit der letzteren in Antriebsverbindung stehende Verschlussantriebsring 20 mit seinem Lappen 20a nach einer kurzen Anfangsbewegung, während der Verschluss noch nicht geöffnet ist, zur Anlage an die Steuerkurve 36b des Spannsegments 36 des Vorlaufwerks 32 gelangt. 



  Hiedurch ist die weitere Ablaufbewegung der Verschlussantriebsscheibe 19 sowie des Antriebsrings 20 zunächst unterbrochen. Die Dauer dieser Unterbrechung ist von der Ablaufdauer des Vorlaufwerks 32 ab-   hängig   und für die Zeit wirksam, während der die Steuerkurve 36b des im Gegenuhrzeigersinn ablaufenden Spannsegments 36 am Lappen 20a des Antriebsrings 20 entlanggleitet. Erst nachdem das Spannsegment 36 durch einen Vorsprung 36c den Lappen 20a am Ende des Vorlaufwerkablaufs freigibt, setzt der Antriebsring 20 und damit der Verschluss seine Ablaufbewegung fort, an deren Ende die Abschaltung des Sperrhebels 39 in gleicher Weise wie ohne Vorlaufwerkbenutzung durch den Vorsprung 19a erfolgt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    .   I.   Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung, bei welcher ein mit einem Belichtungseinsteller verbundener Abtaster angeordnet ist, mit dem die Stellung des beweglichen Messwerkteils eines in die Kamera ein-bzw. angebauten Belichtungsmessers in direkter Abhängigkeit von der Betätigung   des Kamera- bzw. Verschlussauslösers   abtastbar ist nach Patent Nr. 223012, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung unmittelbar auf den der Belichtungseinstellung dienenden Einsteller (6) einwirkt, dem ein weiterer, in Abhängigkeit von der Betätigung des   Kamera- bzw.

   Verschlussauslösers   (5) bewegbarer und mit dem Abtaster (7) verbundener Steller (41) zugeordnet ist, und dass beide Steller (6 und 41)   in Einstellrichtung kraftschlüssig miteinander verbunden sind, beispielsweise   über ein kurvengesteuertes Hebelgetriebe (41c, 43).

Claims (1)

  1. 2. Photographische Kamera nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung als Friktionsbremsvorrichtung (38, 39, 40) ausgebildet ist.
    3. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Festhaltevorrichtung ein unter dem Einfluss einer Feder (38) stehender, drehbar gelagerter Sperrhebel (39) dient, EMI5.1
AT545361A 1961-07-14 1961-07-14 Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung AT228051B (de)

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