DE180860C - - Google Patents

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DE180860C
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DE
Germany
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vessel
locking device
conveyor
conveyor vessel
hook
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DENDAT180860D
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English (en)
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C3/00Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith and intended primarily for transmitting lifting forces to loose materials; Grabs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVIl80860 -KLASSE 81 e. GRUPPE
LOUIS MARLIER in ROUCOURT, Belgien.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. November 1905 ab.
Die allgemein üblichen Fördergefäße sind mit zwei" Drehzapfen in einem Rahmen gelagert, der für den Betrieb durch einen oder zwei Haken an dem Kloben einer Seil- oder Kettenrolle aufgehängt werden kann. Diese ruht mit ihrem Radkranz auf der Zugkette oder dem .Zugkabel eines Kranes, einer Laufkatze, eines Aufzuges usw. oder auf der Tragschiene oder dem Tragseil eines sonstigen
ίο Hebezeuges.
Die Aufhängungsachse des Fördergefäßes ist zwischen dem. Schwerpunkt des leeren Gefäßes und dem Schwerpunkt des beladenen Gefäßes angeordnet, derart, daß die Stabilität des leeren Gefäßes gesichert ist und das gefüllte Gefäß leicht gekippt werden kann. Eine am Aufhängerahmen befestigte Klinke beliebiger Art greift gewöhnlich in einen am . Fördergefäß vorgesehenen entsprechenden Ausschnitt ein und sichert dadurch die vollkommene Verbindung des Gefäßes mit seinem Rahmen.
Um die selbsttätige Entladung des Gefäßes herbeiführen zu können, wird nun gemäß der Erfindung die Klinke selbsttätig durch die einfache Drehbewegung der Ketten- oder Seilrolle in einer ihrer beiden Bewegungsrichtungen herbeigeführt. Überdies ist eine Sicherung angeordnet, welche die Wirksamkeit der selbsttätigen Auslösung nur in einem gewissen, genau begrenzten Teil der Bahn des Fördergefäßes gestattet.
Was zunächst die selbsttätige Steuerung • der Sperrklinke anbetrifft, so geschieht diese in folgender Weise:
Mittels im Aufhängerahmen und in den beiden Aufhängehaken angeordneter Organe erfolgt beim Aufheben eines kleinen schwingbaren Teilest, durch Vermittlung eines Zuggliedes B das Ausheben der Klinke C. Der schwingbare Teil A kann sich um eine Achse D drehen, die in dem Kloben der Rolle befestigt ist und in der Regel infolge des Gewichtes der Kette -B auf der Querstange E aufliegt (Fig. 3). Der obere Teil des Hebels A trägt eine Achse F, an welcher ein kleiner Teil G angelenkt ist,' der im folgenden als Hemmung bezeichnet werden soll. Die Rolle P trägt an ihrer Felge mehrere feste Finger H, die bei jedem Umgange auf den oberen Teil der Hemmung G treffen. Diese trägt unterhalb ihrer Achse F ein kleines Gegengewicht /, das die Hemmung stets wieder in ihre normale Stellung zurückführt.
Infolge der besonderen Form des schwingbaren Teiles A und der Hemmung G kann deren Drehung um ihre Achse F nur in einer einzigen Richtung geschehen, welche durch den Pfeil / in der Fig. 3 angedeutet ist, welcher der Drehung der Scheibe P in Riehtung des Pfeiles f1 in der Fig. 1 entspricht. In diesem Falle also heben die Finger H den Teil G aus, der sich um die Achse F dreht, bis er von dem auslösenden Finger frei kommt und alsdann durch sein kleines Gegengewicht I in seine Anfangsstellung zurückgeführt wird. Der schwingbare Teil A und die Sperrklinke C sind hierbei nicht in Tätigkeit getreten. Diese Bewegungen entsprechen der Bewegung des Fördergefäßes nach der
Entladestelle hin; das Ganze ist alsdann so aufgehängt, daß die Scheibe P sich während dieser Bewegung in der Richtung des Pfeiles ρ (Fig. i) dreht.
Wenn dagegen infolge der entgegengesetzten Bewegung des Fördergefäßes die Scheibe P sich in der dem Pfeil f1 entgegengesetzten Richtung dreht, so drückt der Finger H, sobald er auf den Teil G trifft, dessen Gegengewicht / gegen den schwingenden Teil A und zwingt diesen um die Achsen D zu schwingen, wodurch die Kette B mitgenommen wird, die das Ausheben der Sperrung C bewirkt. Alsdann wird, sobald die Klinke C aus ihrer Rast ausgelöst ist, das gefüllte Fördergefäß sich infolge seiner Lagerung im Aufhängerahmen sofort selbsttätig entleeren und danach wieder selbsttätig in seine Anfangsstellung zurückkehren. Wenn in diesem Augenblick der schwingbare Teil A in seine Anfangsstellung zurückgekehrt ist, läuft die Sperrnase C auf eine am Fördergefäß vorgesehene Schrägfläche hinauf und fällt wieder in ihre Rast ein.
Wie hieraus zu ersehen ist, genügt es, wenn das Fördergefäß an der Entladestelle angelangt ist, behufs Entladung dem Gefäß eine geringe Bewegung in der entgegengesetzten Richtung zu erteilen, d. h. eine Rückwärtsbewegung, wenn es sich um eine wagerecht fortschreitende Bewegung handelt, eine Abwärtsbewegung, wenn die Ladung gehoben worden ist, und eine Aufwärtsbewegung, wenn die Ladung zuvor gesenkt worden ist. Das Maß dieser entgegengesetzten Bewegung kann überdies nach Belieben vergrößert oder verkleinert werden; es genügt zu dem Zwecke, die Anzahl der an der Scheibe P angebrachten Daumen H passend zu wählen.
Was nun die Sicherungsvorrichtung betrifft, so soll diese den Bereich, innerhalb dessen eine selbsttätige Entladung des Fördergefäßes möglich ist, begrenzen, und sie bezweckt
I. eine unzeitige Entladung zu verhindern, die durch eine falsche Handhabung (entgegengesetzte Bewegung) herbeigeführt. werden könnte, an Stellen, wo dadurch Unglücksfälle entstehen könnten;
2. gegebenenfalls entgegengesetzte Bewegungen zu erlauben, die an gewissen Stellen der Förderbahn aus anderen Gründen als zwecks Entladung erforderlich sein können. Zu diesem Behufe kann der Kippteil A mit der Klinke G, statt sich beständig im Bereich der Finger H zu befinden, sich längs der Achse D verschieben und dementsprechend aus der Bahn der Finger H entfernt werden. Ein Teil dieser Achse ist nämlich mit Gewinde versehen und trägt ein kleines als Mutter ausgebildetes Zahnrad K1 das sich bei der Drehung in ganz bestimmter Art längs der Achse D verschiebt. Dieses Zahnrad K besitzt auf der dem Kippteil A zugekehrten Seite eine Hohlkehle und der Teil A des- 65' gleichen eine Hohlkehle auf der dem Rade zugekehrten Seite. In diese Hohlkehlen greift ein zweiteiliger Ring, der auf diese Weise die fortschreitende Bewegung des Zahnrades K dem schwingbaren Teil A mitteilt.
Das Rad K folgt in gewisser Beziehung der Drehung der Scheibe P mittels zweier Triebe, nämlich eines Zwischenrades L und eines zweiten mit der Scheibe P fest verbundenen Rades M. Es folgt daraus, daß, wenn die Scheibe P sich um einen bestimmten Winkel dreht, der Kipphebel A sich auf der Achse D um ein genau bestimmtes Maß verschieben wird. Es entspricht also jeder Stellung des Fördergefäßes innerhalb seiner Bahn eine einzige Stellung des Kippteiles A, und man kann, indem man die Anfangsstellung des Rades K auf der Schraube regelt, es so einrichten, daß die Finger H auf den Teil G nur an einer vorher genau bestimmten Entladestelle treffen. Diese Einrichtung bietet außerdem den Vorteil, daß die Abnutzung vermieden wird, die sich aus dem fortwährenden Zusammentreffen des Teiles G mit den Fingern H ergeben würde.
Wenn das Fördergefäß beständig an der Rolle P aufgehängt bleibt, so kann die Übertragung der Bewegung des Schwingteiles A auf die Sperrung C sehr einfach durch Gelenkhebel erfolgen. In den meisten Fällen aber soll der Förderkorb abwechselnd abgesetzt und wieder aufgenommen werden, was bei den gewöhnlichen kippbaren Fördergefäßen, die im allgemeinen mittels einer im gewünschten Augenblick anzuziehenden Schnur gesteuert werden, beim Abhängen und Wiederaufnehmen eine besondere Maßnahme zu ihrer Befestigung erforderlich macht.
Da es häufig von großer Bedeutung ist, diese besondere, einen Zeitverlust mit sich bringende Maßnahme entbehrlich zu machen, so wird das oben beschriebene selbsttätige Fördergefäß vorteilhaft mit einem eigenartigen Haken N ausgerüstet, der, wenn er mit dem Fördergefäß verbunden ist, es gestattet, die Bewegung des Schwingteiles A der Sperrung C mitzuteilen, der jedoch für seine Bedienung nicht mehr Maßnahmen noch Aufmerksamkeit als ein gewöhnlicher Haken erfordert. Dieser Haken N besteht aus zwei nach einem geeigneten Profil ausgeschnittenen und fest verstrebten Wangen, und zwischen diesen bewegt sich ein kleiner Hebel O, der mit einer Rolle Q. ausgestattet ist und durch eine kleine Stange R in Bewegung gesetzt wird, an der man die Kette B befestigt. Der Hub der
Rolle Q. wird durch Anschläge begrenzt; in der Regel legt sie sich infolge ihres Eigengewichtes gegen den unteren Anschlag an.
Wenn der Haken N in Stellung gebracht ist, stützt er sich auf einen besonderen Bolzen S, der am Aufhängerahmen befestigt ist. Die Rolle Q. befindet sich dann unterhalb einer Hubscheibe T, die sich um den Bolzen S drehen kann und entsprechend profiliert ist,
ίο um ihre Bewegung von der Rolle Q zu erhalten. Die Hubscheibe T ist mit der Sperrnase C durch ein System von Gelenkhebeln verbunden, dessen Hub durch zwei Klinken begrenzt ist und das infolge seines Gewichtes sich stets in der der eingefallenen Klinke entsprechenden Stellung befindet.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand so dargestellt, daß er an einem Hubseil angebracht ist, und zwar mit zwei Haken, einem mit Sperrung ausgerüsteten Haken und einem gewöhnlichen Haken. Ebensogut kann die Neuerung auch mit einem Tragkabel oder einer Tragschiene verbunden werden; an Stelle zweier Haken kann ein einziger Haken Anwendung finden. Die selbsttätige Bedienung des Fördergefäßes durch die Bewegung der Rolle und die Sicherung können ebensogut'auch bei jedem anderen System der Einrückung für Fördergefäße als bei dem dargestellten Anwendung finden. :

Claims (3)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i. Fördergefäß mit selbsttätiger Umkippvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß an der Tragseilscheibe/Pj des Fördergefäßes mehrere Anschlagdaumen (H) angeordnet sind, welche bei Normaldrehung der Scheibe einen mit der Sperrvorrichtung (C) des Fördergefäßes verbundenen, am Kloben der Scheibe schwingbar ange- ■ ordneten Teil (A) unbeeinflußt lassen, bei Drehung der Scheibe in entgegengesetzter Richtung diesen Teil (A) jedoch bewegen, so daß hierdurch die Sperrvorrichtung (C) ausgelöst und das Kippen und Entladen des Fördergefäßes erzielt wird.
  2. 2. Fördergefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seilscheibe (P) mit einem von ihr bewegten Zahnradgetriebe (K, L, M) verbunden ist, welches den die Sperrvorrichtung (C) des Fördergefäßes in Tätigkeit setzenden Teil (A) in der Längsrichtung der Achse (D) verschiebt, um diesen in oder außer Eingriff mit den Anschlagdaumen (H) der Seilscheibe (P) zu bringen, zu dem Zwecke, den Zeitraum, währenddessen das Auslösen der Sperrvorrichtung (C) möglich ist, beliebig einstellen zu können.
  3. 3. Fördergefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fördergefäß an einem Kabel oder einer Kette aufgehängt ist, welche mit zwei Haken, einem gewöhnlichen Haken und einem mit Kettensperrung versehenen Haken (N) ausgestattet ist, zwischen dessen beiden Wangen ein kleiner Hebel (O) mit Rolle
    (QJ schwingbar angeordnet ist, welcher mittels einer Kette (B) mit dem schwingbaren Teil (A) verbunden ist und auf eine mit der Sperrvorrichtung (C) verbundene Hubscheibe (T) einwirkt, die um den Stützbolzen (S) des Hakens (N) drehbar ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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