DE1127205B - Photographische Kamera mit selbsttaetiger Belichtungseinstellung - Google Patents

Photographische Kamera mit selbsttaetiger Belichtungseinstellung

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DE1127205B
DE1127205B DEG28912A DEG0028912A DE1127205B DE 1127205 B DE1127205 B DE 1127205B DE G28912 A DEG28912 A DE G28912A DE G0028912 A DEG0028912 A DE G0028912A DE 1127205 B DE1127205 B DE 1127205B
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DE
Germany
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drive
lock
lever
shutter
exposure
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Application number
DEG28912A
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English (en)
Inventor
Erwin Weller
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Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Alfred Gauthier GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/02Bodies
    • G03B17/08Waterproof bodies or housings

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)

Description

  • Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung.
  • Kameras dieser Art sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Sie besitzen insbesondere den Vorteil, daß die Belichtungseinstellung unter Berücksichtigung der bestehenden Beleuchtungsverhältnisse mit einem Höchstmaß an Genauigkeit. sowie an Bedienungsschnelligkeit und -einfachheit erreichbar ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera der vorgenannten Art unter Gewährleistung eines unverwickelten, aufwandsparenden und freizügigen Aufbaues sowie einer hohen Funktionssicherheit so auszubilden, daß die ihr eigenen Vorzüge auch bei. Verwendung eines Vorlaufwerks zur Geltung kommen.
  • Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß ein unter Wirkung einer Antriebsvorrichtung stehender, einem von einer Beleuchtungsstärlcemeßeinrichturig beeinflußten Belichtungseinsteller zugeordneter Steuerteil angeordnet ist, welcher in gespannter Stellung mittels einer durch die Betätigung des Kameraauslösers auslösbaren Sperre festhaltbar ist und mittels dessen am Ende seines Ablaufs der Antrieb des Kameraverschlusses zum Ablauf freigebbar ist, und daß ein wahlweise einschaltbares Vorlaufwerk angeordnet ist, durch dessen Einschalten eine Sperre wirksam- wird, die den Steuerteil nach einem kurzen, zum Auslösen des Vorlaufwerks dienenden Anfangsweg, dem ein Vorweg des Belichtungseinstellers zugeordnet ist, stoppt, und daß die Sperre durch das Vorlaufwerk am Ende seines Ablaufs zwecks Freigabe des Steuerteils lösbar ist.
  • Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Kamera besitzt den Vorteil, daß bei Aufnahmen sowohl mit als auch ohne Verwendung eines . Vorlaufwerks eine selbsttätige Belichtungseinstellung erst unmittelbar vor der Auslösung des Kameraverschlusses erfolgt. Damit wird dem Belichtungseinsteller für die Aufnahmen stets diejenige Einstellung zugeordnet, welche der unmittelbar vor dem Auslösen des Kameraverschlusses herrschenden Beleuchtungsstärke entspricht; insbesondere werden auch während der Zeit des Vorlaufwerkablaufs eventuell eintretende Änderungen der Beleuchtungsverhältnisse in vollem Maße berücksichtigt. Diese Arbeitsweise ist bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Kamera in überraschend einfacher Weise durch Verwendung einer einzigen Sperre erzielt, welche beim Einschalten des Vorlaufwerks wirksam wird und hierbei den ausgelösten Steuerteil des Belichtungseinstellers nach einem kurzen Anfangsweg stoppt und welche durch das Vorlaufwerk am Ende seines Ablaufs zwecks Freigabe des Steuerteils lösbar ist. Damit besitzt die erfindungsgemäße Einrichtung einen in hohem Maße teilesparenden sowie unverwickelten und eine raumgedrängte Anordnung zulassenden Aufbau. Darüber hinaus weist sie den Vorteil auf, daß ihre Ausbildung keinerlei besondere Anforderungen an die Ausgestaltung und die Anordnung des Kameraauslösers und des Vorlaufwerks stellt, so daß die Erfindung in einem weiten Anwendungsbereich verwirklicht werden kann.
  • In den Zeichnungen ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen gezeigt; welche Kameras mit photographischen Objektivverschlüssen betreffen.
  • Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht von vorn einen Teil eines photographischen Objektivverschlusses bei abgenommener Deckplatte. Im Verschluß ist eine gemäß der Erfindung ausgebildete Auslöseeinrichtung für den Verschlußantrieb sowie für den Steuerteil eines Belichtungseinstellers und ein Vorlaufwerk angeordnet. Verschluß und Steuerteil befinden sich in gespannter Stellung, während das Vorlaufwerk nicht eingeschaltet ist.
  • Fig. 2 zeigt in gleicher Darstellungsweise wie Fig. 1 einen photographischen Objektivverschluß mit einer anderen, gemäß der Erfindung ausgebildeten Auslöseeinrichtung für den Steuerteil. Dieser sowie der Verschlußantrieb und das Vorlaufwerk befinden sich in gespannter Stellung.
  • Fig. 3 zeigt schematisch, in Draufsicht, einen Belichtungseinsteller sowie einen Steuerteil für diesen. Außerdem sindmitdemSteuerteilzusammenarbeitende Antriebs- und Sperrvorrichtungen dargestellt.
  • In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses einer aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht weiter dargestellten photographischen Kamera bezeichnet Im Verschluß ist in an sich bekannter Weise eine Verschlußgrundplatte 2 befestigt, die zur Lagerung an sich bekannter Teile des Verschlußmechanismus dient. Insbesondere ist an der Verschlußgrundplatte 2 um eine Achse 3 eine Spann- und Antriebsscheibe 4 für den Verschluß gelagert. Diese besitzt eine Antriebsfeder 5, welche an der Verschlußgehäuseseitenwand und an einem an der Antriebsscheibe befestigten Stift 6 anliegt.
  • Zur Betätigung eines Antriebsringes 7 für aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Verschluß-Blätter ist an der Antriebsscheibe 4 um eine Achse 8 in an sich bekannter Weise eine Antriebsklinke 9 schwenkbar angeordnet: Mittels eines Mauls 9a und unter der Wirkung einer Feder 10 steht die Klinke in an sich bekannter Weise mit einem einen halbkreisförmigen Querschnitt besitzenden Stift 11 in Verbindung, der am Verschlußblätterantriebsring 7 befestigt ist und für den in der Verschlußgrundplatte 2 ein Bewegungsschlitz 2a ausgebildet ist. Bei dem in Pfeilrichtung von Fig. 1 erfolgenden Ablauf der Antriebsscheibe 4 führt der Antriebsring 7 eine hin- und hergehende Bewegung aus, wodurch die Verschlußblätter zuerst geöffnet und nach Erreichen einer Offenstellung wieder geschlossen werden.
  • Zum Festhalten der Antriebsscheibe 4 in gespannter Stellung gegen die Wirkung der Antriebsfeder 5 dient ein Sperrhebel 12, welcher an der Verschlußgrundplatte 2 um eine Achse 13 gelagert ist. Der eine Arm 12a dieses Hebels befindet sich hierbei mittels eines abgebogenen Lappens 12 b in Anlage an einem Vorsprung 4a der Antriebsscheibe 4, während der andere Arm 12 c unter Wirkung einer Feder 14 in später näher beschriebener Weise mit einer Auslöseeirtrichtung zusammenarbeitet.
  • Weiterhin ist an der Grundplatte 2 ein Vorlaufwerk an sich bekannter Art angeordnet. Dieses ist in den Fig: 1 und 2 gezeigt und umfaßt drei Zahnräder 15, 16 und 17, denen Zahnritzel 18, 19 und 20 zugeordnet sind. Mit dem Zahnritzel18 steht ein Zahnsegment 21 im Eingriff, an dessen Stift 22 eine Antriebsfeder 23 für das Vorlaufwerk eingehängt ist. Die Teile 15 bis 21 sind um Achsen 24, 25, 26, 27 zwischen zwei Lagerplatten 28 und 29 angeordnet. Zum Spannen des Vorlaufwerks gegen die Wirkung der Antriebsfeder 23 besitzt das Zahnsegment 21 ein Griffstück 21a, für das in der Verschlußgehäuseseitenwand ein Bewegungsschlitz la ausgebildet ist. Das Festhalten des Vorlaufwerks in gespannter Stellung (Fig. 2) erfolgt mit Hilfe eines um die Achse 30 an der unteren Lagerplatte 29 gelagerten Sperrhebels 31, an dessen Sperrnase 31a bei gespanntem Vorlaufwerk ein am Zahnrad 15 befestigter Dreikantstift 32 anliegt.
  • Ferner besitzt der Verschluß einen unter Wirkung einer Antriebsfeder 33 stehenden ringförmigen Belichtungseinsteller 34 (Fig. 3), welcher beispielsweise ein Belichtungszeit-, Blenden- oder Belichtungswerteinsteller sein kann. Der Einstellring 34 ist in Abhängigkeit von der Anzeige einer aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellten, an sich bekannten Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung selbsttätig einstellbar. Die Steuerung des Belichtungszeiteinstellringes kann hierbei beispielsweise mittels eines von der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung verstellbaren mechanischen Anschlags erfolgen, welcher vorzugsweise über eine Druckentlastungsanordnung die Stellung der Drehspule eines vom Strom eines Photoelements gespeisten Galvanometers abtastet und mit welchem eine mit dem Belichtungseinstellring verbundene Stufenkurve zusammenarbeitet.
  • Gemäß der Erfindung ist nunmehr eine selbsttätige Belichtungseinstellung unmittelbar vor der Auslösung des Verschlusses bei Aufnahmen sowohl mit als auch ohne Vorlaufwerkbenutzung dadurch erzielt, daß ein unter Wirkung einer Antriebsvorrichtung stehender, dem Belichtungseinstellring 34 zugeordneter Steuerteil angeordnet ist, welcher in gespannter Stellung mittels einer durch die Betätigung des Kameraauslösers auslösbaren Sperre festhaltbar ist und mittels dessen am Ende seines Ablaufs die Antriebsscheibe 4 des Kameraverschlusses zum Ablauf freigebbar ist, und daß durch das Einschalten des Vorlaufwerks eineSperre wirksam wird, die den Steuerteil nach einem kurzen, zum Auslösen des Vorlaufwerks dienenden Anfangsweg, dem ein Vorweg des Belichtungseinstellringes zugeordnet ist, stoppt, und daß die Sperre durch das Vorlaufwerk am Ende seines Ablaufs zwecks Freigabe des: Steuerteils lösbar ist.
  • Als Steuerteil dient in den Ausführungsbeispielen ein konzentrisch zum Belichtungseinstellring 34 angeordneter Ring 35 (Fig. 3). Dieser besitzt einen Arm 35 a; in dessen Bewegungsweg sich ein am Belichtungseinstellring 34 befestigter Stift 36 befindet: Die dem Steuerring 35 zugeordnete Antriebsvorrichtung umfaßt eine im Verschluß um eine Achse 37 gelagerte Antriebsscheibe 38; welche unter Wirkung einer Antriebsfeder 39 steht. Mit der Antriebsscheibe 38 ist ein Zahnrad 40 fest verbunden, welches über ein um eine Achse 41 gelagertes Zahnritzel 42 und ein mit diesem verbundenes Zahnrad 43 mit einer Verzahnung 35b des Steuerringes 35 im Eingriff steht (Fig. 3). Weiterhin kämmt das Zahnrad 40 mit einem mit der Spann- und Antriebsscheibe 4 des Verschlusses zwecks Spannens derselben verbindbaren Zahnrad 44. Zur Verbindung dient ein am Zahnrad 44 befestigter Stift 45, in dessen Bewegungsweg sich ein an der Achse 3 der Spann- und Antriebsscheibe 4 befestigter Arm 46 befindet. Das Spannen der Antriebsscheibe 40 erfolgt in an sich bekannter, aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellter Weise mittels der Filmtränsporteinriehtung der Kamera. Bei diesemVorgang werden über die obengenannten, einseitig wirkenden Mitnahmevorrichtungen 45, 46 und 35 a, 36 die Spann- und Antriebsscheibe 4 des Verschlusses und der Belichtungseinsteller 34 mitgespannt.
  • Zum Festhalten der Antriebsscheibe 38 in gespannter Stellung dient ein Hebel 47, welcher um eine Achse 48 an der Verschlußgrundplatte 2 gelagert ist und durch eine Feder 49 entgegen dem Uhrzeigersinn beeinlußt wird. Der eine Arm 47a des Hebels 47 trägt einen abgebogenen Lappen 47 b, welcher im gespannten Zustand der Antriebsscheibe 38 unter Wirkung der Feder 49 an einem Vorsprung 38 a der Scheibe anliegt. Mit seinem anderen Arm 47c befindet sich der Hebel 47 dagegen im Bewegungsweg eines Stiftes 50, der an einem Verschlußauslösehebe151 befestigt ist.
  • Letzterer ist an der Verschlußgrundplatte 2 um eine Achse 52 gelagert und wird durch eine Feder 53 im Uhrzeigersinn beeinflußt. Mittels eines durch die Verschlußgehäuserückwand hinausgeführten Armes 51a steht der Hebel 51 in Verbindung mit einem nicht dargestellten Kameraauslöser.
  • Beim Betätigen des Auslösehebels 51 gelangt der Stift 50 desselben zur Anlage am Arm 47 c des Sperrhebels 47 und verschwenkt diesen zwecks Freigabe der gespannten Antriebsscheibe 38 so weit, bis der Sperrlappen 47b außer Eingriff mit dem Vorsprung 38a der Antriebsscheibe kommt. Befindet sich hierbei das Vorlaufwerk im angespannten Zustand, so bewegen sich die freigegebene Antriebsscheibe und der mit ihr verbundene Steuerring 35 unter Wirkung der Antriebsfeder 39 gemeinsam in eine Endlage. Dieser Bewegung folgt der Belichtungseinstelhing 34 unter Wirkung seiner Feder 33 so weit nach, bis er mittels der selbsttätigenBelichtungseinstellvorrichtung in einer den herrschenden Beleuchtungsverhältnissen und der Einstellung weiterer Belichtungsfaktoren zugeordneten Einstellage gestoppt wird.
  • Befindet sich dagegen das Vorlaufwerk in gespanntem Zustand, so werden die zum Ablauf freigegebenen Teile 34, 35 und 38 nach Zuriicklegung eines kurzen Anfangswegs, innerhalb dessen mittels des Steuerringes 35 die das Vorlaufwerk in gespannter Stellung festhaltende Sperre 31a, 32 gelöst wird, wieder gestoppt. Hierzu dient eine nachstehend näher beschriebene Sperre, welche durch das Einschalten des Vorlaufwerks wirksam wird und welche durch das Werk am Ende seines Ablaufs zwecks Freigabe der Teile 34, 35, 38 lösbar ist.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 umfaßt die genannte Sperre einen Hebel 54, welcher gleichachsig zum Vorlaufwerksperrhebel 31 gelagert ist. Der Hebel 54 steht in Stift-Schlitz-Verbindung 54 a, 55 mit dem Zahnsegment 21 des Vorlaufwerks und besitzt einen Arm 54 b; welcher sich im gespannten Zustand des Vorlaufwerks im Bewegungsweg eines am Arm 35 a des Steuerringes 35 abgebogenen Lappens 35 c befindet. Weiterhin liegt bei gespanntem Vorlaufwerk ein Arm 31 b des Vorlaufwerksperrhebels 31 im Bewegungsweg des Lappens 35.c. Die Anordnung der beiden Arme 31 b und 54 b in- bezug auf den Lappen 35 c ist hierbei derart vorgenommen, daß letzterer beim Ablauf des Steuerringes 35 zuerst auf den Arm 311 b des Sperrhebels 31 auftrifft und diesen zwecks Freigabe des gespannten Vorlaufwerks gegen die Wirkung einer Feder 56 verschwenkt, so daß die Sperrnase 31 a außer Eingriff mit dem Dreikantstift 32 kommt. Danach gelangt der Lappen 35 c zur Anlage am Arm 54 b des Sperrhebels 54, welcher die Teile 34, 35, 38 am weiteren Ablauf hindert.
  • Während des Ablaufs des Vorlaufwerks erfolgt über die Mitnahmeverbindung 54 a, 55 eine Verschwenkung des Sperrhebels 54 entgegen dem Uhrzeigersinn. Hierdurch gelangt der Arm 54.b des Hebels am Ende des Vorlaufwerkablaufs außer Eingriff mit dem Lappen ; 35c des Steuerringes 35, so daß sich dieser und die mit ihm verbundene Antriebsscheibe 38 unter Wirkung der Feder 39 gemeinsam in eine Endlage bewegen.
  • Der Sperrlappen 47 b des der Antriebsscheibe 38 zugeordneten Sperrhebels 47 liegt beim Ablauf der Scheibe an dem als Kurve ausgebildeten Außenumfang derselben an. Mittels dieser Kurve wird der Hebel 47 noch weiter im Uhrzeigersinn verschwenkt, so daß schließlich ein Stift 57 des Hebels zur Anlage an dem die Spann- und Antriebsscheibe 4 des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperrhebel 12 kommt und: letzteren zwecks Freigabe der Scheibe 4 verschwenkt.
  • Um hierbei zu gewährleisten, daß die selbsttätige Einstellung des Belichtungseinstellers 34 erfolgt ist, bevor sich der Verschluß zu öffnen beginnt; ist ein der Übersichtlichkeit wegen nicht gezeigtes, in Abhängigkeit von der Auslösung der Kamera bzw. des Verschlusses aaslösbares Verzögerungswerk an sich bekannter Art angeordnet, mittels dessen der Beginn des Freigebens der Verschlußöffnung gegenüber der Betätigung des Kameraauslösers um eine bestimmte Zeitdauer verzögerbar ist. Diese Zeitdauer ist so gewählt, daß innerhalb derselben der Belichtungseinstellring 34 seinen maximalen Bewegungsweg zurücklegt und eventuell beim -Ablauf desselben hervorgerufene Erschütterungen der Kamera bzw. des Verschlusses abgeklungen sind.
  • Weiterhin ist dem Anfangsweg des Steuerringes 35, d. h. dem Weg, den dieser bis zum Auftreffen seines Lappens 35 c auf den Sperrarm 54 a zurücklegt, ein Vorweg des Belichtungseinstellringes 34 zugeordnet, innerhalb dessen noch, keine dem Arbeitsbereich des Verschlusses zugeordnete Steuerfunktionen ausgeführt werden und innerhalb dessen der Belichtungseinstellring 35 durch die Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung noch nicht festhaltbar ist.
  • Während bei dem vorstehend- beschriebenen Ausführungsbeispiel der mit dem Sperrhebel 54 zusammenarbeitende Teil der Steuerring 35 ist, wird beim Verschluß gemäß Fig. 2 eine Festhaltung der ausgelösten Teile 34, 35 und 38 bei Vorlaufwerkaüfnahmen mittels einer an der Antriebsachse 38 angreifenden Sperrvorrichtung erzielt.
  • Die Sperrvorrichtung umfaßt einen zweiarmigen Hebel 58, welcher an der Verschlaßgrundplatte 2 um eine Achse 59 gelagert ist und durch eine Feder 60 entgegen dem Uhrzeigersinn beeinflußt wird. Der eine Arm 58 a des Sperrhebels 58 besitzt einen abgebogenen Lappen 58 b, welcher bei eingeschaltetem Vorlaufwerk mit dem Vorsprung 38a der Antriebsscheibe derart zusammenarbeitet, daß die ausgelöste Scheibe nach einem kurzen Anfangsweg, innerhalb dessen durch den abgebogenen Lappen 35 c des Steuerringes 35 das Vorlaufwerk ausgelöst wird, wieder festhält.
  • Zur Verbindung des Sperrhebels 58 mit dem Vorlaufwerk dient ein weiterer zweiarmiger Hebel 61, welcher gleichachsig zum Vorlaufwerksperrhebel31 gelagert ist. Mit seinem einen Arm 61a steht dieser Hebel in Stift-Schlitz-Verbindung 61 b, 62 mit dem Zahnsegment 21 des Vorlaufwerks. Der andere Arm 61c des Hebels 61 arbeitet dagegen in weiter unten näher beschriebener Weise mit einem Stift 63 zusammen, welcher am Arm 58 c des Sperrhebels 58 befestigt ist.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtungen ist wie folgt: Bei nicht eingeschaltetem Vorlaufwerk befindet sich das Zahnsegment 21 in der in Fig. 1 dargestellten Lage. Dieser Lage ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 eine Stellung des Sperrhebels 54 zugeordnet, in welcher sein Sperrarm 54 b außerhalb des Bewegungswegs des abgebogenen Lappens 35 c des Steuerringes 35 liegt: Beim Verschluß-gemäß Fig. 2 ist dagegen bei nicht eingeschaltetem Vorlaufwerk der Sperrhebel 58 mittels der Teile 21 und 61 in eine Lage verschwenkt, in welcher sein Sperrlappen 58b beim Ablauf der Antriebsscheibe 38 nicht in Eingriff mit dem Vorsprung 38 a derselben gelangt.
  • Beim Niederdrücken des Auslösehebels 51 gegen die Wirkung der Feder 53 erfolgt mittels des Stiftes 50 in der bereits beschriebenen Weise die zur Freigabe der gespannten Antriebsscheibe 38 führende Beeinflussung des Sperrhebels 47. Während des Ablaufs der Antriebsscheibe 38 liegt der Sperrlappen 47b des Sperrhebels 47 am kurvenförmig ausgebildetenAußenumfang der Antriebsscheibe an, wobei er noch weiter im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Bei dieser Bewegung gelangt der Stift 57 des Hebels zur Anlage an dem die Spann- und Antriebsscheibe 4 des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperrhebel 12 und verschwenkt letzteren zur Freigabe der' Antriebsscheibe.
  • Beim Spannen des Vorlaufwerks mittels des Zahnsegments 21 wird beim Verschluß gemäß Fig. 1 der Sperrhebel 54 in die in gestrichelten Linien angedeutete Lage bewegt, in welcher sich sein Sperrarm 54 b im Bewegungsweg des Lappens 35c des Steuerringes 35 befindet. Beim Verschluß gemäß Fig. 2 hat das Spannen des Vorlaufwerks dagegen zur Folge, daß der Verbindungshebel 61 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird und den in unwirksamer Lage festgehaltenen Sperrhebel 58 freigibt. Dieser kann sich nunmehr unter Wirkung seiner Feder 60 in die in- Fig. 2 dargestellte Sperrlage bewegen. Wird durch Betätigen des Auslösehebels 51 die gespannte Antriebsscheibe 38 zum Ablauf freigegeben, so gelangt zuerst der abgebogene Lappen 35 c des Steuerringes 35 zur Anlage am Vorlaufwerksperrhebel31 und verschwenkt diesen gegen die Wirkung seiner Feder 56 zur Freigäbe des gespannten Vorlaufwerks. Nach erfolgter Auslösung des Vorlaufwerks kommt die Sperre 35 c, 54 a (Fig.1) bzw. 38 a, 58 b (Feg. 2) in der bereits beschriebenen Weise zur Wirkung und verhindert den weiteren Ablauf der Teile 34, 35 und 38: Während des Ablaufs des Vorlaufwerks werden die Sperrhebel 54 bzw. 58 im Uhrzeigersinn geschwenkt, wodurch am Ende des Vorlaufwerkäblaufs der Arm 54 b des Sperrhebels 54 bzw. der Sperrlappen 58 b des Sperrhebels 58 außer Eingriff mit dem abgebogenen Lappen 35 c des Steuerringes 35 bzw. dem Vorsprung 38n der Antriebsscheibe 38 gelangt. Die freigegebene Antriebsscheibe 38 und der mit ihr verbundene Steuerring 35 bewegen sich nunmehr unter der Wirkung der Antriebsfeder 39 gemeinsam in eine Endlage. Dieser Bewegung folgt, wie bereits beschrieben, der Belichtungseinstellring 34 unter Wirkung seiner Feder 33 so weit nach, bis er mittels der selbsttätigen Einstellvorrichtung in einer den herrschenden Beleuchtungsverhältnissen und der Einstellung weiterer Belichtungsfaktoren zugeordneten Einstellage gestoppt wird.
  • Durch die Erfindung ist eine photographische Kamera mit .selbsttätiger Belichtungseinstellung geschaffen, welche den bedeutsamen Vorzug besitze, daß die selbsttätige Belichtungseinstellung bei Aufnahmen sowohl mit als auch ohne Vorlaufwerkbenutzung erst unmittelbar vor der Auslösung des Kameraverschlusses erfolgt. Hierdurch ist bei jeder der genannten Aufnahmearten ein Höchstmaß an Genauigkeit in der Belichtungseinstellung gewährleistet. Zur Erreichung dieser Vorteile sind bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Kamera keine verwickelt gestalteten, aufwandbeanspruchenden und die Freizügigkeit des Kameraaufbaues einschränkenden Vorrichtungen erforderlich. Dies ergibt sich daraus, daß sich Aufnahmen mit und ohne Vorlaufwerk in der Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Kamera nur dadurch unterscheiden, daß bei Vorlaufwerkaufnahmen ein bei Aufnahmen ohne Vorlaufwerk ohne Unterbrechung erfolgender Funktionsablauf nach seiner Einleitung gestoppt und erst nach einer bestimmten Zeit, nämlich der Vorlaufwerkablaufzeit, zur Fortsetzung und Vollendung freigegeben wird. Hierzu dient eine einzige Sperre, welche durch das Einschalten des Vorlaufwerks eingeschaltet wird und den ausgelösten Steuerteil nach einem kurzen, zum Auslösen des Vorlaufwerks dienenden Anfangsweg stoppt und welche durch das Vorlaufwerk am Ende seines Ablaufs zwecks Freigabe des Steuerteils lösbar ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter Wirkung einer Antriebsvorrichtung (38, 39) stehender, einem von einer Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung beeinflußten Belichtungseinsteller (34) zugeordneter Steuerteil (35) angeordnet ist, welcher in gespannter Stellung mittels einer durch die Betätigung des Kameraauslösers auslösbaren Sperre (47) festhaltbar ist und mittels dessen am Ende seines Ablaufs der Antrieb (4, 5) des Kameraverschlusses zum Ablauf freigebbar ist, und daß ein wahlweise einschaltbares Vorlaufwerk angeordnet ist, durch dessen Einschalten eine Sperre (54 oder 58) wirksam wird, die den Steuerteil nach einem kurzen, zum- Auslösen des Vorlaufwerks dienenden Anfangsweg, dem ein Vorweg des Belichtungseinstellers zageordnet ist, stoppt, und daß die Sperre durch das Vorlaufwerk am Ende seines Ablaufs zwecks Freigabe des Steuerteils lösbar ist.
DEG28912A 1960-01-29 1960-01-29 Photographische Kamera mit selbsttaetiger Belichtungseinstellung Pending DE1127205B (de)

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